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Thema: "Hayir"

  1. #1
    wortfechter Avatar von bakunicus
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    Standard "Hayir"

    das ist mal wieder ein typischer fall, warum ich gerne telepolis lese ...
    eine meldung mit großem nachrichtenwert, die aber andernortes nicht zu lesen ist, zumindest nicht als headline ...

    worum geht es ?

    https://www.heise.de/tp/features/Erd...r-3628672.html

    Erdogans Problem mit dem türkischen Wort für Nein: "Hayir"

    n der Türkei wurde die Hayir-Partei gegründet. Mit aller Kraft versucht die Regierung die Nein-Kampagne gegen die Einführung des Präsidialsystems zu zermürben Am 16. April werden in der Türkei rund 55,3 Millionen Wahlberechtigte und rund 2,9 Millionen türkische Staatsbürger im Ausland über ein Referendum abstimmen, das Erdogan faktisch zum Diktator machen soll. Der Leiter der türkischen Wahlbehörde, Sadi Güven, teilte am vergangenen Samstag das Datum mit. Das Referendum würde noch im Ausnahmezustand stattfinden, der nach dem Putschversuch vom Juli 2016 verhängt worden war, so Güven.
    In der Türkei wurde nun eine neue Partei von enttäuschten AKP-Mitgliedern und CHP-Mitgliedern gegründet. Einziges Ziel: Die Menschen in der Türkei zu einem "Nein/Hayir" gegen das Präsidialsystem zu bewegen.
    "Wenn wir dieses Referendum nicht gewinnen und das Präsidialsystem nicht abwenden, gibt es danach vielleicht gar keine Möglichkeit mehr, aktiv zu werden. Deshalb dürfen wir jetzt nicht aufgeben. Wir müssen kämpfen", sagte Tuna Beklevic, einst führendes Mitglied der regierenden AK-Partei, im Deutschlandfunk. Die säkularen Türken und Kurden machen mit eigenen Nein-Kampagnen mobil. Selbst innerhalb der nationalistischen MHP regt sich Widerstand.
    Praxis der Zermürbung gegen Nein-Kampagne

    Mit aller Kraft versucht die Regierung die Nein-Kampagne zu verhindern. Bürger, die sich für die Nein-Kampagne engagieren, werden systematisch verfolgt und kriminalisiert. Innerhalb der letzten zwei Tage wurden über 800 Menschen mit dem Vorwurf "Unterstützung einer terroristischen Vereinigung" verhaftet. Die Repression richtet sich mittlerweile nicht mehr nur gegen HDP-Abgeordnete, sondern auch gegen einfache Mitglieder.
    Die Praxis der Zermürbung ist unglaublich und unüberschaubar: Vor allem Politiker werden verhaftet, einige wieder freigelassen, dann wieder verhaftet. Es ist kaum möglich, einen Überblick zu bewahren. Das Ziel der Maßnahmen von der Regierung ist offensichtlich: Die Menschen in der Türkei sollen nicht erfahren, über was sie eigentlich abstimmen.
    Die Propaganda gegen die "Nein-Kampagne" treibt zum Teil unglaubliche Stilblüten: Das Gesundheitsministerium ordnete an, dass in Konya, einer traditionell konservativen, islamischen türkischen Stadt, die vom Ministerium gedruckten Aufklärungsflyer gegen das Rauchen eingesammelt und eingestampft werden sollen. Begründet wurde dies damit, dass der Titel "Wenn Sie NEIN zum Rauchen sagen" als Aufruf gegen das Referendum verstanden werden könnte.
    bitte selbst weiterlesen ...
    muß ich dazu noch selbst stellung nehmen, und erklären wie unsäglich ein präsidialsystem unter erdogan ist ?

    gruß @ all ... baku

  2. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu bakunicus für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (16.02.2017), Diogena (17.02.2017), Schopenhauer (17.02.2017), wudi (16.02.2017)

  3. #2
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    Doch, in letzter Zeit gab es etliche Berichte über die in der Tat bedrückende Lage vor dem Referendum. Das wird wohl durchgehen. Problem ist, dass Erdoğan den Putschversuch vom Juni zu einem durchgreifenden staatlichen Putsch in eigener Sache genutzt hat, und seit die verbliebenen, d.h. nicht weggesperrten Abgeordneten in 2. Lesung mit 339 Stimmen für die Entmachtung des Parlaments gestimmt haben, ist nicht davon auszugehen, dass das Blatt sich noch wendet.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2...omplettansicht

    Selbst der international angesehene Historiker Prof. Halil Berktay von der Istanbuler Sabancı-Universität, der bislang überhaupt nicht durch regierungsnahe Positionen auffiel, hat sich in einem Interview für ein "Ja" beim Referendum ausgesprochen. Das musste ich wirklich 2x lesen, weil ich es sonst nicht geglaubt hätte.

    http://odatv.com/halil-berktay-ne-di...302171200.html

    Kurz zusammengefasst sagt er, man könne zwar Details der Änderungen kritisieren, aber im Großen + Ganzen handele es sich lediglich um den Umbau zu einem ganz gewöhnlichen Präsidialsystem. Nur: genau das stimmt nicht, und ich denke, das weiß er auch besser. Aber wenn man bedenkt, was (nicht nur) Wissenschaftlern blüht, die sich offen dagegen aussprechen, ist anzunehmen, dass er stark unter Druck steht. Vielen kritischeren Leuten, natürlich auch Wissenschaftlern, aber sogar der Ehefrau des ehemaligen Cumhuriyet-Chefredakteurs Can Dündar, wurden ja auch reihenweise die Pässe entzogen, damit sie das Land nicht verlassen können.

    In Miriams deutlich anders aufgezäumtem Thread habe ich gestern schon was dazu geschrieben: http://politopia.de/threads/17616-Erdogans-seltsames-Demokratieverst%C3%A4ndnis?p=931087&viewfull=1#pos t931087




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  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Anouk für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (17.02.2017)

  5. #3
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
    ...

    In Miriams deutlich anders aufgezäumtem Thread habe ich gestern schon was dazu geschrieben:...

    Wie Du ja dort schon geschrieben hast, verfolgt das hier im Detail keiner mehr und aus meiner Sicht ist das so, weil es hier eigentlich kein deutsch-türkisches Forum mehr gibt. Der Gründungsgedanke hat sich also erledigt, was ich bedaure denn gerade das war eigentlich mal mein Hauptgrund hier mitzumachen - um türkische Sichtweisen näher kennen zu lernen. Anfangs hat das gut geklappt und war allein deshalb eine gute Sache.

    In Bakus Artikel finde ich den Satz lustig dass die "sozialdemokratische" CHP mittlerweile aufgewacht ist, nachdem sie mit der AKP zusammen die Kurden parlamentarisch plattgemacht haben. Ich weiß zwar nicht wie sozialdemokratisch die CHP ist, aber es würde wieder mal passen, dass Sozialdemokraten so lange schlafen bis es zu spät ist.

    Zum Siegeszug der AKP und ihrem Sultan selbst fällt mir nicht mehr viel ein. Er hat den "Putsch" im eigenen Sinne weidlilch ausgenutzt um total aufzuräumen. Ich glaube in dieser drastischen Art, hätte sich das Hitler 1933 wahrscheinlich noch nicht getraut. Es muss eine große Masse der Bevölkerung hinter ihm stehen. Ich sehe eigentlich nur noch eine Chance darin, dass sich diese groß angelegten Repressionen gegen ihn wenden, weil er es entschieden übertreibt. Wenn er allerdings große Massen hinter sich hat, ist die Türkei zunächst mal auf etliche Jahre im neuen System verloren.

  6. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (17.02.2017), bakunicus (17.02.2017), Bicyclerepairmen (17.02.2017), Schopenhauer (17.02.2017)

  7. #4
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Wie Du ja dort schon geschrieben hast, verfolgt das hier im Detail keiner mehr und aus meiner Sicht ist das so, weil es hier eigentlich kein deutsch-türkisches Forum mehr gibt. Der Gründungsgedanke hat sich also erledigt, was ich bedaure denn gerade das war eigentlich mal mein Hauptgrund hier mitzumachen - um türkische Sichtweisen näher kennen zu lernen. Anfangs hat das gut geklappt und war allein deshalb eine gute Sache.
    Sehe ich ganz genauso. Hat sich leider alles so geändert, dass ich (für mich) eigentlich keinen triftigen Grund mehr sehe, mich anhaltend zu beteiligen. Das Übrige resultiert aus Gewohnheit, weiter nix. Zwar kann man TR-Themen auch auf anderen Plattformen diskutieren, aber hier sind sie längst verloren, was ich ausgesprochen bedauere. Die übrigen Themen sind m.E. ziemlich beliebig und austauschbar. - Back 2 topic:

    In Bakus Artikel finde ich den Satz lustig dass die "sozialdemokratische" CHP mittlerweile aufgewacht ist, nachdem sie mit der AKP zusammen die Kurden parlamentarisch plattgemacht haben. Ich weiß zwar nicht wie sozialdemokratisch die CHP ist, aber es würde wieder mal passen, dass Sozialdemokraten so lange schlafen bis es zu spät ist.
    Sozialdemokratisch passt auch nicht wirklich bzw nur für Teile der von Atatürk gegründeten traditionsreichen Partei. Damit hat es sich dann aber auch schon. Oberflächlich besehen wirkt sie zwar deutlich liberaler und moderater als die Regierungspartei und steht anders als die AKP unbedingt für den in der Verfassung verankerten Laizismus, aber in der CHP finden sich auch Hardcore-Kemalisten, die überhaupt kein Problem mit nationalistischen Tönen haben und Erdoğans Entmachtung des Militärs mit Entsetzen verfolgt haben. Dabei darf man nicht vergessen, dass blutige Militärumstürze in der Geschichte der türkischen Republik immer mehr als nur eine Option waren..
    Und: Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu, ein aufrichtiger Mann, der seit 2010 am Ruder ist, wurde zwar eine Erneuerung der unter Deniz Baykal sehr abgeschlafften Partei zugetraut, aber er gilt keineswegs als Charismatiker, der die Massen vom Stuhl reißt. Und ausgerechnet dieser brave, geradezu buchhalterisch-bieder wirkende Oppositionsführer dürfte sich spätestens seit Juni 2016 mehr oder minder zu einer Art Appeasement-Haltung gezwungen sehen - abzulesen u.a. an der Teilnahme der CHP an der von Erdo 'verordneten' Massenkundgebung gegen den Putschversuch (statt zu einer eigenen Kundgebung aufzurufen). Und so weiter. Mitte November 2016 erschien ein lesenswertes Interview mit ihm in der "Zeit".

    -- snip --

    "Ich könnte der Nächste sein"

    Der CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu ist der wichtigste türkische Oppositionsführer auf freiem Fuß. Er spricht über Erdoğans Hexenjagd und den Gegenputsch im Land.
    Interview: Özlem Topçu

    -- snap --

    Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/tuerkei-kemal-kilicdaroglu-chef-chp-kemalistischen-republikanische-volkspartei/komplettansicht

    Zitat Zitat von Bud Spencer
    Zum Siegeszug der AKP und ihrem Sultan selbst fällt mir nicht mehr viel ein. Er hat den "Putsch" im eigenen Sinne weidlilch ausgenutzt um total aufzuräumen. Ich glaube in dieser drastischen Art, hätte sich das Hitler 1933 wahrscheinlich noch nicht getraut. Es muss eine große Masse der Bevölkerung hinter ihm stehen. Ich sehe eigentlich nur noch eine Chance darin, dass sich diese groß angelegten Repressionen gegen ihn wenden, weil er es entschieden übertreibt. Wenn er allerdings große Massen hinter sich hat, ist die Türkei zunächst mal auf etliche Jahre im neuen System verloren.
    Beim Referendum genügt die einfache Mehrheit, und wenn ich richtig orientiert bin, können sich die wahlberechtigten Auslandstürken bis Ende Februar bei den Botschaften und Konsulaten registrieren. Möglicherweise bilden sie das Zünglein an der Waage, daher der von der UETD als Privatveranstaltung organisierte Yıldırım-Besuch in Oberhausen.

    Mit welchen Methoden Erdogan-Kritiker auch hierzulande unter Druck gesetzt werden, kann man u.a. in einer gestern veröffentlichten FB-Notiz von Hasnain Kazim ablesen.

    https://www.facebook.com/notes/hasna...63058313720032

    Nur Schlaglichter, klar, aber keineswegs einzigartig, wie auch dieser Vorgang belegt:

    Die Lehrergewerkschaft GEW wirft der türkischen Regierung vor, kritische Äußerungen über Staatschef Recep Tayyip Erdoğan im deutschen Schulunterricht unterbinden zu wollen. Süleyman Ateş, Mitglied im Leitungsteam des GEW-Bundesausschusses Migration, sagte der Heilbronner Stimme, "die türkischen Konsulate drängen Eltern dazu, Lehrer einzuschüchtern und Lehrer zu melden, die Kritik an der Türkei oder an Präsident Erdoğan üben".

    "Wir wissen sicher von solchen Veranstaltungen in den türkischen Konsulaten in Düsseldorf und Essen – in anderen Städten haben wir von Eltern gehört, dass es auch dort solche Veranstaltungen gegeben haben soll", fügte Ates hinzu. Demnach organisieren die Konsulate Veranstaltungen für türkische Lehrer- und Elternvereine mit dem Ziel, Kritik an der Türkei und der türkischen Regierung im Unterricht zu verhindern.(..)
    http://www.zeit.de/gesellschaft/schu...ht-deutschland

    Hier ein Auszug des Ursprungstexts aus der "Heilbronner Stimme":

    (..)

    Die versuchte Einflussnahme betreffe nicht nur den türkischsprachigen Unterricht, oder den muslimischen Religionsunterricht, sondern auch Fächer wie Geschichte oder Sozialkunde. „Die türkischen Konsulate drängen Eltern dazu, Lehrer einzuschüchtern und Lehrer zu melden, die Kritik an der Türkei oder an Präsident Erdogan üben“, sagte Ates der Heilbronner Stimme. Ates sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung“. „Lehrer werden eingeschüchtert, und Eltern werden dazu aufgerufen, sich an den Schulen über einen türkeikritischen Unterricht zu beklagen“, beklagt Ates.
    „Ich fordere den türkischen Staat auf, nicht mehr in das deutsche Schulsystem einzugreifen“, sagte der GEW-Funktionär. Er halte es für wahrscheinlich, dass es nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in anderen Bundesländern entsprechende Fälle der versuchten Einflussnahme gegeben hat.
    http://www.stimme.de/deutschland-wel...art295,3796277

    Wenn das stimmt, ist es ein absoluter Skandal! Einflussnahme des türkischen Staates auf deutsche Lehrer*innen mitten in Deutschland.
    Da möchte ich lieber nicht wissen, was für einen Dampf sie zurzeit in der TR machen.

    Wenigstens trat mit Ozan Erdem jetzt ein AKP-Politiker zurück, der bei einer Veranstaltung im Bezirk Soma wortwörtlich mit einem Bürgerkrieg gedroht hat für den Fall, dass die Befürworter des Referendums nicht mehr als 50% der Stimmen bekommen.

    “If we cannot exceed 50 percent and fail in this referendum vote, prepare for a civil war. We should know that the cards will be shuffled both inside [Turkey] and abroad and the plan tables will be set up again,” Erdem said.
    http://www.hurriyetdailynews.com/akp...&NewsCatID=338

    ...
    Geändert von Anouk (17.02.2017 um 22:29 Uhr) Grund: erg.
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  8. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Anouk für den nützlichen Beitrag:

    bakunicus (17.02.2017), BudSpencer (17.02.2017), Schopenhauer (17.02.2017)

  9. #5
    wortfechter Avatar von bakunicus
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Der Gründungsgedanke hat sich also erledigt, was ich bedaure denn gerade das war eigentlich mal mein Hauptgrund hier mitzumachen - um türkische Sichtweisen näher kennen zu lernen. Anfangs hat das gut geklappt und war allein deshalb eine gute Sache.
    das ist ein motiv, warum ich diesen faden aufgemacht habe ...

    und das andere ist, dass ich mich in diesen tagen frage, wie offen reaktionär die autoritären gestalten in den demokratien der welt auftreten dürfen, ohne vehementen widerspruch der gruppe die man als "konservative mitte" bezeichnen kann zu provozieren.
    und da sehe ich ein muster ... angefangen in der türkei, und deutschtürken die sich hinter erdogan versammeln, über polen, ungarn, frankreich, niederlande, USA bis zur AfD bei uns im vorgarten und auch bis zu putin, dem schlächter von tschetschenien.

    ich hätte das in dieser dimension noch vor wenigen jahren kaum für möglich gehalten ... muß mich aber eines besseren belehren lassen.
    und dabei ist erdogan ein exemplarisch mahnendes beispiel; gestartet ist er als hoffnungsträger ... hat dialog und frieden mit den kurden gesucht, hat die türkei politisch und wirtschaftlich mit großen erfolgen modernisiert (was seine andauernde beliebtheit zumindest ansatzweise erklärt), hat sogar ein sozialversicherungssystem installiert ... und ist aber nun ins genaue gegenteil verkehrt.
    an diesem beispiel kann man ganz genau sehen welche gefahren drohen, wenn man sein schicksal und hoffnungen solchen strolchen/-innen anvertraut.

    es ist so, als ob samuel phillips huntington am ende doch noch recht behalten würde ... https://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen

    mfg baku
    Geändert von bakunicus (17.02.2017 um 14:53 Uhr)

  10. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu bakunicus für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (17.02.2017), ArgoNaut (17.02.2017), Schopenhauer (18.02.2017), Yves (17.02.2017)

  11. #6
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    Eine überparteiliche Nein-Kampagne in Hessen zog prompt Dresche von der regierungsnahen Zeitung "Sabah" nach sich.
    "Macht diesen Verrätern die Türen nicht auf!", übertitelte sie ein Stück, das durchsetzt war mit Angriffen gegen die Grünen-Politikerin Mürvet Öztürk und den SPD-Landtagsabgeordneten Turgut Yüksel. Die wehren sich jetzt mit einer gemeinsamen Erklärung.

    http://www.turgut-yueksel.de/meldung...nicht-auf.html

    Über die hessische Nein-Kampagne: http://www.faz.net/aktuell/rhein-mai...-14879356.html
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