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Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
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Thema: Daten sind der Rohstoff der Zukunft (A. Merkel, Sept. 2015)

  1. #31
    Politopia-Haudegen
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    Man kann das so negativ darstellen.....man kann aber auch mal registrieren, dass es früher üblich war, dass man bei einem Husten des eigenen Kleinkindes erst mal seine Eltern, Freunde, Bekannten gefragt hat, und die haben einem gesagt, dass man beim ersten Husten noch nicht zwingend den Notarzt bestellen muss.......
    Heute sind doch deutliche Teile der Gesellschaft regelrecht verunsichert, und rennen lieber einmal mehr zum Arzt, als sich dem Vorwurf auszusetzen, was versäumt zu haben. Das generiert auch Kosten.....
    Und: Viele Menschen sind heilfroh darüber, dass sie endlich dank dem Internet nicht nur als Quelle für Information auf den gestressten Arzt setzen müssen, der sich eh kaum Zeit nimmt, um irgendwas zu erklären. In aller Ruhe kann man zu Hause dann im Internet nachlesen, was genau man wirklich hat, welche Risiken es gibt, und welche weiterführenden Informationen gegebenenfalls relevant sein könnten......

    Die Krankenschein-App.......gibt es für viele Arbeitgeber eh schon. Die gewähren ihren Arbeitnehmern eine Kulanz von typischerweise 3 Tagen - erst wenn der Arbeitnehmer länger krank ist, wird ein Krankenschein eingefordert.

    Apps existieren in aller Regel, weil es Menschen gibt, die froh sind, wenn sie eine solche App nutzen können. Natürlich wollen die Ersteller einer App immer irgenwas - oft genug Daten oder auch Geld. Die Nutzer einer App aber nutzen sie auf Dauer nur, wenn sie einen Mehrwert darin sehen.

    Was ist schlecht an einer App, über die sich alle Beteiligten freuen?

  2. #32
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Wenn Dir die Datenfreigabe schon wurscht ist, dann evtl. so?

    Zitat Zitat von Atue Beitrag anzeigen
    Was ist schlecht an einer App, über die sich alle Beteiligten freuen?
    Ich habe eine App, die mir erklärt, ich wäre zu fett und müsse dringendst abnehmen, sonst sterbe ich x Jahre früher als mit Normalgewicht. Dann benutze ich die App, die mir anzeigt, wieviel Schritte ich Tag für Tag tun muss, um ein von der Anfangsapp vorgegebenes Quantum abzunehmen.
    Das dauert und dauert und dauert und Spaß macht es auch mit der Funapp nicht wirklich. Dann kommt wieder die Anfangs-App, die mir sagt: Du bist nicht glücklich und neigst zur Depression, das ist mir App jetzt aber zu gefährlich, geh mal lieber zum Menschenarzt.
    Dieser Menschenarzt ist mittlerweile wenigstens 100 km entfernt und vergibt Termine erst in 1 Jahr. Dann muss die Pechapp herhalten … Ja doch, Atue. Ich freu mich.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Meinungsbaum für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (26.12.2017)

  4. #33
    Politopia-Haudegen
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    Warum nutzt du die App dann?

  5. #34
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Mönsch, Atue ...

    Zitat Zitat von Atue Beitrag anzeigen
    Warum nutzt du die App dann?
    Das ist Fiktion gewesen, Atue, ich bin nicht fett.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  6. #35
    Politopia-Haudegen
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    Ok - aber dann bleibt doch die Frage, wenn viele diese App wollen, was dann an der so schlecht ist?

  7. #36
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zumindest die Installation derselben läuft noch selbstbestimmt (im optimalen Fall). Was danach mit den erhobenen Daten passiert schon nicht mehr, und die "Hilfe" bei der Selbstoptimierung ist durchaus zweifelhaft ...
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  8. #37
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Zumindest die Installation derselben läuft noch selbstbestimmt (im optimalen Fall). Was danach mit den erhobenen Daten passiert schon nicht mehr, und die "Hilfe" bei der Selbstoptimierung ist durchaus zweifelhaft ...
    Problem erkannt, Gefahr gebannt? Der deutsche Ethikrat hat sich der Datensouveränität angenommen. Klingt irgendwie danach, als wären Daten etwas, was wir jederzeit wieder an uns nehmen können und hätten sie niemals preisgegeben.

    https://hpi.de/pressemitteilungen/20...raenitaet.html


    Ich glaube, wir werden vereimert.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  9. #38
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Gesundheitsdatenfreigabe für die Forschung ?

    Dieser m. E. unheilvolle Hang, uns zu zwingen, „Grundrechte“ explizit einzufordern, scheint auch in Österreich ein Trend zu sein

    https://www.wienerzeitung.at/nachrichte ... daten.html

    Österreich zeigt, wohin es mit unseren Daten geht, wenn wir nicht „Nein“ sagen. Allerdings glaubt der dortige Dateninhaber nicht so recht, dass seine Daten wirklich gelöscht werden, wenn er es will. Die österr. Bürger sind da eher misstrauisch, wenn ich mir die Leserbriefe angucke.
    Soweit (mit der elektronischen Gesundheitsakte) sind wir in Deutschland noch nicht. Es werden hier aber große Datenbanken aufgebaut und gepflegt (Krebsregister etc).
    Und wie schnell unsere Daten hier verscherbelt werden, haben uns kürzlich die Volksparteien gezeigt, als es um vorgezeichnete Wähleradressen ging.
    Warum soll diese Art des Denkens bei der Gesundheit haltmachen?

    Evtl. ist die aktuelle Aufmerksamkeit bezgl. Facebook`s Umgang mit der Freigabe nun dafür gut, dass alle Akteure sensibler geworden sind und die 2/3 im Nationalrat kommen nicht zustande.

    Frdl. Grüße und ein schönes Wochenende
    Christiane

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Meinungsbaum für den nützlichen Beitrag:

    jaki01 (14.04.2018)

  11. #39
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Die Kanzlerin hat für uns alle aufgepasst. Wir erinnern uns an ihre Rede aus Nov. 2015: „ … Wir haben jetzt aber einen Trilog mit dem Europäischen Parlament, bei dem wir aufpassen müssen, dass der Datenschutz nicht die Oberhand über die wirtschaftliche Verarbeitung der Daten gewinnt …“


    https://www.bundesregierung.de/Conte...er-summit.html

    und es wurde seinerzeit ausführlichst gewarnt vor einer Verscherbelung unserer intimsten Daten (da war der gute Vorsatz noch hörbar)


    https://www.youtube.com/watch?v=tYP0...ature=youtu.be

    aber unsere größten gesetzlichen Krankenkassen preschen nun vor und bieten Insellösungen für ihre Mitglieder an. Noch freiwillig, aber es ist eine Frage der Zeit, bis der Pflichtversicherte von sich aus aufgibt und sich nicht mit seiner Kasse herumschlagen möchte, um sich wie bisher behandeln lassen zu können. Es wird nicht lange dauern und die Kassen werden hergehen und Bonbons anbieten, wenn wir unsere Daten bei Ihnen speichern lassen. Bonbons in Form von Beitragsermäßigung oder schnelleren Arztzugang oder eine Maßnahme für ganz umsonst und und und.
    Die Büchse ist geöffnet und wenn wir die ersten Werbeangebote via Netz erhalten, werden wir uns noch nicht groß aufregen, eher wundern. Aber wenn uns unsere Kasse sagt: Es tut mir leid, ich habe heute nicht mehr den gewohnten Beitrag für Dich weil Du mir nicht Deine Datenvollkommenheit gönnst, ist es zu spät zum Aufregen. Und warum sind die Kassen denn so erpicht darauf? Die Kassen sind längst selbst zu Unternehmen geworden, die mit unseren Daten Geld verdienen. Hier bei der TK werden die Beitragsgelder (Pflichtbeiträge !) für die Zusammenarbeit mit IBM verwendet. Eigentlich sollen die Kassen das Geld nur verwalten. Sie sind angelegt worden als Körperschaften des öffentlichen Rechts.

    http://www.handelsblatt.com/politik/.../21209204.html

    Frdl. Grüße
    Christiane

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