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Thema: Erfüllen die Medien noch Ihre ureigensten Aufgaben?

  1. #1
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    Standard Erfüllen die Medien noch Ihre ureigensten Aufgaben?

    Zurzeit ist es schon eine Weile die Flüchtlingskrise. Vorher war es Griechenland,
    noch vorher war es irgendwann Wulff, Edathy, zu Guttenberg usw.



    Wochen- und monatelang dominiert ein einziges Thema oder zwei die Medien, als gäbe es nichts anderes, was wichtig ist.


    Man merkt das an der Themenbesetzung der Polit-Talkshows, die dann wochenlang dieselbe ist, aber auch daran, dass täglich in fast jedem Presse- und Medienorgan ein halbes bis ganzes Dutzend Beiträge im Grunde dasselbe Thema behandeln.


    Wenn man das alles einmal rückblickend betrachtet, dann merkt man, dass die Medien (und oft auch dadurch man selbst) das letzte Thema völlig überbewertet hat, als ginge die Welt unter mit diesem Thema.


    Denkt mal zurück, wie Ihr dachtet, als die Griechenland-Krise gerade die Sau war, die durchs Dorf gejagt wurde und wie Ihr das Thema heute fühlt. Welchen Stellenwert hatte es für Euch damals und welchen hat es heute?


    Den absurden Höhepunkt der letzten Jahre stellte vielleicht die Affäre Wulff dar. Ich bin nun wirklich nicht der politischen Einstellung des Herrn Wulff sehr nahe. Aber, wenn ich reflektiere, wegen welcher Sachverhalte er zurück treten musste und man dieselben moralischen und rechtlichen Kriterien an alle Politiker anlegen würde, dann müssten Schröder, Clement, Kohl und Merz längst lebenslang hinter Gittern sitzen.


    Welche Aufgabe erfüllen Medien in der heutigen Zeit?


    Sind es die Aufgaben, die sie tatsächlich auch haben?


    Das eine Extrem wären die Staatsmedien in Diktaturen, die nur das publizieren, was das System stützt und vor allem die Macht der Diktatoren.


    Das andere Extrem schielt nur auf Quote und jagt jährlich mehrmals eine Sau durchs Dorf bis das Volk dieses Thema aus den Ohren herausquillt.



    Beide Extreme schrammen an der zentralen Aufgabe von Medien vollkommen vorbei.


    Wie ließe sich das ändern?

  2. #2
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    Journalisten sind Menschen. Also, sie müssen Essen und Trinken, haben Familie etc.

    Ich mache es mal einfach: Ich könnte Berichte über rechtsextreme Blödiane samt Bild veröffentlichen. Ich könnte auch über Pflegeheime berichten, deren Pfleger so blöd sind, Bilder von Sterbenden auf Facebook zu posten.

    Ich müsste es tun.
    Ich mache es nicht, weil ich in diesem Ort wohne.
    Weil ich weiß, was die Polizisten dieses Ortes denken.
    Noch Fragen?

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu A0909 für den nützlichen Beitrag:

    zizou (02.02.2016)

  4. #3
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Zurzeit ist es schon eine Weile die Flüchtlingskrise. Vorher war es Griechenland,
    noch vorher war es irgendwann Wulff, Edathy, zu Guttenberg usw.



    Wochen- und monatelang dominiert ein einziges Thema oder zwei die Medien, als gäbe es nichts anderes, was wichtig ist.


    Man merkt das an der Themenbesetzung der Polit-Talkshows, die dann wochenlang dieselbe ist, aber auch daran, dass täglich in fast jedem Presse- und Medienorgan ein halbes bis ganzes Dutzend Beiträge im Grunde dasselbe Thema behandeln.


    Wenn man das alles einmal rückblickend betrachtet, dann merkt man, dass die Medien (und oft auch dadurch man selbst) das letzte Thema völlig überbewertet hat, als ginge die Welt unter mit diesem Thema.


    Denkt mal zurück, wie Ihr dachtet, als die Griechenland-Krise gerade die Sau war, die durchs Dorf gejagt wurde und wie Ihr das Thema heute fühlt. Welchen Stellenwert hatte es für Euch damals und welchen hat es heute?


    Den absurden Höhepunkt der letzten Jahre stellte vielleicht die Affäre Wulff dar. Ich bin nun wirklich nicht der politischen Einstellung des Herrn Wulff sehr nahe. Aber, wenn ich reflektiere, wegen welcher Sachverhalte er zurück treten musste und man dieselben moralischen und rechtlichen Kriterien an alle Politiker anlegen würde, dann müssten Schröder, Clement, Kohl und Merz längst lebenslang hinter Gittern sitzen.


    Welche Aufgabe erfüllen Medien in der heutigen Zeit?


    Sind es die Aufgaben, die sie tatsächlich auch haben?


    Das eine Extrem wären die Staatsmedien in Diktaturen, die nur das publizieren, was das System stützt und vor allem die Macht der Diktatoren.


    Das andere Extrem schielt nur auf Quote und jagt jährlich mehrmals eine Sau durchs Dorf bis das Volk dieses Thema aus den Ohren herausquillt.



    Beide Extreme schrammen an der zentralen Aufgabe von Medien vollkommen vorbei.


    Wie ließe sich das ändern?
    Wer nur Titelseiten-Journalismus konsumiert..... Ist für mich auch eine Frage des persönlichen Medien-Horizont. Klar sind die großen Buchstaben ein Zeichen für den Aufhänger aber wer es schafft die zweite Seite zu öffnen, der wird überrascht sein, welch interessante Themen sich da tummeln. ...und viele Zeitungen haben ja auch noch eine dritte Seite.

    War das jetzt zu viel Info?

  5. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    Bicyclerepairmen (02.02.2016), Müllers Esel (16.02.2016)

  6. #4
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    Zitat Zitat von grimmstone Beitrag anzeigen
    Journalisten sind Menschen. Also, sie müssen Essen und Trinken, haben Familie etc.

    Ich mache es mal einfach: Ich könnte Berichte über rechtsextreme Blödiane samt Bild veröffentlichen. Ich könnte auch über Pflegeheime berichten, deren Pfleger so blöd sind, Bilder von Sterbenden auf Facebook zu posten.

    Ich müsste es tun.
    Ich mache es nicht, weil ich in diesem Ort wohne.
    Weil ich weiß, was die Polizisten dieses Ortes denken.
    Noch Fragen?
    Ebenso verkürzt: wer nicht das Standing hat, damit klarzukommen oder sich aus guten Gründen für befangen hält, gibt das an Kollegen ab (das ist der übliche Weg) oder spielt bei wirklich heiklen Nummern über Bande, so dass das eigene Blatt, der eigene Sender 'nachziehen' muss (weil bereits in anderen Medien berichtet wird). Manchmal ergibt es Sinn, auf Exklusivität zu verzichten. Entscheidend ist, dass der Ball ins Tor geht.
    Geändert von A0067 (02.02.2016 um 10:43 Uhr)

  7. #5
    Mensch :-) Avatar von Diogena
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    Wie die Medien sind, ist das eine. Das andere ist: Wie nutzt man sie?

    Es ist von allen großen Medien bekannt, wo sie politisch stehen und mit wem sie ggf. "verbandelt" sind (links, rechts, wirrschaftsnah, etc.). Wenn man sich ein umfassendes Bild von etwas machen möchte, das grade Thema ist, kann man verschiedene Medien lesen und dann noch Blick von außen hinzunehmen (ausländische Zeitungen z.B..)

    Auf lokaler Ebene ist das schwieriger. Die Lokalblätter sind meits "Amtsorgane" mit entsprechenden Verpflichtungen. Aber auch das weiß man ja.

    Die Verantwortung allein auf die Medien abzuwälzen mag entlasten (einen selbst), aber letzendlich hat man doch die Verantwortung für die eigene Meinung selbst, oder?
    "Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten." George Bernard Shaw

  8. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Diogena für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (02.02.2016), komakino (02.02.2016)

  9. #6
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Diogena Beitrag anzeigen
    ...
    Die Verantwortung allein auf die Medien abzuwälzen mag entlasten (einen selbst), aber letzendlich hat man doch die Verantwortung für die eigene Meinung selbst, oder?
    Die volle Wahrheit ist die, dass als Nachricht gilt was in der Zeitung steht (online oder offline).

    Wenn Du nur über diesen Satz nachdenkst, dann wird Dir klar wie leicht sich Deine eigene Meinung "bilden" kann.

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    Dieter59 (02.02.2016)

  11. #7
    Mensch :-) Avatar von Diogena
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Die volle Wahrheit ist die, dass als Nachricht gilt was in der Zeitung steht (online oder offline).

    Wenn Du nur über diesen Satz nachdenkst, dann wird Dir klar wie leicht sich Deine eigene Meinung "bilden" kann.
    Ja - aber nicht alles ist für jedes Medium eine Nachricht wert. Und dann gibt es ja auch noch Bücher, Universitäten, den interdisziplinären Austausch im Beruf, und, und, und ....

    Solange man sich bewusst ist, dass man sicher nicht alles weiß und der Kenntnisstand sich ändern kann, kann man doch gut damit leben, denke ich.
    "Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten." George Bernard Shaw

  12. #8
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Diogena Beitrag anzeigen
    Ja - aber nicht alles ist für jedes Medium eine Nachricht wert. Und dann gibt es ja auch noch Bücher, Universitäten, den interdisziplinären Austausch im Beruf, und, und, und ....

    Solange man sich bewusst ist, dass man sicher nicht alles weiß und der Kenntnisstand sich ändern kann, kann man doch gut damit leben, denke ich.
    Warum gibt es dann Think-Tanks und Lobbyorganisationen, ausländische NGOs und Propagandaschlachten ? Warum sollte jemand so viel Geld für sinnlose Aktionen ausgeben, die an den mündigen und eigenverantwortlichen Diogenas alle abprallen ?

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    Dieter59 (02.02.2016)

  14. #9
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    Zitat Zitat von Diogena Beitrag anzeigen
    Die Lokalblätter sind meits "Amtsorgane" mit entsprechenden Verpflichtungen. Aber auch das weiß man ja.
    Darf ich mal fragen, woher du das hast? Das ist nämlich sachlich unrichtig; es stellt die Realität so verzerrt dar, dass ein falscher Eindruck entsteht.

    Fakt ist, dass viele Kommunen sich bis vor anderthalb bis zwei Jahrzehnten kein eigenes Blatt für die amtlichen Bekanntmachungen geleistet haben, sondern mit größeren Regional- oder Lokalzeitungen längerfristige Verträge hatten wie jeder andere größere Anzeigenkunde auch. Die von den jeweiligen Verlagen übernommene Verpflichtung beinhaltete lediglich, die amtlichen Bekanntmachungen (wie Bebauungspläne, kommunale Hebesätze, Stellenausschreibungen usw.) im eigens gekennzeichneten Anzeigenteil abzudrucken. Das geschieht völlig unabhängig von der redaktionellen Berichterstattung - jedenfalls dann, wenn es sich um ein Blatt mit seriösem journalistischem Anspruch und nicht um ein Gratis-Anzeigenblättchen handelt, das wöchentlich im Briefkasten landet (ob man will oder nicht).

    Inzwischen hat sich das vielerorts gewandelt: weil die Kommunen sparen, wurden auch praktisch überall die Kosten für die amtl. Bekanntmachungen zusammengestrichen. Zum einen ist es sehr viel billiger, notwendige Pflichtveröffentlichungen ins Internet zu hieven, zum anderen gibt es Spezialverlage dafür wie zum Beispiel diesen:

    https://secure.wittich.de/produkte/a...lungsblaetter/

    Und Ergebnis ist: tadaa!: ein weiteres Gratis-Anzeigenblättchen mit lokalem Anstrich. Hat zwar mit Journalismus i.d.R. wenig bis nichts zu tun, aber auch nicht mit dem angestammten Lokal- oder Regionalblatt vor Ort.

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu A0067 für den nützlichen Beitrag:

    Müllers Esel (16.02.2016)

  16. #10
    Berlinerin Avatar von zizou
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Zurzeit ist es schon eine Weile die Flüchtlingskrise. Vorher war es Griechenland,
    noch vorher war es irgendwann Wulff, Edathy, zu Guttenberg usw.
    Wochen- und monatelang dominiert ein einziges Thema oder zwei die Medien, als gäbe es nichts anderes, was wichtig ist.
    Man merkt das an der Themenbesetzung der Polit-Talkshows, die dann wochenlang dieselbe ist, aber auch daran, dass täglich in fast jedem Presse- und Medienorgan ein halbes bis ganzes Dutzend Beiträge im Grunde dasselbe Thema behandeln.
    Wenn man das alles einmal rückblickend betrachtet, dann merkt man, dass die Medien (und oft auch dadurch man selbst) das letzte Thema völlig überbewertet hat, als ginge die Welt unter mit diesem Thema.
    Denkt mal zurück, wie Ihr dachtet, als die Griechenland-Krise gerade die Sau war, die durchs Dorf gejagt wurde und wie Ihr das Thema heute fühlt. Welchen Stellenwert hatte es für Euch damals und welchen hat es heute?
    Den absurden Höhepunkt der letzten Jahre stellte vielleicht die Affäre Wulff dar. Ich bin nun wirklich nicht der politischen Einstellung des Herrn Wulff sehr nahe. Aber, wenn ich reflektiere, wegen welcher Sachverhalte er zurück treten musste und man dieselben moralischen und rechtlichen Kriterien an alle Politiker anlegen würde, dann müssten Schröder, Clement, Kohl und Merz längst lebenslang hinter Gittern sitzen.
    Welche Aufgabe erfüllen Medien in der heutigen Zeit?
    Sind es die Aufgaben, die sie tatsächlich auch haben?
    Das eine Extrem wären die Staatsmedien in Diktaturen, die nur das publizieren, was das System stützt und vor allem die Macht der Diktatoren.
    Das andere Extrem schielt nur auf Quote und jagt jährlich mehrmals eine Sau durchs Dorf bis das Volk dieses Thema aus den Ohren herausquillt.
    Beide Extreme schrammen an der zentralen Aufgabe von Medien vollkommen vorbei.
    Wie ließe sich das ändern?
    Was sind Deiner Meinung nach die ureigensten Aufgaben der Medien?
    :german:Nichts macht uns größere Beschwer, als wenn wir auf das Geschwätz der Menge hören und in ihrem Beifall, wie es so oft geschieht, einen Maßstab für das Gute sehen. (Seneca)

  17. #11
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Warum gibt es dann Think-Tanks und Lobbyorganisationen, ausländische NGOs und Propagandaschlachten ? Warum sollte jemand so viel Geld für sinnlose Aktionen ausgeben, die an den mündigen und eigenverantwortlichen Diogenas alle abprallen ?
    Weil viele sich die Mühe nicht machen (wollen). Und es natürlich Sinn macht, aus deren Sicht. Aber trotzdem ist die Sachlage wie sie ist und wer will, kann sich informieren. Finde ich.
    "Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten." George Bernard Shaw

  18. #12
    Mensch :-) Avatar von Diogena
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    Zitat Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
    Darf ich mal fragen, woher du das hast? Das ist nämlich sachlich unrichtig; es stellt die Realität so verzerrt dar, dass ein falscher Eindruck entsteht.
    Das ist meine Erfahrung mit bayrischen regionalen Zeitungen. Die Gratis-Anzeigenblättchen übernehmen die Artikel aus der örtlichen Zeitung. Beide zusammen sind auf ´Quellen außer Haus angewiesen, da sie gar nicht die Budgets haben, eigene Journalisten und Korrespondenten überall einzusetzen. Dazu kommt, dass die Regionmalzeitungen auf dem Land zu um die 90% von Abokunden leben und das sind halt die Haushalte vor Ort mit den Interessen der Hauhalte vor Ort, die befriedigt werden müssen, sonst abonnieren die nicht. Und das sind halt häufig Vereinswesen, Todesanzeigen und ein bißchen Regionalpolitik plus Infos von den Behörden.
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  19. #13
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von zizou Beitrag anzeigen
    Was sind Deiner Meinung nach die ureigensten Aufgaben der Medien?
    Unabhängige umfassende Information für den Bürger, damit der sich eine Meinung bilden kann, die ihn befähigt, demokratisch an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken. Das ist allerdings bei Monopolmedien nicht möglich. Hinderlich sind auch die Strukturen der Medienräte, in denen Politiker und Interessengruppen bestimmen, was das Volk wissen darf und möglichst, wie man die Erscheinungen und Ereignisse der Welt zu interpretieren hat. Freier Journalismus ist zum Traum geworden. Wer nicht ökonomisch souverän ist, kann es sich nicht leisten, partei- oder gruppenneutrale Information zu veröffentlichen.

  20. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    A0909 (04.02.2016), Dieter59 (03.02.2016), wudi (03.02.2016)

  21. #14
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Wer nur Titelseiten-Journalismus konsumiert..... Ist für mich auch eine Frage des persönlichen Medien-Horizont. Klar sind die großen Buchstaben ein Zeichen für den Aufhänger aber wer es schafft die zweite Seite zu öffnen, der wird überrascht sein, welch interessante Themen sich da tummeln. ...und viele Zeitungen haben ja auch noch eine dritte Seite.

    War das jetzt zu viel Info?

    Schau Dir am Beispiel politopia einmal die Klicks und Beiträge der vergangenen Wochen und Monate an. Du wirst da genau die Häufung bei dem Thema sehen, welche die Medien gerade als Sau durchs Dorf jagen. Das Vorgängerthema war Griechenlandkrise. Schau Dir dasselbe zur damaligen Zeit an usw.Dann gehe ins Vorgängerthema zu GR usw.
    Bedeutet das, dass die Politopia-User Titelseiten-Journalismus konsumieren oder sind alle nur ein Blatt im Wind?

  22. #15
    Mensch :-) Avatar von Diogena
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Bedeutet das, dass die Politopia-User Titelseiten-Journalismus konsumieren oder sind alle nur ein Blatt im Wind?
    Ich denke, die Politopia-User sind Menschen wie alle anderen auch: Gesprochen wird über das, was einen bewegt. Und momentan sind es die Flüchtlinge, zumal hier ja Ängste geschürt werden und vermutlich mittlerweile jeder welche in seinem Umfeld hat.

    Ähnlich verhält es sich mit der Griechenlandkrise. Von der fühlten siich die Menschen persönlich bedroht und dann ist das natürlich ein Thema.

    Ich sehe den Zusammenhang eher so Großßes Thema => betrifft Bürger => deswegen Titelseiten und große Präsenz

    Alle Medien wollen in erster Linie ihr Medium verkaufen, das heißt, was da steht, muss die Bürger interssieren und am meisten interessiert halt das, was einen persönlich betrifft oder wovon man fürchtet, es könnte Folgen für einen selbst haben.
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