• Landtagswahlen im Osten - 2019

    Kopflos wie der Hirsch in der Brunft


    CDU und SPD haben die Ostdeutschen als Zielgruppe entdeckt. Aus nölenden Nervensägen werden plötzlich umworbene Wähler. Der Kampf um ihre Gunst ist ebenso unglaubwürdig wie fadenscheinig. Denn dahinter steckt die nackte Angst vor einer erstarkenden Konkurrenz durch die AfD


    https://www.cicero.de/innenpol…bNjRzBCVXV7zMdYgqclCqZx9k


    Die nackte Angst vor der AfD treibt die Koalition an, im Osten Deutschlands beliebter (wählbarer) zu werden.

  • Zitat

    Landtagswahlen

    Brandenburg stellt Männer und Frauen paritätisch auf


    Gegen die Stimmen von AfD und CDU: Brandenburg hat als erstes Bundesland ein Gesetz beschlossen, das von Parteien bei Landtagswahlen gleich viele Frauen und Männer als Kandidaten verlangt. Der Landtag votierte am Donnerstag in Potsdam mit den Stimmen der rot-roten Regierungsfraktionen und der Grünen für die Änderung des Wahlgesetzes. Damit wollen die drei Fraktionen erreichen, dass möglichst gleich viele Männer und Frauen in den Landtag einziehen können. Ausgenommen von der Regelung bleiben allerdings die Direktkandidaten in den Wahlkreisen. Von den aktuell 88 Brandenburger Landtagsabgeordneten sind derzeit 35 Frauen.


    Zitat


    Dieses neue Gesetz soll erst ab 2020 in Kraft treten, also nach den Landtagswahlen in Brandenburg. Das Gleiche gilt für Hessen.


    Gegen dieses geplante Gesetz werden verfassungswidrige Bedenken geltend gemacht.


    Für mich ist das mal wieder totaler BS.

  • Ich finde das ganz interessant und bin gespannt, ob sich überhaupt genügend Frauen finden werden. Meine Erfahrung ist nämlich die, dass sich die meisten Frauen aus den verschiedensten Gründen weder für politische Tätigkeiten/Ämter noch für Führungspositionen interessieren. Ein Grund ist beispielsweise der Zeitfaktor. Berufstätigen Frauen mit Kindern - ob nun alleinerziehend oder nicht - fehlt oftmals die Zeit dafür, sich kontinuierlich politisch zu engagieren und auf ein politisches Amt hinzuarbeiten. Mal sehen, was aus der Brandenburger Idee wird ...

  • Ich finde das ganz interessant und bin gespannt, ob sich überhaupt genügend Frauen finden werden. […]

    Dieses neuartige und (gegenwärtig wohl noch) gendergerechte Gesetz klingt ja irgendwie nach dem Versuch, manche Partei - aus dem sich ergebenden Kandidatinnenmangel - von der Wahl prophylaktisch auszuschließen…

    zudem wird deutlich, dass es nicht mehr um politische Positionen oder Inhalte geht, sondern allein um Quotenerfüllung. Und was wird eigentlich geschehen, wenn die Listen irgendwann mehr weibliche als männliche Kandidaten aufweisen? Gilt dann immer noch die angestrebte Gleichstandsforderung?

    Und wie sieht's eigentlich bei der Stimmenauszählung aus? Was ist, wenn trotz ausgewogener Kandidatur männlicher und weiblicher Parteimitglieder in den Landtag überwiegend männlich besetzte Listenplätze einziehen? Das wird aber noch vielen Nachbesserungsbedarf geben…

  • Dieses neuartige und (gegenwärtig wohl noch) gendergerechte Gesetz klingt ja irgendwie nach dem Versuch, manche Partei - aus dem sich ergebenden Kandidatinnenmangel - von der Wahl prophylaktisch auszuschließen…

    Welche soll das denn sein?


    Zitat

    zudem wird deutlich, dass es nicht mehr um politische Positionen oder Inhalte geht, sondern allein um Quotenerfüllung. Und was wird eigentlich geschehen, wenn die Listen irgendwann mehr weibliche als männliche Kandidaten aufweisen? Gilt dann immer noch die angestrebte Gleichstandsforderung?

    Welch Frage? Wie soll das denn funktionieren, wenn alle jeweils eine Frau und einen Mann anbieten soll?


    Zitat

    Und wie sieht's eigentlich bei der Stimmenauszählung aus? Was ist, wenn trotz ausgewogener Kandidatur männlicher und weiblicher Parteimitglieder in den Landtag überwiegend männlich besetzte Listenplätze einziehen? Das wird aber noch vielen Nachbesserungsbedarf geben…


    Das nennt man "Wahl" und die Ergebnisse sollen ja nicht die Intension wiederspiegeln, sondern die Chance der Gleichberechtigung einer demokratischen Entscheidung unterwerfen.


    Sag mal, wenn du sowas schreibst, fällt es dir da noch schwer ganz normal logisch zu denken oder ist diese Verbalakrobatik bei dir schon in Fleisch und Blut übergegangen?


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • ....


    Für mich ist das mal wieder totaler BS.

    Und warum?? Begründe doch mal warum du etwas scheiße findest, dann hat man wenigstens eine Diskussionsgrundlage. Solch simplen "das ist BS!"-Anmerkungen kann niemand was abgewinnen.


    Also, warum ist das für dich "BS".....was passt dir daran nicht und wie sollte es deiner Meinung nach laufen?


    Ist das wirklich zu viel verlangt?

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Hätten Wählen irgend einen Einfluss, dann wären sie

    Gegen dieses geplante Gesetz werden verfassungswidrige Bedenken geltend gemacht.

    So wie der Satz da dasteht, bezieht sich "verfassungswidrig", jetzt rein grammatikalisch betrachtet, nicht auf "Gesetzt" sondern "Bedenken". Da muss sofort die Gedankenpolizei anrücken:/ :saint::evil:


    Ja verfassungswidrige Bedenken sind tatsächlich Bullshit 8o

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!

  • ....................................die Ostdeutschen als Zielgruppe entdeckt. Aus nölenden Nervensägen werden plötzlich umworbene Wähler.

    Dass die GroKo und Merkel insbesondere im Osten keinen Fuss mehr auf den Boden bekommen, ist infolge der Politik von Schröder und Merkel wohl kaum verwunderlich. Uns als "Nölende Nervensägen" zu diffamieren, zeigt allerdings auf, wie wenig Du von den Menschen aus der ehemaligen DDR und ihrer Mentalität verstehst. Wir reagieren eben viel intensiver auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, auf Demokratiedefite, auf Untertanengeist, Vasallentum und Verrat am Volk.

  • ...Begründe doch mal warum du etwas scheiße findest, ...

    Also ich finde es auch scheiße, weil bei meinen Vorstellungen über Fähigkeiten von Volksvertretern das Geschlecht keine Rolle spielt. Es ist aber auch wieder fast egal, wenn man manche Abgeordnete hört oder liest, was für Kasper in den Parlamenten sitzen. Da finde ich die von mir hier mal vorgestellte Idee mit dem Los-Verfahren zur Zusammensetzung in den Parlamenten sehr viel besser. Irgendwo im Archiv liegt das noch zum Ausgraben - was eine Drohung bedeuten soll. 8o

  • Es heißt sinngemäß, daß Wahlen, wenn diese tatsächlich etwas ändern könnten, verboten wären.


    :saint:

    Es gibt genügend Beispiele, wie der Westen mit Wahlergebnissen umgeht, wenn sie nicht in seinem Sinne verlaufen sind. Ich nenne hier nur mal damals die Wahl von Lumumba im Kongo, die Wahl von Allende in Chile, die Wahlen in Algerien, die Wahlen in Ägypten, die Wahl der Hamas im Gazastreifen und die Wahlaussetzung in der Westbank und so fort.......................Wie es derzeit in Venezuela noch ausgehen wird, weiss der Geier. Fakt ist und bleibt: wenn sich die progressiven Kräfte nicht sammeln und mit Macht behaupten, siegt die Reaktion. Das Kapital mag keine Demokratie,

  • Das wirklich Beschämende für die am neuen Gesetz Beteiligten ist, dass keine Partei es vermocht hat, mehr Frauen für eine politische Tätigkeit bzw. ein politisches Amt zu begeistern. Dass es ihnen nicht gelungen ist, Bedingungen zu schaffen, die Frauen in die Lage versetzt, neben Familie, Beruf und Hobbys politisches Engagement zu zeigen, denn auch für Frauen hat ein Tag nur 24 Stunden. Und wie so oft wird das Beschämende, der Misserfolg mit einem neuen Gesetz und einer Quotenregelung als großer Wurf verkauft. Und das Schlimme ist, dass sich auch noch Quotenfrauen zur Verfügung stellen werden. Unterm Strich spielt Leistung also auch keine oder nur eine untergeordnete Rolle, wenn es darauf ankommt, Listen zu füllen.

  • Das wirklich Beschämende für die am neuen Gesetz Beteiligten ist, dass keine Partei es vermocht hat, mehr Frauen für eine politische Tätigkeit bzw. ein politisches Amt zu begeistern. Dass es ihnen nicht gelungen ist, Bedingungen zu schaffen, die Frauen in die Lage versetzt, neben Familie, Beruf und Hobbys politisches Engagement zu zeigen, denn auch für Frauen hat ein Tag nur 24 Stunden. Und wie so oft wird das Beschämende, der Misserfolg mit einem neuen Gesetz und einer Quotenregelung als großer Wurf verkauft.

    Wobei zu vermerken ist, dass Gleichberechtigung eben in der Famile beginnt. Und Alleinerziehende haben kaum Gelegenheit, sich hier einzubringen, denn Kindererziehung bedingt eben auch familiäre Arbeitsteilung. Weitere Faktoren sind philosophisch-wirtschaftlich-politische Bildung, die im gesamten Bildungssystem der BRD eine untergeordnete Rolle spielt. Wer sich da nicht selbst interessiert und aktiv engagiert, hat schlechte Karten.

  • Dass die GroKo und Merkel insbesondere im Osten keinen Fuss mehr auf den Boden bekommen, ist infolge der Politik von Schröder und Merkel wohl kaum verwunderlich. Uns als "Nölende Nervensägen" zu diffamieren, zeigt allerdings auf, wie wenig Du von den Menschen aus der ehemaligen DDR und ihrer Mentalität verstehst. Wir reagieren eben viel intensiver auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, auf Demokratiedefite, auf Untertanengeist, Vasallentum und Verrat am Volk.

    Aber, Grauer Kater, nicht ich habe die Ostdeutschen als "nölende Nervensägen" bezeichnet, da mir das nie in den Sinn käme. Der Ausdruck stand doch im Artikel!

  • Das wirklich Beschämende für die am neuen Gesetz Beteiligten ist, dass keine Partei es vermocht hat, mehr Frauen für eine politische Tätigkeit bzw. ein politisches Amt zu begeistern. Dass es ihnen nicht gelungen ist, Bedingungen zu schaffen, die Frauen in die Lage versetzt, neben Familie, Beruf und Hobbys politisches Engagement zu zeigen, denn auch für Frauen hat ein Tag nur 24 Stunden. Und wie so oft wird das Beschämende, der Misserfolg mit einem neuen Gesetz und einer Quotenregelung als großer Wurf verkauft. Und das Schlimme ist, dass sich auch noch Quotenfrauen zur Verfügung stellen werden. Unterm Strich spielt Leistung also auch keine oder nur eine untergeordnete Rolle, wenn es darauf ankommt, Listen zu füllen.

    So ist es doch. Ich finde Quotenfrauen so etwas von daneben.