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Thema: Was ist Moral?

  1. #286
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Zitat Zitat von Yves Beitrag anzeigen
    Die menschliche Wahrnehmung dokumentiert "die Wahrheit". Und wie Sie und ich wissen, ist diese nicht gleich. Und gerade Einsteins Relativitätstheorie ist geeignet, auch das zu beweisen.
    Die Relativitätstheorie hat es nicht verdient, für allen Dünnsinn vergewaltigt zu werden ...

    ... unglaublich, das!

    Wenn Du schon solch einen schreienden Unfug verbreitest, dann solltest Du schon halbwegs seriöse Quellen dafür angeben. Aber da ist wohl mal wieder Fehlanzeige. Hauptsache, Du hast mit Deiner unsäglichen Schwurbelei mal wieder Aufmerksamkeit erbettelt.

    Geschenkt, hier hast Du ein Stück meiner kostbaren Aufmerksamkeit, mit der ich nur ausnahmsweise wie jetzt um mich werfe ...

    ... ab und zu leiste ich mir mal so eine Schwäche.
    För een, den de Föhrumsregeln an Mors vörbi geihn, leevt sick dat kommodich op Kosten vun de annern.

    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  2. #287
    Freigeist Avatar von Kojo no Tsuki
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    Zitat Zitat von Wieben Klas Beitrag anzeigen
    Die Relativitätstheorie hat es nicht verdient, für allen Dünnsinn vergewaltigt zu werden ...

    ... unglaublich, das!
    Danke!
    ..................
    Nicht nur Indianer wissen, wie lange es dauert, bis unsere Seelen nachkommen,
    wenn wir um den Erdball reisen.

    http://www.tichyseinblick.de/meinung...rger-regieren/

  3. #288
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    Zitat Zitat von Diogena Beitrag anzeigen
    Ich war einen Tag nicht da, aber das möchte ich doch aufgreifen: Ich schließe mich hier voll un dganz Miriam an.

    Das Aufzuchtverhalten, dass Konrad beshcreibt, ist mitnichte in den Genen determiniert. Das ist z.B. sehr gut zu sehen bei ethologischen Studien. Deteerminiert ist, wenn überhaupt, die Reaktion auf das Kindschenschemá. Aber auch das kann man unterbinden, wenn der Mensch unter ungünstigen Umständen aufwächst.

    Die Entwiucklung des Menschen und seines Erlebens und Verhaltens ist durch Gene prädisponiert. Was sich jedoch aus diesen Anlagen entwicklet - oder aus nicht - von zu 100 % von der Umwelt ab. Das geht hin bis zu zu Erbkrankheiten.

    Deine Argumentation, Konrad, und die vieler anderer, die ähnlich denken, weist tatsächlich sehr viele Gemeinsamkeiten mit religiösem Denken auf, den Absolitheitsanspruch, z.B.. Das ist mittlerweile sogar Thema in den Religionswissenschaften.
    Die Wissenschaft hatte vor allem in der ersten Zeit nach der Säkularisierung einen enormen Aufschwung und Erkenntnisboom entwickelt, der natürlich auch damit zusammen hing, dass kirchliche und religiöse Dogmen zunehmend keinen Einfluss mehr auf wissenschaftliche Arbeit nahmen. Allerdings entwickelte sich daraus irgendwann wieder eine Art Religion. Ich nenne das wissenschaftlichen Materialismus. Das Denken, die Ideologie, die sich daraus entwickelte, hat wenig mit Wissenschaft zu tun. Der Begriff Wissenschaft wird nur als Steigbügelhalter für diese Ideologie missbraucht. Die Denkmuster der klassisch religiösen Fanatiker und postreligiösen sind vergleichbar.


  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Miriam für den nützlichen Beitrag:

    Diogena (20.02.2017)

  5. #289
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    Das Schlomo-Beispiel finde ich wenig geglückt, weil sehr viele andere Aspekte - Menschenrechte, Hilfsbereitschaft, Opferbereitschaft auf der einen und brutales Unrecht und Bösartigkeit auf der anderen - mit hineinspielen.

    Die Aussage war: Zur Moral gehört Ehrlichkeit, und das sehe ich nicht so. Ehrlichkeit KANN moralisch sein, ist es aber nicht zwangsläufig.
    „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
    (Immanuel Kant)


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  6. #290
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Die Wissenschaft hatte vor allem in der ersten Zeit nach der Säkularisierung einen enormen Aufschwung und Erkenntnisboom entwickelt, der natürlich auch damit zusammen hing, dass kirchliche und religiöse Dogmen zunehmend keinen Einfluss mehr auf wissenschaftliche Arbeit nahmen. Allerdings entwickelte sich daraus irgendwann wieder eine Art Religion. Ich nenne das wissenschaftlichen Materialismus. Das Denken, die Ideologie, die sich daraus entwickelte, hat wenig mit Wissenschaft zu tun. Der Begriff Wissenschaft wird nur als Steigbügelhalter für diese Ideologie missbraucht. Die Denkmuster der klassisch religiösen Fanatiker und postreligiösen sind vergleichbar.
    Du fängst immer ganz harmlos an, und als ob sich in Dir was dreht, werden Deine Aussagen immer seltsamer bis zur Überdrehung.
    „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
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  7. #291
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    Zitat Zitat von Wieben Klas Beitrag anzeigen
    […] Wenn Du schon solch einen schreienden Unfug verbreitest, dann solltest Du schon halbwegs seriöse Quellen dafür angeben. Aber da ist wohl mal wieder Fehlanzeige. Hauptsache, Du hast mit Deiner unsäglichen Schwurbelei mal wieder Aufmerksamkeit erbettelt. […]
    Mit Quellennachweisen tun sich hier mehrere Diskutanten schwer, insofern ist ein solcher Vorwurf an einen einzelnen Beitragsschreiber, wo wir doch sowieso beim Thema "Moral" sind, ungerecht… und wenn Du selbst zum Thema nix beiträgst, zieht sich die Schwurbelei ja offenbar ebenfalls unabhängig vom jeweiligen Urheber durch den kompletten Thread. Die Frage, was Moral denn eigentlich sei, impliziert doch ebenfalls die Frage, was Unmoral sei - was die Absenz moralischer Werte bzw. Handlungen kennzeichne.

  8. #292
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das Schlomo-Beispiel finde ich wenig geglückt, weil sehr viele andere Aspekte - Menschenrechte, Hilfsbereitschaft, Opferbereitschaft auf der einen und brutales Unrecht und Bösartigkeit auf der anderen - mit hineinspielen.

    Die Aussage war: Zur Moral gehört Ehrlichkeit, und das sehe ich nicht so. Ehrlichkeit KANN moralisch sein, ist es aber nicht zwangsläufig.
    Du meinst also, dass jemand ehrlich ist, wenn er lügt, weil er in einer blöden Situation ist?


  9. #293
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Du fängst immer ganz harmlos an, und als ob sich in Dir was dreht, werden Deine Aussagen immer seltsamer bis zur Überdrehung.

    D.h., Du kannst ihnen inhaltlich nicht folgen?


  10. #294
    Skeptiker Avatar von Konrad
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das freut jeden, ich halte es trotzdem für falsch, weil unbedingte Ehrlichkeit enormen Schaden anrichten und Menschen tödlich verletzen kann.
    "Man" kann auch eine "ehrliche Haut" sein, ohne jedem skrupellos und eitel die ungeschminkte Wahrheit ins Gesicht sagen zu müssen, um das einmal überspitzt zu formulieren.

    Die Bereitschaft zu Ehrlichkeit und das Bestreben, diese auch, soweit dies ohne andere zu verletzen möglich ist, zu leben, bedarf einer Grundhaltung, und diese Voraussetzung bezeichne ich ebenfalls als Basis einer soliden Moral. Wobei nun wieder darüber geschachert und gestritten werden könnte, was das heisst.

    Das Problem solcher Diskussionen ist die angenommene Beweiskraft der Subjektivität, von der Diskutanten gerne ausgehen, sie voraussetzen und dies auch gleich umzusetzen versuchen, indem subjektiven Eindrücken und Auslegungen, an der Grenze des eigenen Verständnisses, der Stellenwert einer gesicherten Erkenntnis verliehen wird, um daraus ein Postulat abzuleiten, das das Gewicht absoluter Wahrheit zu haben scheint.

    Das Problem ist also nicht das Thema, sondern das Problem besteht, in der überwiegenden Zahl der Fälle, in den Teilnehmern an Diskussionen, die nicht bereit sind, die eigenen Standpunkte kritisch zu hinterfragen - selbst, oder gerade dann, wenn es objektiv gesehen an der erforderlichen Kenntnistiefe fehlt.

    Aber das ist natürlich nur meine subjektive Einschätzung, die von den wenigsten derjenigen, die sich angesprochen fühlen, geteilt werden dürfte.
    Geändert von Konrad (17.02.2017 um 21:49 Uhr) Grund: Absatz, n

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    Kojo no Tsuki (17.02.2017)

  12. #295
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    D.h., Du kannst ihnen inhaltlich nicht folgen?
    Deine Einlassungen sind lückenhaft, dabei solltest du doch eingedenk deiner selbsterklärten Klugheit durchaus in der Lage sein, diese Lücken aufzufüllen, einen gewissen Wortreichtum zu üben, um deinen Aussagen kräftige Farben zu verleihen. Erkläre doch einfach, was eine Mutter dazu veranlasst, den eigenen Nachwuchs als schützenswerter anzusehen als fremden Nachwuchs. Man kann genetischen Determinismus ja gerne kritisieren, gerade im Hinblick auf die populärwissenschaftliche Seite der Genforschung als Ergebnis politisch-wirtschaftlicher Richtungsgebung durch eine einseitige materielle Förderung. Das sollte aber nicht dazu führen, die Genforschung insgesamt als postreligiös zu bezeichnen. Vielmehr ist es ohne weiteres zu begrüßen, dass auch andere Forschungsgebiete in den wissenschaftlichen Kontext einbezogen werden. Richtig ist, dass die lange Zeit, in der der genetische Determinismus als dominantes Erklärungsmodell gebraucht worden ist, eine mögliche Schieflage erzeugt hat. Aber das Wegwischen daraus gewonnener Thesen als postreligiös kommt dann selbst als absolut daher und wäre dann post-post-religiös?
    Ich gebe dir mal was zu lesen:
    http://www.links-netz.de/K_texte/K_l...endiskurs.html
    In ähnlicher Weise können wir heute von einer “strategischen Wiederauffüllung” des Gendiskurses durch Risikokonzepte und Netzwerkstrukturen sprechen. Sicherlich hat die Kritik am genetischen Determinismus eine entscheidende Rolle bei dessen Transformation gespielt. Die Widerstände gegen das genozentrische Weltbild und die Hinweise auf die Komplexität der Genaktivität wurden als systemische Rückkopplungen in den Gendiskurs eingebaut und als biowissenschaftliche Ressource genutzt. An die Stelle eines absolutistisch-souveränen Gendiskurses tritt eine scheinbar pluralistisch-dezentrale Netzwerkkonzeption, die jedoch weiterhin der Suprematie der Gene verpflichtet bleibt. Mögen in einer postgenomischen Biologie eindeutige Determinationsverhältnisse eine geringere Rolle spielen als bisher, dem Bezug auf genetische Strukturen und deren Primat im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren kommt weiterhin eine zentrale Bedeutung zu. Die Unsicherheit oder die Unklarheit über Bedingungs- und Verursachungsverhältnisse wird einerseits zum Motor weiterer Forschungen; sie erzeugt andererseits ein Klima der Angst und der Verunsicherung, in dem sich die biomedizinische Forschung als Hoffnungsträgerin und Produzentin von Sicherheit empfehlen kann

  13. #296
    Politopia-Urgestein Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Die Bereitschaft zu Ehrlichkeit und das Bestreben, diese auch, soweit dies ohne andere zu verletzen möglich ist, zu leben, bedarf einer Grundhaltung, und diese Voraussetzung bezeichne ich ebenfalls als Basis einer soliden Moral. Wobei nun wieder darüber geschachert und gestritten werden könnte, was das heisst.
    Niemand, und käme er anderen noch so verlogen vor, wird von sich selbst sagen, dass ihm die Bereitschaft zur Ehrlichkeit fehlt.

    Das Problem solcher Diskussionen ist die angenommene Beweiskraft der Subjektivität, von der Diskutanten gerne ausgehen, sie voraussetzen und dies auch gleich umzusetzen versuchen, indem subjektiven Eindrücken und Auslegungen, an der Grenze des eigenen Verständnisses, der Stellenwert einer gesicherten Erkenntnis verliehen wird, um daraus ein Postulat abzuleiten, das das Gewicht absoluter Wahrheit zu haben scheint.
    Das ist bei allen Diskussionen so, bei denen es nicht um die Beweisbarkeit naturwissenschaftlicher Thesen geht. Und selbst dann...

    Das Problem ist also nicht das Thema, sondern das Problem besteht, in der überwiegenden Zahl der Fälle, in den Teilnehmern an Diskussionen, die nicht bereit sind, die eigenen Standpunkte kritisch zu hinterfragen - selbst, oder gerade dann, wenn es objektiv gesehen an der erforderlichen Kenntnistiefe fehlt.
    Bei Thesen, deren Beweisbarkeit nicht im Labor und unter verschiedenen Umständen gesichert wird, ist es schwer, die "erforderliche Kenntnistiefe" zu erlangen, es wird immer ein Teil "Meinung" übrigbleiben, abgesehen davon, dass gerade bei diesen "weichen" Themen jeder meint, genügend Erfahrung zu haben. Deshalb hüte ich mich davor, etwas als wahr zu bezeichnen, sondern kennzeichne meine Aussagen meist als meine Meinung.
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  14. #297
    Skeptiker Avatar von Konrad
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Niemand, und käme er anderen noch so verlogen vor, wird von sich selbst sagen, dass ihm die Bereitschaft zur Ehrlichkeit fehlt.
    Es stellt sich demzufolge die Frage nach der Dimension der Abweichung des Selbstbildes vom Fremdbild.
    Und nach der Ursache.

    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das ist bei allen Diskussionen so, bei denen es nicht um die Beweisbarkeit naturwissenschaftlicher Thesen geht. Und selbst dann...
    Nicht bei allen. Es kommt auf die Teilnehmer an.

    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Bei Thesen, deren Beweisbarkeit nicht im Labor und unter verschiedenen Umständen gesichert wird, ist es schwer, die "erforderliche Kenntnistiefe" zu erlangen, es wird immer ein Teil "Meinung" übrigbleiben, abgesehen davon, dass gerade bei diesen "weichen" Themen jeder meint, genügend Erfahrung zu haben. Deshalb hüte ich mich davor, etwas als wahr zu bezeichnen, sondern kennzeichne meine Aussagen meist als meine Meinung.
    Es gibt nützliche Kriterien der Herangehensweise, auch an "weiche" Themen. Bleiben wir bei der Bezeichnung. Egozentrik ist keines davon. Vorsätzliche Fehldeutungen von Diskussionsbeiträgen anderer auch nicht. Unterstellungen von nicht eingenommenen Standpunkten auch nicht.

    Wenn alle Kriterien ausgeklammert werden, die einem Diskussionsverlauf abträglich sind, ist die Diskussionsrunde auf einem vernünftigen Weg, der ein Stück weiter führen könnte.
    Da haben wir Sie, die Vernunft.
    Das einigen gut geläufige Gegen"argument" wäre das Absprechen ausreichender Intelligenz und die Infragestellung der Fähigkeiten zu vernunftgegründetem Verhalten durch Gesprächspartner, die meinen, die Vernunft sein nachrangig, weil die Menschen in erster Linie von Emotionen geleitet werden und sich generell nur reflektorisch, reaktiv, verhalten.

    Ob eine Diskussion einen angenehmen Verlauf nimmt und einen Erkenntnisgewinn mit sich bringt, hängt in erster Linie von der Zusammensetzung der Diskussionsrunde und deren Bereitschaft zuzuhören und mitzudenken ab.
    Geändert von Konrad (18.02.2017 um 11:29 Uhr) Grund: Doppler entfernt

  15. #298
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    […] Ob eine Diskussion einen angenehmen Verlauf nimmt und einen Erkenntnisgewinn mit sich bringt, hängt in erster Linie von der Zusammensetzung der Diskussionsrunde und deren Bereitschaft zuzuhören und mitzudenken ab.
    Der Diskussionsverlauf hängt mehr von der Qualität der Gesprächsbeiträge ab; die Bereitschaft, dem Gesagten auch zu lauschen, mag individuell oder auch nach Tagesform schwanken… ging's hier, in dieser Diskussion, ursprünglich nicht um die Frage, was Moral sei? Notfalls hülfe zur Klärung schon ein Blick ins Würterbuch - aber da die Politopia ein politisches Forum ist, steckt hinter der Fragestellung natürlich ein ganzer Cluster gesellschaftlich relevanten Gesprächsbedarfs: Wie wird der Mensch moralisch? Und wie mag bloß nach allen historischen Entwicklungen und Irrwegen das Kunststück zu vollbringen sein, eine globale Harmonisierung und zugleich die Zukunftsfähigkeit moralischer Werte und ihrer Anerkennung durchzusetzen.

  16. #299
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Doppelmoral?

    Im u. a. Artikel sind Gedanken zur Organspende zu lesen, die m. E. ins Thema „Moral“ gut passen. Was ist es für eine Art von Moral, wenn die Spenden gegen Geld nur für einen Teil „verpönt“ sind und nicht für den Akt des Spendens an sich? Zumindest eine doppelte Moral.(?)
    https://www.nzz.ch/meinung/kommentar...mmen-ld.146285

    Was jetzt schon möglich ist, ein allerdings bereits 3 J. alter Artikel, nur als Beispiel:
    http://www.fr-online.de/gesund---fit...,26173532.html

    Frdl. Grüße
    Christiane

  17. Folgender Benutzer sagt Danke zu Meinungsbaum für den nützlichen Beitrag:

    Miriam (18.02.2017)

  18. #300
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    Zitat Zitat von Müllers Esel Beitrag anzeigen
    Deine Einlassungen sind lückenhaft, dabei solltest du doch eingedenk deiner selbsterklärten Klugheit durchaus in der Lage sein, diese Lücken aufzufüllen, einen gewissen Wortreichtum zu üben, um deinen Aussagen kräftige Farben zu verleihen. Erkläre doch einfach, was eine Mutter dazu veranlasst, den eigenen Nachwuchs als schützenswerter anzusehen als fremden Nachwuchs. Man kann genetischen Determinismus ja gerne kritisieren, gerade im Hinblick auf die populärwissenschaftliche Seite der Genforschung als Ergebnis politisch-wirtschaftlicher Richtungsgebung durch eine einseitige materielle Förderung. Das sollte aber nicht dazu führen, die Genforschung insgesamt als postreligiös zu bezeichnen. Vielmehr ist es ohne weiteres zu begrüßen, dass auch andere Forschungsgebiete in den wissenschaftlichen Kontext einbezogen werden. Richtig ist, dass die lange Zeit, in der der genetische Determinismus als dominantes Erklärungsmodell gebraucht worden ist, eine mögliche Schieflage erzeugt hat. Aber das Wegwischen daraus gewonnener Thesen als postreligiös kommt dann selbst als absolut daher und wäre dann post-post-religiös?
    Ich gebe dir mal was zu lesen:
    http://www.links-netz.de/K_texte/K_l...endiskurs.html

    Deine Einlassungen wären durchaus eine gute Einleitung in eine eigene Diskussion.
    Aber hier in diesem Thread geht es um eine andere Frage. Auch deshalb ist das,
    was ich mit postreligiös bezeichnete nur rudimentär von mir angeschnitten worden.


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