Dramatische Entwicklung in Venezuela. Marschiert Trump ein?

  • Unter der Annahme, dass Marco Rubio keinen Regime-Change betreibt, sondern nur Hilfe leistet ist der Mann natürlich ein Engel. :sifone:

    Ich frage mich wie korrupt, unfähig, gewalttätig und undemokratisch ein Regime eigentlich sein muss, um Solidarität auf Vollautomatik von der deklarierten Seite des politischen Spektrums auszuschließen.


    Dieses Regime hat das Land komplett zerstört, gesellschaftlich und wirtschaftlich.

    Der Regimechange ist die einzig sinnvolle und notwendige Hilfe. Die Begrenzung der Mittel sollte nur darin bestehen, dass man beim Regimechange nicht noch mehr Schaden anrichtet.

  • Ist es nicht, Wenn ein fremder Staat sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischt, ist das faktisch eine Kriegserklärung mit allen Folgen. Du darfst aber gerne Dich als Privatmann nach Venezuela begeben und mit allen Kräften die Dir genehmen Oppositionellen unterstützen, eventuell zum Sieg verhelfen.

    Ich kann anwältliche Argumentationen auf Formalbasis nicht ab.

    Dass das Völkerrecht dazu herangezogen wird, Gewaltherrschern das Recht zu geben, die eigene Bevölkerung mal so richtig rund zu machen, zieht bei mir nicht. Haut den Maduro weg und die rechtmäßige Regierung wird keine Klage einreichen - kein Völkerrechtsbruch.

  • Immer wieder schön zu sehen, mit welcher Wurstigkeit manche über Regeln hinweggehen wollen, wenn es in die politische Agenda passt. Was haben die Leute im Tschad, in der Zentralafrikanischen Republik und diversen anderen rechtsautoritären Diktaturen doch für ein Glück, dass sie nicht auf einem riesigen Ölfass sitzen.

    Zumindest eines haben Linke und Rechte gemeinsam: Beide Seiten befürchten, dass Deutschland immer brauner wird.

  • ........................ Haut den Maduro weg und die rechtmäßige Regierung wird keine Klage einreichen - kein Völkerrechtsbruch.


    Maduro ist formaljuristisch und völkerrechtlich die "rechtmäßige Regierung"! Wenn die Venezuelaner ihn revolutionär stürzen, ohne ausländische Einmischung, ist da durchaus ok., ebenso wie es ok. gewesen wäre, hätten die Syrer Assad gestürzt.

  • Immer wieder schön zu sehen, mit welcher Wurstigkeit manche über Regeln hinweggehen wollen, wenn es in die politische Agenda passt. Was haben die Leute im Tschad, in der Zentralafrikanischen Republik und diversen anderen rechtsautoritären Diktaturen doch für ein Glück, dass sie nicht auf einem riesigen Ölfass sitzen.

    Die Uranminen im Tschad haben allerdings auch nicht unerhebliche französische Interventionen ausgelöst, wobei zu beachten war, dass mit der Zerstörung der libyschen Staatsgewalt sich radikale islamistische Kräfte dorthin verzogen hatten, die das Eingreifen etwas legitimer erscheinen ließen.

  • Wenn die Venezuelaner ihn revolutionär stürzen, ohne ausländische Einmischung, ist da durchaus ok., ebenso wie es ok. gewesen wäre, hätten die Syrer Assad gestürzt.

    Ende Zitat.

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    Wenn Maduro mit ausländischer Einmischung an der Macht bleibt ist auch ok?

    Wohlgemerkt, die Amis haben noch nie was gutes hinterlassen wenn sie sich eingemischt haben aber das ist schon alles ein bisschen einseitig hier. Sehr schade.

  • Wieso ist es immer "einseitig", wenn sich Foristen auf die Seite des Völkerrechts und der Menschenrechte stellen??? Im Übrigen hat Grimmstone eine sehr interessante Dokumentation der "Nachdenkseiten" eingestellt, die belegt, wie "Regime-Chance" a la USA funktioniert. Ist natürlich traurig, dass es in Russland, Syrien, Iran und vor allem China bisher erfolglos bleibt.

  • Meine Meinung zu den Amis ist hinlänglich bekannt.

    So so auf die Seite des Völkerrechts und der Menschenrechte. Dafür ist Herr Maduro sicher ein Garant.

    Alles sehr fadenscheinig Herr kater.

  • Nein Buddy, das sind nicht zwei verschiedene Dinge. Unter der Annahme, dass die Regierung das Land wirtschaftlich zerstört hat und antidemokratisch ist, ist eine Nichtunterstützung der Opposition unterlassene Hilfeleistung.


    Das würde bedeuten, dass alle anderen Regierungen bereits im Soll sind, weil sie NICHT eingegriffen haben.

    Eine Oppisition zu unterstuetzen oder einen Oppositionsfuehrer von aussen offiziell als Praesidenten anzuerkennen ist wohl ein Unterschied.

    Demokratie nach Willen der Bevoelkerung Venezuelas? Anmassung. "Wir" Europaeer wollen bestimmen wer das Land regiert.

  • Zitat

    Wenn Maduro mit ausländischer Einmischung an der Macht bleibt ist auch ok?

    Wohlgemerkt, die Amis haben noch nie was gutes hinterlassen wenn sie sich eingemischt haben aber das ist schon alles ein bisschen einseitig hier. Sehr schade.

    Maduro ist Präsident, weil eine Wahl ihn dazu gemacht hat. Die Wahl darf kritisiert werden, der Vorgang auch aber er ist nicht Präsident, weil Russland das so will.


    Hier geht es aber um etwas ganz anderes.


    Mal ein Beispiel:

    Wenn in Deutschland mal Die Linke die BT Wahl gewinnt....ja ich weiß.. ;) ..und sich ein Staubhirn der CDU, die nun die Opposition anführen, zum Bundeskanzler erklärt, weil er der Meinung ist, dass D dem Untergang geweiht und am ArXX ist, die USA das sofort unterstützen und deren Analtaucher mit in den Kanon einstimmen, dann wäre das ein was? Richtig, ein UNDING!


    Denn jedes Land hat Regeln. Jedes Land hat eine Souveränität, die ein anderes Land nicht untergraben darf. Denn das wäre eine Abwertung der Regeln des Landes und ein anderes Land stülpt seine Vorstellungen über diese.


    Hier haben wir eine Absprache in Vorfeld. Wir haben einen Typen, der vllt. die Dinge besser regelt und auch gar nicht so rechts ist, wie die üblich unterstützten in dieser Gegend. Doch wir haben auch eine Einmischung und eine Beeinflussung von außen und das geht gar nicht! Wir wollen das nicht, die Amis wollen das nicht und stell dir vor, die Venezulaner auch nicht.


    Allein dieses Ultimatum war schon mehr als frech. Auch hier wieder, stell dir vor, ein Land würde D vorschreiben: Wählt euch eine andere Regierung! Eine, die uns gefällt! Oder.....


    Lächerlich!


    Natürlich darf Venezuela falsch wählen. Natürlich dürfen Bürger demonstrieren, die unzufrieden sind und sie dürfen in diesen Demos auch Neuwahlen verlangen. Nur dürfen das eben nicht Menschen, die keine Wahlberechtigung in diesem Land haben.

    Und es gibt Gesetze, die einzuhalten sind. Ob die uns gefallen, spiel dabei keine Rolle.


    Ich persönlich finde die ganze Causa dermaßen skurril, weil eben die Brüller der eigenen Souveränität in ihren Ländern sich soetwas verbieten würden aber einstimmen, wenn es anderswo passieren soll.

    Grad die USA haben unzählige Beispiele geliefert, die unter aller Sau waren. Wer so einem noch das Wort redet und instinktiv beispringt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er selbst Opfer eines solchen Regierungsaustausch wird.


    Fakt ist: Die Verfassung von Venezuela gibt dieses Szenario nicht her. Also auf welches recht beruft sich denn dieser Selbsternenner und darf das auch der nächste, der mit der nächsten Wahl auch nicht zufrieden ist? Wie oft soll das noch passieren?


    Alles ungeklärt und reiner politischer Pathos, weil die Regierung keinem passt. Und ich sehe auch nicht, dass irgendjemand das Volk nach seiner Meinung gefragt hat, das wird immer nur herbei geredet, wenn es um Spaltung geht.


    Alle Demokratien, die jetzt diese Opposition unterstützen, sind keine! DAS ist mein Fazit, denn selber würde man sich solch Vorgehen doch bitte schön verbieten. In diesem Sinne, machen wir einfach weiter und die Bevölkerung geht diesen sogenannten Demokraten am Arsch vorbei. Die sind nur Werkzeug der Plärrer und Undemokraten, die sich den Herrscher nach Wahl aussuchen, der ihnen einfach passt.


    Nö, sowas will ich nicht akzeptieren, denn wenn es mal zu uns kommt, dann müßte ich j sagen: OK, bestimmen eben Amis, wer bei uns regiert.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.


  • Maduro ist formaljuristisch und völkerrechtlich die "rechtmäßige Regierung"! Wenn die Venezuelaner ihn revolutionär stürzen, ohne ausländische Einmischung, ist da durchaus ok., ebenso wie es ok. gewesen wäre, hätten die Syrer Assad gestürzt.

    Der ist ja noch witziger, der zweite Satz, ohne ausländische Hilfe wäre Assad gestürzt worden, vom IS. Die USA haben ihn gerettet, weil die Russen zu langsam gewesen wären. Allerdings kein völkerrechtskonformes Eingreifen. Assad muss sich also erschießen und dem IS Syrien überlassen.

  • Yadda, yadda, yadda.


    Maduro hat wüst beschissen. Er ist nicht gewählt. Wenn Du auf seine Wahlsimulation reinfällst (fallen willst), dann ist das Deine Dämlichkeit.

    Und die LINKE kann warscheinlich auch nur SO "gewinnen".

    Da nehmen wir doch gleich lieber einen in den USA "ausgebildeten" Usurpator mit Sympathien für ganz rechts, der gar nicht gewählt wurde. Was sollte da schon schief gehen ...

    Zumindest eines haben Linke und Rechte gemeinsam: Beide Seiten befürchten, dass Deutschland immer brauner wird.

  • Yadda, yadda, yadda.


    Maduro hat wüst beschissen. Er ist nicht gewählt. ............................

    Wer hier auf Dämlichkeit hereinfällt, mag dahin gestellt bleiben. Du warst sicher im engsten Kreis der Wahlauszählung und Bewertung dabei, dass Du so bestimmt urteilen kannst. Und auch in Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan, Somalia, Südsudan, Tschad, Nigeria, Palästina, etc. bist Du immer direkt vor Ort, informiert aus erster Quelle, so dass Deine Meinung durch unwiderlegbare Fakten begründet werden kann. Chapeau!:saint::saint::saint::!::!::?:

  • Aber Grauer Kater, diesen Vorwurf kann man doch hier jeden machen, daher sticht deine Karte nicht. Ich war auch nicht dabei und du übrigens auch nicht.


    Ich weiß aber mit Sicherheit eines, wer sein Volk so darben lässt wie jene Volksherrscher namens Chávez und Maduro, haben ihre Herrschaft delegitimiert. Niemand in Venezuela, ein potenziell wohlhabendes Land, muss in Armut leben, es sei denn der Reichtum dient dazu einer kleinen Clique die Macht zu erhalten.

  • ............, wer sein Volk so darben lässt wie jene Volksherrscher namens Chávez und Maduro, haben ihre Herrschaft delegitimiert. Niemand in Venezuela, ein potenziell wohlhabendes Land, muss in Armut leben, es sei denn der Reichtum dient dazu einer kleinen Clique die Macht zu erhalten.

    Wo ist das in den rohstoffreichen Staaten denn unter anderen Regimes anders??? Ausnahmen sind die UAE, Oman, Katar, wo die Herrscher zumindest ihre Staatsbürger am Reichtum beteiligen. Im Kongo leben die Menschen noch elender, im Südsudan ist noch immer Bügerkrieg, in Libyen hatte man unter Gaddaffi den höchsten Lebensstandard Afrikas, heute herrscht dort das Chaos, etc. pp. Venezuela könnte es durchaus besser gehen, wenn Chavez und Maduro nicht umfassend durch die USA destabilisiert worden wären, wobei es durchaus auch erhebliche politische Fehler im Lande selbst gab. Doch man muss nur Chile betrachten, wo es schon zu viel war, dass Allende den Kindern 0,5 l Milch/d zusicherte, um ihn konterrevolutionär zu stürzen. Der Neokolonialismus der USA ist der Hauptgrund aller Übel im latainamerikanischen Hinterhof und darüber hinaus.