Technische Intelligenz = Künstliche Intelligenz?

  • Nö...


    der Prozessor löst keine Aufgaben, er arbeitet Routinen ab.


    Die Intelligenz zeigt sich darin die Routinen zu definieren.


  • der Prozessor löst keine Aufgaben, er arbeitet Routinen ab.


    Genau wie unser Gehirn. Und genau wie unser Gehirn die ihm selbst zugrunde liegenden Routinen nicht versteht, versteht der Prozessor die seinen nicht.



    Die Intelligenz zeigt sich darin die Routinen zu definieren.


    Wie genau meinst du das?
    So?

  • Nicht wirklich Neues bringt dieser Beitrag, aber lesenswert ist er dennoch, und sei es nur zur Auffrischung des Themas.


    Zitat


    Maschinelles Lernen
    Moore's Law ist eine lahme Ente


    Viele sind genervt vom ständigen Gerede über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Ein Hype sei das, übertrieben oder gar irrelevant. Zwei aktuelle Beispiele zeigen, wie falsch diese Annahme ist.

  • Auch die KI hat ein "Selbstwertgefühl", das verletzt werden kann... oder?


    Zitat


    Künstliche Intelligenz
    "Wenn wir Roboter wie Sklaven behandeln, werden sie rebellieren"

    Deutschland soll ein führender Standort für künstliche Intelligenz werden. Entsprechende Studiengänge gibt es bereits, aber was lernt man da eigentlich? Ein Professor für Humanoide Robotik erklärt.


    Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass KI ein Bewusstsein entwickeln können muss, um diesen Schritt tatsächlich zu vollziehen?
    Heisst die Implikation dann, dass die Bildung des Bewusstseins ein Erwartungswert ist, auf den Man(kind) sind besser proaktiv einstellt?

  • Na, mir ist beim Lesen eher eingefallen, dass es dann ja wahrscheinlich auch mit Robotern bestückte Jobcenter geben wird. Die Rebellion wird erstickt werden müssen. Sonst kann das ja kein System mehr finanzieren (so ist immer die Begründung der Befürworter der Hartz IV-Sanktionen). Die Roboter brauchen ja noch nicht mal was zu essen, also der lapidare Verweis für den Fall 0 mtl. Geld, wenn Bezieher nicht willig ist, auf Tafeln nutzt nix. Das wird schwer.
    Aber es ist doch großartig, wie ein noch zu schaffendes künstliches Bewusstsein notwendigerweise auf das menschliche Verhalten runtergebrochen wird und damit auch überlegt wird, was ein Sklavenhaltertum mit den Menschen macht. Das lässt hoffen, dass es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben muss. Wir werden uns noch bei den Robotern zu bedanken haben. Oder bei der diesbzgl. Wissenschaft? Oder bei den Ethikleuten?


    Nix für ungut, Prom.:nailbit:


    Freundliche Grüße
    Christiane

  • ...
    Aber es ist doch großartig, wie ein noch zu schaffendes künstliches Bewusstsein notwendigerweise auf das menschliche Verhalten runtergebrochen wird und damit auch überlegt wird, was ein Sklavenhaltertum mit den Menschen macht. Das lässt hoffen, dass es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben muss. Wir werden uns noch bei den Robotern zu bedanken haben. Oder bei der diesbzgl. Wissenschaft? Oder bei den Ethikleuten?


    Nix für ungut, Prom.:nailbit:


    Freundliche Grüße
    Christiane


    Alles gut - für meinen Teil.
    Das generelle Problem der Menschen ist es ja gerade, dass sie sich im Grunde weder darüber im klaren, noch einig sind, was "Menschlichkeit", "Bewusstsein" "Seele" usw., und daraus folgend eine zukünftige Gesellschaft überhaupt sind, sein sollte oder sein könnte. Die Grenzen des Denkens werde sehr schön sichtbar.


    Es gibt diese Geschichten, Romane, Filme, Fantasien... klar.
    Aber jeder Einzelne - von wenigen Ausnahmen abgesehen - lebt doch im Grunde nur vor sich hin und sieht nur einen kleinen Ausschnitt. Sich selbst natürlich mit diesem Ausschnitt arrangierend, mal mehr mal weniger davon überzeugt, bereits ein umfassendes Bild vom Ganzen zu haben. Das ist der Begrenztheit unseres Vorstellungshorizontes geschuldet.
    Ich habe die Diskussion im SPON-Forum zu diesem Beitrag verfolgt. Da siehst Du den Querschnitt der Einstellungen der Menschen. In doppelt gefilterter Auswahl. Zum einen lesen nur wenige bei SPON, noch weniger solche Themen und nur ein Bruchteil schreibt etwas dazu. Und doch - die Vielfalt der Standpunkte, Einschätzungen und Blickweite der jeweiligen Betrachtung sind aussagefähig und durchaus charakteristisch.

  • Was mir generell auffällt. Die Menschen füttern heutzutage Maschinen mit so unglaublich vielen persönlichen Daten, dass bereits allein dadurch der Eindruck von Dynamik entsteht. Losgelöst durch Rechenpower welche bereits die Energie ganzer Großstädte verbraucht. :yesnod:


    Alles gut - für meinen Teil.
    Das generelle Problem der Menschen ist es ja gerade, dass sie sich im Grunde weder darüber im klaren, noch einig sind, was "Menschlichkeit", "Bewusstsein" "Seele" usw., und daraus folgend eine zukünftige Gesellschaft überhaupt sind, sein sollte oder sein könnte. Die Grenzen des Denkens werde sehr schön sichtbar.
    [...]


    Das hatte ich mir auch so mal überlegt. Schaut man sich z.B. die verschiedenen Religionen an. In wie weit werden sich diese unterschiedlichen Weltbilder z.B. über die "Seele" (BTW: übrigens ein handfester wissenschaftlicher Begriff in der modernen Psychologie) in den Entwicklungen zur künstlichen Intelligenz manifestieren? :thinking-020:

  • Schaut man sich z.B. die verschiedenen Religionen an. In wie weit werden sich diese unterschiedlichen Weltbilder z.B. über die "Seele" (BTW: übrigens ein handfester wissenschaftlicher Begriff in der modernen Psychologie) in den Entwicklungen zur künstlichen Intelligenz manifestieren? :thinking-020:

    Es gibt Physiker, die der Seele, bzw. dem Bewusstsein eine eigene Existenz im Raum zugestehen (Hans-Peter Dürr), andere sind von ihrer Nicht-Existenz überzeugt, (Katja Crone).


  • Es gibt Physiker, die der Seele, bzw. dem Bewusstsein eine eigene Existenz im Raum zugestehen (Hans-Peter Dürr).


    Schwer zu sagen, ob das so zu verstehen ist. Ich glaube, er stellte sich vor, dass alles, jeder jemals gedachte Gedanke, jede jemals ausgeführte Handlung, irgendwo (wie in einer großen Blockchain :) ) für immer 'abgespeichert' würde (was er als Unsterblichkeit bezeichnete). Ob dadurch das Bewusstsein eines Individuums nach dem Tod erhalten bliebe? Gute Frage ... jedenfalls alles extrem spekulativ.

  • Das ist eine sehr anschauliche Analogie. Blockchain. Ich sehe inzwischen auch eher eine wachsende Struktur, als ein bestehendes Ganzes.
    Angesichts der inzwischen erdachten Möglichkeiten aus Multiversen und der aktuellen Rechnermodelle unseres Universums

    https://p5.focus.de/img/fotos/…-karte-des-Universums.jpg


    Zum Vergleich:

    https://www.google.com/search?…691#imgrc=6xTblnBg6Z-ofM:
    Wer Parallelen erkennt, ist auf dem richtigen Gedanken....
    :heureka:


    liegt für mich der Gedanke eines 'process in progress' nahe.
    Anfang der 1980er formulierte Peter Russel in seinem Film "The Global Brain" die Idee eines sich entwickelnden Weltumspannenden Bewusstseins.
    Und bezeichnete den Menschen als "die Art der Sterne, Sterne zu betrachten".
    Damals eine paar ziemlich abwegige Ideen, wie es schien.


    Dass jeder gedachte Gedanke im Bewusstsein wie auf einer SD-Card gespeichert wird, das Bewusstseinsinhalte einem Größeren angegliedert werden, ist im Grunde nur eine höher gelagerte Fortsetzung des evolutionären Gedankens, verbunden mit dem allgemein gültigen Gesetz der Umwandelns von Stoffen und Energien in eine andere Form, um anderem Leben oder Materie zu einer Transformation, oder zur Weiterentwicklung zu verhelfen.
    Oder um einem dimensional höheren Bewusstsein - analog zu einem Impuls in einer Nervenzelle - zu dienen


    Wenn das Ganze ein Prozess ist und wir nur, in einer für uns unmöglich in Art und Umfang festzustellenden Episode des Prozesses, ein kleiner Baustein der Genese von Analogien zu "Gedanken" wären, würde es einen Sinn ergeben, wenn die "Ergebnisse" weiter verarbeitet und/oder zum Abruf gespeichert und bereit gehalten würden...

    8 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Schwer zu sagen, ob das so zu verstehen ist. Ich glaube, er stellte sich vor, dass alles, jeder jemals gedachte Gedanke, jede jemals ausgeführte Handlung, irgendwo (wie in einer großen Blockchain :) ) für immer 'abgespeichert' würde (was er als Unsterblichkeit bezeichnete). Ob dadurch das Bewusstsein eines Individuums nach dem Tod erhalten bliebe? Gute Frage ... jedenfalls alles extrem spekulativ.

    Er hat sicher nicht gemeint, dass das Bewusstsein an ein Individuum gebunden ist, sondern dass es als Energie in einer Art Cloud erhalten bleibt.


    Ich halte diesen Gedanken für schwierig, weil wir uns, überheblich wie wir sind, selbstverständlich menschliches Bewusstsein vorstellen, und das besteht ja nicht nur aus hehren, sondern auch dummen Gedanken, aus Erfahrungen, die nur in unserer kleinen Zeit wichtig sein mögen, und die, wie auch die Erfahrungen der Steinzeitler, die Cloud möglicherweise nur wenig bereichern. Vor allem muss man sich fragen, warum wir glauben, dass nur menschliches Bewusstsein wert ist, gespeichert zu bleiben. Das ist mir zu geozentrisch.

  • Mit Gedanken ist es wie mit Daten. Für sich betrachtet und losgelöst von einem Kontext scheinen sie vllt. nutzlos zu sein, aber als Ganzes, in der Summe, lassen sie ein exponenziell wachsendes Weltbild der unendlichen Möglichkeiten enstehen, mit unendlich vielen Fassetten.
    Es kommt nicht darauf an, was wir in einer Momentaufnahme im Detail darin sehen, oder ob uns in einer beliebigen Situation die Sammlung sinnvoll erscheint, sondern welchen Sinn und Fundus die sammelnde und auswertende Instanz darin sieht, und zu welchen Zwecken die Datensätze in möglicherweise völlig neuen Permutationen kombiniert werden können, um zu ggf. völlig unerwarteten Ergebnissen kommen zu können.

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: n


  • Anfang der 1980er formulierte Peter Russel in seinem Film "The Global Brain" die Idee eines sich entwickelnden Weltumspannenden Bewusstseins.


    Das gesamte Universum, ein denkender und speichernder Computer, eine KI, geschaffen von Wesen einer übergeordneten Welt. Und wofür? Wer weiß das schon?
    Nicht, dass ich Obiges glauben würde ... aber dort, wo Wissenschaft an ihre Grenzen stößt (sie maßt sich, anders als Religonen, ja gar nicht erst an, für jede Frage die passende - und einzig wahre - Antwort bereitzuhalten), lässt sich trefflich spekulieren und fantasieren. :)



    Und bezeichnete den Menschen als "die Art der Sterne, Sterne zu betrachten".


    Schöner Gedanke.

    Einmal editiert, zuletzt von jaki01 ()


  • Er hat sicher nicht gemeint, dass das Bewusstsein an ein Individuum gebunden ist, sondern dass es als Energie in einer Art Cloud erhalten bleibt.


    Aber wäre ein solches 'Bewusstsein' wirklich bewusst oder eher eine Art 'Datenarchiv'? Wenn ich meine Erlebnisse in Form von Fotos oder Videos auf Festplatte abspeichere, bleiben sie in gewisser Weise auch erhalten (wenn auch nicht inklusiver aller Details, sondern eben nur dem kleinen Anteil, der sich in Form von Fotos und Videos abspeichern lässt), ohne jedoch über Bewusstsein zu verfügen.


    Aber ich komme hier wirklich ins Schwafeln, losgelöst von jeglichen überprüfbaren Fakten - na ja, solange ich mir dessen bewusst bin, erlaube ich es mir einfach mal. :)

  • Das gesamte Universum, ein denkender und speichernder Computer, eine KI, geschaffen von Wesen einer übergeordneten Welt. Und wofür? Wer weiß das schon?



    Genau das ist der entscheidende Punkt.
    Wie, woher und warum soll eine Biene wissen, welche Rolle ihr im Prozess der Reproduktion im natürlichen Kreislaufsystem zukommt?
    Ihr fehlen wesentliche Voraussetzungen, um sich das zu verdeutlichen und zu erklären. Der Ausschnitt aus dem Gesamtbild ist zu klein, die Ressourcen begrenzt, die Vorstellungskraft limitiert. Need to know und need to have. Zu wenig Zeit im eigenen Lebenszyklus um eine Kultur zu entwickeln, aus der Forschung als Antriebskraft hervor gehen kann...
    Ein Darmbakterium wird nie erfassen können, in welchem komplexen Zusammenspiel es welchen wichtigen Beitrag zur Gesundheit einen Millionenfach größeren Organismus leistet und warum es unverzichtbar geworden ist.


    Größe und Zeit. Wo machen wir den Maßstab fest? Wie Du sehr richtig bemerkst, ist die Grenze des Erfassbaren der Beginn der Spekulation. Und mit Spekulationen haben alle Erweiterungen des Horizontes zu allen Zeiten angefangen.
    Eines Tage kam jemand als erste/r auf eine Idee, einen Gedanken, eine Frage ... , wie man die Spekulationen überprüfen können müsste, und hat angefangen, die Spekulation zur Hypothese, zur Theorie, und wenn es gut lief, auch zur zur Gewissheit zu führen.


    Womöglich gewinnen viele Fragen, die heute im Rang Mythen, Legenden und Spiritismus geführt werden, irgendwann einen anderen Rang, weil das Bewusstsein, der Geist, die Seele verifiziert werden. Nicht im religiösen Sinn, sondern als Ebenen, verschiedene Stufen und Medium der Transformation. Oder alles ist sogar noch noch abgefahrener, weil noch unvorstellbarer...
    Und wenn es beispielsweise eine Transformation eines Bewusstseins oder einer Seele gäbe, wäre dann die Ãœberlegung einer Ãœberlieferung oder Ãœberführung in eine größere Einheit/Gesamtheit, in welcher Art auch immer, weit her geholt?
    Würde der vollständige Verlust von Errungenschaften, für deren Entwicklung die Evolution des Lebens so viel Aufwand betrieben und so viel Zeit investiert hat, im Sinne der Logik des Lebens, der Prozessabläufe, der Umwandlungen zu immer höheren Formen, nicht das gesamte System ad absurdum führen?


    Passt die Vorstellung des kompletten Abbruchs einer Entwicklung, ohne sinnvolles Ergebnis, in die erkennbaren Gesetzmäßigkeiten? Ist die Annahme einer Vergeudung von geschaffener Substanz - auch wenn sie uns substanzlos erscheint - in dieser Größenordnung erwartungsgemäß in einem Universum, das bist ins Detail genau darauf abgestimmt ist, dass genau das, was passiert ist, auch passieren konnte? Das in einer endlosen Folge von Werden und Vergehen immer komplexere Strukturen entstehen lässt?
    Ist die Annahme eines simplen und belanglosen Endes im Gefüge dieser komplexen Zusammenhänge eine sinnvoll deduzierte Schlussfolgerung?

    9 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Er hat sicher nicht gemeint, dass das Bewusstsein an ein Individuum gebunden ist, sondern dass es als Energie in einer Art Cloud erhalten bleibt.
    [...]


    In der Quantenmechanik gilt generell Informationserhaltung. Im Zusammenhang und im Konflikt mit der ART von Einstein kam es bereits zu spektakulären Auseinandersetzungen.
    Auch bekannt als: https://en.m.wikipedia.org/wik…_hole_information_paradox
    Ob es wirklich einen Sieger in der Diskussion gegeben hat möchte ich nicht beurteilen, aber zumindest gibt's für diesen Standpunkt unter Physikern eine solide Basis.
    Man muss vorsichtig sein, zumindest wenn die Grenze von der SRT zur ART überschritten wird, habe ich gelernt. Selbst allgemein bekannte Dinge, die jeder kennt, wie Energieerhaltungssätze gelten in der ART nicht mehr.

  • Anfang der 1980er formulierte Peter Russel in seinem Film "The Global Brain" die Idee eines sich entwickelnden Weltumspannenden Bewusstseins.


    Bin ich skeptisch. Nehmen wir ein Ereignis wie den 2. Weltkrieg. Selbst das ist den meisten Menschen unterschiedlich in "Erinnerung". Bei der Vielfalt auf der Erde und erst recht im Universums bin ich fast davon überzeugt, dass es immer mindestens eine Entität geben wird, die sich vom Rest mit eigenem Wissen (BTW: Wissen enthält Wertung; einer meiner wenigen wissenschaftlichen Grundsätze) abgrenzen kann.