• So ist es doch. Ich finde Quotenfrauen so etwas von daneben.

    Nun ja. So denken die meisten und ich nehme mich da nicht aus, weil ich grundsätzlich gegen Frauenquoten bin. Ich behaupte aber, dass dieser Eindruck dadurch entsteht, dass nur Quotenfrauen auffallen, die nix drauf haben. Die, die gut sind - über die redet ja keiner.

  • Unterm Strich spielt Leistung also auch keine oder nur eine untergeordnete Rolle, wenn es darauf ankommt, Listen zu füllen.

    Diese Aussage ist es, die auch mein Gefühl gegen diese Quote ausdrückt. Wir werden wirklich abwarten müssen, wie es sich entwickelt und ob, ich beziehe mich jetzt auf den Beitrag vom Grauen Kater, das evtl. auch die Entwicklung der Gleichberechtigung innerhalb des Familienverbandes in die entspr. Richtung drängt. Meine erste Reaktion ist jedenfalls auch, Fachwissen ist geschlechterunabhängig und die Quote könnte dann u. U. eine Entwicklung in die richtige Richtung bedeuten. Wenn sie nicht vorher gleich wieder zunichtegemacht wird, auch durch uns Frauen selber. Abwarten. Auch wenn es erst einmal weh tut (beim gesunden Menschenverstand).


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Einmal editiert, zuletzt von Dieter () aus folgendem Grund: Zitat und Beitrag getrennt

  • Eine Quote ist ein Werkzeug. Und nur, wenn ein Werkzeug sinngemäß eingesetzt wird, ist es nützlich und notwendig. Nur leider kann man Werkzeug auch mißbrauchen. Ein schwerer "Schraubenschlüssel" kann auch eine Keule sein.


    Wenn ich mir einige "Quotenregelungen" anschau, dann sind viele davon ein solcher "Schraubenschlüssel".

    Der kann nützlich sein, er kann aber auch die angesprochene Keule sein. Es gilt also, die richtige Verwendung zu finden. Und genau hier scheitern manch Quotenprojekte.


    Ja, Können und Bildung sollten immer entscheidend sein. Qualifikation, Fachwissen und Kompetenz bei Führung und Gestaltung. Wem nützen Menschen, die ihre Position nur deshalb haben, weil es vorgeschrieben wurde? Niemanden.


    Wenn nun vorgeschlagen wird, dass eine Partei eine Frau und einen Mann zur Wahl stellen sollen, so ist das noch keine Quote an sich. Es ist einfach die Möglichkeit einer weiteren Entscheidung. So gesehen nichts verwerfliches. Nur kann das nicht hergenommen werden, um aufzuzeigen, dass einem Geschlecht durch rechtliche Vorschriften ein Vorteil zugesprochen wird.

    Sollen aber Positionen zB zu 50% männlich und 50% weiblich besetzt werden, dann darf man dies sehr wohl kritisieren. Denn letztlich ist es entweder der Druck für den Wähler, sich für jemanden zu entscheiden, der nicht im engeren Kreis der Kandidaten war oder eben für jemanden, der nicht den Vorstellungen des Wählers entspricht.


    Für mich, der in einer Gesellschaft sozialisiert wurde, wo zwischen den Geschlechter nur wenig unterschieden wurde, weil jedem die gleichen Chancen offen standen, ist diese Diskussion eh völlig verstaubt und passt in das konservative Bild, dass die BRD nach der Wende auf mich machte.

    Wir im Osten hatten Defizite bei unserem "Demokratieverständnis", so wie es in der BRD praktiziert wurde. Aber der Westen hatte massive Defizite, was die Gleichstellung den gesellschaftlichen Umgang mit Frauen angeht, die in Führungspositionen streben.


    Und anstatt das zu instrumentalisieren und eine Spaltung zwischen Ost/West herbei zu fabulieren, sollte ein konstruktiver Diskurs statt finden, der beide Seiten einbezieht und der ein Lernprozess beider Seiten anstößt.


    Den Punkt haben wir aber leider in 30 Jahren nie erreicht. Schade eigentlich. Aber wenn ein Bild des Ostens so gemalt wurde, wie es bisher gemalt wurde, kann man auch verstehen, dass sich ein Wessi von einem gesellschaftlich deformierten Ossi nichts beibringen läßt.


    Wahlen spiegeln in D nicht den Willen des Wähler wieder, sie sind lediglich eine Entscheidung zwischen den Übeln, die von Organisationen angeboten werden, die diese auch nur nicht nach Kompetenz auswählen.


    Der urkonservative Dunst der Vergangenheit kommt dann aber wieder zum Vorschein, wenn argumentiert wird, dass Frauen sich um die Kinder kümmern müssen.... lol....wie gesagt, wer wissen will, wie das mal gut organisiert wurde, der darf gern auf Organisationsstrukturen schauen, die es auf deutschem Boden schon mal gab. Aber von Ossis kann man ja nicht all zu viel lernen.....


    :)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • ...

    Ja, Können und Bildung sollten immer entscheidend sein. Qualifikation, Fachwissen und Kompetenz bei Führung und Gestaltung. Wem nützen Menschen, die ihre Position nur deshalb haben, weil es vorgeschrieben wurde? Niemanden....

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Wir haben Massen an inkompetenten, postengeilen und lobbygesteuerten Männern in der Politik, da wird eine Quote für Frauen keine Verschlimmerung bringen, eher im Gegenteil.


    50258949_558449524635280_4627569752380801024_n.jpg?_nc_cat=110&_nc_ht=scontent-frx5-1.xx&oh=b272b5d7a9113242bbeae8c0e2ff077c&oe=5CFBC79C

  • .................... Aber wenn ein Bild des Ostens so gemalt wurde, wie es bisher gemalt wurde, kann man auch verstehen, dass sich ein Wessi von einem gesellschaftlich deformierten Ossi nichts beibringen läßt.

    Es mag durchaus "gesellschaftlich deformierte OSSIS" geben, denn es haben ja nicht alle die Chancen auf politisch gesellschaftliche Bildung wahrgenommen, doch für die Mehrheit trifft diese Definition nicht zu. Vielmehr ist es die Deformation der Demokratie, der Ausschluss vieler Ostdeutscher nach der Wende selbstbestimmt am Prozeß des Aufbaus des geeinten Deutschlands mitzuwirken, so dass nichts anderes übrigblieb, als im Westen oder im Ausland sich Arbeit zu suchen, falls man konnte, wenn man nicht in der Arbeitslosigkeit landen wollte. Und auch nach fast 30 Jahren bestimmen noch immer westdeutsche Importe zu fast 85 bis 90% die Politik und Wirtschaft im Osten, Einheit Deutschlands, Demokratie und vernunftgeprägte Politik sehen eben anders aus, als das was Schröder und Merkel über Jahrzehnte geboten haben. Da helfen auch keine Quoten!

  • Es mag durchaus "gesellschaftlich deformierte OSSIS" geben, denn es haben ja nicht alle die Chancen auf politisch gesellschaftliche Bildung wahrgenommen, doch für die Mehrheit trifft diese Definition nicht zu. Vielmehr ist es die Deformation der Demokratie, der Ausschluss vieler Ostdeutscher nach der Wende selbstbestimmt am Prozeß des Aufbaus des geeinten Deutschlands mitzuwirken, so dass nichts anderes übrigblieb, als im Westen oder im Ausland sich Arbeit zu suchen, falls man konnte, wenn man nicht in der Arbeitslosigkeit landen wollte. Und auch nach fast 30 Jahren bestimmen noch immer westdeutsche Importe zu fast 85 bis 90% die Politik und Wirtschaft im Osten, Einheit Deutschlands, Demokratie und vernunftgeprägte Politik sehen eben anders aus, als das was Schröder und Merkel über Jahrzehnte geboten haben. Da helfen auch keine Quoten!

    Ich spielte mit dieser Formulierung auf ein Klischee an, dass ja der Ossi nicht "richtig" Demokratie kann.

    Was natürlich wenn, dann nur marginal, der Realität entsprach.

    Daraus resultierend ist für mich bei einigen aus den alten BLs halt eine Haltung, dass solche Menschen eben erstmal "lernen" müssen.


    Das ist ja noch nicht mal irgendwie böse gemeint. Es ist eben wie im Leben, wenn ein Bäcker einem Maschinenbauer seinen Beruf erklären will...oder umgedreht.


    Lernen kann prinzipiell jeder von jedem. So sollte es zu mindest verstanden werden. Reden sollten immer alle mit allen. Wenigstens! Denn nur so sind Bedürfnisse und Probleme definierbar.

    Nur darf es eben nicht beim reden bleiben. Es muß hinterher auch was passieren. Und in dieser Phase versagen nun mal einige Protagonisten auf der politischen Bühne.


    Und Kater, bei einem sind wir wirklich dicht beisammen, Vernunft ist nicht erst seit gestern in der Politik abwesend. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ja, was lese ich?


    Zitat

    Abgestimmt wurde am letzten Januartag des Jahres 2019 über das Inklusive Parité-Gesetz, auch Drittes Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Landeswahlgesetzes genannt. Die Grünen hatten es initiiert, die rot-rote Landesregierung hat es sich mit einigen Änderungen zu eigen gemacht: Ab 2020 müssen Parteien, die zur Landtagswahl antreten, jeweils eine Männer- und eine Frauenkandidatenliste beschließen. Diese werden dann nach dem Reißverschlussprinzip zusammengefügt. Ob auf Platz eins ein Mann oder eine Frau steht, dürfen die Parteien sogar noch selbst entscheiden. Doch wenn beispielsweise die Frauenliste kürzer als die Männerliste sein sollte, weil gar nicht so viele Damen aus der Partei ein Mandat anstreben, haben die überzähligen Männer Pech gehabt. Sie dürfen nicht kandidieren.


    Wichtiger als alle Voten von Wahlparteitagen und Wählern ist die künftig vorgeschriebene Parität zwischen Frauen und Männern auf den Wahllisten. Letztlich kommt dies einer Entmündigung von Parteimitgliedern und Wählern gleich, weil eine staatliche Behörde die Kandidaten nach eigenen Kriterien vorsortieren darf. Mit dem Prinzip freier Wahlen ist das schlicht nicht vereinbar.


    https://www.achgut.com/artikel…LydDVRMpFNgA-XyFbJbaWP63o

    Was ist denn nun mit dem "Dritten Geschlecht"? Diskriminierung!

  • @ Gun


    Ich widerspreche Dir ungern, aber das Bild, welches Du von den Frauen in der DDR zeichnest, finde ich etwas zu rosig. DDR-Frauen wie ich hatten sehr schwer an der Doppelbelastung von Beruf und Familie zu tragen, denn die Pflichten waren ja für alle gleich. Hatte man ein Kind bekommen, musste man voll arbeiten gehen, sobald der Krippenplatz zur Verfügung stand. Meine Tochter war 10 Monate alt, als es so weit war. Und für mich hieß das, um halb fünf aufstehen (im Winter um vier, um die Öfen in der Wohnung zu heizen). Pünklich um 6 Uhr musste ich mit dem Baby an der Kita sein, damit ich Punkt 7 an meinem Arbeitsplatz startklar zur Verfügung stand. War das nicht der Fall, gabs Ärger. Der Krippenplatz war nicht gerade um die Ecke und ich hatte lange Wege, aber das musste man halt irgendwie hinbekommen. Abends gegen 18.30 - 19.00 Uhr Uhr waren wir wieder zu Hause.


    Daneben war der Haushalt zu schmeißen. Eine Waschmaschine wie heute hatten wir nicht. Baumwollwindeln mussten in einem riesigen Topf ausgekocht werden. Danach in die Waschmaschine und von da in die separate Schleuder. Musste das Baby gebadet werden, wurde in diesem Topf das Wasser warm gemacht und in eine Plastikwanne auf dem Küchentisch geschüttet. Einkaufen und putzen musste man außerdem. Haushalt und Kinder wurden von den meisten DDR-Männern als weibliche Pflichten betrachtet einschließlich Einkaufen, was auch zum zeitraubenden Unterfangen werden konnte. Und das war 1984. Und ich war kein Einzelfall. Ich war die Regel. Es war ein hartes Leben, auch wenn man geldtechnisch unabhängig war. Eine Wahl hatte man nicht, denn jeder hatte ja die Pflicht zur Arbeit und galt als asozial = kriminell, wenn man keiner Arbeit nachging. Mal abgesehen von der Tatsache, dass man das Kind möglichst früh und möglichst lange in die Hände des Staates geben sollte bzw. musste.


    Im Gegenzug dazu gab es in meinem Umfeld kaum Frauen in Führungspositionen. Die wenigen, die es gab, waren entweder mit einem Parteibonzen verheiratet oder verwandt oder 200%ig auf Linie seit dem Eintritt in die FDJ. Frauen in der DDR sollten möglichst viel arbeiten und gleichzeitig möglichst viel Kinder bekommen. Einmal im Jahr, zum berühmten Internationalen Frauentag, wurden sie mit Lobgesängen überhäuft und für eine rote Nelke hat es auch gereicht. Wer nie negativ aufgefallen war, bekam sogar mal ne Prämie oder wurde Aktivistin der sozialistischen Arbeit. Gefeiert wurde übrigens nach Feierabend. Danach durfte man weiter malochen und zusehen, wie man alles auf die Reihe bekam ...


    Du hast davon geschrieben, dass alle die gleichen Chancen gehabt hätten. Nein, das hatten wir in der DDR nicht, was aber weniger mit dem Geschlecht zu tun hatte als damit, dass die Linientreuen bedeutend mehr Chancen hatten als die anderen ...


    Und was die Regelung in Brandenburg betrifft. Ich schrieb es ja weiter oben schon: Es bleibt abzuwarten, ob überhaupt genug Frauen zur Verfügung stehen werden. Denn bisher hat keine Partei es vermocht, die Bedingungen derart zu verbessern, dass es Frauen scharenweise in die Politik treibt.

  • @ Gun ...


    Du hast davon geschrieben, dass alle die gleichen Chancen gehabt hätten. Nein, das hatten wir in der DDR nicht, was aber weniger mit dem Geschlecht zu tun hatte als damit, dass die Linientreuen bedeutend mehr Chancen hatten als die anderen ...

    Darum ging es mir. Alles andere hättest du dir sparen können.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Für mich, der in einer Gesellschaft sozialisiert wurde, wo zwischen den Geschlechter nur wenig unterschieden wurde, weil jedem die gleichen Chancen offen standen, ist diese Diskussion eh völlig verstaubt und passt in das konservative Bild, dass die BRD nach der Wende auf mich machte.

    Wir im Osten hatten Defizite bei unserem "Demokratieverständnis", so wie es in der BRD praktiziert wurde. Aber der Westen hatte massive Defizite, was die Gleichstellung den gesellschaftlichen Umgang mit Frauen angeht, die in Führungspositionen streben.

    :)

    Dann habe ich diese, deine Aussage wohl völlig falsch verstanden?


    Übrigens, wer mehr über das Leben der DDR-Frauen wissen möchte, dem empfehle ich das in diesem Artikel vorgestellte Buch:


    Zitat

    Schaut man beispielsweise auf die Anteile von Arbeit und Freizeit bei Frauen und Männern, im Jahr 1969, so stellt man fest, dass die voll berufstätigen Mütter in der DDR eine wöchentliche Gesamtarbeitszeit von mehr als 93 Stunden zu leisten hatten, um alle Aufgaben zu meistern. Männer arbeiteten dagegen knapp 59 Stunden pro Woche. Für Freizeit und Erholung blieben den Männern 50 Stunden, den Frauen jedoch nur 27, also gerade mal die Hälfte.

    Kaminsky zeigt auch, dass das immense Engagement der berufstätigen Mütter nicht unbedingt mit besseren Aufstiegschancen belohnt wurde. Weder in der Wirtschaft noch in der Politik.

    „Bis Ende der 80iger Jahre ist es nach wie vor so, dass vor allem die Männer die Karriere machen. Und es gibt eine wunderbare Statistik über die Aufstiegschancen von Hochschulabsolventen in der DDR. Und da ist ganz eindeutig zu sehen, dass während über 80 % der Männer in kurzer Zeit in höhere Karrierejobs aufsteigen, ist das nur bei einer Minderzahl der Frauen der Fall.“

    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=380443

  • Dass es ihnen nicht gelungen ist, Bedingungen zu schaffen, die Frauen in die Lage versetzt, neben Familie, Beruf und Hobbys politisches Engagement zu zeigen,

    Im Grunde liegst du natürlich völlig richtig. Hinzu kommt die spezielle dt. Mentalität, dass Mütter die ihre Kids in KiTas geben, noch immer als Rabenmütter gelten.

    Die Krux ist, dass ein Vollzeitjob im Landtag o. Bundestag genau das ermöglicht. Erstens weil die Bezahlung stimmt und 2. weil zumindest der BuTag einen KiGa hat.


    TM, die das Glück hatte zu Hause arbeiten zu können und das die Mehrbelastung enorm erleichterte

  • Chinesische Studenten müssen sich einer "politischen Prüfung" unterziehen, ob sie für ein Studium "moralisch geeignet" sind......................

    Kaum ein Staat wird wohl seinen Gegnern ein Studium bezahlen, noch dazu, wenn sie später Führungspositionen einnehmen sollen. Wer in Deutschland heute nicht wohlhabende Eltern hat, kann zwar theoretisch studieren, doch einzig mit viel Aufwand, Energie und mehreren Zweitjobs neben dem Studium. Und wenn er dann mit 30/35 Jahren den Abschluß hat, fragt man bei jeder Bewerbung, weshalb er so lange gebraucht hat. Berufschancen gemindert, Rentenanspruch ebenfalls, denn die 45 Jahre Arbeit sind kaum zu erreichen.

  • Für mich, der in einer Gesellschaft sozialisiert wurde, wo zwischen den Geschlechter nur wenig unterschieden wurde, weil jedem die gleichen Chancen offen standen, ist diese Diskussion eh völlig verstaubt und passt in das konservative Bild, dass die BRD nach der Wende auf mich machte.

    Wir im Osten hatten Defizite bei unserem "Demokratieverständnis", so wie es in der BRD praktiziert wurde. Aber der Westen hatte massive Defizite, was die Gleichstellung den gesellschaftlichen Umgang mit Frauen angeht, die in Führungspositionen streben.

    Sollen wir jetzt mal ein Foto vom Politbüro anschauen?

    Oder wie glaubst Du hat wohl der durchschnittliche Kombinatsleiter ausgesehen?

    Ich behaupte mal frech, die politische und wirtschaftliche Führungsriege in Ost und West an der Geschlechterzusammensetzung zu erkennen dürfte schwierig gewesen sein.

  • Kaum ein Staat wird wohl seinen Gegnern ein Studium bezahlen, noch dazu, wenn sie später Führungspositionen einnehmen sollen. Wer in Deutschland heute nicht wohlhabende Eltern hat, kann zwar theoretisch studieren, doch einzig mit viel Aufwand, Energie und mehreren Zweitjobs neben dem Studium. Und wenn er dann mit 30/35 Jahren den Abschluß hat, fragt man bei jeder Bewerbung, weshalb er so lange gebraucht hat. Berufschancen gemindert, Rentenanspruch ebenfalls, denn die 45 Jahre Arbeit sind kaum zu erreichen.

    Es geht nicht darum das Studium zu bezahlen, sondern darum dass man gleich mal gar nicht hindarf, egal wer bezahlt. Für uns ist das aber gut, so können wir einige gute Köpfe einsacken.

  • Es geht nicht darum das Studium zu bezahlen, sondern darum dass man gleich mal gar nicht hindarf, egal wer bezahlt. Für uns ist das aber gut, so können wir einige gute Köpfe einsacken.

    Auch der Brain-Drain funktioniert nur bedingt, "gute Köpfe" machen heute woanders Karriere, Deutschland mit seiner Steuerpolitik und allgemeinen Abneigung gegen Intellektuelle sowie mit seinen Versäumnissen bei der Entwicklung der Schlüsseltechnologien ist höchstens interessant für mittlere Begabungen. Und wenn Kinder und Jugendliche nicht unabhängig vom Vermögensstatus ihrer Eltern frei alle Talente entwickeln können, ist es mit der vielzitierten "Freiheit" wohl auch nicht so weit her!

  • Sollen wir jetzt mal ein Foto vom Politbüro anschauen?

    Die "Bonzen" in Ost und West hatten und haben im Allgemeinen die gleichen Physiognomien, ihre Prägungen sind von Machtwillen gezeichnet, humanistische Aspekte oder emotionale Regungen sind im Kampf um die Machtpositionen völlig verkümmert. Im Prinzip sind es fast immer häßliche Vertreter der manschlichen Spezies!

  • Deutschland mit seiner Steuerpolitik und allgemeinen Abneigung gegen Intellektuelle s

    Wie kommst Du denn auf die Idee? Solange das keine links-grünen Eiferer sind, kann das niemand von deutschen Intellektuellen behaupten.

  • Dann habe ich diese, deine Aussage wohl völlig falsch verstanden?


    .....

    "...wo zwischen den Geschlechter nur wenig unterschieden wurde, weil jedem die gleichen Chancen offen standen..."(gun)


    Natürlich hatten erstmal Männchen und Weibchen die gleichen Chancen. DAS hatte ich geschrieben und wenn du daraus ALLE machst, ist das nicht verstanden.


    "...Du hast davon geschrieben, dass alle die gleichen Chancen gehabt hätten. Nein, das hatten wir in der DDR nicht, was aber weniger mit dem Geschlecht zu tun hatte ..."(zizou)


    Mir sind die Repressalien und Schwierigkeiten bewußt und bekannt. Aber auch beim Sanktionieren und Steine in den Weg legen, wurde wenig zwischen Mann/Frau unterschieden. Jup, natürlich war das jetzt zynisch. Nur lasse ich mir von dir nichts in den Mund legen, was nicht geschrieben und gemeint war.

    Und wenn du mMn etwas falsch verstanden hat, dann sag ich dir das. So geschehen.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Na dann mal Zahlen.....


    https://de.wikipedia.org/wiki/…schen_Bundestag_seit_1949


    und nun der Vergleich


    http://www.trafoberlin.de/978-3-89626-652-1.html


    Is alles nicht überwältigend. Was aber festgestellt werden kann, ist das in den ersten Volkskammern mehr Frauen saßen, als in den ersten Bundestagen. Der kam erst ab Mitte der 80er auf eine ähnliche Quote wie die VK.


    Und nun bitte, nichts politischen hineininterpretieren, ich vergleiche nur die Zahlen! Nich das hier wieder falsch gelesen wird..... ;)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.