Close
Login to Your Account
Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte
Ergebnis 46 bis 60 von 73

Thema: 100 Jahre Oktoberrevolution

  1. #46
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
    Registriert seit
    03.05.2010
    Ort
    Nahe Nordküste Deutschlands
    Beiträge
    28.685
    Danke
    39.060
    Thanked 11.509 Times in 7.551 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    ..................... Für eine Leistung bezahlt werden sollen nur die, die sie erbracht haben.....................Gruß Verbalwalze
    Die ganze Diskussion ist völlig abwegig! Wer wird denn in der heutigen Gesellschaftskonstruktion real nach Leistung vergütet? So gut wie keiner. Ein großer Teil ist völlig unterbezahlt, die meisten Menschen erhalten als Honorar für ihre Leistung Anteile an der realen Wertschöpfung und ein nicht unbedeutender Teil wird erheblich höher mit Gehältern und Einkommen versehen als seiner realen Leistung entspräche. Hinzu kommen Unverteilungsaspekte über Steuern, Abgaben und sonstige Belastungen, die mit Leistung absolut nichts zu tun haben. Die gesamte Ökonomik hat mit einer korrekten Zuordnung von Leistung nichts mehr gemein, da auch Subventionen und Abschöpfungen das wirtschaftliche Urteil völlig verzerren.

  2. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Diogenes2100 (14.11.2017), gun0815 (14.11.2017), Schopenhauer (14.11.2017)

  3. #47
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
    Registriert seit
    11.02.2011
    Beiträge
    19.641
    Danke
    20.510
    Thanked 14.386 Times in 8.388 Posts

    Standard

    Wenn ein Manager, der eine Firma mit in den Sand gesetzt hat, auch noch hinterher mit Millionen Boni gepampert wird, dann ist das schon eine Vergütung, die mit "Leistung" zwar etwas zu tun hat, nur nicht so, wie unsere Prediger der Leistungsbezogenen Bezahlung für Arbeiter uns das weis machen wollen. Hohles Gelaber, das nur von der widerwärtigen Bereicherung Leistungsloser Abschöpfer zu tun hat.

    Die Verhältnismäßigkeit der Vergütungen der administrativen Tätigkeiten hat sich schon lange in Staub aufgelöst und jeder, der dieses Argument immer noch bringt, sollte sich durch das schallende Gelächter seines Gegenübers ruhig beunruhigt fühlen.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  4. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (15.11.2017), Diogenes2100 (14.11.2017), grauer kater (14.11.2017), Konrad (14.11.2017), Schopenhauer (14.11.2017)

  5. #48
    Politopia-Haudegen Avatar von Verbalwalze
    Registriert seit
    28.12.2009
    Beiträge
    9.777
    Danke
    798
    Thanked 5.170 Times in 3.292 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Die ganze Diskussion ist völlig abwegig! Wer wird denn in der heutigen Gesellschaftskonstruktion real nach Leistung vergütet? So gut wie keiner. Ein großer Teil ist völlig unterbezahlt, die meisten Menschen erhalten als Honorar für ihre Leistung Anteile an der realen Wertschöpfung und ein nicht unbedeutender Teil wird erheblich höher mit Gehältern und Einkommen versehen als seiner realen Leistung entspräche. Hinzu kommen Unverteilungsaspekte über Steuern, Abgaben und sonstige Belastungen, die mit Leistung absolut nichts zu tun haben. Die gesamte Ökonomik hat mit einer korrekten Zuordnung von Leistung nichts mehr gemein, da auch Subventionen und Abschöpfungen das wirtschaftliche Urteil völlig verzerren.
    Selbst wenn das so wäre, dann ist die Diskussion nur umso angebrachter.
    Und die meisten werden eben sehr wohl angemessen zu Ihrer Leistung bezahlt. Und wenn es um Hierarchien geht, ist für mich das doppelte pro Hierarchiestufe OK. Weil 11 Soldaten gegen 9 Soldaten und einen Ufz verlieren würden. Der bringt also mindestens doppelte wie ein normaler und weiter oben ist das genauso.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  6. #49
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
    Registriert seit
    22.12.2009
    Beiträge
    10.154
    Danke
    5.530
    Thanked 10.302 Times in 5.145 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    ... ist für mich das doppelte pro Hierarchiestufe OK. Weil 11 Soldaten gegen 9 Soldaten und einen Ufz verlieren würden. Der bringt also mindestens doppelte wie ein normaler und weiter oben ist das genauso.
    ...


    Ach was, der Uffz lenkt doch nur ab.
    Soldaten mit Uffz werden verheizt, das ist die Aufgabe des Uffz. Besser sie agieren intelligent und ohne Rangabzeichen. Das weißt Du doch Walze.



  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (14.11.2017)

  8. #50
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
    Registriert seit
    03.05.2010
    Ort
    Nahe Nordküste Deutschlands
    Beiträge
    28.685
    Danke
    39.060
    Thanked 11.509 Times in 7.551 Posts

    Standard

    [QUOTE=Verbalwalze;973166]...............Und die meisten werden eben sehr wohl angemessen zu Ihrer Leistung bezahlt..................
    Gruß Verbalwalze[/QUOTE

    Um diese Aussage zu stützen, müßtest Du exakt den konkreten Leistungsanteil jedes Einzelnen bestimmen können. Das ist jedoch in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft unter den Bedingungen zunehmender Automation fast unmöglich. Und wenn der staatliche Überbau zusätzlich die Wettbewerbsbedingungen verzerrt, internationale Arbeitsteilung zu völlig unterschiedlichen Wertschöpfungsverhältnissen führt, ist die Sache gänzlich utopisch.

  9. #51
    Politopia-Haudegen Avatar von Verbalwalze
    Registriert seit
    28.12.2009
    Beiträge
    9.777
    Danke
    798
    Thanked 5.170 Times in 3.292 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    ...............Und die meisten werden eben sehr wohl angemessen zu Ihrer Leistung bezahlt..................
    Gruß Verbalwalze
    Um diese Aussage zu stützen, müßtest Du exakt den konkreten Leistungsanteil jedes Einzelnen bestimmen können. Das ist jedoch in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft unter den Bedingungen zunehmender Automation fast unmöglich. Und wenn der staatliche Überbau zusätzlich die Wettbewerbsbedingungen verzerrt, internationale Arbeitsteilung zu völlig unterschiedlichen Wertschöpfungsverhältnissen führt, ist die Sache gänzlich utopisch.
    Das müsstest Du übrigens auch tun, um die Aussage zu widerlegen.
    Aber man muss ja nicht so weit schweifen, es reicht ja nahes zu vergleichen und da passt es weitgehend, außer es geht um Finanzkram.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  10. #52
    Politopia-Haudegen Avatar von Verbalwalze
    Registriert seit
    28.12.2009
    Beiträge
    9.777
    Danke
    798
    Thanked 5.170 Times in 3.292 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen


    Ach was, der Uffz lenkt doch nur ab.
    Soldaten mit Uffz werden verheizt, das ist die Aufgabe des Uffz. Besser sie agieren intelligent und ohne Rangabzeichen. Das weißt Du doch Walze.


    Mann, Bud, nur lustige Smileys verteilt und ich weiß nicht einmal, ob Du diese Deine Aussage ernst meinst. Vermutlich nicht.
    Merke Dir, wirklich lustig ist es nur, wenn auch der politische Gegner lacht, da müsstest Du hier noch gewaltig nachlegen.
    Habe jetzt keine Lust bierernst auf Scherzbeiträge zu antworten, bin aber wurstig angefressen wegen des Ablenkungsmanövers.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  11. #53
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
    Registriert seit
    03.05.2010
    Ort
    Nahe Nordküste Deutschlands
    Beiträge
    28.685
    Danke
    39.060
    Thanked 11.509 Times in 7.551 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Das müsstest Du übrigens auch tun, um die Aussage zu widerlegen...................Gruß Verbalwalze
    Muss ich eben nicht, denn die Praxis des Lebens zeigt deutlich, dass es eine an die konkrete Leistung angepasste Vergütung nicht gibt. Weder bei abhängig Beschäftigten, noch bei Selbständigen. Und leistungslose Einkommen überwiegen deutlich in allen moderneren Staaten. Der Teil der noch produktiv oder mittelbar produktiv arbeitenden Bevölkerung wird schamlos ausgeplündert.

  12. #54
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
    Registriert seit
    05.10.2013
    Ort
    Mit Blick auf den Würmsee
    Beiträge
    6.324
    Danke
    3.478
    Thanked 4.634 Times in 2.645 Posts

    Standard

    Darf ich fragen, was Du unter "leistungslos" und "produktiv" verstehst?

    Wenn ich einen Papierflieger falte, ist das produktiv. Wenn ich jemandem erkläre, wie das geht, und seine Arbeit überwache, ist das dann leistungslos? Ich verstehe diese kommunistischn Begriffe nicht. Für mich in meiner kapitalistischn Einfalt wäre es sogar produktiv, würde ich bei Facebook für den Papierflieger werben und ohne eigene Fingerfertigkeit die produktion ankurbeln.
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  13. #55
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
    Registriert seit
    11.02.2011
    Beiträge
    19.641
    Danke
    20.510
    Thanked 14.386 Times in 8.388 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen, was Du unter "leistungslos" und "produktiv" verstehst?

    Wenn ich einen Papierflieger falte, ist das produktiv. Wenn ich jemandem erkläre, wie das geht, und seine Arbeit überwache, ist das dann leistungslos? Ich verstehe diese kommunistischn Begriffe nicht. Für mich in meiner kapitalistischn Einfalt wäre es sogar produktiv, würde ich bei Facebook für den Papierflieger werben und ohne eigene Fingerfertigkeit die produktion ankurbeln.
    ...kommunistische Begriffe.... ...sind es doch gar nicht. Und vllt denkst du da einfach zu kompliziert.

    Es gibt Berufe, da stellen Menschen ein Produkt her und andere haben eher organisatorischen Charakter. Jeder von denen erbringt natürlich eine Leistung aber nur einer ist laut Bedeutung des Wortes "produktiv". Es ist keine Wertung, sondern es differenziert.

    Und bei dieser etwas abschweifenden Thematik hat der Kater im Prinzip auch recht. Viele unserer Löhne orientieren sich nicht an der erbrachten Leistung oder der Produktivität, sondern orientieren sich zB am Angebot: Arbeitssuchender und der Nachfrage: offene Stellen.

    Ich hab das als Beispiel gewählt, weil wir es in den letzten Jahren (ca 20) beobachten durften. Wir hatte eine hohe Arbeitslosigkeit. Wir kennen die Meldungen heute. So viel sozialversicherungspflichte Beschäftigte wie nie....aber in was für Jobs und teilweise auch "in wie viel"? Auch da kennen wir die Statistiken. Das heißt, Menschen nehmen eher schlecht bezahlte Job an, als Arbeitslos zu sein.
    Und ANs werden gebraucht. Schauen wir da in die Nachrichten, finden wir Fachkräftemangel und sogar schon Forderungen nach besseren Löhnen. <- is ein guter (3 Seiten)Artikel der SZ...

    Und letztlich aus einem erhaltenen Lohn den Anteil zu berechnen, den ein einzelner, in einer schier unüberschaubaren Kette von Profiteuren eines hergestellten Produktes oder einer stattgefundenen Dienstleistung, erbracht hat, ist natürlich irgendwie möglich, nur wird das eine nie das andere wirklich widerspiegeln.

    Wenn nun jemand fordert, dass die erbrachte Arbeitsleistung eben so vergütet werden soll, dann ziehen zwangsläufig die organisatorischen Berufe den kürzeren. Wie will man denn Briefzusteller nach produktiv erbrachter Leistung bezahlen? Sie stellen nichts her, sie stellen ein Produkt, an dem sie keinen Anteil haben nur zu. Und der Fließbandmonteur bei Frau W. in Wolfshausen, der das Armaturenbrett einbaut....da gehts schon los. Gewerkschafter oder Zeitarbeiter...aber gut..welchen Anteil hat seine Arbeit (produktiv)....

    Die Walze argumentiert hier echt platt.

    ...aber das kann man ja in "Löhne" mal unter die Lupe nehmen.....
    Geändert von gun0815 (15.11.2017 um 19:59 Uhr)
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (16.11.2017)

  15. #56
    Politopia-Haudegen Avatar von ArgoNaut
    Registriert seit
    05.10.2013
    Ort
    Mit Blick auf den Würmsee
    Beiträge
    6.324
    Danke
    3.478
    Thanked 4.634 Times in 2.645 Posts

    Standard

    Ich bezog mich auf des Katers Satz, der da lautete: "Weder bei abhängig Beschäftigten, noch bei Selbständigen. Und leistungslose Einkommen überwiegen deutlich in allen moderneren Staaten. Der Teil der noch produktiv oder mittelbar produktiv arbeitenden Bevölkerung wird schamlos ausgeplündert." Und da frage ich Dich, ob der Briefträger keine Leistung bringt, denn so klingt es beim Kater.
    Mir ist schon klar, dass zum Beispiel Aufsichtsräte in der Regel wenig Leistung erbringen, zumal sie meist nix merken, aber das und Vergleichbares ist ein kleiner Teil der Gesamtbevölkerung, die auch dann Leistung erbringt, wenn sie als Nachtwächter auf Monitore starrt, als Tontechniker eine dünne Stimme verkäuflich (!) macht oder als Werbetexter eine Zahnpasta aus der Versenkung holt, woraufhin wieder fleißige Hände die Maschinen bedienen, die die Tuben füllen.

    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  16. #57
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
    Registriert seit
    11.02.2011
    Beiträge
    19.641
    Danke
    20.510
    Thanked 14.386 Times in 8.388 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Muss ich eben nicht, denn die Praxis des Lebens zeigt deutlich, dass es eine an die konkrete Leistung angepasste Vergütung nicht gibt. Weder bei abhängig Beschäftigten, noch bei Selbständigen....... Und leistungslose Einkommen überwiegen deutlich in allen moderneren Staaten. Der Teil der noch produktiv oder mittelbar produktiv arbeitenden Bevölkerung wird schamlos ausgeplündert.
    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich auf des Katers Satz.....
    Mir ist schon klar, dass zum Beispiel Aufsichtsräte in der Regel wenig Leistung erbringen, zumal sie meist nix merken, aber das und Vergleichbares ist ein kleiner Teil der Gesamtbevölkerung, die auch dann Leistung erbringt, wenn sie als Nachtwächter auf Monitore starrt, als Tontechniker eine dünne Stimme verkäuflich (!) macht oder als Werbetexter eine Zahnpasta aus der Versenkung holt, woraufhin wieder fleißige Hände die Maschinen bedienen, die die Tuben füllen.

    Ich hab ml das Originalzitat mit rein geholt.

    Kater stellt zuerst fest, dass es heute weder bei Selbstständigen noch bei Angestellten eine an die Leistung angepasste Vergütung gibt. Also so wie die Walze das gern hätte. Der zweite Teil begründet. Denn die porduktiv tätigen werden weniger, was ua. der Automation oder anderen Gründen geschuldet ist.

    Kurz, unsere Wirtschaft verlagert sich von der Herstellung (produktiv) von Produkten, hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Das passiert schon seit einiger Zeit. Ein Leistungsloses Einkommen, also ein Gehalt, dass nicht mit der Herstellung eines Produktes zu tun hat, is per se nichts schlechtes. Es heißt auch nicht, dass die Menschen keine Leistung, im Sinn von nix tun, erbringen.

    In unserem wirtschaftlichen Konstrukt basiert aber so gut wie alles auf den Wert eines Produktes. Außer.....und genau da sind wir bei seiner Kritik. Denn eigentlich kann niemand Millionen Boni für Manager, die nicht einen Handgriff am Produkt selbst getätigt haben, erklären. Oder deren Monatslöhne, von denen einer ausreicht, dass sie das Auto, dass die Firma herstellt, bar bezahlen können.

    Die Verhältnismäßigkeiten sind es, die verschoben sind. Das ist dann auch das Resümee, dass eben produktive ANs durch solch Verschiebung ausgebeutet werden. Und das durch Menschen, deren Leistung am Produkt nicht erkennbar ist.

    Oder schau auf Banker. Nicht nur, dass sie agieren, als gäbe es keinen Anstand mehr, sie haben sogar einen Markt fast zerstört und trotzdem im Gros abkassiert..... Auf Grund welcher Leistung?

    Oder nehmen wir mal VW. Die Administration bescheißt Kunde und Staat, richtet einen Imageschaden an, lösen Strafzahlungen aus und produzieren Zusatzkosten aber werden belohnt? Auf Grund welcher Leistung?

    So verstehe ich den Kater. Falls er es anders meint, wird er mir sicher widersprechen und sich dann richtig erklären.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  17. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (16.11.2017), Konrad (16.11.2017)

  18. #58
    Individuum Avatar von Diogenes2100
    Registriert seit
    08.02.2011
    Beiträge
    21.535
    Danke
    6.874
    Thanked 20.515 Times in 10.909 Posts

    Standard

    Ich würde bei Managern oder Investmentbankern nicht wirklich von leistungslosen Einkommen reden, sondern von teils vollkommen überzogenen, unverhältnismäßigen Bezügen.
    Leistungslose Einkommen sehe ich eher dort, wo Menschen "das Kapital arbeiten lassen". Also bei Zinseinkünften, Gewinnen aus Aktien, Finanzgeschäften oder Immobilien, wo die Verwaltung der Aktien/Immobilien einer anderen Gesellschaft übertragen wurde.
    Wenn Jesus zu Zeiten des Radikalenerlasses gewirkt hätte, hatte er nicht mal Postbote werden können - dieser linksradikale Sozialromantiker

  19. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (16.11.2017), grauer kater (16.11.2017), gun0815 (16.11.2017), Konrad (16.11.2017)

  20. #59
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
    Registriert seit
    22.12.2009
    Beiträge
    10.154
    Danke
    5.530
    Thanked 10.302 Times in 5.145 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    ...

    Die Verhältnismäßigkeiten sind es, die verschoben sind. Das ist dann auch das Resümee, dass eben produktive ANs durch solch Verschiebung ausgebeutet werden. Und das durch Menschen, deren Leistung am Produkt nicht erkennbar ist.

    ...
    Ja ja, ist schon Recht. Aber dieses Gekrittel an den Symptomen wird der Oktoberrevolution einfach nicht gerecht. Es muss doch darum gehen den Kapitalismus zu überwinden und nicht darum an ihm herumzudoktern, oder ? Zumal dieses herumdoktern immer zum Scheitern verurteilt ist. Wie will man das System überwinden, wenn man sich ihm unterwirft und in seinen Kategorien denkt ? Dann hat es schon gewonnen.

  21. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (16.11.2017)

  22. #60
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
    Registriert seit
    11.02.2011
    Beiträge
    19.641
    Danke
    20.510
    Thanked 14.386 Times in 8.388 Posts

    Standard

    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ja ja, ist schon Recht. Aber dieses Gekrittel an den Symptomen wird der Oktoberrevolution einfach nicht gerecht. Es muss doch darum gehen den Kapitalismus zu überwinden und nicht darum an ihm herumzudoktern, oder ? Zumal dieses herumdoktern immer zum Scheitern verurteilt ist. Wie will man das System überwinden, wenn man sich ihm unterwirft und in seinen Kategorien denkt ? Dann hat es schon gewonnen.
    Wir sollte klar unterscheiden, ob wir das gesellschaftliche Zusammenleben oder ein Wirtschaftssystem diskutieren. Gesellschaftlich praktizieren wir doch keinen Kapitalismus! Nur unsere Wirtschaft fußt auf diesem. Natürlich in unterschiedlicher Ausprägung, denn "Kapitalismus" per se ist nie eins zu eins im Realen umsetzbar. Es beschreibt nur ein Grundfunktionsprinzip.

    Und ja, es würde eine Entwicklung auch in Kapitalismus geben, wenn diese nicht an eben dieses Grundprinzip gebunden wäre.

    Im Grund ist er aber so starr, dass er wirkliche Verbesserungen, von denen so gut wie alle prosperieren, nicht generiert. Und zwar aus sich selbst heraus. Ein Beispiel soll das verdeutlichen.

    Lohngerechtigkeit

    Wieviele, laut den Gesetzmäßigkeiten kapitalistischer Funktionsprizipien, Vorstände, Aufsichtsräte, Manager oder Unternehmensvorstände würden ihr Gehalt nach untern korrigieren, um eben jene Lohngerechtigkeit herzustellen? Also das Verhältnis vom geringsten Verdiener zum höchsten Gehalt wieder herzustellen.

    Müßten nicht Zinseinnahmen verboten werden? Denn sie widersprechen jedem propagierten Leistungsanspruch, der in Industrie und Produktion immer gern als Argument herhalten muß. Nochdazu verzerrt es den Wert des Geldes. Denn Geld, dass lediglich durch sich selbst generiert und vermehrt, dem liegt kein wertiges/greifbares Produkt zu Grunde, sondern oft nur die Spekulation über dessen theoretischen Wert.

    Systeme kann man überwinden oder man gestaltet sie einfach. Letzteres sollte so schnell wie möglich passieren, denn die nächsten Wertvernichtungen werden kommen (Finanzkrisen). Viele werden dabei ärmer, wenige reicher. Und nach solch Krisen fängt prinzipiell alles genau wieder von vorn an. ....ein Teufelskreis, den es endlich zu durchbrechen gilt.

    Das geht aber nur, wenn man sich des massiven Widerstandes der "Reichen" erwehren kann. Die sind nämlich ua. daran Schuld, dass Geld nicht mehr das ist, was es mal war. Viel zu viel davon wird dem Kreislauf entzogen, für den es mal gedacht war. Anlagen, Wertschöpfung durch wilde Spekulation oder eben Blasen, die künstlich Geld in Massen in diverse Töpfe spülen aber für das keien Verantortugn übernommen wird, wenn die Sache mal in die Hose geht. Dann werden real verlorene Geldwerte durch neue Schulden gedeckt, die man bei den Profiteuren und Erzeugern solcher Blasen nimmt und es geht von vorn los, nur mit verschobenen Vorzeichen.

    Irre ist das! Und unterwerfen muß sich auch keiner. Arrangieren wäre hier die bessere Wortwahl. Und wie gut das funktioniert, zeigen doch unsere Panama-Paradies-Paper...in denen lediglich Menschen und Firmen aufgelistet werden, die legale Methoden nutzen, um ihre Gewinne zu optimieren. Moralisch bedenklich, sozial voll für den Arsch aber legal.
    Wer ist denn überhaupt in solchen Dingen anzuprangern? Die Nutznießer oder die Erschaffer solcher Steuerparadiese? Die Antwort ist einfach. Keiner von beiden. Schuld ist der Souverän, der es einfach nicht gebacken bekommt, sich eine richtige Regierung zu wählen, diese auch zu kontrollieren und Entscheidungen zu hinterfragen. Wenn es diese Ideal-Souverän geben würde, dann hätten Politiker wieder Respekt vor ihren Wählern und nicht so wie heute. Kein deutsches Mitglied des Bundestages muß doch fürchten, von Souverän wegen schlechter Leistung gefeuert zu werden. Sie übernehmen ja nicht mal Verantwortung für wirklich falsche Entscheidungen und/oder Taten.

    Aber letztlich brauchst du doch nur mal zu schauen, wie Menschen behandelt werden, die ernsthaft die Abschaffung des Kapitalismus fordern. Da kann man schon mal Parallelen zur Inquisition ziehen....nur die physische Verbrennung wurde durch eine ideologische ersetzt.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  23. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (16.11.2017), grauer kater (16.11.2017)

Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Über uns
Politopia.de - Das Diskussionsforum. Du interessierst dich für Politik oder ein anderes Themengebiet, wünschst dir gepflegte Umgangsformen aber eine durchaus harte inhaltliche Diskussion? Dann bist du hier bei uns genau richtig und unter Freunden.
Politopia Social