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Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
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Thema: Ist die amerikansche Vorherrschaft vorbei?

  1. #31
    Pallbearer
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    Zitat Zitat von Alpin Beitrag anzeigen
    Flugzeugträger versenkt man höchstens in der Theorie mit einer einzigen Rakete. In der Praxis fahren diese Pötte nämlich nicht umsonst mit einem Trägerverband in der Weltgeschichte umher, der sie jederzeit gegen solche Gefahren abschirmen soll. Da ist vom Lenkwaffenzerstörer bis zum Atom U-Boot alles vertreten, was die US-Navy aufzubieten hat. Der letzte Admiral, der bei einem NATO Manöver ein (deutsches) U-Boot zu dicht an die schwimmende Landebahn heranließ, wurde noch auf der Brücke seines Postens enthoben. In dieser Beziehung sind die Yankees völlig humorbefreit.
    Das sehen die Amerikaner scheinbar nicht so entspannt.

    A 2009 US Naval Institute report confirmed the formidable threat of the missile, noting that its warhead would be large enough to destroy a carrier in one hit and that in theory there was “currently no defense against it.”
    http://nationalinterest.org/blog/the...uble-the-24284
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (23.02.2018)

  3. #32
    Pallbearer
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    Weitere Indizien zur These, das in den USA ein demographischer Zeitenwandel bevorsteht und Trump ein Resultat der Panik darüber ist:

    Senate Key Race alert: Texas is no longer Solid Republican

    https://edition.cnn.com/2018/02/27/p...CNNPolitics=fb
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    family (01.03.2018)

  5. #33
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Früher hätte auch einer wie Moore ohne Probleme dort gewonnen. Aber dieses Wählersegment stellt in Zukunft keine Mehrheiten mehr.
    Das denke ich auch. Klassisch erzkonservative Frömmler haben bei den Republikanern an Bedeutung verloren und räumen ihren Platz für neurechte Neoliberale wie Trump. Das konnte man bereits 2012 sehen, als sich mit Mitt Romney ein Kandidat durchsetzte, der zuvor Gewerkschaften bekämpfte und sich weigerte seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen. Ihm fehlte bloß die politische Incorrectness um die Massen zu begeistern.

    Habe neulich auf arte eine Doku über die (ausschließlich weißen) Minenarbeiter in West Virginia gesehen (noch bis 08.04. in der Mediathek). In den 90ern haben in den Appalachen noch 80% Clinton gewählt, 20 Jahre später wählten 80% Trump. Es kommen relativ junge Kohlekumpels zu Wort, die täglich 10-11 Stunden unter Tage arbeiten, bereits mit 30 über erste Symptome einer Staublunge berichten, aber dennoch freiwillig auf Atemschutzmasken verzichten, weil sie so effektiver arbeiten können. Die Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle ist unzeitgemäß hoch und daran gemessen sind die Gehälter eher mau.

    Ihre Ur-Grossväter haben noch unter sklavenähnlichen Bedingungen gearbeitet, in firmeneigenen Barracken gelebt und die Gehälter nur in einer firmeneigenen Company Währung ausgezahlt bekommen. Ihre Grossväter haben gestreikt und wurden deswegen von firmeneigenen Söldnern abgeknallt. Ihre Väter profitierten dann von dem einen oder anderen demokratischen Präsidenten, die die Rechte für Gewerkschaften ausbauten bis dann Obama mit neuen Umweltauflagen kam, die zur Schließung zahlreicher Minen und massiver Arbeitslosigkeit führten. Und dann kam Trump, dessen Absage an den Klimaschutz tatsächlich zur Neubelebung der Kohlewirtschaft führte, allerdings unter miesen Bedingungen für die Kumpels.

    Diese jungen Kerle denken aber gar nicht an Gewerkschaften, Streiks oder Umschulung, sondern sehen ihre einzige Perspektive in der Kohle. Obwohl sie wissen, dass sie in einer der einkommensschwächsten Region der USA leben mit einer absurd niedrigen durchschnittlichen Lebenserwartung für die "Erste Welt". Eigentlich sollten sie längst gemerkt haben, dass ihr Arbeitgeber seine Profite irgendwo anders verprasst und die Hillbillies in West Virginia (wenn überhaupt) nur mit dem Nötigsten abgespeist werden.

    Diesen Sozialmasochismus dem dort gefröhnt wird werden wahrscheinlich weder Du noch ich je verstehen. Aber solange er existiert werden es abseits der Küsten progressive Kräfte weiterhin schwer haben.


  6. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Zippo für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (13.03.2018), gun0815 (13.03.2018), Konrad (13.03.2018), Schopenhauer (13.03.2018), Uncas (12.03.2018)

  7. #34
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Zippo Beitrag anzeigen

    Diesen Sozialmasochismus dem dort gefröhnt wird werden wahrscheinlich weder Du noch ich je verstehen. Aber solange er existiert werden es abseits der Küsten progressive Kräfte weiterhin schwer haben.
    Solange sie den American Dream des vorletzten Jahrhunderts nicht hinterfragen, solange werden sie halt Staub fressen.Ich habe die exzellente Arte-Doku auch gesehen und kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.Wobei es in Amerika eine starke Arbeiterbewegung gab, die während der "Eisenbahkriege" (Tycoone) auch mal ganze Eisenbahnschuppen (+Züge) abfackelten.Es wurde wortwörtlich Arbeitskampf in den USA betrieben.Das endete erst, als die Mafia die Gewerkschaften kaperte und später diese zerschlagen wurden.Der Arbeiterfeind Nr.1 (J.E. Hoover) hatte auch maßgeblichen Anteil daran.

  8. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (14.03.2018), gun0815 (13.03.2018), Zippo (24.03.2018)

  9. #35
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Die US-amerikanische Vorherrschaft wird erst enden, wenn die Europäer sich ihrer Macht und ihrer Fähigkeiten bewusst werden, sie begreifen, dass sie als Vasallen der USA nichts bewirken können und nur für deren Interessen mißbraucht werden, die keineswegs europäische Interessen darstellen. Die Einheit Europas als Bundesstaat ist die Voraussetzung, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Einfluß auf eine positive gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit insgesamt nehmen zu können. Der Zustand der EU derzeit resultiert aus der Austeritätspolitik und dem leider wieder erwachten völlig abwegigem Nationalismus, der schon im 20.Jahrhundert Europa in zwei Weltkriege geführt hat. Hier muss entschieden etwas geschehen.

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