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Thema: Südafrika: Enteignung weißer Farmer ohne Entschädigung

  1. #1
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    Standard Südafrika: Enteignung weißer Farmer ohne Entschädigung

    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde in Südafrika ein Gesetz beschlossen, weiße Farmer entschädigungslos zu enteignen.
    73% des verfügbaren Landes befindet sich in der Hand weißer Farmer in Südafrika, obwohl sie nur 8,9% der Bevölkerung stellen. Der Antrag wurde von Julias Malema, von der kleineren Partei EFF (Economic Freedom Fighters) gestellt und mithilfe der Regierungspartei ANC erfolgreich durchgewunken.

    Julius Malema scheint dabei einer von der nicht ganz dichten Sorte zu sein. Zumindest sagte er 2015, das er nicht für die Abschlachtung der Weißen eintreten würde. Noch nicht.

    Was ist davon zu halten? Wird das Südafrika in eine ökonomische Krise stürzen, wie seinerzeit Simbabwe? Oder wird der Gerechtigkeit genüge getan, da das Land damals gewaltsam geraubt wurde?

    Abgeordnete in Südafrika stimmen für Enteignung von Farmern
    https://diepresse.com/home/ausland/a...ng-von-Farmern


    Julius Malema
    https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Malema

    We won’t slaughter whites … for now – Malema
    https://citizen.co.za/news/south-afr...es-now-malema/
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    jaki01 (12.03.2018)

  3. #2
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde in Südafrika ein Gesetz beschlossen, weiße Farmer entschädigungslos zu enteignen.
    ...

    Julius Malema scheint dabei einer von der nicht ganz dichten Sorte zu sein. Zumindest sagte er 2015, das er nicht für die Abschlachtung der Weißen eintreten würde. Noch nicht.

    ...
    Das ist sozusagen die letzte "friedliche" Aufforderung an die weiße Bevölkerung das Land zu verlassen. Sie sollte dem nachkommen, denn die Entwicklung kann nur so ähnlich wie in Simbabwe verlaufen. Vielleicht noch schlimmer. Die versteckte Drohung doch noch irgendwann mit dem Abschlachten anzufangen ist ja jetzt schon deutlich genug. Also verschwinden oder einen Krieg anfangen. Weitere Flüchtlingswellen sind so oder so garantiert.

  4. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (12.03.2018), Uncas (12.03.2018)

  5. #3
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde in Südafrika ein Gesetz beschlossen, weiße Farmer entschädigungslos zu enteignen.
    73% des verfügbaren Landes befindet sich in der Hand weißer Farmer in Südafrika, obwohl sie nur 8,9% der Bevölkerung stellen. Der Antrag wurde von Julias Malema, von der kleineren Partei EFF (Economic Freedom Fighters) gestellt und mithilfe der Regierungspartei ANC erfolgreich durchgewunken............................
    An Wassernot leidet Südafrika ja schon, wenn man eine Hungersnot dazu haben möchte, muss man so den Hass auf die "Weissen" politisch schüren. Tourismus und weitere Wirtschaftszweige werden einbrechen, die kluge Politik von Nelson Mandela geht dann vollends den Bach runter. Allerdings wird es bei Radikalen auf offene Ohren treffen, denn die Lage eines großen Teils der farbigen Bevölkerung Südafrikas hat sich nach dem Ende der Apartheid nur unwesentlich verbessert.

  6. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (12.03.2018), jaki01 (12.03.2018), Uncas (12.03.2018)

  7. #4
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    An Wassernot leidet Südafrika ja schon, wenn man eine Hungersnot dazu haben möchte, muss man so den Hass auf die "Weissen" politisch schüren. Tourismus und weitere Wirtschaftszweige werden einbrechen, die kluge Politik von Nelson Mandela geht dann vollends den Bach runter. ...
    Julius Malema erinnert mich stark an Idi Amin. Aus kleinen Verhältnissen kommend, kaum gebildet, militärische Ausbildung, großes Maul, ein Ego welches durch keine Tür mehr passt, aggressiver Dummschwätzer - ein ganz typisch schwarzes Arschloch aus Afrika. Der braucht höchstens zehn Jahre um Südafrika endgültig in den Dreck zu fahren und dabei für sich selbst und seine Sippe bis in alle Ewigkeit reichenden Reichtum zusammenzuklauen.

  8. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (12.03.2018), Konrad (12.03.2018), Uncas (12.03.2018)

  9. #5
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Das ist sozusagen die letzte "friedliche" Aufforderung an die weiße Bevölkerung das Land zu verlassen. Sie sollte dem nachkommen, denn die Entwicklung kann nur so ähnlich wie in Simbabwe verlaufen. Vielleicht noch schlimmer. Die versteckte Drohung doch noch irgendwann mit dem Abschlachten anzufangen ist ja jetzt schon deutlich genug. Also verschwinden oder einen Krieg anfangen. Weitere Flüchtlingswellen sind so oder so garantiert.
    Es ist ja eine Sache, das Unrecht der Apartheid anzuklagen und auf die gewaltsame Landnahme durch Weiße hinzuweisen.
    Nur ist das nicht wieder gut zu machen, denn keiner der Beteiligten lebt noch.
    So ein pseudomoralischer Aktionismus schafft nur noch mehr Unrecht.
    Hinzu kommt:
    Als die Zulus nach Südafrika kamen, waren schon andere vor ihnen da (Khoisan). Denen haben sie das gesamte Land weggenommen. Soll man die auch entschädigen? Wenn man nicht irgendwo einen Strich zieht, dann muss jeder irgendwen für irgendwas entschädigen. Jedes Land wurde an irgendeinem Punkt mal geraubt.

    Ausserdem bezweifle ich auch, dass es genug ausgebildete Farmer gibt, die diese 73% Land effektiv bewirtschaften können.
    Es wird somit zur Katastrophe kommen.
    Geändert von Uncas (12.03.2018 um 19:43 Uhr)
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  10. #6
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    An Wassernot leidet Südafrika ja schon, wenn man eine Hungersnot dazu haben möchte, muss man so den Hass auf die "Weissen" politisch schüren.
    Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, was die Südafrikaner für die schlimmste Dürreperiode seit hundert Jahren können.
    In Kalifornien wird das Wasser ja auch knapp. Aus demselben Grund. Ist halt der Klimawandel.
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  11. #7
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, was die Südafrikaner für die schlimmste Dürreperiode seit hundert Jahren können........................................
    Die Südafrikaner können genau so wenig oder so viel dafür, wie wir, es war einzig die Feststellung, dass zum Übel der Wassernot durch real dumme Politik das Übel der Hungersnot droht und infolge der dann eintretenden Verhältnisse ein weiteres wichtiges Land zum instabilen Staat (failed country) werden würde.

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (13.03.2018)

  13. #8
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ........................... Jedes Land wurde an irgendeinem Punkt mal geraubt.

    Ausserdem bezweifle ich auch, dass es genug ausgebildete Farmer gibt, die diese 73% Land effektiv bewirtschaften können.
    Es wird somit zur Katastrophe kommen.
    Das kann man so nicht sagen. Es gab Migration von Stämmen und Völkern, es gab Assimiliation. Landraub war eher in der Vergangenheit die Ausnahme, er fand erst mit der Staatenbildung und einem aufkommenden Nationalismus Eingang in die Geschichte der Menschheit.

    Dass eine Enteignung der weissen Südafrikaner zu einem tiefen Einbruch der agrarischen Produktivität führen wird, ist völlig sicher, Simbabwe hat das deutlich gezeigt. Es fehlen nicht nur die Fachleute, sondern auch die Vertriebswege für die Produkte brechen zusammen, wichtige internationale Kunden werden sich abwenden und die Infrastruktur kollabiert. Mit Subsistenzwirtschaft kleiner Bauern ist kein agrarisches Mehrprodukt zu erzeugen.

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (13.03.2018)

  15. #9
    Pallbearer
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Das kann man so nicht sagen. Es gab Migration von Stämmen und Völkern, es gab Assimiliation. Landraub war eher in der Vergangenheit die Ausnahme, er fand erst mit der Staatenbildung und einem aufkommenden Nationalismus Eingang in die Geschichte der Menschheit.
    Die heute in Südafrika dominierenden Zulus haben, archäologischen Indizien zufolge, die damals dort vorherrschenden Khoisan (bzw. deren Vorgänger) gewaltsam vertrieben(Bantu-Migration). Nach den ersten Migrationswellen aus Afrika, waren die meisten Regionen der Welt besiedelt und alle Völker die dann kamen, nahmen sich das Land mit Gewalt.
    Es geht nur darum diesen pseudomoralischen Aktivismus ein bisschen ins rechte Licht zu rücken...
    Vernunft im Sinne eines Nelson Mandela wäre hier angebrachter. Aber naja, die Rassisten und Pseudomoralisten sind eben überall auf der Welt gleich.
    Geändert von Uncas (13.03.2018 um 09:06 Uhr)
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  16. #10
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Die heute in Südafrika dominierenden Zulus haben, archäologischen Indizien zufolge, die damals dort vorherrschenden Khoisan (bzw. deren Vorgänger) gewaltsam vertrieben(Bantu-Migration). Nach den ersten Migrationswellen aus Afrika, waren die meisten Regionen der Welt besiedelt und alle Völker die dann kamen, nahmen sich das Land mit Gewalt.
    ......................................
    Über die Rolle der Zulu in Südafrika weiss ich ebenso Bescheid, wie über die Buren und Briten in diesem Teil Afrikas. Mir ging es darum, dass eben nicht alle Migrationsbewegungen mit Vertreibung, Auslöschung der indigenen Bevölkerungen und Land- sowie Ressourcenraub verbunden waren, sondern auch weitgehende Assimilationen, kultureller Austausch und insgesamt gesellschaftliche Entwicklung stattfanden. In unserer Zeit ist daher möglichst begangenes Unrecht wieder zu korrigieren, für Südafrika bedeutet das allerdings nicht die entschädigungslose Enteignung der Weissen, sondern Bildung der farbigen Bevölkerung und Integration ins wirtschaftliche Geschehen, damit die Lebensverhältnisse in den Townships und insgesamt verbessert werden.

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