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Thema: Sammelstrang Türkei

  1. #121
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    Die Türkei poltert derweil schon ordentlich gegen die USA

    Afrin offensive deepens diplomatic rift between Turkey and U.S.
    http://theregion.org/article/12806-a...turkey-and-u-s

    "Unsere Beziehungen (zu den USA) werden sich entweder verbessern, oder vollkommen zugrunde gehen."


    Das Problem ist, da wurde in der Vergangenheit schon so oft lautstark gepöbelt, dass das kaum noch jemand ernst nimmt.
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  2. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (13.02.2018), theinsider (12.02.2018)

  3. #122
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von theinsider Beitrag anzeigen
    mit drittklassigem humor wirst du keinen zugang zu der aktuellen konstellation bekommen.

    ...
    Über Humor kommt man aber manchmal in ein Gespräch, sogar mit schlechtem.

    Warum sollte ich eine Abstimmung zwischen Russen und Amerikanern für unmöglich halten ? Der türkische Vormarsch stockt, trotz großer Überlegenheit. Wenn die Kurden standhalten, könnte das sogar ein richtiges Desaster für Erdi werden. Mal sehen was er macht wenn es eng wird.

  4. #123
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen

    Warum sollte ich eine Abstimmung zwischen Russen und Amerikanern für unmöglich halten ?
    Weil der türkische Einmarsch eben nicht mit Rückendeckung der USA passiert und auch nicht dazu gedacht war, die Russen in irgendeine Falle zu locken. Die Türken handeln hier gänzlich eigenständig, gegen die Interessen der USA.
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  5. #124
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen

    Warum sollte ich eine Abstimmung zwischen Russen und Amerikanern für unmöglich halten ? Der türkische Vormarsch stockt, trotz großer Überlegenheit. Wenn die Kurden standhalten, könnte das sogar ein richtiges Desaster für Erdi werden. Mal sehen was er macht wenn es eng wird.
    eine absprache zwischen den amerikanern und den russen wäre aber nicht die an dieser stelle "vielgepriesene, friedensstiftende passivität" der russen.....
    ****** Tinerci ********


    子曰:'温故而知新,可以为师矣'
    Konfuzius sagt: Karma ist Scheisse.....

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu theinsider für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (13.02.2018)

  7. #125
    Administrator Avatar von Erol Taş
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    Russland ist Pro-Türkisch und NATO-Partner USA unterstützt die syrische PKK, was für eine verkehrte Welt.
    "Bir gün bu memleketin yanağına öpücük, başucuna da bir not bırakıp gideceğim:
    'Öyle güzel uyuyordun ki uyandırmaya kıyamadım.' "

    - Aziz Nesin (1915-1995)

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Erol Taş für den nützlichen Beitrag:

    Konrad (13.02.2018)

  9. #126
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    Zitat Zitat von Erol Taş Beitrag anzeigen
    Russland ist Pro-Türkisch und NATO-Partner USA unterstützt die syrische PKK, was für eine verkehrte Welt.
    nun, wenn der russe über tage hinweg die flugzone sperrt und die türken ohne luftunterstützung sich weitab von afrin am boden aufreiben, dann möchte ich nicht wissen was es hiesse, wenn der russe anti-türkisch wäre.... ich sehe keine freunde.
    ****** Tinerci ********


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  10. #127
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Der ganze crap im Nahen Osten ist besser als GoT.Es kann mir keiner erzählen, dass da noch jemand komplett durchsteigt (vielleicht die Geheimdienste), geschweige denn die Akteure noch vorausschauen können welche Auswirkungen ihre Handlungen haben, bei den verschiedenen Interessenlagen und stillschweigenden Sympathien/Bündnissen.

    Wenn man da anfängt Interessen darzustellen bekommt man doch die Krise...

    Iran negativ USA, Israel, Türkei, IS, ISR, SA/ neutral EU / positiv Russland, "Palästina", Syrien (Assad), verschiedene Milizen

    Russland negativ USA, SA, ISR, FSA, EU /neutral Kurden?/ positiv Iran, Syrien (Assad), Türkei?

    USA negativ Russland, Iran, IS, verschiedene Milizen (Libanon, Syrien, etc.) /neutral - / positiv EU, ISR, SA, Golfstaaten, Jordanien, Kurden (momentan), Irak, Ägypten

    Türkei...

    Syrien...

    SA...

    ISR...

    etc.

    bitte korrigieren wenn ich falsch liege und bei Interesse und Durchhaltevermögen mit weiteren Konstellationen auffüllen.Welches Haus wird am Ende noch stehen?Haus Trump, Haus Assad, Haus Erdogan oder Haus Putin etc.?

    Winter is coming!

  11. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (14.02.2018), Uncas (14.02.2018)

  12. #128
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    Zitat Zitat von theinsider Beitrag anzeigen
    eine absprache zwischen den amerikanern und den russen wäre aber nicht die an dieser stelle "vielgepriesene, friedensstiftende passivität" der russen.....
    Wer hat denn diese Formulierung verwendet? Oder willst du ein wenig provozieren?

    Darf ich mal ein Szenario präsentieren?
    Ja, die Türken drehen grad etwas frei und scheinen eine Gelegenheit nicht verstreichen zu lassen. Nämlich die Dezimierung eines potenziellen Gegners. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass die Empörung der USA nicht sonderlich ehrlich ist, denn bisher hat sich so gut wie jeder extremistische "Part-time-partner" der USA entweder gegen diese gewendet oder sie wurden fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel. Also in so fern hält sich meine Verwirrung in Grenzen.
    Und warum sollten die USA die Offensive der Türken nicht als Gelegenheit gesehen haben (die Option ist und bleibt für mich realistisch), die Russen zu provozieren? Hätten die Russen die Türken militärisch daran gehindert, kannst du ja mal deine Fantasie spielen lassen, was dann los gewesen wär.

    Und da mir einfach niemand meine hier oft gestellte Frage nach einer einigermaßen logischen Alternative beantworten konnte, bleib ich auch erstmal dabei. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass dieses Nichtstun als "vielgepriesene, friedensstiftende passivität"
    bezeichnet wurde.

    Und da im Südwesten ja auch jemand syrisches Gebiet militärisch bearbeitet, ist auch hier die Konfrontationsgefahr sehr groß, würde der helfende Russe dort eingreifen.

    Die gearschten in diesem Spiel, sind natürlich (wieder einmal) die Kurden. Aber wer sich (warum auch immer) mit den USA einläßt, hätte es besser wissen müssen. Man braucht ja nur ein wenig in der Zeit zurück schauen, da kann man sich verdeutlichen, was aus früheren Partner geworden ist und wo die heute stehen.

    Da es Ziel der Strategen (hier ist es nicht nur die USA, auch GB hat hier Interessen) ist Assad von Thron zu stoßen, ist alles was jetzt passiert in diesem Sinn. Die Türken wüten im Norden, Israel sticht im Südwesten ins Land und zieht die Iran-Karte, die Rebellen (oder verfälschend: Die Oppositionellen Truppen) ärgern Assad auch noch und ab und an kann es sich die USA auch nicht verkneifen, mal ein paar Bömbchen beizutragen. Geht ja um Frieden und Demokratie und son Zeuch.

    Im Land sitzen nun Russen, Iraner und die Würfeltruppe von Assad und müssen aufpassen, wo genau sie etwas hinschießen, denn überall lauern "Verbündete der NATO und der USA. Wenn Assad oder Putin einen türkischen Militärkonvoi wegbomben, dann denke ich, hätte Erdi sofort einen Freibrief von Dicken Max. Denn besser es sterben die Verbündeten der NATO "Diktatur", als US Soldaten. Das kommt zu hause nämlich immer doof an.

    Und soll nun verkauft werden, dass man sich nicht einig ist. Dabei läuft die Destabilisierung Syriens, wie sie besser nicht laufen kann. Denn wenn Assad das Land nicht unter Kontrolle bekommt, und das will nun auf der westlichen Koalitionsseite wirklich keiner, dann verliert er entweder im Land den Halt oder er wird Ikonisiert und dann haben "wir" auch nur nix gekonnt. Schon gar nicht Frieden!

    Eine verfahrene Situation ist es in jedem Fall. Denn selbst wenn es dort keine Kämpfe mehr geben sollte, ist dieses Land genauso kaputt wie der Irak. Und wer Zeitung lesen kann, der konnte die Kosten für den Wiederaufbau in der Zeitung lesen. Für die niemand wirklich aufkommen will, der dort gewütet hat, denn nicht alles hat der IS kaputt gemacht.

    Im Krieg stirbt zwar als erstes die Wahrheit, aber nicht die Logik der Strategie. Und wenn es das Ziel ist Assad weg zu bekommen, dann läuft doch jetzt alles nach Wunsch. Chaos, jeder darf mal was abwerfen, wir schauen nur auf die armen Kurden, die schon seit ANNO Knips Arschtritte bekommen und die Verbündeten von Syrien stecken in einer Handlungszwickmühle fest, aus der es kaum einen friedlichen Ausweg gibt. Oder gibt es ernsthaften Gesprächswillen mit Iran und Russen?

    Sie dir bitte mal an, wie die Kurden im Norden Syriens vor diesem ganzen Schlamassel unter Assad gelebt haben. Wer ist den "Der IS", der in dieser ganzen Region länderübergreifend für Chaos sorgt? Wo kommen die Waffen her und wem sind die geneigt? Schiti oder Sunni? Hätte es eine Nachhaltige Nach-Kriegs-Strategie für den Irak gegeben, dann hätte man... hat man aber nicht.

    Und wir könnten jetzt wetten, ob die Türken wirklich gegen die Interessen der westlichen Denker arbeitet. Wirft man sie aus der NATO, wenn die es zu doll treiben? Nie! Viel zu wichtig und viel zu .... hilfreich. Is ja auch bequem, wenn diesmal ein anderer der Aggressor ist. Noch dazu einer, der bei Aktionen unterhalb des Radars mit seinem MIT immer gern geholfen hat.

    Und was passiert eigentlich, wenn sich die Türken ohne den Rückhalt des Verbündeten eine blutige Nase holen? Optional könnte man dann auch hoffen, dass Erdi scheitert. Er macht sich ja auch sehr nachhaltig im eigenen Land beliebt. International geht er auch anderen auf den Keks, die ihre Staatsbürger hinter türkischen Gardinen sehen.

    Die einzigen Profiteure dieser verworrenen Situation sind diejenigen, die schon seit Jahren versuchen Assad los zu werden. Denn bis jetzt läuft alles immernoch darauf hinaus und ich kann auch nicht erkennen, dass es sich irgendwie geändert hat.


    ...hast du es bemerkt? Ich hab nicht mal auf die Ölfelder und Pipeline Routen verweisen und auch nicht die Passivität der Nichtstuer als "Friedensstiftend" bezeichnet. ...wo hast du das eigentlich gelesen? Würde mich nämlich mal interessieren.

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (14.02.2018)

  14. #129
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen


    Die gearschten in diesem Spiel, sind natürlich (wieder einmal) die Kurden. Aber wer sich (warum auch immer) mit den USA einläßt, hätte es besser wissen müssen. Man braucht ja nur ein wenig in der Zeit zurück schauen, da kann man sich verdeutlichen, was aus früheren Partner geworden ist und wo die heute stehen.

    Eine verfahrene Situation ist es in jedem Fall. Denn selbst wenn es dort keine Kämpfe mehr geben sollte, ist dieses Land genauso kaputt wie der Irak. Und wer Zeitung lesen kann, der konnte die Kosten für den Wiederaufbau in der Zeitung lesen. Für die niemand wirklich aufkommen will, der dort gewütet hat, denn nicht alles hat der IS kaputt gemacht.

    Und in dieses Tollhaus möchte "Flintenuschi" nun Soldaten als Unterstützung in den Irak schicken.Die Iraker möchten unbedingt die Unterstützung von D in dieser verfahrenen Situation.OK- ich kann das absolut verstehen von Seiten der Iraker.

    AAAber, die "Bundesregierung" sollte vorab analysieren was in der Vergangenheit schief gelaufen ist bei amerikanischen Aktionen und wie man solche Entwicklungen verhindern kann (Afghanistan nach Abzug der Russen, Irak nach Abzug der USA).

    Hier bedarf es nicht nur einer militärischen Absicherung, sondern einer wirtschaftlichen Unterstüzung, ziviler Umorientierung, Stärkung staatlicher Institutionen und das Versprechen der Schwergewichte sich da rauszuhalten (ernsthaft).Im Zuge dessen müssen zivile Verbände aus D eingebunden werden, die aus Wirtschaft, den Sozialwissenschaften und NGOs bestehen.Ganz wichtig ist die Einbindung von deutsch-irakern und Irakern die in Deutschland gelebt haben und eine andere Perspektive haben.Es bedarf psychologischer Mentoren, welche den Menschen helfen.
    Um Investitionen und den Handel anzutreiben wäre eine Möglichkeit den Iran mit einzubinden und Investoren aus China zu gewinnen.Das birgt ein gewisses Risiko in Bezug auf China ermöglicht aber Geldmittel.

    Bevor D (EU) dort Truppen hinsendet muss eine Gesamtstrategie erarbeitet werden die flexibil ist und es muss eine Absicherung gegenüber den Großmächten geben, damit diese ihnen nicht in die Parade fahren!

  15. #130
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    ....

    Bevor D (EU) dort Truppen hinsendet muss eine Gesamtstrategie erarbeitet werden die flexibil ist und es muss eine Absicherung gegenüber den Großmächten geben, damit diese ihnen nicht in die Parade fahren!
    Truppen, also Militär, wäre mMn. nicht effektiv. Müßten aber zur Sicherheit bereit stehen.
    Ich habe den Eindruck, das grad Militär dort immer den Eindruck einer Besatzung macht. Das ist keine gute Grundlage für einen zivilen Frieden. Was für mich auch eine Rolle spielt, ist die Tatsache, dass zu wenig auf die alltägliche Realität der Kultur und der daraus resultierenden Vorgänge Rücksicht genommen wird. Man will denen gefühlt etwas aufzwingen ("entweder ihr macht das so wie wir oder gar nicht"). Das will eigentlich niemand, nicht wir nicht andere.

    Fehler, wie das einsetzen einer Marionette als Regierungschef, der eigentlich kein wirklichen Rückhalt bei einer Mehrheit hat, wären fatal und sollten nicht wiederholt werden. Klar kann man, wenn man will oder soll ich lieber sagen, wenn es sich lohnt (monetär)?
    Nur wer trägt die Kosten? Will man einen starken autonomen Staat, der seine Ressourcen selbst kontrolliert? Der auf eigene Firmen bauen will und nicht auf Investoren aus dem Ausland? ..alles Fragen, die wir hier nicht beantworten können.

    Ich sehe nur, dass wir grad aus Syrien einen weiteren "failed State" machen. Keine Pläne für ein DANACH. Kleine Gruppen, die nun ihre Pfründe versuchen zu sichern, werden entweder, je nach Ausrichtung, als Verbündete oder Terroristen abgestempelt.
    Was aus denen in einem DANACH wird, scheint nicht wirklich zu interessieren. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die Kurden von der US Army gegen die Türken unterstützt werden und wegen denen die Türkei aus der NATO geworfen wird. Das wäre einmalig in der Geschichte der NATO und außerdem würde die NATO einen wichtigen Brückenkopf zum Nahen Osten verlieren.

    So lange aber wirtschaftliche Interessen von großen Konzernen und Investorengruppen über den Interessen der Bevölkerung stehen, werden all unsere Wünsche, wie das DANACH auszusehen hat, eine Illusion bleiben.

    Auch ich würde gern sehen, wie nachhaltig und im Interesse des aufzubauenden Landes agiert wird. Nur wird das wohl eine Hoffnung bleiben, leider.

  16. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (14.02.2018), Konrad (14.02.2018), Schopenhauer (14.02.2018)

  17. #131
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Und in dieses Tollhaus möchte "Flintenuschi" nun Soldaten als Unterstützung in den Irak schicken....

    Bevor D (EU) dort Truppen hinsendet muss eine Gesamtstrategie erarbeitet werden die flexibil ist und es muss eine Absicherung gegenüber den Großmächten geben, damit diese ihnen nicht in die Parade fahren!
    Das ist doch lachhaft Schopi. Die ganze Region ist quasi ein Kriegsgebiet. Wie die BW zur Zeit in Afghanistan rumeiert stand letztens in Spiegel. Mit Mädchenschulen und Brunnenbohrern kann man dort jedenfalls nichts mehr gewinnen. Wie soll unsere abgespeckte und kaputte Truppe den Irak retten ?? Dafür gibt es aus meiner Sicht nur zwei Strategien: 1. Raushalten und 2. So massiv reingehen, dass 20 Jahre Besatzung dabei rauskommt. Warum Besatzung ? Weil man sonst in so einem Tollhaus gar nichts gebacken bekommt. Ich würde mich auf so verrückte Projekte, wo ich mich von örtlichen Kaspern und Milizen abhängig machen muss jedenfalls niemals einlassen und nur dann aktiv werden, wenn ich die Macht und die Ressourcen hätte ordentlich spürbare Arschtritte zu verteilen. Wir müssten also logischerweise genauso werden wie die Amis...

  18. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (14.02.2018), Konrad (14.02.2018)

  19. #132
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ich würde mich auf so verrückte Projekte, wo ich mich von örtlichen Kaspern und Milizen abhängig machen muss jedenfalls niemals einlassen und nur dann aktiv werden, wenn ich die Macht und die Ressourcen hätte ordentlich spürbare Arschtritte zu verteilen. Wir müssten also logischerweise genauso werden wie die Amis...
    Nur das die Amis damit krachend gescheitert sind. Afghanistan und Irak, dort läuft eigentlich nichts so wie die Amis es wollten. Afghanistan steht de facto wieder unter der Kontrolle der Taliban und der Irak ist kaputt und gehört jetzt in den Einflussbereich des Irans.
    Die Taktik der "spürbaren Arschtritte" ist ziemlich grandios gescheitert. Auch die Russen sind in Afghanistan damit gescheitert.
    Wenn du mich fragst: Raushalten. Nur muss man dann in Kauf nehmen, das die meisten Staaten dort zusammenbrechen werden. Daher hat Russland ja auch Assad gerettet, ohne sie wäre er Geschichte, da er zwar einen Staat hat, aber kein wirkliches Volk, das ihn will. Ohne Eingriffe von außen, wäre er schon längst tot.
    Nicht-Einmischung aller Staaten, würde demnach eine maßgebliche Eskalation des Blutvergießens bedeuten. Da die Staatenordnung zusammenbrechen würde. Der IS hätte sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch festsetzen können.
    Aber es wird früher oder später sowieso zu so einem Szenario kommen...
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  20. #133
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Das ist doch lachhaft Schopi. Die ganze Region ist quasi ein Kriegsgebiet.
    Lachhaft finde ich das nicht.Es geht um den Einsatz der Mittel und den relativen Erfolg.Was setze ich ein und was bekomme ich maximal dafür raus.Afghanistan ist mit dem Irak nicht zu vergleichen, da die Historie schon völlig unterschiedlich ist.
    Und Vereinbarungen die man vorher trifft werden eingehalten, ansonsten ist man wieder weg.

    Die andere Variante ist gar nichts zu tun und abwarten.

  21. #134
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ...
    Wenn du mich fragst: Raushalten. Nur muss man dann in Kauf nehmen, das die meisten Staaten dort zusammenbrechen werden. ...
    Grundsätzlich sehe ich das auch so. Raushalten wäre vernünftig. Es produziert aber auch Flüchtlinge ohne Ende, wenn es dort immer weiter eskaliert...

    Das ist der entscheidende Punkt oder auch - bis zu welchem Punkt können wir uns Flüchtlingsströme leisten ? Ab wann ist die Besatzung praktisch nicht mehr zu vermeiden ?

  22. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    Konrad (14.02.2018)

  23. #135
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Truppen, also Militär, wäre mMn. nicht effektiv. Müßten aber zur Sicherheit bereit stehen.
    Ich habe den Eindruck, das grad Militär dort immer den Eindruck einer Besatzung macht. Das ist keine gute Grundlage für einen zivilen Frieden. Was für mich auch eine Rolle spielt, ist die Tatsache, dass zu wenig auf die alltägliche Realität der Kultur und der daraus resultierenden Vorgänge Rücksicht genommen wird. Man will denen gefühlt etwas aufzwingen ("entweder ihr macht das so wie wir oder gar nicht"). Das will eigentlich niemand, nicht wir nicht andere.
    Am Anfang allen Handelns steht die Denkmaschine.Wenn du dich in einem Land wie dem Irak engagieren möchtest, dann musst du vorab klären, was die Menschen (und Regierung) dort überhaupt wollen und auf was sie sich einigen können (wie sie leben wollen).Und wenn man einen Kompromiss unter der Bevölkerung hinbekommt, dann muss das vertraglich festgehalten und als Bedingung für weitere Unterstüzung herhalten.
    Und ja, machmal musst du jemanden "zwingen" (auf Basis einer Vereinbarung/Vertrag), ansonsten haut man wieder ab.

    Und in der Pedanterie sind die Deutschen Weltmeister und ich denke, das kann da unten nicht schaden.

  24. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (14.02.2018), Konrad (14.02.2018)

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