Altersvorsorge - Aber welche Strategie

  • Was ist die beste Altersvorsorge? 0

    1. Sparstrumpf (0) 0%
    2. Immobilie(n) (0) 0%
    3. Gold und/oder andere Rohstoffe (0) 0%
    4. Riester/Rüruprente (0) 0%
    5. Privatrente (0) 0%
    6. Börsenhandel (Aktien, Anleihen, Zertifikate usw.) (0) 0%
    7. Sammlerstücke (Kunst, Münzen, Autos etc.) (0) 0%
    8. Hat alles keinen Sinn - das Leben genießen! (0) 0%

    Man muss selbst fürs Alter sorgen, so die Binsenweisheit trotz des spektakulären Versprechens von Norbert Blüm, die Rente sei sicher. Doch welcher Strategie sollte man folgen?
    Möglichkeiten gibt es viele, angefangen beim Eigenheim, über die staatlich geförderte Riester- oder Rüruprente bis hin zu diversen Privatvorsorgeverträgen oder gar dem eigenen Handel mit allen, was der Finanzmarkt so hergibt. Auch der Goldklumpen im Keller, die gefüllte Socke unterm Kopfkissen oder eine schicke Münzsammlung wären Möglichkeiten.
    Inzwischen ist wohl fast jede dieser Optionen unter Verruf geraten (außer vielleicht die Münzsammlung). Was bleibt also so tun?

  • Eine Entscheidung die den persönlichen Verhältnissen angepasst werden sollte. Nicht jeder hat genug Einkommen um eine Immobilie, sprich Eigenheim, zu finanzieren. Dann, besteht eine betriebliche Altersversorgung? Die beste Lösung Eigenheim + Privat/ Betriebsrente. Auf drei Beinen steht man relativ sicher.

  • Zur Zeit sind Immobilien sehr gefragt.
    Ansonsten Gold und Schweizerfranken.


    Was Betriebspensionen anbelangt sind bei uns z.B. die Siemensmitarbeiter gelinkt worden.
    Sie müssen froh sein, wenn sie übehaupt noch eine Kleinigkeit herausbekommen.

  • Die beste Altersvorsorge?


    a) Bundespräsident werden und nach ca. einem Jahr aufgeben. :weg:


    b) Für "Nichtbundespräsidenten": Es klingt abgedroschen, aber Diversifizierung dürfte am meisten Sicherheit bieten, sofern das zur Verfügung stehende Kapital dafür ausreicht.
    Ich bevorzuge folgende drei Optionen:
    - Eine eigene Immobilie (in möglichst guter Lage) bietet schon einmal eine gewisse Sicherheit, einen Platz zum Wohnen zu haben, der immer einen gewissen Wert behalten wird.
    - Aktien haben leider seit Einführung der Abgeltungssteuer 2009 einiges an Reiz verloren, sind aber immer noch eine interessante Alternative. Hier kann man sich eher konservativ verhalten und sich an so genannte "Blue Chips" halten oder spekulativer auf den Aufstieg bestimmter Märkte oder Regionen (z.B. erneuerbare Energien in China) setzen, am besten jedoch nicht alles auf (zu) wenige Karten...
    - Edelmetalle (Gold, Silber, eventuell Platin...) können als Inflationsschutz beigemischt werden.


    Komplizierte, intransparente Modelle mit vielen Fallstricken (wie halt alles was vom Staat kommt) wie z.B. Riester- oder Rürup-Rente lehne ich ab.


    Insgesamt wurde durch immer weniger lückenlose Lebensläufe, immer mehr Zeitarbeit und vorübergehende Arbeitslosigkeit, derzeit niedrige Zinsen sowie staatliche Maßnahmen (alle Arten von Steuern auf Immobilien, Abgeltungssteuer auf Börsengewinne, 5%-Umsatzsteuer auf Wetteinsätze, abzuführen von den Buchmachern und Wettbörsen an den Staat, weitergegeben in Form schlechter Quoten an den Kunden, usw.) sehr effektiv dafür gesorgt, dass sinnvolle Altersabsicherung für sehr viele Menschen zunehmend schwieriger wird.

    3 Mal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • Richtig Leben bis die Schwarte kracht und gar nicht erst in die Verlegenheit kommen die Rente zu erreichen! :banana75::sifone::peace2:

  • nebenbei bemerkt, fehlt das wichtigste standbein: eine dauerhafte einkommensquelle aus betriebsbeteiligung mit einflussnahmemöglichkeit (maßgebliche anteile oder volleigentümerschaft).
    mit anderen worten, einfach weiter arbeiten (wenn auch mit angemessen zurück gefahrener schlagzahl) und immer aktiv bleiben.
    mit > achzig über der erstellung eines angebotes tot zusammen zu brechen, ist in mehrfacher hinsicht eine vorstellung, die mich nicht abschreckt. ....;):cornut:

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: ft

  • Richtig Leben bis die Schwarte kracht und gar nicht erst in die Verlegenheit kommen die Rente zu erreichen! :banana75::sifone::peace2:


    Ne gute Variante, wenn man beschließt das Leben an einem bestimmten Punkt finalisieren.


    Ala Herold´n Maude

  • Es fehlt in der Umfrage die umlagefinanzierte Rente staatlicher Rentenversicherungsanstalten.
    M.E. der sicherste Weg, wenn alle einzahlen.


    Daß diese Möglichkeit zurückgedrängt worden ist durch Privatisierungsfanatiker bedeutet nicht, daß sie nicht funktionieren würde.
    Der Hintergedanke jeder privaten Vorsorgestrategie ist ja der, daß man nicht für andere mitbezahlen will, genau genommen funktioniert aber auch jedes private Vorsorgemodell nur als Umlageverfahren.


    Das Aufgeben oder das Vergessen dieses Grundsatzes macht keinen der in der Umfrage genannten Punkte erstrebenswert.
    Sicher ist keiner davon.

  • Es fehlt in der Umfrage die umlagefinanzierte Rente staatlicher Rentenversicherungsanstalten.
    M.E. der sicherste Weg, wenn alle einzahlen.

    Na ja, immer mehr Rentner, die immer länger leben, verhindern eine sichere Rechnung.

    Daß diese Möglichkeit zurückgedrängt worden ist durch Privatisierungsfanatiker bedeutet nicht, daß sie nicht funktionieren würde..

    Die Rentenanstalten weisen ja die Beitragszahler darauf hin, dass zusätzlich private Vorsorge zu treffen ist!

  • Na ja, immer mehr Rentner, die immer länger leben, verhindern eine sichere Rechnung.


    Das Rechnen ist da das kleinste Problem.
    Es gibt kaum einen Bereich in der Sozialpolitik, wo dermaßen unverschämt gelogen wird wie die Rente.

  • Na ja, immer mehr Rentner, die immer länger leben, verhindern eine sichere Rechnung.

    Diese Entwicklung gibt es seit fast 100 Jahren. Nach dieser Begründung müßte die staatliche Rente nicht erst jetzt den Privatversicherern zum Opfer fallen. Außerdem wäre das auch ein Argument gegen die private Vorsorge, denn auch die Auszahlung im Alter ist davon abhängig, daß genügend Produktivität den Wert der Ersparnisse erhält.
    Das Wesen der Rente ist ja eben, darum ja Umlage, daß die, die arbeiten können für die mitarbeiten, die es nicht mehr können.
    Ob das privat oder staatlich organisiert ist, spielt dabei eigentlich gar keine Rolle.

    Zitat


    Die Rentenanstalten weisen ja die Beitragszahler darauf hin, dass zusätzlich private Vorsorge zu treffen ist!


    Weil seit ungefähr 2001 auf Initiative eines Hn Kannegießer das staatliche Rentensystem dt Prägung zerschossen worden ist.
    M.E. völlig ohne Not.

  • ....
    Weil seit ungefähr 2001 auf Initiative eines Hn Kannegießer das staatliche Rentensystem dt Prägung zerschossen worden ist.
    M.E. völlig ohne Not.


    Aber nicht ohne Grund - irgendwie musste man ja an ein paar zusätzliche Milliarden zum (ab)zocken kommen ....

  • Aber nicht ohne Grund - irgendwie musste man ja an ein paar zusätzliche Milliarden zum (ab)zocken kommen ....


    Mal angenommen, der Herr Kannegießer wußte es nicht besser, er glaubte tatsächlich daran, daß eine schrittweise Senkung bzw Deckelung der Rentenversicherungsbeiträge Arbeitsplätze sichert, dann wäre mir immer noch absolut unerklärlich, warum sich Rudel von Ökonomen um ihn gebildet haben, die seine Weisheiten gefressen haben wie frische Brötchen.
    Darum denke ich auch, es ist schon so, wie du schreibst...

  • Diese Entwicklung gibt es seit fast 100 Jahren...Das Wesen der Rente ist ja eben, darum ja Umlage, daß die, die arbeiten können für die mitarbeiten, die es nicht mehr können.

    OK, verstanden. Man müßte einen Ãœberblick haben, wieviel Arbeitnehmer auf einen Rentner trafen, treffen und in Zukunft treffen werden.

  • OK, verstanden. Man müßte einen Ãœberblick haben, wieviel Arbeitnehmer auf einen Rentner trafen, treffen und in Zukunft treffen werden.




    das sich abzeichnende problem resultiert aus der nicht konsequent gegründeten verteilung der rentenlasten auf alle - und vor allem auf alle einnahmearten. zu wenige bezahlen ein - zu viele einkünfte bleiben unberücksichtigt. dadurch wird das im grunde sehr gesunde system mittelfristig instabil.
    wäre dem geist der ursprünglichen überlegungen weiter gefolgt worden, gäbe es garkeine probleme.
    aber die interessen der versicherungswirtschaft und der banken hatten die mächtigeren lobbys...

  • Inzwischen ist das eingetreten, was viele bereits vor Jahrzehnten, als Norbert Blüm noch davon sprach, die Rente sei sicher - und dafür verlacht wurde - vorhergesehen und vorausgesagt haben.
    Die Privaten wickeln Millionen Altverträge von Menschen ab, die den Versprechungen der Versicherungswirtschaft und der Politik blinden Glauben und Vertrauen geschenkt haben.


    Die Private Altersversorgung auf sicherer Basis ist damit dem Tode geweiht.
    Was bleibt ist die Ungewissheit und die Spekulation auf die Marktvolatiliäten, die über die Rücklagen für das Alter entscheiden werden.


    Ich bin bestärkt in meiner, in den Jahren, in denen ich selbst noch in der Mühle der Kapitalanleger getrommelt habe, gewachsenen Ãœberzeugung, dass es nur eine sichere Altersversorgung mit Zukunft geben kann: die faire Umlagesystematik der Rente.
    Doch muss diese auf eine breitere Bassis gestellt werden und alle Einkommen müssen zur Füllung des Umlagetopfes heran gezogen werden. Werschöpfungsbezogen, am Ort, wo die Einkommen und Gewinne entstehen.


    Die Lebensversicherer werden nun sukzessive alle abgewickelt und mit ihnen die Hoffnungen der Versicherten, eine zuverlässige zusätzliche Säule für ihren Lebensabend aufgebaut zu haben.
    Auch die sogenannte "Betriebliche AV" ist damit in Schwierigkeiten, denn die basieren zumeist auf Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen bei privaten Versicherern. Und genau diese privaten Versicherungsträger sind es, die das System nicht länger gewährleisten können. Genau was vorher gesagt wurde tritt nun ein.
    Immerhin wurden bereits rund 5% der Versicherungssummen "gezilmert" vorab dem Kapitalstock entzogen und als Provisionen ausgeschüttet. Und wer hat das bezahlt?


    Zitat


    Verkauf von vier Millionen Lebensversicherungen
    Der langsame Zerfall der privaten Altersvorsorge

    Generali Deutschland verkauft Millionen Lebensversicherungsverträge. Die Entscheidung zeigt, wie schlecht es um die private Altersvorsorge mittlerweile steht. Verbraucher müssen nun noch besser aufpassen.

    4 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: e

  • OK, verstanden. Man müßte einen Ãœberblick haben, wieviel Arbeitnehmer auf einen Rentner trafen, treffen und in Zukunft treffen werden.


    Das Grundproblem jeder Altersverorgung besteht in der Entwicklung der gesamtgesellschaftlichen Produktivität und Effizienz mit den daraus möglichen Formen der Verteilung des Ergebnisses. Auf jeden Fall hat ein Staat zu garantieren, dass jeder seiner Bürger auch dann, wenn er nicht oder nicht mehr leistungsfähig ist, auch menschenwürdig leben kann. Private Milliardenvermögen oder auch Multimillionenvermögen bei gleichzeitig bestehender Armut eines Teils der Gesellschaft sind unmoralisch und zeugen von falscher Politik.


  • Die Lebensversicherer werden nun sukzessive alle abgewickelt und mit ihnen die Hoffnungen der Versicherten, eine zuverlässige zusätzliche Säule für ihren Lebensabend aufgebaut zu haben.
    Auch die sogenannte "Betriebliche AV" ist damit in Schwierigkeiten, denn die basieren zumeist auf Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen bei privaten Versicherern. Und genau diese privaten Versicherungsträger sind es, die das System nicht länger gewährleisten können. Genau was vorher gesagt wurde tritt nun ein.
    Immerhin wurden bereits rund 5% der Versicherungssummen bereits gezilmert vorab dem Kapitalstock entzogen und als Provisionen ausgeschüttet. Und wer hat das bezahlt?


    Dieser Tage bekam ich wieder Post von meinem beruflichen Versorgungswerk. Die Verzinsung liegt bei 3,7%, das ist noch okay. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Summe, die ich bei Ablauf zu erwarten habe, allerdings deutlich niedriger. Es ist zum Erbrechen. :kotz:


    Unterm Strich wäre mein vorzeitiges Ableben das Lukrativste. Es müsste nur aussehen wie ein Unfall ... und da ich selbstverständlich 100 werden will, habe ich beschlossen zu lachen und harre kreativer Vorschläge und Eingebungen.


    :joker:


  • ... und da ich selbstverständlich 100 werden will, habe ich beschlossen zu lachen und harre kreativer Vorschläge und Eingebungen.


    Kreativ? Weil ich es hier schon so oft erwähnt habe, ist es das wohl nicht mehr, aber dennoch mein Vorschlag:


    Sich auf Steemit anmelden, z. B. 5000 Euro (oder irgendeinen anderen Betrag, der im Zweifelsfalle nicht besonders schmerzen würde) in STEEM investieren, so dass man eine gewisse Upvotestärke erlangt (sie hängt von der "Steem Power" eines Users ab) und sich dann jeden Tag mit mindestens einem seiner 100%-Upvotes selbst upvoten (es ist aber sinnvoll im Sinne des Erfolgs der Plattform, auch andere User, die gute Artikel schreiben, upzuvoten). :)
    (Dazu kommen ggfs Upvotes anderer User plus eine mögliche Wertsteigerung des STEEM).


    Riskant? Vielleicht (in meinen Augen aber ehrlich gesagt nicht besonders - was soll schon schief gehen? Mehr als irgendwelche lächerlichen Zinsen bringen die Upvotes allemal). Letztlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, Risiken in Relation zu Gewinnchancen zu setzen. Falls man der Sache gar nicht traut, kann man die Gewinne immer sofort realisieren (was aber ein Anwachsen der "Steem Power" und des Upvote-Werts verhindern würde).


    Lukrativ? Es gibt nie eine Garantie, aber man hängt nicht von irgendwelchen Abzocker-Versicherungen oder dem Staat ab, sondern sorgt für sich selbst.