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Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
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Thema: Trump beabsichtigt Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen

  1. #31
    Politopia-Methusalem Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Das europäische Problem ist eine USA die Europa den Kittel anzündet und Transatlantiker die diesen Mist schönreden und nur Putin, Putin, Putin schreien.
    Wer hat denn den wahnsinnigen Kittelanzünder angeschoben - schon wieder Putin. Wer hat in Frankreich die Le Pen angeschoben, in D die AfD und die Brexiteers ...
    Da reichen Deine drei Putins schon nicht mehr, ich brauche einen extra.
    Einem Übel dadurch auszuweichen, sich einem noch größeren Übel zu nähern ist eine Scheißstrategie.

    Zitat Zitat von BudSpencer
    Europa muss einfach anders auftreten und sich durchaus ein wenig den Russen und China zuwenden, damit es auch weh tut.
    Ist ja bekloppt, warum soll man was machen, was weh tut.
    Da will ich ganz bestimmt nicht hin, nicht mal näher dran.
    https://www.youtube.com/watch?v=7XhMyhMFhc8

    Zitat Zitat von BudSpencer
    Ansonsten wäre alles was gemacht wird nur lächerlich.
    Lieber was lächerliches, als was Schädliches.
    Vor allem sollten wir mal, so es geht unseren eigenen Laden aufräumen. Die Irren sind nicht nur in USA.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  2. #32
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    Zitat Zitat von Erol Taş Beitrag anzeigen
    Interessant ist, dass das US-Außenministerium nach der Trump Entscheidung Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen, seine eigene Diplomaten vor einem Aufenthalt in genau jener Stadt gewarnt hat.
    Interessant ist, dass die deutschen Leitmedien Trump zitieren, er habe gesagt, dass Jerusalem alleinige israelische Hauptstadt sei, er aber nur gesagt hat, dass sie Israels Hauptstadt sei. Die Eskalation des Konflikts findet durch die israelfeindliche Fraktion statt.

    Das war Trumps erste richtige Entscheidung seiner Amtszeit.

    Wenn Trump derzeit vor Reisen in die West Bank warnt, dann spricht das gegen die Israelkritiker und ihre Neigung zur und Verheerrlichung von Gewalt.


  3. #33
    Politopia-Urgestein Avatar von gun0815
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    ...und nun kommt Netti..."Alle Länder die Frieden wollen, sollten dem Beispiel der USA folgen"... So hat er sich wohl ausgedrückt.

    Und ich kann, in Anbetracht der geschichtlichen Entwicklung, die diese Region bis heute genommen hat, nicht nachvollziehen, wie man hier solch angekündigte Maßnahme auch noch gut heißen kann. Klar, was ist schon dabei. Wird eben eine besetzte Stadt mal schnell als Eigentum erklärt und die jetzigen Bewohner unerwünschter Ethnien zu Statisten in einem schmutzigen Spiel deklassiert.

    Da hätte auch die DDR erklären können, dass Berlin zur Gänze die Hauptstadt der DDR werden soll. Westberliner können gern bleiben, wenn sie wollen, wenn nicht, dann ab in die BRD.

    Nur was ist in Jerusalen? Wo sollen die dort noch lebenden Palästinenser hin? Es ist eine geteilte Stadt. Jeder, der in solch Situation etwas für sich beansprucht, handelt diktatorisch. Der Status ist nun mal nicht endgültig geklärt.

    Niemand scheint in der Lage zu sein, Israels Expansionspolitik international zu echten. Nicht nur die illegalen Siedlungen im Westjordanland machen einen Sinn, wenn dieses Gebiet den Palästinensern zusteht. Nun diese diplomatisch völlig dämliche Veröffentlichung der zukünftigen Pläne, die natürlich eine Reaktion hervorrufen. Und sie ziehen ja schon durch die Straßen und protestieren.

    Da ich aber noch nie erlebt habe, dass in diesem Konflikt etwas nicht grob geplant ist, denk ich auch hier an taktisches Geplänkel, welches seinen eigenen dynamischen Verlauf nehmen wird und am Ende diejenigen, die dies als Ungerecht empfinden, die bösen sein werden. Alle Länder, die wirklich Frieden wollen, sollten der USA folgen? .....auch das ist Kalkül von Netti. Mal davon ab, dass solch Aufforderung eine Frechheit und eine Widerwärtigkeit zugleich ist, weil sie nicht mal im Ansatz an die Meschen denkt, die Menschen mit involviert, die in dem Teil der Stadt wohnen, der dann annektiert wird.

    Für mich ist jeder, der in dieses Horn bläst, ein Mensch, der Tote wie selbstverständlich in Kauf nimmt. Und was ich von solchen Menschen halte, dass behalte ich mal für mich, denn hier ist nicht der Ort solch Wörter zu benutzen.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (07.12.2017)

  5. #34
    Politopia-Urgestein Avatar von gun0815
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    Für mich ist jeder, der die Töter zu Opfern umdefiniert, ein Freund des Tötens.
    Deine Pauschalisierung, dass die Palästinenser alle "Töter" sind, ist ebenso widerwärtig. Du hast deine Meinung, die ich nicht mal im Ansatz teile. Und deine Beleidigungen und Unterstellungen kannst du auch gern für dich behalten....wie diene Meinung.

    Interessieren würde mich aber schon, was du denkst, was jetzt mit den Bewohnern der anderen Hälfte dieser Stadt werden soll. Mach doch mal einen Vorschlag, der nicht diskriminierend ist.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

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    grauer kater (07.12.2017)

  7. #35
    Politopia-Urgestein Avatar von gun0815
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    Im Radio hörte ich grad Reaktionen aus Saudi Arabien. Die werden dem Trump nicht gefallen. Sind doch seine Freunde oder nicht?
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (07.12.2017)

  9. #36
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Wer hat denn den wahnsinnigen Kittelanzünder angeschoben :::
    Einem Übel dadurch auszuweichen, sich einem noch größeren Übel zu nähern ist eine Scheißstrategie.
    Stell ich Dir einfach mal auf umstritten, was Du ja auch gerne machst, wer der größere Kittelanzünder ist. Für mich sind es die USA.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ist ja bekloppt, warum soll man was machen, was weh tut.
    Da will ich ganz bestimmt nicht hin, nicht mal näher dran.
    ...
    Mit dem Komiker Kalkdingens kannst Du keinen Blumentopf gewinnen. Schließlich sind Präsident Putin und Präsident Xi Jinping die beiden einzigen, die Präsident Trump etwas entgegen setzen können - und das auch machen.
    Da können wir ruhig etwas dichter dran, wenn es den Trumpel erschreckt.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Lieber was lächerliches, als was Schädliches.
    Vor allem sollten wir mal, so es geht unseren eigenen Laden aufräumen. Die Irren sind nicht nur in USA.
    ...
    Schädlich ist es auch die USA in unserem Hinterhof marodieren zu lassen. Den eigenen Laden aufzuräumen ist immer eine gute Idee.

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    grauer kater (07.12.2017)

  11. #37
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Moderated Message:
    Ich soll von meinem Alter Ego ausrichten, dass Spam und Trash kommentarlos gelöscht wurde und wird.

  12. #38
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Interessieren würde mich aber schon, was du denkst, was jetzt mit den Bewohnern der anderen Hälfte dieser Stadt werden soll. Mach doch mal einen Vorschlag, der nicht diskriminierend ist.
    Warum sollte das Leben der Bewohner im Ostteil der Stadt davon berührt sein, wenn im Westteil der Stadt die US-Botschaft eröffnet wird?
    Sie werden, wie bisher, dort ihre Geschäfte machen und einen Teil davon ganz offiziell unter Duldung Israels an ihre Verwandten im Palästinenserstaat Jordanien weiter leiten.
    So wie sie das seit Jahrzehnten tun.


  13. #39
    Politopia-Urgestein Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen


    Ist ja bekloppt, warum soll man was machen, was weh tut.
    Da will ich ganz bestimmt nicht hin, nicht mal näher dran.
    https://www.youtube.com/watch?v=7XhMyhMFhc8

    Mal ehrlich Walze, wer wird so naiv sein mit Trump Vertraege abzuschliessen? Man muss ja Putin nicht moegen, nur ist er im Vergleich mit Trump das kleinere Uebel.







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



  14. #40
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Im Radio hörte ich grad Reaktionen aus Saudi Arabien. Die werden dem Trump nicht gefallen. Sind doch seine Freunde oder nicht?
    Noch,aber wie lange noch??
    Trump ist ein notorischer Zündeler,der so lange Flämmchen fabriziert,bis der Großbrand da ist.
    Ist das Ganze vielleicht doch nur eine Promotion für die amerikanische Waffenindustrie??????

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu Seifert für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (08.12.2017)

  16. #41
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Zitat Zitat von Seifert Beitrag anzeigen

    [...]

    Ist das Ganze vielleicht doch nur eine Promotion für die amerikanische Waffenindustrie??????
    Das war die erste rationale Erklärung, auf die ich gekommen bin, ...

    ... die zweite war Futter für sein Wahlvolk und für seine Geldgeber.

    Das war es dann auch mit der Ratio. Wenn Trumps Geldgeber dann noch in der Waffenindustrie sitzen, wird die Sache mit der Ratio erst richtig rund.
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  17. Folgender Benutzer sagt Danke zu Wieben Klas für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (08.12.2017)

  18. #42
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Nur was ist in Jerusalen? Wo sollen die dort noch lebenden Palästinenser hin? Es ist eine geteilte Stadt. Jeder, der in solch Situation etwas für sich beansprucht, handelt diktatorisch. Der Status ist nun mal nicht endgültig geklärt.
    Aber das tun die Israelis doch schon seit ihrer Staatsgründung und seit 1980 ist auch Ost-Jerusalem unter israelischer Verwaltung, auch wenn die internationale Gemeinschaft die Annexion größtenteils nicht anerkannt hat. Genauso wenig wie der damalige Abzug fast aller diplomatischen Botschaften nach Tel Aviv irgendwas verändert hat, wird auch der Umzug einer einzelnen Botschaft nach Jerusalem nichts am komplizierten Status ändern. Für die ost-jerusalemer Bevölkerung bedeutet es lediglich, dass die Verhältnisse der letzten 37 Jahre bis auf Weiteres beibehalten werden.
    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Niemand scheint in der Lage zu sein, Israels Expansionspolitik international zu echten.
    Ächt jetzt, eigentlich könnte Trump nun, nachdem er in Vorleistung gegangen ist, die Israelis zur Räumung einiger illegaler Siedlungen auffordern. Macht er wahrscheinlich leider nicht, aber vielleicht profitiert sein Nachfolger davon mit der Androhung einer Revision was die US-Haltung zu Jerusalem betrifft drohen zu können. So wahnsinnig optimistisch bin ich da aber nicht, erst recht nicht vor dem Hintergrund der politischen Radikalisierung in Israel.


  19. #43
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Das ist aber ein "Challenge", wie es so schön heißt. Das Manöver muss ich Dir also von "würde" auf "würde versuchen" downgraden.
    Und bei Trump glaube ich nicht, dass das zieht, jemandem, der prinzipiell keine Überzeugungen hat kannst Du auch gar keine neuen beibringen. Du könntest versuchen, Dich auf seine Art von Deal einzulassen, aber da geht dann auch nichts vernünftiges mehr.
    Beim Trump muss man abwettern, auf den Boden legen, warten bis das Unwetter vorüber ist, danach aufräumen.
    Die USA bestehen nicht aus Trump allein, sondern die Beziehungen in dieses Land sind mannigfaltig.Im Gegensatz zu Angela hat er allerdings wirklich nur eine Amtsdauer von maximal 8 Jahren und im besten Falle von 4 Jahren.Wenn die Kongresswahlen vorüber sind befindet er sich vielleicht schon im Standby-Modus.

    Diplomatie (Überzeugung) bedeutet Arbeit und Zeit und darum sollte man ihn und seinen Stab beschäftigen, bis die Sonne wieder heller scheint.Das ist kein Allheilmittel, aber mehr als nichts.

  20. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (08.12.2017), Seifert (08.12.2017)

  21. #44
    Politopia-Methusalem Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich Walze, wer wird so naiv sein mit Trump Vertraege abzuschliessen? Man muss ja Putin nicht moegen, nur ist er im Vergleich mit Trump das kleinere Uebel.
    Da könntest Du sogar recht haben, aber nur weil wir so schön weit weg von ihm sind. Der Trump ist deswegen so schlimm, weil er in unserem Team ist. Unter China und Russland ist er nur ein weiterer Raufbold. Und möglicherweise nur ein Windbläser, denn er hat noch keine Nachbarländer angegriffen und keine 1984-Initiative gestartet.
    Also ist die Frage ob diejenigen, die geplant und diszipliniert daran arbeiten, ihre Macht zu vergrößern und dabei Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte zu überrollen schlimmer sind ... oder ein planloser Chaot, der ohne Plan herumtrumpelt.
    Ich hätte da natürlich gerne "none of the above", aber den Trump werden wir wieder los.

    Gruß
    Verbalwalze
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    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  22. #45
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    1. Ich bin definitiv KEIN TRUMP Fan!

    Aber:

    Ich sage mal klar, dass ich die Israel-Politik der internationalen Staatengemeinschaft der letzten 50 Jahre für verlogen und nicht zielführend halte.
    Fakt ist, dass über eine Zweistaatenlösung geredet und geredet und geredet wird - tatsächlich aber haben wir eine Besatzungspolitik Israels.

    Und das schon seit zwei Generationen.

    Israel wird Jerusalem nicht in eine Zwei-Staaten-Lösung einbringen - Israel wird auf ein ungeteiltes Jerusalem nicht verzichten.

    In Anerkennung dieser Tatsache bleibt unterm Strich übrig, dass Israel faktisch weite Teile des Palästinensergebietes seit Jahrzehnten annektiert hat - und in den Palästinensergebieten faktisch eine Arpartheidspolitik betreibt. Die Palästinenser werden regelmäßig daran gehindert, sich als vollwertige Bürger eines welchen Staates auch immer verhalten zu können. Sie werden diskriminiert wenn es um Rechte geht, wie den Landerwerb, Baurechte, Recht auf Schulen etc. etc. etc......

    Wenn man sich mal offen traut, dieses auch auszusprechen, und dann zu sagen, was nun die richtigen Konsequenzen wären - dann kann ich sogar ausnahmsweise mal ein gewisses Verständnis für Trump entwickeln, wenn dieser in seiner üblichen Naivität das ausspricht, was eh jeder weiß, aber niemand wegen political correctness sagen darf.

    Konsequent wäre nun die Politik Trumps, wenn er ergänzend auch sagen würde, dass dieses ganze Gerede von einer Zwei-Staaten-Lösung doch überholt ist. Richtig ist: Israel legt alles darauf an, alle besetzten Gebiete zu annektieren! DAS sollte die internationale Staatengemeinschaft als neue Grundlage feststellen und darauf aufbauend umgekehrt Israel in die Pflicht nehmen, allen Bürgern in den besetzten und faktisch annektierten Gebieten gleiche Bürgerrechte zu geben.

    Tatsächlich würde das für Israel bedeuten, dass im Parlament eine hohe Wahrscheinlichkeit bestünde, dass keine Regierung mehr gegen arabische Stimmen gebildet werden kann - und längerfristig wäre auch klar, dass die stärker wachsende arabische Bevölkerung in absehbarer Zeit die Mehrheiten zusammenbringen würde, um in einem Großisrael dann die Regierung zu stellen.

    Würde Trump diese Konsequenz ziehen - dann wäre sein Verhalten sogar begrüßenswert und richtig. Denn: der schon seit mehr als 50 Jahren anhaltende Status der besetzten Gebiete ist für die Palästinenser noch viel entwürdigender als wenn man die Fakten so neu definieren würde, dass es auf dem Staatsgebiet Israels unter Einschluss der besetzten Gebiete zukünftig nur noch einen Staat gibt, der aber dann für alle Bürger auf diesem Staatsgebiet verpflichtet ist, mit gleichen Rechten ein integratives Gemeinwesen aufzubauen.

    Ich finde, die internationale Gemeinschaft darf nicht länger so tun, als wäre die 2-Staatenlösung tatsächlich noch auf der Agenda. Genau dies führt dazu, dass Diskrimineirung und Apartheid stattfindet - den Zahn muss man Israel ziehen. Sollte Israel dann erschrocken feststellen, dass es doch lieber die Zweistaatenlösung will - dann sollte die internationale Gemeinschaft auch Fakten schaffen - und zeitnah die Rahmenbedingungen diktieren, unter denen diese Zweistaatenlösung stattfindet.
    Der Status Quo aber schadet den Palästinensern mehr als er nutzt - er schafft in der Region nachhaltig keinen Frieden und er entlässt Israel aus der Verantwortung für die besetzten Gebiete.

    So gesehen lehne ich Trump und seine Politik noch immer aus ganzem Herzen ab - wünsche mir aber, dass für Israel aus seinem Vorstoß ein wenig mehr Ehrlichkeit in der Bewertung der tatsächlichen Sachlage eintritt - mit der Folge dass wir dann nicht mehr über die Zweitstaatenlösung reden, sondern darüber, was Israel tun muss, damit alle Bürger in allen Landesteilen, also auch den annektierten, volle Bürgerrechte bekommen. Diesen Ansatz halte ich inzwischen für den einzigen, der tatsächlich zu Frieden führen kann - weil die Zweistaatenlösung über mehr als 50 Jahre bewiesen hat, dass sie keinerlei Perspektive für niemanden bietet.

  23. Folgender Benutzer sagt Danke zu Atue für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (08.12.2017)

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