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Thema: Bürgerversicherung - Einheitsversicherung

  1. #1
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Bürgerversicherung - Einheitsversicherung

    Bürgerversicherung
    Da ist sie angedacht und bereits negativ besetzt, weil als Deal benutzt, um sich im Wahlkampf aufzustellen.
    Man muss sich das vorstellen. Eine Krankenversicherung, die seit Jahrzehnten als Solidarsystem verkauft wird, die ca. 90 % der Bürger verpflichtet, sie finanziell am Leben zu erhalten, wird nun benutzt, um im Wahlkampf unter dem Begriff Gerechtigkeit zu punkten. Wie bitte, kann ein Zwangssystem dazu hergenommen werden, der Gerechtigkeit zu dienen, wenn der Großteil der Bevölkerung eh keine Möglichkeit, da herauszukommen? Ich finds unverschämt, wie leichtfertig Gerechtigkeit, Prioritäten in den Gesundheitsausgaben und Mitgliedszwang vermengt werden.
    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...Wahlkampfthema

    Frdl. Grüße
    Christiane

  2. #2
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Die SPD hat es so vor ...

    SPD
    Entwurf des Leitantrags der Programmkommission für das Regierungsprogramm 2017
    Stand: 15.05.2017

    Seite 24 Bürgerversicherung

    Parität,
    wer jetzt gesetzlich versichert ist, ist dann bürgerversichert,
    Beamte auch, zu einem auf sie zugeschnittenen Tarif,
    privat darf, muss aber nicht,
    Pflege soll auch in die Bürgerversicherung,
    einheitliches Honorarkonstrukt für die Ärzteschaft.

    https://www.spd.de/fileadmin/Dokumen...WP_nach_PV.pdf

    Frdl. Grüße
    Christiane

    http://www.webcountdown.de/?a=QxnfSfD

  3. #3
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard gesetzliche / private Krankenversicherung in den Parteiprogrammen

    Weil es keine 8 Wochen mehr bis zur Bundestagswahl sind:

    http://www.bundestagswahl-bw.de/wahlpro ... l2017.html

    und im hier im Einzelnen bzgl. „Gesundheit“:
    http://www.bundestagswahl-bw.de/arbeit_ ... l2017.html

    CDU
    Gesetzliche und private Versicherungsschienen sollen bleiben,
    Verbot des Versandhandels der verschreibungspflichtigen Medikamente,
    Abschaffung der Schulgelder in Heilberufen,
    ein "Nationales Gesundheitsportal" zur Gesund-/Krankheitsinformationen-Datensammlung,
    Förderung „Ärztlicher Versorgungszentren“ und die im anderen Thread beschriebene „Landarztquote“, um die ärztliche Versorgung überall zu stärken.

    SPD
    Eine Art Bürgerversicherung mit Rückkehr zur hälftigen Einzahlung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber; Privatversicherte können, aber müssen nicht in die Bürgerversicherung wechseln.

    Die Linke
    Jeder zahlt einkommensabhängig ein, also nur noch ein 1-Klassen-System. Privat verschwindet.

    Grün
    Eine Bürgerversicherung für alle (Unterschied zu Die Linke ?)
    Ausbildung Heilberufe kostenlos (keine Schulgelder).

    FDP
    Es bleibt bei gesetzlich und privat, die Behandlungskosten sollen transparent gemacht werden (geht heute doch auch schon, was wird dadurch anders/besser?)
    Palliativbereich: Ermöglichung einer Selbsttötung mit fachkundiger Hilfe
    legaler Erhalt von Cannabis,
    Reform der Fallpauschalen,
    Datensammlung aller Patienten an zentraler Stelle.

    Ich habe jetzt nur grob abgeschrieben. Also wer noch nicht entschlossen ist, wen er eh wählen will, muss nochmal in die Programme schauen. Auch in Sachen Pflege.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Meinungsbaum für den nützlichen Beitrag:

    Miriam (12.08.2017)

  5. #4
    Politopia-Haudegen
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    Standard

    Vergiß die SPD und deren Wahlkampfkonzepte. Wenn du über eine gescheite Krankenversicherung nachdenken willst, dann sollte geklärt werden, was Versicherung bedeutet, wofür diese einstehen soll, und wie viel Differenzierung beim Leistungsangebot gesellschaftlich wünschenswert ist.

    Im Gesundheitswesen ist mein Favorit, dass es ein einheitliches vernünftiges Grundgerüst an Gesundheitsleistungen geben sollte, die jeder Versicherte in Anspruch nehmen kann. Eine individuelle am Vermögen orientierte Eigenbeteiligungsklausel sollte sicherstellen, dass nicht Leistungen ohne Eigenverantwortung in Anspruch genommen werden.
    Ansonsten sollte jeder einen gleichen Beitrag für gleiche Leistungen zahlen müssen.

    Wer sozialen Ausgleich haben will, soll diesen über das Steuersystem organisieren - die Sozialversicherungen sind dafür ungeeignet.

    Wer Versicherungstarife nach individuellem Risiko errechnen will, soll sich verabschieden - Versicherungen und individuelles Risiko sind Begrifflichkeiten, die nicht wirklich zusammen passen!

    Wenn Risiken versichert werden, dann bitte für möglichst alle gleichartig.

    Gesetzlich oder Privat ist irrelevant. Wenn man einen gescheiten und bürgernahen Rahmen für eine kostengünstige Krankenversorgung aufsetzt, werden nur wenige private überhaupt mitbieten wollen......Private wollen Rendite - das liegt in der Natur der Sache. Ärzte wollen Geld - und Kranke wollen die Krankheitskosten von ihrer Versicherung bezahlt haben.

    Es ist nicht wesentlich, ob es eine oder mehrere Versicherungen gibt - und auch nicht, ob diese Privat oder Öffentlich organisiert sind. Wesentlich ist, dass die Leistungen einheitlich garantiert sind - und der Preis ein echter Versicherungspreis ist, und nicht ein Privatrisikopreis.

    Bei der Krankenversicherung kommt so am Ende eine Art Kopfpauschale als sinnvollstes Modell heraus.
    Bei der Rente sieht das anders aus.

  6. #5
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard So einfach ist das nicht

    Ich vergess grad gar keine Partei, die meine Wahl im September beeinflussen könnte. Parteiprogramme sind noch zu lesen. Bevor man wählt. Gesundheit in Deutschland ist eine Zwangsveranstaltung. Du vergisst, dass wir keinerlei Wahl haben zwischen der Solidarität im besten Sinne und der Wahl, überhaupt eine Art Versicherung zu wählen. Die Parteien, die nun einmal zur Wahl stehen, bieten sehr eingeschränkt Alternativen an bzgl. Beitragsbemessungsgrenzen. Aber keine Partei darf die Pflicht zur Krankenversicherung ansich und dadurch ein eingeschränktes Leistungsangebot zur Verfügung stellen. Das ist einzigartig in Deutschland und aufgrund des SGB V kein Wunschkonzert. Auch nicht für Dich. Und damit natürlich für mich ebenfalls nicht.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  7. #6
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Privat versichert ist out

    Bertelsmann zeigt wieder einmal auf, wo es langzugehen hat:
    „Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte würde Bund und Länder um 60 Milliarden Euro entlasten“
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/...uro-entlasten/
    und das 1. Bundesland springt über das Stöckchen und versucht, seine (jungen) Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung zu locken https://www.aerzteblatt.de/nachricht...Beamte-oeffnen
    und veralbert damit alle Seiten. Gezahlt wird der Basistarif der Gesetzlichen Krankenkassen (das ist eindeutig weniger Leistung als die Beamten in der privaten Versicherung gewohnt sind) und die Pflichtsolidarität wird strapaziert, weil die ja nicht nur einzahlen, sondern auch gerade im Alter, wo sie sich dann wahrscheinlich doch für die gesetzliche entscheiden, bedient werden.
    Ich bin gespannt, wie sich der Beamtenbund u. ä. verhält. Mit welcher Begründung er u. U. abrät. Je nachdem, wie er es tut, er hat den gesetzlich Versicherten dann zu erklären, warum er private Krankenversicherungen für die Beamtenschaft als „besser“ betrachtet, wohingegen für 95 % des Restvolkes die gesetzliche Absicherung zu reichen hat.
    Der Weg zur Bürger-/Einheitsversicherung scheint gut eingefasst zu sein.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  8. #7
    Politopia-Methusalem Avatar von Dieter59
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    Standard

    Ja, es ist wieder Sommerloch und noch dazu vor der Wahl. Da kann man wieder medial Gleichheitsthemen hervorkramen.

    1992 oder 93 flatterte ein Papier auf meinen Tisch. Ich hatte mich zu entscheiden: Beihilfe oder Heilfürsorge. Und das unwiderruflich auf Lebenszeit. Ich habe mich für Heilfürsorge entschieden, weil mir der Papierkrieg mit Beihilfe einfach ein Graus war und ist. Wohl wissend, dass die Heilfürsorge nicht mal die Leistungen einer GKV abdeckt. Und auch wissend, dass mich der Alptraum Papierkrieg spätestens mit der Pension erreicht. Was ich damals nicht geahnt hatte: Der trat schon viel früher mit schwerer Krankheit der Ehefrau ein. Zur Begrenzung des Beitrages PKV nach der Pension habe ich eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen, die bislang in Summe durchaus respektable Größenordnungen erreicht hat. Das ist der Ist- Zustand. Meiner.

    Jetzt kommt Hamburg daher und tut erst mal so, als gäbe es § 5 SGB nicht. Da sind die Zugangsvoraussetzungen zur GKV geregelt, die auch in HH nicht außer Kraft gesetzt können. Die wenigsten werden wechseln können und das betrifft vor allem junge Beamte. Was hat das denn für rein praktische Folgen?
    Heilfürsorge gibt es in HH wohl nicht, also hat der Beamte die Wahl zwischen PKV und GKV. Er wird, wie jeder andere Mensch auch rechnen und das Modell wählen, was seiner Lebenssituation entspricht und die geringeren Kosten verursacht. Der Beamte mit drei Kindern und Alleinverdiener wird also eher nicht die PKV wählen. Optimierung halt. Nein, dabei entstehen für die GKV keine Mehrkosten. Niemals. Ich schwöre...
    Welche Folgen hat das für den Arbeitgeber, hier also den Staat rsp. den Steuerzahler? Für genau diejenigen, die sich für einen Wechsel entscheiden könnten, stehen höhere Kosten in Aussicht. Logisch, denn bislang standen ja nur Zahlungen im Raum, wenn der Beamte tatsächlich krank war UND die Beihilfe auch tatsächlich beantragte. Zuschüsse zur GKV müssen aber kontinuierlich gezahlt werden, unabhängig vom Krankenstand.

    Das Hamburger Modell erscheint wenig durchdacht und ist in der Tat keine Lösung.
    "Wer mit den meisten Spielzeugen stirbt, hat gewonnen!"
    (in Gedenken an Phil Harris)

  9. #8
    Politopia-Haudegen
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    Standard

    Ich sehe das natürlich aus einem anderen Blickwinkel.

    Meiner Ansicht nach gehört zum Wesen eines Staates auf Basis der Menschenrechte dazu, dass er sich um die Bürger in einem gewissen Grad auch kümmert. Dieses Kümmern bezieht sich dabei auch auf die Themen der sozialen Sicherung - und damit auch auf die Art und Weise, wie die Bürger gegen die Risiken von Krankheit und Pflege gesichert sein sollten.

    Ich halte es insofern schon aus diesen staatstheoretischen Überlegungen für richtig, dass der Staat diesen Bereich des Lebens auf irgendeine Art und Weise organisiert - indem passende Gesetze erlassen werden.


    Nun muss das nicht bedeuten, dass es zwangsweise eine einzige Einheitsversicherung gibt - wohl aber sollte es daraus resultierend einen gesetzlichen Rahmen geben, der für alle geltend eine gewisse Mindestabsicherung sicherstellt.

    Ein Prinzip von Versicherungen ist es, dass die Risiken des Einzelnen finanziell von allen Beitragszahlern geschultert werden. Gibt es nun mehrere Versicherungen im Bereich der Gesundheit, können sich Tarifunterschiede auch dadurch ergeben, dass die Versicherten der einzelnen Gesellschaften nicht in gleicher Art und Weise dieselben Risiken haben. Solange sich die unterschiedlichen Risikostruktur aufgrund von diskriminierenden Eigenschaften wie Geschlecht, Altersstruktur, Vorerkrankungen o.ä. bezieht, halte ich dies für bedenklich. Kann dann eine einzelne Versicherungsgesellschaft noch bestimmte Risikogruppen ausschließen, ist für mich das eine diskriminierende Handlung, die meines Erachtens nach nicht mit dem GG vereinbar ist.

    Mehrere verschiedene Versicherungsgesellschaften machen also nur dann Sinn, wenn es entweder einen Risikoausgleich gibt, oder aber wenn der Grundsatz gilt, dass in einem räumlichen Gebiet (Landkreis, Bundesland o.ä. - groß genug muss das Gebiet sein!) nur eine Versicherungsgesellschaft für einen Zeitraum x tätig ist.

    Es macht meiner Ansicht nach auch keinen Sinn, dass der Staat sich um mehr als eine Grundsicherung kümmert. Allerdings muss diese Grundsicherung schon einen vernünftigen Gesamtumfang haben - beispielsweise auch die Grundversorgung mit Sehhilfen, Zahnersatz auf einem vernünftigen Basisniveau, oder auch Hörgeräte auf Einstiegsniveau u.ä.. Nicht notwendig ist im Rahmen der staatlich gesicherten Absicherung teure Brillengestelle, Gleitsichtgläser, dünne Plastikgläser o.ä - oder Zahnersatz im höherwertigen Bereich, oder Hörgeräte der Spitzenklasse. Wer solche Hilfen haben will, kann diese über Zusatzversicherungen oder aus der eigenen Tasche finanzieren - das ist kein Risiko, was die Allgemeinheit in dieser Art finanziell tragen müsste.

    Eine Absage erteile ich an eine Versicherung, die unterschiedliche Versicherungstarife kennt (ich rede hier von der staatlich garantierten Mindestabsicherung, nicht von dem, was jeder einzelne sich von mir aus nach seinem Gusto noch dazu absichern darf.....). Die staatliche Garantieabsicherung darf nicht in eine Mehrklassengesellschaft führen - jeder muss dort versichert sein, zu gleichartigen Bedingungen. Der Millionär genauso wie der Hartz IV Empfänger.

    Die Maßstäbe, die ich an eine solche Versicherung stelle, führen damit recht schnell zu Überlegungen wie der Bürgerversicherung - wenn auch nicht zwangsläufig. Durchaus wären Regelungen denkbar, in denen beispielsweise Landkreise die Versicherung ihrer Bürger auf dem Niveau X für einen Zeitraum T ausschreiben - und die günstigste Versicherung bekommt den Zuschlag. Diese muss dann für den Zeitraum T die Bürger im Landkreis auf der Basis der gesetzlich definierten Grundleistungen versichern. Auf dem Niveau X. Der günstigste Anbieter erhält den Zuschlag! Bestandteil des Vertrages sind aber auch Regelungen zur zeitlichen Maximaldauer der Abwicklung eines Schadens und ähnliches mehr.

    Trotzdem kann es in diesem Szenario mehrere Anbieter geben - beispielsweise eine Gesellschaft, die ein Angebot auf der Basis macht, dass sie selbst mit sehr wenig Personaleinsatz anbieten kann. Eine andere Gesellschaft geht davon aus, dass sie ein günstiges Angebot deshalb machen kann, weil sie über Präventivmaßnahmen die Menschen im Landkreis dazu bringt, dass diese weniger Leistungen brauchen.......

    Also kann es trotz einheitlicher Regelungen durchaus Wettbewerb geben - wenn es gescheit organisiert wird!

    Wovon ich gar nichts halte ist, dass bestimmte Berufsgruppen wie Heilsberufe, Beamte, Politiker und andere spezielle Regelungen haben. Auch halte ich nichts davon, dass Arbeitgeber anders versichert sind, als Arbeitnehmer. Und Reiche sollten ebenso in der Versicherung organisiert sein, wie die Ärmsten der Gesellschaft!

    Nimmt man all diese Überlegungen zusammen, dann ist die Idee einer einheitlichen Versicherung für alle nicht die schlechteste - ich halte viel von der Bürgerversicherung - allerdings bitte auf Basis der Kopfpauschalen. Sozialer Ausgleich sollte nicht Bestandteil des Versicherungswesens sein, sondern des Steuersystems. Und: Die Kosten für einen Beinbruch sind beim Millionär die gleichen wie beim Hartz IV Empfänger.

    Wenn man einen sozialen Ausgleich beispielsweise bei Familien will, dann sollte auch dieser über das Steuersystem organisiert werden - auch dann, wenn es nur eine Bürgerversicherung gäbe.

    Schaue ich mir meine Überlegungen zu dem Thema an, dann stelle ich leicht frustriert fest, dass derzeit keine Partei diesen Ansatz im Programm hat......

  10. #9
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    Standard Wenig durchdacht ...

    Zitat Zitat von Dieter59 Beitrag anzeigen
    Das Hamburger Modell erscheint wenig durchdacht und ist in der Tat keine Lösung.
    Ich stell noch die Grundlage, die Studie, hier ein. Im Fazit wird aufgedröselt, welches Land wieviel einsparen könnte und da schauen die Länder wahrscheinlich auch nur hin. Rückstellungen etc. sind gar nicht mit eingerechnet. Hamburg ist evtl. nur ein Versuchsballon zur weiteren Angleichung der privaten an die gesetzlichen Versicherungen, weil es heißt, ohne die Beamtenschaft können die privaten eh dichtmachen.
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/...amte_final.pdf
    Wir werden es sehen. Der Gesetzesentwurf muss seriöser berechnet sein als die o. a. Studie.
    Der Beamtenbund stellt sich noch quer:
    https://www.rbb-online.de/kontraste/...n-sichern.html

    Frdl. Grüße
    Christiane

  11. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von Meinungsbaum Beitrag anzeigen
    Weil es keine 8 Wochen mehr bis zur Bundestagswahl sind:

    http://www.bundestagswahl-bw.de/wahlpro ... l2017.html

    und im hier im Einzelnen bzgl. „Gesundheit“:
    http://www.bundestagswahl-bw.de/arbeit_ ... l2017.html

    CDU
    Gesetzliche und private Versicherungsschienen sollen bleiben,
    Verbot des Versandhandels der verschreibungspflichtigen Medikamente,
    Abschaffung der Schulgelder in Heilberufen,
    ein "Nationales Gesundheitsportal" zur Gesund-/Krankheitsinformationen-Datensammlung,
    Förderung „Ärztlicher Versorgungszentren“ und die im anderen Thread beschriebene „Landarztquote“, um die ärztliche Versorgung überall zu stärken.

    SPD
    Eine Art Bürgerversicherung mit Rückkehr zur hälftigen Einzahlung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber; Privatversicherte können, aber müssen nicht in die Bürgerversicherung wechseln.

    Die Linke
    Jeder zahlt einkommensabhängig ein, also nur noch ein 1-Klassen-System. Privat verschwindet.

    Grün
    Eine Bürgerversicherung für alle (Unterschied zu Die Linke ?)
    Ausbildung Heilberufe kostenlos (keine Schulgelder).

    FDP
    Es bleibt bei gesetzlich und privat, die Behandlungskosten sollen transparent gemacht werden (geht heute doch auch schon, was wird dadurch anders/besser?)
    Palliativbereich: Ermöglichung einer Selbsttötung mit fachkundiger Hilfe
    legaler Erhalt von Cannabis,
    Reform der Fallpauschalen,
    Datensammlung aller Patienten an zentraler Stelle.

    Ich habe jetzt nur grob abgeschrieben. Also wer noch nicht entschlossen ist, wen er eh wählen will, muss nochmal in die Programme schauen. Auch in Sachen Pflege.

    Frdl. Grüße
    Christiane
    Da wäre ich dann für das Konzept der Linken.


  12. #11
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Privat fiele dann weg

    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Da wäre ich dann für das Konzept der Linken.

    Bisher war es die Mischung aus Privat und Gesetzlich, die uns als Gewähr für eine „sichere“ und aktuelle Versorgungsmöglichkeit vermittelt wurde.
    https://www.pkv.de/politik/debatte/p...ionsmotor-gpk/

    Irgendwas fällt dann unter den Tisch. Meinst Du nicht? Der Versuch, die Gier, zu verkaufen und der Versuch, zu sparen, was das Zeug hält, möglichst ohne dass es die Menschen merken sollen, weil sie ja pflichtzahlen, zusammenzubringen.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  13. #12
    Märzkämpfer Avatar von grimmstone
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    Zitat Zitat von Meinungsbaum Beitrag anzeigen
    Bisher war es die Mischung aus Privat und Gesetzlich, die uns als Gewähr für eine „sichere“ und aktuelle Versorgungsmöglichkeit vermittelt wurde.
    https://www.pkv.de/politik/debatte/p...ionsmotor-gpk/

    Irgendwas fällt dann unter den Tisch. Meinst Du nicht? Der Versuch, die Gier, zu verkaufen und der Versuch, zu sparen, was das Zeug hält, möglichst ohne dass es die Menschen merken sollen, weil sie ja pflichtzahlen, zusammenzubringen.

    Frdl. Grüße
    Christiane
    Gier ist dumm.
    90% aller Menschen sind dumm.
    Deshalb funktioniert Gier.

    http://www.businessinsider.de/stephe...-endlos-2016-6
    https://faszinationmensch.com/2014/1...uns-weismacht/
    Es gibt wohl nur wenige Tiere, die uns für Menschen halten.
    Alfred Brehm

  14. #13
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    Zitat Zitat von Meinungsbaum Beitrag anzeigen
    Bisher war es die Mischung aus Privat und Gesetzlich, die uns als Gewähr für eine „sichere“ und aktuelle Versorgungsmöglichkeit vermittelt wurde.
    https://www.pkv.de/politik/debatte/p...ionsmotor-gpk/

    Irgendwas fällt dann unter den Tisch. Meinst Du nicht? Der Versuch, die Gier, zu verkaufen und der Versuch, zu sparen, was das Zeug hält, möglichst ohne dass es die Menschen merken sollen, weil sie ja pflichtzahlen, zusammenzubringen.

    Frdl. Grüße
    Christiane
    Ich kann derzeit keine medizinische Grundversorgung erkennen.


  15. #14
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Ich kann derzeit keine medizinische Grundversorgung erkennen.
    Das glaube ich Dir sofort
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  16. #15
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das glaube ich Dir sofort
    Man merkt an Deiner Reaktion, dass diese Grundversorgung nicht besteht?


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