Ist Arbeit tugendhaft?

  • […] darum geht es: zu überlegen, wie etwas funktionieren könnte.

    Ach so. Und ich dachte, wir unterhielten uns über's BGE bzw. die als tugendhaft eingeschätzte Arbeitsfreude… wenn sie nichts einbringt, diese Arbeitsfreude, könnte sie jedoch in eine tiefe Krise stürzen… und da die angedachten Modelle eines BGE lediglich das Existenzminimum absichern, wird die Kaufkraft für darüber hinausgehende Ausgaben, wie zukunftsoptimistisch die dahinterstehenden Geschäftsideen auch sein mögen, irgendwie fehlen… auch wenn die dahinterstehenden Geschäftsideen noch so begehrenswerte Produkte oder Dienstleistungen zu schaffen versprechen.


  • Und ich dachte, wir unterhielten uns über's BGE ...


    Ja, und? Du plädierst also dafür, aufgrund der Bezeichnung BGE Lösungsvorschläge aus der Diskussion auszublenden.



    … und da die angedachten Modelle eines BGE lediglich das Existenzminimum absichern, wird die Kaufkraft für darüber hinausgehende Ausgaben, wie zukunftsoptimistisch die dahinterstehenden Geschäftsideen auch sein mögen, irgendwie fehlen…


    Aber jetzt, mit Hartz IV und Niedriglöhnen ist die Kaufkraft der Menschen höher?

    2 Mal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • Ach so. ...........................


    Auch mit BGE wird die Mehrheit der Menschen weiter arbeiten, denn es ist ein Prinzip der Menschwerdung gewesen, schöpferisch tätig zu sein und im Zusammenhang mit Arbeit sich persönlich Anerkennung durch sein Umfeld zu erwerben.

  • […] Aber jetzt, mit Hartz IV und Niedriglöhnen ist die Kaufkraft der Menschen höher?

    Nein. Aber bei allen Problemen, die die jetzige Arbeitslosenverwaltung nebst dem verbundenen bürokratischen Aufwand für die Zuteilung ergänzender Lohnersatzleistungen mit sich bringen mag, und so ungerecht die aktuelle "Sozialgesetzgebung" von verschiedenen Bevölkerungsgruppen empfunden wird - die, auch im Vergleich europäischer Länder, niedrigen Lebensmittel- und Bekleidungspreise erlauben es den betroffenen Personengruppen, ihre Grundbedürfnisse zu decken, ohne dass deswegen ein Inflationsschub einsetzt.


    Ungerechtigkeiten wird es weiterhin geben; und der gesetzliche Mindestlohn, mögen auch weitere Erhöhungen im Raume stehen, wird dennoch immer etwa kinderreiche Familien oder alleinerziehende Mütter mit zwei oder mehr Kindern die Zahl der bedürftigen bzw. leistungsbeziehenden Personen, Bedarfsgemeinschaften, Haushalte im schlagzeilenträchtigen Millionenbereich halten.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: Quote-Klammerschließung

  • A[…] im Zusammenhang mit Arbeit sich persönlich Anerkennung durch sein Umfeld zu erwerben [,…]

    […] scheint, betrachtet man, wie hier im Thread bereits über Supermarktkassiererinnen bzw. Regalauffüller gesprochen wurde, weiterhin den aus dem TV bekannten Millionengagenbeziehern vorbehalten zu sein, auch wenn dort dann gern der Vorwurf erhoben wird, dass jene Unsummen ja keineswegs verdient wären.

  • Es steht doch nirgendwo geschrieben, dass das BGE - auch wenn es Grundeinkommen heißt - den Grund so tief ansiedelt, dass es gerade mal so das Ãœberleben sichert, wie es die derzeitigen Sozialgesetze wohl tun. Dios Vorschlag, das BGE bei der Kinderzahl degressiv zu gestalten, finde ich sehr gut, denn es gibt Familien, die leben von der Kinderschar, weil die jüngeren Kinder wesentlich weniger Neues brauchen als die ersten beiden, auch wenn die Kinderzimmer dann wahrhaftig überbevölkert sind.

  • Es ist ja wohl auch unbestreitbar, dass der Kauf von Großpackungen, speziell im Lebensmittelbereich deutlich billiger ist. Genauso verteilen sich Kosten für den Stromanschluss, Internet etc. auf mehrere Personen. Die meisten Mittelklassefahrzeuge haben 5 Sitze, erst ab Familien mit mehr als 5 Mitgliedern werden 6 oder 7-sitzer notwendig.
    Insgesamt lebt eine Familie pro Kopf gesehen günstiger als Singles oder kinderlose Paare.

  • Wenn das BGE nach den Lebensumständen durch administrative Steuerung gewährt wird, dann verliert es seinen tieferen Sinn und würde bestenfalls zu einem Hartz IV plus.

  • Wenn das BGE nach den Lebensumständen durch administrative Steuerung gewährt wird, dann verliert es seinen tieferen Sinn und würde bestenfalls zu einem Hartz IV plus.


    Das sehe ich nicht so.
    Zum BGE der Kinder sind in meinen Augen die Aufwendungen für die Ausbildung, die Kitas etc. zu rechnen. Wenn das BGE (1000€/M) ab Geburt in gleicher Höhe gezahlt würde, hätte eine Familie mit 3 Kindern 5000€ zur freien Verfügung. Dann würde ich absolut verstehen, wenn niemand mehr arbeiten geht und lieber ein paar Kinder macht.

  • ..........Insgesamt lebt eine Familie pro Kopf gesehen günstiger als Singles oder kinderlose Paare.


    Da die Familie die Grundzelle jeder Gesellschaft ist, ist es gerechtfertigt, dass sie Vorteile gegenüber den Singles haben kann. Zumindest steht auch die Familie lt. Grundgesetz unter dem besonderen Schutz des Staates. Nur totalitäre Systeme sehen das anders.

  • Das sehe ich nicht so. […]

    Das ist ja das Problem - und es wurde auch aus dem Gros Deiner bisherigen Beiträge deutlich… bedingungslos heißt nun mal "für alle gleich".

  • Das ist ja das Problem - und es wurde auch aus dem Gros Deiner bisherigen Beiträge deutlich… bedingungslos heißt nun mal "für alle gleich".


    Nö, heißt es nicht. Ich schlage vor, du schlägst das Wort mal nach.

  • Nö, heißt es nicht. Ich schlage vor, du schlägst das Wort mal nach.

    Du wirst es nicht für möglich halten, aber es gibt durchaus Wörter, die oder deren Bedeutung ich nicht nachschlagen muss… die Grundannahme der Befürworter des BGE ist schließlich, dass die Waren- und Ãœberproduktion in jetzigem Volumen erhalten bleibt und fortgesetzt wird - was ja doch "irgendwie" voraussetzt, dass auch Warendistribution, Transportwesen und Handel in gleichbleibender Weise "garantiert" sind.
    Die Frage ist also weniger, inwieweit der grundversorgte Mensch bereit ist, weiterhin Arbeitsleistung zu erbringen, sondern inwieweit ihm hierzu überhaupt Gelegenheit bleibt. Denn der fortschreitende Wegfall von Arbeitsplätzen ist durchaus bekannt, und wird ja als Hauptargument für die Einführung eines solchen BGE gern herangezogen. Wenn Arbeitsplätze aber wegfallen, was nützt dem arbeitswilligen BGE-Empfänger seine Kreativität, die ihm erlaubte ähnlich dieser "ich-AGs" kleingewerblich den Versuch zu unternehmen, etwas herzustellen und in Eigenregie zu vertreiben, wenn die gesamtwirtschaftlich verfügbare Liquidität de facto am Monatsersten bereits ausgegeben ist, was die Gesamtbevölkerung zwingt, aufs Monatsende zu warten?

  • Deine Unlogik ist beachtlich. Kannst du selbst deinen irrlichternden Konstrukten und Schlussfolgerungen eigentlich noch folgen?