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Thema: Die Kosten des Klimawandels und die Frage, was ist zu tun?

  1. #1
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Standard Die Kosten des Klimawandels und die Frage, was ist zu tun?

    Losgelöst von der Frage nach den klimatischen Details und vom Streit um die Ursachen, wird doch nur noch von sehr weniger das Offensichtliche bestritten: dass sich bestimmte Ereignisse mehren, bestimmte Sachverhalte abzeichnen - wie etwas den ansteigender Meeresspiegel aufgrund abschmelzender Gletscher, Erosion, Hochwasserereignisse aufgrund Starkregen, andererseits länger anhaltende Dürren aufgrund sich ändernder klimatischer Zyklen und Strömungen und vieles mehr.

    Dies alles erfordert langfristige, vorausschauende Planung und Konzeptionen für Gegenmaßnahmen, zum Schutz der Bevölkerungen rund um den Planeten.

    Schon heute sind, bereits ohne die Aufwendungen für die Schadenprävention, hohe Kosten zu tragen, um die auftretenden Schäden und die Folgekosten und Ausfälle nach Wetterereignissen zu bewältigen, doch die Schutzmaßnahmen, wie etwa bauliche Veränderungen, Schutzbauten, Rückhaltebecken, Dämme, Kanäle, Murenschutz, Bergsicherungen, Evakuierungsrouten und -möglichkeiten, und was es alles gibt, sind logistische und bauliche Herausforderungen von nie gekanntem Ausmaß, denn sie betreffen alle Berg- und Küstenstaaten des Planeten und alle betroffenen Landstriche.

    Bereits heute kosten die Wettereignisse riesige Summen, und wir erleben erst den Anfang.
    Nicht nur die USA sind völlig unvorbereitet. Ein aktueller Kassensturz zeigt die Größenordnungen der Schadensummen der letzten zehn Jahre.

    Klimabilanz des US-Rechnungshofs
    Extremwetter kostet USA 350 Milliarden - und das ist erst der Anfang

    Stürme, Waldbrände, Dürren: Die Folgen des Klimawandels treffen die USA hart - auch finanziell. Die Trump-Regierung sei dennoch völlig unvorbereitet, moniert der US-Rechnungshof.
    [...]
    Der Staat hat demnach im vergangenen Jahrzehnt allein auf Bundesebene mehr als 350 Milliarden Dollar für Hilfsprogramme bei Katastrophen sowie für Verluste im Bereich der Flut- und Ernteversicherung ausgeben müssen. Dabei sind die großen Tropenstürme und Waldbrände des laufenden Jahres gar nicht einberechnet. Diese zählen zu den teuersten in der Geschichte des Landes.

    Es stellen sich also vor dem Hintergrund des bislang Bekannten einige Fragen.
    Was muss getan werden?
    Wie ist das zu bewältigen?
    Wer sollte die Aktivitäten koordinieren?
    Welche Mittel stehen bereit und zur Verfügung?
    Wer bezahlt das?
    Und wie?

    Diese sich abzeichnenden Aufgaben gemeinsam zu lösen, wird die große Herausforderung für alle Zivilisationen diese Planeten werden.

    Auf die Donalds sollten wir dabei nicht bauen.
    Doch mit "geht nicht" werden keine Probleme gelöst, sondern nur verschlimmert.
    Was also ist zu tun?
    Geändert von Konrad (24.10.2017 um 10:20 Uhr)

  2. #2
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
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    Bei Deinen Fragen hast Du eine wichtige vergessen: WER kapiert überhaupt deren Relevanz?

    Leider ist tagtäglich zu erkennen, dass die Leute, die allgemein für sog. opinion leader gehalten werden und sich selbst dafür halten, über die gesamte Thematik wohlfeil daherreden, aber am Ende immer zu dem Schluss kommen, dass alle Bemühungen vergeblich, weil zu spät sind und man "den Leuten" nicht ihren Lebensstil verbieten kann - der da heißt: SUV, Flugreisen (auch zu Umweltkonferenzen!), Laubbläser und -sauger, Landschaftsbetonierung, Plastik ohne Ende, Müllberge, Verschwendung von Trinkwasser, und so weiter.

    Dazu kommt das weltanschauliche Verbinden von Dingen, die nichts miteinander zu tun haben: Wenn z. B. ein Linker das Schließen eines Kohlekraftwerkes fordert, dann regt sich alsobald Widerstand gegen die Schließung, weil es ein Linker ist, der das fordert und deshalb reflexartig das Schlirßen für wenig wirksam erklärt wird. Das konnte man sehr gut am veggie-day sehen - wenig Fleisch zu essen, ist gut für das Klima, aber die Idee kam von den Falschen.
    Solange wir die Bürgerhirne diesbezüglich nicht aufräumen können, wird nichts vorwärts gehen.

    Ich habe mal ein sehr altes FDP-Programm gelesen, das zu meinem Erstaunen ein hervorragendes, weitsichtiges Umwelt-Kapitel enthielt. Aber nie hat sich die FDP um das Umweltressort bemüht und nie sind die Liberalen als Umweltschützer aufgefallen. Man kann sich vorstellen, welchen Stellenwert eine Jamaika-Koalition dem Thema beimessen wird, obwohl Merkel ja mal Umweltministerin war.
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  3. #3
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
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    Der weltweite Übergang zur solarbasierten Wasserstofftechnologie in der Energiewirtschaft ist dringend erforderlich, denn damit wird die Energiewirtschaft weitgehend umweltneutral und die Klimaziele wären erfüllbar. Die ganzen Verzichtsszenarien bringen wenig, zudem wären sie nur mit erheblichen Zwangsmaßnahmen durchsetzbar und würden entweder Massenarmut oder Widerstand der Massen hervorrufen.

  4. #4
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Wenn es beim allgemeinunverbindlichen Austauschen von Patentlösungen aus der eigenen Bausteinkiste bleibt, ändert sich jedenfalls nichts zum Positiven. Soviel steht meiner Auffassung nach im Buch der Universellen Weisheiten bereits seit Anbeginn der Zeiten geschrieben.
    Geändert von Konrad (24.10.2017 um 17:13 Uhr)

  5. #5
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Die Frage ist nicht, was zu tun ist, sondern was getan werden wird:

    Umverteilen ...
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Wieben Klas für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (24.10.2017)

  7. #6
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Zitat Zitat von Wieben Klas Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nicht, was zu tun ist, sondern was getan werden wird:

    Umverteilen ...

    Und wie genau?
    Müssen Maßnahmen von langer Hand bis in die Details geplant werden?
    Wenn ja, welche genau?
    Müssen bauliche Maßnahmen durchgeführt werden?
    Wo? Und welche genau? Und wie, von wem, mit was?

  8. #7
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Wenn es beim allgemeinunverbindlichen Austauschen von Patentlösungen ........................
    Patentlösungen wird es nicht geben, denn die Lösungen müssen allgemeine Akzeptanz bekommen. Und hier kommt eben das Versagen der Politik ins Spiel! Wenn die Kosten der Transformation nur zu Lasten der Normalbevölkerungen gehen, wie derzeit bei der sogenannten Energiewende oder im dt. Baurecht, Weltkonzerne aber Freibriefe haben und die Bürokratie Auswüchse zeigt , die jede Initiative zunichte macht, ändert sich wirklich nichts. Zudem kann man die Staaten der Dritten Welt und auch die Schwellenländer nicht allein mit der Problematik lassen. Und derzeit die größten Umweltverschmutzer sind die kriegführenden Mächte sowie die massiv ausgebaute Rüstungsindustrie.

  9. #8
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Und wie genau?

    [...]
    Nimm, was Du kriegen kannst, erkläre es zu Deinem Eigentum, und gib es es ums Verrecken nicht mehr her ...

    ... und es ist naheliegend, Eigentum mit der Waffe zu verteidigen. Ressourcen wie bewohnbares Land werden nicht mehr, im Gegenteil.
    Geändert von Wieben Klas (24.10.2017 um 18:17 Uhr) Grund: Komma, kein Gehma ...
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  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Wieben Klas für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (26.10.2017)

  11. #9
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Gut, Problem gelöst. Thema zu? Was jetzt?

  12. #10
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Thema nicht zu, aber sicherlich wird es nur noch offtopic weitergehen können.
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  13. #11
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Und wie genau?
    Müssen Maßnahmen von langer Hand bis in die Details geplant werden?
    Wenn ja, welche genau?
    Müssen bauliche Maßnahmen durchgeführt werden?
    Wo? Und welche genau? Und wie, von wem, mit was?
    Schon recht, aber da es den guten König nicht gibt, der die anfallenden Arbeiten insgesamt von langer Hand plant, weltweit verteilt und deren Erledigung überwacht, wird es wohl beim Kleinteiligen bleiben, es sei denn, Du weißt jemanden, dessen Machtfülle ausreicht, die Fragen
    Was muss getan werden?
    Wie ist das zu bewältigen?
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    Welche Mittel stehen bereit und zur Verfügung?
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    Und wie?
    zufriedenstellend und schnell zu lösen. Bis jetzt ist ja nicht mal common consent, DASS wir ein Problem haben.
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  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (26.10.2017)

  15. #12
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Wieben Klas Beitrag anzeigen
    Nimm, was Du kriegen kannst, erkläre es zu Deinem Eigentum, und gib es es ums Verrecken nicht mehr her ...... und es ist naheliegend, Eigentum mit der Waffe zu verteidigen. Ressourcen wie bewohnbares Land werden nicht mehr, im Gegenteil.
    Wir müssten mit den Ressourcen nur anders umgehen, dann wären sie durchaus üppig vorhanden und könnten allen Menschen ein Leben in Würde sichern. Zudem könnte man die Ozeane besiedeln und gefährdete Ökosysteme sich erholen lassen. Die wesentliche Frage der Energiesicherung wäre ökologisch lösbar und wenn eine konsequente Friedens- sowie Abrüstungs- und Konversionspolitik betrieben würde, wären sogar die Kapitalmittel vorhanden, die Umgestaltung der Weltwirtschaft zu finanzieren.

  16. Folgender Benutzer sagt Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    grimmstone (26.10.2017)

  17. #13
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
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    Kurum: Alles wäre in Ordnung, wenn der Mensch als solcher gut wäre.
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  18. #14
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Man kann sich vorstellen, welchen Stellenwert eine Jamaika-Koalition dem Thema beimessen wird, obwohl Merkel ja mal Umweltministerin war.
    Hier spielen die Grünen nun anscheinend eine wichtige Rolle. Ich bin froh, dass sie mitregieren werden:
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1174893.html
    "Die bisher geltenden deutschen und internationalen Klimaschutzziele sind für die Grünen eine rote Linie bei den Verhandlungen."

  19. #15
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von jaki01 Beitrag anzeigen
    Hier spielen die Grünen nun anscheinend eine wichtige Rolle. Ich bin froh, dass sie mitregieren werden:
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1174893.html
    "Die bisher geltenden deutschen und internationalen Klimaschutzziele sind für die Grünen eine rote Linie bei den Verhandlungen."
    Sie werden nach meinem Dafürhalten nicht mitregieren, weil sich CSU und FDP mit ihren roten Linien auf Kosten der Grünen durchzusetzen versuchen werden und zwar mit großem Geschrei, dass die veggie-day-Grünen die Regierungsbildung verhindern und überhaupt der Wirtschaft nach Kräften schaden wollen.
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