PTBS - Gestorben wird zu hause....

  • Liebe Gemeinde


    Es ist mir, trotz Bruch mit der BW aus persönlichen Gründen, ein Anliegen dies zum Thema zu machen.


    Wie behandeln wir unsere Soldaten, die von Politikern in Länder geschickt werden, in denen sie nichts zu suchen haben.

    So wie es aussieht, nicht gut. Die Zahlen sprechen für sich.


    Zitat


    Mehr Tote durch Selbstmord als im Einsatz

    https://www.mdr.de/investigati…tz-ptbs-soldaten-100.html

    Zitat

    Nach Zahlen der Bundeswehr von 1955 bis 2008 sind 2.990 Bundeswehrangehörige in Ausübung des Dienstes getötet worden. Davon insgesamt 107 Soldaten in Auslandseinsätzen. 3.417 Suizide seit 1956 in der Bundeswehr davon 18 Suizide (1998 - 2008) in Auslandseinsätzen.

    https://www.angriff-auf-die-se…uizide-in-bundeswehr.html



    Oder heute der Verweis auf die DOKU: "Stiller Kamerad"

    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=440206


    Als ich in Bad Frankenhausen diente und diese Kaserne sich ab 93 zur KRK (Krisen Reaktions Kräfte) umbildete, sagte ein ehem. NVA Offizier ungefähr: Wenn wir dieses Fass aufmachen, dann wird der Balkan nicht das Ende sein.


    Wie Recht er hatte.

    Und wie wir mit unsere Veteranen umgehen, ist bezeichnend dafür, wie wir Menschen behandeln, die Deutschland im Ausland vertreten und so wahrgenommen werden.


    Wie seht ihr das? Ist das die Art, wie man Menschen behandelt, die für "uns" an fremden Orten ihr Leben riskieren?


    mfg


    PS: Wer aktuelle Zahlen findet, der solle die bitte posten.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Nun, da ist die BW doch in glorreicher Erbfolge von allen anderen dt. Armeen, bzw. deren Führung die Ihre Söhne ( darf man das bei der aktuellen MeToo noch sagen ?) verheizt haben.


    Wenn es passt, dann schnell weg mit dem psychischen Müll. Bei den deutschen war das Thema ja bis heute keins, bei den Franzosen nach dem "Grande Guerre" schon eher, auch die Engländer haben sich zumindest medizinisch dem Thema damals schneller genähert :


    http://www.youtube.com/watch?v=IWHbF5jGJY0


    http://www.youtube.com/watch?v=S7Jll9_EiyA


    http://www.youtube.com/watch?v=SS1dO0JC2EE



    Aber auch diese diversen dokumentierten Fälle wo die BW eine angemessenen Entschädigung bei Unfällen während der Kriegseinsätze wie in Ex-Jugoslawien ( Panzerfahrzeug rutscht von der Strasse ab...) verweigert hat oder selbst den BW Überlebenden und Angehörigen wie bei den Bombenattentatten in Kabul....


    Da erst erlebt der aufrechte Grenadier was sein Vaterland von Ihm hält.... nämlich nix.


    Das war auch meine Devise als Wehrpflichtiger und Reservist... beim Golfkrieg später gab es die plakativen Finger von mir !

  • Für Interessierte stelle ich mal zwei Artikel aus der Zeit ein. Einer aus 2010 und ein recht aktueller


    Zitat

    Gegen den Krieg im Kopf

    Deutschland will Kriegsveteranen besser versorgen. Für Ex-Soldat Robert Sedlatzek-Müller könnte damit ein langer Kampf gegen die Bürokraten enden.

    https://www.zeit.de/politik/au…0-07/veteranen-bundeswehr



    Zitat

    "Was stellst du dich so an?"

    Noch immer fällt es vielen Soldaten schwer, über psychische Probleme zu reden. Ein Gespräch mit Hamburgs oberstem Bundeswehr-Psychiater Helge Höllmer über die Gorillakultur der Truppe, sexualisierte Gewalt und ein großes Tabu in Militär und Gesellschaft.

    https://www.zeit.de/2018/40/tr…t-probleme-helge-hoellmer


    Hat sich wirklich etwas verbessert?

    Jene, die Menschen in den Krieg schicken, scheinen sich ihrer Verantwortung nicht bewußt zu sein, sich auch um diese Menschen zu kümmern, wenn sie ihren Einsatz hinter sich haben.


    Was ist das nur für eine Fürsorgepflicht?


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ich kann nicht einschätzen, wie dergleichen in der bunten Wehr gehandhabt wird. Und nur bedingt für den Bereich Feuerwehr - Rettungsdienste allgemein - medizinisches Personal. Auch da gibt es ja die Konfrontation mit Not, Elend und Sterben. In weitaus höherem Umfang, als das bei der Bundeswehr geschieht.


    Zumindest im Bereich Polizei hat sich seit Anfang der 90-er einiges erheblich verbessert. Man hat sogenannte KIT's aus dem Boden gestampft, die jederzeit bei größeren Ereignissen eingesetzt werden können. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Betreuungsangebote. Die werden auch genutzt, wenn auch nach meiner Meinung zu wenig. Sie arbeiten meist gruppenbezogen, konzentrieren sich also zuerst mal nicht auf einen Einzelnen, den das Ereignis besonders mitgenommen hat.

  • Generell haben psychische Erkrankungen noch immer einen zu geringen Stellenwert und Akzeptanz in DE.

    Das Stigma ist noch enorm. Jeder der nicht funktioniert oder von der "Norm" Überangepasstheit und Obrigkeitshörigkeit etc. abweicht, oder "Schwäche" zeigt, weil er dem Leistungsdruck nicht mehr gewachsen ist, wird verhöhnt.

    Hat jemand einen kleinen, sichtbaren Verband, ist das Mitleid und die Hilfsbereitschaft aber groß.


    Ich bin wahrlich kein Amifreund, aber manche Dinge sind dort durchaus besser und lockerer. M. W. gehört es in den USa zum guten Ton, wenn man einen Psychologen hat. Auch die Fehlerkultur und das Scheitern haben dort einen anderen Stellenwert.


    TM, den Eindruck, dass viele nicht mit "unsichtbaren Leiden" umgehen können und Empathie immer mehr zum Fremdwort wird

  • Generell haben psychische Erkrankungen noch immer einen zu geringen Stellenwert und Akzeptanz in DE.

    Das Stigma ist noch enorm. Jeder der nicht funktioniert oder von der "Norm" Überangepasstheit und Obrigkeitshörigkeit etc. abweicht, oder "Schwäche" zeigt, weil er dem Leistungsdruck nicht mehr gewachsen ist, wird verhöhnt.

    Hier ging es ja vorrangig um den Umgang mit traumatisierten Soldaten der BW. Ich hatte das nur auf die Berufsgruppen erweitert, die in weit höherem Umfang mit solchen Dingen in Berührung kommen. Jedem sollte doch klar sein, wenn ich zur Feuerwehr gehe oder Krankenschwester werde, dann muss ich zwangsläufig mit solchen schlimmen Dingen wie dem Tod umgehen. Außer vielleicht Generation Z, von denen ist das nicht mehr zu erwarten. Und wenn ich das nicht kann, muss ich mir einen anderen Job suchen. Psychologe hin oder her, wer das nicht tut, wird an den Belastungen zerbrechen und im Fall der Fälle selbst zur Gefahr für andere.

  • Hier ging es ja vorrangig um den Umgang mit traumatisierten Soldaten der BW. Ich hatte das nur auf die Berufsgruppen erweitert, die in weit höherem Umfang mit solchen Dingen in Berührung kommen. Jedem sollte doch klar sein, wenn ich zur Feuerwehr gehe oder Krankenschwester werde, dann muss ich zwangsläufig mit solchen schlimmen Dingen wie dem Tod umgehen. Außer vielleicht Generation Z, von denen ist das nicht mehr zu erwarten. Und wenn ich das nicht kann, muss ich mir einen anderen Job suchen. Psychologe hin oder her, wer das nicht tut, wird an den Belastungen zerbrechen und im Fall der Fälle selbst zur Gefahr für andere.

    Das war nicht auf dich bezogen. Ich wollte das nur allgemein erwähnt haben. Klar, wenn man in solchen Berufen tätig ist, sollte man schon fähig sein, sich eine gewisse professionelle Distanz anzueignen. Dennoch kann das auf Dauer krank machen.

    Wobei ich meine, dass es ein großer Unterschied zu Kriegssituationen ist, in denen man ja auch aktiv tötet und jeder Zeit dem Tode ausgesetzt ist.Das ist ein gänzlich anderer Stressfaktor.


    Letzteres ist schon heftig. Und ich nehme einfach mal an, dass viele Soldaten - zumindest vor einigen Jahren - nicht damit rechneten in Kriegsgebiete entsendet zu werden. In wie weit solche Einsätze freiwillig sind, weiß ich allerdings nicht.


    Nichts desto trotz, hat der Staat hier eine Fürsorgepflicht. Gerade, wenn Schlagworte wie Patriotismus, Ehre, Vaterlandstreue etc. so hoch gehalten werden. Ich finde es abscheulich, dass da zu wenig Nachsorge erfolgt.


    Ist ja auch bei den Berufsgenossenschaften so und leider fast überall. Sobald es ums Bezahlen geht, wird gemauert, verweigert und abgewiegelt.


    TM, angewidert

  • Das war nicht auf dich bezogen.

    Das hatte ich auch nicht angenommen. Das war eher so der Grundgedanke, dass es vielleicht besser sei, schon bei der Personalauswahl der relevanten Berufe einen Psychologen zu beschäftigen als hunderte im Nachgang.


    Und ansonsten frage ich mich schon manchmal, wie wir das früher alles so unter einen Hut bekommen haben, Sorry, da kommt der alte Mann wieder durch...

  • Und ansonsten frage ich mich schon manchmal, wie wir das früher alles so unter einen Hut bekommen haben,...

    Gar nicht. Es wurde einfach nur verdrängt und von vielen Betroffenen so lange mit Alkohol betäubt, bis sie als Alkoholiker frühpensioniert wurden oder im Innendienst ihr Leben als Schranktrinker fristeten.

    Kaum jemand wäre vor 20 oder 30 Jahren auf die Idee gekommen, zu einem Psychiater zu gehen. Zumindest Alkoholismus war als Krankheit akzeptiert, PTBS wurde damals nicht einmal versucht zu diagnostizieren.

  • Ich bin wahrlich kein Amifreund, aber manche Dinge sind dort durchaus besser und lockerer. M. W. gehört es in den USa zum guten Ton, wenn man einen Psychologen hat. Auch die Fehlerkultur und das Scheitern haben dort einen anderen Stellenwert.

    Mag sein, nur geht man auch dort teils mit Kriegstraumata teils etwas ...skuril.. um, siehe hier:


    https://edition.cnn.com/2013/0…-sniper-killed/index.html


    Sprich, einen an PTBS Leidenen auf dem Schießplatz heilen zu wollen halte ich zumindest für etwas suboptimal.


    Aber zum Thema welches nicht verwechselt werden sollte welchen Beruf mit welchen Konsequenzen man ergreift, siehe die Zahl der Falklandveteranen die % doch ein recht hohe Selbstmordrate aufzuweisen haben. ( Obwohl das ja vom brit. Verteidigungsministerium gesponsorte Statistiken mittlerweile angeblich wiederlegen...naja, frische Männer braucht das Land...)

  • Da es auch um die BW geht un deren Probleme mit Soldaten aus dem Einsatz, sollen hier auch Deutschlands Kindersoldaten thematisiert werden.


    Zitat


    Die Bundesrepublik gehöre neben den USA und Großbritannien zu den drei Industrieländern, die in großer Zahl unter 18-Jährige als Soldaten einstellen. Als große Industrienationen schwächten diese drei Länder damit den internationalen „Straight-18-Standard“, der die Rekrutierung von Minderjährigen verbiete, und damit auch den Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten, sagte Rolf Willinger, Kinderrechtsexperte von terre des hommes: „Denn bewaffnete Gruppen und Armeen in Konfliktgebieten, beispielsweise in Myanmar, rechtfertigen die Rekrutierung von Kindersoldaten auch mit dem Verweis auf die Rekrutierung minderjähriger Soldaten in diesen drei Ländern.“

    http://www.maz-online.de/Nachr…nderjaehrigen-rekrutieren


    Ja, wer besser sein möchte als die anderen, sollte die Fehler, die er anderen vorwirft, nicht selber machen.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ja, ich als Ex-Soldat, der in den 90ern soetwas nie erlebt und auch nicht geduldet hätte, wenn ich es erlebt hätte, kann da nur sagen:


    "Wir" wollen unseren moralischen Zeigefinger immer zeigen, wenn wir der Meinung sind, dass Dinge passieren, die nicht in unser (Welt)bild passen. Dabei sind "wir" gar nicht in der Position, soetwas zu tun, weil "wir" nicht einen Deut besser sind.


    Wir rauben unseren Kindern nicht nur ihre Zukunft, indem wir ihre Ressourcen verbrauchen, wir rauben ihnen auch ihre Kindheit, indem wir ihnen das Töten so früh wie möglich beibringen.


    gun0815, nicht nur Sprachlos, sondern auch angewidert.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Gähn!

    Es geht bei Kindersoldaten wohl kaum um 16 oder 18.

  • Ist eben eine ganz normale Lehre, das Kriegshandwerk. /sark off


    Manchmal frage ich mich echt, was für ein Zeug man braucht, um sich das Hirn so zu ruinieren wie unser Röllchen.


    Deutschland hat im übrigen die Erweiterung der UN-Deklaration hinsichtlich des Armeedienstes von unter 18-jährigen ratifiziert, sie ist somit geltendes Recht.

    Aber das kümmert uns ja schon lange nicht mehr.


    Legal, illegal, scheißegal - hätte nie gedacht, dass der Sponti-Spruch mal offzielle deutsche Regierungsdoktrin wird.

  • Ich bin grad zu faul zu recherchieren.

    Ich nehme an, dass viele Jugendliche den Bund wählen, da sie da eine relativ sichere Zukunftsperspektive haben bezüglich Ausbildung und Jobchancen nach Ablauf der Verpflichtung. Z 4 scheint wohl das mindeste zu sein.

    M. W. läuft das nicht mehr so, dass jeder W15 den LKW Fürhrerschein bekommt. Heute muss man sich glaub mindestens 8-12 J. verpflichten für z. B. ein Studium.


    Mein Sohnemann meinte im Zuge der "pubertären Rebellion" und um seine Anti-Bundeswehr Eltern zu schocken (Vater hatte 2 x mündl. Verhandlung und wurde mit knapp 28 dann noch zu 24 Zivildienst eingezogen!!) er wolle zum Bund.

    Da wollte er noch Arzt werden. Damals recherchierte ich dann für ihn. Durch meine Offensive, mich nicht gegen seinen Wunsch zu sträuben, sondern mit Infos zu zu knallen, hatte sich das dann zum Glück erledigt. Er ist 1993 geboren und musste nicht mal verweigern.


    In den 80-ern verweigerten übrigens auch Frauen den Wehrdienst, da auch die im Kriegsfalle zum Wehrdienst (Sanitätsdienste, Verpflegung etc.) herangezogen werden konnten. Zumindest Frauen mit medizin. Ausbildungen, die ich ja habe.


    TM, selbst Kriegsdienstverweigerin

  • Gähn!

    Es geht bei Kindersoldaten wohl kaum um 16 oder 18.

    Unter 18 Jahren ist jur. Minderjährig.


    Und Dio hat dir die Fakten auch grad entgegengehalten.


    Was willst du eigentlich mit deinem Post sagen? Dass es OK ist, Kinder an der Waffe auszubilden?

    Oder einfach nur mal was in die Runde reihern? Ist dir gelungen. Wisch es weg und sprüh etwas Deo drüber und geh einfach weiter, denn hier gibt es für dich nichts zu schreiben.....

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Es kann ja wohl nicht ernsthaft Diskussionsbedarf bestehen, was lt. Gesetz Jugendliche sind :rolleyes:


    Hier eine Anfrage von DIE LINKE v. 02.02.2016

    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/074/1807459.pdf

    Zitat

    Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes äußert in seiner Stellungnahme zum 3./4. Staatenbericht vom 31. Januar 2014 seine Besorgnis über „die Möglichkeit für Jugendliche ab 17 Jahren, freiwillig die militärische Ausbildung bei den Streitkräften zu beginnen“ sowie über die Gefahr für die Jugendlichen, „sich strafbar zu machen, falls sie beschließen sollten, die Streitkräfte nach Ablauf der Probezeit zu verlassen“ (http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung5/Pdf-Anlagen/14-kinderrechteausschuss-arbeitsuebersetzung-deutsch,property=

    pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf; siehe dazu auch Regelungen des Wehrstrafgesetzes – WStG – u. a. in: Dr. Hendrik Cremer: Schattenbericht Kindersoldaten 2013, S. 10 unter http://www.kindersoldaten.info/kindersoldaten_mm/downloads/Lobbyarbeit/Schattenbericht+Kindersoldaten+2013.pdf).

    In der Folge fordert der UN-Ausschuss die Bundesregierung wie bereits 2008 auf, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben.

    Viele Minderjährige sind noch nicht reif genug, um die Folgen einer Verpflichtung als Bundeswehrsoldat adäquat einschätzen zu können. Dies bestätigen auch Angehörige der Bundeswehr, die teilweise von einem Dienst in der Bundeswehr vor dem Erreichen der Volljährigkeit abraten (vgl. hierzu www.kindersoldaten. info/kindersoldaten_mm/downloads/Publikationen/Fakten+und+Hintergr%C3%BCnde+Minderj%C3%A4hrige+und+Bundeswehr.pdf bzw. einzelne Beiträge auf http://www.bundeswehrforum.de).

    Jetzt kommt der Hammer:

    Zitat

    Vorbemerkung der Bundesregierung

    Die Ausbildung von Soldatinnen und Soldaten − unabhängig vom Alter − erfolgt immer unter der Prämisse des Schutzes von Leben und Gesundheit. (Anm. von mir: Psychische Gesundheit zähl da auch dazu???)

    Die Ausbildung eines sachgerechten und verantwortungsvollen Umgangs mit Waffen ist integraler Teil der Ausbildung von

    Soldatinnen und Soldaten. Es liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass viele Minderjährige noch nicht reif genug seien, „die Folgen einer Verpflichtung als Bundeswehrsoldat adäquat einschätzen zu können“.


    Es ging u.A auch um die Gefahr des sexuellen Missbrauchs.


    Ach ja, nachreich wegen KDV Frauen Art. 12a GG

    (4) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.


    TM, einerseits froh, dass wenigstens die Wehrpflicht abgeschafft wurde, allerdings mit Bauchweh, dass auch dort ein Rechtsruck zu beobachten ist

  • TM, einerseits froh, dass wenigstens die Wehrpflicht abgeschafft wurde, allerdings mit Bauchweh, dass auch dort ein Rechtsruck zu beobachten ist

    Die Aussetzung (!) der Wehrpflicht ist doch gerade der Auslöser des Gesamtdilemmas. Jedenfalls wenn man davon ausgeht, dass die bunte Wehr irgendwie notwendig ist. Kinder kommen heute - immer noch - mit 6 Jahren zur Schule, verlassen diese also in Masse mit 16 Jahren. Daran schließt sich eine Lehre von i.d.R. 3 Jahren an. Wer um alles in der Welt hat denn (außer Politikern natürlich) daran geglaubt, dass geeignete Personen sich nach Lehrabschluss in der erforderlichen Anzahl sagen: "Och naja, dann fang ich jetzt noch mal neu bei der BW an!"?? Jetzt mal ehrlich, was muss man dazu nehmen? Zumal die Problematik ja nicht neu ist. Die steht u.a. bei der Polizei in gleicher Weise. Auch die konkurriert mit der privaten Wirtschaft und stellt nach Schulabschluss ein. Man wusste also was kommt. Es gab und gibt genügend Erfahrungswerte. Und PS: Es gab auch genügend Menschen, die vor genau dieser Entwicklung gewarnt haben.