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Thema: Neoliberalismus: Ein sozialdarwinistisches Paradoxon

  1. #1
    Rotinquisitor Avatar von Redwing
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    Standard Neoliberalismus: Ein sozialdarwinistisches Paradoxon

    Es wird Zeit für den zweiten Flaggtext, der sich ganz dem scheitenden System und insbesondere der neoliberalen sektiererischen Maximalpervertierung widmet.

    So, Leute, hier möchte ich einmal auf die Verbrechen des (Neo)liberalismus bzw. Wirtschaftsliberalismus und die Gefahr, die von dieser verkorksten Ideologie ausgeht, hinweisen, jedoch ebenfalls darauf, daß sie quasi systemimmanent ist.

    Welche Doktrin spricht sich mehr für ein menschenverachtendes, sozialdarwinistisches Gesetz des Dschungels aus als der Neo-/Wirtschaftsliberalismus? "Der Stärkste setzt sich durch", lautet ihre Devise. Wenn weder Staat noch sonstwelche Institutionen die Arbeitnehmer und schwächere Konkurrenten unterstützen, so sind diese dem Diktat und der Macht der Großunternehmen völlig ausgeliefert. Zudem plädieren die Neoliberalisten zunehmend selbstgerecht dafür, die ganzen Verlierer dieses Wettbewerbswahns einfach eiskalt sich selbst zu überlassen. Erst fordern diese Roboter also ein System, das zwangsläufig viele Verlierer und wenige Gewinner hervorbringt, und dann wollen sie Erstere auch noch eiskalt über die Klinge springen lassen. Weil, „jeder ist ja seines Glückes Schmied“, und es hängt ja „überhaupt nicht von den gegebenen Rahmenbedingungen und Glücksfaktoren ab“. Nach dem Motto: Laß dich nackt aufdem Mars absetzen und mach was draus; du mußt es nur wollen.

    Und damit komme ich auch schon zu meiner These, daß der Kapitalismus und insbesondere die (neo)liberale Extremform indirekt zum Faschismus führen und im Prinzip selbst faschistische und extremistische Elemente beinhalten.
    Wir wissen, daß der sterbende Kapitalismus im Endstadium leicht im Faschismus enden kann. Vielleicht ist es heute nicht ganz so ausgeprägt wie in früheren Epochen, doch je härter der Kampf um die letzten Pfründe wird, desto stärker treten auch die Nationen in Konkurrenz. Ein Beispiel seien die protektionistischen Maßnahmen von EU und USA und deren imperialistische Politik (insbesondere bez. USA). Und das kann sich auch noch deutlich verschärfen.
    Aber auch größere Teile der Bevölkerungen werden immer nationalistischer aufgrund des fanatischen Konkurrenzkampfes. Arbeitsplätze, Lebensumstände und Wohlstand sind für alle Völker gefährdet, und die Wurzel allen Übels - die reiche, einzig profitierende Minderheit - tut so, als müsse jedes Volk gegen das andere antreten und sich möglichst billig vor der Wirtschaftsmafia prostituieren. Wer darauf hereinfällt, sieht sowohl den inländischen Ausländerals auch den Ausländer im Ausland als unliebsamen Konkurrenten. Wir sehen doch alle die Tendenzen hier. Gerade im konservativen Spektrum, teils aber auch imliberalen, wendet sich die Stimmung immer mehr gegen Ausländer. Der Durchschnittsspießer liebäugelt mit rechts, was die Ausländerpolitik angeht, und Parteien wie die (CD)U möchten diesen Ansprüchen zunehmend gerecht werden.

    Nun ja, das als Erklärung, weswegen Liberalismus vielleicht selbst kein Faschismus ist - Wirtschaftsfaschismus möglicherweise, denn alle haben stramm nach den Interessen dieses globalen Kartells zu tanzen -, aber sehr leicht dazu führen kann (der Kapitalismus überhaupt). Die liberale, kapitalistische Form der Globalisierung ist eben etwas Abscheuliches, auf das immer weniger Menschen Lust haben. Und Manche sehen Abhilfe nur in Form des Nationalismus, dabei könnte man auch eine soziale, gemeinschaftliche Form der Globalisierung betreiben (Volksprotektionismus gegen die Wirtschaftsmafia). Somag der Liberalismus selbst kein klassischer Faschismus sein, aber die (teils gerechtfertigten bzw. verständlichen) Abwehrreaktionen dagegen können dazu führen.

    Als eine abstrakte Form des Faschismus sehe ich den (Neo)liberalismus dennoch - im Prinzip. Der Wirtschaftsliberalismus - und um etwas anderes geht es der Politik nicht - ist für mich einsozialdarwinistischer Individualfaschismus. Hier geht es zwar nicht um das Recht und Überleben der stärksten Rasse oder Nation, dafür aber um ein archaisches Gesetz des Dschungels. Es ist das gleiche Prinzip - nur auf Einzelpersonen angewandt. Das stärkste Individuum hat Recht und soll überleben, während alle anderen sehen können, wo sie bleiben. So werden das Handeln und die uneingeschränkte Freiheit Weniger zur Einschränkung, Unfreiheit und Schädigung Vieler. Dieses System ist animalisch und eigentlich unter dem Niveau höherer Intelligenzen mit sozialer Kompetenz, doch gleichzeitig auch unnatürlich, aufgrund der Massenanhäufung von Überfluß bei Wenigen, der gar nicht benötigt wird und Anderen fehlt. Es ist eine soziopathische Entartung, die nur zu Extremgefällen und Instabilität führen kann - und letztlich zum Kollaps des Systems.

    Liberalität ist gesellschaftlich sicher gut, doch wirtschaftlich Gift. Arbeit, Wirtschaft und schlichtweg die Absicherung und das Wohlbefindender Menschen kann nicht von solch egoistischen, profitgeilen Soziopathen übernommen werden, die nur ihren kleinen, egozentrischen BWL-Horizont sehen. Deshalb muß die Wirtschaft verstaatlicht und von einem sozialen Volksstaat geleitet werden. Ansonsten kann die Gesellschaft frei bleiben - freier als jetzt, wo immer mehr eingeschränkt wird, da die paar Nutznießer des Systems die Zeichen der Zeit insgeheim deuten und ihre Felle davonschwimmen sehen.
    Es geht (FD)P, Wirtschaft und reicher Minderheit, etc. nicht um jene gesellschaftliche Freiheit, sondern nur um das unbegrenzte Recht und alle Möglichkeiten und Methoden, auszubeuten. Gesellschaftlich werden sie die Freiheit immer weiter zurückfahren - zumindest für alle, die sich keine Freiheit leisten können, denn die ist hier vom Umfang des Geldbeutels abhängig- und einen Überwachungs- und Propagandastaat auf- bzw. ausbauen, da sie einderart ungerechtes Gefällesystem sonst gar nicht aufrechterhalten könnten (wobei auch diese Methode letztlich nicht ewig funktioniert angesichts unübersehbarer Realitäten).

    Doch zurück zu den märchenhaften Wahnvorstellungen der Neoliberalen:

    Sie kommen mit völlig utopischen Versprechungen, wie:"Wohlstand für alle" (Westerwelle). Sie gaukeln uns vor, jeder könne ja Chef werden, doch wie soll das gehen? Wenn jeder Chef wäre, wer soll dann die Fabriken und Dienstleistungsunternehmen der Firmen bedienen? Es KANN nicht mehr Chefs als Angestellte geben (nicht einmal die Balance wäre möglich, sondern deutlich weniger) - das wissen die nur zu gut, und trotzdem kommen sie uns mit solch populistischen Parolen. Das Gegenteil tritt sogar zunehmend ein: Es gibt immer weniger Selbstständige und immer mehr abhängige Angestellte. Das beweist jede objektive Statistik - und ebenso das immer größere Gefällezwischen arm und reich, und zwar national wie international betrachtet.

    Adam Smith’ Gequatsche von der "invisible hand", dem "sich selbst regulierenden Marktmechanismus", etc. hat sich mehrfach als falsch erwiesen und auf der ganzen Welt für Armut, Elend, Tod und grenzenlose globale und nationale Gefälle gesorgt. Hier konnte er in der Weimarer Republik sein Scheitern "eindrucksvoll" unter Beweis stellen, und auch jetzt herrscht dieses grausame System im Grunde nahezu in Rein"kultur". Man scheint zwar angesichts nicht mehr wegzuredender, unübersehbarer Schwerstkrisen allmählich einzusehen, daß es weg von der neoliberalextremistischen Diktatur von Markt und Wirtschaft hin zu mehr Staatund Kontrolle gehen muß, aber wenn der Staat - sprich: das System - nicht stimmt und dies nicht konsequent durchgezogen wird, dann verzögert das den Kollaps höchstens geringfügig. Ein kapitalistischer Staat ist viel machtloser und schwächer als ein (neo)sozialistischer - sowohl was Mittel als auch Einflußangeht. Der Wirtschaft muß einfach das Zepter entrissen werden statt sie zu beknien!
    Und diese "Freiheit", von der immer geredet wird, beschränkt sich auf die Schrankenlosigkeit der Geschäftemacher, deren Ausbeutungsversuchen und -praktikenso keine Grenzen gesetzt werden. So wird, wie bereits angedeutet, die Freiheit Weniger zur Einschränkung und regelrechten Versklavung Vieler.
    Utopisch auch zu glauben, jeder hätte die gleichen Chancen. Wer kein Kapital hat, wird mit ziemlicher Sicherheit auch kein Unternehmen aus dem Boden stampfen können, und der Kapitalstarke hat immer Vorteile gegenüber dem Kapitalschwächeren und somit den längeren Atem. Kleinere Konkurrenten haben so nahezu keine Chance gegen die Großen. Ein paar Oligopolisten oder gar Monopolisten sind am Ende das Resultat. Der Trend ist längst ersichtlich.


    Systempopulisten des Kapitalismus kramen ja immer mal gerne ihr „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Ammenmärchen aus der Mottenkiste. Und dann stellen sich irgendwelche alten Herren und Damen hin und labern uns mit ihren Erfolgsgeschichten voll, dabei völlig vergessend, daß sie es in einer Zeit„geschafft“ haben, in der das System seinem gefällelastigen Endstadium noch viel ferner und alles etwas leichter war. Und so selbstgerecht wie realitätsfern schließen sie dann von sich auf alle anderen und halten uns ihre antiquierten, doppelmoralischen Predigten.
    Die meisten „Gewinner“ hatten und haben (gerade in der jüngeren Zeit) doch irgendwelche wichtigen Connections, ein dickes Startkapital oder mächtig Glück, aber es mag ja auch die ach so großen „Wunder“ der Ex-Tellerwäscher geben. Dann werden dann ganz wenige Figuren in epischer Breite zu „Gewinnern“ hochstilisiert - etwas, daß ja ach so jeder schaffen könne, wenn er nur will -, aber übersehen wird dabei, daß auch diese „Gewinner“ nur ganz wenige von vielen sind. Wir sehen nur die Paar und bekommen nur die Paar vorgesetzt, die es geschafft haben, nicht aber all die Unzähligen, die es nicht geschafft haben. Die sehen wir nicht. Und so relativiert sich dieser neoliberale Quatsch dann auch schon wieder. Die ganzen „Verlierer“ bleiben im Verborgenen, denn das paßt den Systempopulisten nicht in ihre verlogene Propagandavorstellung.

    Den Vogel schießen die Liberalisten jedoch mit der Aussage ab, der Egoismus und das Streben nach Profit des Einzelnen unterstütze automatisch das Ganze. Also: Je mehr Wenige ihre Mitmenschen abzocken, desto mehr hat jeder nachher in der Tasche? Doch wo ist es nur, wenn der Staat noch nicht einmal großartig besteuern darf? Sollen wir auf Freiwilligkeit und Großzügigkeit der Unternehmer setzen? Aber wie denn, wenn doch angeblich ihr Egoismus der Schlüssel zum Wohlstand ist? …Und was nützt es dem Arbeitnehmer, wenn sein Chef da die Arbeitszeiten in die Höhe treibt und Arbeit auf immer weniger Schultern verlagert, da der Staat ihm ja alles erlaubt? Auch für die (ungefälschte) Arbeitslosenstatistik ist diese Doktrin nicht sehr vorteilhaft.

    Auch die Qualität von Dienstleistungen und insbesondere Produkten wird keineswegs besser, denn die Profitgier bzw. der Druck durch stärkere Konkurrenten animieren immer mehr Unternehmen dazu, billigste Materialien zu verwenden, Angebote auf das Nötigste zu beschränken und extra kurzlebig zu produzieren (z.B. Fernseher, etc.). Auch, weil es für viele Produkte eben heute nur noch Ersatzbedarf gibt und der Bürger immer weniger in der Tasche hat; aufgrundexpansiv-kumulativer Gefälle in diesem System werden immer mehr Tricks im Profitwahn oder im Kampf ums Überleben - um die letzten Pfründe eben - angewandt. Siehe z.B. Gammelfleischskandal. Doch wie fruchtlos, naiv und beinahe heuchlerisch ist es, sich über derlei Symptome bzw. Resultate des Systems zu echauffieren, dabei aber partout nicht das System selbst als Ursache nennen zu wollen.
    Die Invisible Hand ist ein, selbst theoretisch, völlig paradoxer Wahnsinn, der niemals funktionieren kann. Außerdem rechnet der smith‘sche Phantast immer mit sogenannten "rationalen" Entscheidungen. Die da wäre z.B.: "Was billig ist, nehme ich". Nun, diese Doktrin führt wiederum zu Dumping ohne Ende und volksschädlichem Wettbewerbswahn. Zudem ist sie unzutreffend, da auch "irrationale" Entscheidungen gefällt werden können. So könnte z.B. eine teurere, aber qualitativ als hochwertiger eingeschätzte oder einheimische Marke bevorzugt werden von manchen Konsumenten. Usw.,usf..

    Auch die letzte Bastion der Liberalen, ihr System würde ja angeblich für eine Aufwertung ärmerer Länder sorgen, ist letztlich nur eineingebeultes Luftschloß. Da zählen sie dann ein, zwei Länder, wie z.B. China auf, und geraten dann schon ins stocken. Die dritte Welt macht circa 85% der Welt aus, und den meisten Nationen geht es durch diesen globalen Raubtierkapitalismus keineswegs besser, sondern unverändert schlecht oder immer schlechter.
    China und Konsorten haben den Kapitalismus etwas später begonnen und erleben deshalb die typischen Endstadiumskrisen des Systems auch etwas später - das ist alles. Angesichts der immer stärker kriselnden Weltwirtschaft und somit einer abnehmenden Zahl von „gesunden“ Handelspartnern und einer bereits jetzt schon völlig gefällelastigen Gesellschaft aus wenigen Neosnobs, ein paar Aufsteigern in den Städten und einer riesigen Masse von Armen - gerade auf dem Land - dürfte es bei China, Indien und Co. allerdings bei weitem nicht so lange dauern wie im Westen, bis das Monopolyspiel vorbei ist. China und Indien z.B. haben es von vorneherein versäumt, eine nennenswerte Kaufkraft im eigenen Lande aufzubauen und sind deshalb extrem abhängig von ein paar fragilen Exportpartnern.
    Außerdem muß man immer noch berücksichtigen, wer in erster Linie von diesem begrenzten Wirtschaftswachstum profitiert: Ausländische Investoren und lokale Chefs oder tatsächlich die Arbeitnehmer, die zu Hungerlöhnen und schlechtesten Bedingungen schuften? Würden ihre Arbeitsbedingungen besser sein bzw. werden, so hätten sie ja nicht mehr den großen „Wettbewerbsvorteil“ der Dumpingländer. Insofern sieht ihre Zukunft genauso schwarz wie die der Arbeiter in Ländern mit besseren Arbeitsumständen aus durch diese Zwangsprostitution aller Arbeitnehmer der Welt vor der globalen Wirtschaftsmafia. Die Einen werden erpreßt mit den billigen Löhnen und schlechten Arbeitsumständen in anderen Ländern, und in eben diesen Ländern gibt es keine Aussicht auf Besserung, da sonst sofort wieder der „Standortvorteil“ dahin wäre. Und so dumpen alle Länder bzw. Völker gegenseitig um die Wette, um ja die Gunst der Vampire zu erhaschen. Dieser Konkurrenzwahn betrifft auch die armen Länder untereinander, und nur die wenigsten fassen dabei überhaupt ansatzweise Fuß.
    Das Fazit ist also, daß der Wirtschaftsliberalismus den ärmeren Ländern keineswegs Vorteile bringt - jedenfalls nicht den Völkern. Er führt zu einer lebensvermiesenden, würdelosen Prostitution vor der reichen Minderheit und einer bitteren Abhängigkeit vom Weltmarkt und dem Ausland generell. Der Binnenmarkt wird dabei meist sehr vernachlässigt, was die Abhängigkeit noch erhöht.

    Eine Abwärtsspirale der Arbeitnehmerrechte, der Löhne, der Arbeitsumständeund letztlich der Lebensqualität für die Massen ist die Folge von wirtschaftsliberaler Globalisierung - ein Prozeß, der gestoppt werden muß.

    Das chaotische System ist durch und durch kannibalistisch und endet immer wieder alle paar Dekaden in der Sackgasse, wie zuletzt um den zweiten Weltkrieg herum. Denn wie soll ein System, in dem alles auf Geldbasiert und das auf die Kaufkraft und den Konsum einer möglichst breiten Masse angewiesen ist, auch dauerhaft funktionieren, wenn sich diese Kaufkraft immer mehr auf eine kleine Spitze verlagert, wenn also der Masse immer mehr die Mittel für den systemnotwendigen Konsum entzogen werden? Aber auch das ist fester Bestandteil des Systems - ebenso wie die utopische Annahme, es könne dauerhaften Wachstum auf begrenztem Raum geben. Man merkt wirklich, es hier mit sektiererischen Wirtschaftsdemagogen zu tun zu haben. Und dennoch werden solche Gestalten immer wieder als „Experten“ zelebriert in gewissen Blenderkreisen. Aber was sind das für „Experten“, die immer wieder dieselben Fehler machen und bis zuletzt blind in jede Krise getaumelt sind, während konsequente Linke lange davor warnten und es noch tun? Und auch nach jeder Krise machen die„Wirtschaftsexperten“ munter weiter mit ihrer destabilisierenden, hilflosen, kurzsichtigen Umverteilungsbeschleunigungspolitik von unten nach oben in Formvon Rationalisierungen und mannigfaltigen Kürzungen hier und dort - kurz: Totspardiktaten -, nur nicht bei der Wirtschaft und denen, die zuviel haben. Auch sehen wir, was passiert, wenn jeder Unternehmer nur mit seiner kurzsichtigen BWL-Brille zu Werke geht und dabei völlig außer Acht läßt, was sein egoistisches Streben nach größtmöglichem Profit im großen Zusammenhang längerfristig verursacht.

    Was hat diese phantastische Träumerei der (neo)liberalen Utopisten in der Welt nicht alles angerichtet und tut es noch? Dieses System verursachtvielleicht in der Regel nicht so viele Tote auf direkten Regierungs- bzw. Staatsbefehl hin, aber es hinterläßt und hinterließ bereits Millionen und Abermillionen von Toten und Verelendeten ganz einfach durch die herrschenden, wirtschaftstotalitären Rahmenbedingungen und unterlassene oder unzureichende Hilfeleistungen gegenüber den ganzen Systemopfern. Nur übernimmt es dafür nicht die Verantwortung, da all diese Hunger- und Kältetoten, etc. ja „einfach irgendwie so zustandekommen“, ohne daß es einen Diktator braucht, der dies befiehlt. Und da wird dann heuchlerisch herumorakelt, wie es denn sein kann, dabei steckt der Fehler ganz einfach im System.
    Das ganze Thema wäre nach einer einzigen seriösen, öffentlichen Diskussion vom Tisch, gäbe es nicht so eine mächtige, da betuchte Lobby dahinter. Für mich ist Neo-/Wirtschaftsliberalismus eine gefährliche Extremismusform. Sie wollen eine totalitäre, sozialdarwinistische Wirtschaftsdiktatur von Markt und Kapital - ohne jede Moral, ohne jede soziale Gemeinschaft und Fürsorge und ohne Gefühl und Geist. Und das alles im Namen und zu Gunsten einer kleinen, alles beherrschenden, reichen Minderheit. Wer tatsächlichan diesen kinderleicht zu widerlegenden Unsinn glaubt und tatsächlich solch eine kranke Diktatur von Markt, Kapital und einer kleinen, aber mächtigen Wirtschaftsmafia will, der kann nur ein realitätsferner, zudem überaus naiver und/oder asozialer Extremist sein - ein Liberal- bzw. Wirtschaftsextremist eben. Zeit, darauf hinzuweisen und beherzt gegen diese Volksbauernfängerei vorzugehen. Damit der Wirtschaftsliberalismus keine Chance mehr erhält - keine Chance, NOCH mehr Opfer zu fordern.

    Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus!
    Geändert von Redwing (19.05.2013 um 02:58 Uhr)
    Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!

  2. #2
    Firecreek
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    Warum immer diese Doppel- und Dreifachthreads?
    Wenn du etwas als Einzelstudie los werden willst, nutze doch den Blog. Diese Mehrfachthreads ermöglichen keine zusammenhängende Diskussion und laufen auch inhaltlich auf reine Wiederholung hinaus. Dies erzeugt dann im Verlauf Langeweile bei den Foristen und deren Unmut.
    Ich hatte mich schon bei deinem ersten thread gefragt, warum du ihn nicht in einen der bestehenden integrierst, zumal du ja keine besondere These entwickelst oder einen neuen Blick auf die angesprochene ökonomische Schieflage wirfst.

  3. Folgende 6 Benutzer sagen Danke zu Firecreek für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (19.05.2013), PrometheusXL (22.05.2013), Sal Paradise (22.05.2013), Stillicho (22.05.2013), Walter Hofer (19.05.2013), wudi (19.05.2013)

  4. #3
    Walter und sein Team Avatar von Walter Hofer
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    Zitat Zitat von Firecreek Beitrag anzeigen
    Warum immer diese Doppel- und Dreifachthreads?
    Wenn du etwas als Einzelstudie los werden willst, nutze doch den Blog. Diese Mehrfachthreads ermöglichen keine zusammenhängende Diskussion und laufen auch inhaltlich auf reine Wiederholung hinaus. Dies erzeugt dann im Verlauf Langeweile bei den Foristen und deren Unmut.
    Ich hatte mich schon bei deinem ersten thread gefragt, warum du ihn nicht in einen der bestehenden integrierst, zumal du ja keine besondere These entwickelst oder einen neuen Blick auf die angesprochene ökonomische Schieflage wirfst.
    Mit solchem ungegliederten, absatzfreien, unausgegorenen Geschreibsel - ohne Diskussionansätze, quasi ein Ellerbecker Rundschlag für und gegen alle - werden wir von ihm seit zig Jahren in allen Foren beglückt! milielol5:

    Seine Kernbotschaft lautet:
    alle, die arbeiten sind doof, nur er als cleverer H4-Bezieher (bis zur Rente) nicht
    hoch mit mir, nieder mit den anderen
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Walter Hofer für den nützlichen Beitrag:

    Stillicho (22.05.2013)

  6. #4
    Walter und sein Team Avatar von Walter Hofer
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    Zitat Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
    Es wird Zeit für den zweiten Flaggtext, der sich ganz dem scheitenden System und insbesondere der neoliberalen sektiererischen Maximalpervertierung widmet.

    So, Leute, hier möchte ich einmal auf die Verbrechen des (Neo)liberalismus bzw. Wirtschaftsliberalismus und die Gefahr, die von dieser verkorksten Ideologie ausgeht, hinweisen, jedoch ebenfalls darauf, daß sie quasi systemimmanent ist.

    Geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus!
    Genau: 2.000 Euro Grundeinkommen p.m.
    + kostenlose ärztl. Behandlungen
    + freie, kostenlose Wahl der Medikamente
    + Weihnachtsgeld
    + Urlaubsgeld
    + 500 Euro Zuschuss für Ballerspiele zum Zeitvertreib

    Fehlt noch was, Rotflügel?
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


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    grauer kater (19.05.2013), wudi (19.05.2013)

  8. #5
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Walter Hofer Beitrag anzeigen
    Genau: 2.000 Euro Grundeinkommen p.m.
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    Fehlt noch was, Rotflügel?
    Bei totaler Automation der Produktion könnte das für großte Teile der Bevölkerungen eintreten, soweit nicht noch ausreichend Jobs in der ebenso unproduktiven Bürokratie oder eben Jobs in Pflegeberufen anfallen, die sich nicht automatisieren lassen.

    Allerdings stelle ich mir unter kreativen humanistischen Menschsein etwas anderes vor, als dass man als Individuum ruhiggestellt und alimentiert wird!

  9. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Stillicho (22.05.2013), Walter Hofer (19.05.2013)

  10. #6
    Rotinquisitor Avatar von Redwing
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    Würdest du dich bitte woanders als argumentbefreiter Vollidiot outen, Waldiman? Das MUSS doch jetzt nicht unbedingt meinen Flaggtext beschmutzen. So als wenn eine dicke Taube im Vorbeiflug auf den Lack des B2-Bombers kackt. ;-)

    Zitat Zitat von Firecreek Beitrag anzeigen
    Warum immer diese Doppel- und Dreifachthreads?
    ...
    Was kann ICH dafür, wenn irgendwer hier mal ein Vorprogramm veranstaltet hat? 8-) Ich bin seit Mitte Mai in Politopia registriert, und die Zeit davor existiert hier für mich nicht. Wohl aber ist es ein obligatorischer Akt, daß ich erst einmal in jedem Forum meine drei bis vier wichtigsten Texte offenbare, mit denen ich ein festes Fundament errichte. Im Grunde reicht es schon, wenn ihr diese drei bis vier Texte aufmerksam lest; danach könnt ich im Grunde auch gleich Urlaub machen. :-D Denn da steht geballt im Kern fast alles, was ich politisch-wirtschaftlich-lebensphilosophisch zu sagen habe. Alles andere hat leider oft notgedrungen Wiederholungscharakter, wenn irgendwelche Leute mir in unzähligen kleinen Scharmützeln Dinge vorhalten, die in den Flaggtexten längst behandelt wurden. Und dann kann ich etwas ganz Lustiges sagen: "Lies den Text" und setze einen Link. ;-D

    Redwing over - gegen wirtschaftsfaschistischen Marktextremismus
    Geändert von Redwing (22.05.2013 um 04:59 Uhr)
    Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!

  11. #7
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Walter Hofer Beitrag anzeigen
    Genau: 2.000 Euro Grundeinkommen p.m.
    + kostenlose ärztl. Behandlungen
    + freie, kostenlose Wahl der Medikamente
    + Weihnachtsgeld
    + Urlaubsgeld
    + 500 Euro Zuschuss für Ballerspiele zum Zeitvertreib

    Fehlt noch was, Rotflügel?
    Ahh, danke für die Zusammenfassung Kannst Du das dann bitte immer gleich erledigen, damit ich schneller durch bin.

  12. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (22.05.2013), Stillicho (22.05.2013)

  13. #8
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
    Würdest du dich bitte woanders als argumentbefreiter Vollidiot outen, Waldiman? Das MUSS doch jetzt nicht unbedingt meinen Flaggtext beschmutzen. So als wenn eine dicke Taube im Vorbeiflug auf den Lack des B2-Bombers kackt. ;-)
    Was kann ICH dafür, wenn irgendwer hier mal ein Vorprogramm veranstaltet hat? 8-) Ich bin seit Mitte Mai in Politopia registriert, und die Zeit davor existiert hier für mich nicht. ................................
    Deine Konglomerate von teils richtiger Analyse, dann leider falschen Reflexionen und schon gar keinen Vorstellungen, wie man gestalten sollte, stellen schon eine Zumutung für lesende Foristen dar! Ich jedenfalls erspare mir die Mühe, irgendwelche Flaggtexte zu lesen, nachdem ich deren drei bis vier von Dir z.K. genommen habe und danach nur noch auf variierte Wiederholungen traf! Grüsse vom grauen kater

  14. Folgende 6 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (23.05.2013), PrometheusXL (27.05.2013), Sal Paradise (22.05.2013), Stillicho (22.05.2013), Walter Hofer (22.05.2013), wudi (22.05.2013)

  15. #9
    Firecreek
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    Zitat Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
    Was kann ICH dafür, wenn irgendwer hier mal ein Vorprogramm veranstaltet hat? 8-) Ich bin seit Mitte Mai in Politopia registriert, und die Zeit davor existiert hier für mich nicht. Wohl aber ist es ein obligatorischer Akt, daß ich erst einmal in jedem Forum meine drei bis vier wichtigsten Texte offenbare, mit denen ich ein festes Fundament errichte. Im Grunde reicht es schon, wenn ihr diese drei bis vier Texte aufmerksam lest; danach könnt ich im Grunde auch gleich Urlaub machen. :-D Denn da steht geballt im Kern fast alles, was ich politisch-wirtschaftlich-lebensphilosophisch zu sagen habe. Alles andere hat leider oft notgedrungen Wiederholungscharakter, wenn irgendwelche Leute mir in unzähligen kleinen Scharmützeln Dinge vorhalten, die in den Flaggtexten längst behandelt wurden. Und dann kann ich etwas ganz Lustiges sagen: "Lies den Text" und setze einen Link. ;-D

    Redwing over - gegen wirtschaftsfaschistischen Marktextremismus
    Du mißverstehst die grundlegende Funktion eines politisches Forums, denn es wurde nicht zur Selbstdarstellung der Foristen eingerichtet, sondern zur Erhellung von Sachverhalten.
    Wenn du dem Forum zumutest, sehr lange Texte von dir zu lesen, ohne dich selbst in das Forum einzulesen, noch nicht einmal in die aktuelle Übersichtskarte der threads (Seite 1 poltopia), dann mußt du es den geneigten Foristen nicht übelnehmen, wenn sie dich darauf aufmerksam machen, daß der Diskussionsstand des Forums etwas fortgeschrittener ist als jener in deinen Texten.
    Auch würde ich mich an deiner Stelle nicht darauf verlassen, daß ein politisches Forum der geeignete Ort für Offenbarungen ist. Überhaupt eigenet sich das Netz nur sehr bedingt für Offenbarungserfahrungen.
    Also weniger Flagtexte, die ihr Versprechen nicht halten, und statt dessen vielleicht Diskussionsbeiträge?
    Geändert von Firecreek (22.05.2013 um 16:37 Uhr)

  16. Folgende 9 Benutzer sagen Danke zu Firecreek für den nützlichen Beitrag:

    A0048 (27.05.2013), BudSpencer (23.05.2013), grauer kater (22.05.2013), gun0815 (28.05.2013), PrometheusXL (22.05.2013), Sal Paradise (22.05.2013), Stillicho (22.05.2013), Walter Hofer (22.05.2013), wudi (22.05.2013)

  17. #10
    Politopia-Urgestein Avatar von wudi
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    Ich werde wohl dazu übergehen und die Texte nicht zu lesen. Irgendwann läuft sich die Sache tot. Wie wäre es mit Leserbriefen in Zeitungen?







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



  18. #11
    Liberaler Europäer Avatar von El Toro
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Ich werde wohl dazu übergehen und die Texte nicht zu lesen. Irgendwann läuft sich die Sache tot. Wie wäre es mit Leserbriefen in Zeitungen?
    Die Texte des Roten würden bei einer Zeitung sofort im Papierkorb landen wegen Spam.

  19. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu El Toro für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (22.05.2013), Walter Hofer (22.05.2013)

  20. #12
    Walter und sein Team Avatar von Walter Hofer
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    Zitat Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
    Würdest du dich bitte woanders als argumentbefreiter Vollidiot outen, Waldiman?
    leider nein, meine Rothaut............ , grüß den Kiffer Manitu von uns! mile:
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


  21. #13
    Walter und sein Team Avatar von Walter Hofer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ahh, danke für die Zusammenfassung Kannst Du das dann bitte immer gleich erledigen, damit ich schneller durch bin.
    Gerne, ich habe mit dem Kameraden sehr viel Übung......... und kann abgefuckten Spam schnell und griffig übersetzen!
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


  22. Folgender Benutzer sagt Danke zu Walter Hofer für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (23.05.2013)

  23. #14
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    Zitat Zitat von Walter Hofer Beitrag anzeigen
    leider nein, meine Rothaut............ , grüß den Kiffer Manitu von uns! mile:
    Es ist ein Vorurteil, daß Kiffer faul sind.
    Auch Kiffen unterliegt der Eurokrise. Frag mal bei den Neuen Bürgerlichen nach, welche Spenden-Abbonements sie wegen grassierender Shitpreise gekündigt haben ....

  24. #15
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    Zitat Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
    ....
    Redwing over - gegen wirtschaftsfaschistischen Marktextremismus
    Du scheinst das ganz alleine zu können.
    Zur Glaubwürdigkeit sozialistischer Phantasien gehört für mich mindestens , daß anflugweise rüberkommt, daß man sich mit dem Wohl und Wehe der Menschen auseinandersetzt, indem man Platz läßt für individuelle Befindlichkeiten.
    Grundlage für das Zusammenleben ist ua der Dialog. Wenn dir das zuviel ist, dann schwinge deine wie auch immer gefärbten Flügel auf gen Horizont.
    Da biste garantiert für dich.
    Geändert von Müllers Esel (22.05.2013 um 23:49 Uhr)

  25. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Müllers Esel für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (23.05.2013), grauer kater (23.05.2013), PrometheusXL (22.05.2013)

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