Der RMV = Reisen mit Verdruss

  • RMV ist die Abkürzung für den Rhein-Main-Verkehrsverbund.


    Dieser Verbund startete im Jahr 1995 und löste eine Vielzahl von bis dato bestehenden Verkehrsverbünden ab bzw. führte das Verbundwesen in Regionen ein, die damals noch keinen Verkehrsverbund aufwiesen.


    Ziel dieser Einführung war es, einen möglichst großen Verkehrsverbund zu schaffen, der in etwa 2/3 der Fläche des Landes Hessens bedienen würde. Einheitliche Tarife und Konzepte sollten das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel innerhab des RMV angenehm und attraktiv gestalten, um Menschen zum Umsteigen vom Auto in den öffentlichen Nahverkehr bewegen zu können.


    Dieses Ziel kann 20 Jahre später als noch lange nicht erreicht gelten.


    Sicher hat sich an vielen Stellen viel getan, vielerorts wurde neues Rollmaterial eingeführt, Strecken wurden moderniesiert und die S-Bahn Frankfurt beständig ausgebaut. Aber genauso hapert es an einfach zu vielen Stellen im Verbundgebiet, welche das (teure) Reisen mit diesem Verbund zum satten Verdruss werden lassen. Darüber soll und wird es in diesem Thread gehen.

  • ......................... Dieses Ziel kann 20 Jahre später als noch lange nicht erreicht gelten.............


    Dieses Ziel wird wahrscheinlich nie erreicht werden, es sei denn, man bietet den öffentlichen Verkehr kostenlos an und finanziert die Mobilitätsbedürfnisse der Mehrheit der Menschen aus Steuermitteln, was allemal besser wäre, als das Geld in der Rüstung und Ãœberwachung der Bürger zu versenken.


    Ansonsten gibt es zum Auto, möglichst zukünftig mit Wasserstoff betrieben, keine sinnvolle Alternative!

  • In Berlin wurde von den Grünen die Idee des Bürgertickets geboren, das allerdings zunächst eine Menge Kritik einstecken musste. Da alle Personen über 18 Jahre monatlich 15,00 Euro bezahlen sollen, also auch junge Menschen in der Ausbildung oder Rentner z.B., die ohnehin wenig Geld haben. Und wer in der Zeit zwischen 7 und 10 Uhr zur Arbeit fahren muss, muss doppelt zahlen. Inwieweit die Betreiber/Besitzer der Verkehrsmittel davon profitieren, war noch nicht klar.


    Zitat

    Wir wollen die Preise des Berliner öffentlichen Verkehrs senken, soziale Teilhabe ermöglichen und zusätzliche Kunden in Busse und Bahnen locken. Dazu schlagen wir vor:
    Alle Berlinerinnen und Berliner über 18 Jahre zahlen 15 Euro im Monat. Dafür können sie in ganz Berlin mit Bus und Bahn fahren - fast immer: Wer werktags zwischen 7 und 10 fahren will, muss dazu weiterhin Einzelfahrscheine oder Zeitkarten erwerben. So verhindern wir überlastete Busse und Bahnen.


    http://gruene-berlin.de/kosten…gerticket-f%C3%BCr-berlin

  • In Berlin wurde von den Grünen die Idee des Bürgertickets geboren, das allerdings zunächst eine Menge Kritik einstecken musste. Da alle Personen über 18 Jahre monatlich 15,00 Euro bezahlen sollen, also auch junge Menschen in der Ausbildung oder Rentner z.B., die ohnehin wenig Geld haben. Und wer in der Zeit zwischen 7 und 10 Uhr zur Arbeit fahren muss, muss doppelt zahlen. Inwieweit die Betreiber/Besitzer der Verkehrsmittel davon profitieren, war noch nicht klar.
    http://gruene-berlin.de/kosten…gerticket-f%C3%BCr-berlin


    Ein preiswertes Regionalticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel wäre schon ein erheblicher Fortschritt. Allerdings auf freiwilliger Basis als Kaufoption. Wenn das Angebot entsprechend lukrativ ist, wird es auch wahrgenommen und dann lohnt es sich auch für die Verkehrsunternehmen.

  • In Berlin wurde von den Grünen die Idee des Bürgertickets geboren, das allerdings zunächst eine Menge Kritik einstecken musste. Da alle Personen über 18 Jahre monatlich 15,00 Euro bezahlen sollen, also auch junge Menschen in der Ausbildung oder Rentner z.B., die ohnehin wenig Geld haben. Und wer in der Zeit zwischen 7 und 10 Uhr zur Arbeit fahren muss, muss doppelt zahlen. Inwieweit die Betreiber/Besitzer der Verkehrsmittel davon profitieren, war noch nicht klar.


    http://gruene-berlin.de/kosten…gerticket-f%C3%BCr-berlin


    Die Idee eines solchen Bürgertickets halte ich für eine grundsätzlich gute Idee, über die Umsetzung kann man streiten. Der Grundgedanke, der hinter diese Idee stehen dürfte, scheint mir der zu sein, dass wenn quasi viele bei einem solchen Ticket mitmachen, die Finanzierung eines solchen Projektes leichter zu betreiben scheint und dass ein Soldiaritätsgedanke übergreifend mitschwingt. Das würde ich als wichtig erkennen.


    Der bisherige Verkehrs ist mit seinem Schwerpunkt auf den vielen überbordenden Straßenverlehr alles andere aös solidarisch. 45 Millionen in Deutschland zugelassene Autos tun ihren Teil zu einer entsolidarisierten Gesellschaft, in der sich scheinbar die grundsätzliche Maxime durchgesetzt hat:


    "Jeder für sich und alle gegen jeden!"


    Es ist ein sozial- wie umweltpoliticher Schwachsinn, dass dsch rund 50 Millionen Nasen in diese 45 Millionen zugelassenen Autos setzen und dann auf dem vorhandenen (im Vergleich zu anderen Regionen extrem aufwändig ausgebauten) deutschen Strassensystem den alltäglichen Kleinkrieg liefern, der am Ende eines jeden Tages im statistischen Mittel 15 im Straßenverkehr getötete Menschen zurück lässt.


    Die benannten 15 bzw 30 Euro halte ich für angesichts der damit erfahrbaren Leistungen für peanuts.
    Damit kann man nicht mal sinnvoll ein Moped für einen Monat durchfüttern, nur ein simples Fahrrad, dass einem dann auch hoffentlich nicht i 2 Jahren geklaut wird und mit dem man im dichten Berliner Verkehr noch mehr hoffentich nicht verunglückt, kommt da vermutlich noch etwa günstiger weg als dieser relativ bescheidene Obulus. Für ihr Smartphone und stundelnages Surfen haben auch die Youngsters noch genügen Geld.


    Ideal wäre eine sehr preisgünstige, lieberale und für fat jeden pasende Lösung, der oben genannte Vorschag kommt m.E. dem schon weitgehend entgegen. Und bevor weitere Milliarden in BER versenkt werden, wäre hier jeder Euro besser aufgehoben.


    Der öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) schafft Arbeitsplätze, schont Energien und Ressourcen, reduziert Lärm, Stress und Schadstoff belastugen und nutzt dem gesellschaftlichen wie globalen Klima.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()


  • Der öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) schafft Arbeitsplätze, schont Energien und Ressourcen, reduziert Lärm, Stress und Schadstoff belastugen und nutzt dem gesellschaftlichen wie globalen Klima.


    Natürlich ist das nur eine Option, die vielfach in Deutschland erst noch eingelöst werden muss.
    Gerade im Bereich des RMV (um zum Threadthema zurück zu kehren) ist da noch immens viel nötig, um diese Option einzulösen. Der RMV vergeigt seit seinen Anfängen größtenteils umwelt- und erst recht sozialpolitiche Ziele.


    Der RMV ist einer der teuersten Verkehrsverbünde, wenn nicht gar der teuerste Verbund in Deutschland. Im Nahbereich (Tarifstufen 1-3, 0- ca. 7 km) zockt der Verbund zwischen 2 und 3 Euro für eine einfache Fahrt ein, für die weitere Entfernungsklasse (Tarifstufe 4, ca 7-20 km) sind 4,55 Euro zu berappen. Für die 104 Kilometer zwischen Frankfurt(Main) Hbf und Marburg Hbf sind 15 Euro zu berappen. Neben den m.E. abschreckend hohen Tarifniveau sind die Tarife zudem m.E. unnötig kompliziert gehalten.


    http://www.rmv.de/linkableblob…mv-tarifinformationen.pdf


    Man könnte meinen, die komplizierten Bestimmungen sind auf Grund einer Selbstbespaßung von bezahlten Verkopferten im Wasserkopf der RMV-Verwaltung entstanden. Die einzige naheliegende Erklärung die mir dazu einfällt.


    Zudem kommen bisweilen satte Tarifungererchtigkeiten hinzu. Auch wenn es nicht einfach ist solche komplett zu elimnieren, im RMV komen diese bisweilen in solch einem willkürlichen Ausmaß daher, als dass man meinen könnte, spinnerte Sadisten hätten die sich an ihrem Schreibtisch ausgedacht.


    Für gleich lange Wegstrecken können somit aus politischen bzw. verwaltungstechnischen Gründen sehr unterschiedliche Fahrpreise zustande kommen, die 10 Kilometer von Ffm-Höchst nach Ffm Hbf oder Ffm Zeil (Stadtmitte) kosten so beispielweise 2,75 Euro, für die eher noch kürzere Verbindung Ffm-Zeil nach Offenbach Marktplatz sind 4,55 Euro zu berappen. Grund für diese kundenfeindliche Willkür ist der Umstand, dass im ersten Fall die Fahrt innerhakb des Frankfurter Statdgebietes verläuft und deswegen ungeachtet der Entfernung der dortge Stadttarif anfällt (der mit 2,55 € für nur 3 Kilometer auch schon happig ausfällt), für die Fahrt nach Offenbach aber die "Grenze" zwischen F und OF überquert wird, die auf Grund einer unfähigen Politik zuglich eine drarstische Tarifgrenze markiert. Fehlen eigentlich nur noch Wachturm, Grenznanlagen und Reisepasskontrolle um das absurde Tariftheater komplett zu machen.

    Mein Fazit: Teuer und beschissen = RMV

    5 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Der RMV hat nicht primär ein Preis-, sondern ein Qualitätsproblem.


    Ich bin im Laufe meines Lebens sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln gereist. Im In- und im Ausland. Der RMV ist heute schlechter als die italienischen Verhältnisse der 70er und 80er Jahre.


    Das soll schon was heißen, wenn man die damaligen italienischen Verhältnisse aus Erfahrung kennt. Motto: Kommt der Zug heute nicht, dann kommt er halt morgen.


    Auf meiner täglichen Strecke von und zur Arbeit benötige ich im Schnitt 90 Minuten. Für 27 km. Planmäßig wären es 50 Minuten. Ein guter Langstreckenläufer schafft das schneller als der RMV.


    Nur 20% meiner Fahrten sind pünktlich, wobei ich ein bis zwei Minuten Verspätung noch nicht als unpünktlich bezeichnen würde.


    Klassischer Fall gestern, auf dem Heimweg von der Arbeit. Planmäßige Abfahrt am ersten Bahnhof = 16 Uhr 02. Die nächste Fahrt kommt planmäßig um 16 Uhr 07.


    Als ich den Bahnhof erreiche, steht auf der Anzeige, dass der Zug um 16 Uhr 07 ausfällt und der Zug um 16 Uhr 02 etwa 15 Minuten Verspätung hat. Tatsächlich fährt er dann um 16 Uhr 21 ab.


    Die Touristen, die auch am Bahnsteig warten, denken womöglich, dies sei eine Ausnahmesituation. Aber, weit gefehlt. Das geschieht in 2 von 3 Fällen so. Außerdem fällt der Zug um 16 Uhr 07 seit Monaten regelmäßig aus.


    Und zwar nicht deshalb, weil es „Oberleitungsstörungen“ oder „Störungen im Betriebsablauf“ gibt, sondern schlichtweg deshalb, weil der RMV bzw. die Bahn den Zug aus Kostengründen absichtlich ausfallen lässt, was man den Kunden natürlich offiziell nicht bekannt gibt, weil RMV und Bahn staatliche Zuschüsse für diese Linie bekommt und diese natürlich trotzdem einkassieren möchte.

    2 Mal editiert, zuletzt von A2813 ()

  • Die Gründe für das qualitative Desaster sind ein Sammelsurium zahlreicher Einzelursachen.


    Ich fange einmal mit einem an.


    Terrorgefahr.


    Frankfurt am Main ist zwar nur eine Stadt mit etwa 700.000 Einwohnern, aber etwa die dreifache Anzahl an Menschen bewegt sich täglich in diese Stadt hinein.


    Die Frankfurter Hauptwache ist der Ort in Europa mit dem werktags höchsten Umschlag an Menschen, obwohl es Städte in Europa mit zwanzig mal so vielen Einwohnern gibt.


    Diese Tatsache macht, nebst Flughafen, die Stadt natürlich besonders interessant für Menschen mit unlauteren Absichten. So manches, was als „Störung im Betriebsablauf“ oder „Oberleitungsstörung“ offiziell verkündet wird, hat natürlich andere Gründe.


    In manchen Wochen haben wir in der Arbeit 3 komplette Gebäuderäumungen, was natürlich die Menschen am anderen Ende der Wand nicht mitbekommen, obwohl sie nicht weniger gefährdet sind als wir Beschäftigte. Wir stehen dann 20, 40 Minuten oder länger vor dem Gebäude, rauchen, trinken Kaffee und warten ab, bis wir wieder in unser Büro dürfen.


  • Und wer in der Zeit zwischen 7 und 10 Uhr zur Arbeit fahren muss, muss doppelt zahlen.


    Da wäre mal etwas fast gut gewesen - und dann wird es doch wieder durch eine unnötige Zusatzregel verkompliziert! Wenn man will, dass die Menschen den ÖPNV benutzen, dann muss es sich gerade für diejenigen lohnen, die dann auch damit zur Arbeit fahren, statt das Auto zu nehmen ...

    Einmal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • Da wäre mal etwas fast gut gewesen - und dann wird es doch wieder durch eine unnötige Zusatzregel verkompliziert! Wenn man will, dass die Menschen den ÖPNV benutzen, dann muss es sich gerade für diejenigen lohnen, die dann auch damit zur Arbeit fahren, statt das Auto zu nehmen ...


    Das siehst du richtig, das Fahren mit öfentlicen Verkehrsmitteln muss preiswert und einfach zu handhaben sein,
    wenn wirklich Menschen zum Umseigen vom Auto in Bus und Bahn bewegt werden sollen.

  • Der RMV ist für die meisten Menschen zu teuer und bietet mit Kilometerpreisen von mehr als 20 Cent
    bei den Einzelfahrscheinen keine überzeugende Alternative zum Auto. In Kombination mit den im Bereich des RMV schon standardmässigen Qualitätsproblemen gilt dieser mise Verbund bei vielen Menschen durchgefallen und wird von diesen nicht genutzt.


    Die schamlosen Ungerechtgkeiten, die sich im RMV finden, sind auch auf der Personalseite auszumachen: Kräftig versucht die Geschäftsführung des RMV entweder direkt oder via Subunternehmen die Löhne der ahängig Beschäftigten zu drücken.


    Ein Beispiel vom Frühjahr 2014 wo ich eine kritische Anfrage an den RMV bzw. einer Tochtergesellschaft des RMV bezüglich eines m.E. deutlich unterbezahlten Studentenjobs stelle:



    Auf diese Anfrage hin wurde ich angerufen und der Geschäftsführer der beteiligten RMV-Tochtergesellschaft erklärte mir, dass aus Wettbewerbsgründen dieser Tarif bezahlt würde.
    Diese Argumentation konnte mich nicht überzeugen, da ich es nicht n Ordnung finde, wenn die Farhrpreise wegen des fehlenden Wettbewerbs ständig verteuert, dnn umgekehrt aus "Wettbewerbsgründen" Löhne gedrückt werden sollen.


    Hier eien weitere schriftliche Beschwerde meinerseits an die Geschätsführung de RMV:


    6 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Das siehst du richtig, das Fahren mit öffentlicen Verkehrsmitteln muss preiswert und einfach zu handhaben sein,wenn wirklich Menschen zum Umsteigen vom Auto in Bus und Bahn bewegt werden sollen.


    In der DDR kostete eine Fahrt mit der Straßenbahn/Bus 10 DDR Pfennig und eine Fahrt mit der Deutschen Reichsbahn war mit 8 Pfennig je Kilometer bei einer Vielzahl von Vergünstigungen für Familien, Kinder und Rentner auch erschwinglich. Von Berlin bis Budapest hin und zurück mit D-Zug Zuschlag waren maximal 90 Mark der DDR fällig! Wenn man das in DM umrechnet und nochmal von Euro auf DM zurückrechnet, waren das Summen, die auch bei den geringeren Einkommen der Ossis zu verkraften waren, ohne das man sparen musste.

  • Die DDR-Reichsbahn hat doch politische Häftlinge zur Arbeit gezwungen, oder?


    Und wie hoch war das Plus noch, das die DDR-Reichsbahn pro Jahr abgeworfen hat?:angel:

    Einmal editiert, zuletzt von Fingerzeiger ()

  • In der DDR kostete eine Fahrt mit der Straßenbahn/Bus 10 DDR Pfennig und eine Fahrt mit der Deutschen Reichsbahn war mit 8 Pfennig je Kilometer bei einer Vielzahl von Vergünstigungen für Familien, Kinder und Rentner auch erschwinglich. Von Berlin bis Budapest hin und zurück mit D-Zug Zuschlag waren maximal 90 Mark der DDR fällig! Wenn man das in DM umrechnet und nochmal von Euro auf DM zurückrechnet, waren das Summen, die auch bei den geringeren Einkommen der Ossis zu verkraften waren, ohne das man sparen musste.


    Richtig- in der DDR musste man vielleicht wirklich im Schnitt 19 Jahre auf einen Trabi warten, aber ein flächendeckender ÖPNV war für die überwiegende Mehrheit der ürger vorhanden und wurde von diesen (sicher auch auf Grud der günstigen Fahrpreise) überwiegend genutzt.


    In der alten BRD wurden mit dem Aufkommen des Atoverkehrs systematisch der öffentliche Verkehr unattraktiv und auf Grund einer verfehlten Verkehrspolitik darüber hinaus unattraktiv gestaltet, so dass auch in der Verkehrsmittelwahl nicht gleich pro-Auto eingestellte Menschen regelrecht von Bahn und Bus weg zur Nutzung des Autos animiert wurde. Das Angebot im ÖPNV wurde immer schlechter, jeder Fahrgastrückgang als Anlass zu weiteren Anebotsverschlechterungen benutzt, nstatt mit attraktien Angeboten den Fahrgastrückgang eine sinnvolle Stratege entgegen zu setzen. Bahnstrecken wurden reihenweise stillgelegt, damit wurde Bahnfahren in vielen Relationen entweder unmöglich oer sehr unattraktiv, da vermehrt er Bus genutzt und umgestigen werden musste. Wurde eine Bahnstrecke stillgelegt, stiegen im Schnitt ur 50% der bis zur Stillegung verbliebenen Fahrgäste auf den Bus um, der Rest war für den ÖPNV verloren, aber genau das sollte (und soll) so sein:


    Bus und Bahn dienen nur als ökologisches Alibi und sollen die Straßen und Autobanen vor dem völligen Verkehrskollaps bewahren, amsonsten soll weiter wie in den letzten 50 Jahren im Westen gehabt fleißig und umweltverachtend Auto gefahren werden, weil an 45 Millionen Autos sich die Autolobby dumm und dämlich verdienen kann.


    Das ganze Geschwätz von Öko und Energiewende können wir aktuell dem Hasen geben, rund 34% des Primärenergiebedrafs geht in Deutchland für den Straßenverkehr drauf, der verstärkte Nutzen umweltfreundlicher Verkehrsträger könnte diesen enormen Energiebedarf (gerade an fossilen Energieträger) zwar deutlich senken, aber da pfeift die angeblich so umweltbewusste Politik drauf, die uns lieber teuren Ökostrom andrehen möchte, der zar grundsätzlich umweltpolitisch sinnvoll wäre, wenn die gesamte Energiepolitik stimmen würde. Die stimmt aber nicht, weil es nur um Profite in all der gesamten Diskussion geht, nie um das was wirlich nutzlich und vernünftig für das Gemeinwohl wäre.


    In der DDR musste man wie gesagt als Normalbürger 19 Jahre auf eie Trabi warten, im wiedervereinigten vereigten Deutshland warten zig Millionen Bürger vergebens auf ein Auto und können sich nicht mal mehr Bus und Bahn leisten, während die anderen hirnis mit ihren Autos das Klim einheizen. Ein bescheurtes Land ist das wo ein durchgehend bescheuerter Verkehrsverbund wie der RMV scheinbar nicht weiter auffällt.:banghead:

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Das siehst du richtig, das Fahren mit öfentlicen Verkehrsmitteln muss preiswert und einfach zu handhaben sein,
    wenn wirklich Menschen zum Umseigen vom Auto in Bus und Bahn bewegt werden sollen.


    Dazu kommt ja auch noch, dass man sich die Kosten für Kontrolleure, Fahrkartenautomaten sowie deren Wartung sparen könnte, wenn man auf die Sonderregelung mit den während bestimmter Zeiträume dann doch zu lösenden Tickets verzichten würde ...

  • Die DDR-Reichsbahn hat doch politische Häftlinge zur Arbeit gezwungen, oder?
    Und wie hoch war das Plus noch, das die DDR-Reichsbahn pro Jahr abgeworfen hat?:angel:


    "null Ahnung Wicht" im Avatar scheint noch toll euphemistisch zu klingen! Man muss eine Gesellschaft als Ganzes betrachten. Die Deutsche Reichsbahn hatte Transportaufgaben zu erfüllen, Gewinn war eine zweitrangige Angelegenheit. Und über die politischen Häftlinge bist Du sicher besser informiert als ich, wenn Du darüber schreiben kannst!

  • "null Ahnung Wicht" im Avatar scheint noch toll euphemistisch zu klingen! Man muss eine Gesellschaft als Ganzes betrachten. Die Deutsche Reichsbahn hatte Transportaufgaben zu erfüllen, Gewinn war eine zweitrangige Angelegenheit. Und über die politischen Häftlinge bist Du sicher besser informiert als ich, wenn Du darüber schreiben kannst!


    Gewinn war nicht zweitrangig, er war nicht möglich (wofür gab es aus der BRD denn Kohle).


    Und über Zwangsarbeiter muss man sich natürlich informieren wollen, es sei denn, man will sich seine LiLa-Launeostalgie erhalten


    http://www.taz.de/!5041036/

  • Wenn man das in DM umrechnet und nochmal von Euro auf DM zurückrechnet, waren das Summen, die auch bei den geringeren Einkommen der Ossis zu verkraften waren, ohne das man sparen musste.


    Was ist das fuer eine Rechnung? DDR Buerger hatten keinen Lohn in DM, geschweige denn in Euro. 90 Ostmark waren wohl 9% des Nettoeinkommens.
    Umgerechnet auf die damalige BRD muss man einen Nettoverdienst von ca. 2.500 DM nehmen.

  • "null Ahnung Wicht" im Avatar scheint noch toll euphemistisch zu klingen! Man muss eine Gesellschaft als Ganzes betrachten. Die Deutsche Reichsbahn hatte Transportaufgaben zu erfüllen, Gewinn war eine zweitrangige Angelegenheit. Und über die politischen Häftlinge bist Du sicher besser informiert als ich, wenn Du darüber schreiben kannst!



    Das soziale und gemeinwirtschaftliche Plus, das die Reichsbahn zu DDR gebildet hat, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Jede/r konnte sich Mobilität leisten, man kam quasi überall hin, die Schiene war ein leistungsfähiger Verkehrsträger und die Straßen und Autobahnen waren nicht die Höllen wie heutzutage. Mit Umweltschutz hatte es die DDR in vielen Sachen nicht (z.B. VEB Wismut, das Chemiekombinat rund um Bitterfeld, Uranförderung in Schneeberg etc). Im Verkehrsbereich hätte die BRD von der DDR lernen können, aber das sollte ja generell nicht sein. Nun haben wir den Salat: über 5000 Kilomter Bahnstrecken wurde im Osten platt gemacht, wie im Westen ganze Regionen vom Schienenverkehr abgehängt und den teuren DB Einheitstarif (schon 1995 m Osten eingeführt) können sich große Teile der Bevölkerung (auch im Westen) nicht leisten.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()