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Thema: Sexismus im Job

  1. #91
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    An welcher Stelle genau negiert sie diesen Rechtsgrundsatz?
    An der Stelle, an dem sie meint, es hätten sich von all den Damen, die im Laufe von Dieter Wedels Berufsleben mit ihm zu tun gehabt haben, zu wenige hinsichtlich dieser Vorwürfe geäußert… insgeheim unterstellt sie damit, dass die Vorwürfe gewichtiger zu werten sind als des Regisseurs Dementi - zudem harmonieren sie so wunderbar mit dem zeitgeistkonformen Generalverdacht, Sexismus sei eine rein männliche Domäne und der Weiblichkeit stehe ein Opfer-Abo zu. (Welch schlimmes Wort, als Herr Kachelmann, wurden ihm gegenüber nicht auch schon Beschuldigungen laut?, es aussprach)

  2. #92
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Ich sag ja auch nicht Kottlett zu Ihnen, Herr BudSpencer, auch wenn sie welche haben...
    Noch einen Supersubsti für Sie obendrauf Herr Konrad.


  3. #93
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Und damit "negiert" sie den Rechtsgrundsatz?
    Ist es nicht eher so, dass sie sich dazu hinreissen lässt, diesen zu missachten?

    Wer einen semantischen Unterschied feststellt, mal Hand hoch...


    Bei Wedel gibt es wohl keinen Zweifel mehr. In der "Zeit" stand:

    Es gibt neue, schwere Vorwürfe gegen Dieter Wedel (75). Vier weitere Frauen sprechen in der aktuellen Ausgabe der 'Zeit' über ihre teils dramatischen Erfahrungen mit dem Fernsehregisseur. Diese reichten demnach von Schikane über Körperverletzung bis hin zu sexueller Nötigung und sogar Vergewaltigung.

    Es gibt neue, schwere Vorwürfe gegen Dieter Wedel (75). Vier weitere Frauen sprechen in der aktuellen Ausgabe der 'Zeit' über ihre teils dramatischen Erfahrungen mit dem Fernsehregisseur. Diese reichten demnach von Schikane über Körperverletzung bis hin zu sexueller Nötigung und sogar Vergewaltigung.

    Die Schauspielerin Ute Christensen wirft Dieter Wedel in der 'Zeit' Mobbing und Demütigung vor. Dies sei die Konsequenz daraus gewesen, dass sie im Jahr 1981 eine Einladung auf sein Zimmer ausgeschlagen hatte. Christensen - damals im zweiten Monat schwanger - habe nach 40 Drehtagen dem Mobbing nervlich nicht mehr standgehalten. Die Folge: Nervenzusammenbruch und Einlieferung ins Krankenhaus. Dort habe sie ihr ungeborenes Kind verloren.

    "Er schlug meinen Kopf immer wieder aufs Bett"

    Die Schweizer Schauspielerin Esther Gemsch berichtet davon, dass Wedel sie 1980 in seinem Hotelzimmer angegriffen haben soll und versucht habe, sie zu vergewaltigen. Im Dossier von der 'Zeit' wird Gemsch wie folgt zitiert: "Er setzte sich rittlings auf mich, packte meinen Kopf bei den Haaren und schlug ihn immer wieder aufs Bett, einmal auch an die Wand und dann einmal auf die Bettkante." Er habe sie auch mit ihrem Schal gewürgt, so dass sie kaum noch Luft bekommen habe. Aufgrund ihrer Verletzungen musste Gemsch den Dreh abbrechen. Wedel besetzte ihre Rolle neu.

    Vergewaltigung im Wald

    Eine Schauspielerin, die anonym bleiben will, wirft Wedel Vergewaltigung vor. Der Regisseur habe sie 1975 mit seinem Auto in ein Waldstück gefahren und dort vergewaltigt, heißt es im Dossier der 'Zeit'.
    Dieter Wedel selbst verzichtete diesmal auf eine detaillierte Stellungnahme und verwies dabei auf seinen angeschlagenen Gesundheitszustand. Der Regisseur befindet sich aktuell wegen einer Herz-Attacke im Krankenhaus. Am Montag erst zog sich Wedel aufgrund der zuvor bereits gegen ihn erhobenen Anschuldigungen mehrerer Frauen als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurück.
    Ob bei Esther Gemsch oder einer anderen Schauspielerin, weiß ich nicht mehr, aber in einem der Fälle sollen noch Versicherungsunterlagen mit Krankenakten vorhanden sein, die massive Gewalt belegen.

    Dass Schauspielerinnen, die sich Wedel entzogen, von ihm übelst gemobbt und häufig am Ende so weit wie möglich aus dem Film herausgeschnitten wurden, war allgemein bekannt.

    Wie schon im letzten Jahr hier diskutiert wurde: Der Ober grapscht den Unter. Es geht immer und ausschließlich um Macht. Es wird doch niemand annehmen, dass diese Typen sexuell unterversorgt waren und aus purer Not gehandelt haben...

    Es wäre übrigens falsch, jetzt nur die Filmbranche aufs Korn zu nehmen. Ich möchte nicht wissen, was in der Politik abläuft, von Berlusconi mal abgesehen. Jedenfalls gibt es Gemunkel auch im Bundestag.




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  4. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    Diogenes2100 (30.01.2018), Konrad (30.01.2018)

  5. #94
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    An der Stelle, an dem sie meint, es hätten sich von all den Damen, die im Laufe von Dieter Wedels Berufsleben mit ihm zu tun gehabt haben, zu wenige hinsichtlich dieser Vorwürfe geäußert… insgeheim unterstellt sie damit, dass die Vorwürfe gewichtiger zu werten sind als des Regisseurs Dementi - zudem harmonieren sie so wunderbar mit dem zeitgeistkonformen Generalverdacht, Sexismus sei eine rein männliche Domäne und der Weiblichkeit stehe ein Opfer-Abo zu. (Welch schlimmes Wort, als Herr Kachelmann, wurden ihm gegenüber nicht auch schon Beschuldigungen laut?, es aussprach)
    Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um die Negierung eines Rechtsgrundsatzes, sondern eine juristisch unverbindliche Situationseinschätzung hinsichtlich des Umfangs der mutmaßlichen und dem Herrn Wedel vorgeworfenen Straftaten und des damit einhergehenden impliziten Missbrauchs seiner Stellung.

    Das unterscheiden zu können sollte ein sich belesen gebender Zeitzeuge doch für sich als Lernziel anstreben, oder wäre das bereits zuviel verlangt?

  6. #95
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    […] Bei Wedel gibt es wohl keinen Zweifel mehr. […]
    Zu den Zweiflern, die es Deiner Meinung nach nicht mehr gibt, scheint übrigens Ulrich Tukur zu zählen, der sich jetzt zur Präjudizierung Dieter Wedels geäußert hat, nicht ohne auszudrücken, dass es ihm Angst mache, im Zuge dieser 'MeToo"-Kampagne wohl selbst bald als Verteidiger eines mutmaßlich Schuldigen am Pranger zu stehen…

  7. #96
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Bei Wedel gibt es - Unschuldsvermutung hin oder her - keinen Zweifel mehr, dass er im Glanze seiner Berühmtheit und seines Erfolges meinte, sich alles erlauben zu können.

    Man hört jetzt ab und an Stimmen, auch von Frauen, die sagen, die Frauen hätten sich wehren können, hätten Übergriffe schon vor Jahren bekanntmachen und thematisieren können. Ich halte das für perfide, denn vergewaltigt zu werden, ist bei Frauen (und Männern im Knast!) immer noch schambesetzt, als hätten sie es herausgefordert, was ja auch weltweit immer noch so gesehen wird, mehr oder weniger intensiv, aber mit Nachklang auch bei uns.

    Ingrid Steeger sagt, sie sei mehrmals vergewaltigt worden. Frauen in meinem (auch beruflichen) Umfeld sagen gerne, sie habe sich ja auch sehr sexy gegeben... Da klingt er durch, der alte Zickenkrieg. Ich glaube nämlich, dass Ingrid Steeger die Scheißkerle auf andere Weise "ermuntert" hat: Sie ist sehr klein und sehr zierlich. Da kann man leicht Macht ausüben.
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  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    Konrad (04.02.2018)

  9. #97
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Bei Wedel gibt es - Unschuldsvermutung hin oder her - keinen Zweifel mehr, dass er im Glanze seiner Berühmtheit und seines Erfolges meinte, sich alles erlauben zu können. […]
    Ah, da meint jemand, er müsse Til Schweiger beistehen… (mal schauen, wann erste Frauen sich über dessen Verhalten beschweren)

  10. #98
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ah, da meint jemand, er müsse Til Schweiger beistehen… (mal schauen, wann erste Frauen sich über dessen Verhalten beschweren)
    Allemal besser als einem Arschloch wie Wedel beizustehen.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (04.02.2018)

  12. #99
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Sehe gerade, dass auch meint, sich äußern und einen Verdacht in die Welt setzen zu müssen, für den es zumindest bislang nicht den Hauch eines Anlasses gibt.
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  13. #100
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Was mich wundert ist, dass das gegenwärtige Thema No 1, das den Blätterwald zum Rauschen bringt, nicht diskutiert wird. […]
    Hierzulande wird halt lieber gerauscht als diskutiert… auch Claus-Theo Gärtner (besser bekannt als "Matula" aus der TV-Vorabendserie "Ein Fall für zwei") begrüßt, dass mit der #MeToo-Kampagne das Thema jetzt eines ist - obwohl er einräumt, in allen Jahrzehnten, in denen er mit den unterschiedlichsten Regisseuren gearbeitet hat, das, was jenen jetzt so medienwirksam vorgeworfen wird, nie erlebt zu haben.

  14. #101
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    ..... das, was jenen jetzt so medienwirksam vorgeworfen wird, nie erlebt zu haben.
    Woran das wohl liegen mag?
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  15. #102
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Woran das wohl liegen mag?
    Witzbold. Claus-Theo Gärtner hat damit ausgesagt, dass unbotmäßige Annäherungsversuche des jeweiligen Regisseurs gegenüber weiblichem Personal am Set bei keinem Dreh vorgekommen ist; und auch, was die sonstigen Vorwürfe (etwa hinsichtlich Dieter Wedels als Menschenschinder) betrifft, wohl übertrieben worden sind.

  16. #103
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Witzbold. Claus-Theo Gärtner hat damit ausgesagt, dass unbotmäßige Annäherungsversuche des jeweiligen Regisseurs gegenüber weiblichem Personal am Set bei keinem Dreh vorgekommen ist; und auch, was die sonstigen Vorwürfe (etwa hinsichtlich Dieter Wedels als Menschenschinder) betrifft, wohl übertrieben worden sind.
    Klar, da hat er mit Sicherheit genau drauf geachtet. Vermutlich hat er immer mit auf der Besetzungscouch gesessen.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  17. #104
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Bei Wedel gibt es keine Unschuldsvermutung mehr. Insbesondere das Gebrülle und die "sachgrundlosen" Schikanen haben zu viele am Set mitbekommen, aber es war wohl so, dass man ihn für ein Genie hielt, das man in seinem Schaffensprozess nicht durch Widerworte beeinträchtigen durfte. Den Bademantel haben sicher nicht so viele gesehen, ausnahmslos Frauen und, nach dem was man weiß, ausnahmslos mit leicht eretzbaren Nebenrollen.
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Bei Wedel gibt es keine Unschuldsvermutung mehr. […]
    Komisch eigentlich. Bei internen Ermittlungen des NDR hat es bislang keine Hinweise auf einen konkreten Tatverdacht ergeben. Jetzt wurde dazu aufgerufen, dass die mutmaßlichen Opfer sich (gern auch anonym) melden. Irgendwie bedürfen die Vorwürfe dann doch belastbarer Belastungszeugen und konkretere Aussagen zu den jeweiligen Tatvorgängen.

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