Beiträge von Verbalwalze

    Naja, wenn der Präser laut gun die Ausgangslage angesoßt hat und dann das Ausland logischerweise danach befeuert hat, dann ist da irgendwie die Priorität durcheinander - und ich behaupte, die Befeuerung ist vernachlässigbar.


    Ich wundere mich wirklich wie man nur mit einigen albernen Disclaimern als Feigenblatt den Maduro verteidigen kann. Glaubt jetzt wirklich jemand, dem Land würde es noch schlechter gehen, wenn die ganze Chavez-Kacke nicht passiert wäre?


    Gruß

    Verbalwalze

    Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber - immer wieder erfrischend und lustig zu sehen, dass die Rechte den Sponti-Spruch "legal, illegal, scheißegal" im Völkerrecht ungeniert in die Realität umsetzt.

    NIcht war? und immer wieder erfrischend, wie scheißegal Linken die wirtschaftliche Existenz, persönliche Freiheit und demokratischen Rechte von Menschen sind, wenn sie sich hinter dem Völkerrecht verpissen können, wenn einer aus Ihrem Lager mal wieder so richtig gründlich hinlangt.


    Gruß

    Verbalwalze

    Ist es nicht schon schlimm genug? Wenn andere Länder fordern, dass ein Land einen akzeptieren soll, der sich abgesprochen mit anderen Ländern selbst zum Präser macht?

    Das ist eine bewußte Spaltung der Gesellschaft. Das ist schon schlimm, vor allem wenn man die Ausgangslage bedenkt, an der der amtierende Präser nicht unschuldig ist, die aber von eben diesem Auslang mit befeuert wurde.

    Das ist eine Umkehrung des Zeitflusses bzw. ein Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot.

    Der Usurpator in Kontrolle des Militärs hat "nur" das Land wirtschaftlich und gesellschaftlich zerstört und hält sich mit Waffengewalt an der Macht.

    Primärziel ist diesen Usurpator zu kicken.

    Der Usurpator ist derjenige, der die meiste Verantwortung trägt, dann sein nur deswegen besser beleumundeter Vorgänger, weil er rechtzeitig gestorben ist und dann ist schon nicht mehr viel übrig an zu verteilender Verantwortung, und zunächst dürfen sich da auch Russland, China und Kuba bedienen.

    Schlimmer geht zwar immer, aber wenn man mal die Option Militärintervention stecken lässt, ist das eine echte Herausforderung, bei der Vorlage.


    Gruß

    Verbalwalze

    Ich stelle fest, dass Du eine überaus seltsame Auffassung von Demokratie hast, wenn Du diese in einem nicht verneinenden Zusammenhang mit Maduro bringst.

    Maduro ist Antidemokrat, wenn Ihr Euch als Linke hinter ihn stellt, sind gewisse Schlussfolgerungen erlaubt.

    Du kannst eigentlich nur meinen, dass das Völkerrecht hier mit dem Gerechtigkeitsempfinden in Konflikt steht, sonst verstehe ich das nicht.


    Ich habe ganz konkret auf die Situation in Venezuela Bezug genommen, und Du nebelst hier Allgemeines herum.


    Ich verstehe sehr wohl, warum es im Völkerrecht das Prinzip der Nichteinmischung gibt, nämlich weil ein neutraler Schiedsrichter, der Recht setzen und durchsetzen kann, nicht existiert. Das ist ein Mangel. Die Nichteinmischung ist ein Flicken, um diesen Mangel zu verdecken und zu überspielen und sie hat auch einen Sinn, weil es destabilisierend wirkt, wenn sich die Staaten untereinander einmischen.

    Das zum heiligen Gral zu erklären ist aber im Sinne von Gerechtigkeit und Menschlichkeit eher unerfreulich. Das ist die Legalisierung unterlassener Hilfeleistung und eine unbegrenzte Freikarte für beliebige Menschenrechtsverletzungen solange man sie nur an den eigenen Leuten verübt.


    Gruß

    Verbalwalze

    ... dann wären die Leute vielleicht eher drauf gekommen dass das so nicht fuktionieren kann und sie hätten den Präsidenten schlicht abgewählt. Ganz ohne große Demos und Unbill.

    Sie haben ihn abgewählt und sind einmal sogar damit durchgekommen, nämlich bei der Parlamentswahl, wo Maduro anscheinend eine zu optimistische Meinung von seiner Beliebtheit hatte und nur die niedrigen Interventionskategorien gezogen hat, wie Lenkpresse und so.

    Der Fehler ist ihm dann aber bei der Präsidentenwahl nicht mehr passiert. Der echte Antidemokrat geht gleich ans Ergebnis.


    Gruß

    Verbalwalze

    Eigentlich ist das ganz einfach.

    Du ganz persönlich solltest Dich fragen, ob Du denkst, dass Maduro "gewählt" ist. Wenn nein ist er ein Usurpator und nicht der Präsident.

    Die zweite Frage ist weniger ideell, Du solltest Dich fragen, ob diese Regierung für die Wirtschaftskrise verantwortlich ist und ob sie diese bereinigen kann. Wenn sie verantwortlich ist und die Krise nicht bereinigen kann, ist es wirtschaftlich für die dort lebenden Menschen unzumutbar, diese Regierung weiter ertragen zu müssen.

    Da eine konkrete Alternative angeboten wird, kannst Du Dich nun drittens fragen, ob diese Alternative in den Punkten Demokratie und Versorgung eine bessere Leistung abliefern wird. Wenn ja, dann sollte die Alternative eine Chance bekommen.

    Schließlich kannst Du Dir noch überlegen, wie weit man gehen kann/sollte um den Regimechange zu begünstigen.


    Und das war es dann auch schon. Wenn Du vorher ausgestiegen bist, weil Du die Wahl für gültig oder die angebotene Alternative für nicht besser hälst, ist das prinzipiell erstmal OK.

    Aber dieses "man kann" ist Drückebergerei.


    Gruß

    Verbalwalze

    Ich glaube nicht, dass die Chinsen und Russen Unschuldsengel sind. Die Versuche der Manipulation besteht auf allen Seiten.

    Es geht um Macht und Machterhalt und die macht vor niemandem in diesen Positionen Halt.


    TM, die gerne in einer Monarchie leben würde, wenn der Dalai Lama der Herrscher wäre

    Es gibt keine Symetrie, die Chinesen und Russen sind weit schlimmer, als alles was es in Nord- West- und Zentraleuropa gibt. Diese Nivellierungen gehen mir wirklich auf die Nerven.


    Lieber nicht, erstmal ist es keine Monarchie, wenn Du DIr den Herrscher aussuchen darfst, zweitens gibt es dann dieses Nachfolgeproblem und drittens solltest Du mal selbstkritisch darüber nachdenken, was Du da für ein Konstrukt aufgebaut hast.

    Ich kann ja nicht nach Venezuela fahren und dort persönlich nachzählen. Aber die Presseberichte, Dein Bericht von Icabaru und die Erzählungen eines Kollegen, dessen Bruder eine Venezolanerin geheiratet hat, liegen voll in Deckung. Das Venezuela an die UNO offensichtlich keine BIP-Daten mehr an die UNO meldet passt auch voll ins Bild.

    Deshalb glaube ich den Presseberichten.


    Verschiedene Quellen zu bemühen und einfach mal alle als gleich glaubwürdig zu bewerten birgt die Gefahr, dass Du Dir Müll (als Gegensatz zu richtiger Information) reinziehst.

    Und die Einleitung in dem Link bedeutet, das Rubikon einen hohen Anteil an Müll hat. Ein offener Brief von Maduro ist wahrscheinlich nicht manipuliert, aber Maduro lügt Dir die Hucke voll.


    Gruß

    Verbalwalze

    Ich meine nicht die magische Geldvermehrung irgendwelcher Banken, sondern die Druckerpresse der Notenbank.

    Das ist eigentlich egal, wer das macht. Das Geld muss so abgemessen sein, dass die Realwirtschaft damit läuft, das ist aber nicht so einfach. Das sollte man auch mal sagen. Man kann keine Formle hernehmen und dann die Geldmenge "richtig" steuern.

    Was man aber sehen kann, ist die Relation von Schulden im Vergleich zum BIP. 200% Gesamtschulden und 4% Zinsen bedeuten, dass die Schuldnert 8% vom BIP bekommen und irgendwann geht es halt nicht mehr.

    Was die Lösung behindert ist die psychische Aversion gegen Senkung von Nominalvermögen und der Schockeffekt. Es wäre tatsächlich richtig Schuldenschnitte zu machen, dann haben eben die Halter von Staatsanleihen weniger, aber es ginge danach weiter. Traut sich aber keiner. Also muss man das überschüssige Blähgeld per Inflation exorzieren, dauert aber länger.

    Wenn die Welt eine einheitliche Währung hätte wäre dieser Punkt wohl eher nebensächlich (siehe USA und Eurozone).Es würde aber andere Probleme geben (siehe Eurozone).

    Wie soll die Notwendigkeit der Erschaffung von Gütern zwecks Konsum je nebensächlich sein, ganz egal welches Geldsystem man gerade hat?

    Sei es gar kein Geld/Tausch/Schenken, bunte Muscheln, buntes Papier oder Bits und Bytes.


    Gruß

    Verbalwalze

    Habe ich verlinkt. Ist nicht meine Rechnung. Nicht zu lesen scheint deine Eigenart zu sein?


    Aha, was sind denn meine Maßstäbe?


    Die stehen in #129

    Da war kein Link in dem Beitrag in dem Du das zuletzt gezogen hast, sondern in #129, OK.

    Aber Du musst Dich ja nicht ausgerechnet in dem einen Fünftel bedienen, in dem Klopsköpfe behaupten Maduro sei demokratisch gewählt worden.

    Hätten wir jetzt schon fast durch, Deine Maßstäbe schienen mir zu sein, dass Du auch nicht an die Wahl von Maduro glaubst.


    Gruß

    Verbalwalze

    Könntest Du mir die 1/5 zu 1/3 mal vorrechnen.

    Das war eine Schrottquelle, nach Deinen eigenen Maßstäben.


    Ist aber eigentlich nicht besonders relevant, wenn sie nur etwas weiterleitet. Ich glaube nicht, dass sie den Maduro-Brief manipuliert haben.Ich glaube aber nicht, dass mich das interessiert, was ein antidemokratischer Wahlfälscher von sich gibt, sonderlich interessiert.


    Ich würde mir wünschen, Du würdest die Fragen, die Du für berechtigt hälst, nennen. Damit man das diskutieren kann.


    Gruß

    Verbalwalze

    JA

    Nein, aber die Unterstützung der USA für den Übergangspräsidenten ist ein guter erster Schritt.


    Erste Sanktionen 2015, da war die Wirtschaft in Venezuela schon im freien Fall.

    Staatsgelder spare ich mir da nachzugucken, wahrscheinlich später.


    DU LÜGST.

    Ich habe Syrien und den Irak nicht als Erfolge genannt, vielmehr mehrfach daraufhingewiesen, dass das Misserfolge waren.


    Gruß

    Verbalwalze

    Bitte vergleiche Deine eigene Klassifikation der Wahlen mit der, die in Deinem Artikel im Eingangssatz gemacht wird. Ich sehe einen drastischen Unterschied, der Dich veranlassen sollte, die Quelle auf eindeutig nicht vertrauenswürdig zu setzen.


    Das ist eine Lügenschleuder.


    Gruß

    Verbalwalze

    Nein, dass sehe ich anders. Wenn der Wahlverlauf das Ergebnis verfälscht hat, ist Maduro nicht Präsident, sondern ein Usurpator und nach der venezolanischen Verfassung ist dann der Vorsitzende der Nationalversammlung Übergangspräsident. Bleibt die Frage, ob einem das Recht zukommt, das von außen zu beurteilen.


    Und Du hast es auch noch aus erster Hand. Die Regierung muss offensichtlich weg. Es ist drastisch schlechter als vor Chavez.


    Ich kann es jetzt wirklich nicht verstehen, dass das jetzt wirklich sonderlich interessant sein soll, wann welche Hindernisse auf die Brücke gestellt worden sind. Die Kernsubstanz auf die es ankommt, ist das Maduro das Land zerstört hat und zwar in einem Ausmaß, dass hier schier unvollstellbar ist. Das ist mit Abstand die korrupteste, wirtschaftlich zerrüttetste und antidemokratischste Bude in der Region und die ist jetzt nicht gerade Goldstandard.


    Ich kann Dir nur mal empfehlen, die Human Development Seite von der UNO aufzurufen.

    http://hdr.undp.org/en/data

    Stelle dann mal auf Venezuela und GDP per capita.

    Da sind ab 2014 immer genau die gleichen Werte drin, das ist doch seltsam. Da wird wohl seit 2015 nicht mehr gemeldet und bei dem Trend ist das auch kein Wunder, Du kannst Dir noch Kolumbien dazunehmen und dann eben vorstellen, was da wohl passiert ist, wenn Kolumbien 2016 die Brücke gegen Wirtschaftsflüchtlinge zugemacht hat.

    Das wäre eine echte Herausforderung, da noch eine schlechtere Regierung zu installieren.


    Gruß

    Verbalwalze