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Thema: Handelskrieg! - Trump macht es wirklich...

  1. #1
    User gelöscht, Account deaktiviert
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    Standard Handelskrieg! - Trump macht es wirklich...

    Trump bricht tatsächlich einen unsinnigen Handelskrieg vom Zaun.


    Es ist ja nicht so, dass das eine ungewöhnlich dumme Methode und Maßnahme eines ansonsten ausgewogen kalkulierenden und bedacht handelnden Weisen der intellektuellen Upper-Class darstellt.

    Nein, niemand hat Trump verdächtigt, zu einer Unterminierung der Errungenschaften der letzten fünfzig Jahre des weltweiten kooperativen Politikstils nicht fähig zu sein. Keiner würde ihm unterstellen, ein Defragmentierer zu sein.

    Es selbst meint wohl, dass die betroffenen Staaten schon von ganz alleine und huldvoll-schuldbewusst zu Kreuze kriechen werden. Interessant ist das Türchen, das er dafür eingebaut hat, ganz heimlich, merkt ja keiner...

    Wer sich den USA in anderer weise als dienlich erweist, kann damit Kompensation leisten und dann wieder in Gnade zurück zu alten (Zoll)Werten finden. Sehr ausgefeilt, das....

    Trumps Botschaft ist unzweideutig und er wird sicherlich eine entsprechende Resonanz auslösen. America first. Aber wirklich!
    Und alle anderen können uns die Seife reichen und den Rücken waschen... bestenfalls.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie lange es dauert, bis all die die Klempner Joe merken, dass die USA weit davon entfernt sind, ihren Bedarf selbst decken zu können und bald weniger Werkzeug für ihr Geld bekommen werden...
    Dann erst wird es interessant.
    Geändert von A3243 (09.03.2018 um 14:26 Uhr)

  2. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu A3243 für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (12.03.2018), Uncas (09.03.2018)

  3. #2
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Wenn man in der Folge dieser Trump-Politik so weich reagiert, wie die EU Kommission das gegenwärtig tut, anstatt den USA eine kraftvolle Gegenreaktion zu präsentieren und mit spinnerten Zöllen auf Harley-Davidson, Jeans oder Whiskey reagieren will, macht am sich lächerlich und degradiert sich selbst zu untertänigen Speichellecker!

  4. #3
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Wenn man in der Folge dieser Trump-Politik so weich reagiert, wie die EU Kommission das gegenwärtig tut, ...
    Sie reagiert ja noch gar nicht, weil Stahl und Aluminium jetzt nicht so der Exportschlager ist. Vielleicht reagiert sie gar nicht und lässt es dabei, weil das noch nicht so viel kostet. Dann hat Trumpel seinen Krieg sofort gewonnen und ist zufrieden...

  5. #4
    Erfahrener Politopianer Avatar von Seifert
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Wenn man in der Folge dieser Trump-Politik so weich reagiert, wie die EU Kommission das gegenwärtig tut, anstatt den USA eine kraftvolle Gegenreaktion zu präsentieren und mit spinnerten Zöllen auf Harley-Davidson, Jeans oder Whiskey reagieren will, macht am sich lächerlich und degradiert sich selbst zu untertänigen Speichellecker!
    Merke(l?): die härteste Waffe der EU ist der Wattebausch.....

  6. #5
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Seifert Beitrag anzeigen
    Merke(l?): die härteste Waffe der EU ist der Wattebausch.....
    Das sehe ich keineswegs so. Man muss nicht auf jede dümmliche politische Aktion der USA reagieren, doch müsste die EU nach Trumps Wahl und seiner offensichtlichen Dominanzpolitik gegenüber Europa und der Welt klar machen, dass Europa die USA weit weniger braucht, als er annimmt. Wir könnten uns aus der Sanktionspolitik gegenüber Russland und Iran lösen, insgesamt die Beziehungen gegenüber den arabischen und islamischen Staaten normalisieren und endlich eine souveräne gemeinsame EU-Politik praktizieren. Zugleich könnten umfassende Verhandlungen zu einer europäischen Sicherheitsarchitektur eingeleitet werden, die die Nato reformiert und aus der USA Dominanz löst.

  7. #6
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen

    Es ist ja nicht so, dass das eine ungewöhnlich dumme Methode und Maßnahme eines ansonsten ausgewogen kalkulierenden und bedacht handelnden Weisen der intellektuellen Upper-Class darstellt.

    Nein, niemand hat Trump verdächtigt, zu einer Unterminierung der Errungenschaften der letzten fünfzig Jahre des weltweiten kooperativen Politikstils nicht fähig zu sein. Keiner würde ihm unterstellen, ein Defragmentierer zu sein.

    Es selbst meint wohl, dass die betroffenen Staaten schon von ganz alleine und huldvoll-schuldbewusst zu Kreuze kriechen werden. Interessant ist das Türchen, das er dafür eingebaut hat, ganz heimlich, merkt ja keiner...

    Ich habe das Gefühl, dass Trump immer noch denkt, er ist der Multimilliardär, der alte Frauen aus ihrem angestammten Haus in Atlantic City mobben kann (die sich gegen seine Anwälte kaum wehren können), damit er seine Pläne umsetzen kann.
    Er denkt, er kann dieses Prinzip auch in der internationalen Politik umsetzen. Er knöpft sich jemanden vor, bedroht ihn, pöbelt ihn an und dann gibt der schon nach.
    Er ist mächtiger als andere, deswegen kann er einseitig andere umherschubsen, ohne das es Konsequenzen gibt, wie in seinem früheren Leben.
    Staaten sind aber keine hilflosen alten Frauen. Weder Mexiko, Kanada, die EU, noch China. Die haben ihre eigenen Hebel um der USA zu schaden.
    Ich bin mir sicher, er wird sehr bald eines Besseren belehrt werden. Gerade China wird sich das nicht gefallen lassen.
    Geändert von Uncas (09.03.2018 um 13:02 Uhr)
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  8. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    A3243 (12.03.2018), grauer kater (09.03.2018), gun0815 (10.03.2018), Schopenhauer (09.03.2018)

  9. #7
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    durch die strafzölle wird vermutlich wieder mehr stahl in den USA hergestellt.
    das heisst es muss weniger stahl um die ganze welt gekarrt werden.
    da können jetzt wenigstens die GRÜNEN in jubel ausbrechen.

    im vorfeld der androhungen von strafzöllen wurde zurückgedroht und gepoltert,
    jetzt da die strafzölle da sind wird trump in den arsch gekrochen um eine
    ausnahmegenehmigung zu bekommen.
    derartiges verhalten der deutschen kann man leider nur als schäbig bezeichnen.

  10. #8
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Es gibt Stahl unterschiedlicher Güte, das weiß Trump wohl nicht. Amerika MUSS auch Stahl einführen, dadurch verteuert sich dort die Produktion.
    Niemand kriecht Trump irgendwohin, es ist aber richtig, Konsequenzen und bessere Wege aufzuzeigen, weil Trump, auch wenn man es nicht für möglich hält, den einen oder anderen vernünftigen Menschen in seiner Regierung hat, der ihn zurückrudern lässt. Wäre nicht das erste Mal. Nicht schäbig, sondern vernünftig. Niemand gewinnt an einem Handelskrieg.
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    Zippo (24.03.2018)

  12. #9
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Es gibt Stahl unterschiedlicher Güte, das weiß Trump wohl nicht. Amerika MUSS auch Stahl einführen, dadurch verteuert sich dort die Produktion.
    Außerdem wird Stahl normalerweise nicht wie ein Rohstoff gehandelt, sondern in maßgefertigten Teilen. Davon sind sicher einige Formen international genormt, aber viele eben auch nicht und für manches gibt es eben nur wenige spezialisierte Betriebe weltweit. Deswegen exportieren Nettostahlimporteure wie USA und EU eben auch die eine oder andere Tonne Stahl und handeln miteinander.
    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Niemand gewinnt an einem Handelskrieg.
    Zumindest nicht in der breiten Masse. Wie oben bemerkt sind Importhemmnisse für Stahlprodukte unsinnig, vielleicht geht es hier aber auch um Kohle und Eisenerz. Immerhin hat Trump Konzernen, die in den USA produzieren günstigere Konditionen versprochen und hofft vielleicht darauf, dass sie mitsamt ihren Rohstoffen über den großen Teich kommen, Arbeitsplätze schaffen und die Marktmacht der USA erhöhen. Eine andere Lösung als europäischer Konzern wäre eine Fusion mit einem US-amerikanischen Unternehmen.

    Ich halte es jedenfalls für realistischer, dass Trump sich mit den ausländischen Konzernen einigt als mit der EU oder China und durchaus für möglich, dass er so die Importzölle für alle die nicht mit ihm dealen wollen so hoch lassen kann ohne dass es zu Engpässen oder Verteuerung kommt.


  13. #10
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von euroade Beitrag anzeigen
    .....................jetzt da die strafzölle da sind wird trump in den arsch gekrochen um eine
    ausnahmegenehmigung zu bekommen. derartiges verhalten der deutschen kann man leider nur als schäbig bezeichnen.
    Von US-hörigen Vasallen und Lakaien ist nichts anderes zu erwarten. Die Exporte von Stahl in die USA aus Deutschland betragen etwa 1 % der Stahlerzeugung und betreffen hochlegierte Spezialstähle. Mercedes und BMW produzieren ihre Autos in den USA, was soll uns da schrecken. Der gesamte Handel mit den USA macht nur 8 % des deutschen Außenhandels aus. Das wäre leicht zu kompensieren, wenn wir allein unser Verhältnis zu Russland normalisieren würden.

  14. #11
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zeit um die Sanktionen (EU) gegen Russland zu überdenken und einen Wirtschaftsplan bis in die zentralasiatische Steppe zu entwickeln.
    Macht endlich den schmutzigen Deal (Kabinettsstück) mit Russland, der Ukraine und kauft den Frieden.So macht das China auch!

  15. #12
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Zeit um die Sanktionen (EU) gegen Russland zu überdenken und einen Wirtschaftsplan bis in die zentralasiatische Steppe zu entwickeln.
    Macht endlich den schmutzigen Deal (Kabinettsstück) mit Russland, der Ukraine und kauft den Frieden.So macht das China auch!
    Wieso "schmutziger Deal"???????????? Es wäre ein Akt der Vernunft, mit Russland konstruktive Politik zu machen, zu kooperieren. Und der Ukraine muss man klar machen, dass ihre Politik gegen Russland kontraproduktiv ist, dass man nicht 40 % ihrer russischen Staatsbürger diskriminieren kann, nur um sich den USA und dem Westen anzubietern.

  16. #13
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Wieso "schmutziger Deal"???????????? Es wäre ein Akt der Vernunft, mit Russland konstruktive Politik zu machen, zu kooperieren. Und der Ukraine muss man klar machen, dass ihre Politik gegen Russland kontraproduktiv ist, dass man nicht 40 % ihrer russischen Staatsbürger diskriminieren kann, nur um sich den USA und dem Westen anzubietern.
    Na weil gesagt wurde, was gesagt worden ist.Wenn beide Parteien über einen längeren Zeitraum eine öffentliche Position vertreten und dieser einer rechtlichen Grundlage unterstellt haben, dann ist eine Abweichung von diesem Handeln ein "schmutziger Deal".Weichst du von deinem propagierten Wertekanon ab, den du vorab mit Händen und Füßen verteidigt hast, dann wäre eine Abweichung ein "schmutziger Deal".

    Was sich dann daraus entwickelt benötigt eine neue Definition.

  17. #14
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    Zum Thema Handelskrieg vielleicht mal eine Position, die in dem Zusammenhang noch gar nicht aufs Tapet gebracht worden ist.
    https://www.youtube.com/watch?v=a08H24KTT5M
    Geändert von Müllers Esel (17.03.2018 um 14:51 Uhr)

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu Müllers Esel für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (18.03.2018)

  19. #15
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Inzwischen ist Trump schon wieder zurückgerudert und hat die EU von den Strafzöllen ausgenommen. Angeblich sei dafür die Drohung seitens der EU-Kommission verantwortlich, die ihrerseits laut über Vergeltungs-Strafzölle nachdachte. Aber wahrscheinlicher ist, dass Trump erkannt hat, dass es eine sehr dumme Idee war und er grundlegende Marktmechanismen übersehen hat. Durch die Importzölle ist der amerikanische Stahlpreis sofort sprunghaft angestiegen und bedroht dadurch akut etliche Unternehmen in der verarbeitenden Industrie, deren Stahlprodukte nicht von den Strafzöllen betroffen sind. Den "geretteten" 140.000 amerikanischen Stahlkochern stünden 6,5 Millionen nun gefährdete Arbeitsplätze gegenüber. Einige vor allem kleine Unternehmen mussten jetzt schon Mitarbeiter entlassen.

    http://www.zeit.de/2018/13/stahlzoel...ttelstand-ruin


  20. Folgender Benutzer sagt Danke zu Zippo für den nützlichen Beitrag:

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