Beiträge von Meinungsbaum

    Wenig ist noch freiwillig und gar nichts wird freiwillig bleiben, unter anderem auch deshalb, weil wir hier ein Pflichtkrankenversicherungssystem bedienen müssen, wir ohne den Datenabgleich in der Praxis via elektronischer Gesundheitskarte gar nicht erst behandelt werden und weil die beworbenen Vorteile nur gegeben sind, wenn alle persönlichen Gesundheits-Daten im Netz gesammelt werden.


    Der kann es hier besser beschreiben als ich, vor allem längerfristig betrachtet:

    https://patientenrechte-datens…geheimnis-Cloud-Kopie.pdf


    Frdl. Grüße und allen eine gute Woche

    Christiane

    Es ist ja gerade Sinn und Zweck der Technik, diese Daten zur Verfügung zu haben, wenn sie tatsächlich zum ursprünglichen Zweck benötigt werden. Das bedingt, dass sie hierzu bürokratiefrei und sehr schnell verfügbar sind. Sonst könnte man sich das ganze Gedöhns ja sparen und weiter Briefe schreiben. Wenn man mich also in die Notaufnahme bringt und dort meine Karte durch die Maschine zieht erwarte ich, dass zu diesem Zeitpunkt die für die weitere Behandlung erforderlichen Infos aus meiner Krankenakte umfänglich zur Verfügung stehen. Narkosebesonderheiten, Allergien, Vorerkrankungen, letztes CT, Medikamente etc pp. Dazu müssen sie natürlich irgendwo für die Berechtigten erreichbar gespeichert sein. Mit individueller Verschlüsselung. Das ist ja heute kein Hexenwerk mehr. Dazu braucht es auch keine neue Behörde, Stiftung oder sonst was. Das haben die Krankenkassen zu realisieren, auch wenn sie die Daten nicht lesen oder sonst wie nutzen können.

    Alles gut und schön, aber ich will, dass es freiwillig ist. Es ist eh nur noch ein trauriger Rest an Freiwilligkeit, der noch übrig ist. Alternative zur Freigabe wäre so etwas hier: https://stiftung-notfall.de/projekte/patientenakte/

    Wofür zwingend die Daten ins Netz stellen?


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Das wäre dann der offene, geradlinige Weg. Aber die Daten sind im Netz und können nicht zurückgeholt werden. Das ist immer mein Anliegen. Die Daten sind "sicherer", wenn sie erst gar nicht im Netz sind. Solange es nur um die Stammdaten geht, ist auch das nicht ganz so tragisch, aber die Gesundheitsdaten sind eine andere Qualität.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Etwas in dieser Art? https://fachportal.gematik.de/…att_VPN-Zugangsdienst.pdf

    Damit geben die Kammern und weiteren Selbstverwaltungen jedenfalls an, dass die Daten sicher wären. Mir fehlt die Ahnung ganz und gar, ich unterhalte mich aber öfter mit Behandlern, die selber ein arg ungutes Gefühl dabei haben.<X


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Steht alles schon irgendwo.

    Das "irgendwo" macht Dir keine Sorgen? Seitdem wir vernetzt sind, werden die Daten gehackt. Die Menschen werden erpresst und die Versicherungen probieren neue Modelle, wonach Versicherte Prämien bekommen, wenn sie gewisse Daten übermitteln (noch ist nur in Sachen Sport, Ernährung etc.). Das schraubt sich m. E. immer weiter "Job, nur dem, der seine Gesundheitsdaten der Arbeitgeberdatenbank freigibt, Versicherung nur dem, der seine Daten ebenfalls freigibt". Da würde ich persönlich noch lieber die Umstände mit dem Unterlagenwust beim Arzt in Kauf nehmen und die Überweisungen noch so schreiben lassen und schicken lassen. Das nervt mich auch manchmal , aber ich meine immer, die Alternative online ist Mist.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Ein neues Gesetz, das Diskussionen und viele Änderungsanträge auf den letzten Metern verursacht hat, wurde am 14.3.2019 durchgewunken:

    https://www.bundesgesundheitsm…kbF-v3GmFudybjLWX5jMfjuDM

    • Terminsservicestellen, die 24 Stunden, jeden Tag erreichbar sein sollen.
    • Vertragsärzte sollen 5 Stunden mehr für die gesetzlich Versicherten da sein
    • Spätestens ab 2021 sollen die elektronischen Patientenakten angeboten werden
    • Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben ihr Angebot u. a. wie folgt zu erweitern, z. B. ein HIV Medikament wird Kassenleistung und auch die Konservierung Ei- und Samenzellen junger Krebspatienten, um nach der Erkrankung darauf zurückgreifen zu können.

    Wir werden merken, wie unsere Behandler damit umgehen. Es gab und gibt reichlich Kritik nicht nur von deren Seite, merken werden wir es als Patienten.

    Ärzte erhalten z. B. Extra Geld für Neupatienten (alle 2 Jahre kann sich Patient dann wieder erneuern lassen), so werden das wahrscheinlich die Chroniker negativ vermerken, die Facharzttermine macht der Hausarzt, bekommt dafür Extra-Geld, also scheint eine Steuerung der Patientenströme das Ziel zu sein, usw.


    Mein größtes Osterei ist allerdings dies hier:

    „Mehr Digitalisierung in der Versorgung
    Patientinnen und Patienten wollen einfach, sicher und schnell auf ihre Behandlungsdaten zugreifen können. Dafür muss die elektronische Patientenakte Alltag werden. Sie verbessert auch die medizinische Versorgung. Deshalb verpflichten wir die Krankenkassen, bis spätestens 2021 ihren Versicherten solche Akten anzubieten. Wer möchte, soll auch ohne den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte mit Smartphone oder Tablet auf medizinische Daten zugreifen können."

    Diese Art der Freiwilligkeit bedeutet doch notgedrungen, dass alle Versicherten-/Patientendaten in einer "sicheren" Cloud abgestellt werden. Ob sie davon per App bedient werden wollen oder eben nicht. Also mehr oder weniger eine einzige Veralberung in Sachen Datensicherheitswunsch.
    Auch, dass alle 2 Jahre ein Alt- wieder zum Neupatienten werden kann, schreit nach einer App. Eine Erinnerungsapp für beide Seiten. Für die Seite Patient evtl. garniert mit einem freundlichen Angebot einer günstigen Zusatzbehandlungsservice - App.

    Ich unke jetzt schon mal, dass das Gesetz u. U. gut gemeint ist von Herrn Spahn, aber nicht dazu führt, dass gesetzlich Versicherter etwas Gutes davon merkt. Er wird eher im Gegenteil mehr gegängelt als bisher und auch zur Freigabe seiner persönlichen Gesundheitsdaten in ein vollkommen unsicheres Netz genötigt. Via SGB V.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Ich werde vermutlich diesmal nicht wählen.

    Aber gut, das Thema auch hier aufzumachen. Brüssel scheint ja bzgl. der Wahl noch so ziemlich im Tiefschlaf zu liegen.

    Mitmachen !

    http://www.europarl.europa.eu/…awahlen/europawahlen-2019


    Heute war im Internationalen Frühschoppen auf Phönix das Thema Europa https://www.phoenix.de/sendung…tungsstreit-a-800909.html


    Momentan besteht Europa aus den beiden Namen. Macron und Orban.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Wieben hat einst Hütchen ins Weltall geschickt zur Verdeutlichung, auch die Katze in der Kiste, die Herrn Schrödinger den Nobelpreis brachte, soll helfen, die Quantenmechanik zu erhellen.

    Also, nicht dass ich die Vorgänge innerhalb eines klassischen Computers genügend verstehe, geschweige denn die im Quantencomputer, aber hier im Handelsblatt-Artikel "Anlauf zum Quantensprung" wird es recht gut erklärt.

    https://tool.handelsblatt.com/…492411&wt_t=1552162720603


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Manchmal spricht er auch gescheite Sätze. Diesen z. B.: "Beitragsgelder sind dafür da, die Versorgung besser zu machen".

    https://www.bundesgesundheitsm…inanzergebnisse-2018.html


    Wird die Versorgung besser? Wenn ich mich umhöre in der Nachbarschaft: Nein. Eher im Gegenteil. Höhere Zuzahlungen, weitere Wege zu Ärzten, die zur Mangelware werden, längere Wartezeiten auf Termine, Krankenhäuser, die gesetzlich Versicherte eher rausschmeißen, weil ein privat Versicherter an der Patientenzimmertür klopft.


    Da hätte Herr Spahn etwas zu tun.


    Die Kassen haben sich zu Sparkassen für sich selbst entwickelt. Die Verwaltungskosten steigen, die Arbeitsplätze der Kassenangestelten sind warm und sicher, weil es sich aus fest fließendem Geld gut selbst bedienen lässt. Erklärungen an den Beitragszahler? Nein. Gespart wird an den Leistungen für den Beitragszahler. Auf der anderen Seite wird Homöopathie beworben und bezahlt und Werbung für einige Sportarten betrieben und auch mit dem Beitragsgeld finanziert. Mich ärgerts.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Irgendjemand hat mal gesagt, der Entwicklungsstand einer Zivilisation lässt sich an der Menge der zur Verfügung stehenden Energie ablesen. Und dafür jede Menge Zuspruch erhalten. Und ob die freitags auf der Straße stehende Mindermenge Jugend tatsächlich gut nachgedacht hat oder nur einem gelenkten Hype gefolgt ist, wird sich in ein paar Jahren zeigen.

    Wenn sie wirklich gelenkt sein sollte (im Wesentlichen) werden wir es daran ablesen können, wer es uns zeigen wird. ;)Digital und analog.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Vor vielen Jahren gab es mal einen Skandal, weil eine Nonne, die in einem Pflegeheim ihre christliche Nächstenliebe verströmte, die Wahlzettel der Bewohner ausfüllte, mit Kreuzen für die C-Partei.

    Das wird sich durch die Entscheidung auch nicht unterbinden lassen. Es würde mich mal interessen, was sie den Bewohnern versprochen hat? Vlt. hat sie auch einfach mal Frau Käßmann aus dem Standardprogramm gegen etwas Frischeres ausgetauscht?

    Hier jedenfalls ging es (so habe ich die Entscheidung verstanden) um die betreuten Personen. Wenn sie einen Betreuer haben in allen Lebenslagen durften sie nicht wählen, wenn nicht, weil sie im Familienverband leben, aber ansonsten ebenso betreuungswürdig sind, dürfen sie wählen. Das auszugleichen ist jetzt Sache der Politik. Auch der mit dem C. ;)


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Bezahlen tut es wohl der Konsument. Allerdings hat die staatliche Gesellschaft kostenlos Fiber in mein Haus gelegt, musste nur fuer 1 Jahr unterschreiben und den reciver fuer das Fernsehen zahlen ( 100 Euro)


    Der Digitalpakt macht nur Sinn wenn das Netz ausgebaut ist, nicht nur an Schulen. Zuhause arbeitet der Schueler ja auch digital, oder sollte es tun. Ich fuerchte die Sache Bildung geht auf Kosten der Chancengleichheit, die Bedingungen sind zu unterschiedlich.


    Ein Pc ohne passende Software und ohne schnelles Internet ist ein leerer Werkzeugkasten. Erinnert mich an die Energiewende, Windkraftwerke ohne Netz

    Mich erinnert der Hype um den Digitalierungspakt auch an die Energiewende. Kein Gedanke mehr an die Energieverbräuche? https://www.zdf.de/dokumentati…fresser-internet-100.html

    Da geht die Generation, die vom Digitalpakt profitieren soll, klug nachgedacht auf die Straße, wegen des Erdklimas und hier werden beide Augen zugehalten? Was ist denn der Vorteil der Vernetzung und der Bedienung? Ich habe den echten (m. E.) Vorteil bisher darin gesehen, dass breit aufgestelltes Wissen für möglichst alle zugänglich sein soll. Aber zu welchem Preis? Datenverscherbelung, interessengeleitete Konzernaufteilung des Netzes, Erpessbarkeit durch die persönliche Datenpreisgabe. Ist mir ehrlich gesagt eine Nummer zu hoch.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Mein Vater hat einst leichtsinnigerweise zuhause erzählt, wenn die Soldatenstiefel zu eng waren, hat man einfach hineingepinkelt und schon passten sie. Und schwupp, hat meine Mutter ihm seine Schuhe nicht mehr geputzt. Und zur damaligen Zeit war das noch ein Affront. :D


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Er hat wirklich mit dem lieben Gott ein ganz besonderes Verhältnis, könnte man meinen und langsam aber sicher scheint er uns ins "Mittelalter" zurückzuführen. Denn wenn selbst unsere doch sehr vorsichtige und umsichtige Gerichtsbarkeit in letzter Instanz sich für eine Möglichkeit zur eigenen Hilfe bei der Beendigung von Qualen ausspricht, scheint er es mit dem Gebet richten zu wollen. Er hat eine ganz derbe Macke m. E., bisher dachte ich ja, seine Macke wäre die Heilssuche in der Digitalisierung von allem und jedem, aber hier bleibt es doch "analog" und tut weh.

    https://m.tagesspiegel.de/poli…OqfJJIqyLux1AIQn0MUUn2CBo


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Wir sind schon ein merkwürdiges Land. Uns werden die Ohren langgezogen, wenn wir nicht jedes Geschlecht gleich wichtig besprechen, ja wir verankern sogar noch ein 3., das diverse, andererseits werden hier wohl immer noch Behandlungen als Therapie angeboten, die Homosexualität "heilen" sollen und der Bundesgesundheitsminister bemüht den lieben Gott, um zu begründen, warum die Kassen nicht zur Zahlung der Therapien herangezogen werden dürfen und er will ein Gesetz in Auftrag geben, damit ärztliche Behandlungen von keinen Krankheiten nun schärfer bestraft werden. Längst überfällig. Na ja, Homöopathie wird vlt. sein nächstes Thema werden. Da könnte der liebe Gott ja auch etwas dagegen haben, weil die Pflichtsolidarität doch lieber nur für Wirkung zahlen sollte. Wer weiß? Der liebe Gott ist, so scheint es, langmütig. Zumindest bei Herrn Spahn.

    https://www.tagesschau.de/inland/homose ... n-101.html


    Frdl. Grüße

    Christiane