Technische Intelligenz = Künstliche Intelligenz?

  • Ein Darmbakterium wird nie erfassen können, in welchem komplexen Zusammenspiel es welchen wichtigen Beitrag zur Gesundheit einen Millionenfach größeren Organismus leistet und warum es unverzichtbar geworden ist.


    Erst mal sollte man feststellen, dass es Mikroben schon vor Menschen gegeben hat, eventuell liegt hier mangelnde Selbstreflexion vor. ;)


    Ich will den Punkt mal bisschen weiter ausführen, aus einer neuen Sicht innerhalb der Evolutionsbiologie. Man kann nämlich oft merken, wie mit dem eigenen Bewusstsein Rückschlüsse (um nicht zu sagen Zirkelschlüsse) auf andere Lebensformen gemacht werden. Die aber streng genommen nur in der Ontologie dessen der sie aufstellt gelten.


    Evolutionsbiologen schließen nicht mehr aus, dass sich im Universum auch dort Leben entwickelt haben könnte, im Laufe von Millionen von Jahren, wo es für uns nicht möglich ist.
    Es könnte z.B. radioaktive Planeten geben, hoch verstrahlt, quasi wie kurz nach einem Supergau, und aufgrund anderer Umweltfaktoren wie z.B. einer extrem hohen Schwerkraft, in z.B. einem völlig anderem System im Vergleich zum Sonnensystem, kann sich trotzdem eine Evolution abgespielt haben vergleichbar mit unserer Erdgeschichte.
    Vermutlich ist keine Lebewesen von der Erde dort überlebensfähig. Auf so einen Planeten gelten dann auch unsere Maßstäbe für den Tod nicht.
    Man MUSS solche Hypothesen konsequent zu Ende denken. Es ist sogar wahrscheinlich IMHO, dass unter solchen Umweltbedingungen eine andere Physik entdeckt wurde. Nicht weil unser DANN falsch ist, sondern einfach weil die Enitäten dort keine Teilchenbeschleuniger bauen können, dafür aber Experimente realisieren können, welche bei uns äquivalent (im ISTZUSTAND) nicht möglich sind. Wo wir stabile Elektronen beobachten, sehen die dann nur kurzlebige Teilchen.


    Es ist nicht ausgeschlossen, dass andere Lebensformen eine andere Wissenschaft entdecken. Und es zu unserer, inkl. der geliebten Mathematik, nur Schnittstellen gibt.


    Selbes gilt auch für künstliche Intelligenz und Maschinen. Wer sagt denn eigentlich, dass intelligente Maschinen sich untereinander genau mit den gleichen Maßstäben beurteilen werden wie wir sie?
    Vielleicht beten die dann alles als Gott ne große Uhr an, weil das aus deren Sucht die höhere Form der Vollkommenheit darstellt.


    Ich finde das wird in der Diskussion zu wenig beachtet. Seit dem ich die Intelligenz von Babys und Kleinkindern näher erleben darf, bin ich von meinem ach so tollen Bewusstsein nicht mehr besonders überzeugt. Nur die Ãœberzeugung, dass es sehr eingeschränkt ist, ist stärker geworden.


    Du kannst dir auch als jemand ohne Rot-Grün-Schwäche nicht vorstellen wie die Bilder für jemanden aussehen der so lebt. Du kannst nur abstrahieren, aber wenn du das gleiche Bild mit deinen Augen betrachteSt, dann siehst du etwas anderes. ;)

  • Erst mal sollte man feststellen, dass es Mikroben schon vor Menschen gegeben hat, eventuell liegt hier mangelnde Selbstreflexion vor. ;)



    Womöglich liegt hier aber auch nur ein profanes Missverständnis über die Beschaffenheit der eigentlichen Frage zugrunde.:nerd: ;)


    Was Du schreibst, gehört zu einer anderen Frage, zu einem anderen Thema.
    Ich zweifle das nicht an, es ist aber nicht Gegenstand und Teil dessen, worum es mir geht.
    Alles, was wir sehen, sind die 3% sog. baryonische Materie, aus der alle Materie, die für uns sichtbar ist und aus der wir geschaffen wurden, aus der Sonnen bestehen, die Elektronen, die Protonen, die Quarks....
    Alles zusammen, alle Galaxien des Universums, das wir als das "unsere" betrachten, ergibt drei Prozent vom "Ganzen". Darin bewegen sich Deine Zeilen und Betrachtungen. Und der Rest?


    Diesen 3%-"Raum" hat mein zugrunde liegender Gedanke (vermutlich) bereits hinter sich gelassen. Denn dort, wo das Bekannte aufhört, fängt das Unbekannte ja erst an.
    Und selbst wenn wir davon ausgehen, dass die rund 27% dunkle Materie auch noch zum "Bekannten" gerechnet werden können, weil sie zumindest einige bekannte Reaktionen auslöst und zu bekannten physikalischen Effekten führt, und das im weiteren Sinn zur "Materie" gehört, weil die "sichtbare Materie" - die Galaxien, Sonnen und Planeten - nie entstanden wären und das "Ganze" längst der Entropie zum Opfer gefallen wäre... selbst dann, kommen wir an eine Grenze der Erfassung, des Verständnisses, der bekannten Wirkmechanismen, der "Ursachen", hinter der 70% der, was?, Energie? des Universums als Antrieb errechnet wurden.
    Fakt ist: "wir" wissen es nicht.
    Spätestens dort beginnt das unbekannte Land hinter der Erkenntnisbarriere.


    Die von mir gewählten Beispiele sollten nichts anderes sein, als eine kleine Parabel zur Veranschaulichung. Das Verhältnis des Ãœberblicks über das Ganze. Darum ging es, maximal. Mehr nicht. Alle weiteren Gedanken dazu führen vom Thema viel zu weit weg, sind im Kontext meiner Ãœberlegungen irrelevant.

    25 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: überarbeitet

  • [...]
    Die von mir gewählten Beispiele sollten nichts anderes sein, als eine kleine Parabel zur Veranschaulichung. Das Verhältnis des Ãœberblicks über das Ganze. Darum ging es, maximal. Mehr nicht. Alle weiteren Gedanken dazu führen vom Thema viel zu weit weg, sind im Kontext meiner Ãœberlegungen irrelevant.


    Also ich hab persönlich nichts gegen die Idee, dass WIR inklusive Sonnensystem teil einer höheren Wahrheit bzw. Lebensform sind. Quasi eine Grundzutat für das fliegende Spaghetti -Monster. ;)


    Es gibt auch mitlerweile Gruppen von Physikern, welche sich mit Biologen zusammengetan haben und sagen, der Schlüssel zum Verständnis des Universums sollte in biologischer Hinsicht gesucht werden. (Stichwort Reproduktion, vögeln und ...)
    Ein AFAIK Mathematiker oder Biologe hat extra mal eine Formel entwickelt mit der er annähernd den Energieverbrauch von Lebewesen jeglicher Größe bestimmen konnte. Er konnte diese Formel auch auf Großstädte anwenden. Einer seiner Aussagen war als Fazit, in gewisser Weise unterscheidet sich somit eine Großstadt nicht von einem Blauwal. Die Stadt hat auch Lebensadern, Zentren und Zyklen.
    BTW:
    Irgendwann soll das Universum laut "Max Tegmark und Co" in einen anderen noch niedrigeren Energie-Zustand übergehen. (Kurz beim Urknall war Level 1, höhster und jetzt mit vielen Galaxien haben wir Level 2)
    AFAIK soll dann auch die vollkommen hypothetische DunkleMaterie die Oberhand gewinnen.

  • Es geht dabei nicht um die Biologie, sondern um die Fortschreibung von Gesetzmäßigkeiten, Konsistenz der Entwicklung auf der strukturellen Ebene, dort, wo sich die Parallelen für die Grundmuster von Entwicklung und Systematik finden lassen, um daraus zu extrapolieren und zu deduzieren.
    Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlichster und mehr oder weniger schlüssiger Ansätze und Hypothesen. Einige davon ziemlich bizarr - und sie alle haben das gleiche Problem: Ihre Wahrscheinlichkeitswerte sind sehr gering, aber es sind theoretische Möglichkeiten. Ich habe allerdings bei einigen dieser Modelle den Eindruck, dass es sich dabei eher um intellektuelle Masturbation handelt, als um ernsthafte Erklärungsversuche. Wenn ein Modell im Grunde eine völlig neue Rahmenkonstruktion braucht, um in einer theoretischen Superstruktur überhaupt noch in sich schlüssig sein zu können, dann wird der Wahrscheinlichkeitswert noch um ein paar Größenordnungen geringer. Denn nach wie vor bleiben die Konstanten und Rahmenparameter als in sich stimmiges Grundmuster, das im Gesamten einen logischen und kausalen Platz haben muss, den unser Universum ist nun einmal auf Kausalitäten basierend strukturiert.
    Spinnereien sind übrigens nicht mein Interessengebiet, auch wenn sie lustig sind.
    Sobald der Witz einmal erzählt worden ist, verliere ich im Weiteren bei Wiederholungen recht schnell das Interesse.

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Also was sich in der Welt der Astronomie in jüngster Vergangenheit gezeigt hat war der Umstand von Planeten in der habitablen Zone. Das sind mehr als man Anfangs angenommen hatte.
    Ist es eigentlich generell sinnvoll, könnte der Skeptiker fragen, aus Hypothesen weitere Hypothesen abzuleiten? ;)

  • Genau genommen ist doch technische Intelligenz bereits eine Autoampel. Eingebunden in eine aufwändig gesteuertes Verkehrssystem - größtenteils halbautomatisch und die Interaktionsebene inklisive Interpretation der "Signale" ist einfach.
    Gibt noch komplexere Strukturen, wie z.B. die Benutzung eins Internetbrowser.


    Wenn Maschinen künstlich Intelligent sind, dann muss doch irgendwann eine eigene Beurteilung von Intelligenz stattfinden. Das Zeigt doch die Natur ganz gut. Affen, welche wohl sicherlich als halbwegs "gebildet" gelten, haben trotz menschlicher Dominanz auf der Erde ein eigenes Wertesystem. Das geht über Bananen hinaus.


    Die technische Intelligenz der Maschinen, Autoampel, könnte in der Evolution der Maschinenintelligenz eine bereits angelegte "DNA" darstellen. Rückwirkend, unter Berücksichtigung, dass Maschinen ihr eigenes Wertesystem entwickeln, auch für Intelligenz, ist es IMHO somit kaum möglich zu sagen, wann, wo und wie eine Barriere in der Entwicklung durchbrochen wurde, von der "technischen Intelligenz" zur "künstlichen Intelligenz".


    Am Ende sind wir vielleicht seit der Erfindung des Rades und der Entdeckung der Zahl Pi bereits gefangene der Intelligenz von Maschinen. Was Leibniz wohl dazu meint? :heureka:
    der

  • Also was sich in der Welt der Astronomie in jüngster Vergangenheit gezeigt hat war der Umstand von Planeten in der habitablen Zone. Das sind mehr als man Anfangs angenommen hatte.
    Ist es eigentlich generell sinnvoll, könnte der Skeptiker fragen, aus Hypothesen weitere Hypothesen abzuleiten? ;)


    Man KANN den Sinn IMMER hinterfragen und SOLLTE es auch tun.
    Das ist ja nicht nur in der Wissenschaft eine Grundlage, sondern immer und überall, wo einem erzählt wird, "wie die Dinge (vorgeblich) sind".


    Und hier beginnt der eigentliche Prozess. Es gilt, zu hinterfragen und zu überprüfen.
    Zu welchen Schlussfolgerungen und Hypothesen gelangt man, bei A,B,C ... ? Darum geht es.
    Und wie werden bekannte (Erkenntnis)Räume dadurch herausgefordert oder bestätigt?


    Dass - um das Beispiel aufzugreifen - immer mehr Planeten in den sog. habitablen Zonen entdeckt werden, lässt eine seit Jahren bestehende Hypothese/Theorie gefestigt daraus hervor kommen, andere Ãœberlegungen und Doktin werden dadurch marginalisiert.


    Die Schlussfolgerung lautet: es gibt wesentlich mehr Orte, die den uns geläufigen Formen von Leben ein Habitat sein könnten, als ehemals angenommen wurde - was nicht einer veränderten Realität, sondern der technischen Entwicklung der Detektion geschuldet ist.
    Woraus folgt, dass die angenommene und von entsprechend interessierten Kreisen vertretene "Einmaligkeit" der Erde, und der daraus resultierende Anspruch der Lebensform "Mensch" auf diesem Planeten, einen entsprechenden Dämpfer verpasst bekommt.


    Es ändert sich also das Gesichtsfeld. Nicht die Realität.
    Nur der Raum der Erkenntnis wird größer. Und die Interpretationsspielräume reziprok kleiner.


    Was sich nämlich nicht geändert hat, sind die Gesetzmäßigkeiten, die ja bereits seit Langem, ohne sie durch empirischen Beleg beweisen zu können, als gegeben unterstellt wurden. Die Gesetzmäßigkeiten der Bildung von Sternen, Planetensystemen und Planeten. Und damit der Entstehung von Habitaten, die Leben unserer Lesart tragen können.
    Inzwischen ist auch allgemein anerkannt worden, dass es durchaus im Berech des Wahrscheinlichen liegt, dass Leben "gesät" wurde und wird. Mittels des Transports der Baustoffe, aus den "Laboren" im Universum hinaus in den Raum, als Trägerobjekte dienen Kometen, Asteroiden und Fragmente, die die Moleküle tragen die später die Grundbaustoffe von ersten primitiven Lebensformen werden können, wenn alles zusammen passt.


    Ist es sinnvoll auf der Basis von Hypothesen/Theorien weitere Hypothesen/Theorien abzuleiten?
    Es wäre sicherlich grenzwertig, wenn die Beliebigkeit der Annahmen und Wünschdirwaswissenschaft zugrunde lägen.
    Im Alltag ist das Ableiten von Theorien aus Hypothesen und umgekehrt, das Weiterspinnen von Fäden, die zu neuen Ideen/Hypothesen/Theorien führen, die es dann näher zu untersuchen gilt, Alldaybiz, darauf beruht die gesamte Forschung.
    Hätte es diese kausalen Antriebsformen der Befriedigung der Neugier nicht gegeben, gäbe es gar keine Wissenschaft. Neugier und Wissensdurst sind deren Quellen. Und die Vorstellungskraft. Daraus entstehen Ideen, Hypothesen, Theorien, die dann die Verifizierungsparcours absolvieren müssen.
    Und jede Hypothese und Theorie muss sich dann im Einzelfall dem üblichen Testparcours und den Fragen der wissenschaftlichen Zunft und ggf. der Kritik Aller stellen.

    4 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Nur ein paar Ergänzungen:
    die Kirche dürfte es noch einfach haben. Die Einzigartigkeit der Erde besteht ja noch. Inkl. unserem Sonnensystem.
    Und vor dem Hintergrund der gut anerkannten physikalischen Theorien, müsste es zumindest jetzt in der Form auch im gesamten Universum einzigartig sein.
    Apropos AllDayBiz, es gab mal ne zeitlang heftige Kritik an den Stringtheoretikern, die Aufgrund von Hypothesen lauter "wirre" vorhersagen machen. Manche Hardliner in der Welt der Wissenschaft meinten dazu man sollte solche Forschungen als nonsens, da ohne praktischen Nutzen, abtun.

  • Lagerbildung gibt es eben überall...:lol:


    Ich habe vor ein paar Monaten etwas Näheres über ein Modell gehört, das von einer völlig wirren Hypothese ausgeht, woran aber eine Fraktion rund um den "Entdecker" tatsächlich zu glauben scheint.
    Demzufolge liegt unser Universum zwischen zwei dazu senkrecht stehenden Dimensionen, die sich über den horizontal dazwischen liegenden - was? - Raum? hinweg austauschen, quasi korrespondieren, und in diesem Raum liegt unser Universum - und andere, was letztlich die Entstehung von Universen erklären soll, also unser Universum als Resultat der korrespondierenden Dimensionen.
    Die Universen werden auf nicht näher erklärte Weise in den Feld zwischen den beiden Bändern gehalten.


    Nun gut, auch eine dieser Ideen, die niemand überprüfen kann. Die erklärt auch nichts, weitert aber die Dimensionsarchitektur, beantwortet damit aber keine Frage, ist allerdings mal was anderes.
    Und vielen scheint es nur noch genau darum zu gehen.
    Irgendeine Kopfgeburt, die zu Veröffentlichungen und Aufmerksamkeit führt.


    Ich hab mich gefragt, ob die von dem Stoff, den sie konsumieren, wohl etwas abzugeben bereit sind?
    Und ob ich da vllt. auch mitspielen darf? Die haben ein ganzes Institut, zum Spielen.... :cornut:

  • Bevor wir uns vom Auto fahren lassen, sollte man meinen, ist die Haftungsfrage geklärt worden. Oder doch nicht? Weil es Neuland für unsere Juristen ist. Höchste Zeit für die Entscheidung, ob Ethik = Monetik ist oder ob doch noch einmal nachgedacht wird, ob überhaupt eine Entwicklung freigegeben wird. Was gilt? Alles, aber nur noch auf eigene Gefahr?
    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=437510


    Frdl. Grüße
    Christiane

  • Der aus einem anderen Thread den Teilnehmern der Politopia bereits namentlich bekannte japanische Konzern Toyota ist gerade dabei, seine Roboter von ihren human resources weiterbilden zu lassen.


    ... bzw. Menschen lernen durch den Einsatz von Robotern ihre eigenen Vorzüge schätzen und weiterzuentwickeln. Mit den Robotern. Nix bleibt fix. Da gibt es hier auch mehrere Themen. Ob die Moral oder die KI oder die Evolution ansich. Wichtig ist der Blickwinkel von außen auf sich selber. Den muss man uns weiterhin erlauben.


    Frdl. Grüße
    Christiane

  • Bevor wir uns vom Auto fahren lassen, sollte man ... Was gilt? Alles, aber nur noch auf eigene Gefahr?
    ...


    Auf die Haftungsfrage kann man sich schnell einigen. Die Versicherung des Fahrzeughalters haftet. Man könnte da so weit gehen wie man will. Auch wenn der Geschädigte eine Mitschuld hat, könnte man einfach sagen: Die Versicherung des autonomen Fahrzeugs haftet. Um den Unfallpartner in Haftung zu nehmen, muss die Versicherung dessen Schuld/Teilschuld beweisen. Das hätte zur Folge, dass ab einer gewissen Gesamt-Schadenshöhe aller versicherten Fahrzeuge plus Ermittlungs- und Prozessaufwand keine Versicherung mehr das Risiko tragen wollte und diese Fahrzeuge nicht mehr versichert werden könnten.


    Die Frage der Ethik halte ich für überbewertet. Man lässt es einfach nicht dazu kommen, dass die KI sich entscheiden muss welchen Menschen sie tötet und welchen nicht. Man lässt sie entscheiden, ob sie ausweichen kann oder ob sie auf jedem beliebigen Ausweichkurs auf Hindernisse trifft. Wenn das der Fall ist macht sie eine Vollbremsung und dann wird man sehen was passiert. Also hat sie keine Menschenleben abgewogen, sondern einfach nur menschenähnlich reagiert.

  • […] Die Versicherung des Fahrzeughalters haftet. Man könnte da so weit gehen wie man will. Auch wenn der Geschädigte eine Mitschuld hat, könnte man einfach sagen: Die Versicherung des autonomen Fahrzeugs haftet. […]

    Natürlich könnte man dies so festlegen, dann würden allerdings die Versicherungsprämien für autonom fahrende Vehikel untragbar sein, was gegen deren Anschaffung spräche, und somit verhinderte, dass sich ein Markt für diesen (politisch gewollten) "Fortschritt" überhaupt etablierte… im Gegenteil gilt doch die Vorstellung, dass das mit elektronischen fahrerunterstützenden Hilfen und einem ebenfalls elektronisch gesteuerten Fahrprogramm jedem "menschlichen Versagen" vorbeugte - und somit außerstande sei, Unfälle zu verursachen.
    Rein juristisch wäre also dem autonomen Fahrzeug schlimmstenfalls eine geringe Mitschuld in einzelnen Unfallszenarien zuzuerkennen - wobei folglich die Versicherungsprämien (wie ebenfalls politisch gewollt) für die Halter konventionell bzw. manuell gesteuerter Altfahrzeuge ins Unermessliche steigen, was den "Umstieg" bzw. die käuferseitige "Bereitschaft", dieser Entmündigungstechnologie den Vorzug zu geben, kräftig anfeuerte.

  • Natürlich könnte man dies so festlegen, dann würden allerdings die Versicherungsprämien für autonom fahrende Vehikel untragbar sein, was gegen deren Anschaffung spräche, und somit verhinderte, dass sich ein Markt für diesen (politisch gewollten) "Fortschritt" überhaupt etablierte…....


    Wenn man etwas fairer sein wollte, könnte man auch folgende Regelung einführen.
    1. Autonome Fahrzeuge haben Dashcams nach allen vier Seiten.
    2. Bei einem Unfall mit einem autonomen Fahrzeug ist die Polizei immer einzuschalten.
    3. Die Polizei nimmt die Dashcams an sich und informiert die beteiligten Versicherungen über die Polizeiansicht zur Schuldfrage.


    Wer diese Sicht nicht akzeptieren will kann dann auf eigenes Risiko vor Gericht ziehen.


    Wie Du siehst ist das alles lösbar ^^

  • Wenn die autonomen Fahrzeuge ihre Kinderkrankheiten überwunden haben und die Gesetze den autonomen Fahrzeugen angepasst wurden, dann wird der Retro-Fahrer (Steuerung durch Menschen) ein teures Vergnügen sein, wenn Versicherungen überhaupt noch Menschen hinter dem Lenkrad versichern werden.Denn eins ist klar, Nr. 5 wird der bessere Fahrer sein.


    Das wird ein schwarzer Tag für unseren Techniker, wenn er dann noch ist.

  • […] eins ist klar, Nr. 5 wird der bessere Fahrer sein. […]

    Aber sicher doch. Nr. 5 wird sein Fahrprogramm ablenkungsfrei abspulen - lediglich unerwartete Situationen werden die Programmierung dann eben überfordern, wo der routinierte Fahrer intuitiv zu reagieren imstande wäre. Das blinde Vertrauen in die Neuerungen der Technik, kommen sie wenigstens in zeitgemäßem Styling daher, ist schon verblüffend. Und das, wo man sich doch im Alltag schon daren gewöhnt hat, wie oft im DSL-Netz das Telefon kein Freizeichen ertönen lässt, oder Ampelanlagen ausfallen, der heimische PC wegen unerwarteten Fehlers neu gestartet werden muss…