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Thema: Undemokratische Städteplanung

  1. #1
    Politopia-Methusalem Avatar von Kleinlok
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    Standard Undemokratische Städteplanung

    Ich erlebe deutsche Städteplanung als meist undemokratisch. Mögliche Gründe:

    Es geht meist um sehr viel Geld, das aber dummerweise oft nur auf bestimmte Arten
    machbar scheint. Dazu eghört oft der Abriß bestehende rBauten, selbst dann,
    wenn diese noch in Ordnung sind.

    Ob der Bevölkerung das alle passt und ob die es ertragen will, das ein größterer Umbau
    viel Lärm und Dreck bringen, auch jede Menge zusätzlichen Autoverkehr nach der
    Inmbetriebnahme der Neubauten anziehen kann, das interessiert diejenigen,
    die da das dicke Geld verdienen wollen, meist wenig bis überhaupt nicht.

    Großspurig wird zwar oft erzählt, dass und wie man sich um das Gemeinwohl sorgt,
    dass da etwas tolles und urbanes für alle entstehen woll, das Blöde ist
    nur das mit so etwas urbanem meist nicht das ganz dicke Geld eingefahren werden kann,
    als wenn das was Urbanes auch für Normalos werden woll.

    Bisweilen mag da noch was mit Bakschisch gehen, wer weiß?

    Auch beii uns in unserem Nest treibt die Undemokratie in diesem Bereich mal wieder erstaunliche Blüten:

    Da soll ein größerees Projekt in der Stadtmitte von Dreieich-Sprendlingen verwirklicht werden.



    http://www.op-online.de/lokales/nach...n-3202012.html

    Dies Projekt stößt abe bis dato auf einigen Widerspruch.
    Inwieweit dieser Widerspruch repäsentativ ist,
    ist noch unsicher, aber inweit die Investorenziele wirklich
    den Punlikumsgeschmack treffen auch.

    Es wurde zwar etas von demokratischer Bürgerbeteuligung erzählt und es wurde ein sogenanntes Bürgerforum einberufen. Das tagte aber nur ein paar mal und seitdem es da anscheinend Widerspruch gab, ist es scheinbar eingeschlafen.

    Und das soll anscheinend auch so bleiben, wenn es nach dem Investor, dem Bürgermeister und seinem 1.Stadtratgeht(das Possesivpronomen 2. Singular wähle ich jetzt einmal ganz bewusst.)

    http://www.op-online.de/lokales/nach...h-3441953.html

    Dreieich - Nachdem im Dezember das Bürgerforum zur Neuen Mitte Sprendlingen tagte, ist es um das geplante Bauprojekt ruhig geworden. Diesen Eindruck will Erster Stadtrat Martin Burlon zerstreuen. Seinen Angaben nach tut sich einiges hinter den Kulissen.

    Allerdings sei er zu optimistisch gewesen, was die Offenlage des Bebauungsplans angeht, wie er auf Anfrage mitteilt. Ende vergangenen Jahres hatte Architekt Markus Rathke seine überarbeiteten Pläne für die Hauptstraße 22-38a vorgestellt. Auf dem etwa 7.000 Quadratmeter großen Gelände sollen ein Einkaufsmarkt und fünf Häuser plus Quartiersplatz und Tiefgarage entstehen. Rathke hatte nach Protesten von Anwohnern die Anordnung der Häuser geändert. In das Projekt will die Schoofs Immobilien GmbH etwa 20 Millionen Euro investieren.

    Die Planer sind an der Arbeit, betont Burlon. Zudem gebe es bereits Gespräche mit den zuständigen Behörden. „Dies braucht mehr Zeit als gedacht“, erklärt der Erste Stadtrat, der ursprünglich mit einer Offenlage im Februar gerechnet hatte. Nun möchte er sich nicht auf einen Termin festlegen lassen und spricht von den nächsten Wochen. Angesprochen auf einen möglichen Zeitdruck durch eine Ausstiegsklausel, die es für den Investor gibt, zeigt sich Burlon gelassen. Wenn es der gemeinsame Wille aller Beteiligten sei, das Projekt zu verwirklichen, lasse sich über mögliche Fristverlängerungen reden.

    Alles zur Neuen Mitte in Sprendlingen lesen Sie hier

    Vorerst ist kein weiteres Bürgerforum vorgesehen. Ein solches könne nach Baubeginn wieder einberufen werden. Das heißt aber nach Burlons Worten nicht, dass die Bürgerbeteiligung damit abgeschlossen ist. Mit der Offenlage des Bebauungsplans nimmt das gesetzlich vorgeschriebene Prozedere der Beteiligung seinen Lauf. Interessierte können ihre Einwände und Stellungnahmen zu dem Projekt abgeben.

    Deswegen lässt sich auch noch nicht abschätzen, wann der Bebauungsplan verabschiedet werden kann. Das liegt nach Angaben von Burlon nicht zuletzt an der Zahl der Einwände und Stellungnahmen der Bürger und Behörden, die erst einmal abgearbeitet und bewertet werden müssen. Erst danach könne der Plan in den Gremienlauf gegeben werden.
    hok
    Ich habe den oben zitierten Artikel wie folgt kommentiert:

    Zitat: "Vorerst ist kein weiteres Bürgerforum vorgesehen. Ein solches könne nach Baubeginn wieder einberufen werden"

    Leute geht es noch?

    Da wird ein großes Gestöhne gemacht, wegen einer von der Stadt versuchten demokratischen Bauplanung, und da wiird ein angeblich so hochdemokratisches "Bürgerforum" gegründet, das die Bauplanung im Sinne der Bürgerschaft mitgestalten soll.

    In diesem ach so hochdemokratisches "Bürgerforum" sitzen aber nur 30(dreissig) von insgesamt 40 000 Bürger, die dann scheinbar auch nicht oft zusammenkommen und wo bis jetzt kaum wirklich etwas öffentich darüber herausgekommen ist, ob und wenn ja was diskutiert und beschlossen wurde.

    Ich vermute mal, dase es so viel Kritik gab, dass Zimmer, Burlon & Co enschließlich dem Investor kalte Füße bekommen haben und nun nicht mehr soviel von der ehemals so lautstark verkündeten Demokratie halten?

    Das könnte den undemokratischen Wahnsinn erklären, den ichdarin erkenne, wenn Stadtrat Burlon verkünder, dass ein weiteres Bürgerforum erst wieder nach Baubeginn wieder einberufen werden könnte. Das schlägt dem Faß den Boden aus, was soll den dann dieses Forum noch planen?
    Die Farbe der Papierkörbe und der Tiefgaragendecke?

    Herr Burlon - meinen Sie das wirklich ernst?

    Wollen Sie, dass wir Sie, den Bürgermeistzer, dieses
    Projekt und den verkündeten Willen zur Demokratie noch irgendwie ernst nehmen können?

    Wenn ja, dann lassen Sie sich bitte ganz schnell eine deutlich andere Machart als die einfallen, die bisher Sie und Herr Zimmer beweisenn, es muss endlich ein Ende mit diesem handzahmen (ch möchte inzwischen sagen feigen) Vorgehenswese haben, die immer um den heißen Brei tanzt und nie wirklic direkt sagt, was Sache ist. Die immer dann erst dann auf den Punkt zu kommt, wenn es mal wieder zu spät ist.

    Und damit es für die Mitte Sprendlingens nicht zu spät kommt, erkäre ich für meine Wenigkeit, dass ich ab heute dieses bis dato mir sehr undemokratisch erscheinende Bauprojekt entschieden bekämpfen werde, gerade auch, weil es mir z.B. um die zwei alten Fachwertkäuser leid tut, die an der Hauptsraße stehen und die im Zusammenhang für dieses Projekt abegerissen werden sollen.

    Die sind zwar zur Strassenseite hin in den 1960er Jahren etwas verschandelt worden, das kann man aber rückgängig machen. Der Besitzer vom Haus, in dem die Wirtschaft " Leopold" untergebracht ist sowie der Eigentümer des Nachbarhauses dazu, haben gezeigt wie das geht, wenn man nur will.

    Ich werde mich für diese beidenn Häuser politisch einsetzten. Einen Tag nachdem der Bebauungsplanentwurf ausliegt, werde ich Einsprache gegen das Projekt erheben.

    Es reicht, dass in den letzten 10 Jahren die tolle Zahnfabrik und das alte Fachwerkhaus am Lindenplatz sang- und klanglos platt gemacht wurden und dass aktuell der Malerwinkel baulich versaut wird. Zimmer,Burlon & Co verstehen von Denkmalpflege nichts und das muss sich ändern. Wer Sprendlingen komplett zum Ufo umbasteln will oder das zahnlos duldet, soll das zu spüren bekommen, das nicht jede(r) aufin Beton gegossene Ufos steht.

    Viele Grüße, Thomas Schüller.
    Geändert von Kleinlok (30.03.2014 um 12:36 Uhr)
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  3. #2
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    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    Ich erlebe deutsche Städteplanung als meist undemokratisch.
    Komisch: Du eröffnest da einen Thread nach dem anderen - aber Antworten, die sich nicht 150%ig mit Deiner persönlichen Meinung decken, willst Du nicht so gern lesen. In Hinblick auf Architektur (gerade auch in ihrer gegenwärtigen Formsprache) gab's bereits einen (leider wieder eingeschlafenen) Thread, dem das Thema Stadtplanung/Raumplanung durchaus noch zuzumuten gewesen wäre.
    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    Inwieweit dieser Widerspruch repäsentativ ist, ist noch unsicher, aber inweit die Investorenziele wirklich den Punlikumsgeschmack treffen auch.
    Die Frage wäre ja auch, ob der "Publikumsgeschmack" überhaupt ein einigermaßen geschlossenes Stadtbild oder eine allen Lebens- und Verkehrsbedürfnissen praktikable Flächenaufteilung ermöglichte… wir wissen doch, dass sich gegen jedes Bauvorhaben seit den 80er Jahren umgehend eine Bürgerinitiative bildet.

  4. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    Karl S. Ruher (31.03.2014), Walter Hofer (29.03.2014)

  5. #3
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Komisch: Du eröffnest da einen Thread nach dem anderen - aber Antworten, die sich nicht 150%ig mit Deiner persönlichen Meinung decken, willst Du nicht so gern lesen.
    Schon wieder irrst du.
    Ich habe deine Meinung gelesen und der inzwischen Kontra gegeben.
    Ich kann/will diskutieren.

    In Hinblick auf Architektur (gerade auch in ihrer gegenwärtigen Formsprache) gab's bereits einen (leider wieder eingeschlafenen) Thread, dem das Thema Stadtplanung/Raumplanung durchaus noch zuzumuten gewesen wäre.
    Mir geht es weniger um Formensprache, sondern um die
    Undemokratie, mit der oft ein profitorientierte Städtebau durchgeestzt werden soll.
    Lass mich mal meine Thread so eröffnen, wie ich das mir überlegt habe,
    ich mache dir da auch keine Vorschriften.

    [ Die Frage wäre ja auch, ob der "Publikumsgeschmack" überhaupt ein einigermaßen geschlossenes Stadtbild oder eine allen Lebens- und Verkehrsbedürfnissen praktikable Flächenaufteilung ermöglichte… wir wissen doch, dass sich gegen jedes Bauvorhaben seit den 80er Jahren umgehend eine Bürgerinitiative bildet.
    Das allein sagt noch nichts.

    Hier soll ein eher ruhigeres Viertel durch eine komplette Neubebauung ersetzt werden,
    ohne dass die Öffentlichkeit sinnvoll eingebunden wird. Die Stadt ist pleite,
    würde im Fall eines Scheitern des Projektes während der Bauphase total deppert dastehen
    und hat anscheinend dieses Problem entweder nicht erkann bzw. bis dato nicht risikofrei gemanagt.

    Die verkorkste Stadtpolitik in Dreieich hat bei fast allen größeren Projekten in den letzten 20 Jahren satt draufgelegt, die Stadt und belegt mit 104 Millionen Euro Schulden einen traurigen Spitzenplatz.
    Zwar wurden davon 34 Millionen Euro vom Land umgeschuldet, aber das letztere Wort sagt schon, bei wem die Schuldenlast hängenbleibt: beim Volk.
    Geändert von Kleinlok (30.03.2014 um 12:36 Uhr)
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  6. #4
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    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    Schon wieder irrst du.
    Wer irrte nicht, Deiner Meinung nach?
    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    Das allein sagt noch nichts.
    Ach nein? Jedenfalls sagt es aus, dass es kein Bauprojekt gibt, gegen das sich nicht recht bald "Widerstand" regt. Es stellt sich allenfalls die Frage, ob diese Widerständler, sollte ihr Wille sich durchsetzen, zur Stadtentwicklung, der Gewerbeansiedlung, der Wohnwertverbesserung, für den Zuzug weiterer Bürger in die Kommune und für die Berücksichtigung der legitimen Interessen der "Alteinwohner" irgendeinen Beitrag leisten.
    Und wäre es "demokratischer" gewesen, alle 40.000 Bürger "einzuberufen", um nun über den Bebauungsplan abzustimmen? Wie ungefähr wäre eine Wahlbeteiligung in diesem Punkte ausgefallen? Und selbst wenn eine "öffentliche Sprechstunde" und hinterher noch eine Volksabstimmung durchgeführt worden wäre? Meinst Du, es würde nicht im Moment der Verkündung des Abstimmungsergebnisses eine Bürgerinitiative "dagegen" sein?

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  8. #5
    deutsche Reaktion Avatar von Acaloth
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    Es sollte einfach in Städten auch klare Regeln geben wie man bauen darf und damit der Verschandelung durch "moderne" Architektur ein Riegel vorgeschoben werden.

    Wer was wo rein baut ist ansich kein Thema für die Öffentlichkeit.....wohl aber wie das ganze nach aussen aussieht.

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  9. #6
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Und wäre es "demokratischer" gewesen, alle 40.000 Bürger "einzuberufen", um nun über den Bebauungsplan abzustimmen? Wie ungefähr wäre eine Wahlbeteiligung in diesem Punkte ausgefallen? (...)
    Es ist schon eine Neuerung ein Forum dieser Art einzuführen, und natürlich könnte die Beteiligung besser sein, aber man kann niemanden zwingen, jedenfalls bleiben die üblichen Krawalltouristen den Meetings fern.

    Vom Architektenwettbewerb, der Vorplanung, über die Planungsphasen nach HOAI, der UVP, dem Screening und ScopingVerfahren nach § 5 UVPG , bis zur öff. Auslegung, ist genug Transparenz vorhanden, auch mit Ein/Widersprüchen juristischer Art. Wer das mal auf der Planungsseite miterlebt hat, weiß, wie mühsam und schwierig die Gesamtprozedur ist.
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


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  11. #7
    Politopia-Methusalem Avatar von Kleinlok
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ach nein? Jedenfalls sagt es aus, dass es kein Bauprojekt gibt, gegen das sich nicht recht bald "Widerstand" regt. Es stellt sich allenfalls die Frage, ob diese Widerständler, sollte ihr Wille sich durchsetzen, zur Stadtentwicklung, der Gewerbeansiedlung, der Wohnwertverbesserung, für den Zuzug weiterer Bürger in die Kommune und für die Berücksichtigung der legitimen Interessen der "Alteinwohner" irgendeinen Beitrag leisten.
    Natürlich ist per se kein Widerstand automatisch gut.
    Widerstand muss sich genauso legitimieren wie die etablierte Planung.
    Eine gute Planung würde jedoch Widerstand vermeiden helfen.
    Das scheint bei diesem Projekt nicht der Fall zu sein.

    Und wäre es "demokratischer" gewesen, alle 40.000 Bürger "einzuberufen", um nun über den Bebauungsplan abzustimmen? Wie ungefähr wäre eine Wahlbeteiligung in diesem Punkte ausgefallen? Und selbst wenn eine "öffentliche Sprechstunde" und hinterher noch eine Volksabstimmung durchgeführt worden wäre? Meinst Du, es würde nicht im Moment der Verkündung des Abstimmungsergebnisses eine Bürgerinitiative "dagegen" sein?
    Sorry, zwischen 30 Bürger/innen und 40 0000 Bürger/innen liegen Welten.
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  13. #8
    Walter und sein Team Avatar von Walter Hofer
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    Zitat Zitat von Acaloth Beitrag anzeigen
    Es sollte einfach in Städten auch klare Regeln geben wie man bauen darf und damit der Verschandelung durch "moderne" Architektur ein Riegel vorgeschoben werden.
    die gibt es auch, besonders in den fachwerklichen Mittelstädtchen der Weserrenaissance:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weserre...serrenaissance

    In Urzeiten habe ich als junger Referendar den LK Ek zur Stadtexkursion nach Hameln begleitet.
    Besonders interessant waren:

    - der hohe fachwerkliche Aufwand für die Entkernung und Modernierung des historischen Fachwerkbaus,
    der besonders unter dem Mangel an Spezialisten litt.
    - die gelungenen, angepassenten Frontfassaden für die Neubauten, wie Karstadt, Deutsche Bank und Sparkasse
    - diese Architektur fand auch so in Hildesheim, Höxter, Einbeck, Nordheim, Hann. Münden, Göttingen und Duderstadt statt und wurde von den Bewohnern sehr positiv aufgenommen.

    Ähnliches galt für Quedlinburg, Halberstadt, Wernigerode, Eisenach, Erfurt, Weimar und Plauen nach der Wende.

    Wer was wo rein baut ist ansich kein Thema für die Öffentlichkeit.....wohl aber wie das ganze nach aussen aussieht.
    Gerade heute wírd bei der Sanierung im Altbaubestand aus der Gründerzeit sehr viel Wert auf unauffällige, moderne, stilgetreue Innenausstattungen gelegt.
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu Walter Hofer für den nützlichen Beitrag:


  15. #9
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    Zitat Zitat von Walter Hofer Beitrag anzeigen
    Es ist schon eine Neuerung ein Forum dieser Art einzuführen
    Nicht unbedingt. Solche Form der Anwohner-/Bürgerbeteiligung bei der Entscheidungsfindung ist im Zusammenhang mit der Änderung von Nutzungs- und Bebauungsplänen von zahlreichen Großstädten bereits üblich. Meist liegen die Pläne auch mehrere Wochen öffentlich aus, damit jeder Bürger Gelegenheit hat, Einspruch dagegen zu erheben.

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  17. #10
    Walter und sein Team Avatar von Walter Hofer
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt. Solche Form der Anwohner-/Bürgerbeteiligung bei der Entscheidungsfindung ist im Zusammenhang mit der Änderung von Nutzungs- und Bebauungsplänen von zahlreichen Großstädten bereits üblich. Meist liegen die Pläne auch mehrere Wochen öffentlich aus, damit jeder Bürger Gelegenheit hat, Einspruch dagegen zu erheben.
    Die öff. Auslegung ist ein alter Hut, ein Sonderforum nicht.........
    Wer das Leben genießt, dem wird es vermießt.


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  19. #11
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    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    zwischen 30 Bürger/innen und 40 0000 Bürger/innen liegen Welten.
    Von den beinahe 41.000 Einwohnern Dreieichs wird ein gewisser Anteil als Altersgründen (oder auch wegen Ausübung des Tageswerks ausserhalb Sprendlingens) sich kaum um's Stadtbild sorgen, solange die Nahversorgung gewährleistet ist. Und wenn ich schreibe: "Aus Altersgründen", dann meine ich nicht allein jene Menschen, die bereits pflegebedürftig ans Haus gebunden sind, sondern auch Kinder und Jugendliche, die eben noch nicht Wahlberechtigt sind; oder sich für lokalpolitische Streitigkeiten nicht interessieren)
    Dann ist fraglich, ob die Neugestaltung des Zentrums von Sprendlingen wirklich eine Frage ist, die von den Einwohnern der anderen Ortsteile, also Buchschlag, Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal gleichberechtigt mitentschieden werden muss.

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  21. #12
    Politopia-Methusalem Avatar von Kleinlok
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Von den beinahe 41.000 Einwohnern Dreieichs wird ein gewisser Anteil als Altersgründen (oder auch wegen Ausübung des Tageswerks ausserhalb Sprendlingens) sich kaum um's Stadtbild sorgen, solange die Nahversorgung gewährleistet ist. Und wenn ich schreibe: "Aus Altersgründen", dann meine ich nicht allein jene Menschen, die bereits pflegebedürftig ans Haus gebunden sind, sondern auch Kinder und Jugendliche, die eben noch nicht Wahlberechtigt sind; oder sich für lokalpolitische Streitigkeiten nicht interessieren)
    Dann ist fraglich, ob die Neugestaltung des Zentrums von Sprendlingen wirklich eine Frage ist, die von den Einwohnern der anderen Ortsteile, also Buchschlag, Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal gleichberechtigt mitentschieden werden muss.

    Du zeigst ein reichlich abstruses Demokratieverständnis-

    Zu den Kindern, die sollten eigentlich mit am meisten zu sagen haben,
    denn die werden mit dem, was da laufen wird, lebenslang zu tun haben.

    Und wenn für dich Städteplanung nur in einfach schoppen und schnell einen Parkplatz finden besteht,
    bitte, dein Ding. Es gibt aber noch Menschen, für die eine Stadt mehr bedeutet und da hast
    du mitr deinem Tunnelblick kein Recht, denen diesen deinen engen Blickwinkel vorzuschreiben.
    Unsere Pflaumen von Bürgermeister und 1.Stadtrat und der Investor auch nicht.

    Demokratie sieht anders aus.
    Geändert von Kleinlok (30.03.2014 um 20:19 Uhr)
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  22. #13
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    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    Du zeigst ein reichlich abstruses Demokratieverständnis.
    Ich denke, dass die an die persönlichen Bedürfnisse oder Vorstellungen einzelner Bürger, die sich als betont engagiert ansehen, nicht unbedingt ein besseres "Demokratieverständnis" bewirken würden. Schaut man sich ein den relativ zeitnahen Bebauungszustand des Stadtzentrums von Sprendlingen (aus der Satellitenperspektive) an, stellt man unzweifelhaft fest, dass erstens, um einer weiteren Zersiedelung vorzubeugen, eine "Nachverdichtung" mit Wohnungen durchaus angebracht wäre und dass zweitens auch die vorhandene Bausubstanz kaum denkmalschutzwürdig scheint. Den "undemokratischen" Planungen nach zu urteilen scheint ja kein zweites Neu Isenburg angestrebt zu werden, sondern dem zentrumsnahen Zuzug einigermaßen mittelständische Bürger ein neues Zuhause geboten werden soll, was sicher den örtlichen Einzelhandel freuen wird. Ohne nun gleich St. Moritz oder Oberursel nachzueifern.

  23. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    Karl S. Ruher (31.03.2014)

  24. #14
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die an die persönlichen Bedürfnisse oder Vorstellungen einzelner Bürger, die sich als betont engagiert ansehen, nicht unbedingt ein besseres "Demokratieverständnis" bewirken würden. Schaut man sich ein den relativ zeitnahen Bebauungszustand des Stadtzentrums von Sprendlingen (aus der Satellitenperspektive) an, stellt man unzweifelhaft fest, dass erstens, um einer weiteren Zersiedelung vorzubeugen, eine "Nachverdichtung" mit Wohnungen durchaus angebracht wäre und dass zweitens auch die vorhandene Bausubstanz kaum denkmalschutzwürdig scheint.
    Deine Sprache weist auf wenig demokratisches Verständnis:

    "stellt man unzweifelhaft fest"

    Wer bitte schön stellt hier was unzweifelhaft fest bzw. will da etwas unzweifelhaft feststellen?
    Wer ist "man"?
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  25. #15
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    Zitat Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
    .................................................. .....


    .....................................:
    Ein Musterbeispiel für sterile, langweilige und dümmliche Architektur, man fragt sich, wozu die Leute, die sowas entwerfen, studiert haben! Auf jeden Fall dürfte es niemanden reizen, in so ein Nest zu fahren, wenn man nicht gerade Freunde oder Verwandte besuchen muss, die leider dort leben (müssen)!

  26. Folgender Benutzer sagt Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:


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