Chemnitz 2.0

  • Die Frage ist eher, was SPON damit bezweckt. Ich selbst setze nur zwischendurch einen Kontrapunkt. Mehr steckt nicht dahinter. Mir fällt dazu das alte Lied von Biermann ein mit den Titel "gemütlicher Faschismus".

  • Gelebte Heimatverbundenheit....oder worauf willst du hinaus???


    Wollt Ihr die totale Heimatverbundenheit, noch totaler und radikaler als ihr sie euch überhaupt vorstellen könnt?


    ;(:evil:


    Chemnitzer FC unterstützt Trauerfeier für Neonazi

    Zitat

    In der Regionalliga Nordost steht der Chemnitzer FC an der Tabellenspitze, daran ändert auch das 4:4-Unentschieden gegen VSG Altglienicke nichts. Das Spiel am vergangenen Samstag wird aber wegen eines Skandals in Erinnerung bleiben: Vor der Partie wurde eine Trauerfeier für einen kurz zuvor verstorbenen Neonazi mit starken Verbindungen zum CFC abgehalten, wie der MDR berichtete.

    Quelle: spiegel-online, 10.03.2019


    Totale Heimatverbundenheit...


    Zitat

    Thomas Haller, laut MDR ein bekennender Neonazi, der in den Neunzigerjahren die Vereinigung "Hoonara" (Hooligans-Nazis-Rassisten) mitgegründet und bis 2007 mit seiner Sicherheitsfirma den Ordnungsdienst beim Chemnitzer FC organisiert haben soll. Haller soll zudem in den vergangenen Jahren eine neue rechtsextreme Szene in Chemnitz mit aufgebaut haben. Die Stadt Chemnitz stand wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen rechtsextremer Gruppen im vergangenen August lange in den Schlagzeilen


    Die radikalste und totalste Heimatverbundenheit in mitten der Gesellschaft

  • […] Was ist nur drüben los?

    Beim SPIEGEL? Das Nachrichtenmagazin hat doch mit den vielen personellen Umbesetzungen der letzten Jahre, dem verlorenen Profil und der Relotius-Laus im eigenen Pelz genügend Probleme, um jetzt eifrig davon ablenken zu müssen… da SPIEGEL-Leser traditionell eher linksliberal positioniert waren, ist doch so ein kleiner "Warnruf" grad das richtige Mittel, das alte Klassenbewusstsein noch einmal aufblitzen zu lassen - "kulturelle Identität" ist heute doch alles!

  • Wenn diese Sache so stimmt dann finde ich das schlimm.

    Sie stimmt. Und sie ist auch das Ergebnis einer jahrzehntelang gelebten Fußball"kultur" und des Umganges damit. Völlig unbeteiligten Rollstuhlfahrer aus dem Gefährt getreten? Nicht mal eine überregionale Meldung wert. Bisschen geprügelt? War doch schon immer so. Gegnerischen Fanbus entglast? Ach watt. Jedes Wochenende zerstörte Züge? Auch nicht weiter schlimm. Verbindungen in alle möglichen dubiosen Szenen? Aber wir doch nicht. Pyro im Stadion? Unser gutes Recht, noch nie was passiert... Usw. Und jetzt plötzlich erschrockene Berichte?

  • Chemnitzer FC bekommt Konsequenzen zu spüren!!


    Zitat

    Einen Tag nach der umstrittenen Trauerbekundung für den an Krebs gestorbenen Neonazi Thomas Haller vor dem Spiel gegen die VSG Altglienicke am Samstag (09.03.2019) muss der Chemnitzer FC noch einen finanziellen Tiefschlag verkraften.

    Die Sparkasse Chemnitz steigt Ende Juni 2019 als Sponsor aus. Diese Entscheidung sei dem Verein aber schon zwei Tage vor den Ereignissen im Stadion mitgeteilt worden, erklärte Unternehmenssprecher Sven Mücklich in einer Pressemitteilung. "Wir haben uns bereits vor den aktuellen Vorkommnissen entschieden, dass wir unser Engagement nicht fortsetzen werden. Die Ereignisse vom Samstag bestätigen uns, dass diese Entscheidung richtig war", so Mücklich.

    Quelle: mdr.de vom 10.03.2019 klick


    Außerdem

    Zitat

    Eine Konsequenz gezogen hat bereits der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Uhlig, der am Samstag alle Ämter niederlegte.


    Wie kann der Chemnitzer FC nur so dämlich sein...


    Peinlich. Peinlich.

  • Wer die Szene in Chemnitz und Umgebung kennt, der weiß, dass hier nix ungewöhnlich ist.


    Neonasen und bekannte Bikerclubs arbeiten hier schon seit Jahren eng zusammen. Kleinkriminalität, organisiertes Verbrechen und vor allem der Drogenhandel (Meth) sind die Hauptgeschäftsgebiete.

    Der Einfluß dieser "Lobby" ist auch nicht ohne, denn ohne "Deckung von oben" kann das alles nicht funktionieren. Wie groß dieser Einfluß ist, hat sich im Fall NSU gezeigt, hier wurden die drei "Flüchtlinge" versteckt (Heckert-Viertel), hier wurden ihnen Papiere besorgt, hier haben sie Sparkassen ausgeräumt.....war man ihnen auf den Fersen, wurden sie gewarnt und Durchsuchungen oder geplante Zugriffe liefen ins leere.


    Es scheint wohl nun das einzig Neue: Man zeigt sich immer offener!


    Dass man dafür den Sport instrumentalisiert find ich persönlich shice aber so ist es nun mal und nun sollten sich Menschen mit etwas Restanstand endlich mal für eine Seite entscheiden. Der Club sollte sich offen von solchen Fans distanzieren, glaubhaft! Ermittler sollten ihre Arbeit machen und Gesetzesverstöße konsequent ahnden. Auch eine Trennung von dem privaten Sicherheitsdienst (der ja meist aus den Sympatisanten und Mitgliedern der fascho Gruppen bestehen) muß jetzt erfolgen.


    Klarer Strich drunter! Ohne den wird es schwer glaubhaft, dass man solchen Fans Herr werden kann.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.