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Thema: Literatur-Zeit

  1. #91
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    Meine Vorliebe für wissensvermittelnde antiquarische Bücher bescherte mir heue eine angenehme Überraschung. Der Verkäufer hatte ja bereits angekündigt, dass das 1986 unter Beteiligung des Deutschen Museums München erschienene Buch ein ehemaliges Bibliotheksexemplar sei, aber erst, als ich's im Original in den Händen hielt, offenbarte mir der Stempel im Innern des Buches, dass es 2011 der pädagogischen Hochschule Flensburgs entnommen worden ist, und ein nachträglich eingeklebtes Ex-Libris verriet mit noch den Nachbesitzer, einen hochrangigen Germanisten, der seinerzeit u.a. in Flensburg gelehrt hat und im letzten Herbst verstorben ist.
    Wie viele Bücher mit diesem Ex-Libris mögen derzeit also gerade darauf warten, in anderer Leute Eigentum überzugehen? Und wie viele private Bibliotheken sind niemals bibliographisch erfasst worden!

  2. #92
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    Navh rund fünfundzwanzig Jahren ist wieder eine neue Dostojewski-Biographie auf dem deutschsprachigen Buchmarkt erschienen.

  3. #93
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    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) scheint sich mehr und mehr dem Buchmarkt und dem Zeitgeist anzunähern… in diesem Jahr wird der renommierte Büchnerpreis - mit der Begründung, im Werk der Preisträgerin zeige sich eine eminente Gegenwärtigkeit, es verscmelzen sich Alltagsidiom, Poesie, Drastik und Zartheit - Terézia Mora verliehen. Wie viele Jahre wird's noch dauern, bis Literaturpreise an "das goldene Blatt" oder die "Bunte"bzw. deren Chefredakteure verliehen werden? Der Bertelsmann-Verlag, unter dessen Dach Random House zahlreiche einstmals bedeutende Verlagshäuser wegen ihrer zugkräftigen Namen jetzt Trivialliteratur publizieren lässt, darf sich glücklich schätzen… aber literarische Preise sind ihr schon wiederholt verliehen worden, Luchterhand verlegt einige ihrer Bücher, und im Feuilleton macht es sich ja gut, Berlin als Hochburg aktuellen Kulturschaffens zu präsentieren.

  4. #94
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    Weil's ja ein wenig aus der Mode gekommen ist, Bücher selbst zu lesen, werden Lesungen vor Publikum immer populärer - auch in einem Bergedorfer Biergarten finden derartige Veranstaltungen statt, und das Abendblatt hilft, Interessenten auch aus anderen Stadtteilen darauf aufmerksam zu machen. Irgendwie erwarte ich ja jetzt, dass dies den Buchmarkt inspiriert, demnächst Bücher zu publizieren, die darüber informieren, welches Bier mit welcher Literaturgattung harmoniert…

  5. #95
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Es steht weiterhin nicht allzu gut um dir Gegenwartsliteratur - so überrascht es wenig, welcherleo Lesung im Literaturhaus Schwanenwik heute im Abendblatt angepriesen wurde: Herr Kato spielt Familie. Und wenn ich dann noch lese, dass Bücher wie jenes bei Wagenbach erscheinen, das war doch mal ein ehrgeiziger und qualitätsbewusster Verleger, dann ist die Ära von Papier und Druckerschwärze wirklich vorbei.
    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Hast Du das Buch gelesen?
    Noch einmal, hast du das Buch gelesen - oder besser: Hattest du das Buch gelesen, bevor Du es des Erscheinens beim Verlag Wagenbach und einer Lesung im Literaturhaus Schwanenwik für unwürdig beklagtest?
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  6. #96
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Noch einmal, hast du das Buch gelesen […] ?
    Ich habe den Zeitungsartikel gelesen, der die Lesung angepriesen hat - und dabei auf in Inhalt jenes Buches hingewiesen hat. Und schon diese schriftlich festgehaltene Kleinigkeit hat mir genügend Information gegeben, um zu wissen, wie entbehrlich die Lektüre jenes Buches wäre.

    Pardoxerweise erscheint es fast schon eine feste Regel zu sein, dass presseseitig empfohlene Bücher nur Journalisten und Zeitungslesern eine "Empfehlung" sind. Offen gestanden: Ich besuche auch keine Helene-Fischer-Konzerte, bloß weil jene in der Presse angekündigt werden. Und offenbar ist die Literaturseite im Feuilleton genau damit beschäftigt, Helene-Fisch-adäquate Literatur unter's Volk zu bringen.

  7. #97
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Das ist Deine Behauptung. Würdest Du diese Deine Meinung auch Behauptung nennen, wäre nix dagegen zu sagen, aber Du beurteilst ein Buch nach der Vorankündigung, und das im Brustton des kulturbeflissenen Alleswisser.
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  8. #98
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das ist Deine Behauptung […]
    Es stände Dir ja frei, das Buch zu erwerben, zu lesen, und dann eine anderslautende Beurteilung zu verfassen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit würde jedoch jeder, der an seine Lektüre gewisse Ansprüche stellt, mit dem Kauf unzufrieden sein - derartige Enttäuschungen kann man sich von vornherein ersparen.

    Und da dieser Thread Literatur-Zeit betitelt ist, dienen meine Beiträge dazu, das Unbehagen am gegenwärtigen Buchmarkt und den Produkten, die den Zeitgeist zu unterhalten intendieren, zum Ausdruck zu bringen.

  9. #99
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    Oje - das literarische Leben tobt… aktuell wohl gerade in Wilhelmsburg, einem Stadtteil, der seit der gleichzeitigen Bau- und Gartenbauausstellungen (ist das schon wieder zwei Jahre her? Das IBA-Dock gegenüber der Veddeler Feuerwache, ein paar der missglückten Bauten in zentraler Lage, und dieser "Energie"-Bunker verunzieren die größte aller Elbinseln jedoch weiterhin) enorm im Aufwind ist. Jedenfalls nach Ansicht der Veranstalter von Lesungen und ähnlichen Events.

  10. #100
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    Die Langeweile auf dem gegenwärtigen Buchmarkt ist ohne historisches Beispiel - kein Wunder, dass jetzt die Erstveröffentlichung eines mehr als 60 Jahre alten Textes für Schlagzeilen sorgt. Ernest Hemingways Stern am literarischen Himmel war damals, 1956, eigentlich am Sinken… das dürfte auch der Grund sein, weswegen kein Magazin oder Taschenbuchverlag die Story seinerzeit publiziert hat.
    A propos: Da ist ja noch ein einstiger Bestsellerautor, an den gegenwärtig im Feuilleton erinnert wird, trennt sich doch die DVA von ihrem Erfolgsautor, und das, als jener einen neuen Titel auf den Markt bringt.

  11. #101
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    Da das Medium Buch eigentlich nur noch als Ideenlieferant für das Medium Film Bedeutung erlangt, stehen Filme über Bücher bzw. Autoren verhältnismäßig hoch im Kurs. Aktuell kommt "Deine Juliet" in die Kinos, und weil die Romanvorlage ein Erfolg war, die britische Küche als wenig schmackhaft präsentiert wird und das Setting den zweiten Weltkrieg aufgreift, dürfte auch der Film gut besucht werden…

  12. #102
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    Wie wohl jedes Jahr sind 20 aktuelle Titel für den Deutschen Buchpreis nominiert worden - der Kulturbetrieb feiert jedoch ebenso gern den 50. Jahrestag der Erscheinung eines bereits erfolgreich verfilmten Romans.

  13. #103
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    Ein Buchhändler in Groß-Gerau überlässt es Betreiber von Buchblogs, sein Schaufenster mit ihren persönlichen aktuellen Empfehlungen zu dekorieren und scheint damit Erfolg zu haben.

  14. #104
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    Florian Illies übernimmt die verlegerische Geschäftsführung des Rowohlt-Verlages - dem geschäftlichen Erfolg mag dies guttun. aber man darf sicher sein, dass die Verweildauer einzelner Titel im Verlagsprogramm noch rascher als bisher enden wird, sobald die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben… eigentlich könnte Rowohlt gleich zur Notlösung der späten 40er Jahren zurückkehren, und Literatur in ungebundener Form als "Rotationsroman" auf den Markt bringen - etwa mit zweiwöchentlich wechselnden Titeln…

  15. #105
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    Beim Überfliegen einiger Artikel des Abendblattes entdeckte ich am vergangen Nachmittag den Hinweis auf eine der üblichen Buchempfehlungen - da ist mein Misstrauen natürlich sofort geweckt, wenn jemand den Rat gibt, dass Wegwerfen das Selbstbewusstsein stärke… und wenn die "Rezensentin" dies sogleich der Autorin nacheifernd in die Tat umsetzt, zeigt sich darin ein gesellschaftstypisches Problem (um so erschreckender, bedenkt man, in wie viele Sprachen das Buch bereits übersetzt wurde und sich weltweit bestens zu verkaufen scheint) - die Maxime, wenn ein Gegenstand seinen Besitzer nicht jetzt glücklich mache, er in die Tonne gehöre, weckt ja augenblicklich die Assoziation, wo der ideale Platz für jene Buchveröffentlichung sei - und witzigerweise hat ein Buchblogger dieselbe Idee visualisiert.

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