Beiträge von Dieter

    ... während früher auf Früherkennung und fachliche Diagnose oftmals so lange verzichtet wurde, bis es zu spät war. Alles hat zwei Seiten ....

    Weißte Dio, das ist eine Frage der persönlichen Haltung. Ich persönlich verzichte gern auf 8 Jahre Leben im Heim, Nicht in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nach allen wissenschaftlichen Studien, deren Anzweiflung heute ja schon Gotteslästerung gleichkommt, eigentlich schon im Jahr 1938 gestorben sein müsste.

    Naja, dabei meinte ich nicht, dass das CT von vor 15 Jahren für die Erstbehandlung im Notfall oder beim Augenarzt von irgendwelcher Relevanz ist. Ich würde aber gesteigerten Wert drauf legen, dass man nicht das gesamte Tubensortiment an mir ausprobiert, sondern gleich den einzigen nimmt, der passt. Ich halte es auch für eine gute Idee, wenn man auf der Intensivstation Typ und Datum der letzten Wartung der eingebauten Steckdose kennen würde. Alle diese Sachen lassen sich heutzutage auf der KV- Karte speichern. Was auch den Vorteil hätte, dass man die Daten noch an der letzten Milchkanne auslesen könnte. Diese Karte tragen die meisten Menschen bei sich und sie ist eh das erste, was einem aus der Hand gerissen wird.

    Ich vermag immer noch nicht den Sinn einer zentralen Speicherung aller Patientendaten zu erkennen. Die liegen in aller Regel beim Hausarzt, teils in analoger Form. Dezentral, gut, sicher und trocken. Was andere Ärzte über mich wissen müssen, passt tagesaktuell auf die KV- Karte. Die kann meinetwegen auch jeder Arzt auslesen und nach Behandlung ergänzen. Stufenweise Berechtigung über die eh vorhandenen Zulassungsnummern. Sicherungskopie und Einarbeitung anderer Dinge beim Hausarzt in einem nicht vernetzten Rechner. Wozu braucht es da außer 200 Krankenkassen nun noch eine milliardenverschlingende Stiftung? Unter dem werden wir es ja nicht tun.

    Wenn der moderne Mensch ein Städter ist, mag das zutreffend sein :cornut: Irgendwo habe ich hier ein Bild, das des Nächtens einen Blick auf die Städte Großschönau (DE) und Varnsdorf (CZ) zeigt. Mit mehr als deutlicher Hell - Dunkel- Grenze.

    Da würde ein Recht auf Homeoffice zum Beispiel gut ins Konzept passen - wird aber mit der CDU nicht passieren.

    Hallo??!! In einem Land mit der miserabelsten Netzanbindung eines Industriestaates und mit teils prekären Wohnbedingungen mit allgemeiner Tendenz nach unten (HOME- Office!) wird das bestimmt ein großer Erfolg werden. Wie wäre es mal mit Realität?

    Wo hast Du das denn gelesen, dass dies linke Theorie sei???

    Also dass die Linke (als Partei) jetzt dadurch aufgefallen wäre, irgendeinen Leistungsgedanken hochzuhalten, ist mir tatsächlich noch nicht aufgefallen. Sie braucht Geld zur Umverteilung. Und das nimmt sie genau dort her, wo es alle anderen auch herzunehmen gedenken. Nur das Ziel der Verteilung ist ein anderes. Das Ergebnis das selbe. An die tatsächlich großen Kapitalbesitzer kommt man nicht heran. Und das meint nicht nur Einzelpersonen, sondern in einer globalisierten Welt auch Konzerne. Vom Prekariat ist nichts zu holen. Bleibt nur die Mittelschicht - die heute genau bei welchem Einkommen beginnt?? Die wird plattgemacht und der größte Teil findet sich abschließend "unten" wieder. Auch und gerade nach linker Programmatik.

    Angesichts der Tatsache, dass der Verband der Baumärkte gerade beklagt, dass die heutige Jugend in Summe zu dämlich ist, einen Nagel in die Wand zu schlagen ist ein Survivaltraining wohl verzichtbar :biggrin:

    Es müssen Lösungen her, und diese können keinesfalls darin bestehen, weiterhin jedem zu gestatten, noch größere, noch leistungsstärkere Blechbüchsen anzuschaffen und den innerstädtischen Verkehrsraum priviligiert zu nutzen. Das betrifft im übrigen auch Car-Sharing und Elektrofahrzeuge.

    Nur sind diese Lösungen ja nicht in Sicht. Nicht mal am Horizont. Und das betrifft nicht zuerst die Linken, sondern alle politischen Farben. Bei der Linken ist die Problematik nur besonders stark nach außen hin ausgeprägt. Bei Grünen ebenfalls. Der heutige Zustand ist nicht gottgegeben so gekommen, sondern das Produkt einer zielgerichteten Entwicklung.


    Um beim Beispiel zu bleiben. Berlin hat heute einen gut ausgebauten, aber hart an der Belastungsgrenze wie defizitär arbeitenden ÖPNV. Und trotzdem kommt die Krankenschwester von Berlin - Buch (gehört immerhin zum Stadtgebiet) nicht zu jeder Schicht in die Charite. Oder von dort weg. Und da rede ich noch gar nicht vom okkupierten Umland. Dieser Krankenschwester wird man brauchbare Alternativen anbieten müssen. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Jetzt! Hast du davon schon was mitbekommen? Also ich nicht.

    Freiwillig kann es ja sein. Und es ist auch nirgends in Stein gemeißelt, dass die Daten in irgend einem Netzwerk stehen müssen.


    Diese Papierakte mag ja bei geplanten Facharztbesuchen Sinn machen. Oder im Zweifelsfall in der Apotheke beim Erwerb rezeptfreier Medikamente. Aber sonst? Genau dann, wenn es tatsächlich drauf ankommen würde und schnell gehen muss, also nach Unfällen aller Art oder bei schlagartig einsetzenden schweren Erkrankungen, hat doch niemand die Papierakte dabei.

    Aber die Daten sind im Netz und können nicht zurückgeholt werden. Das ist immer mein Anliegen. Die Daten sind "sicherer", wenn sie erst gar nicht im Netz sind.

    Es ist ja gerade Sinn und Zweck der Technik, diese Daten zur Verfügung zu haben, wenn sie tatsächlich zum ursprünglichen Zweck benötigt werden. Das bedingt, dass sie hierzu bürokratiefrei und sehr schnell verfügbar sind. Sonst könnte man sich das ganze Gedöhns ja sparen und weiter Briefe schreiben. Wenn man mich also in die Notaufnahme bringt und dort meine Karte durch die Maschine zieht erwarte ich, dass zu diesem Zeitpunkt die für die weitere Behandlung erforderlichen Infos aus meiner Krankenakte umfänglich zur Verfügung stehen. Narkosebesonderheiten, Allergien, Vorerkrankungen, letztes CT, Medikamente etc pp. Dazu müssen sie natürlich irgendwo für die Berechtigten erreichbar gespeichert sein. Mit individueller Verschlüsselung. Das ist ja heute kein Hexenwerk mehr. Dazu braucht es auch keine neue Behörde, Stiftung oder sonst was. Das haben die Krankenkassen zu realisieren, auch wenn sie die Daten nicht lesen oder sonst wie nutzen können.

    Ich habe es in Zusammenfassung gelesen. So richtig Sinn vermag ich hinter manchen Regelungen, aber auch Protesten, nicht entdecken. Warum sollte ein Radiologe 5 Stunden in der Woche darauf warten, dass einer kommt und ein MRT vom Knie haben will? Warum sollten digitale Patientendaten von Haus aus und gottgegeben unsicher sein? Ich beispielsweise renne regelmäßig zum Hausarzt, um eine Krankenhauseinweisung zu holen. Für eh schon feststehende Nachsorgeuntersuchungen, die nur dort gemacht werden können. Dort bete ich nochmals vor, was ich vor zwei Tagen schon einmal dem Hausarzt erzählt habe. Und was ich so an Medikamenten verschlinge. Steht alles schon irgendwo. Nach Abschluss schreibt das Krankenhaus einen Papier- Brief an den Hausarzt. Der nach meiner Erfahrung dort mal ankommt, oder auch nicht. Und manchmal sogar überflogen wird. Ansonsten wird der ab-, fort- und weggeheftet. Wichtige Hinweise und Ergebnisse gehen verloren, bis ich da nach 3 Monaten wieder auftauche. Warum ploppt da nicht bei allen besuchten Ärzten ein Fenster auf, was darauf hinweist? Nicht nachvollziehbar.

    Die Frage, ob überhaupt eine Verschlechterung eintreten würde, ist ja durchaus strittig. Nehmen wir das Beispiel Mobilität. Sinn und Zweck ist der Transport von Personen und Waren/Gütern auf möglichst effektive Weise.

    Genau um diese "effektive Weise" geht es ja. Mal ganz davon abgesehen, dass DE nun mal so rein praktisch nicht nur aus städtischen Ballungsgebieten besteht. Effizient für wen? Selbst der auf Kosten des Restes der Republik sehr gut ausgebaute Berliner ÖPNV vermag es nicht, Mobilitätserfordernisse zu erfüllen. Und da rede ich noch nicht von den Mobilitätsbedürfnissen. Nach Veränderungen rufen, aber nicht bereit sein zu zahlen. Auf diesem Niveau bewegen sich die derzeitigen Vorschläge zur Abänderung.

    Für wie wahrscheinlich hältst du es, dass die Menschen in unserem, aber auch anderen Ländern freiwillig ihr Verhalten so ändern, dass die Gesellschaft nicht immer weiter auseinanderdriftet und ihr Handeln hinsichtlich Konsum und Mobilität weitgehend den ökologischen Erfordernissen gerecht wird?


    Würde mich echt interessieren, wie du das einschätzt.

    Es hat in der Geschichte der Menschheit noch nie freiwillige Verhaltensänderungen gegeben, die letztlich eine Verschlechterung des Status quo für eine Masse der Gesellschaft bedeutet hätten. Im Großen wie im Kleinen. Und egal, was man mit diesem Status quo nun konkret bezeichnete. Ich ziehe aber den Begriff Lebensqualität vor. Um mal in der jüngsten Vergangenheit und im kleinen zu bleiben: Digitale Fotografie hat sich nicht durchgesetzt, weil sie hunderte Tonnen Chemikalien jährlich eingespart hat. Von denen eine nicht geringe Menge beim Endverbraucher oder im Kleinbetrieb in die Umwelt gelangt sind. Digitale Fotografie hat sich durchgesetzt, weil sie dem Nutzer jede Menge Mehrwert gebracht hat. Trotz vieler anfänglicher Probleme. Und nicht deshalb, weil jemand analoge Fotografie hätte verbieten wollen oder die Anzahl der Filme auf 5 pro Person und Jahr regulieren wollte. Sie ist nur bei einer Vielzahl von Usern obsolet geworden, weil es etwas besseres gab.


    Mobilität: Genau so sollte sich - idealerweise - die Entwicklung von Mobilität vollziehen. Oder die im Energiebereich. Tut sie aber nicht. Hier kommt erschwerend hinzu, dass Mobilität, auch individuelle, einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft ist. Und das hier allein auf Grund der Investsummen (privat und gesellschaftlich) über längere Zeiträume gesprochen werden muss. Vor allem aber auch über einen Plan. Gibt es einen solchen? Nein! Bemüht sich jemand um einen solchen? Auch nein!


    Ähnlich verhält es sich beim Auseinanderdriften der Gesellschaft, die ja hier offensichtlich das ökonomische Auseinanderdriften meint. Der hat zwei Millionen Vermögen. Heul, Neid. Das müsse man ihm wegnehmen oder wegbesteuern, um es unter die Armen zu verteilen. So die derzeit einschlägige linke Theorie. Dass dies heute meist notwendige Sachwerte sind, die für die Wertschöpfung in der Höhe unbedingt benötigt werden, wird geflissentlich übersehen. Oder wieviel kostet heute eine winzige Produktionshalle? Und was passiert, wenn ich dem jährlich 20% davon wegbesteuere? Hier werden Gefühle bedient, von einem nachhaltigen Plan kann keine Rede sein.


    Und Konsum? Ja, es gibt Dinge, die verzichtbar erscheinen. Die Plastik- Hundepfeife aus China, die nicht nur Menschen, sondern auch Hunde nicht hören beispielsweise. Andererseits - wer soll festlegen, was nützlich ist und einen Mehrwert hat, wenn nicht der Verbraucher selbst? Irgendwelche Produktwächter? Ganz kleines Beispiel: Bis zum vorigen Jahr habe ich zum Begrasen von Modellbahn ein Dingens verwendet, das ich Mitte der 80-er selbst gebaut habe. So lange hat es gehalten. Dann hat es den Geist aufgegeben und ich habe aus China was preiswertes neu beschafft. Es tut seinen Dienst und das gut. War das jetzt guter oder schlechter Konsum? Muss der Mensch immer realistischer erscheinende Anlagen bauen? Nö. Er strebt trotzdem danach. Das lenkt sich über bessere Bedürfnisbefriedigung in die richtigen Bahnen. Im Beispiel Modellbahn sind eben Pappmodelle von Gebäuden oder Bewuchs nicht nur ökologischer, sondern auch wesentlich detailreicher als Plastikspritzmodelle. Ein Mehrwert.

    gun0815 :


    SED- Kreuze habe ich schon seit 84 nicht mehr gemacht :smilewinkgrin: Nachwendliche Linke- Kreuze auf regionaler Ebene dagegen schon. Bis sich Auftreten und Ergebnisse auf dieser regionalen Ebene immer mehr der SED annäherten. War damals noch in Brandenburg. Dann hab ich es gelassen.


    Heute sehe ich das mehr aus grundsätzlichen Überlegungen heraus. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch. Ich lehne ausufernde Planwirtschaft genau so ab wie Bevormundung und Gleichmacherei. Da verbietet sich ein Kreuz bei Die Linke oder den Grünen von selbst. Übrigens auch und gerade meinen Kindern zu liebe.

    … Das ist leider bisher nicht gelungen, weil eben die ideologische Verblendung in Deutschland noch immer eine Massenbasis hat, wie sich am Aufkommen der AfD und anderer Gruppierungen zeigt. ...

    Der Misserfolg mag auch in Teilen davon beeinflusst sein. Tatsächlich ursächlich sind wohl andere Dinge, die viel mit den Initiatoren zu tun haben. Unterirdische Öffentlichkeitsarbeit, mangelnde Transparenz, fatale Fehleinschätzungen der Lage, völlig fehlende Programmatik etc. Auch die Vorbehalte nicht geringer Teile der Deutschen gegen linke Politik mögen eine Rolle gespielt haben. Sehe ich ja an mir. Links wählen?? Hatte ich schon mal, brauche ich irgendwie nicht mehr. Wer wählt denn Leute, die einen abschaffen wollen? Oder die einem letzte verbliebene Freiheiten weiter beschneiden möchten? Gut, das wollen die anderen auch. Nur eben nicht in dieser Schnelligkeit und Gründlichkeit und aus anderen Beweggründen heraus. Die Linke hat derzeit einen schweren Stand. Und den hat sie sich selbst hart erarbeitet.

    Wenn man bedenkt, dass die EU die Briten unterstützt hat als die Schotten von den Briten weg wollten. Jetzt haben sie den Salat

    Ich bin mir nicht sicher, wer am Ende des Tages den Salat haben wird. Derzeit sieht es nicht so aus, als wenn der zu aller erst und vorrangig in GB serviert würde. Auch in der EU dämmert wohl mittlerweile die Erkenntnis, dass das geplante Exempel durchaus auch nach hinten losgehen könnte. GB hat doch nichts zu verlieren. Jedem Drittstaat wurden bessere Konditionen angeboten (Japan!) als GB in diesem "Deal". Verlierer werden letztlich beide sein, die EU und GB. Ich bin mir nur nicht sicher, wer mehr verliert.