Mal wieder die Deutsche Bahn

  • Aha...das sind also Meckerer....du hast aber auch mitbekommen, um was es dort eigentlich geht, oder?


    Das würde ich nicht unbedingt als "meckern" bezeichnen, sondern als berechtigtes Anliegen und zwar ein solches, das dringend einer Klärung bedarf.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ab der Meiji-Zeit kamen Japaner nach Deutschland, um von uns zu lernen. Seit dem Börsengang der Bahn, müssten Deutsche nach Japan fahren, um die Pünktlichkeit der japanischen Züge zu studieren und in Deutschland umzusetzen.

    Angesichts der aktuellen Pünktlichkeitsquote der DB scheint in den letzten 20Jahren kein DB-Manager den Weg nach Japan gefunden zu haben.

  • Zitat

    Kritik des Rechnungshofes an der Bahn

    Wie die Bundesregierung den Bericht des Bundesrechnungshofes (BRH) zu den Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen (LuFV) des Bundes mit der Bahn (19/6200) bewertet, möchte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (19/7277) wissen. Wie die Abgeordneten schreiben, sei in dem BRH-Bericht von schwerwiegenden Mängeln die Rede. Diese gelte es jetzt bei den Verhandlungen zur dritten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) abzustellen und nicht erst 2025 bei Verhandlungen zu einer möglichen vierten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV IV), fordern die Grünen. Die Eisenbahninfrastruktur sei jahrelang auf Verschleiß gefahren worden, kritisiere der BRH. Sie sei in einem schlechten Zustand, der Investitionsstau wachse, heißt es in der Kleinen Anfrage. Die Bundesregierung wird nun konkret gefragt, wie hoch ihrer Einschätzung nach der Investitionsstau beim Erhalt der Eisenbahninfrastruktur ist und bis wann dieser beseitigt werden kann. Wissen wollen die Abgeordneten auch, wie die Bundesregierung den Vorwurf des Rechnungshofes bewertet, dass bestehende System setze Fehlanreize.

    Nochmal einen Punkt an die AfD


    Zitat

    Die Errichtung von Umschlaganlagen, um Ladungen von Lkw auf die Bahn zu bekommen, ist nach Ansicht der Bundesregierung "eine Aufgabe der Wirtschaft". Das geht aus der Antwort (19/7172) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/6885) hervor. Innovative Systeme könnten ebenso gefördert werden wie traditionelle Umschlaganlagen, heißt es in der Antwort weiter. Die AfD-Fraktion hatte sich in ihrer Anfrage danach erkundigt, wie die Bundesregierung die Möglichkeit des Einsatzes und der Förderung innovativer Verladesysteme bewertet, mit denen komplette Lkw oder Sattelauflieger ohne Kran vom Lkw auf die Bahn zu bekommen sind.


    TM, die Infotante und trotzdem gegen die AfD ;)

  • Lustige Aussage. Jedenfalls in einer Zeit, in der wir nun endgültig wissen, dass wir neben Personenbahnhöfen, Autobahnen und Flughäfen auch Güterbahnhöfe nicht können. Halle-Leipzig, gerade neu fertiggestellt und schick, ist nicht in der Lage, den jetzigen Güterverkehr aufzunehmen. Es muss auf alte Anlagen in Dresden zurückgegriffen werden. Und Horka, auch gerade erst fertig: Es gibt nicht genügend Loks für die unterschiedlichen Stromsysteme...

  • Nochmal einen Punkt an die AfD



    TM, die Infotante und trotzdem gegen die AfD ;)

    Allein die Frage kann nur von Staubhirnen wie der AfDeppen kommen. LKWs ohne Kran auf Züge.... lol


    Wer braucht denn für sowas einen Kran?

    Die RoLa (ein Projekt, dass Österreich lange vor zu viel Transit auf eigenen Rädern bewahrt hat) zwischen Manching und dem Brenner hat tausende LKWs transportiert und das mit einer einfachen Auffahrrampe.


    Aber man kann ja auch mal bein Fragen "denken"....wobei mir die Intension der Frage schleierhaft ist. Was wollen die mit der Frage und natürlich erst recht mit der Antwort anfangen?



    Ach so, das Ticket für die RoLa (Rollende Landstraße) War teurer als der benötigte Diesel, wenn man selbst gefahren wär. Gerechnet hat sich das nur über den Zeitvorteil, denn die Fahrt gilt für den Fahrer als Pausenzeit.


    Gut, die damaligen "ÖKO-Punkte" für Österreich fielen auch weg, das hat die Preisdifferenz etwas wett gemacht.


    Es ist NICHT gewollt! Denn das Netzt der heutigen Bahn gibt das einfach nicht her. Nicht mehr. Ein "auf den Stand" bringen ist zu teuer und es würde auch kein privater Investor finanzieren. Evtl mit reichlich Subvention... ;)


    Aber selbst wenn man nur Güter betrachtet und die LKW nicht selbst transportiert, dann wird das nichts. Auch hier gibt das "System" Bahn, so wie es heute gestaltet ist, einfach nicht den Anforderungen genügt und dies auch nie schaffen würde. Denn der wichtigste Faktor, in Zeiten von teurem Lagerraum, ist ZEIT! Und da versagt der Transporteur-BAHN auf ganzer Linie.


    Für mich ist deshalb jede Debatte, wie man Güter auf die Schiene bekommt, eine reine Scheindebatte.

    Leider.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Allein die Frage kann nur von Staubhirnen wie der AfDeppen kommen. LKWs ohne Kran auf Züge.... lol

    Ok, bissl deppert ist das, da dies mit dem Cargo-Beamer längst gelöst ist. Den kennst du sicher aus Leipzig.

    Und ja, die Frage ist auch insofern nicht ganz ausgereift, als dass längst klar ist, dass zu wenig Kapazitäten da sind.

    Womöglich bin ich etwas zu sehr um "Ausgleich" bemüht und entblöde mich als Linke aufzuzeigen, dass auch die AfD nicht nur nationalistische Themen angeht.

    Ich will nicht zu denen gehören, die nur Hetzen und kritisieren, sondern sich bemüht, auch beim "Feind" nicht nur das Negative zu betonen. That's me ;)


    Zitat

    Wer braucht denn für sowas einen Kran?

    Die RoLa (ein Projekt, dass Österreich lange vor zu viel Transit auf eigenen Rädern bewahrt hat) zwischen Manching und dem Brenner hat tausende LKWs transportiert und das mit einer einfachen Auffahrrampe.

    Krane sind nunmal üblich für die Verladung der Sattelauflieger. RoLa und Containertransport pr Bahn sind ja zweierlei.


    Zitat

    Es ist NICHT gewollt! Denn das Netzt der heutigen Bahn gibt das einfach nicht her. Nicht mehr. Ein "auf den Stand" bringen ist zu teuer und es würde auch kein privater Investor finanzieren. Evtl mit reichlich Subvention... ;)

    Und genau dies sollte DE machen. Den Rückbau der Strecken rückgängig machen. Da wurde extrem viel versäumt, bzw. vermasselt und verschlechtert in Sachen Verkehrsinfrastruktur. Ich sag nur Automotive-Lobby.


    Zitat

    Denn der wichtigste Faktor, in Zeiten von teurem Lagerraum, ist ZEIT! Und da versagt der Transporteur-BAHN auf ganzer Linie.

    Für mich ist deshalb jede Debatte, wie man Güter auf die Schiene bekommt, eine reine Scheindebatte.

    Leider.

    Kann ich einerseits verstehen. Andererseits, wenn man es wieder ausbauen würde, könnte trotzdem ein Teil wieder zurück auf den Zug. Wir hatten damals Anfang 90-er mit dem Kombi-Verkehr begonnen. Dann wurden die Tarife abgeschafft und der Kombiverkehr nahm stetig ab. Damit zu überleben war irgend wann nicht mehr möglich.


    Es gibt durchaus noch Ladungen, die nicht Just-in-time sein müssen. Wenn die Spediteure wissen, dass es mehr Kapazitäten gibt und der Preis stimmt, gehen die auch darauf ein. Di Binnenschiffahrt dauert noch länger als der Zug und wird auch genutzt.

  • Schon klar TM, und wir beide können das auch recht gut einschätzen. Ich kenne ja deinen Background.


    Nur ist es definitiv doch so, dass ein Ausbau auch nicht die Defizite der Zersplitterung der Bahnstruktur wett machen kann. Welches Bahnunternehmen soll den den Güterverkehr übernehmen?


    Alles kann auf diese unsägliche Privatisierung dieser Verkehrsinfrastruktur zurück geführt werden. Das war das dümmste, was man beschließen konnte.

    Selbst reine Transittransporte (also jene, die nur Deutschland durchfahren), kriegt man nicht auf die Schiene. Wenn man allein dies schafft, dann hätte man viel gewonnen. Aber auch da geht es schon los.


    Ich hatte dazumal ja Kontakte zu LINDE in Unterschleißheim. Die haben es aufgegeben, weil die Ware von dort bis Hamburg zwischen 3 bis 5 Tage brauchte. Unkalkulierbar, zu teuer und zu unzuverlässig. Und das ist Stand 2000! Aufgegeben hatten die das schon Ende der 90er.


    Klar lohnen sich gewisse Transporte. Grad Überseekontainer sind hier das Stichwort.

    Die Terminals sind ja vorhanden und wenn man sich die Container-Kutscher von den deutschen Autobahnen wegdenkt, dann wäre das auch ein Vorteil. ;) Die kann eh kein Trucker leiden. :)


    Ich will nicht so rüberkommen, als wäre ich kein Freund von Waren auf Schiene. So ist es nicht.

    Nur sehe ich die Realitäten und leider sehen die nicht gut aus. Und mit der heutigen Struktur der Schienenverkehre ist das leider auch nicht Verbesserbar.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Hatte ich ja schon mal hier angesprochen. Anfang der 1990er habe ich als Spedi auch mal versucht ex HH oder BHV nach Mue für gewisse Kunden was auf die Schiene zu bringen. Ich erinnere nur das wurde nichts. 2 Tage wären für die Abnehmer i.O. gewesen, aber 3-4 letzendlich bis die Box bei den auf dem Hof stand....Nope. Exakt das was damals schon in einer Fernseh Doku verarbeitet wurde... Der Container auf Schiene wurde noch in HH Maschen rangiert während der Trucker mit der Box hinten drauf schon das Frankfurter Kreuz erreichte...


    Zugegeben Asbach uralte Beispiele, aber wird wohl Heute im Ganzen nicht viel besser sein.

  • Definitiv nicht!

    Was soll denn besser geworden sein? Alles ist zersplittert, wer ist wo zuständig und wer bringt letztlich den Container an den Bestimmungsort?


    Da hast du heute mit min. 3 verschiedenen Gesellschaftern zu tun....wenn es reicht!


    Ich bleib dabei, es ist eine reine Scheindebatte.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Das war und ist eine Scheindebatte, ganz einfach weil wir keine richtige Bahn bekommen sollen.

    Die "Bahn", die Politik und Autolobby vor Augen schwebt sieht in etwa so aus:


    cover photo, Bild könnte enthalten: Pflanze, Baum, im Freien und Natur


    https://www.facebook.com/group…&notif_t=group_highlights

  • Hatte ich ja schon mal hier angesprochen. Anfang der 1990er habe ich als Spedi auch mal versucht ex HH oder BHV nach Mue für gewisse Kunden was auf die Schiene zu bringen. Ich erinnere nur das wurde nichts. 2 Tage wären für die Abnehmer i.O. gewesen, aber 3-4 letzendlich bis die Box bei den auf dem Hof stand....Nope. Exakt das was damals schon in einer Fernseh Doku verarbeitet wurde... Der Container auf Schiene wurde noch in HH Maschen rangiert während der Trucker mit der Box hinten drauf schon das Frankfurter Kreuz erreichte...


    Zugegeben Asbach uralte Beispiele, aber wird wohl Heute im Ganzen nicht viel besser sein.

    Aber ist es nicht das woran unsere Gesellschaft krankt und Burnouties wie am Fließband produziert?Im Endeffekt wird dieses ganze Prozedere ja bis zum Endkonsumenten durchgereicht, der in seinem Job ebenfalls an diesem "immer schneller, immer mehr" partizipieren muss.Nr. 5 macht das nichts aus, aber der Mensch ist keine Maschine und quittiert dies mit körperlichen und geistigen Ausfällen.Ich möchte mein Leben nicht auf einer "Formel 1-Strecke" verbinden und versuche jede Möglichkeit dieses zu umgehen (klappt in den meisten Fällen natürlich nicht),


    Schoppi, der nur noch Bestellungen im Internet vornimmt wo Abholstation (Kiosk, Tanke,Paketshop etc.) angegeben werden kann.Alles andere wird ignoriert.

  • Aber ist es nicht das woran unsere Gesellschaft krankt und Burnouties wie am Fließband produziert?Im Endeffekt wird dieses ganze Prozedere ja bis zum Endkonsumenten durchgereicht, der in seinem Job ebenfalls an diesem "immer schneller, immer mehr" partizipieren muss.Nr. 5 macht das nichts aus, aber der Mensch ist keine Maschine und quittiert dies mit körperlichen und geistigen Ausfällen....

    Absolut. In der Zeit und in der Menge. Liefert man nicht innerhalb von 2 Tagen gibt es eine schlechte Benotung.

    Und absurderweise verortet man dann bei seinem gegenüber sehr gern Lethargie, Faulheit oder schlicht den Erfordernissen der heutigen Zeit nicht nachkommen könnend, während man selbst das einwöchige "Entschleunigungsseminar" auf Lanzarote bucht.

  • https://www.sueddeutsche.de/wi…n-gueterverkehr-1.4328369

    TM, die wohl nur träumt, dass sie im 21. Jhd. lebt?

  • Was die fachlichen Dinge betrifft:


    Die Vorplanungen für die Strecken nach VDE 8.1 und 8.2 (die ich im folgenden einfach mal zusammenfasse) erfolgten ab 1992, Baubeginn war 1996, fertig sein soll alles nach heutigem Stand 2028 (!). Bei solchen rasanten Baufortschritten (u.a. 3 Jahre Baustopp unter SPD- Regie) ändern sich zwischenzeitlich natürlich schon mal die Anforderungen. Darauf kann man allerdings in manchen Fällen nicht reagieren. Insbesondere dann, wenn dazu neue Planfeststellungsverfahren notwendig werden. Bis die abgeschlossen sind, gelten schon wieder neue Regeln. Da wird man nie fertig.


    Güterzüge sind aus technischen Gründen heraus langsam. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120, Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen bei 90 bis 110. Damit bremst der Güterzug natürlich die schnelleren Verkehre auf der zweigleisigen Strecke aus. Ein durchgängiger viergleisiger Ausbau war nicht vorgesehen. Einer von beiden wird also mehr stehen als fahren. Dass es zum Stehen keine ausreichende Anzahl von Überholbahnhofen gibt, halte ich für ein Gerücht. Die gibt es in der damalig für richtig erachteten Länge für 800m- Züge regelmäßig. Gibst du Jüdendorf in einem Map-Programm mit Sat- Ansicht ein, siehst du so einen.


    Die in der Quelle genannten 1600 t- Züge sind nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme und die Obergrenze. Sie bedingen besondere Technik für Bremsen, Kupplungen und Triebfahrzeug. Normal sind 1200 t, zumal dafür auch die Brückenbauwerke ausgelegt worden sind. Vier Signale an 20% Steigung sind also nicht ursächlich, zumal die Ausweichstrecke Steigungen bis 27% aufweist. Die Tunnel sind beim Begegnen auch nicht das Problem, dafür gibt es ja gerade ETCS. Das spielt ohnehin nur eine Rolle, wenn es sich um solche mit einer Röhre handelt.


    Wenn man der Meinung ist, ETCS Triebfahrzeuge sind kein Problem, dann sollte man mal bei DB-Cargo nachfragen. Da plant man die Inbetriebnahme der ersten derartigen Lok für das Jahr 2020. Wie das bei kleineren Anbietern ohne staatliche Unterstützung aussieht, kann man sich denken.


    Nö, das war alles von Planung und Ausführung gesehen nicht der große Wurf. Aber immerhin ist der Personenverkehr auf der Schiene gestiegen.