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Thema: Die Krise um Katalonien lässt die Spannung in Spanien steigen.

  1. #166
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Die ganze Aufregung um die Separationsbestrebungen eines Teil der Katalonen scheint sich langsam in "Viel Rauch um nichts" zu verwandeln. Nun rücken immer mehr Menschen von den Abspaltungsgedanken ab, es scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass diese keine sonderlich gute Idee wäre, denn es gäbe auf allen Seiten große Verluste und Opfer - das wäre unvermeidlich. Und letztlich will dann wohl doch niemand dafür verantwortlich gemacht werden, wenn in den Geschichtsbüchern die Verursacher der Misere zum Nachlesen für die späteren Generationen hinterlegt werden.

    Katalonien-Konflikt
    Barcelonas Bürgermeisterin spricht sich gegen Unabhängigkeit aus


    Am Dienstag könnte Katalonien seine Abspaltung von Spanien verkünden. Barcelonas Bürgermeisterin sagte nun, das Referendum könne dafür keine Grundlage sein, und warnte vor einer Gefahr für den "sozialen Zusammenhalt".


  2. #167
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Die ganze Aufregung um die Separationsbestrebungen eines Teil der Katalonen scheint sich langsam in "Viel Rauch um nichts" zu verwandeln. Nun rücken immer mehr Menschen von den Abspaltungsgedanken ab, es scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass diese keine sonderlich gute Idee wäre, denn es gäbe auf allen Seiten große Verluste und Opfer - das wäre unvermeidlich. Und letztlich will dann wohl doch niemand dafür verantwortlich gemacht werden, wenn in den Geschichtsbüchern die Verursacher der Misere zum Nachlesen für die späteren Generationen hinterlegt werden.
    Wenn der erste Testosteronschub abflaut, dann beginnt die Ratio langsam die Oberhand zu gewinnen.Ich hoffe, dass man jetzt auf der Basis von Verhandlungen zu einer Einigung kommt.

  3. #168
    Politopia-Urgestein
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    Zumindest ist Carles Puigdemont größte Aufmerksamkeit sicher, wenn er gegen 19 Uhr vor die Mikrophone tritt…

  4. #169
    Politopia-Haudegen
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    Es bleibt spannend.....


    Spaniens MP Rajoy bereitet Entmachtung von Kataloniens Regierung vor

    Im Konflikt um die Bestrebungen nach Unabhängigkeit in Katalonien hat der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwoch die separatistische Regionalregierung aufgefordert, die verfassungsmäßige Ordnung zu respektieren.

    Diese Mahnung gilt als Vorstufe für die Anwendung des Artikels 155 der spanischen Verfassung, wonach die Zentralregierung eine Regionalregierung entmachten kann, wenn diese die Verfassung missachtet.

    Regierungskreise in Madrid hatten kurz nach der Rede erklärt, Rajoy betrachte die Aussagen als einseitige Unabhängigkeitserklärung. Seither wartete das Land gespannt auf seine Reaktion. Der Artikel 155 ist in Spanien bisher noch nie angewendet worden. (dpa)

    https://ostbelgiendirekt.be/rajoy-be...ung-vor-149646
    Der Holzweg ist die Lieblingsstrecke aller, die ein Brett vor dem Kopf haben.

  5. #170
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Standard Sir Juncker meint ...

    Herr Juncker macht sich zwar große Sorgen, aber bleibt ziemlich beliebig:
    "... Wenn eine Partei nur um Vermittlung fragt, dann wird dies zu erheblichen Verwerfungen in der Europäischen Union führen, und deshalb kann man das nicht, darf man das nicht tun.”

    http://de.euronews.com/2017/10/13/ju...de-seiten-dies

    Jetzt frag ich mich, ab wieviel Parteien denn man kann, darf. Vermitteln.

    Frdl. Grüße
    Christiane

  6. #171
    . Avatar von Anouk
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    Zitat Zitat von Meinungsbaum Beitrag anzeigen
    (..)
    http://de.euronews.com/2017/10/13/ju...de-seiten-dies

    Jetzt frag ich mich, ab wieviel Parteien denn man kann, darf. Vermitteln.

    Frdl. Grüße
    Christiane
    Um wie viele Parteien es geht, ist m.E. weniger der Punkt. Juncker hat in meinen Augen völlig recht, wenn er sagt, dass es nicht geht, wenn die Beteiligten das nicht wollen- und wenn sich nur einer davon entzieht. Der Grundsatz gilt auch für Mediationen: sobald eine Seite sich weigert, daran teilzunehmen oder lediglich unter Druck und gegen die eigene innere Überzeugung dazu bereit ist, funktioniert es nun mal nicht. Oder nur zu Lasten eines alle Konfliktparteien zufriedenstellenden Ergebnisses.
    "Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)



  7. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Anouk für den nützlichen Beitrag:

    Konrad (13.10.2017), Meinungsbaum (14.10.2017)

  8. #172
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    Einen Teilerfolg haben die Katalanischen Separatisten ja schon mal errungen: Unternehmen, die bisher ihren Firmensitz in Katalonien hatten, suchen das Weite… Instabilität ist eben doch kein Standortvorteil.

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    A0048 (20.10.2017)

  10. #173
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Ist Dir denn klar, welche praktische Bedeutung und Folgen eine Verlegung des Firmensitzes hat?

  11. #174
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Ist Dir denn klar, welche praktische Bedeutung und Folgen eine Verlegung des Firmensitzes hat?
    Die Verlegung des Firmensitzes hat zunächst einmal zur Folge, dass sich auch der Gerichtsstand ändert - und ein unzufriedener oder säumiger Kunde/Geschäftspartner katalanischen Wohnsitzes im Falle einer Streitigkeit einen Gerichtstermin in einer der anderen spanischen Provinzen (wenn nicht in einem EU-Staat) wird wahrnehmen müssen…
    Auch, wenn die Unternehmen, deren Zahl doch schon jetzt recht beachtlich erscheint, mit dem Firmensitz nicht all ihre Betriebsstätten/Arbeitsplätze an den neuen Firmensitz mitgenommen haben, ist ja nicht auszuschließen, dass auch jener Umzug erfolgt.
    Und wie sieht's eigentlich mit den kommunalen Steuereinnahmen aus, wenn der Firmensitz außerhalb Kataloniens liegt? Kann's sein, dass die katalanischen Beamten demnächst weniger werden?

  12. #175
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    Halten wir fest, Du weisst es nicht so genau, sondern stocherst nur ein bisschen hier und dort im Nebel Deiner Unwissenheit herum und spekulierst, soweit Dich deine dürren Kenntnisse des EU-, Landes- und Firmenrechts tragen. Genau so habe ich mir das vorgestellt.

  13. #176
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    Mit Puigdemont und Rajoys haben sich auch zwei gefunden, die vor aller Augen geschickt, klug und voller gegenseitigem Respekt und Anerkennung herzlich und unverbraucht miteinander umgehen...

    Aber Scherz beiseite. Der Herr Puigdemont ist ein wenig vertrauenerweckender Mensch.
    So, wie der mit dem Benzinkanister durch die politischen Porzellanladen stapft und seine Pfützen hinterlasst, um dann mit der Strechholzschachtel den Takt zu schütteln, muss der - meiner Einschätzung nach - so weit weg von politischen Schalthebeln gehalten werden, wie es nur irgend geht.

    Der Mann verfolgt anscheinend nur eine einzige Agenda - auf Teufel komm raus, koste sie, was sie wolle. Doch, ist es wirklich das?
    Das Vorhaben konnte natürlich, und vor allem vorhersehbar, nicht gut gehen.
    Es stellt sich also die Frage, was ist das wahre Ziel dieses Herren?
    Der Mensch, als interaktives Wesen, hat stets zwei Motive. Eines wird offen gezeigt, das andere ist das wahre, dem das offen gezeigte als Deckmantel dient.

    Es fragst sich also: welches ist das wahre Motiv dieses Brandstifters?

    Mögen die Katalanen schnell genug herausfinden, welcher "Führer" ihnen die Richtung weist.
    Dass er in Rajoys einen maximal tölpelhaften und das Spiel wie bestellt mitspielenden Counterpart gefunden hat, macht es umso schlimmer.

    Kataloniens Regierungschef
    Puigdemont nennt Rajoys Maßnahmen "Putsch"


    Carles Puigdemont hat sich zu den Plänen der spanischen Zentralregierung geäußert - und das Vorgehen mit der Diktatur Francos verglichen. In Barcelona demonstrierten Hunderttausende.
    Geändert von Konrad (22.10.2017 um 10:00 Uhr)

  14. #177
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    Der Vorsitzende der größten spanischen Gewerkschaft, CCOO (Confederación Sindical de Comisiones Obreras), sieht das ähnlich, das eigentliche Problem ist, wie sich die beiden Frontleute zueinander und zur Problemlösung aufgestellt haben.

    Wer nicht in eine Lage gekommen will,
    vordringlich von den Geschehnissen dazu getrieben zu werden, nur noch zu agieren, um das eigene Gesicht zu wahren, sollte sich eben nicht in eine Position manövrieren, die entweder den Totalen Sieg, oder den Totalen Gesichtsverlust mit sich bringt.

    Diese Entweder-oder-Momente sind ein Problem, sie können leicht zu Scheidewegen des Lebens vieler werden, denn sie tragen das größte Potenzial für Fehlentwicklungen und Unheil in sich

    Gewerkschafter zur Katalonien-Krise
    "Puigdemont verrennt sich. Rajoy irrt"


    Der Unabhängigkeitskampf katalanischer Separatisten verunsichert die Wirtschaft - und damit auch die Angestellten. Gewerkschaftsführer Pacheco erklärt, was seine Mitglieder am meisten fürchten.



    Geändert von Konrad (22.10.2017 um 21:16 Uhr)

  15. #178
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Zuspitzung, nächste Ebene

    Konflikt mit Madrid
    Katalanisches Parlament stimmt für Unabhängigkeit


    Das katalanische Parlament hat mit 70 zu 10 Stimmen für die Unabhängigkeit der Region votiert. Die Opposition boykottierte die Abstimmung.
    Reaktion auf Unabhängigkeitsvotum
    Spanischer Senat für Zwangsmaßnahmen gegen Katalonien


    Der spanisch-katalanische Konflikt eskaliert. Der Senat in Madrid hat eine Entmachtung der Regionalregierung in Barcelona gebilligt. Ministerpräsident Rajoy kann nun mit harter Hand gegen die Separatisten vorgehen.

    Die Regierung Kataloniens ist juristisch nun als abgesetzt zu betrachten, das ist die Folge der umgehend erfolgten Reaktion der Zentralregierung. Nun kann diese Zentralregierung die als Abtrünnige und Aufrührer klassifizierten Politiker Kataloniens hart bestrafen. Ich frage mich, wie weit die das Spiel mit dem Feuer in Spanien treiben wollen.

  16. #179
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Die Kommentare der anderen Europäer sehe ich als Pfeifen im dunklen Wald. Im Grunde geht es um Sicherung von Herrschaft, den Erhalt der überflüssigen Nationalstaaten und in Spanien um die Durchsetzung einer Verfassung, die in Teilen dem Völkerrecht widerspricht.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1175148.html
    Wenn Jesus zu Zeiten des Radikalenerlasses gewirkt hätte, hatte er nicht mal Postbote werden können - dieser linksradikale Sozialromantiker

  17. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    techniker1 (27.10.2017)

  18. #180
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Selbstverständlich geht es auf Staatenebene um die Sicherstellung der Herrschaft. Aber das ist doch keine neue Erkenntnis.
    Die auf der Hand liegende Frage ist, wie mit solchen Separationsbestrebungen und deren Vorantreiben durch Minderheiten insgesamt umzugehen ist.
    Da ist ja nun wahrlich nicht alles konstruktiv und humanistisch, sondern knallharte persönliche Machtpolitik im Spiel.
    Wohin führt das und auf wessen Kosten verwirklichen sich Minderheiten, auch politische und ganz egoistische? Das ist doch keine Sache, die man mal eben mit ein paar Abstimmungen und Federstrichen macht. Da hängen hunderttausende Einzelschicksale dran. Und mir sind einige der Protagonisten eindeutig zu vordergründig auf die eigenen Interessen und Profilierungen aus, um deren egoistische Motive zu ignorieren. Die interessieren sich doch kein Bisschen für die Sorgen von Pepe und Juanita, wenn die ihre Existenz verlieren. Oder glaubst Du, die werden irgenwie entschädigt?
    Geändert von Konrad (27.10.2017 um 20:19 Uhr) Grund: n

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