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Thema: Trump beabsichtigt Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen

  1. #1
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Standard Trump beabsichtigt Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen

    Donald Trump lässt keinen Fehler aus. Und auch keine Kehrtwende der Politik. Alles, was seine Vorgänger einst beschlossen haben, scheint per se zu Fall gebracht werden zu müssen, um der eigenen Präsidentschaft einen unverkennbares Profil - und sei es auch das des größten Morons, der je das Weisse Haus bewohnte - aufzudrücken.
    Wie ein trotziges Kind macht Trump alles, von dem ihm seine Berater dringendst abraten und verkauft es sich selbst und anderen dann als besondere Leistung, sich gegen die Vernunft entschieden zu haben.

    Die Diplomaten in seinem Aussenministerium sehen das vermutlich mit recht gemischten Gefühlen: immerhin werden ihnen von Trump damit ein paar Zielscheiben auf den Anzug gepinselt, denn es ist nicht anzunehmen, dass sich die arabische Welt davon abhalten lässt, unmissverständlich mitzuteilen, was von dieser diplomatischen Dummheit zu halten ist.

    Ankündigung aus dem Weißen Haus
    Trump wird Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen


    Die USA wollen Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen - diese Entscheidung werde Präsident Trump im Laufe des Mittwochs bekannt geben, heißt es aus dem Weißen Haus. Eine Verlegung der US-Botschaft solle folgen.
    Geändert von Konrad (06.12.2017 um 13:55 Uhr)

  2. Folgende 8 Benutzer sagen Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (06.12.2017), ArgoNaut (06.12.2017), dieterbruno (06.12.2017), family (06.12.2017), gun0815 (06.12.2017), komakino (06.12.2017), wudi (06.12.2017), Zippo (06.12.2017)

  3. #2
    Politopia-Urgestein Avatar von gun0815
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    Das bestätigt nur meine VT, dass Trump ein Abschußkandidat ist, der Rechtfertigung für die nächsten Aktionen liefern soll. Es wird scheinbar billigend in Kauf genommen....

    Aber zurück zur Realität. Ja, diese Aussage ist nicht nur kontraproduktiv, sie auch erbärmlich. Denn sie mischt sich in eine innere Angelegenheit ein, die noch nicht mal vollzogen ist. Sie deutet also schon einen Schritt an, der erst erfolgen kann, wenn andere etwas tun, was sie zZ noch als Option sehen.

    Mal davon ab, dass dies strategisch völliger Dummfug ist. Was wären denn die Konsequenzen?
    Bar jeglicher Strategie wird hier taktiert. DAS ist es, was Trump und seine Amtszeit auszeichnet....auszeichnen wird.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

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    Konrad (06.12.2017), Zippo (06.12.2017)

  5. #3
    . Avatar von Anouk
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    Ich habe das gestern Abend mit Entsetzen gelesen und dachte, dass es im Nahostkonflikt leider viel zu viele Idioten gibt - aber Trump ist unzweifelhaft das größte Trampeltier von allen.
    Leider traue ich ihm zu, dass er das aus Kalkül macht: gezielte Provokation, um genau die Reaktionen hervorzukitzeln, die er haben will, um seinen unmittelbar zuvor gerichtlich bestätigten Einreiseban für Bürger von sechs muslimischen Staaten möglichst rasch auf andere Länder ausweiten und sagen zu können: seht Ihr, alles Terroristen, ich hatte recht!

    Die Sicherheit der Menschen in der Region und nicht zuletzt die seiner eigenen Diplomaten scheint ihm völlig egal zu sein. Der Mann ist nicht nur atemberaubend töricht, sondern vor allem gefährlich. Für andere lebensgefährlich. Aber das hatten wir ja schon andernthreads.
    "Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)



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  7. #4
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    ...
    Mal davon ab, dass dies strategisch völliger Dummfug ist. Was wären denn die Konsequenzen?
    ...
    Die Konsequenz ist eine weitere Destabilisierung der Region und eine Erhöhung der Kriegsgefahr mit Iran. Es wäre Zeit (schon lange) dass die EU ein paar antiamerikanische Sanktionen beschließt, ähnlich denen gegen Russland, weil die Amis den Frieden und das friedliche Zusammenleben in Europa gefährden - wesentlich mehr als die Russen das tun. Bei solchen Aktionen sehe ich nicht den Charakter von Trump und schiebe die Folgen auf dessen Person. Er handelt schließlich als amerikanischer Präsident und somit als USA. Es ist mir völlig egal ob er bekloppt ist. Das ist ein amerikanisches Problem. Das europäische Problem ist eine USA die Europa den Kittel anzündet und Transatlantiker die diesen Mist schönreden und nur Putin, Putin, Putin schreien. Europa muss einfach anders auftreten und sich durchaus ein wenig den Russen und China zuwenden, damit es auch weh tut. Ansonsten wäre alles was gemacht wird nur lächerlich.

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  9. #5
    Politopia-Urgestein Avatar von gun0815
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Die Konsequenz ist eine weitere Destabilisierung der Region und eine Erhöhung der Kriegsgefahr mit Iran. Es wäre Zeit (schon lange) dass die EU ein paar antiamerikanische Sanktionen beschließt, ähnlich denen gegen Russland, weil die Amis den Frieden und das friedliche Zusammenleben in Europa gefährden - wesentlich mehr als die Russen das tun. Bei solchen Aktionen sehe ich nicht den Charakter von Trump und schiebe die Folgen auf dessen Person. Er handelt schließlich als amerikanischer Präsident und somit als USA. Es ist mir völlig egal ob er bekloppt ist. Das ist ein amerikanisches Problem. Das europäische Problem ist eine USA die Europa den Kittel anzündet und Transatlantiker die diesen Mist schönreden und nur Putin, Putin, Putin schreien. Europa muss einfach anders auftreten und sich durchaus ein wenig den Russen und China zuwenden, damit es auch weh tut. Ansonsten wäre alles was gemacht wird nur lächerlich.
    Sehe ich ähnlich.
    Hier geht es um globale Sicherheit...letztlich. Da können die Europäer (leider gibt es DIE nicht), wenn sie wirklich wollten, einwirken.
    Die USA ist und bleibt abhängig von Importen, da beißt die Maus kein Faden ab.
    Und Gründe für Sanktionen, die ja Mittel der Wahl westlicher Länder sind, um östlich/russisch/islamisch geprägte Länder zu disziplinieren, findet man genug.

    Allein schon eine Drohung in diese Richtung könnte Effekte in den USA haben. ...passiert aber nicht. Bisher! Und wenn sich in den nächsten ein/zwei Jahre nichts tut, dann kannst du dir sicher sein, dass man genau auf Transatlantikerlinie ist. Das ist ja meine Befürchtung.

    Und auch was das Putin Gebrüll angeht stimm ich dir zu. Mein Eindruck ist zZ eher, dass Vlad genüßlich die Situation in einem gemütlichen Sessel verfolgt und vor lachen wohl seinen Wodka verschüttet, bevor er ihn trinken kann.

    Die Führung der USA haben schon immer den Frieden in Gefahr gebracht, nie haben sie Frieden gebracht! Sie haben keinen Krieg, den sie teils mit zweifelhaften Argumenten begründet haben, seit dem 2.WK gewonnen. Dazu haben sie mit ihrer egomanen Außenpolitik mehr Chaos verursacht, als beseitigt.

    Trump oder vielmehr die Regierung der USA sind zZ nicht Handlungsfähig. Es müßte einen Cut geben und eine Koalition der Vernunft sollte diesen Clown dahin zurück schicken, wo er hergekommen ist. Ab in die Gosse, zurück zu seinen Golfkumpanen und seinem maroden Firmenkonstrukt. Am besten aber vor Gericht und danach in die Insolvenz mit Grundsicherung und Obamacare!
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

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  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (06.12.2017)

  11. #6
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    Trumps Entscheidung ist nur konsequent. Die USA haben, neben Mexiko und Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Deutschland, Japan usw. Palästina nicht anerkannt. Von den starken westlichen Ländern also quasi gar kein Land. In Europa haben diese Länder Palästina anerkannt: Malta, Serbien, Albanien , Tschechien , Weißrussland , Ukraine , Rumänien, Bulgarien, Polen, Bosnien und Herzegowina , Montenegro, Island, Schweden. Das ist auch einer der Gründe, weshalb es in der UNO formal zu Kalamitäten kam, als Palästina die Patriarchengräber in Hebron als Weltkulturerbe vorschlug. Diesen Antrag kann nach Aktenlage nur ein allgemein anerkannter Staat bei der UNO stellen.


  12. #7
    . Avatar von Anouk
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Trumps Entscheidung ist nur konsequent. Die USA haben, neben Mexiko und Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Deutschland, Japan usw. Palästina nicht anerkannt. (..)
    Konsequent idiotisch ist die Entscheidung. Gerade im Nahostkonflikt ist Politik vor allem eine Frage des Fingerspitzengefühls. Diese Frage braucht man bei Trump nicht mehr zu stellen.
    "Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)



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    ArgoNaut (06.12.2017), wudi (06.12.2017)

  14. #8
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Wie ein trotziges Kind macht Trump alles, von dem ihm seine Berater dringendst abraten und verkauft es sich selbst und anderen dann als besondere Leistung, sich gegen die Vernunft entschieden zu haben.
    Genau genommen ist es nicht Trumps Entscheidung, sondern die des Repräsentantenhauses und des Senats, die 1995 beide mit überwältigender Mehrheit den Jerusalem Embassy Act verabschiedeten. Er kam bloß nie zur Anwendung, da die bisherigen Präsidenten immer wieder von ihrem Recht Gebrauch machten, die Angelegenheit um sechs Monate zu verschieben. Der Hauptgrund dafür war offenbar, dass sie durch eine solche Festlegung ihre Rolle als neutrale Vermittler aufgeben würden.

    Trump sieht sich eher in der Rolle des ungeduldigen "Dealmakers", für den festgefahrene Langzeitverhandlungen inakzeptabel sind. Wenn sich keine der unmittelbaren Konfliktparteien bewegt, dann muss er sich eben bewegen in der Hoffnung, dass es wieder Dynamik in die Verhandlungen bringt. Mag sein, dass dieser Stil auf anderen Gebieten manchmal funktioniert, aber den Nahostkonflikt wird er damit nicht knacken. Es geht schließlich nicht um ein paar schnelle Immobiliendeals, sondern um Jahrzehnte alte hochemotionale Ansprüche mit ebenso langer Konflikthistorie.

    Dass ein Botschaftsumzug der USA die ganze Region destabilisiert, glaube ich aber eher nicht. Letztlich darf jeder Staat selbst seine Hauptstadt wählen und Israel hat sich bereits vor langer Zeit für Jerusalem entschieden und jegliche internationale Kritik ignoriert. Am Status quo ändert sich also nicht viel bis auf die Tatsache, dass die Neutralität der US-Administration in Frage gestellt wird.


  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu Zippo für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (06.12.2017)

  16. #9
    "curious to know" Member Avatar von family
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    Standard dump TRUMP

    Die "Schmeissfliege mit der Bombe" platt zu machen ist ihm zuwenig....
    Das geht waehrend dem Fruehstueck. Nun will er einen "neuen" Krieg im nahen Osten anzetteln.
    ! dump TRUMP !
    Nicht der Diamant an deinem Finger, sondern
    der Diamant in deiner Seele macht dich zu dem
    "wer" du bist.
    Man nennt "ihn" das Kind in dir.
    Verlier "es" nicht.

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    Anouk (06.12.2017), ArgoNaut (06.12.2017), grauer kater (06.12.2017)

  18. #10
    . Avatar von Anouk
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    Zitat Zitat von Zippo Beitrag anzeigen
    Genau genommen ist es nicht Trumps Entscheidung, sondern die des Repräsentantenhauses und des Senats, die 1995 beide mit überwältigender Mehrheit den Jerusalem Embassy Act verabschiedeten. Er kam bloß nie zur Anwendung, da die bisherigen Präsidenten immer wieder von ihrem Recht Gebrauch machten, die Angelegenheit um sechs Monate zu verschieben. Der Hauptgrund dafür war offenbar, dass sie durch eine solche Festlegung ihre Rolle als neutrale Vermittler aufgeben würden.
    Und exakt das haben sie nun getan. Die zu erwartenden gewalttätigen Reaktionen werden jetzt wieder anti-arabische Ressentiments stärken. So dreht die Spirale sich weiter und weiter hoch.
    Haaretz hat das flligrane Gleichgewicht vor Jahren treffend kommentiert und analysiert.

    https://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.611018

    (Keine Ahnung, ob man beim Aufruf des Links via Desktop an der Paywall scheitert; so weit ich weiß, kann man bei Registrierung mehrere Artikel pro Monat gratis abrufen, aber auf dem Smartphone bekam ich ihn anstandslos auch ohne Registrierung in voller Länge angezeigt.)

    Es geht schließlich nicht um ein paar schnelle Immobiliendeals, sondern um Jahrzehnte alte hochemotionale Ansprüche mit ebenso langer Konflikthistorie.
    Das ist genau der Punkt.

    Dass ein Botschaftsumzug der USA die ganze Region destabilisiert, glaube ich aber eher nicht. Letztlich darf jeder Staat selbst seine Hauptstadt wählen und Israel hat sich bereits vor langer Zeit für Jerusalem entschieden und jegliche internationale Kritik ignoriert. Am Status quo ändert sich also nicht viel bis auf die Tatsache, dass die Neutralität der US-Administration in Frage gestellt wird.
    Das Auswärtige Amt warnt genauso vor Eskalationen wie das chinesische Außenministerium und andere. Meines Erachtens zu Recht - was Trump betreibt, ist Zündelei in Reinkultur.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1181959.html

    Die Reisehinweise auf den Seiten des AA wurden entsprechend aktualisiert.

    Zitat Zitat von family Beitrag anzeigen
    Nun will er einen "neuen" Krieg im nahen Osten anzetteln.
    Ob er das wirklich will, weiß ich nicht, family, dafür halte ich ihn für zu impulsiv wie ein Kleinkind.
    Aber er nimmt das in Kauf, um die USA und vor allem deren Waffenindustrie wieder "great again" zu machen. Innenpolitische Effekte wie die sicherlich von ihm beabsichtigte Ausweitung seiner Liste von Staaten mit Einreiseverboten sind vermutlich beabsichtigt.
    Na dann: Frohe und friedliche Weihnachten ...
    "Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)



  19. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Anouk für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (06.12.2017), family (06.12.2017), gun0815 (07.12.2017), Zippo (06.12.2017)

  20. #11
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    Wann hatten die USA das letzte mal eine neutrale Position im Nahostkonflikt?

    Insofern ändert sich durch die Trump-Entscheidung nichts,
    außer dass die schiere Lust an Gewalt bei der palästinensischen Elite einmal wieder öffentlich zutage tritt.


  21. #12
    Wildling Avatar von Uncas
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    Zitat Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
    Ich habe das gestern Abend mit Entsetzen gelesen und dachte, dass es im Nahostkonflikt leider viel zu viele Idioten gibt - aber Trump ist unzweifelhaft das größte Trampeltier von allen.
    Leider traue ich ihm zu, dass er das aus Kalkül macht: gezielte Provokation, um genau die Reaktionen hervorzukitzeln, die er haben will, um seinen unmittelbar zuvor gerichtlich bestätigten Einreiseban für Bürger von sechs muslimischen Staaten möglichst rasch auf andere Länder ausweiten und sagen zu können: seht Ihr, alles Terroristen, ich hatte recht!

    Die Sicherheit der Menschen in der Region und nicht zuletzt die seiner eigenen Diplomaten scheint ihm völlig egal zu sein. Der Mann ist nicht nur atemberaubend töricht, sondern vor allem gefährlich. Für andere lebensgefährlich. Aber das hatten wir ja schon andernthreads.
    Ja, Trump will eine selbsterfüllende Prophezeiung herbeiführen. Er will dort zündeln, um dann sagen zu können: "Ich hab euch doch gesagt, dass es da brennt."
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


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    Anouk (06.12.2017), ArgoNaut (06.12.2017), family (06.12.2017)

  23. #13
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
    (Keine Ahnung, ob man beim Aufruf des Links via Desktop an der Paywall scheitert; (...)
    Leider ja.
    Zitat Zitat von Anouk Beitrag anzeigen
    Das Auswärtige Amt warnt genauso vor Eskalationen wie das chinesische Außenministerium und andere. Meines Erachtens zu Recht - was Trump betreibt, ist Zündelei in Reinkultur.
    Wäre denn überhaupt irgendein Positionswechsel im Nahostkonflikt möglich, der keine sicherheitsgefährdende Reaktion hervorruft? Hätte Trump verkündet, er wolle aus Jerusalem endgültig eine geteilte Stadt machen hätte es doch genauso Reisewarnungen gehagelt.

    Soll heißen: Die unmittelbaren Reaktionen sagen nichts über den langfristigen Effekt aus. In diesem Fall gibt es letzteres wahrscheinlich gar nicht, weil es auf lange Sicht so bleiben wird, dass es für Jerusalem keine Lösung gibt, die beiderseits akzeptiert wird. Egal was UNO, USA oder sonstwer verkündet.


  24. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Zippo für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (06.12.2017), ArgoNaut (06.12.2017)

  25. #14
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Wann hatten die USA das letzte mal eine neutrale Position im Nahostkonflikt?

    Insofern ändert sich durch die Trump-Entscheidung nichts,
    außer dass die schiere Lust an Gewalt bei der palästinensischen Elite einmal wieder öffentlich zutage tritt.
    Das nennt man im allgemeinen "victim blaming", was du hier abziehst.
    Wenn Jesus zu Zeiten des Radikalenerlasses gewirkt hätte, hatte er nicht mal Postbote werden können - dieser linksradikale Sozialromantiker

  26. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (06.12.2017), grauer kater (06.12.2017)

  27. #15
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Das nennt man im allgemeinen "victim blaming", was du hier abziehst.
    Für Dich ist also derjenige das Opfer, der Gewalt anwendet,
    solange sich die Gewalt gegen Juden richtet
    und nicht das Opfer der Gewalt, das körperlichen Schaden nimmt?


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