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Thema: Ist die amerikansche Vorherrschaft vorbei?

  1. #1
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    Standard Ist die amerikansche Vorherrschaft vorbei?

    Es gibt ja schon einen Strang über Trump, aber hier soll es jetzt nicht um seine Person gehen, sondern um die Folgen seiner Politik.
    Zentrales Thema seiner Kampagne, war ja der Fokus auf amerikanische Interessen und das Versprechen, Amerika wieder groß zu machen (was auch immer das heisst).
    Austritt aus Handels- und Klimaabkommen, zunehmender Kampf gegen die Immigration und die Androhung von Strafzöllen für Produkte aus dem Ausland, sind da nur einige Beispiele.
    In meinen Augen hat Trump dabei eigentlich überhaupt keinen Plan, sondern bedient nur die Ressentiments seiner Basis.
    China wird in die Freiräume stoßen und die USA in einigen Bereichen ersetzen. Was z.B. den Freihandel angeht.
    Auch Kriege in Südostasien sind alles andere als unwahrscheinlich.
    Auch für Europa entstehen mMn. neue Möglichkeiten und Chancen, uns von den USA zu emanzipieren und eine eigenständigere Politik zu betreiben. Ich sehe das demnach als gute Gelegenheit an.
    Zwischen Japan und der EU wurde gerade erst die größte Freihandelszone der Welt geschaffen, während die USA sich zurückziehen wollen (ob Trump das dann auch wirklich macht, wenn er erkennt wieviel Geld darinsteckt, ist eine andere Frage).
    Auch die Steuereinschnitte werden langfristig zu einer massiven Erhöhung der Staatsverschuldung führen, die in den USA eh schon astronomisch ist.
    Früher oder später, wird der Schuldenberg die USA erdrücken.
    Das Amerika des Donald Trump, also das Weisse, evangelikale Amerika, das um seine Vorherrschaft in der Bevölkerung fürchtet und daher das narzisstische Kleinkind ohne Plan gewählt hat, weil es auch sonst keine anderen Optionen mehr hat, hat langfristig die Weichen auf eine Schwächung Amerikas in der Weltpolitik gestellt.

    Seht ihr das anders? Was wird das für Folgen haben?

    Das amerikanische Jahrhundert ist vorbei – und nun?
    https://www.welt.de/debatte/kommenta...i-und-nun.html
    Geändert von Uncas (30.01.2018 um 18:54 Uhr)
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  2. #2
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Ehrlich gesagt halte ich nicht viel von solchen weitreichenden Umarmungen.
    Noch vor zwanzig Jahren hieß es, ein amerikanisches Jahrhundert stünde vor der Tür.

    Trump ist wie eine fiese Halsentzündung.
    Tut saumäßig weh, beeinträchtigt das Wohlbefinden in jeder Hinsicht, geht aber auch in absehbarer Zeit vorbei. Die Lehren aus dieser Episode der amerikanischen Geschichte sind womöglich sogar ganz heilsam. Übles passiert meist deshalb, weil die Bequemlichkeit einer selbstgefälligen Gesellschaft es zulässt.

    Andererseits ist das Potenzial der Amerikaner groß. Wenn die Vernünftigen, die es ja unzweifelhaft gibt, sich darauf besinnen, dass Zuschauen keine Option ist, und sich die Verkrustungen der binären politischen Struktur (Dems+Reps) nicht von alleine bewegen, sondern aufgebrochen und möglichst zerschlagen gehören, dann kann das sogar eine Initialzündung für eine längst fällige Kurskorrektur des amerikanischen Raubtierkapitalismus werden, wenn die Pillen, die Trump verteilt, nur bitter genug sind, um die Leute richtig wütend zu machen.
    Mag ja sein, dass die Hillbillies in Trump den Hoffnungsträger und Heilsbringer gesehen haben, aber wenn die ihre ersten bösen Überraschungen erleben - und das werden sie - können die auch schnell wieder in ihren Wäldern verschwinden und Trump hängt in der Luft.
    Und ein neuer Wind, der sich aus der Ernüchterung speist, womöglich mit ganz neuem Spirit, kann den Kahn ganz schnell wieder in den Wind drehen - und dann besteht sogar die Möglichkeit, dass die Amerikaner ihre eigenen Schlussfolgerungen viel konsequenter ziehen und umsetzen, als wir hier in Europa das zu tun pflegen.
    Geändert von Konrad (31.01.2018 um 09:47 Uhr)

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    Zippo (31.01.2018)

  4. #3
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    Wer soll denn in diesem Land etwas bewegen?
    Gesellschaftspolitisch stecken die noch im Anfang des 20.JH fest und das wird sich auch vorerst nicht ändern.

    Es wird endlich Zeit, dass man den Menschen in diesem Land erklärt, dass die ganze Zeit ein Experiment lief und ab jetzt alles wieder normal weiter geht. Und allen AMis, denen ich im Laufe der Zeit hier in Europa begegnet bin, die meisten waren Rucksacktouristen, waren von der Entspanntheit hier in Europa begeistert. Kam die Rede auf ihre Heimat, dann wurde es zwar etwas melancholisch aber in Grund haben alle das gleiche gesagt.

    Und so wie ich das mitbekommen habe, sind auch Deutsche, die dort öfter sind, von der Entwicklung der letzten 20 Jahre nicht grad begeistert.

    Ja, die USA hatten ihre Chance aber sie haben sie nicht genutzt.
    Jetzt, im Heute ist es eine faild nation. Kaputt, gesellschaftlich völlig im Eimer und wenn sich ein Ami nicht an einer Waffe festhalten kann, dann sind die Kommunisten Schuld.

    Das einzig, über das sie die Kontrolle noch nicht gänzlich verloren haben, ist ihre Währung, die immernoch fälschlicherweise als Leitwährung gilt.

    Letztlich zählt aber, wie lange sich die privaten Banken das Spiel noch anschauen. Denn eigentlich ist die USA pleite.
    Wären die eine Firma, dann wäre der Adler schon längst durch den Kuckuck ersetzt worden.

    Ja, die Vorherrschaft ist auf dem Weg zu verschwinden. Denn niemand hat ernsthaft Interessen mit diesem Land noch irgendwas zu vereinbaren oder mit diesem Land ernsthaft zusammen zu arbeiten. zu mindest was die politische Ebene angeht.
    http://www.handelsblatt.com/politik/.../20592384.html

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (31.01.2018)

  6. #4
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Es dürfte kaum ein Land geben, dessen Bevölkerung so heterogen zusammen gesetzt ist, wie die der USA.
    Wer sind denn "die Menschen" denen "man" mal erklären muss, wo der Hammer hängt?

    Ich habe verschiedene Kontakte und höre deren Geschichten und Erzählungen, und es gibt selbst bei den zwei Handvoll Quellen kein einheitliches Bild. Das ist wenig überraschend. Der Friese hat auch in unserem kleinen Land wenige Schnittmengen mit dem Frankfurter Banker oder dem Dresdener Hooligan. Und der weltoffene Hamburger kann mit einem schwäbischen Dörfler auch kaum etwas anfangen. Vielfalt heisst auch, es gibt keinen Kamm, über den die alle passen.

    Und in den USA herrscht Multikulti seit Generationen und die Gesellschaft ist viel ausdifferenzierter, mit vielen ethnischen Besonderheiten. Ganze Stadtviertel, die die Herkunftsländer im Kleinen abbilden. In den USA ist die Vielfalt noch viel weiter gespreizt, als in unseren Großstädten.
    Die sehr gut gebildeten Progressiven sind mit den Hillbillies nicht zu vergleichen, die Texaner nicht mit den Kaliforniern, die Leute in Virginia ticken völlig anders, als die in New York, usw usf.

    Wo ist denn die gesichtslose Menge, die man mal darüber informieren sollte, wie die Welt tickt und was die zu tun haben? Was bringt dich dazu, denen en block die Kompetenz abzusprechen, selbst die richtigen Ideen entwickeln zu können?
    Oder geht es ohnehin nicht um das Bestreben, objektiv und differenziert nachzudenken, sondern um ein Panoptikum der Vorurteile? Ich frage, weil ich die Motivation dieser grundlegend destruktiven Einstellung nicht nachvollziehen kann. Ist das in irgend einer Weise sinnvoll und richtungsweisend? Zukunftsfähig?
    Geändert von Konrad (30.01.2018 um 21:49 Uhr)

  7. #5
    Politopia-Methusalem
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    "Ist die amerikanische Vorherrschaft vorbei?"

    Normalerweise würde ich angesichts der vielen Probleme und der Bildungsmisere breiter Bevölkerungsschichten mit "ja" antworten.

    Andererseits, wer würde in die Lücke stoßen?

    - Europa? Unsere Politiker haben einfach keine Zukunftsvisionen, und die europäischen Staaten verpassen in zu vielen Zukunftstechnologien auf einmal den Anschluss, was auf die Dauer nicht gut gehen kann! Egal, ob es um Hardware (Smartphones, Chip-Produktion), Software (Betriebssysteme ...), schnelles Internet + WLAN, Akkutechnologie/Stromspeicher, Photovoltaik, Ingeniuerskunst im Bereich großer Bauprojekte (man betrachte unsere Stümperei beim Flughafen Berlin oder dem Stuttgarter Bahnhof) oder funktionierende Hochgeschwindigkeitszüge geht: Europa bekommt kein Bein mehr auf den Boden ... zusätzlich wird immer mehr im Bildungsbereich eingespart. Selbst was die Bemühungen im Umweltschutz betrifft, sind 'wir' bei Weitem nicht so vorbildlich, wie wir uns gerne selbst darstellen. Ich gehe eine Wette ein, die so manchen überraschen wird: In zehn Jahren ist die Luft in chinesischen Großstädten im Durchschnitt sauberer als in deutschen! Wer schlägt ein?

    - China? Wäre eigentlich ein Hoffnungsträger: auf fortschrittliche Technologien setzend, Zukunftstrends schnell erkennend, viel in Bildung investierend, den Umweltschutz seit einiger Zeit ernst nehmend und überdies clevere Verhandler, sind die chinesischen Politiker keine derartigen Schlafmützen wie die unsrigen.
    Allerdings sind sie offensichtlich immer noch nicht dazu bereit, der Bevölkerung die nötigen Freiheiten zu überlassen bzw. das Recht auf Kritik (auch an der Partei) zu gewähren, welche für eine dauerhafte, gesunde Entwicklung unerlässlich sind. Dazu kommt, dass Minderheiten teilweise brutal unterdrückt werden. Das könnte früher oder später zu immer größeren Spannungen und zur Zerissenheit des Landes führen, und wie das dann endet, vermag ich nicht zu sagen ... Ich hoffe, es kommt da irgendwann zu einem Umdenken der politischen Führung ...

  8. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu jaki01 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (31.01.2018), gun0815 (31.01.2018), Uncas (30.01.2018)

  9. #6
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt halte ich nicht viel von solchen weitreichenden Umarmungen.
    Noch vor zwanzig Jahren hieß es, ein amerikanisches Jahrhundert stünde vor der Tür.

    Trump ist wie eine fiese Halsentzündung.
    Tut saumäßig weh, beeinträchtigt das Wohlbefinden in jeder Hinsicht, geht aber auch in absehbarer Zeit vorbei. Die Lehren aus dieser Episode der amerikanischen Geschichte sind womöglich sogar ganz heilsam. Übles passiert meist deshalb, weil die Bequemlichkeit einer selbstgefälligen Gesellschaft es zulässt.
    Ich sehe die Wahl von Trump tatsächlich als eine hilflose Notwehrreaktion des erzkonservativen Amerikas an, das sich immer weiter auf dem Rückzug befindet.
    Erst war ein Schwarzer Präsident und das auch noch für 2 Legislaturperioden. Dann werden sie auch immer weniger. Bis zur nächsten Wahl werden 10 Millionen Nichtweisse volljährig, gegenüber 1,5 Millionen Weissen, von denen auch nochmal rund die Hälfte Demokraten wählt.
    Das sind verzweifelte Rückzugskämpfe, die hier gefochten werden. Hinzu kommt noch die auch in Europa verbreitete Angst vor der Globalisierung, das Outsourcing von Produktionsjobs und das Schwelgen in einer vermeintlich sicheren und blühenden Vergangenheit. Man muss bedenken, nach dem 2. WK. dominierte Amerika alle Märkte und 50% aller produzierten Güter weltweit kamen aus den USA.
    Seitdem hat die Konkurrenz aber nicht geschlafen.
    Die Kohle kommt nicht zurück, die Autoindustrie auch nicht. Auch Marine LePen hat zufälligerweise ihre Hochburgen in den ehemaligen Kohleregionen Frankreichs.
    Die Angst ist real und auch verständlich. Die Politiker haben uns alle andie Wirtschaft verkauft und ihnen ist es nicht gelungen uns vor den negativen Seiten der Globalisierung zu schützen. Wollten sie auch nicht.
    Und die junge Generation in den USA ist, wie es letztens ein Republikaner sagte, der eine Studie dazu durchführte "erschreckend Links". (TOP GOP POLLSTER: YOUNG AMERICANS ARE TERRIFYINGLY LIBERAL)
    Pro Abtreibung, pro Marihuana, pro stärkerer Waffenkontrollen, pro Krankenversicherung für alle, gegen das große Geld in der Politik usw. Das sind in naher Zukunft Mehrheitspositionen in den USA.
    Trump sehe ich als Verzweiflungstat der religiösen Rechten, die im Untergang begriffen ist.
    Einerseits ist die Frage, wieviel Schaden werden er und seine Klientel anrichten, bei ihrem Abgang.
    Andererseits lässt sich auch nicht leugnen das die USA in der Schuldenfalle sitzen und keineswegs die Welt mehr so stark dominieren wie noch vor 25 Jahren.
    China, auch wenn die selber großen Problemen ins Auge schauen, werden denen einigen Schneid abkaufen.
    Die zukünftige Welt wird sich in mehrere verschiedene Machtzentren aufteilen und die USA werden an Einfluss verlieren, da bin ich mir recht sicher.
    Geändert von Uncas (30.01.2018 um 23:55 Uhr)
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  10. #7
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    Zitat Zitat von jaki01 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, es kommt da irgendwann zu einem Umdenken der politischen Führung ...
    Es sieht für mich eher so aus, als ob die dort auf mehr Repression setzen.

    https://www.huffingtonpost.com/entry...b01598ac484acc

    Das hat das Potenzial China zu zerreissen, wie du sagtest.
    Auch Indien und Japan sind auf die chinesischen Weltmachtambitionen nicht gut zu sprechen. Sehr viel Konfliktpotenzial mit schlagkräftigen Kombatanten.
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  11. #8
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Es sieht für mich eher so aus, als ob die dort auf mehr Repression setzen.
    Im Moment ja, ich hoffe, dass irgendwann der Wind wieder dreht ...

  12. #9
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ...

    Das amerikanische Jahrhundert ist vorbei – und nun?
    ...
    Wenn die Amis mal anfangen ihre Flugzeugträger abzuwracken ist es vorbei, vorher nicht. Und danach sieht es ganz und gar nicht aus.

    https://www.tagesschau.de/ausland/tr...aeger-101.html
    "Ausgerechnet in diesen schwierigen Zeiten ist unsere Flotte so klein wie seit dem Ersten Weltkrieg nicht mehr. Deshalb habe ich mit Marine- und Industrievertretern beraten. Ich will mehr Geld in die Marine stecken. Und dazu gehört auch ein 12. Flugzeugträger, den wir brauchen."

    An diesem 12. Flugzeugträger wird bereits gebaut. Die USS John F. Kennedy könnte in drei Jahren in See stechen und einen älteren Träger der alten Klasse ersetzen. Und mit dem Bau eines dritten Flugzeugträgers der neuen Ford-Serie soll im nächsten Jahr begonnen werden. Das Verteidiungsministerium hat den Auftrag bereits erteilt.

    Die Ford-Klasse ist Träger einer modernen Luftflotte die an Kampfkraft die Luftflotte mancher Mittelmächte übertrifft und jeden Punkt der Erde bedrohen kann. Es gibt noch 10 weitere, ältere Träger und nochmal 10 amphibische Hubschrauberträger.

    Die Russen haben einen komischen Dampfer, der von einem Schlepper gezogen werden muss weil er dauernd kaputt ist und die Chinesen haben der Ukraine so einen Russen-Dampfer abgekauft, naja sie testen einen selbstgebauten Zweiten, der aber nur ein Nachbau des Russentyps ist.

    Also wartet noch ein Weilchen, bis die imperiale US-Flotte abdankt. Das Jahrhundert wird noch ein paar Jahrzehnte dafür brauchen.

  13. #10
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Wenn die Amis mal anfangen ihre Flugzeugträger abzuwracken ist es vorbei, vorher nicht. Und danach sieht es ganz und gar nicht aus.
    ..VZ
    Es gibt doch das Sprichwort "Totgesagte leben länger" und ich denke das trifft auch in diesem Fall zu. Es geht nicht darum ob die USA zwecks ihrer Flotte andere Länder in kürzester Zeit atomisieren können, sondern ob sich größere Kriege in Zukunft noch rechnen.Auch die USA werden langfristig um diese Frage nicht herum kommen.Sie haben natürlich ein enormes Bedrohungspotential, aber ob man dieses auch wirklich vollumfänglich einsetzt wird immer fraglicher.

    Die Spannungen sind innenpolitischer Natur und werden in den nächsten Jahrzehnten geklärt- da bin ich mir sicher.

    Die Macht auf diesem Planeten wird sich allerdings viel breiter aufstellen und verteilen.Und wenn man sich China anschaut, dann erkenne ich starke Parallelen zu D- abgesehen vom politischen System.Denn China nimmt den gleichen Weg der wirtschaftlichen Dominanz und Verpflechtung und weniger die des militärischen Weges.Ich denke das D hier eher als Blaupause diente als die USA.Das kann sich natürlich ändern.
    Aber wenn man die Auslandsvermögen (Investionen) von China und D anschaut, dann wird es schon offensichtlicher welche Strategie gefahren wird.

    Die USA haben eine Krise, aber ich denke sie haben alle Möglichkeiten ihren Weg zur Erneuerung zu finden und diesen auch umzusetzen.

    D soll ja auch seinen Platz in der Welt einnehmen, wenn es nach einigen Kommentatoren geht.
    http://www.spiegel.de/spiegel/deutsc...a-1190211.html

    Aber Vorsicht, wenn du in den Porzellanladen gehst, dann kann halt auch viel kaputt gehen. Meiner Meinung nach hätte ja nie der imperiale Adler unser Wappentier sein sollen, sondern der Phönix.Denn der steht für das was eine Demokratie gut gebrauchen kann- ständige Erneuerung.
    Geändert von Schopenhauer (31.01.2018 um 10:39 Uhr)

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    Zippo (31.01.2018)

  15. #11
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Es gibt doch das Sprichwort "Totgesagte leben länger" und ich denke das trifft auch in diesem Fall zu. Es geht nicht darum ob die USA zwecks ihrer Flotte andere Länder in kürzester Zeit atomisieren können, sondern ob sich größere Kriege in Zukunft noch rechnen.Auch die USA werden langfristig um diese Frage nicht herum kommen....
    Du hast Recht damit, dass die Kostenfrage sich stellt. Das habe ich ja auch indirekt gesagt als ich vom Abwracken schrub. Ich habe hier aber (mit Absicht) die Messlatte für imperiales Auftreten mal bei den Flugzeugträgern angelegt. Ist das wirklich so falsch ? Ich denke das nicht, denn der Flugzeugträger, so viel er auch kostet, fährt ja nicht alleine durch die Gegend. Er muss maximal geschützt werden und was das an Aufwand produziert können wir uns kaum vorstellen. Die US-Flotte hat wie gesagt 10 davon und das sind nur die Großen. Bis China oder gar Russland in diese Dimensionen vorstoßen kann, wird das Jahrhundert noch ein paar Jahrzehnte brauchen. Also rede ich über Flugzeugträger. Mach mir die nicht einfach so weg.

  16. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (31.01.2018)

  17. #12
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Du hast Recht damit, dass die Kostenfrage sich stellt. Das habe ich ja auch indirekt gesagt als ich vom Abwracken schrub. Ich habe hier aber (mit Absicht) die Messlatte für imperiales Auftreten mal bei den Flugzeugträgern angelegt. Ist das wirklich so falsch ? Ich denke das nicht, denn der Flugzeugträger, so viel er auch kostet, fährt ja nicht alleine durch die Gegend. Er muss maximal geschützt werden und was das an Aufwand produziert können wir uns kaum vorstellen. Die US-Flotte hat wie gesagt 10 davon und das sind nur die Großen. Bis China oder gar Russland in diese Dimensionen vorstoßen kann, wird das Jahrhundert noch ein paar Jahrzehnte brauchen. Also rede ich über Flugzeugträger. Mach mir die nicht einfach so weg. <img src="images/smilies/Pt2010/sifone.gif" alt="" title="Sifone" smilieid="336" class="inlineimg" border="0">
    In Bezug auf die militärischen Optionen hast du ja auch recht.Ich will dir gar nicht das nette Spielzeug wegnehmen.Ich wollte ja nur anmerken das die Gegenfinazierung mittlerweile andere Dimensionen angenommen hat als zu Jakob Fuggers Zeiten.Und im übertragenen Sinne (bitte nicht so ernst nehmen) legt der Chinese die Tuttut-Schiffchen einfach an die Kette.

  18. #13
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Die Russen haben einen komischen Dampfer, der von einem Schlepper gezogen werden muss weil er dauernd kaputt ist und die Chinesen haben der Ukraine so einen Russen-Dampfer abgekauft, naja sie testen einen selbstgebauten Zweiten, der aber nur ein Nachbau des Russentyps ist.

    Also wartet noch ein Weilchen, bis die imperiale US-Flotte abdankt. Das Jahrhundert wird noch ein paar Jahrzehnte dafür brauchen.
    Der russische Kahn erinnert tatsächlich an die legendären "Selbstversenker", mit denen der Zar den Krieg gegen Japan verlor.

    Aber die Chinesen haben dafür Flugzeugträger versenkende Raketen entwickelt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/CSS-5
    United States Naval Institute in 2009 stated that such a warhead would be large enough to destroy an aircraft carrier in one hit and that there was "currently ... no defense against it" if it worked as theorized.
    https://en.wikipedia.org/wiki/DF-21#...listic_missile
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  19. #14
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    Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit eines Krieges in Südostasien ein?

    Ich meine China hat offene Konflikte mit Indien, über die Spratley-Inseln mit 7 verschiedenen Nachbarn und über die Senkaku-Inseln mit Japan.

    Und dann ist da noch Nordkorea. Die USA fallen da als Schutzmacht immer weniger ins Gewicht.
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  20. #15
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    ...legt der Chinese die Tuttut-Schiffchen einfach an die Kette.
    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ...

    Aber die Chinesen haben dafür Flugzeugträger versenkende Raketen entwickelt.
    ...
    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ...dann ist da noch Nordkorea. Die USA fallen da als Schutzmacht immer weniger ins Gewicht.
    Ich wittere hier eine regelrechte Verharmlosung der Imperialen Flotte... Man könnte sich fragen woher das kommt, dass man so eine geballte Militärmacht irgendwie süß findet. Hauptsache irgendwie Demokratisch und kosmopolitisch, dann ist alles bestens. Ob das mit Propaganda zusammenhängt ? Nein, es gibt ja keine Flugzeugträgertrolle. Aber es muss Chinatrolle geben, bei so viel Begeisterung.

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