Religion als Instrument

  • Hm, ich hörte, hier ist so mancher Turkomanenhengst vertreten, und vielleicht betet sogar manch einer von euch den neuen Diktator an. 8-) Nicht, daß der mir hier noch krummschwertschwingende Erdoganesen schickt oder euch einkerkert! :-0 Oh, aber seid auch ihr bußfertige Muselmanen? ...Dann bin ich mit diesem Text genau richtig hier, denn ich muß euch leider sagen: ...Gott ist ein Märchen. ;-/


    Normalerweise verirre ich mich ja nicht in solch ein Subforum, welches - neben Fußball/Football - das Thema: Opium fürs Volk betrifft, aber dies ist ein schon lange geplantes und schließlich ungesetztes Projekt. Ich erkläre euch, warum es keinen Gott oder vergleichbare Weihnachtsmänner für Erwachsene gibt. 8-) Ich lege mich mit Christen, Muslimen, Juden und Voodoomächten an. Hah! Denn ich fröne meiner eigenen Religion - einer realitätsbezogenen, spürbaren. Ja, ich glaube so fest an die Idee des Neosozialismus, wie ich ihn beschreibe, daß man schon von einer Religion sprechen kann. Mit Propheten wie Marx und mehr noch mir selbst, und mit heiligen Symbolen wie dem leuchtenden roten Stern. Doch bietet die meine "Religion" ein Paradies im Leben und nicht nach dem Tod. Sie vertröstet euch nicht auf irgendwas, was irgendwelche Nutznießer dieses Systems einfach mal behaupten, ohne jegliche Beweise dafür vorlegen zu können.


    Wie könnte der Religionswahn entstanden sein? Zunächst einmal dürfte er auf Mißverständnissen basieren. Es gab in grauer Vorzeit einfach Dinge, die sich der Mensch - oder zumindest die meisten - zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht erklären konnten. Zum Beispiel natürliche Phänomene wie Blitz und Donner. Das konnte ein Mensch zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht wirklich ergründen und begreifen. Also hat er es sich einfach gemacht und irgendwelchen übernatürlichen, allmächtigen, wenig greifbaren Hokuspokus damit assoziiert und als Erklärung genommen. Und so entstanden vermutlich die ersten Götterkulte. Doch der Mensch entwickelte sich evolutionär mehr oder weniger weiter. Und gerade technisch. So ließen bzw. lassen sich mehr und mehr Dinge, die einst noch "Magie" oder Ausdruck von "göttlicher Macht" waren, plötzlich logisch und wissenschaftlich erklären. Doch so viele Menschen hielten dennoch gern an diesem alten Märchen fest - diesem Produkt von Unwissenheit - und tun es teils heute noch. Es sind letztlich rudimentäre Denkweisen vergangener Tage. Und ab diesem Zeitpunkt spätestens, als man es allmählich wissen konnte bzw. könnte, kamen zwei Dinge hinzu: der Selbstbetrug bzw. der Wunsch als Vater des Gedanken und die Manipulation zwecks Machterhalt und Reichtumsakkumulation auf Seiten einer Herrscherkaste, die von den gegenwärtigen Zuständen oder vielmehr Mißständen als einzige profitiert(e) und eine Rechtfertigung braucht(e).


    Der geschundene "kleine Mann" - also die Masse des Volkes - tut und tat es gern, weil die Alternative ihm zu gruselig erscheint. Die Angst vor dem Tod. Es DARF nicht sein, daß danach alles endet, also KANN es nicht sein. Dabei ist das Gehirn von Mensch und Tier doch letztlich auch nicht viel mehr als ein auf biologischen Materialien basierendes Speichermedium und ein entsprechender Prozessor - eine Schaltzentrale. Doch dieses Material allein lebt auch nicht wirklich, und reagiert ein Computer noch, wenn man ihn zerdeppert oder ihm den Strom abdreht? Mein Verstand sagt mir also wirklich, daß nach dem Tod game over ist. ...Da ist lediglich so ein Gefühl, als ob da dennoch was sein könnte, aber das hat garantiert nichts mit propagierten Religionen zu tun. Vielleicht ist da z.B. eine Art Pool, aus dem alle kommen und in den alle wieder zurückkehren - ein Energiepool, aus dem Persönlichkeiten entstehen und mit dem selbige später wieder verschmelzen. So wie es mit den Wechselbälgern bei Star Trek ist - dem "Dominion". ;-D Soll heißen, wir alle könnten ein paar Prozentpunkte Hitler, Luther, Marx, etc. enthalten. Das könnte einige scheinbare Erinnerungen an frühere Leben erklären, von denen manche berichten. Wenn jemand zufällig wieder besonders viel von seiner früheren Persönlichkeit abbekommen hat. ;-) Aber auch das ist nur eine vage Theorie.


    Zurück zum Selbstbetrug: Es kann und darf natürlich auch nicht sein, daß das Leben so eine jämmerliche Reduktion auf eine Funktion ist - als Humanressource für eine gewisse Minderheit. Nein, das darf doch nicht alles sein. Für all diesen Verzicht und all diese Arbeit, diese Aufopferung, dieses Darben und Leiden muß es doch eine Belohnung geben - und ein goldenes Ziel in Aussicht. Und so kommt denn das Paradies ins Spiel - NACH dem Tod natürlich. Man macht sich gern was vor. Ja, es ist Opium fürs Volk. Und damit auch alle brav spuren, wird nicht selten praktischerweise gleich noch die Hölle miterfunden.


    Und da komme ich nahtlos zum Punkt der Manipulation. Herrschende entdeckten früh die Naivität und Manipulierbarkeit der Massen für sich. Um ihnen das Leben in Verzicht und Knechtschaft irgendwie schmackhafter zu machen, heizten sie die Märchen vom großen Lohn nach dem Leben in Arbeit und Untertänigkeit (für sie) noch an. Um sich als legitime Herrscher darzustellen, propagierten sie sich als Diener und Günstlinge Gottes - insbesondere die geistlichen Herrscher, aber letztlich all jene Vertreter der reichen Minderheiten zu allen Zeiten. Und immer neuere Blüten trieb ihre Phantasie. Regelrechte Geschäftszweige wie der Ablaßhandel - Sünde gegen Knete - wurden entwickelt, um dem Volk auch den letzten Taler im Namen Gottes aus der Tasche zu leiern. Und hinter verschlossenen Türen in ihren Palästen und Schlössern ließen es die reichen Heuchler dekadent krachen und lachten über die Naivität des Pöbels. Ja, schon früh stellten viele Herrscher sicher fest: Wenn es keinen Gott gibt, dann müßte man ihn erfinden... ;-)


    Nun weitere Gründe, die gegen die Existenz eines Gottes sprechen:


    - Seht euch den Zustand der Welt an. Eine reiche Minderheit herrscht nach wie vor in all ihrer Skrupellosigkeit und Dekadenz. Die klare Masse aber verliert, und das immer deutlicher. Armut, Elend, der Egoismus itself zum System erhoben, Kriege, Seuchen, Gräueltaten, verheerende Naturkatastrophen, Umweltzerstörung,...ist DAS Gottes Welt? Ist es DAS, was dem ach so allmächtigen Herrn vorschwebt? Und wo war er denn während Auschwitz, Hiroshima, der Pest, der Wahl von Angela Merkel, der Geburt von Thilo Sarrazin,...?! Nun, wenn das alles sein Werk und/oder Wille ist, dann ist er zweifelsohne ein Arschloch. 8-) Oder aber er ist ein machtloser Poser, der im Grunde genommen gar keinen Einfluß hat. Oder aber er interessiert sich letztlich nicht und läßt die Menschen einfach machen, aber warum solch einem verantwortungslosen Nullbock-Typen dann groß huldigen? Oder einem Sadisten? Ist doch alles Blödsinn, Mann.
    Oh, aber lustig naiv natürlich, wenn jeder, der grad zu Gott betet, denkt, dieser könne ein offenes Ohr für ihn haben. Ich meine, ich möchte nicht wissen, wie viele Naivlinge pro Sekunde gerade zu Gott beten; der müßte ja eine Rechenkapazität haben... ;-D


    - Was spricht noch gegen Gott? Die Komplexität der Natur. Fast alles hat komplexeste Wechselwirkungen bis ins kleinste Detail, und der Weg der Evolution ist lang und wirr. Es geht bis in den Mikrokosmos. Glaubt da ernsthaft jemand, wenn nun ein Gott käme, der alles erschaffen hat, daß der SOWAS planen und steuern könnte? Würde dann nicht alles ein bißchen...simpler sein? Einfach hier 'nen Klumpen hinwerfen, da 'nen Klumpen. Aber nein: Elektronen, Protonen, Neutronen, Bakterien, Viren,... Also wirklich, Leute.


    - Und wo liegt der Beweis? Hat JEMALS wirklich einer Gott nachweislich getroffen? Wie kann man also dermaßen fest an etwas, für das es keinerlei Beweise gibt, glauben? Nur weil irgendwelche Leute da ein Relikt vergangener Zeiten weitergeben und naiv oder hinterlistig behaupten, das ist eben so. Kindern erklärt man irgendwann, daß es Weihnachtsmann und Osterhase nicht gibt. Warum also schaffen Erwachsene diesen Schritt dann nicht mit dem etwas größeren, ihrem eigenen Weihnachtsmann? Wirklich, wenn das bloße Behaupten reicht, dann könnte jeder ganz flux seine eigene Religion zusammenspinnen. Z.B. der Glaube an ein riesiges rosa Walroß, das kraft seiner Fürze durch das Universum treibt und ab und an eine Welt ausstößt. Und wenn es dann zurückkehrt, so wird die Welt wieder verschlungen. ...Was? Ihr glaubt mir nicht, weil ich keine Beweise dafür vorlegen kann? Ja, dann zeigt mir die euren bezüglich eines Gottes, der mehr als Illusion und Wunschtraum sein soll. 8-)


    Vielleicht gibt es zudem auch heute noch zunächst seltsam anmutende Erscheinungen, etc., die sich erst morgen logisch erklären lassen. Und vielleicht gibt es da ja auch tatsächlich einige mystische Dinge. Man kann ja auch nicht wirklich den Gegenbeweis liefern angesichts solch nebulöser, schwer greifbarer Dinge. Aber bestimmt ist es nicht so, wie die gängigen Religionen behaupten. Und vielleicht gibt es auch Dinge, die der Mensch nie ganz begreifen wird bzw. kann. So wie man einem Hund wohl niemals einen Computer erklären kann. Die Kapazitäten und Möglichkeiten seines Gehirns reichen einfach nicht aus.


    Die Macht der Kirche ist natürlich ein wenig geschwunden gegenüber jener etwa im Mittelalter, und zunehmend nehmen die Medien der Betuchten diesen Platz ein (und Brot & Spiele - na, zumindest Spiele - gibt es nach wie vor). Aber noch immer - gerade in der dritten Welt - werden damit die Unterdrückten beschwichtigt und hingehalten. Vielleicht ist da was nach dem Tode, vielleicht auch nicht. Das entscheidet in erster Linie erstmal darüber, ob die Gläubigen noch merken werden, verarscht worden zu sein... ;-) Ja, ja, der große Lohn nach dem Tode. Das könnte von einem Versicherungsvertreter an der Haustür stammen, aber dem glaubt man wohl nicht so leicht wie der betuchten Herrscherkaste, die sich nicht selten insgeheim selbst als Götter wähnt...
    Wacht auf und streitet für ein besseres Leben und keinen besseren Tod! Und selbst, wenn danach was ist, so muß das davor ja deshalb nicht zwangsläufig beschissen sein. ;-)
    Redwing 4 reality - Atheist, aber nicht ohne Glauben! 8-D

    So, nun noch einige Ergänzungen in Form späterer Postings:


    Addon 1:


    Na, ich bin mal wieder spät dran, aber dennoch kehrt jener Endzeit-Prophet, der für euch Gläubige die Büchse der Pandora bereitet hat, noch einmal zurück, um euch den Rest zu geben. 8-) Schreihälse aus der Kirchenindustrie mögen mit erhobener, sich überschlagender Stimme und mahnendem Zeigefinger warnen: "Hört nicht auf diesen finsteren Warlock, der euch in seinem blasphemischen Eifer den Glauben nehmen will!", doch wenn ihr diese Büchse der Pandora geöffnet habt, so gibt es kein Zurück mehr. Erforscht eure Gefühle; ihr WISST, daß es wahr ist! Ihr könnt euch der Logik meiner Worte nicht verschließen; der Glaube rinnt euch wie Sand durch die Finger, und zurück bleibt nichts als die ernüchternde Wahrheit. Ihr seid einer Lebenslüge auf den Leim gegangen. Ja, ich weiß, was ihr gerade tut; ihr haltet euch an eurem Glauben fest und redet euch ein, das könne ja alles gar nicht sein, doch tief in eurem Inneren wißt ihr, daß es wahr ist, und habt mit diesem Märchen abgeschlossen. Wie ein Pendel wollt ihr diese Worte von euch schleudern, doch das Pendel wickelt sich um eure Finger und kommt mit jedem Schwung näher. Ich sauge euch den Glauben aus den Adern wie Gift, damit ihr euch endlich mit der Realität auseinandersetzt. Ich sah mal ein naives Girley im TV, das sagte, ohne ihren Glauben wäre sie doch eine recht armselige Gestalt, und ich sage euch, diese armselige Gestalt ist sie einzig und allein, weil sie so denkt. Weil sie denkt, ohne ihren Glauben - ohne diese vage, unbewiesene Theorie - eine armselige Gestalt zu sein. Weil alles auf einer Lüge fußt!


    Seht ihr denn nicht, wie das Lügenhaus der Kirche und des Glaubens peu á peu zusammenbricht und von der Wissenschaft widerlegt wird? Nehmen wir das Beispiel mit der Erde, die ja eine Scheibe sei, um die sich die Sonne drehe, und die Zentrum des Universums sein soll. Alles widerlegter Blödsinn heutzutage. Und dann paßt sich der doppelzüngige Kirchenpragmatiker halt an - oder jener Verzweifelte, der es einfach nicht wahrhaben will - und sagt, na ja, OK, da hat sich die Kirche eben geirrt, aber das andere stimmt trotzdem. Und dann werden weitere Ammenmärchen widerlegt, und wieder hält der Gläubige am übrigbleibenden Relikt seines Glaubens fest - an diesem morschen Gerippe. Seht doch ein, daß, wenn schon soviel bislang sich als falsch erwiesen hat, was die Kirche im Namen der Herrscherkaste predigte, auch der Rest höchstwahrscheinlich reiner Blödsinn ist. Und daß man sich offenbar keineswegs allzu sicher war, wenn dermaßen viel sich am Ende als Lüge bzw. Produkt von Phantasie und Spekulation erwies. Das paßt doch alles vorn und hinten nicht mehr zusammen.


    Hm, warum ich dennoch ein Leben nach dem Tod - oder sowas ähnliches - nicht ausschließen kann, fragt ihr euch? Nun, zum einen in der Tat dieser Energiegeschichte wegen. Energie löst sich wohl nicht einfach so auf; sie wandert höchstens wo hin. Zum anderen...habe ich bereits vier, fünf...durchaus sehr seltsame Dinge erlebt. :-/ Die sich erstmal nicht so einfach erklären lassen. Nun, sagen wir mal so: Gott wird wohl kaum existieren - sowas wie Geister vielleicht schon... ;-0 Oder andere Geschöpfe mit unerklärlichen Eigenschaften bzw. Fähigkeiten. Oder könnt ihr euch logisch erklären, wieso z.B. mitten in der Nacht (da hab ich ausnahmsweise mal nachts geschlafen zu dieser Zeit) etwas an mein metallisches Tischbein klopft, und immer wenn ich die Bettdecke vom Ohr nehme hört es auf? :-/ Und dann hab ich es überlistet und die Decke ganz langsam nur ein kleines Stück runtergenommen. Ja, und da war es wieder; ich konnte es ganz deutlich hören, und mein Puls ging in die Höhe. Ich hab es dann einfach ignoriert, und kurze Zeit später war Ruhe im Karton. Es klang exakt so, wie wenn ich selbst mit dem Fingernagel gegen das Tischbein tippe. Das war...spooky. ;-) Aber ist nicht mehr passiert, seitdem ich den Tisch umgestellt und den PC drauf platziert habe. Jetzt aber...steht mein Bett an dieser Stelle... ;-/ Ja, und es war nicht das einzige seltsame Erlebnis. Ich erzähl euch keinen Scheiß, Mann. Ich bin ein großer Krieger und mein Springmesser liegt nicht weit meines Bettes, aber wie gegen unsichtbare Gegner antreten, die in einer anderen Sphäre weilen? Vielleicht mit Kältemittel, oder so. Man munkelt ja, diese spirituellen Kreaturen, oder um was auch immer es sich auch handelt (vielleicht ja auch eine Art Außerirdische; ich sagte ja, manche Dinge lassen sich vielleicht noch nicht logisch erklären), benötigen Energie, um sich zu manifestieren. Früher dachte ich, Flammenwerfer könnte funzen, weil es ja immer kalt sein soll, wo der Gespensterkrieger auftaucht, aber ich muß wohl genau andersrum denken. Na, zum Glück ist lange nichts Seltsames und Schauriges mehr passiert, außer Merkel und Gabriel.
    Na, aber ich empfehle mal den gruselig spannenden Film: "Dolmen - das Sakrileg der Steine", damit ihr mal sehen könnt, wie glaubwürdig sich "Wunder" und Schaurigkeiten teils simulieren lassen. Legt z.B. ein wenig gefrorenes Blut in die Augenhöhlen einer verdammten Statue, und irgendwann weint sie blutige Tränen... 8-)
    Häretiker over - ich glaube an den Neosozialismus! 8-D

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    Addon 2:


    Sagt, habt ihr euch schon einmal nach dem Ursprung des Universums gefragt? Nach dem Alpha und dem Omega? Und wie lächerlich es ist, diesem Mysterium mit einem simplen Zampano namens Gott beikommen zu wollen. 8-) Ich finde, es ist eigentlich alles ziemlich unmöglich - und unlogisch. Und es ist auch schlichtweg unbegreiflich. Man sagt wohl, zunächst sei da Energie gewesen. Diese komischen Dinger da, die sich vereinten und zu Materie wurden (hm, dann kann Energie ja quasi doch verschwinden - zumindest vorübergehend, indem es zu Materie wird). Was war das noch? Elektronen und Protonen werden zu Neutronen, oder? Und das sind Atome - kleinste Materieteilchen. Aber ich spekuliere hier nur; das ist keine wissenschaftliche Abhandlung. Mit Physik und Chemie und som‘ Scheiß hab ich fast so wenig am Hut wie mit der gefürchteten und verhaßten Mathematik. ;-) Nun, kehren wir also besser zur Philosophie zurück. Also, da war plötzlich Energie im großen schwarzen Nichts, und daraus wurde teils Materie. Aber...was ist eigentlich das große schwarze Nichts? :-/ Wieso war das plötzlich da - das Nichts? Und wie weit erstreckt sich das Nichts? Man kann sich zwar vorstellen, immer weiter zu fliegen durch das Nichts, aber eigentlich ist jeder Raum doch irgendwie begrenzt und läßt sich als Ganzes überblicken, geht man nur weit genug weg. Etwa als Karte aus der Vogelperspektive. Aber wie das Unendliche kartographieren? Und wie kann etwas unendlich sein? Und wo liegt der Ursprung des Nichts? Wieso war plötzlich das Weltall da? Und was war davor? Aber es kann ja gar kein Davor gegeben haben. Aber es MUSS doch alles einen Anfang haben! Und gäbe es das Nichts nicht, dann gäbe es nicht mal das Nichts. Wenn alles nicht existieren würde, würde man nicht mal merken, daß nichts existiert oder etwas existieren KÖNNTE. ...Warum existieren wir? Und wie entsteht aus dem Nichts heraus plötzlich Energie?
    ...Also, ich merke immer, wenn ich darüber nachdenke, wie mein Gehirn zu platzen und die engen Grenzen des Schädels zu sprengen droht, so als ob es einfach nicht genug Kapazitäten aufweist, um solche Dinge verstehen zu können. Da sind wohl wir Menschen der dumme Hund vor dem Computer. Es geht nicht rein in die Birne. Also lasse ich es lieber sein und akzeptiere einfach, zu existieren. Aber daß man sich mit solch banaler Scheiße wie Ausbeutung im barbarischen Kapitalismus hier abgeben und auseinandersetzen muß angesichts solch fundamentaler Fragen und des Wunders und Wahnsinns der Existenz, das entbehrt schon nicht einer gewissen tragikomödiantischen Komponente. Der Mensch - von einigen Ausnahmen wie mir abgesehen, sofern ich denn überhaupt dieser primitiven Spezies zugehörig bin (habe oft NICHT den Eindruck) - ist wirklich noch ein recht unterentwickeltes Wesen, und ich hoffe mal, daß der evolutionäre Zenit nicht gar schon hinter ihm liegt. ;-)


    So, ich berichtete euch ja von seltsamen Vorkommnissen. Und ich bin eigentlich ein rational denkender Mensch - lehne von daher ja auch die kapitalistische Marktwirtschaft mit ihren Gefällen ab -, aber da waren nun einmal ein paar Dinge, die sich erstmal beim besten Willen nicht rational erklären lassen. Ich klammere mich dabei an Rationalität und Logik und denke mir, das kann doch nicht sein, so wie sich der Gläubige an sein Gottesmärchen klammert. Aber irgendwo...ist bei mir doch etwas Raum für Ãœbernatürliches. Ich kann es einfach nicht mehr ganz ausschließen. Das heißt nicht, daß es der liebe Geist des Aladin gewesen sein muß, oder so, aber vielleicht energetische Lebensformen oder dergleichen. Aber vielleicht existieren ja auch einige Menschen nach dem Tod erstmal als rein energetische Wesen weiter - als eine Art Geist eben. Vielleicht läuft es wie bei den Jedis - daß sie noch eine Zeit lang abrufbar sind und dann den großen Verschwindibus machen. Oder sich ganz einfach in der Weite des Universums verlieren. Pete Doherty will ja auch von Amy Winehouse' Geist belästigt worden sein in London und ist deshalb sogar nach Paris geflohen. Und irgendwie...glaube ich ihm. Ich hatte mir schon vorher gedacht; na, wenn die mal nicht bei ihrem Ex anklopft. ;-/ Und siehe da. Es paßte einfach. Ich hoffe mal, daß sie jetzt nicht auch noch bei MIR anklopft. Wäre ja auch möglich, daß manche Geister in den Webspace eindringen und sich mit Maschinen verbinden. ;-D Na, und es gab da so ein seltsames weiteres Ereignis nach dem Doud meiner einen Omma damals... Ich traute meinen Augen nicht. Es war etwas vage - das Zeichen -, aber es nochte durchaus sein. Zumal ich zuvor aus Jux und Dollerei um ein Zeichen gebeten hatte... ;-/ Und es war auf dem vererbten Sofa von ihr. Aber ich muß wirklich sagen: Wer immer meint, mir über die Schulter gucken zu müssen, wenn ich mir etwa mit hängender Zunge vor dem Bildschirm einen runterhole - laßt es. ;-) Ich kann mein Leben auch ganz gut ohne Schutzengel an die Wand fahren. ;-D Ohnehin ist die Effizienz von Schutzengeln wohl umstritten. Ich sag nur Nizza. ;-) Nun, Fakt ist jedenfalls: Mich wollte wohl ab und an etwas verscheißern. 8-/ Allerdings glaube ich auch nicht, daß jeder Hans und Franz zum Deadwalker werden kann; sonst würden Untote viel öfter Rache nehmen. Nee, aber vielleicht gibt es manchmal gewisse Anomalien.


    Hm, was ich abschließend auch noch als seltsam empfinde, sind manche Deja-vu-Erlebnisse, die ich habe. Ich habe nicht das Gefühl, mir das nur eingebildet zu haben. Allerdings meine ich immer, das irgendwann mal geträumt zu haben. Ich merke dann immer so auf, wenn es geschieht, und denke, das kommt dir doch irgendwie bekannt vor. Z.B. habe ich bei einem PC-Game mal einen bedeutsamen Planeten erobert und mich größenwahnsinnig darüber gefreut. Und dann wurde ich plötzlich nachdenklich - denn ich glaube, ich hatte bereits einmal geträumt, diesen Planeten zu erobern und mich größenwahnsinnig darüber zu freuen. ;-/ Ja, ich meine, genau diesen Planeten und diese Schrift darunter schon einmal gesehen zu haben - in dieser Situation. Aber vielleicht spielte mir mein visionäres Hirn in dieser Hinsicht ja doch einen Streich. Was wäre schon ein gepflegtes Deja-vu, wenn man das Gefühl dabei hätte, das noch nie erlebt zu haben? Und dennoch: ...Habe ich das dritte Auge? Weiß ich DESHALB über das garantierte Ende des Kaputtalismus? 8-) Oder ist es einfach bloß Logik? Vielleicht gibt es doch für alles eine natürliche Erklärung. Selbst für das nächtliche Klopfen an meinem Tischbein (ich flüsterte übrigens damals, glaube ich, sogar noch entnervt: "Fuck you", oder so). Nur finden muß man sie erstmal.


    Genug der epischen Worte. Nun kehrt in euch - und werdet überzeugte Ungläubige. ;-) Tretet meiner roten Religion des Lebens bei - und nicht jener des Todes, welche die falschen Propheten predigen.


    Addon 3:


    So, ein vermutlich letztes Mal kehrt der Prophet denn doch in diese seine Offenbarungsschrift zurück.


    Zunächst einmal, um etwas zu korrigieren. Natürlich habe ich da erwartungsgemäß was durcheinandergebracht mit den Atomen. Also, das Atom besteht wohl aus einem Kern von Protonen und Neutronen, um die herum ein paar Elektronen wie bescheuert Karussel fahren. War das jetzt wissenschaftlich fundiert genug formuliert? Und wäre es andersherum, so wäre das ein Antimaterie-Universum - mit Protonen als Karusselfahrern. Ich weiß jetzt allerdings immer noch nicht so recht, was jetzt die Energie ist, die sich einst in Materie aufspaltete. Ich dachte eigentlich Neutronen (oder Ionen?). Ja, und hätte es nicht einen Ãœberschuß an Elektronen oder Protonen gegeben (letzteres war in diesem Universum der Fall), dann hätte sich wohl keine Materie gebildet. Keine Atome. Aber darauf natürlich keine Garantie, und lassen wir diesen wissenschaftlichen Mist jetzt besser. 8-D Ich weiß nur, daß Ming der Unbarmherzige Flash Gordon in seine Atomteilchen zerbeamen wollte, und mehr MUSS ich nicht wissen. ;-D


    Ferner möchte ich abermals alle energetischen Lebensformen - etwaige Geister - dazu anhalten, die Privatsphäre der Sterblichen zu respektieren. Als ich nach dem Verfassen dieser Schriften wieder vor dem Bildschirm onanierte, spratzelte es plötzlich so in meinem Wohnzimmer - und klirrte ein wenig, so als ob etwas zerspringt. Da stand die noch nicht ganz abgefackelte Teekerze und die leere Teekanne daneben, aber was das Klirren verursacht haben könnte, ist mir schleierhaft. Es könnte also sein, daß mir ständig ein spiritueller Voyeur über die Schulter sieht, und das nervt dann doch allmählich ganz gewaltig. ;-/...Oder war es die NSA? :-/


    Aber ziehen wir einen Bogen von der Chemophysik und den Gespensterkriegern zurück zum Ursprung: zu "Gott". :-) Ãœber den Wahnsinn des Ursprungs des Universums philosophierte ich ja zwischenzeitlich, und wieso sollte am Anfang ausgerechnet ein menschenähnlicher Zampano namens Gott stehen? Wer hätte DEN dann wieder gemacht? Ist doch alles Unfug.


    Ich möchte aber dennoch noch eine Komponente, die zu den Mißverständnissen in grauer Vorzeit geführt haben könnte, hinzufügen. Es könnten hochentwickelte Außerirdische gewesen sein, welche den einst (noch) rückständige(re)n Planeten besuchten und da einen auf dicke Hose gemacht haben. Und so verschmolzen denn möglicherweise Wissenschaft und Theologie. Wenn die technische Ãœberlegenheit dazu führt, göttliche Ãœberlegenheit und Allmacht zu simulieren. Erinnert sei zum Beispiel an die Predatoren, welche sich in der Antarktis zu Gönnern und Herrschern einer terranischen Zivilisation machten und dort in regelmäßigen Abständen ihren Mut und ihre Kraft im Kampf gegen tödliche Aliens erprobten. Und als das mißlang, ging diese Zivilisation unter. ;-D


    Nun, mein Vadda meinte mal, er glaubt nicht, daß die Evolution außerirdischer Zivilisationen eine so große Kluft aufweisen könne, weil es ja EINEN Urknall zu EINER bestimmten Zeit gab und die Entwicklung ab diesem Zeitpunkt begann, aber ich halte das für Unfug. Denn die Planeten sind ja trotzdem nicht alle zur selben Zeit entstanden, und Gesellschaften, die etwa ein sozialistisches Miteinander und keine kapitalistische Selbstzerstörung für sich entdeckt haben, könnten sich viel schneller entwickelt haben. Bliebe vielmehr nur noch die Frage, ob sich solch im wahrsten Sinne des Wortes astronomische Entfernungen überhaupt ohne Weiteres überwinden lassen. Na ja, glaube ich nicht an Gott, so jedenfalls definitiv an Außerirdische. Unwahrscheinlich, daß bei diesen unzähligen Sternensystemen und diesen etlichen Galaxien noch mal wieder nur die Erde intelligentes Leben aufweist. Und auch das wollte die Kirche einem ja weismachen. Daß die Erde das Zentrum von allem ist, dabei ist sie bloß eine Randnotiz - ein Furz im Universum.


    Gottlos sind wir ihr alle, nur wollen es viele nicht wahrhaben… 8-)

    Einmal editiert, zuletzt von Redwing ()

  • Werter Redwing, erstmal Danke für deinen Beitrag!


    Dann aber auch die klare Botschaft - bei allem Verständnis für deine Position - du überziehst!


    Ich will das exemplarisch an einigen Punkten darstellen:


    Zitat

    Zurück zum Selbstbetrug: Es kann und darf natürlich auch nicht sein, daß das Leben so eine jämmerliche Reduktion auf eine Funktion ist - als Humanressource für eine gewisse Minderheit. Nein, das darf doch nicht alles sein. Für all diesen Verzicht und all diese Arbeit, diese Aufopferung, dieses Darben und Leiden muß es doch eine Belohnung geben - und ein goldenes Ziel in Aussicht. Und so kommt denn das Paradies ins Spiel - NACH dem Tod natürlich. Man macht sich gern was vor. Ja, es ist Opium fürs Volk. Und damit auch alle brav spuren, wird nicht selten praktischerweise gleich noch die Hölle miterfunden.


    Das ist gar nicht die Kernfrage! Die eigentliche Kernfrage ist, ob das alles - also das Leben, das Universum und der Ganze Rest - einen Sinn machen, oder nicht.
    Nehmen wir an, alles macht keinen Sinn - dann macht faktisch auch ihr Beitrag keinen Sinn. Und nicht nur der - alles was sie bisher jemals getan haben, ist sinnfrei. Sie sind dann ein Produkt des Zufalls - und das Verhalten des IS ist nicht richtiger oder falscher als ihr Verhalten. Alles ist sinnfrei - alles ist beliebig - alles können sie rechtfertigen.


    Machen sie sich einfach klar - wenn sie die Frage nach dem SINN verneinen, wird alles beliebig.


    Sind sie bereit, diese Konsequenz zu tragen?



    Wenn es aber einen SINN gibt, dann sind wir mitten drin im Bereich der Religion! Ob sie dann an einen Gott glauben, oder an mehrere - ob sie eine Religion ohne Gott denken können - ob sie das Universum insgesamt als Gott / Schöpfer / Schöpfung empfinden können - das überlasse ich gerne ihnen persönlich. Entscheidend ist - wenn sie sich dafür entscheiden, dass es so etwas wie einen Sinn gibt, hat dies Konsequenzen.


    Und machen sie sich klar - es hat auch dann Konsquenzen, wenn sie zur Entscheidung kommen, dass es zwar einen Sinn gibt, sie aber diesen Sinn beispielsweise mangels Vermögen nicht in der Lage sind zu erkennen.


    Am Anfang war LOGOS steht im griechischen Text zur Bibel - und LOGOS steht nicht nur für WORT, sondern auch für TAT und für SINN. Am Anfang war der SINN ist für mich eine unglaublich herausforderndere Interpretation, als am Anfang war das Wort, wie man es heute in gängigen Ãœbersetzungen gerne lesen kann.


    Zitat

    Nun weitere Gründe, die gegen die Existenz eines Gottes sprechen:
    ....


    Kein einziger ihrer Gründe spricht wirklich gegen die Existenz eines Gottes. Allenfalls sprechen die Punkte für die Begrenztheit ihrer Vorstellungskraft. Nur - denken sie allen Ernstes, dass ein Gott, der ein Universum erschaffen hat, von ihnen mit ihrem begrenzten Gehirn und ihren begrenzten denkerischen Möglichkeiten ganzheitlich erfasst werden kann?


    Ich hab keinen Schimmer, wer dieser Gott ist, was er genau macht, und was er kann oder nicht - aber logisch auf der Hand liegt sofort, dass all ihre Argumente leicht als völlig irrelevant enttarnt werden können.


    Einen wirklich wichtigen Aspekt sehe ich beispielsweise darin, dass es einen mathematischen Beweis gibt (Gödel), dass es in einem beliebigen System Aussagen gibt, über die man nicht entscheiden kann, ob sie wahr oder falsch sind. Ein scheinbar harmloser Satz - der aber gnadenlos beweist, dass in jedem beliebigen System Platz für Religion ist!


    Ihr Versuch, Religion einfach wegzudiskutieren, ist mit diesem Satz schon seit Jahrzehnten bewiesenermaßen obsolet! Sie können nicht beweisen, dass es keinen Gott gibt! Sie können auch nicht beweisen, dass es keinen Sinn gibt. Sie können dies jeweils nur glauben - nur - egal ob sie glauben, dass es einen Gott gibt, oder ob sie glauben, dass es keinen gibt - inhaltlich sind sie auf derselben Ebene unterwegs! Machen sie sich das klar!



    Ich empfehle ihnen einfach mal was zum Lesen: Gott 9.0


    Ich gebe ihnen auch locker damit recht, dass die üblichen religiösen Ansätze, die ich geschichtlich kenne, die ich aktuell beobachte, und die aktuell auch politisch Einfluss üben, für weniger religiöse Ansätze, als vielmehr für Ansätze pollitischer Natur und von Machtinteresse halte.


    Aber - bevor Gott oder gar der Glaube oder gar der Sinn vorschnell mit dem Badewasser ausgekippt werden - trete ich für ein massives Right-Sizing ein! Alle gängigen Religionen und auch und insbesondere deren Institutionen halte ich für fragwürdig!


    Noch zu ihren Addons:
    Wenn sie nach einem VORHER und NACHHER fragen......und die Physik bemühen.....(ziemlich Laienhaft) dann sollten sie sich klar machen, dass ZEIT etwas ist, was Physiker durchaus in Frage stellen.........die Frage nach VORHER und NACHHER macht aber nur Sinn, wenn ZEIT real existiert - wenn nicht, wird es etwas schwieriger mit der Argumentation.....



    Noch einen Punkt möchte ich gerne aufgreifen:


    Spätestens seit den Ansätzen von Einstein hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Theorien Einsteins die Erde an den Rand des Universum gedrängt hätten.....


    Tatsächlich ist das aber eine Interpretation! Die Kernaussage Einsteins ist eine andere:
    Du kannst jeden Punkt im Universum als Bezugssystem nehmen - die Physik bleibt die gleiche.


    Tatsächlich ist es so - wenn jemand behauptet, dass nach den Aussagen Einsteins die Erde der Mittelpunkt des Universums ist - dann kann das locker behauptet werden. Denn man kann alles im Rahmen der Theorie von Einstein auch damit berechnen und verargumentieren. Manches allerdings wird dann ziemlich kompliziert und unhandlich - weshalb man allgemein viel lieber vereinfachend annnimmt, dass beispielsweise die Sonne der Mittelpunkt unseres Sternensystems ist - wohl wissend, dass tatsächlich unser Sonnensystem noch besser einfacher dargestellt werden kann, wenn man annimmt, dass es sich um ein Sternensystem handelt, in dem jeder Massepunkt mit seiner Masse jeden anderen gleichartig beeinflusst......


    Kurzum - die Gleichungen von Einstein lassen es zu, dass wir die Erde als Mittelpunkt des Universums verstehen - deutlich einfacher wird es aber, wenn wir das Universum von den größten Massenkonzentrationen her denken. Wohl wissend, dass im Universum jeder Punkt mit jedem in Wechselbeziehung steht.




    Ãœbrigens: Ein Gärtner, der Samen in einige Krumen Erde verstreut, ist sicher kein Gott. Trotzdem entsteht ein Schöpfungsakt aus seiner Tätigkeit - der unglaublich vielfältig sein kann.


    Was das alles für uns Menschen bedeutet? Niemand kann es Wissen!


    Und Gödel gibt uns den Beweis - wir brauchen uns auch nicht zu grämen - in unserem Universum müssen wir nicht alles wissen können - und mehr noch: wir können auch bei vielem nicht wirklich entscheiden, ob es wahr oder falsch ist.


    Es bleibt immer ausreichend Platz für Religion und Glauben - und gleichzeitig teile ich sofort ihre Skepsis, wenn Glauben und Religion zu menschlichen Zwecken missbraucht werden, um Machtansprüche durchzusetzen.


    Für mich ist das Wesen von Religion und Spiritualität aber nicht der Mißbrauch des Glaubens durch wen auch immer, sondern das Wesen von Religion und Spiritualität entscheiden sich an der Frage, ob alles einen Sinn macht, oder eben nicht.


    Für uns als Menschen ist es deutlich positiver, wenn wir an einen Sinn glauben!


    Die Evolution bestätigt dies dadurch, dass die (deutliche) Mehrheit der Menschen empfänglich ist für Spiritualtiät und Religion.


    Das bedeutet nicht unbedingt, dass es einen Gott geben muss - es bedeutet nur, dass die genetischen Strukturen es für günstig halten, wenn eine Religion/ein Gott angenommen wird.

  • dies ist ein schon lange geplantes und schließlich ungesetztes Projekt. Ich erkläre euch,...


    Das mag ein seit langem geplantes „Projekt“ von Ihnen gewesen sein und jetzt endlich auch einmal in die Tat gesetzt. Das aber bietet uns, der gewillten Leserschaft, auch nicht mehr als jenen „Hokuspokus“, den Sie in Hinsicht auf Glauben und Religion wie ein wissendes Kind auseinanderzunehmen beabsichtigten. Kaum anzunehmen, dass es hier noch Aktive gibt, die einen Schuhlöffel in Fragen der historischen Geschichte in dieser Hinsicht oder auch der Evolution auf dem wissenschaftlichen Feld benötigten. Naheliegendes inkludiert.

    Einmal editiert, zuletzt von A3103 ()


  • Nicht eben wenige Menschen bemühten sich mir gegenüber in den vergangenen Jahrzehnten, es gäbe mehrere, sozusagen unendliche viele „Wahrheiten“ und alle waren vom Gegenteil nicht zu überzeugen. Was alle diese Leute offenbar übersahen: es existiert letzten Endes nur eine einzige „Wahrheit=Realität“, selbst wenn wir alle diese in ihrer Ganzheitlichkeit (noch) nicht wissen. Teile erahnen vielleicht, maximal.


    Aber sie haben nicht verstanden, wo der Fehler liegt. Der Fehler liegt in der Irritation, dass „die Wahrheit“ eben nicht gleich der zahlreichen subjektiven Interpretationen subjektiver Teil-Wahrnehmungen ist, sondern darüber steht. Anders gesagt: es existieren Milliarden subjektive menschliche Interpretationen aus jeweils subjektiv geschöpften Wahrnehmungen, doch kein Mensch „weiß“ umfänglich, wirklich. Es stehen sich eine enzige Wahrheit und daneben Milliarden subjektiver Interpretationen eigener Wahrnehmungen über ein Bild der Wahrheit gegenüber, ein jeweils subjektives Bild, das in keinem Fall auch nur annähernd vollständig sein kann und ist.


    Das aber schließt eine einzige faktische „Wahrheit“ keineswegs aus. Ich z. B. gehe davon aus, dass nur eine einzige Wahrheit, nur eine Realität existiert, die sich nicht verbiegen läßt und sich nicht "frei-eingeschränkt" und subjetiv interpretieren läßt, jedenfalls nicht mit dem Anspruch auf letztgültigem Wissen und Wahrheit,.. weder auf diese noch auf jene Weise. Sie besteht, sie ist.


    Es bleibt immer ausreichend Platz für Religion und Glauben - und gleichzeitig teile ich sofort ihre Skepsis, wenn Glauben und Religion zu menschlichen Zwecken missbraucht werden, um Machtansprüche durchzusetzen.


    Zustimmung. Dem habe ich daher nichts hinzuzufügen


    „Gott“ und Religion vermitteln den Menschen Hoffnung. In erster Linie. Glauben = Hoffnung. Nimm vielen Menschen diesen „letzten“ psychischen Anker und sie geraten depressiv. Der "Sinn" liegt in der subjektiv-egozentrischen subjektiven Hoffnung der eigenen Ãœberwindung der Endlichkeit. Mit all erdenklichen Folgen. Selbst über Jahrzehnte eisern gebliebene und überzeugte Atheisten geraten nicht selten ins Schwanken, wenn das üble Schicksal sie auf einen Schlag persönlich und direkt trifft.

    5 Mal editiert, zuletzt von A3103 ()


  • Dafür einen Top, vielleicht aber nur für die Gründlichkeit und Toleranz Deiner Analyse. Ich empfinde eher, daß, wenn es Abermillionen von Wahrheiten gibt, es keine gibt. Oder zumindest sie nicht evident ist. Wir haben nur unsere subjektiven Wahrheiten. Wir müssen lernen, mit denen mit der anderen friedlich zu verkehren und ihnen nicht den Schädel einzuschlagen.

    Einmal editiert, zuletzt von Anakoluth ()

  • aber dies ist ein schon lange geplantes und schließlich ungesetztes Projekt.


    aber so was von lange geplant.....der uroborus und seine litanei schwirrt schon seit jahren und 1:1 durch alle foren, in denen er (noch) nicht gesperrt ist. glaubt bloss nicht, dass sich daraus eine fruchtbare diskussion ergibt. wenn er überhaupt mal den kopf aus dem eigenen ar.... nimmt (und das meine ich jetzt rein mytologisch), dann nur zum keifen.....

  • .....Das ist gar nicht die Kernfrage! Die eigentliche Kernfrage ist, ob das alles - also das Leben, das Universum und der Ganze Rest - einen Sinn machen, oder nicht....


    Nein. Es gibt in meinen Augen keinen übergeordneten "Sinn", es gibt nur das, was eine Gemeinschaft intelligenter Wesen als solchen für sich bestimmt. Sinnstifter - so nannte man ja auch die Verkünder der großen Religionen.

  • Dafür einen Top, vielleicht aber nur für die Gründlichkeit und Toleranz Deiner Analyse. Ich empfinde eher, daß, wenn es Abermillionen von Wahrheiten gibt, es keine gibt. Oder zumindest sie nicht evident ist. Wir haben nur unsere subjektiven Wahrheiten. Wir müssen lernen, mit denen mit der anderen friedlich zu verkehren und ihnen nicht den Schädel einzuschlagen.



    Ja, Letzteres wäre von Nöten. Dennoch glaube ich an eine allumfassende Wahrheit, die aber einem menschlichen Geist nicht vollständig und völlig neutral zugänglich sein kann.

  • Die einzigen echten Wahrheiten sind physikalische Konstanten.


    physikalische, chemische, biologische, universelle und so viele mehr Konstanten und Parameter. Keinem menschlichen Geist in Gänze überschau- und beherrschbar.

  • physikalische, chemische, biologische, universelle und so viele mehr Konstanten und Parameter. Keinem menschlichen Geist in Gänze überschau- und beherrschbar.


    Chemie, Biologie und andere sind Hilfswissenschaften der Physik. Ohne physikalische Grundlage gäbe es NICHTS.

  • Chemie, Biologie und andere sind Hilfswissenschaften der Physik. Ohne physikalische Grundlage gäbe es NICHTS.


    Nein, es handelt sich um wissenschaftlichen Disziplinen. Für ein einigermaßen für den Menschen ganzheitliches Bild ist die eine von der anderen abhängig und ergänzt sowie beeinflusst.

  • Nein, es handelt sich um wissenschaftlichen Disziplinen. Für ein einigermaßen für den Menschen ganzheitliches Bild ist die eine von der anderen abhängig und ergänzt sowie beeinflusst.


    Das ist ja die Tragik des menschlichen Wissens. Der Mensch weiß vieles, aber kaum etwas davon, wie alles mit allem zusammenhängt.

  • Chemie, Biologie und andere sind Hilfswissenschaften der Physik. Ohne physikalische Grundlage gäbe es NICHTS.


    Das ist Spartenhuberei. Ohne Chemie gäbe es keine Physik, und ohne das Erkenntnisinteresse des Menschen gäbe es sie alle nicht. All diese Sparten sind Spekulationen darüber, wie die Welt ist. Die Welt ist anderswo.

  • Die einzigen echten Wahrheiten sind physikalische Konstanten.

    Jede Erkenntnis ist vorläufig, sagte Hoimar von Ditfurt, und das ist auch eine Wahrheit, vielleicht die einzige.


    (Nett, wieder mal einen Blick auf Rotflügelchens Buchstabenfülle werfen zu dürfen. Zu mehr hat´s bei mir schon in einem anderen Forum nicht gereicht, aber in seinem buchstäblich lang ausgestreckten Enthusiasmus hab ich ihn wirklich vermisst.)

  • Nicht eben wenige Menschen bemühten sich mir gegenüber in den vergangenen Jahrzehnten, es gäbe mehrere, sozusagen unendliche viele „Wahrheiten“ und alle waren vom Gegenteil nicht zu überzeugen. Was alle diese Leute offenbar übersahen: es existiert letzten Endes nur eine einzige „Wahrheit=Realität“, selbst wenn wir alle diese in ihrer Ganzheitlichkeit (noch) nicht wissen. Teile erahnen vielleicht, maximal.


    Aber sie haben nicht verstanden, wo der Fehler liegt. Der Fehler liegt in der Irritation, dass „die Wahrheit“ eben nicht gleich der zahlreichen subjektiven Interpretationen subjektiver Teil-Wahrnehmungen ist, sondern darüber steht. Anders gesagt: es existieren Milliarden subjektive menschliche Interpretationen aus jeweils subjektiv geschöpften Wahrnehmungen, doch kein Mensch „weiß“ umfänglich, wirklich. Es stehen sich eine enzige Wahrheit und daneben Milliarden subjektiver Interpretationen eigener Wahrnehmungen über ein Bild der Wahrheit gegenüber, ein jeweils subjektives Bild, das in keinem Fall auch nur annähernd vollständig sein kann und ist.


    Das aber schließt eine einzige faktische „Wahrheit“ keineswegs aus. Ich z. B. gehe davon aus, dass nur eine einzige Wahrheit, nur eine Realität existiert, die sich nicht verbiegen läßt und sich nicht "frei-eingeschränkt" und subjetiv interpretieren läßt, jedenfalls nicht mit dem Anspruch auf letztgültigem Wissen und Wahrheit,.. weder auf diese noch auf jene Weise. Sie besteht, sie ist.


    Danke für diese Darstellung - ich hoffe, ich habe mit meinem Beitrag nicht den Eindruck vermittelt, dass ich an mehrere Wahrheiten glauben würde - ich stimme ihnen 100% zu, dass es genau eine Wahrheit / Realität gibt - allerdings ist es uns Menschen aufgrund unserer begrenzten Fähigkeiten nicht möglich, diese eine Wahrheit vollständig zu erfassen.


    Weil wir aber immer auf der Suche nach Wahrheit sind, sind uns Hilfsmittel wie die Wissenschaft willkommen - auch die Theoriebildung - und dann noch die unterschiedlichen subjektiven Sichtweisen anderer Menschen.


    Wenn wir viele dieser Sichtweisen übereinanderlegen können, können wir eine Ahnung von der Wahrheit erhaschen.....



    Einsteins Gleichungen beschreiben übrigens, dass man die eine Wahrheit auf unterschiedliche Art und Weise betrachten kann - mal wird es dann mathematisch äußerst kompliziert, mal aber auch recht einfach. Dennoch sagen gerade auch die Gleichungen Einsteins aus, dass es EINE Wahrheit gibt.



    Zitat


    „Gott“ und Religion vermitteln den Menschen Hoffnung. In erster Linie. Glauben = Hoffnung. Nimm vielen Menschen diesen „letzten“ psychischen Anker und sie geraten depressiv. Der "Sinn" liegt in der subjektiv-egozentrischen subjektiven Hoffnung der eigenen Ãœberwindung der Endlichkeit. Mit all erdenklichen Folgen. Selbst über Jahrzehnte eisern gebliebene und überzeugte Atheisten geraten nicht selten ins Schwanken, wenn das üble Schicksal sie auf einen Schlag persönlich und direkt trifft.


    Auch das kann ich so stehen lassen!
    Für mich besteht der Unterschied zwischen der Interpretation Hoffnung und der Interpretation Sinn darin, dass ersteres stark emotional geprägt ist, während zweiteres vor allem von der Ratio kommt.
    Der Verstand braucht die Hoffnung nicht so sehr, wohl aber den Sinn. Die Emotion schert sich nicht um den Sinn, klammert sich aber an die Hoffnung.


    Messbar ist, dass religiöse Gruppen regelmäßig wesentlich stärker aus der Emotion heraus entstehen und wachsen - in meinem Beitrag hat mich aber mehr interessiert, ob es aus wissenschaftlicher Sicht (also der Ratio) etwas gibt, was gegen die Religion spricht. Solche Gedanken haben mich vor mehr als 20 Jahren intensiv beschäftigt - heute habe ich mit dem Thema meinen Frieden geschlossen - auf der Ebene der Ratio.
    Sollten mal wieder stärkere Notzeiten anstehen, können wir locker davon ausgehen, dass die Gotteshäuser voll sein werden, und wenn es mir richtig dreckig geht, kann es gut auch sein, dass auch ich auf der emotionalen Ebene mir meinen Trost und auch Hoffnung in einem Gotteshaus geben lasse.......rational bin ich dabei überzeugt, dass dies mehr mit Gruppendynamik zu tun hat, als mit echtem Glauben - aber wenn es in der Not hilft....wir Menschen sind ein komplexes Wesen, und die Ratio bestimmt nur einen kleinen Teil unseres Wesens.

  • Nein. Es gibt in meinen Augen keinen übergeordneten "Sinn", es gibt nur das, was eine Gemeinschaft intelligenter Wesen als solchen für sich bestimmt. Sinnstifter - so nannte man ja auch die Verkünder der großen Religionen.


    Und genau an diesem Punkt sind wir definitiv nicht einer Meinung.
    Wäre dem so, könnte ich jeden beliebigen Sinn einfach definieren - die Abwesenheit eines übergeordneten Sinns schließt mit ein, dass jeder lokale Sinn kaum mehr als jeder lokale Unsinn ist. Es ist und bleibt beliebig.


    Ist alles beliebig, kann ich alles rechtfertigen - sogar solche Dramen wie den Holocaust.


    Ich bin nicht und niemals bereit, dies zu akzeptieren!

  • Die einzigen echten Wahrheiten sind physikalische Konstanten.


    Sorry, aber das ist dünnes Eis. Wenn sie Physik richtig begreifen, dann ist ihnen klar, dass es lediglich um ein physikalisches Modell unserer Wirklichkeit geht. Ob es diese physikalischen Konstanten überhaupt gibt, und welchen Wert sie konkret haben oder auch nicht - das hat mit der Wahrheit nur wenig zu tun.


    Tatsächlich geht es in der Physik darum, mit einem möglichst wiederspruchsfreien Modell möglichst viele naturwissenschaftlich messbare Phänomene möglichst nah an der Wirklichkeit zu beschreiben. Das ist viel - aber mehr ist es auch nicht. Mit ECHTEN WAHRHEITEN hat die Physik nicht so viel zu tun - sie versucht nur nah daran zu kommen. Physikern ist dies klar!


    Und wenn ich das hier so schreibe, dann ist das keine Missachtung der Leistungen der Physik - sondern lediglich die klarstellung, dass ihre Aussage eigentlich für einen Physiker einen Widerspruch in sich selbst bergen!

  • Für mich besteht der Unterschied zwischen der Interpretation Hoffnung und der Interpretation Sinn darin, dass ersteres stark emotional geprägt ist, während zweiteres vor allem von der Ratio kommt.
    Der Verstand braucht die Hoffnung nicht so sehr, wohl aber den Sinn. Die Emotion schert sich nicht um den Sinn, klammert sich aber an die Hoffnung.


    Richtig. Meine Meinung war allerdings von der aus meiner Sicht getragenen mehrheitlichen Sicht geprägt, will meinen, dass die Mehrheit deutlich weniger zur Ratio als zur Emotio neigt. Mit anderen Worten: die Mehrheit agiert und reagiert mehrheitlich emotional, nicht rational. Das bezeichne ich als einen Missstand, der zwar auch seine guten Seiten hat, aber vorwiegend negative Folgen mit sich bringt.


    Messbar ist, dass religiöse Gruppen regelmäßig wesentlich stärker aus der Emotion heraus entstehen und wachsen - in meinem Beitrag hat mich aber mehr interessiert, ob es aus wissenschaftlicher Sicht (also der Ratio) etwas gibt, was gegen die Religion spricht. Solche Gedanken haben mich vor mehr als 20 Jahren intensiv beschäftigt - heute habe ich mit dem Thema meinen Frieden geschlossen - auf der Ebene der Ratio.
    Sollten mal wieder stärkere Notzeiten anstehen, können wir locker davon ausgehen, dass die Gotteshäuser voll sein werden, und wenn es mir richtig dreckig geht, kann es gut auch sein, dass auch ich auf der emotionalen Ebene mir meinen Trost und auch Hoffnung in einem Gotteshaus geben lasse.......rational bin ich dabei überzeugt, dass dies mehr mit Gruppendynamik zu tun hat, als mit echtem Glauben - aber wenn es in der Not hilft....wir Menschen sind ein komplexes Wesen, und die Ratio bestimmt nur einen kleinen Teil unseres Wesens.


    Mit und in diesen Worten kann ich Ihnen nur beipflichten. Ich sitze im gleichen Boot wie Sie. :-)