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Thema: Wochenende in der Klinik

  1. #1
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    Standard Wochenende in der Klinik

    Kürzlich las ich in der Presse, dass an Wochenenden in den deutschen Kliniken die Sterberate auffallend höher sei als werktags.


    Es stellt sich die Frage, ob tatsächlich jeder Notfall am Wochenende akut behandelt oder operiert wird,
    ja ob dann überhaupt jeder Notfall als solcher erkannt wird?


    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass an den Wochenenden nur mit reduziertem Personal in Kliniken gearbeitet wird.
    Vor allem Ärzte möchten an Wochenenden möglichst oft frei haben. Weil dann eigentlich am meisten Arbeit wäre?


    Wenn man bedenkt, dass die Unfallhäufigkeit an Wochenenden deutlich höher als werktags ist, erscheint das einigermaßen erstaunlich.


    In unserem Gesundheitssystem steht also das private Interesse der dort Beschäftigten im Vordergrund und hat höhere Priorität
    als die Gesundheit der Bevölkerung? Was sind schon ein paar Tote mehr gegenüber dem Grundrecht auf freies Wochenende?


    Es ist natürlich verständlich, dass manche Beschäftigte gerne an den Wochenenden frei haben möchten.
    Das möchte ich gar nicht in Abrede stellen. In anderen Wirtschaftsbereichen müssen die Beschäftigten aber auch
    häufiger nachts arbeiten und an Wochenenden.
    Aber dort bekommt man seine Einnahmen auch nicht überwiegend durch Zwangsbeiträge der Bevölkerung.
    In vielen Betrieben drängen die Leute geradezu in Nacht- und Wochenenddienst, weil es da oft steuerfrei mehr Geld gibt.
    Das gilt vor allem für Beschäftigtengruppen mit eher geringem Gehalt.


    Es besteht die Herausforderung, dass in Kliniken dann gerade eigentlich am meisten Arbeit wäre.
    Dann, wenn am meisten zu tun ist, ist am wenigsten Personal da.
    Die Ursache liegt nicht in einem zu strengen Personalschlüssel, sondern schlichtweg in den privaten Bedürfnissen von Beschäftigten.
    In privaten Betrieben, in denen 50% der Arbeit zwischen 6 und 10 Uhr anfällt, ist auch 50% des Personals zwischen 6 und 10 Uhr beschäftigt.
    Im öffentlichen Dienst lösen Probleme durch Organisationsdefizite meist pawlowsche Reflexufe nach mehr Geld und mehr Mitarbeitern aus,
    statt die naheliegende Qualifikationsfrage zu stellen, ob wirklich der Richtige am richtigen Platz sitzt.


    Die Menschen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind, flüchten also eher vor der Arbeit, vor ihrer eigentlichen Aufgabe?


    Wer nicht schwindelfrei ist, der wird auch kein Dachdecker.


    Wer nicht dann arbeiten will, wenn die Arbeit da ist, der wird in der wirklichen Privatwirtschaft entlassen.
    Die allermeisten Kliniken sind schon deshalb keine wirkliche Privatwirtschaft, weil sie überwiegend von Zwangsbeiträgen leben.


    Die Kliniktage an den Wochenenden werden ebenfalls vom System finanziert. Der Aufenthalt ist nicht umsonst.
    Samstags und sonntags sind für den Beitragszahler sehr teure Kliniktage, in denen eigentlich, abgesehen von
    einigen Notfall-OPs-, überwiegend nur Kost und Logis auf 1 Sterneniveau zu 8 Sternepreisen geboten wird.
    Zudem kalkuliert man an den Wochenenden die kostenlosen Dienstleistungen von besuchenden Angehörigen ein.


    Im Gegensatz zum Klinikbetrieb organisiert man in profesionell geführten Wirtschaftszweigen eine solche Herausforderung.


    Da es an Wochenenden fast überall mehr Lohn als werktags gibt, gibt es natürlich auch eine Nachfrage
    nach solchen Diensten. Dann organisiert man das so, dass halt die Mitarbeiter mit Familie und Kindern
    seltener Wochenenddienste haben und dafür andere mehr, die dann häufiger ihre freien Tage werktags haben.


    Es gibt Betriebe, in denen ein Teil der Beschäftigten nur freitags bis sonntags arbeitet.
    Freiwillig und sogar explizit so von den Mitarbeitern gewünscht. Dadurch haben andere häufiger am Wochenende frei.


    Entweder geht es dem System um die Gesundheit der Bevölkerung, dann löst man dieses Problem
    oder es geht primär um die Freizeitwünsche einzelner Beschäftigtengruppen. Dann sollte man aber so ehrlich sein und auch offen
    aussprechen, dass die Zwangsbeiträge der Bevölkerung zu einem gewissen Teil nur dafür da sind,
    das private Wunschkonzert der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu alimentieren und nicht primär der Gesundheit der Bevölkerung zu dienen.


    So mancher Patient, der formal nicht als Notfall eingestuft wird, muss länger in der Klinik bleiben, weil er nicht gleich operiert wurde
    und deshalb die Genesung länger dauert. Manchmal stirbt er scheinbar auch.
    So mancher Patient, der mobilisiert werden muss, muss länger in der Klinik bleiben, weil die Mobilisierungsübungen an zwei Tagen
    in der Woche unterbrochen werden und man deshalb montags wieder mit dem Status des vergangenen Mittwochs starten muss. Es wird insgesamt teurer.


    Die traditionelle, einfach strukturierte Denke von vielen Menschen geht aber davon aus, dass zu wenig Geld da sei.
    Das ist falsch. Es wird künstlich viel zu viel Geld ins System gebuttert, um dessen Mangelorganisation zu subventionieren.


    Es ist durchaus logisch, dass unsere Kliniken Krankenhäuser heißen und nicht Gesundheitshäuser.
    Oftmals wird dort Krankheit nur verwaltet, statt Gesundheit herzustellen.


    Aber natürlich ist daran eigentlich nur das böse Kapital schuld und womöglich sogar die jüdische Lobby in den USA.
    mile:


  2. #2
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Standard

    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Wenn man bedenkt, dass die Unfallhäufigkeit an Wochenenden deutlich höher als werktags ist, erscheint das einigermaßen erstaunlich.??????????????????????

    Aber dort bekommt man seine Einnahmen auch nicht überwiegend durch Zwangsbeiträge der Bevölkerung.!!!!!!!!?????
    .............. dass in Kliniken dann gerade eigentlich am meisten Arbeit wäre. dann, wenn am meisten zu tun ist, ist am wenigsten Personal da.????????
    statt die naheliegende Qualifikationsfrage zu stellen, ob wirklich der Richtige am richtigen Platz sitzt.?????????????????
    Die Menschen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind, flüchten also eher vor der Arbeit, vor ihrer eigentlichen Aufgabe????????

    Aber natürlich ist daran eigentlich nur das böse Kapital schuld und womöglich sogar die jüdische Lobby in den USA.?!!!!!!!!!!!!mile:
    Selten so viel Blödsinn gelesen, wie in diesem Beitrag! Deine Reflexionen widerspiegeln in keiner Weise die Realitäten in Kliniken. Und die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Errungenschaft, bei allen Fehlern, die in der letzten Zeit gemacht worden sind, was die massive Bürokratisierung und Geldverwendung im Gesundheitswesen betrifft.
    Die Privatisierung von Kliniken, ihre Zuordnung zu profitorientierten Klinikkonzernen ist allerdings eine völlig falsche Entscheidung. Und damit ist es das Kapital als solches, das Schuld an den personellen Mißständen neben der lobbyhörigen Politik trägt.

  3. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (21.09.2017), ArgoNaut (22.09.2017), gun0815 (30.09.2017), komakino (21.09.2017), Konrad (21.09.2017)

  4. #3
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Selten so viel Blödsinn gelesen, wie in diesem Beitrag! Deine Reflexionen widerspiegeln in keiner Weise die Realitäten in Kliniken. Und die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Errungenschaft, bei allen Fehlern, die in der letzten Zeit gemacht worden sind, was die massive Bürokratisierung und Geldverwendung im Gesundheitswesen betrifft.
    Die Privatisierung von Kliniken, ihre Zuordnung zu profitorientierten Klinikkonzernen ist allerdings eine völlig falsche Entscheidung. Und damit ist es das Kapital als solches, das Schuld an den personellen Mißständen neben der lobbyhörigen Politik trägt.
    Lieber Kater,
    ich hatte bisher deine sprachlichen Fähigkeiten ausreichend hoch eingeschätzt, um auch einen solch vergleichsweise langen Eingangsbeitrag zu verstehen.
    Deine Kritik sei Dir unbenommen, hat aber inhaltlich nicht sehr viel mit meinem Beitrag zu tun.
    Dass Deinen Dankegebern ein solcher Beitrag möglicherweise zu hoch ist, …. Ok.
    Aber Dir hätte ich schon mehr zugetraut.
    Ich habe nichts gegen Kritik. Aber bitte dann an dem, was dasteht und zum Ausdruck gebracht werden soll, denn darauf kann ich reagieren und antworten. Alles andere ist reines hormonelles Kopfkino, nicht viel mehr als eine plumpe Form der ideologischen Selbstbefriedigung.
    Ich bin diesmal sehr enttäuscht von Dir.
    Schönes Wochenende.


  5. #4
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Ach, Herr Miriam, was erwartest Du denn von Leuten, die allesamt Deinem Intellekt nicht gewachsen sind, Deine Beiträge nicht verstehen und deshalb nicht kapieren, dass die faulsten, unfähigsten Deutschen die Ärzte und Polizisten sind?
    Und dabei hast du Dir doch solche Mühe gegeben.
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  6. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (24.09.2017), Wieben Klas (24.09.2017), wudi (13.10.2017)

  7. #5
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    Lieber Kater,
    ich habe nicht gesagt, dass ich für einen Wechsel zur rein privat finanzierten Gesundheitsvorsorge bin, das war überhaupt nicht das Thema meines Beitrags. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. Ich halte diesen Bereich für einen, bei denen der Staat seine Kernpflichten hat.
    Wie gesagt ist das Thema des Threads ein anderes.
    Wenn die Politik in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend bisher staatliche Aufgaben privatisierte, so hat das nicht allein den von politisch linker Seite immer suggerierten Grund, dass Politiker dem Kapital dienen. In der Praxis ist halt fast alles, was staatlich organisiert wird, sehr teuer und oft ineffektiv. Die desaströse Polizeiarbeit während der vergangenen 18 Monate ist das beste Beispiel dafür. Am Ende zählt, was hinten raus kommt und nicht, was die behördliche Pressestelle verkündigt, um Misserfolg farbig anzumalen und viele Tote und Verletzte als Erfolg der Polizeiarbeit erscheinen zu lassen.
    Selbige Probleme entstehen auch in privaten Wirtschaftsbereichen, wenn Monopole bestehen. Wenn kein Wettbewerbsdruck besteht, dann entsteht sehr leicht eine Entwicklung, in der die privaten Interessen der Beschäftigten höher gewichtet werden als das gesellschaftliche Interesse an der Erledigung der eigentlichen Aufgabe.
    Wenn man etwas überwiegend staatlich organisiert, dann muss man gleichzeitig die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die entsprechenden gesellschaftlichen Aufgaben auch professionell erledigt werden. Das wäre der richtige Weg gewesen, statt chronisch zu privatisieren.


  8. #6
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Kürzlich las ich in der Presse, dass ...
    Ich les auch viel in der Presse, sag doch mal in welcher, damit ich mir nicht allein wegen der Quelle den Kopf zerbreche."

    Frdl. Grüße
    Christiane

  9. #7
    Sicherungsposten Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von Meinungsbaum Beitrag anzeigen
    Ich les auch viel in der Presse, sag doch mal in welcher, damit ich mir nicht allein wegen der Quelle den Kopf zerbreche."

    Frdl. Grüße
    Christiane
    SPON brachte das in einem Bericht...
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte

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  10. #8
    Geselle* Avatar von PrometheusXL
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    Moderated Message:
    Wenn derart steile Thesen platziert werden, sollte ein Beleg durch Fakten eigentlich zur Normalität und zum guten Ton gehören, und damit eine Selbstverständlichkeit sein.
    Eine derartig abwertende Behauptung aufzustellen und damit anderen Menschen explizit einen Makel anhängen zu wollen, ist ohne jeden Beleg nicht nur kein guter Stil. Wenn das nicht mit Fakten untermauert wird, sortiert sich diese Behauptung in die Kategorie "üble Nachrede" ein, und wird entsprechend editiert werden.
    Da damit auch dem ganzen Fred die Grundlage entzogen würde, wandert der anschließend in den Forenmülleinemr, wenn keine besseren Argumente und Fakten kommen.
    Geändert von PrometheusXL (24.09.2017 um 12:41 Uhr)
    In jedem Ende liegt ein neuer Anfang.
    Miguel de Unamuno y Yugo (1864 - 1936)

  11. #9
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    ........................Ich bin diesmal sehr enttäuscht von Dir..................Schönes Wochenende.
    Du darfst ruhig enttäuscht sein. Aber was hast Du nach solch einen Beitrag erwartet? Sicher gibt es Mißstände im Gesundheitswesen, doch pauschale, sogar beleidigende Aussagen zu einem ganzen Berufsstand, der allgemein hohe Achtung genießt, gehen bei mir nicht durch. Zudem kenne ich die Verhältnisse im Gesundheitswesen ziemlich gut, sowohl im niedergelassenem Bereich als auch im Klinikbereich. Während die Pharmabranche in Deutschland erhebliche Profite einfährt, ist der praktische Dienst am Patienten durch die Ärzte, Pfleger, Schwestern und weitere Kräfte des Gesundheitswesens stark unterfinanziert, die Bürokratie verschlingt viel Arbeitszeit, die entweder zu massiven Überstunden führt oder eben auch durch Stress, Überlastung Personal und Patienten verärgert. Und wenn Patienten keine Termine zeitnah bekommen, fallen sie am Wochenende in die Notfallambulanzen ein, wo sie eben behandelt werden, obwohl sie keine Notfälle sind. Dass es dadurch zu Verzerrungen kommt, ist wohl verständlich. Aber ich kenne weder "faule Ärzte", noch Schwestern oder Pfleger, denen man irgend welche Vorwürfe machen könnte.

  12. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (24.09.2017), Konrad (24.09.2017)

  13. #10
    Sicherungsposten Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    Moderated Message:
    Wenn derart steile Thesen platziert werden, sollte ein Beleg durch Fakten eigentlich zur Normalität und zum guten Ton gehören, und damit eine Selbstverständlichkeit sein.
    Eine derartig abwertende Behauptung aufzustellen und damit anderen Menschen explizit einen Makel anhängen zu wollen, ist ohne jeden Beleg nicht nur kein guter Stil. Wenn das nicht mit Fakten untermauert wird, sortiert sich diese Behauptung in die Kategorie "üble Nachrede" ein, und wird entsprechend editiert werden.
    Da damit auch dem ganzen Fred die Grundlage entzogen würde, wandert der anschließend in den Forenmülleinemr, wenn keine besseren Argumente und Fakten kommen.
    Menschenskinder...man kann sich auch anstellen...aber googeln könnt ihr doch alle, oder?

    Intensivstation: Einlieferung am Wochenende gefährlicher
    Patienten, die am Wochenende auf eine Intensivstation kommen, sterben mit höherer Wahrscheinlichkeit im Laufe ihres Klinikaufenthalts. Das schreiben Forscher um den Notfallmediziner Paul Zajic von der Medizinischen Universität Graz im Online-Fachjournal «Critical Care». Warum das so ist, könne die Studie aber nicht im Detail klären. Mögliche Gründe für diese Art von «Wochenend-Effekt» seien schlechtere personelle Ausstattung und ein höheres Arbeitspensum. Die österreichischen Forscher legen Wert darauf, dass ihre Ergebnisse nicht zwangsläufig auf andere Länder übertragbar seien. Ein deutscher Notfallexperte sieht bei kleineren Krankenhäusern in Deutschland aber ähnliche Probleme.
    https://www.pharmazeutische-zeitung....x.php?id=71469
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

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  14. #11
    Geselle* Avatar von PrometheusXL
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    Moderated Message:
    Müssen wir wirklich die elementaren Grundlagen des Erstellens von Themen und Beiträgen hier besprechen?
    Nicht die Leser sollten nach den Belegen suchen müssen, sondern der Ersteller soll diese für die im eigenen Beitrag aufgestellten Thesen liefern. So macht man das.
    Und wer das Belegen von Behauptungen und ordentliche Eröffnen eines Themas nicht für nötig hält, oder die Grundlagen und Gepflogenheiten nicht versteht, nach all den Jahren, sollte sich womöglich eine andere Beschäftigung suchen.
    Im Übrigen ist mit der Quelle eben nicht die Faulheit der Ärzte und des Personals belegt, die behauptet wurde, sondern eher der Umstand, dass Menschen am Wochenende in Krankenhäuser kommen, die aber personell durch die Betreiber unterbesetzt werden.
    Ist der entscheidende Unterschied der Argumetationslogik nachvollziebar, im Vergleich zur aufgestellten Behauptung?
    Geändert von PrometheusXL (24.09.2017 um 21:09 Uhr)
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  15. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (13.10.2017), grauer kater (12.10.2017), gun0815 (30.09.2017), jaki01 (24.09.2017), Wieben Klas (13.10.2017)

  16. #12
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Selten so viel Blödsinn gelesen, wie in diesem Beitrag! Deine Reflexionen widerspiegeln in keiner Weise die Realitäten in Kliniken. Und die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Errungenschaft, bei allen Fehlern, die in der letzten Zeit gemacht worden sind, was die massive Bürokratisierung und Geldverwendung im Gesundheitswesen betrifft.
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    Das Problem scheint ganz allgemein eines des Öffentlichen Dienstes zu sein.

    "Alle Observationen beschränken sich auf die Wochentage Montag bis Freitag, und zwar auch in den Wochen, in denen Amri auf Rang 1 der Berliner Gefährder steht. An Wochenenden und Feiertagen finden keine Observationen statt."

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1172571.html


  17. #13
    Geselle* Avatar von PrometheusXL
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    Dein persönliches Problem mit dem ÖD ist unübersehbar.
    In jedem Ende liegt ein neuer Anfang.
    Miguel de Unamuno y Yugo (1864 - 1936)

  18. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (13.10.2017), wudi (14.10.2017)

  19. #14
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    Dein persönliches Problem mit dem ÖD ist unübersehbar.
    Dann bleibt im Alter nur noch die private von Investmenthaien getragene Pflegeversicherung die an von denselben privaten Heuschrecken dominierte Pflegeunternehmen mit kaukasischen Fachkräften zahlt ...

    ... der öffentliche Dienst bleibt dabei garantiert außen vor. Im Falle von Unzufriedenheit kann dann vor privaten Gerichten geklagt werden.

    Viel Spaß noch in der Seniorenresidenz, Herr Miriam!
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  20. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Wieben Klas für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (13.10.2017), ArgoNaut (13.10.2017), grauer kater (13.10.2017), gun0815 (14.10.2017), wudi (13.10.2017)

  21. #15
    Gelsemium
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    Fakt ist, dass an den Wochenenden die meisten Unfälle passieren und dadurch die meisten Situationen entstehen, in denen es sogenannte Notfall-OPs gibt. Außerdem ist der Beginn anderer Erkrankungen ebenfalls gehäuft an den Wochenenden, weshalb es auch montags die meisten Krankmeldungen in den Betrieben gibt. Das hat auch damit zu tun, weil in Erholungsphasen die körpereigene Abwehr reduzierter im Gange ist und Infekte, die der Körper werktags noch erfolgreich unterdrücken konnte, erst am Wochenende zutage treten.

    Fakt ist auch, dass an den Wochenenden in den meisten Kliniken das wenigste Personal ist.

    Es ist deshalb nur logisch, wenn wir jetzt erfahren, dass es an den Wochenenden statistisch gesehen zu den meisten Sterbefällen in den Kliniken kommt.

    Ein Problem scheint Ihr damit nicht zu haben.

    Fakt ist weiterhin, dass an den Wochenenden therapeutisch nur auf Sparflamme oftmals bis hin zu 0 Therapie gefahren wird und deshalb viele Patienten am Montag wieder mit dem Status des vergangenen Mittwochs beginnen müssen, d.h. keine Fortschritte machen.

    Patienten, welche beispielsweise mobilisiert werden müssen, die sind am Montag nicht in dem gleichen Zustand wie Freitagvormittag bei der letzten Mobilisierung, sondern sie sind oft im Status des vergangenen Mittwochs, weil die mangelnde Bewegung am Wochenende den Muskelaufbau nicht fördert, sondern diese Stagnation ihn teilweise sogar rückgängig macht.

    Fakt ist, dass der mehr oder weniger untätige Wochenendbetrieb unserer Kliniken nicht umsonst ist, dass er sehr viel Geld kostet. Man löst das Problem nicht dadurch, dass man es beständig ignoriert oder -wie die Linken das gerne tun- von den anderen höhere Beiträge fordert, um zu meinen, damit käme man auch nur einen Schritt weiter.

    Fakt ist außerdem, dass es schon betriebswirtschaftlich und damit für den Beitragszahler deutlich günstiger käme, wenn an den Wochenenden das meiste Personal da wäre und nicht das wenigste. Selbst Wochenendzuschläge gleichen den Vorteil nicht negativ aus.

    Die klassisch linke Argumentation, dass das böse Kapital daran schuld sei, zieht nicht wirklich.

    Fakt ist, dass die Leute überwiegend gerne an den Wochenenden freihaben möchten und vor allem im Öffentlichen Dienst die Interessen des Kunden im Zweifelsfall hinter den Interessen des Personals anstehen müssen. In solchen Sparten muss man Nummern ziehen, um dran zu kommen. Bittstellersituationen sind dort systemimmanent.

    Nennt mir einen stichhaltigen, alternativen Grund, weshalb in unseren Kliniken gerade dann am wenigsten Personal eingesetzt wird, wenn es eigentlich die meiste Arbeit gibt?

    Wer nicht schwindelfrei ist, der sollte kein Dachdecker werden. Und wer nicht dann arbeiten will, wo es am meisten Arbeit gibt, der sollte reich heiraten und sich von der Arbeit anderer versorgen lassen, vielleicht mehr ins Makeup als in die berufliche Qualifikation investieren.

    Probleme löst man nicht dadurch, dass man, wie Ihr das tut, die Verantwortlichen chronisch bauchpinselt und sie damit zu rechtlich und moralisch Unmündigen erklärt, diesen dadurch Narrenfreiheit gewährt und jeden, der das nicht tut, böse Absichten unterstellt.

    Die Wahrheit tut manchmal weh. Sie ist ideologiefrei.


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