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Thema: Dieselfahrverbote - Irrsinn oder überfällig?

  1. #91
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Allem Anschein nach ist es nicht bloß ein CDU-Politiker… und dass eine Versachlichung der Debatte gefordert wird, erscheint Umweltaktivisten natürlich unbotmäßig. Schließlich sind die #hashtags aktueller Aufreger gewissermaßen zur Religion des postmodernen Meinungsaustauschers geworden.
    Der erste Teil geht in die richtige Richtung, das Verursacherprinzip sollte knallhart geltend gemacht werden. Wer bescheißt hat den Schaden zu bezahlen, und Geld genug verdienen die Konzerne ja seit Jahren.

    Natürlich kann man die Messstellen auch irgendwo in die Landschaft stellen, am besten gleich auf die Zugspitze und andere Berggipfel, dann ist das Problem beseitigt .... - hilft nur den von Dreck, Lärm und giftigen Abgasen Betroffenen kein Jota weiter.
    So ein Vorschlag stammt tief aus der Trickkiste industriehöriger Flachpfeiffen aus der konservativen Ecke.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  2. #92
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Solch eine Pauschalaussage ist unsinnig - wie sind Großstädte noch entstanden? .
    Es geht ja nicht darum, die Städte nun abzuschaffen, sondern aufgrund der neuen technologischen Möglichkeiten die Arbeit in die Fläche zu bringen und damit die irrsinnigen Pendlerbewegungen sowie den Druck auf die Mieten zu reduzieren. Das wäre sowohl für die Städte als auch für den ruralen Raum eine "win-win" Situation.

  3. #93
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    Mal ein nettes Statement vom Lesch....

    https://www.zdf.de/dokumentation/ter...iesel-104.html
    Er argumentiert schlüssig, kann man nicht meckern. Allerdings darf dem Verbraucher auch auffallen, dass sich trotz angeblich verbesserter Technologie keine Besserung im Bereich von Messstationen eingestellt hat. Wie viele das einfach ignoriert haben und sich über das mögliche Wissen hinaus noch mit dem neuesten Diesel-SUV versorgt haben, lässt sich wohl nur schwer erheben. Aber ganz ohne Verantwortung sind die Autofahrer nicht.

  4. #94
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    Zitat Zitat von Müllers Esel Beitrag anzeigen
    Er argumentiert schlüssig, kann man nicht meckern. Allerdings darf dem Verbraucher auch auffallen, dass sich trotz angeblich verbesserter Technologie keine Besserung im Bereich von Messstationen eingestellt hat. Wie viele das einfach ignoriert haben und sich über das mögliche Wissen hinaus noch mit dem neuesten Diesel-SUV versorgt haben, lässt sich wohl nur schwer erheben. Aber ganz ohne Verantwortung sind die Autofahrer nicht.
    Bedingt! Es gab Vorgaben, Grenzwerte und Richtlinien. ....im Zulassungstest! Wenn nach dieser "Prüfung" die "Alltagswerte" exorbitant diese Vorgaben, Grenzwerte, und Richtlinien überschreiten, dann stimmt entweder das Verfahren zur Zulassung nicht oder es ist nicht Praxisnah. Ich sehe hier einen Kreis von Institutionen, die sich Grauräume geschaffen haben, um ..... Geld zu sparen? Naja, sagen wir mal "Gewinnoptimierung"!

    Fakt ist aber: Mit einer funktionierenden Nachbehandlung (AdBlue), einem realistischen Verfahren zur Feststellung des Abgasbild im normalen Straßenverkehr vor der Zulassung und einer Überprüfung im Rahmen des Zweijährigen TÜV Zyklus, ist ein moderner Diesel sauberer als mancher Benziner. Denn die haben immer noch nicht alle einen Partikelfilter drin!

    Verbrenner bleibt Verbrenner. Das ist so und das wird auch immer so bleiben. Nur wenn ich mir den Test des ADAC anschaue, die sich mit mehreren Systemen befasst haben, dann sieht man, dass mit Nachrüstung E5 Diesel sogar die E6 Norm unterschreiten.
    Ergo: Es ist möglich NOX in E6 Grenzwerten zu erreichen. Denn wir reden nur über NOX, weil Diesel mit Partikelfilter kein Feinstaubproblem haben.

    Es gibt hier für mich klare Schuldige, dass es so kam, wie wir es erleben. Ganz oben stehen Profitorientierte Vorstände, denen eine gute Bilanz wichtiger ist, als die neueste Technik zu verbauen. Man hat nicht gemacht, was möglich war und man hat sogar mit Sofwarelösung den Verbraucher betrogen. Dann haben wir das Zulassungsverfahren. Das hätte.....nein, es sollte ein Verfahren sein, dass die wirkliche Belastung mißt. Im Alltagsbetrieb und nicht auf mysteriösen und mit Sonderrechten ausgestatteten Prüfständen unter unrealistischen Bedingungen. Solch Bedingungen konnten von den Herstellern natürlich "ausgelegt" werden.
    ...und ja, am Ende steht für mich auch der Käufer. Wenn ich feststelle, dass ein Produkt nicht den Angaben des Herstellers entspricht, weil Abweichungen nicht mehr im Rahmen des individuellen Umgangs mit diesem Produkt angesiedelt sind, sondern weit über dem liegen, was im Prospekt versprochen wurde, dann hätten die eher aufwachen müssen. In so fern haben wir hier eine Ignoranz, die aus einer Gleichgültigkeit entspringt, die bei vielen Autofahrern normal zu sein scheint.

    Ich würde nicht so weit gehen, den Autofahrern eine Verantwortung zu attestieren, eher würde ich eine durch Gleichgültigkeit gespeiste Ignoranz verorten.

    Verantwortung haben Hersteller und Zulassungsbehörden. Der Kunde ist in diesem Sandwich gefangen.
    Zu verdanken haben wir dieser Causa aber noch etwas ganz anderes. Eine Antriebsart ist völlig zu Unrecht und ungerechtfertigt am Pranger. Heute werden keine rußenden Vorkammerdiesel mehr hergestellt. Die Technik heute ist so weit, dass man sagen könnte, der Diesel ist heute (wenn die moderne Technik Einzug gehalten hat) sauberer, als die Benziner (in denen ja auch nicht die modernste Technik verbaut wird).

    Ja, wir alle müßten uns viel besser informieren, wie, wo und unter welchen Bedingungen Produkte hergestellt werden. Aber wie willst du das in einer Gesellschaft vermitteln, in der viele den Kauf von Billigklamotten damit begründen, dass man ja den ArbeiterInnen in Asien nicht die Arbeitslosigkeit an den Hals wünscht. .....solchen wird es auch relativ egal sein, was aus dem Auspuff seines Autos kommt.

    Fahrverbote bestrafen den Konsumenten. Warum das nicht zu einer Revolution führt, ist mir Schleierhaft. Denn hier löffelt jemand eine Suppe aus, die er weder selbst gemacht, noch bestellt hat. Das ist nicht das Verursacherprinzip, das ist Betrug am Betrogenen.

    ....und wir erleben natürlich auch das Desaster dieser nett gemeinten aber völlig an der Realität vorbei konzipierten "Abwrackprämien" ....das Einknicken vor der Autolobby ist für mich aber der eigentliche Skandal und eine Sauerei, die nicht ein Politiker wirklich begründen kann. Denn zB VW hat ja nicht nur den Kunden, sondern vor allem den Staat beschissen. Dem sind Steuereinnahmen in Mrd Höhe entgangen (las ich in der Aktuellen ADAC Motorwelt, als ich mich dann durch die Treppenliftwerbung und die Angebote für Kreuzfahrten gekämpft hatte).

    Wo ist die Nachforderung? Wo die Klagen? ...wenn die nicht kommen, dann braucht von denen auch niemand den Wunsch zu äußern, dass Fahrer dieser Fahrzeuge doch mal ihre Karren stehen lassen sollen. Der Staat hat diese Autos zugelassen, mit einem Verfahren, dass der sich durch die Autolobby hat aufzwingen lassen. Der Kunde hat diese im gutem Vertrauen gekauft, weil sie von der Politik und den Herstellern haben einreden lassen, dass die Autos "sauber" und "modern" sind. ....Verantwortung der Käufer? Ja, die gibt es. Klagen! Sein Recht einfordern! Die Sauereien benennen! Die Verantwortlichen finden! ....leider gibt es von solch verantwortungsvollen Kunden zu wenig. Der Rest sind die willigen Konsumzombis, die alles hinnehmen, was sie vor die Nase gesetzt bekommen und gleichgültig und schulterzuckend die nächste Abwrackprämien nutzen, sich den gleichen Mist zu kaufen, wie den, der diese Prämie erst ausgelöst hat.

    Ach übrigens.... Jeder Raucher produziert mehr Feinstaub als ein Diesel nach aktueller E6 Norm.
    Geändert von gun0815 (12.03.2018 um 06:04 Uhr)

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (12.03.2018)

  6. #95
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Müllers Esel Beitrag anzeigen
    ................ Aber ganz ohne Verantwortung sind die Autofahrer nicht.
    Die einzig richtige Reaktion der Autofahrer wäre gewesen, mit Bekanntwerden des Skandals sämtliche Käufe von VW, Seat, Skoda, Audi, Porsche etc. einzustellen und sich zu bemühen, die schon erworbenen Fahrzeuge gegen volle Entschädigung durch den Konzern zurückzugeben. Wer das eben nicht getan hat, hat sich mitschuldig gemacht.

  7. #96
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    Zitat Zitat von gun0815 Beitrag anzeigen
    […] Jeder Raucher produziert mehr Feinstaub als ein Diesel nach aktueller E6 Norm.
    Hängt das nicht davon ab, wie viele Zigaretten er auf 100 km verbraucht?

  8. #97
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Die einzig richtige Reaktion der Autofahrer wäre gewesen […]
    Da der Fehler im praxisfremden Testzyklus besteht, wäre die für dessen Durchsetzung als Kriterium als typzulassungsvoraussetzendes Kriterium verantwortliche Behörde allein in Haftung zu nehmen. Bloß, weil Du ganz Niedersachsen und Nordhessen arbeitslos sehen willst, weswegen Du pausenlos forderst, Volkswagen (Marke und Konzern) abzuschaffen, verwandelst Du ein Diskussionsangebot in eine eine Litanei.

  9. #98
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Da der Fehler im praxisfremden Testzyklus besteht,....
    ... und trotz der durch korrupte Politiker aufgeweichten Kriterien die Hersteller immer noch mittels betrügerischer Abschalteinrichtungen bescheißen mussten, liegt die Verantwortung eben nicht ausschließlich bei der inkompetenten Behörde.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (12.03.2018)

  11. #99
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Da der Fehler im praxisfremden Testzyklus besteht, wäre die für dessen Durchsetzung als Kriterium als typzulassungsvoraussetzendes Kriterium verantwortliche Behörde allein in Haftung zu nehmen. ..................
    Das ist schon wieder eine falsche Behauptung. Als die Schummelsoftware entwickelt wurde, gab es schon die Technologie der Harnstoffeispritzung, mittels derer die Diesel unter der Norm der Abgasgesetzgebung für NOx hätten betrieben werden können. Allein aus Profitgründen hat man das unterlassen und sowohl die Kunden als auch den Staat betrogen. Beide haben es sich zumindest bisher in Europa gefallen lassen. Insbesondere die Kunden sind ziemlich blöd, sich das gefallen zu lassen und weiter VW Produkte zu kaufen. Wenn der Staat auf Steuern verzichten will, ist es so, dennoch muß man von einem Rechtsstaat erwarten, dass er Verbrechen bestraft und Betrug ist nun mal kein Kavaliersdelikt. Zudem hätte man für die 25 Milliarden U-$, die VW an die USA zu zahlen hat, alle Diesel auf die Euro 6-temp Norm umrüsten können. Ich verlange auch nicht, dass Regionen in Deutschland arbeitslos gemacht werden, doch die Verantwortlichen müssten vor Gericht gestellt und der Konzern müsste völlig reorganisiert werden, das Logo VW völlig verschwinden, denn es steht seit Beginn für Volksbetrug!

  12. #100
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    https://www.youtube.com/watch?v=csR0U856A6Q

    Der Mann weiß von was er spricht!

  13. #101
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    […] das Logo VW [müsste] völlig verschwinden […]
    Was stört Dich jetzt schon wieder am so wunderbar wiedererkennbaren Logo (das im Laufe der Zeit übrigens mehrmals überarbeitet wurde), und in dessen auf einander gestapelten Lettern "V" und "W" sich doch stilisiert die Grundform einer menschlichen Pyramide zeigt - und die zudem dem "vvv" der örtlichen niederländischen Fremdenverkehrsverbände ähnelt…

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