Europa, Vergleiche, Informationen und Interessantes!

  • Ich kann Dir nicht folgen. Die Flüchtlinge erfordern zusätzliche Verwaltung, also zusätzliche Kosten. Fallen z.B. die Jobcenter weg, konnen die Kräfte aus diesen Einrichtungen das übernehmen. Die Zusatzkosten fallen also weg = Einsparung.

  • Ich kann Dir nicht folgen. Die Flüchtlinge erfordern zusätzliche Verwaltung, also zusätzliche Kosten. Fallen z.B. die Jobcenter weg, konnen die Kräfte aus diesen Einrichtungen das übernehmen. Die Zusatzkosten fallen also weg = Einsparung.



    Kosten sind erst weggefallen, wenn quasi auf dem staatlichen Ausgabenkonto der entsprechende Betrag nicht mehr abgebucht wird. Du kannst natürlich die Arbeiten entfallen lassen, die bisher damit finanziert wurden. Aber solange Du auf den meisten Kosten der bisherigen Arbeiten sitzen bleibst, hast Du keine Einsparung an Geld realisiert. Die Leute bekommen zumeist ihre Besoldung weiter.


    Du vermengst nun zusätzlich in Deiner Erklärungsnot die Flüchtlingskrise mit dem BGE. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das eine sind befristete Mehrausgaben, das andere sollen aber dauerhafte Einsparungen sein.


    Hinzu kommt, dass Du scheinbar unterstellst, man könne -bildlich gesprochen- eine gelernte Friseuse auf einen Ingenieursposten setzen.


    Es handelt sich bei der Flüchtlingsorganisation um andere berufliche Profile. Man müsste die durch das BGE nach Deiner Ansicht wegfallenden staatlichen Stelleninhaber erst einmal für die neuen Aufgaben ausbilden und würde damit zusätzliche Kosten verursachen. Es wird also sogar teurer. Man könnte diese Umschulungen und zusätzlichen Ausbildungen aber nur dort realisieren, wo die Bewerber über die grundsätzliche Befähigung bzw. Voraussetzung für den neuen Job in der Flüchtlingshilfe verfügen. Es sei denn, um bei meinem Bild zu bleiben, Du versuchst Friseurinnen zu Ingenieuren zu machen.

  • Ich sehs immer noch anders. Die Flüchtlingskrise hat natürlich nichts mit dem BGE zu tun. Aber käme das BGE, würden jede Menge Verwaltungsfachleute frei. Und die braucht man derzeit dringend für die



    • Bearbeitung der Asylanträge
    • die Auszahlung des Geldes an die Flüchtlinge
    • die Organisation und Ausgabe der Sachzuwendungen
    • die Organisation und Verwaltung der Unterkünfte
    • die Organsisation der bundesweiten Verteilung
    • Amtsvormundschaften
    • Bezahlung von Rechnungend er Träger
    • Weiterberechnungen an Bund und Länder
    • Organsiation der Sprach- und Integrationskurse
    • und, und, und .....



    Das alles können Verwaltungsfachleute, denn die haben Verwalten gelernt. Was das im Detail ist, ist nicht so wichtig. Kann man sehen an der Tatsache, das momentan Leutes aus den Arbeitsagenturen zur Bearbeitung der Asylanträge herangezogen werden - nach einer kurzen Schnelleinweisung.


  • Das alles können Verwaltungsfachleute, denn die haben Verwalten gelernt. Was das im Detail ist, ist nicht so wichtig. Kann man sehen an der Tatsache, das momentan Leutes aus den Arbeitsagenturen zur Bearbeitung der Asylanträge herangezogen werden - nach einer kurzen Schnelleinweisung.


    Das mit der kurzen Schnelleinweisung ist zwar richtig. Du unterstellst aber instinktiv, dass das durch die Tatsache kommt, weil die Beamten bereits einigermaßen qualifiziert wären für den neuen Job und deshalb nur kurz eingewiesen werden müssten.


    Dem ist aber nicht so, denn es fehlt schlichtweg an ausreichend Beamten, welche eine dem neuen Dienst angemessene Umschulung vornehmen könnten und außerdem an Strukturen, wie man Beamte aus völlig unterschiedlichen Amtssegmenten in das neue System pressen kann.


    Folge ist, dass die Asylentscheidungen zunehmend fragwürdig werden und handwerklich dilettantisch.


    Aber, da geht es ja nicht um ein paar Euro mehr oder weniger Sozialleistungen, sondern manchmal um Leben und Tod der Antragsteller. Da kann man solche Schwächen schon mal akzeptieren.


  • Folge ist, dass die Asylentscheidungen zunehmend fragwürdig werden und handwerklich dilettantisch.


    Den Verdacht hatte ich auch schon, weil das, was ich vom Ausländerecht kennen, ziemlich kompliziert ist. Allerding hätte ich das nun nicht an der Schnellschulung festgemacht, sondern an meinen allgemeinen Erfahrungen mit Sachbearbeitern in Ämtern.


    Zitat

    Aber, da geht es ja nicht um ein paar Euro mehr oder weniger Sozialleistungen, sondern manchmal um Leben und Tod der Antragsteller. Da kann man solche Schwächen schon mal akzeptieren.


    Nein, sie sind natürlich keinesfalls zu akzeptieren!

  • Den Verdacht hatte ich auch schon, weil das, was ich vom Ausländerecht kennen, ziemlich kompliziert ist. Allerding hätte ich das nun nicht an der Schnellschulung festgemacht, sondern an meinen allgemeinen Erfahrungen mit Sachbearbeitern in Ämtern.




    Nein, sie sind natürlich keinesfalls zu akzeptieren!



    Ich habe beruflich viel mit Beamten zu tun, weil wir bei unserer Firma Schnittstellen zu staatlichen Aufgaben haben. Deshalb kenne ich beruflich auch einige Beamte, die sich auf Stellen in der Flüchtlingshilfe beworben haben. Ãœberwiegend motiviert sind die Bewerbungen durch die Tatsache, dass sie zu einem heimatnahen Einsatz führen würden, wohingegen man derzeit sehr weit zum Dienst anreisen muss. In den Fällen, die ich persönlich kenne, handelt es sich überwiegend um Beamte, welche vermutlich keine allzu umfangreichen Einweisungen benötigen würden, weil sie zu den begabteren Beamten und Beamtinnen gehören. Nachdem man bundesweit in den Behörden ausgeschrieben hat, zog man nun die meisten Stellenausschreibungen in der Flüchtlingshilfe wieder zurück bzw. legte sie erst einmal auf Eis, weil die Zentralstelle in Zirndorf bei Nürnberg nicht mit der Bearbeitung der unzähligen Bewerbungen nachkommt. Das ist mein Informationssstand.

  • Nachdem man bundesweit in den Behörden ausgeschrieben hat, zog man nun die meisten Stellenausschreibungen in der Flüchtlingshilfe wieder zurück bzw. legte sie erst einmal auf Eis, weil die Zentralstelle in Zirndorf bei Nürnberg nicht mit der Bearbeitung der unzähligen Bewerbungen nachkommt. Das ist mein Informationssstand.


    Diese Interna kenne ich nicht. Dass Zirndorf überlastet ist, ist allerdings kein Geheimnis.

  • Diese Interna kenne ich nicht. Dass Zirndorf überlastet ist, ist allerdings kein Geheimnis.



    Der Zustrom an Asylbewerbern im vergangenen Jahr überschritt nicht nur das bisher übliche,
    in Sachen Anzahl der Bewerber, sondern auch das, was man administrativ an Grundausstattung
    in den betroffenen Behörden zur Verfügung hat. So beweglich sind Behörden nun mal nicht.
    Bei Unternehmen ist das meist anders. Verdreifacht sich plötzlich der Absatz, dann hat man
    nicht zwingend Probleme, zusätzliches Personal zu finden, was diese Aufgaben übernehmen kann.
    Im Staatsdienst ist das anders. Da kann man nur Staatsdiener mit spezifischen Qualifikationen einstellen,
    um einen solchen Run zu kompensieren. Und das dauert lange.
    Man kann da nicht von der Straße weg Leute einstellen.

  • ...


    Im Staatsdienst ist das anders. Da kann man nur Staatsdiener mit spezifischen Qualifikationen einstellen,
    um einen solchen Run zu kompensieren. Und das dauert lange.
    Man kann da nicht von der Straße weg Leute einstellen.


    Ich glaube, das würde man im Angestelltenverhältnis derzeit sogar tun. Aber die Stadt München z.B. findet gar keine SB mehr, weil sich rumgesprochen hat, wie die Arbeitsbedingungen sind. Die Fluktuation ist derzeit exorbitant hoch.

  • Ich glaube, das würde man im Angestelltenverhältnis derzeit sogar tun.


    Man schreibt nur für Beamte aus.
    Den Angestellten des ÖD gefällt das zwar nicht.
    Aber die Macht im Staat haben die Beamten.

  • Man schreibt nur für Beamte aus.
    Den Angestellten des ÖD gefällt das zwar nicht.
    Aber die Macht im Staat haben die Beamten.


    Bist Du Dir da sicher? Ich habe gestern was von 6000 festen zusätzlichen Stellen und 1000 flexiblen, kurzfristigen gehört.


    Wie passt eine Beamtenstatus zu "flexibel" und "kurzfristig"?

  • Bist Du Dir da sicher? Ich habe gestern was von 6000 festen zusätzlichen Stellen und 1000 flexiblen, kurzfristigen gehört.


    Wie passt eine Beamtenstatus zu "flexibel" und "kurzfristig"?


    Ich sehe ja die Ausschreibungen, weil die mit uns arbeitende Behörde
    in der Nähe ist, bei denen im Flur.
    Es wird nur für Beamte ausgeschrieben.
    Es würde mich wundern, wenn regional
    unterschiedlich ausgeschrieben würde.
    Die Angestellten sagen hinter vorgehaltener Hand:
    "Im ÖD haben die Beamten die Fleischtöpfe schon immer
    überwiegend unter ihresgleichen aufgeteilt."

  • […] Oft gibt es Meldungen und Berichte bei denen es es sich nicht lohnt einen Thread zu erstellen. […]

    Ãœberreichlich viele - derzeit freut sich die europäische Öffentlichkeit auf die bald beginnende Fußball-EM - und schon warnt das US-Aussenministerium vor der möglichen Terrorgefahr. Gleichzeitig versichern jedoch, dass es keinerlei konkreten Hinweise auf geplante Anschläge gäbe. Nachdem letzten Herbst während eines Fußballspiels in Paris mehrere Anschläge verübt wurden, dient eine solche Meldung doch höchstens dazu, im Vorweg ein wenig Panik zu schüren. Und falls was passiert, kann hinterher niemand sagen, er sei nicht rechtzeitig gewarnt worden.

  • Die Welt ist um eine Religionsgemeinschaft reicher geworden. Sie ist deutschen Ursprungs und die Wurzeln sind in Mannheim. "Gremium MC" hat sich in Norwegen als Glaubensgemeinschaft registrieren lassen. Argumentiert wird mit dem Kult um die Zahl Sieben. Hintergrund, 2014 kaufte der Club ein Gebetshaus in der Gemeinde Nes und funktionierte es als Clubhaus um. Problem, das Gebäude ist zweckgebunden, also Glaubensgemeinschaft. Bericht darüber leider nicht auf Deutsch verfügbar.


    http://www.aftenposten.no/norg…-trossamfunn-364626b.html


    Man kann sich in Zukunft wohl auf Religionsfreiheit berufen. :smilielol5:


    Wer ist das "Gremium"?


    http://de.wikipedia.org/wiki/Gremium_MC


    Nebenbei: die Jungs zahlen sogar "Kirchensteuer". Jedem Einkommen wird "Glaubenssteuer" abgezogen. Das Geld fliesst dann zurück.

  • Eine klare Mehrheit für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch innerhalb der 1. drei Monate
    Es steckte wohl noch mehr dahinter als ich glaubte. Eigentlich habe ich mich gewundert, dass ein Land, das sonst doch beim herrschenden Zeitgeist mitmacht, wenn es nur ordentlich Geld ins Land spült, sich noch von seinen Bischöfen so gängeln lässt, dass es den Frauen selbst bei Gewaltanwendung nicht erlaubte, abzutreiben. Es passte so gar nicht in mein Bild von Irland, bei dem mir immer der Unabhängigkeitsbegriff leichter einfiel als arg eingeschränkte Frauenrechte.
    Umso mehr freut mich das Abstimmungsergebnis. Wenngleich ich jetzt nicht weiß, wie Irland mit seinen Kindern umgeht. Gesundheitlich, fürsorglich. Egal bzw. insbesondere, ob ein Kind erwünscht, krank, gesund, unerwünscht etc. ist. Das spielt ja letztendlich die entscheidende Rolle, ob sich eine Frau für oder gegen ein Kind entscheidet.
    http://www.sueddeutsche.de/pol…iche-revolution-1.3992811


    Frdl. Grüße
    Christiane