Letzte Schicht

  • Wir leben ja nicht mehr im Zeitalter von Kriegswirtschaft und 5- Jahres- Plänen. Und schon 1933 war Kohle aus dem Pott von geringerer Qualität bei höheren Kosten als solche aus beispielsweise Schlesien. Jetzt kam dazu, dass sie immer schwieriger zu fördern ist und nicht in der erforderlichen Menge zur Verfügung steht. Der Kern ist wohl ein anderer. Man hat subventioniert, wohl wissend, irgendwann ist es zu Ende, aber nicht gleichzeitig adäquat Neues aufgebaut. Wie immer. Mit dem Ergebnis wie immer.


    Die Situation und Absicht des III. Reiches soll hier nicht zur Debatte stehen. Dennoch befinden wir uns im "Krieg". Beleg ist u.a. dafür die schwachsinnige Äußerung eines Verstorbenen: Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Letztlich gab sogar Schröder zu, daß sein Angriffskrieg gegen Serbien völkerrechtswidrig war. Ferner stehen Bundeswehsoldaten derzeit in 9 Ländern, und die bauen dort bestimmt nicht, wie einst die Rechtfertigung für den Afghanistaneinsatz lautete: Schulen oder Brunnen bohren. Die Situation auf dem Energieversorgungsmarkt ähnelt bereits einem "Krieg". Offen und unverhohlen wird angekündigt, dass das Projekt North-Stream 2 gewissen Interessen im Weg steht und ein jeder, der sich daran beteiligt, mit Sanktionen zu rechnen hat. Mutti ist bereits eingeknickt und hat "Grünes Licht" für die LPG-Verladestation Wilhelmshaven gegeben. Im Ãœbrigen ist die westdeutsche Steinkohle gar nicht so übel, sogar aus Braunkohle kann man Treibstoffe gewinnen. Ich finde, eine gewisse Autarkie ist gerade auf diesem Gebiet nicht zu unterschätzen.

  • Es kann keine Autarkie auf der Basis von fossilen Rohstoffen, Kernenergie oder Sonne und Wind geben. Auch keine gewisse, jedenfalls nicht in einem rohstoffarmen Industrieland wie DE. Heimisch fossil schafft rein rechnerisch heute (!) nicht mal 20% der erforderlichen Primärenergiemenge. Und dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass man an die meisten Lagerstätten auf Grund von politischen Entscheidungen der Vergangenheit technisch gar nicht mehr rankommt. Das trifft übrigens auch auf unsere Uranvorkommen zu. Und da wären da noch Klimaschutz und Leute in Baumhäusern. Sonne und Wind sind an der Erträglichkeitsgrenze, enormer Preistreiber, Spalter der Gesellschaft. Und ohne grundlastfähigen Speicher völlig nutzlos. Zu deren Herstellung wir weder wettbewerbsfähig in der Lage sind noch die Rohstoffe haben, die dafür in Masse erforderlich wären. Mit den bisherigen Maßnahmen schlittern wir immer mehr in Energiearmut und wären schon längst da, hätte man nicht Teile energieintensiver Industrie ausgelagert. Eine Lösung des Problems kann aus heutiger Sicht nur die Einführung und der schrittweise Ausbau der solaren Wasserstoffwirtschaft sein. Der ist aber nicht gewollt, obwohl er technisch, ökonomisch und auch ökologisch darstellbar ist.