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Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
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Thema: Literatur-Zeit

  1. #121
    Politopia-Urgestein
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    Der Deutsche Buchpreis ist vergeben, und die glückliche Preisträgerin heißt Inger-Maria Mahlke. Ihr aktueller Roman "Archipel" (erschienen im Rowohlt-Verlag) verknüpft die Geschichte dreier Familien mit dem spanischen Bürgerkrieg, und bietet, nach Ansicht der Jury, ein "eindrückliches Ereignis".

  2. #122
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Danke für den Hinweis auf die Meldung, die heute in allen Medien bereits ausführlich publiziert wurde.
    Ist die glückliche Preisträgerin deshalb als glücklich zu bezeichnen, weil sie den Preis eigentlich nicht verdient?
    Hast Du mehr als den Klappentext zum Inhalt und dessen Präsentation beizusteuern? Gibt es aus Deiner eigenen profunden Expertise heraus auch etwas über das Werk, dessen Erzählstil, Spannungsbogen und Konsistenz zu bekritteln, oder - Gott bewahre - womöglich zu loben? Oder wollen 'wir' es dabei belassen, das Offensichtliche und überall bereits verbreitete noch einmal so explizit wie inhaltleer erwähnt zu haben...?
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  3. #123
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    […] wollen 'wir' es dabei belassen […] ?
    Ein Buch, das Dir sicher eher geeignet sein sollte, eine Diskussion auszulösen, ist kürzlich im Elbeforum in Brunsbüttel vom Autor promotet worden.

  4. #124
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ein Buch, das Dir sicher eher geeignet sein sollte, eine Diskussion auszulösen, ist kürzlich im Elbeforum in Brunsbüttel vom Autor promotet worden.
    Weißt Du, Substi, ich verstehe Deinen Ärger über das Dauerfeuer schon, Du solltest aber nicht den Fehler machen, ungerecht zu argumentieren, denn dass das Sarrazin-Werk Prom gefallen würde, kann nicht wirklich Deine Meinung sein. Na gut, dass es ihm gefallen würde, hast Du ja auch nicht gesagt...
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  5. #125
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    ... aber der Subtext klang doch danach...
    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ein Buch, das Dir sicher eher geeignet sein sollte, eine Diskussion auszulösen, ist kürzlich im Elbeforum in Brunsbüttel vom Autor promotet worden.
    Mann muss sich an dem messen lassen, was man von sich gibt und stets auch betont.
    Im Übrigen ging es darum, dass jemand, der von sich selbst meint, ein belesener und in der Kunstwelt verwurzelter Bildungsbürger zu sein, auch erwartet werden darf, sich angemessen gehaltvoll zu äußern, oder es zu lassen, wenn nicht mehr herausgebracht werden kann, als eine Wiederholung des Offensichtlichen.
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    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  6. #126
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    […] man kann für wenige Euro Bücher kaufen oder in Bibliotheken ausleihen.
    Die Zeit, in der Antiquariate für Pfennigbeträge bzw. bis maximal zum Preis der günstigsten Taschenbücher ausgediente gebundene Titel verhökert haben, oder auch Sortimentsbuchhändler Mängelexemplare für 'ne Mark in der vor der Ladentür platzierenden Grabbelkiste anbieten konnten, sind definitiv vorbei.
    Na gut, im Gegenzuge gibt's ja örtlichen "Büchertausch", in Hamburg auch diese "Stilbruch"-Regale in Linienbussen auf den von der VHH betriebenen Linien, und öffentliche Bücherschränke, wo man gratis mitnehmen kann, was die Vorbesitzer aussortiert haben. Wem also egal ist, was er liest, wird einen bunten Querschnitt durch die Massenware vergangener Zeiten vorfinden.

    Dem Internet sei Dank habe ich bisweilen schon zu relativ moderatem Preis Bücher gefunden, die die verschiedensten Bibliotheken aus ihren Beständen entfernt haben - allein schon die Vorbesitzer-Stempel würden es rechtfertigen, ein weiteres Bücherregal zur Ordnung der Bücher nach ihrer geographischen Herkunft aufzustellen… andererseits habe ich halt Anlass, immer wieder zu beklagen, was es alles nicht gibt, auf dem Buchmarkt. Es fehlen beispielsweise Monographien über das Lebenswerk von Wallis Rigby und über jenes von Paul Lindberg, schwerig genug ist's, verlässliche bzw. weiterführende Informationen über Ray Gaedke, Jack Leynnwood und Roy Cross aufzuspüren. Und der im Taschen-Verlag erschienene Band über Alex Steinweiss ist ja leider - sehr zeitgeistgemäß - bestenfalls als coffee-table-book zu gebrauchen. Das Buch ist also dekorativ, der Informationsgehalt auf Wikipedia-Niveau, Quellennachweise bleiben dürftig und die Abbildungen sind oftmals so stark verkleinert, dass der Leser im Endeffekt das Buch nur hastig durchblättern wird - mehrfache Benutzung würde auch die Bindung nicht lange überstehen.

    Aber auch im Bereich der belletristischen Literatur sieht's eher düster aus. Und das nicht nur, weil halt Mystery, Fantasy, Thriller usw. den Schwerpunkt der nachfragerseitigen Unterhaltungsbedürfnisse darzustellen scheinen.

  7. #127
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Na gut, im Gegenzuge gibt's ja örtlichen "Büchertausch", in Hamburg auch diese "Stilbruch"-Regale in Linienbussen auf den von der VHH betriebenen Linien, und öffentliche Bücherschränke, wo man gratis mitnehmen kann, was die Vorbesitzer aussortiert haben. Wem also egal ist, was er liest, wird einen bunten Querschnitt durch die Massenware vergangener Zeiten vorfinden.
    Für einen, dem das Buch als solches und der geneigte interessierte Leser im Besonderen angeblich sehr am Herzen liegt, zeigst Du ein erstaunliches Maß an Herablassung und Verachtung gegenüber den Aktionen und deren Nutzern, die genau in diese Richtung zielende sinnvolle und nützliche Angebote des Promotens von Büchern und deren Lesens betreiben, unterstützen oder als Zielgruppen nutzen.

    Ich habe bereits einige Dutzend Bücher in solche Tauschregale gestellt, darunter teuerste Fachbücher, die sich in interessierten Händen einfach besser machen, als bei mir, weil ich ja den Inhalt bereits kenne und teils sogar schulte.
    Interessant war zu beobachten, dass diese Bücher meist umgehend mitgenommen wurden.
    Was sowohl ein Hinweis ist, als auch eine Bestätigung, dass Bücher eben nicht nur der Unterhaltung und dem Kritiker dienen sollen, sondern durchaus auch eine tieferen Sinn haben könne, der unbedingt fördernswert ist: die Erweiterung des Geistes und Verbreitung von Wissen als Ziel des Lesens.

    Deine Abfälligkeiten stellen Dir dagegen kein sonderlich positives Zeugnis aus.
    Dafür zeigen sie, wie Du wirklich tickst und um was es Dir eigentlich geht.
    Es geht Dir nicht um die Sache und den Sinn, sondern um Deine Selbstdarstellung als beurteilende Instanz. Und das auch noch recht anmaßend, denn Du weisst weitaus weniger, als Du gerne glauben machen möchtest.
    Das kann man machen. Muss man aber nicht machen.
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  8. #128
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    […] Interessant war zu beobachten, dass diese Bücher meist umgehend mitgenommen wurden. […]
    In der Tat ist in diesen Bussen und dem Umfeld dieser im öffentlichen Raum aufgestellten Selbstbedienungs-Bücherschränken bisweilen zu beobachten, dass das Angebot genutzt wird. Man sieht allerdings ebenfalls Fahrgäste des ÖPNV, die sich lediglich für die Dauer ihres Aufenthaltes im Bus einen Schmöker aus jenem Regal ziehen, und ihn beim Aussteigen entweder dorthin zurückstellen oder auf die Sitzbank im Bushaltestellenwartehäuschen "ablegen".

    Dabei ist andererseits die "Lektüre für Minuten" aus den regulären Verlagssortimenten weitgehend entschwunden - es gibt das klassische "Lesebuch", die Anthologien zeitgenössischer Kurzprosa, kaum noch. Der Leser von heute verlangt voluminös daherkommende und dabei fortsetzungstaugliche Geschichtlein, und das Höchstma0 an kritiker- und publikumsseitigem Entzücken ist garantiert, wenn der Romanschauplatz ein gerade modisches Urlaubsziel schildert, dessen Lokalkolorit wie aus dem Reiseführer oder Hotelprospekt abgetippt daherkommt.

  9. #129
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Mit Deinen Verallgemeinerungen kommst Du nicht weiter. Die führen nirgendwohin, denn sie sind so falsch wie es indifferente Verallgemeinerungen im Allgemeinen immer sind.
    Es wird diese und jene Fälle geben, aber das Angebot richtet sich an alle, und vor allem aber an die tatsächlich Interessierten. Man soll doch auch nicht das Autofahren als solches abschaffen, oder den Sinn des Individualverkehrs in Frage stellen, nur, weil sich eine bestimmte Quote partout nicht an die Regeln halten will...
    Da muss also schon noch ein bisschen Fleisch an den drögen Knochen, bevor Dein Claim stimmig wird.
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  10. #130
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Seltsamerweise entdecke ich immer etwas, was mich zutiefst interessiert. […]
    Beim Blättern in Verlagskatalogen kann bisweilen der eine oder andere Titel Interesse wecken - im stationären Buchhandel sieht's dagegen weitaus weniger anregend aus.
    Natürlich sind "Internetplattformen" diesbezüglich ebenfalls hilfreich, Bücher zu entdecken, die im Buchhandel eben nicht bereitstehen. - Es gibt da beispielsweise einen typischen begabten jungen Menschen des frühen 19. Jahrhunderts, der Komponist und Musiker zu werden versprach, mit etwa 18 Jahren jedoch ertaubte und sich fortan eher der Illustration und der Schriftstellerei zu widmen gezwungen war, der auf Reisen ging, um die Welt mit Neugier zu betrachten, und der mit einigen namhaften Kunstschaffenden seiner Zeit persönlich bekannt war - Felix Mendelssohn-Bartholdy hat dem glücklosen Mittdreißiger aus einer ernsten finanziellen Klemme geholfen. Von Johann Peter Lyser ist ein 1830 erstmals erschienenes literarisches Selbstportrait, als Roman aus der Mappe eines tauben Malers untertitelt, bekannt, das es sicher verdiente, neu herausgebracht zu werden - ergänzt um eine ausführliche Biographie, ein editorisches Nachwort und um einen Abdruck einiger seiner Zeichnungen, Gemälde und weiteres Material.

  11. #131
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Tja, ich z.B. weiß gar nicht mehr, wie lang es her sein mag, dass ich bei einem ortsansässigen Buchhändler einen Spontankauf getätigt habe, weil ein vorrätiger Titel (und sei's ein preisreduziertes, aus dem regulären Sortiment bereits aussortiertes Buch in der Grabbelkiste vor der Ladentür) meine Aufmerksamkeit auf sich zog.
    Es werden mehr als zwanzig Jahre seitdem vergangen sein, dass ich letztmals so etwas erlebt habe.
    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Beim Blättern in Verlagskatalogen kann bisweilen der eine oder andere Titel Interesse wecken - im stationären Buchhandel sieht's dagegen weitaus weniger anregend aus.
    Vielleicht solltest du einfach mal die Buchhandlung wechseln.
    Wenn ich deine gesammelten Werke in diesem Thread lese komme ich an diesem Gedanken mittlerweile nicht mehr vorbei.
    Zumindest wäre es einen Versuch wert.

    Und wäre dieser Versuch dann erfolgreich, so würde sicher eine anregende Lektüre deine"jammervollen" Gedanken flugs vertreiben.
    Geändert von Bongo (18.10.2018 um 21:33 Uhr)
    Der Holzweg ist die Lieblingsstrecke aller, die ein Brett vor dem Kopf haben.

  12. #132
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von Bongo Beitrag anzeigen
    Vielleicht solltest du einfach mal die Buchhandlung wechseln. […]
    Ein höchst alberner Vorschlag, schließlich bin ich als Kunde ohnehin nicht an eine Buchhandlung gebunden, sondern frequentiere zig verschiedene. Nur leider ergibt sich in allen das beinahe selbe Bild - weil logischerweise in allen nur eine repräsentative Auswahl des aktuellen Buchsortimentes vorrätig gehalten wird.
    Es mag im Großraum Hamburg zwei oder drei Händler geben, bei denen immerhin das Schaufenster auf den ersten Blick ein wenig abweichend dekoriert ist (Stolterfoht natürlich (Rothenbaumchaussee), Lüders am Heußweg, gelegentlich Klauder in Duvenstedt) - in den Kleinstädten des Umlandes sieht's ebenso traurig aus.

    Und da mit antiquarischen Büchern kaum noch Geld zu verdienen ist, haben beinahe alle Antiquare ihre Läden geschlossen und verkaufen nur noch über ZVAB/online. Dass Herr Stechern sein Antiquariat "Halkyone" noch als Laden betreibt, ist auch nur möglich, weil er eine existenzsichernde Zahl zahlungskräftiger Sammler beliefert und aus dem Ankauf ganzer Bibliotheken immer auch ein paar laufkundschaftsgeeignete Bücher zur Hand hat.

  13. #133
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    […] Ich habe bereits einige Dutzend Bücher in solche Tauschregale gestellt […]
    Ich habe neulich an einem dieser öffentlichen Bücherschränke eine handschriftliche Notiz des Aufstellers entdeckt, der darum bittet, keine "alten Schinken" wie einen Duden von 1909 oder ein User-Handbuch für eine Windows-Version aus den 80er Jahren dort zu deponieren, weil seiner Meinung nach so etwas entsorgt gehöre… ich muss schon sagen, dass eine gut erhaltene, wenn auch als "veraltet" geltende frühere Auflage des Duden durchaus immer noch ein Zeitdokument von einiger Güte ist - und gerade jüngeren Lesern eine wertvolle Hilfe wäre, sich mal an einem aus dem Schulunterricht bereits kennengelernten "Klassiker" in einer nicht an den heutigen Sprachgebrauch angepassten Neuausgabe zu versuchen…

  14. #134
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    Für einen, dem das Buch als solches und der geneigte interessierte Leser im Besonderen angeblich sehr am Herzen liegt, zeigst Du ein erstaunliches Maß an Herablassung und Verachtung gegenüber den Aktionen und deren Nutzern, die genau in diese Richtung zielende sinnvolle und nützliche Angebote des Promotens von Büchern und deren Lesens betreiben, unterstützen oder als Zielgruppen nutzen.
    Sehr richtig, die Verachtung aller Menschen, die nicht genau so ticken wie er selbst, ist mindestens ebenso verachtenswert.
    Zitat Zitat von I´m a Substitute
    Wem also egal ist, was er liest...
    ist so überheblich wie dümmlich, denn mancher schaut sich ein Buch vielleicht erst daraufhin an, ob es ihm gefallen könnte.

    Zitat Zitat von PrometheusXL
    ]Deine Abfälligkeiten stellen Dir dagegen kein sonderlich positives Zeugnis aus.
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    Ja, so ist das. Substi ist der einzige kulturell Hochstehende in dieser unserer kleinen Community und überhaupt.

    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ich habe neulich an einem dieser öffentlichen Bücherschränke eine handschriftliche Notiz des Aufstellers entdeckt, der darum bittet, keine "alten Schinken" wie einen Duden von 1909 oder ein User-Handbuch für eine Windows-Version aus den 80er Jahren dort zu deponieren, weil seiner Meinung nach so etwas entsorgt gehöre… ich muss schon sagen, dass eine gut erhaltene, wenn auch als "veraltet" geltende frühere Auflage des Duden durchaus immer noch ein Zeitdokument von einiger Güte ist - und gerade jüngeren Lesern eine wertvolle Hilfe wäre, sich mal an einem aus dem Schulunterricht bereits kennengelernten "Klassiker" in einer nicht an den heutigen Sprachgebrauch angepassten Neuausgabe zu versuchen…
    In der Sache denke ich wie Du, würde mich aber nie derart verächtlich über Leute äußern, deren Lebenswelt eine andere ist. Es ist auch sehr unbedacht von Dir, denn wären "wir anderen" ebenso beflissen wie Du, könntest Du Dich doch nicht so hochkulturell darstellen.
    Jetzt geb ich Dir aber einen Schwinger: Ich lese gerne in einem der 21 Bände von Meyers Konversationslexikon von 1895. Die eröffnen zum Teil ganz neue Welten, Welten der Phantasie, weil man´s nicht besser wusste, dafür aber sehr genaue Lebensbeschreibungen damaliger Prominenter.
    Allerdings verstehe ich jeden, den das nicht interessiert. Um den Schwinger auszugleichen, weil ich ein so guter Kerl bin, und um in Dir wieder das Hochgefühl klugscheißerischer Überlegenheit zu reanimieren (wenn es denn kurz darniedergelegen haben sollte, was nicht anzunehmen ist):
    Es fehlen beispielsweise Monographien über das Lebenswerk von Wallis Rigby und über jenes von Paul Lindberg, schwerig genug ist's, verlässliche bzw. weiterführende Informationen über Ray Gaedke, Jack Leynnwood und Roy Cross aufzuspüren. Und der im Taschen-Verlag erschienene Band über Alex Steinweiss ist ja leider - sehr zeitgeistgemäß - bestenfalls als coffee-table-book zu gebrauchen.
    Von keinem dieser Leute habe ich je gehört. Ist das nicht toll für Dich?
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    […] Ich lese gerne in einem der 21 Bände von Meyers Konversationslexikon von 1895. […]
    Darf ich fragen, in welchem?
    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    […] Die eröffnen zum Teil ganz neue Welten, Welten der Phantasie […]
    Dass der große Meyer von 1895 ein "die Phantasie" belebendes oder beflügelndes Werk sei, haben die Verfasser irgendwie nicht im Sinn gehabt… damals ging's mehr darum, das Wissen seiner Zeit dem interessierten Bürgertum in bücherschranktauglicher Komprimation verfügbar zu machen.

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