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Thema: Kenia: Grundeinkommen, bedingungslos

  1. #1
    Letzter Mohikaner Avatar von Uncas
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    Standard Kenia: Grundeinkommen, bedingungslos



    Wer keine Lust hat sich das Video anzuschauen, hier die Kurzfassung:
    Die Organisation "Give directly" verteilt Geldbeträge an auserwählte arme Menschen in Kenia, um ihnen auf die Beine zu helfen. Ohne Bedingung, ohne das sie es zurückzahlen müssen.
    Mit einigem Erfolg: Die Menschen haben kleine Geschäfte gegründet, Vieh gekauft oder besseres Werkzeug um die Äcker zu bestellen. Es hat vielen Menschen die Existenz gesichert und anderen die Existenz vereinfacht.
    Gelernt hat man aus der Praxis der Mikrokredite, die teilweise dazu führte, das die Empfänger nicht mal die Mikrokredite zurückzahlen konnten - und reihenweise Selbstmord begingen. Siehe hier:
    Selbstmord einer großen Idee
    http://www.zeit.de/2010/47/Mikrokredite-Indien
    Was denkt ihr, ist das ein probates Mittel zur Armutsbekämpfung?
    Ich denke schon. Man muss genau hinschauen wer etwas bekommt, aber es ist viel effektiver als Sachspenden, wenn z.B. Dörfer in denen keine Fischerei betrieben wird eine Anlage zum Trocknen von Fischen bekommen oder Textilspenden die aufstrebende nigerianische Textilindustrie vernichten.
    Die Menschen wissen selber am besten was sie brauchen.
    Dies soll sich auch nicht auf die Idee des Grundeinkommens in Deutschland beziehen, da dies in meinen Augen eine andere Thematik ist.

    Wer mithelfen will, kann sich hier beteiligen:

    https://www.givedirectly.org/
    Geändert von Uncas (11.10.2017 um 09:14 Uhr)
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  2. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (13.10.2017), gun0815 (11.10.2017), jaki01 (11.10.2017), Konrad (11.10.2017)

  3. #2
    Moritator Avatar von Konrad
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    Ein gutes Projekt. Die Menschen organisieren um die Initialidee herum neue, eigene Projekte und werden kreativ. Das ist effizient.
    Es entstehen auch kaum Reibungsverluste und administrative Bremseffekte. Und wie man sieht, können die Menschen sich durch die überschaubaren Mittelzuflüsse schnell selbst weiter helfen, der Multiplikatoreffekt tritt ein.
    Mit wenig Geld viel erreichen scheint hier auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein.
    Hoffentlich wird die Konzeption noch weiter ausgebaut.
    Geändert von Konrad (11.10.2017 um 10:35 Uhr)

  4. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (11.10.2017), Uncas (11.10.2017)

  5. #3
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    Ich würde auf ein von Multimillionären verwaltetes Konto keine Spendengelder überweisen.

    Die Wikiseite weist auch nicht gerade auf Seriosität hin.

    https://de.wikipedia.org/wiki/GiveDirectly

    So schön sich da auch auf den ersten Blick ansieht und -hört.


  6. #4
    Letzter Mohikaner Avatar von Uncas
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Ich würde auf ein von Multimillionären verwaltetes Konto keine Spendengelder überweisen.

    Die Wikiseite weist auch nicht gerade auf Seriosität hin.

    https://de.wikipedia.org/wiki/GiveDirectly

    So schön sich da auch auf den ersten Blick ansieht und -hört.
    Ich konnte da jetzt keinen Hinweis darauf finden, das sie nicht seriös sind.
    Eher im Gegenteil, sie sind recht transparent.

    https://en.wikipedia.org/wiki/GiveDirectly#Reception

    Und der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben. Was denkst du über den Ansatz, mal ganz abgesehen davon wie die Überweisungsformalitäten von statten gehen?
    Geändert von Uncas (11.10.2017 um 16:15 Uhr)
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  7. #5
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
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    Das sieht tatsächlich nach einer guten Idee aus, ist aber mit dem in Europa diskutierten bedingungslosen Grundeinkommen nicht zu vergleichen, weil es nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgegeben wird. Die Leute, denen man Geld gibt, werden ausgewählt.
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  8. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (11.10.2017), wudi (12.10.2017)

  9. #6
    Moritator Avatar von Konrad
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    Nicht ganz. Auswahl ja, aber nur, weil es eine Projektstudie geben soll, das Ganze wissenschaftlich überwacht wird, was die Einverständniserklärung der Teilnehmer einerseits, und Begrenzung der Gruppe andererseits erfordert.

    Im Übrigen hat niemand in diesem Stadium einen Vergleich anstellen oder eine Ergebnisbewertung vornehmen wollen. Im Gegenteil, Uncas hat bereits im Eingangsbeitrag ausdrücklich davon Abstand genommen.
    Geändert von Konrad (11.10.2017 um 18:51 Uhr)

  10. #7
    Letzter Mohikaner Avatar von Uncas
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das sieht tatsächlich nach einer guten Idee aus, ist aber mit dem in Europa diskutierten bedingungslosen Grundeinkommen nicht zu vergleichen, weil es nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgegeben wird. Die Leute, denen man Geld gibt, werden ausgewählt.
    Genau aus dem Grund sagte ich auch, das ich es für ein anderes Thema halte...
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  11. #8
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
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    Prinzipiell find ich die Idee gut. Transparenz is wichtig und ein einigermaßen neutrales Vergabesystem. Hand in Hand natürlich.

    So ist nämlich eine "eigene Entwicklung" garantiert und keine destruktive, wie erwähnte Sachspenden. Menschen auf ihrem Weg unterstützen ist eh viel konstruktiver, als ihnen "zu zeigen wie es geht"!

    ....ach und nur mal am Rand was zu Subbis "Einwand" ...Es gibt auch unter Milliardären recht vernünftige. Die bloße Tatsache, dass so ein Konstrukt in deren Händen ist, ist noch lang kein Beweis für eine nicht vorhandene Seriosität.

    Pauschalisierenderweis ist es eher den VTlern eigen, dass sie solches als "Argument" gelten lassen.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (12.10.2017)

  13. #9
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Und der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben. Was denkst du über den Ansatz, mal ganz abgesehen davon wie die Überweisungsformalitäten von statten gehen?
    Ich halte es vom Prinzip her für keine schlechte Idee, wenn es auch die Probleme der 3. Welt nicht ansatzweise löst. Hat natürlich auch ein bisschen was für das gute Gewissen in reichen Ländern.


  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu Miriam für den nützlichen Beitrag:

    techniker1 (13.10.2017)

  15. #10
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Ich halte es vom Prinzip her für keine schlechte Idee, wenn es auch die Probleme der 3. Welt nicht ansatzweise löst. Hat natürlich auch ein bisschen was für das gute Gewissen in reichen Ländern.
    Du meinst ohne Schuldgefühle würden die meisten Menschen nicht auf die Idee kommen zu helfen?
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  16. #11
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Du meinst ohne Schuldgefühle würden die meisten Menschen nicht auf die Idee kommen zu helfen?
    Nein, das meine ich nicht.


  17. #12
    Sicherungsposten Avatar von techniker1
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    Was Menschen doch so alles zur Beruhigung des eigenen Gewissens treiben...

    Und...Reiche haben keine Schuldgefühle, sonst wären sie nicht reich geworden...
    Wir haben ja bald wieder Weihnachten...schauen wir mal, was da so bei den Spendenmarathonen so abgeht...und von wem die meiste Kohle gespendet wird...
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte

    Les McCann / Invitations to Opening
    WHITE NOISE / An Electric Storm
    Simple Minds

    Ignore: Jegliches Sperr-Geschrei und
    philosophisch angehauchtes Geschwätz

    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....

  18. #13
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    Zitat Zitat von techniker1 Beitrag anzeigen
    Was Menschen doch so alles zur Beruhigung des eigenen Gewissens treiben...

    Und...Reiche haben keine Schuldgefühle, sonst wären sie nicht reich geworden...
    Wir haben ja bald wieder Weihnachten...schauen wir mal, was da so bei den Spendenmarathonen so abgeht...und von wem die meiste Kohle gespendet wird...
    Schenken ist grundsätzlich kein Akt der Selbstbefriedigung.

    Bei kollektiven Inszenierungen spielt das eher eine Rolle.

    Individuell kann das durchaus verschieden sein.


  19. #14
    Letzter Mohikaner Avatar von Uncas
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    Zitat Zitat von techniker1 Beitrag anzeigen
    Was Menschen doch so alles zur Beruhigung des eigenen Gewissens treiben...
    Das habt ihr mir noch nicht so ganz zufriedenstellend erklärt. Ab wann handelt es sich bei Hilfe für andere um Beruhigung der eigenen Schuldgefühle (und warum sollte man Schuldgefühle haben?) und ab wann ist es ein Akt aus Empathie?
    Haben Bill Gates und George Soros Schuldgefühle, wenn sie sich verpflichten, die Hälfte ihres Vermögens zu spenden?

    https://de.wikipedia.org/wiki/The_Giving_Pledge

    Derartige Vorhaben werden ja aus einer bestimmten Ecke immer ganz besonders gehasst.
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  20. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (13.10.2017), ArgoNaut (13.10.2017)

  21. #15
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
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    Wenn Mittellose helfen, dann sind das "Gutmenschen", wenn reiche helfen, dann wollen die nur ihr schlechte Gewissen beruhigen..

    Wer so pauschal kategorisiert, der mag bestimmt nicht, wenn anderen geholfen wird.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  22. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (13.10.2017), ArgoNaut (15.10.2017)

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