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Thema: Und wieder mal erheben sich Westdeutsche über die Befindlichkeiten der Ostdeutschen

  1. #31
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Wenn unser grauer Kater eine Tatsachenfeststellung für die Weimarer Jahre postet, ist das ja keine "Meinungsbekundung" -
    Natürlich ist es das: der ton macht die musik und halbe wahrheiten sind oft schon ganze lügen, wie du sicher weisst.

    Und sein hass auf die spd... also... glaubst du dem kater, dass die spd den kaiser wieder installieren wollte?




    übrigens lag in Dresden/Bautzen 1932 der Stimmanteil für die NSDAP bei immerhin 43,6% - ...
    Ich kann mit miriams aussage ja auch nichts anfangen! Die mangelnde demokratische kultur im heutigen osten liegt an der DDR-zeit. Bestimmt nicht an der spd von vor 45...

  2. #32
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Bei den Griechen? Da durften Frauen, Unfreie und Eingewanderte nicht wählen, wahlberechtigt war also nur ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung.
    Unser kater scheint demokratie nur dann zu akzeptieren, wenn sie in tiefster vergangenheit statt fand... warum wohl?



    und geschichte war auch noch nie sein hauptinteressengebiet...

  3. #33
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    […] halbe wahrheiten sind oft schon ganze lügen […]
    Dass die parteipolitischen Querelen der Weimarer Republik es den Nazis sehr erleichtert haben, in den durch die Weltwirtschaftskrise noch stärker verunsicherten Zukunftsaussichten als "Retter" wahrgenommen zu werden, ist keine "halbe Wahrheit", sondern eine Tatsache; es mag ja nicht hauptsächlich der damaligen SPD anzulasten sein, aber stärkste Fraktion gegenüber den zahllosen Splittergruppen war sie dennoch - auch, weil seinerzeit die werktätige Bevölkerung (insbesondere der Industriearbeiter) noch die weitaus größte größte Wählergruppe stellte.
    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    […] glaubst du dem kater, dass die spd den kaiser wieder installieren wollte? […]
    Zumindest hat die SPD sich seinerzeit gegen jede Modernisierung ihrer politischen Doktrin (und die war damals schon alles andere als sozialistischen Idealen verpflichtet, weswegen sich ja die USPD abgespalten hatte) - die SPD war vor allem darauf bedacht, sich gegenüber der KPD abzugrenzen, was etwa 20 Jahre später im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands zu korrigieren versucht wurde, und letztlich nochmals gescheitert ist… und dies lässt sich in dieser Weise darstellen, selbst wenn man niemals einer Parteiideologie Anhänger gewesen ist.

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (19.05.2017)

  5. #34
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Dass die parteipolitischen Querelen der Weimarer Republik es den Nazis sehr erleichtert haben, in den durch die Weltwirtschaftskrise noch stärker verunsicherten Zukunftsaussichten als "Retter" wahrgenommen zu werden, ist keine "halbe Wahrheit", sondern eine Tatsache;
    Richtig. Und das war lang nicht das einzige problem: auch die passivität der bürgerlichen verlage und medien haben es den nazis nicht gerade schwerer gemacht. Aber, der vorwurf war ja, es hätte keine freien wahlen vor 45 gegeben. Diesem quatsch habe ich natürlich widersprochen.


    es mag ja nicht hauptsächlich der damaligen SPD anzulasten sein, aber stärkste Fraktion gegenüber den zahllosen Splittergruppen war sie dennoch....
    Sie war eigentlich die einzige wirklich demokratische partei. Der vorwurf, die SPD hätte das kaiserreich restaurieren wollen, die einzige demokratische partei, ist eine besonders bizarre lüge.


    Zumindest hat die SPD sich seinerzeit gegen jede Modernisierung ihrer politischen Doktrin (und die war damals schon alles andere als sozialistischen Idealen verpflichtet, weswegen sich ja die USPD abgespalten hatte) - die SPD war vor allem darauf bedacht, sich gegenüber der KPD abzugrenzen, was etwa 20 Jahre später im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands zu korrigieren versucht wurde, und letztlich nochmals gescheitert ist… und dies lässt sich in dieser Weise darstellen, selbst wenn man niemals einer Parteiideologie Anhänger gewesen ist.
    Ja, diese abgrenzung von der kpd ist wohl der grund, warum unser kater die spd hasst. Seine sache. Aber kein grund für derartige lügen! Ist ja widerlich! Das erinnert schon fast an grimmstones IM-Erika-lügenmärchen.

  6. #35
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Bei den Griechen? Da durften Frauen, Unfreie und Eingewanderte nicht wählen, wahlberechtigt war also nur ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung.
    Richtig, und bis vor kurzem war es in der Schweiz ebenso, dass Frauen nicht wählen durften. Dennoch war die Demokratie besser als unsere und kaum ein Mann wird sie gegen die Interessen seiner Familie oder seines Clans ausgeübt haben.

  7. #36
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Richtig, und bis vor kurzem war es in der Schweiz ebenso, dass Frauen nicht wählen durften. Dennoch war die Demokratie besser als unsere
    Kannst du das begründen? Weisst du, wie die schweiz funktioniert?

    und kaum ein Mann wird sie gegen die Interessen seiner Familie oder seines Clans ausgeübt haben.
    Es gab schon immer unterschiedliche auffassungen, was die interessen der familie, des clans, des kantons oder des staates sind. Deshalb hat man ja auch die demokratie erfunden. Und... spinner gibts und gabs auch schon in der schweiz.

  8. #37
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    ...................Und sein hass auf die spd... .........................
    Der "Kater" hasst die SPD nicht, er kritisiert nur den Kurs diverser Führungen der SPD, die statt Interessen der arbeitenden Bevölkerung zu vertreten, sich dem Großkapital andienen und ihre Pfründen über Volksinteressen stellen sowie die Menschen durch Täuschung ruhigstellen und vom politischen Kampf abhalten!

  9. #38
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Der "Kater" hasst die SPD nicht,
    Deine bizarren lügenmärchen, z.b. dass die spd das kaiserreich restaurieren wollte, die spd, die einzige wirkliche demokratische partei damals... das liegt nicht an hass?

    Was ist es dann? Wahnsinn?


    er kritisiert nur den Kurs diverser Führungen der SPD, die statt Interessen der arbeitenden Bevölkerung zu vertreten, sich dem Großkapital andienen und ihre Pfründen über Volksinteressen stellen sowie die Menschen durch Täuschung ruhigstellen und vom politischen Kampf abhalten!
    Das schiebst du jetzt nachträglich hinterher. Oben steht deine absurde spd-kaiser-lüge und dein gejammer, dass sie sich nicht mit den stalinisten vereinigen wollte.

    Und jetzt sei mal ehrlich. Einmal wenigstens: ging es den menschen im spd-westdeutschland besser oder im SED ostdeutschland?

    Wer musste seine bürger einsperren?

    In welche richtung wollten die allermeisten? nach westen oder osten?

    Wer hat die volksinteressen besser vertreten?

    Ehrlich. Geht das?

  10. #39
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    […] der vorwurf war ja, es hätte keine freien wahlen vor 45 gegeben. Diesem quatsch habe ich natürlich widersprochen […]
    Wie frei sind Wahlen, wenn es das in einer Demokratie nötige bürgerliche Bewusstsein nur bei einem kleinen Teil des gehobenen Bürgertums überhaupt entwickelt ist?

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (20.05.2017)

  12. #40
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Wie frei sind Wahlen, wenn es das in einer Demokratie nötige bürgerliche Bewusstsein nur bei einem kleinen Teil des gehobenen Bürgertums überhaupt entwickelt ist?
    Wie frei wahlen sind, ist eine frage der organisation: sind die wahlen frei, gleich und geheim? Und das waren sie.

    Was du meinst, wäre demokratische tradition und sowas. Darüber kann man gerne reden, ist aber was anderes. Die freiheit der wahlen ist nicht das einzige, was über die qualität einer demokratie entscheidet. Und mit den freien wahlen war es im osten für über 50 jahre vorbei, im westen gabs nur eine pause von 12 jahren. Natürlich kann da niemand was dafür...

  13. #41
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    Kannst du das begründen? Weisst du, wie die schweiz funktioniert? […]
    Auch die Schweiz verfügt über ein Parlament, aber die wesentlichen Entscheidungen werden dort oftmals im Verfahren der direkten Demokratie, also per Abstimmung, zu deren Teilnahme jeder Bürger aufgefordert ist, getroffen. Die direkte Demokratie gilt ja als unverfälschtes Verfahren, dem Mehrheitswillen auf die Spur zu kommen - die repräsentative Demokratie ist allerdings bei größeren Einwohnerzahlen als praktikabler.

  14. #42
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    Wie frei wahlen sind, ist eine frage der organisation […]
    Das Wahlverfahren ist nicht einmal "die halbe Miete". Das Wahlverfahren mag garantieren, dass jeder Wähler seine Wahlentscheidung treffen darf, ohne Repressalien fürchten zu müssen, die Befähigung, die eigene politische Position zu definieren, eine seinen Interessen entsprechende Entscheidung zu treffen, garantiert die Wahlkabine ebensowenig wie der Stimmzettel. Und was bekommt der Wähler nach Stimmabgabe?

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (20.05.2017)

  16. #43
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Das Wahlverfahren ist nicht einmal "die halbe Miete". Das Wahlverfahren mag garantieren, dass jeder Wähler seine Wahlentscheidung treffen darf, ohne Repressalien fürchten zu müssen, die Befähigung, die eigene politische Position zu definieren, eine seinen Interessen entsprechende Entscheidung zu treffen, garantiert die Wahlkabine ebensowenig wie der Stimmzettel. Und was bekommt der Wähler nach Stimmabgabe?
    Das Wahlverfahren ist schon zweifelhaft wenn der Wähler bei den Zweitstimmen nicht entscheide darf wem er wählen darrf. Das entscheiden dann die Parteigrößen .Noch schlimmer wird es dann auch noch wenn (wie bei Monitur berichtet) Parteien wei die Union und SPD von Leuten die eine Direktkanditatur anstreben , von ihren Privatvermögen 10 bis 70000 € einsetzen müssen.
    Welche Chance hat denn da eine Verkäuferin alleinstehend und bei Dicouter beschäftgt.
    Da zementiert die Demokratie die 2 Klassengesellschaft.

  17. #44
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Ein Sachse Beitrag anzeigen
    Das Wahlverfahren ist schon zweifelhaft wenn der Wähler bei den Zweitstimmen nicht entscheide darf wem er wählen darrf. […]
    Die Reihenfolge der Kandidaten auf der jeweiligen Landesliste wird nicht vom Parteivorstand festgelegt, sondern von den Parteimitgliedern auf dem Parteitag
    Zitat Zitat von Ein Sachse Beitrag anzeigen
    […] Welche Chance hat denn da eine Verkäuferin alleinstehend und bei Dicouter beschäftgt. Da zementiert die Demokratie die 2 Klassengesellschaft.
    Welche "Chancen" hätte besagte Discounter-Verkäuferin, während des Wahlkampfes sämtliche Wahlkreise aufzusuchen, um sich mit dem jeweiligen Spitzenkandidaten des dortigen Ortsvereins fotografieren zu lassen, Fernsehinterviews zu geben, in Talkshows aufzutreten etc.? Selbst wenn die anderen Parteimitglieder zusammenlegten, damit ihr die entsprechenden Reisekosten vorab finanziert würden, hätte sie doch das Problem, dass sie zu den jeweiligen Terminen grad unabkömmlich wäre… insofern ist's doch gar nicht so abwegig, die Kandidatur vor allem Personen zu ermöglichen, denen die nötige Verfügbarkeit der Zeit und der finanziellen Mittel keine Schwierigkeiten bereitet. Es spricht ja nichts dagegen, dass ein Rechtsanwalt mit politischen Ambitionen sich der Interessenvertretung von Discounterverkäuferinnen annimmt, insbesondere, wenn Discounterverkäuferinnen als Wählerinnen angesprochen werden sollen!

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (20.05.2017)

  19. #45
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Auch die Schweiz verfügt über ein Parlament, aber die wesentlichen Entscheidungen werden dort oftmals im Verfahren der direkten Demokratie, also per Abstimmung, zu deren Teilnahme jeder Bürger aufgefordert ist, getroffen. Die direkte Demokratie gilt ja als unverfälschtes Verfahren, dem Mehrheitswillen auf die Spur zu kommen - die repräsentative Demokratie ist allerdings bei größeren Einwohnerzahlen als praktikabler.
    Ich verstehe. Du weisst nicht, wie die schweiz funktioniert. Kater ist dieser frage vorsichtshalber ausgewichen.

    Zunächstmal: in der schweiz gibt es eben nicht jeden tag 15 volksabstimmungen. Das sind auch dort ausnahmen.

    "unverfälscht" ist das auch nicht. Dann haben halt die populiten mehr einfluss und nicht die lobbyisten. Dann... wenn etwas entschieden wird, das 50.5 % der wähler wollen und die anderen nicht, dann ist das alles mögliche aber keine abbildung des wählerwillens. 49.5 % werden dann ja gar nicht berücksichtigt.
    Wieviele leute öffentlich zu ihrer meinung stehen, wenn sie scharf beobachtet werden von chefs, erbtante, nachbarn etc, wann und wo sie ihre hand heben... ? Also... nicht-geheime abstimmungen sind auch problematisch.

    Das system der schweiz ist also v.a. für die ne tolle sache, die es gar nicht kennen....
    I

  20. Folgender Benutzer sagt Danke zu Valerio für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (20.05.2017)

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