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Thema: Die Dämonisierung des Islam durch die politische Rechte

  1. #1
    Firecreek
    Gast

    Standard Die Dämonisierung des Islam durch die politische Rechte

    Warum der Haß der Rechten auf alles, was muslimisch ist?

    1. Es handelt sich um eine gesellschaftliche Minderheit und die Rechte wähnt sich in der angestammten und daher legitimen Mehrheit.
    2. Es ist ein unendlicher Topf, in den man alles packen kann, was nicht gerade Ballermann-affin ist.
    3. Juden gibt es nicht genug und außerdem steht man dann immer sogleich mit einem Bein im Knast.
    4. Sie essen Knoblauch.
    5. Sie sind terroristich veranlagt (der Koran wird mit der Muttermilch aufgesogen)
    6. Außerdem nehmen sie uns die Frauen weg und islamisieren so die Gesellschaft
    7. Das Bundesverfassungsgericht wird sich der Scharia beugen (im Namen der Religionsfreiheit)
    8. Und überhaupt, die meisten können noch nicht mal richtig deutsch.
    Geändert von Firecreek (03.08.2015 um 21:36 Uhr)

  2. #2
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Standard

    Mit diesem Flachsinn sollen ausreichend viele intellektuelle Dünnbrettbohrer gewonnen werden, um die ultrarechte Ideologie in der Gesellschaft zu verankern ...

    ... bei den "Perlen aus Freital" hat es ja funktioniert.
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  3. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Wieben Klas für den nützlichen Beitrag:

    A0067 (05.08.2015), jaki01 (04.08.2015)

  4. #3
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    Standard

    "Rechts" funktioniert nicht ohne Feindbild.
    Das ist austauschbar. Gestern waren es Juden, die wurden von Kommunisten abgelöst und heute ist es der Islam. Bei Bedarf könnten es auch Schwule wieder werden oder kommunistische Muslime, vllt werden es morgen wieder Juden sein, möglicherweise und ersatzhalber schwule Juden oder schwule Kommunisten.

    Diese geistige Primitivität zeichnet den Rechten aus. Das kann ihm niemand mehr nehmen.

    Nimm ihm das Feindbild und es bleibt ein erbärmliches Selbstbewußtsein, dass nur noch von Haß auf die anderen übertroffen wird, die ihnen ihre nicht vorhandene Seriosität absprechen wollen. Also den Verrätern an der eigenen "Weißen Rasse".

    Ja, heute ist es der Islam. Früher war man gut aufeinander zu sprechen, weil man sich so schon gegen die "Randgruppe" der Juden vereinen konnte. Das ist aber heute nicht mehr so gern gesehen, denn optisch kann man sich da schon mal vertun und das ist dann nicht so günstig für die eigene Polemik.

    Wer einen Feind braucht, der sucht sich den passenden. Mich würde auch nicht wundern, wenn man in ein paar Jahren dann wieder Angst "vorm schwarzen Mann" hat.

    mfg

  5. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    A0067 (05.08.2015), Müllers Esel (04.08.2015), Wieben Klas (04.08.2015)

  6. #4
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Standard

    Zitat Zitat von Firecreek Beitrag anzeigen
    Warum der Haß der Rechten auf alles, was muslimisch ist?

    ...
    Der Hass wird seit etlichen Jahren transportiert und zwar von unseren Qualitätsmedien. Wenn Rechte das angebotene Material übernehmen ist das ein Symptom keine Ursache oder das simple Ergebnis aus dem rechten Wunsch nach einem Feind.










  7. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    techniker1 (04.08.2015), Uncas (04.08.2015)

  8. #5
    Politopia-Methusalem Avatar von Bicyclerepairmen
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Wer einen Feind braucht, der sucht sich den passenden. Mich würde auch nicht wundern, wenn man in ein paar Jahren dann wieder Angst "vorm schwarzen Mann" hat.

    Die haben die immer.

  9. #6
    Pallbearer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Der Hass wird seit etlichen Jahren transportiert und zwar von unseren Qualitätsmedien. Wenn Rechte das angebotene Material übernehmen ist das ein Symptom keine Ursache oder das simple Ergebnis aus dem rechten Wunsch nach einem Feind.
    Ich lasse mal einen guten Beitrag von Hagen Rether dazu sprechen.

    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  10. Folgende 6 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    A0067 (05.08.2015), BON BOX (04.08.2015), BudSpencer (04.08.2015), gun0815 (04.08.2015), Müllers Esel (04.08.2015), techniker1 (04.08.2015)

  11. #7
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Balyoz Beitrag anzeigen
    Ich lasse mal einen guten Beitrag von Hagen Rether dazu sprechen. ...
    Danke, wie angenehm wenn man gleich auf Anhieb so gut verstanden wird. mile:

  12. #8
    Firecreek
    Gast

    Standard

    Hagen Rether spricht vom neuen Sündenbock Islam.
    Und jetzt ist die Frage, warum die Rechten unbedingt einen Sündenbock brauchen.

  13. #9
    Comrade Avatar von Niara
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    Zitat Zitat von Firecreek Beitrag anzeigen
    Hagen Rether spricht vom neuen Sündenbock Islam.
    Und jetzt ist die Frage, warum die Rechten unbedingt einen Sündenbock brauchen.
    Weil sich ihre Träume vom homogenen Volk niemals verwirklichen lassen, ein fremdartiges gegenüber aber darüber hinweg täuscht.
    Missing Schlabund - Mitglied im "Berliner Club der Sechs"- MILLENNIUMSPOTTSAU

    +strikte Disziplin- aus dem geistigen Rentnerpool bleiben+

  14. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Niara für den nützlichen Beitrag:

    A0067 (05.08.2015)

  15. #10
    Stammtischhansel Avatar von Fingerzeiger
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    Zitat Zitat von Firecreek Beitrag anzeigen
    Hagen Rether spricht vom neuen Sündenbock Islam.
    Und jetzt ist die Frage, warum die Rechten unbedingt einen Sündenbock brauchen.
    Weil alle Extremisten jeglicher Coleur immer einen brauchen...sonst wäre ihr Extremismus hinfällig.
    Geändert von Fingerzeiger (04.08.2015 um 19:29 Uhr)


  16. #11
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Firecreek Beitrag anzeigen
    Warum der Haß der Rechten auf alles, was muslimisch ist?

    1. Es handelt sich um eine gesellschaftliche Minderheit und die Rechte wähnt sich in der angestammten und daher legitimen Mehrheit.
    2. Es ist ein unendlicher Topf, in den man alles packen kann, was nicht gerade Ballermann-affin ist.
    3. Juden gibt es nicht genug und außerdem steht man dann immer sogleich mit einem Bein im Knast.
    4. Sie essen Knoblauch.
    5. Sie sind terroristich veranlagt (der Koran wird mit der Muttermilch aufgesogen)
    6. Außerdem nehmen sie uns die Frauen weg und islamisieren so die Gesellschaft
    7. Das Bundesverfassungsgericht wird sich der Scharia beugen (im Namen der Religionsfreiheit)
    8. Und überhaupt, die meisten können noch nicht mal richtig deutsch.
    9. Sie bekommen mehr Kinder als "wir" und tragen deshalb dazu bei, dass "wir" bald alle aussterben. (Wahrscheinlich trauen sich deutsche, nicht islamische Frauen gar nicht mehr, selbst Kinder zur Welt zu bringen, weil sie befürchten, dass diese dann später von ihren immer zahlreicheren muslimischen Mitschülern in der Schule gemobbt werden - ein wahrer Teufelskreis, der zu immer mehr Muslimen und immer weniger Christen führt).

  17. Folgender Benutzer sagt Danke zu jaki01 für den nützlichen Beitrag:


  18. #12
    Firecreek
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Niara Beitrag anzeigen
    Weil sich ihre Träume vom homogenen Volk niemals verwirklichen lassen, ein fremdartiges gegenüber aber darüber hinweg täuscht.
    Das ist eine verdammt gute Erklärung.
    Also das fiktive Bedrohungsszenarium einer gesellschaftlichen Unterwanderung durch eine Minderheit soll über die Fiktion eines homogenen Volks, einer Mehrheit, hinwegtäuschen. Dies Festklammern der Rechten an Fiktionen ist ein Zeichen von Schwäche. Argumentative Schwäche wird dann mit Gewalt und Terror kompensiert, schon in der Sprache, siehe die von Wieben verlinkten "Perlen aus Freital".
    Es ist ein Irrtum zu glauben, daß Sprache kein Ausdruck von Terror ist. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Victor Klemperers 1947 erschienenes Buch LTI (kurz für: Lingua Tertii Imperii) - Notitzbuch eines Philologen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/LTI_%E...nes_Philologen

  19. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Firecreek für den nützlichen Beitrag:

    A0067 (05.08.2015), Niara (04.08.2015)

  20. #13
    Firecreek
    Gast

    Standard

    Hier eine etwas aktuellere Publikation von Werner Ruf aus dem Jahr 2012 und 2014 neu aufgelegt:
    Der Islam - oder wie sich der Westen sein Feindbild konstruiert.
    http://www.amazon.de/Der-Islam-Schre.../dp/3894384840

    Hier beschreibt er den Austausch des Sündenbocks Sowjietkommunismus durch den Islamismus.
    In beiden Fällen ware es die Rechten, die ein Feindbild brauchten.

  21. #14
    Firecreek
    Gast

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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Der Hass wird seit etlichen Jahren transportiert und zwar von unseren Qualitätsmedien. Wenn Rechte das angebotene Material übernehmen ist das ein Symptom keine Ursache oder das simple Ergebnis aus dem rechten Wunsch nach einem Feind.
    Ich würde nicht die "Qualitätsmedien" als jene bezeichnen, an welchen sich die Rechten bedienen. Eher umgekehrt wollen die "Qualitätsmedien", auch bekannt als Massenmedien, den Anschluß nicht verlieren, also Marktanteile verlieren. Sie produzieren nicht nur Stimmungen, sondern sie reflektieren bzw. reproduzieren sie.
    Oder anders gesagt: es ist nicht die Lügenpresse, die rechte Islamhasser produziert, denn diese lesen die Lügenpresse gar nicht und die liegt auch nicht an deren Kiosk aus zwecks heimlicher Beschallung.
    Der Haß der Rechten gilt auch gar nicht dem Islam, von dem sie keine Ahnung haben genauso wenig wie vom Christentum oder irgendeiner anderen Religion. Der Haß gilt der Konkurrenz um die deutschen Fleischtöpfe. Und erst sind die Deutschen dran, und wenn dann noch was übrig bleibt, dann kann man's verschicken. Hier Nicht!
    Und soweit ist die kritisierte "Qualitätspresse" nirgendwo gegangen.

    Zu kritisieren ist m. E. die Politik, die die Rechten und ihr Giftpotential gegen alles Andere kleingeredet hat - bis es nicht mehr unter den Tisch zu kehren war (NSU). Und immer noch wird verharmlost und kolportiert, daß der gesamte Nationalsozialistische Untergrund aus einem Trio bestanden habe, von dem zwei tot sind und die Dritte im Gefängnis.
    Der Terror vor den Flüchtlingsheimen, die Anti-Islam Propaganda im Netz, das Starkwerden der rechten Parteien in Deutschland und Europa auf der Grundlage von Rassenhaß, der sich als Islamkritik aufspreizt, aber auch anders aussehen könnte, wird organisiert. Er ist nicht spontan. Und es sind nicht der Spiegel et al, die hinter diesen Organisationen stehen, die Aufmärsche koordinieren, Bilder und Videos ins Netz stellen und dafür Sorge tragen, daß der Islam in Sippenhaft genommen wird.

    Die Kritik an den Aufmachern des Halbboulevard ist natürlich berechtigt. Aber wie gesagt, der Halbboulevard wird vielleicht von den Organisationsspitzen gelesen und als Marketingerfolg gewertet. Der zu organisierende Mob weiß von diesen Überbaukämpfen eher nichts.

  22. #15
    Politopia-Haudegen Avatar von Rainer Helmbrech
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    Zitat Zitat von jaki01 Beitrag anzeigen
    9. Sie bekommen mehr Kinder als "wir" und tragen deshalb dazu bei, dass "wir" bald alle aussterben.
    Meine Putzfee hat uns (deutschen) ein großes Lob ausgesprochen. Sie ist Mslima und hat festgestellt, dass "die" Deutschen sich über jedes Kind freuen, egal ob Junge, oder Mädchen. Die moslemischen Männer freuen sich nur über Jungs. Mädchen zählen nicht besonders und weil sie schon 3 Mädchen hatte, hat der Mann ihr das 4. aufgedrückt. Eigentlich hätte sie 5 Kinder aber Kind Nr. 2 hat nicht überlebt.

    Man kann also konstatieren, dass es nicht Kinderliebe ist, sondern Jungen liebe.

    MfG. Rainer

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