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Thema: Umgang mit Rechtspopulismus

  1. #1
    Politopia-Methusalem Avatar von Kleinlok
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    Standard Umgang mit Rechtspopulismus

    Der Rechtspopulismus hat zugenommen und feiert in Europa (und nicht nur da) satte Zugewinne. Ich finde es bezeichnend, wie mit diesem Phänomen umgegangen bzw. nicht umgegangen wird.

    Der Rechtspopulismus soll ganz furchtbar bubu sein.Wenn aber dieser Rechtspopulismus so furchtbar bubu wäre, wie behauptet, warum erlebt dieser quasi eine Renaissance? Diese Frage sollte doch für diejenigen, die den Rechtspopulismus so furchtbar bubu finden wollen, interessant sein, oder?

    Von letzterem kann ich aber wenig feststellen. Rechtspopulismus soll einfach scheiße sein, diejenigen die ihn gut finden sollen sich was schämen und am besten wäre es, alle würden wieder die etablierten Schnarchnasen wählen oder bei der Wahl zu Hause bleiben, so wie die Spießer das im Schlafstudio Merkel gewöhnt sind/waren.

    Die Gegner des Rechtspopulismus werfen diesem Hass und Hetze vor, übersehen dabei nur, dass ihre eigene Kritik am Rechtspopulismus nicht mehr weit von der Grenze zu Hass und Hetze entfernt ist und bisweilen diese Grenze überschreitet. Und warum die Rechtspopulisten gewinnen, diese Frage fällt aus.

    Zum Beispiel auch bei der jungen Partei "Demokratie in Bewegung" (DiB), die ruft aktuell zu Spenden auf, damit sie an der Europawahl teilnehmen kann um ein Zeichen gegen den Rechtspopulismus setzen zu können, Zitat:

    Liebe*r Thomas,

    wir leben in einer Zeit, in der Zugucken keine Option mehr ist. Nie wieder dürfen sich Hass, Hetze und Nationalismus über Europa ausbreiten. Im Mai 2019 ist Europawahl und es sieht nicht gut aus. In ganz Europa bringen sich Rechtspopulist*innen in Position. "Was hast du damals getan?", werden unsere Kinder und Enkelkinder einmal fragen.

    Trotzdem habe ich Hoffnung. Tausende Menschen haben am Sonntag in Berlin ein Zeichen gegen die AfD gesetzt. Die Mehrheit wünscht sich ein weltoffenes, soziales und nachhaltiges Europa. All diese Menschen brauchen endlich wieder eine glaubwürdige Vertretung in den Parlamenten. Deswegen soll DiB zur Europawahl auf den Wahlzettel stehen. Damit wir wirklich antreten können, brauchen wir finanzielle Unterstützung. Bitte unterstütze DiB mit einer Spende, wenn es Dir möglich ist.

    Die klassischen Parteien übernehmen immer mehr die Sprache und die Forderungen der Rechten. Das ist brandgefährlich! Langsam werden so die menschenverachtenden Forderungen der Rechtspopulist*innen zur Normalität.

    Bei der Europawahl können wir zeigen, dass unsere demokratische und vielfältige Gesellschaft eine Zukunft hat. Damit DiB antreten kann, brauchen wir Deine Unterstützung! Bitte spende, damit DiB zur Europawahl 2019 antreten kann.

    Danke!
    (....) für DEMOKRATIE IN BEWEGUNG
    Mir schmeckt dieser Aufruf nicht, da er für meine Begriff zu oberflächlich daher kommt und somit nur mehr die allgegenwärtige mir verhasste verlogene Weichspüle wiedergibt. Besonders ärgert mich, dass ich arme Sau, dem die beschissene Merkel-Politik Probleme bereitet gute Arbeit zu finden, DIB Geld spenden soll. Mich würde erst einmal interessieren, was diese Partei gegen die in Deutschland sich ausweitende Armut machen will. Das lasse ich DiB am 30.05.2018 wissen:

    Hallo (....) und all die anderen bei DIB,

    ich bitte dich/euch zu verstehen, dass ich nichts an DIB spenden werde.

    1. Finanzen:

    Ich habe kein Geld, da ich nur auf miese Jobs stoße und gerade so über die Runden komme. Aus diesem Grund kann ich nichts für DIB spenden, das müssen Menschen mit Geld machen. Keine Sorge, die gibt es, denn die beschissene asoziale Politik, die Frau Merkel und all ihre angepassten Helfershelfer machen, macht schon noch einige Menschen reich und superreich, während viele Menschen verarmen. Es hat ja Gründe, warum viele Menschen kein Geld mehr haben. Leider kommt da von euch nichts.

    2. Politik

    Ihr schreibt, dass wir in einer Zeit leben würden, in der Zugucken keine Option mehr wäre. Ich finde dass Zugucken noch nie eine gute Option war, aber egal. Ich schreibt dann, dass sich nie wieder Hass, Hetze und Nationalismus über Europa ausbreiten dürften, dass im Mai 2019 Europawahl wäre und es für diese nicht gut aussehen würde, da sich in ganz Europa Rechtspopulist*innen in Position bringen würden.

    Ich halte wenig bis nichts vom Rechtspopulismus, aber auch herzlich wenig von Leuten bzw. Parteien, denen nicht viel mehr einfällt, als den Rechtspopulismus scheiße zu finden. Nur gegen diesen Rechtspopulismus zu sein ist mir zu wenig, da kann ich mich auch gleich selber wählen (wäre eh das Beste, denn dann ginge es allen besser).

    Frage 1: Warum haben diese Rechtspopulist*innen so einen Zulauf?

    Besonders sauer stößt mir die von euch moralinsauer geschwängerte Frage "unserer Kinder und Enkelkinder " daher: "Was hast du damals getan?"

    Ich habe erstens keine Kinder und Enkelkinder. Ich liebe zwar Kinder und will welche bekommen, wollte/will Grundschullehrer werden, aber ob ich das werde und mir Kinder leisten kann, ist unsicher. Und so wie mir, geht es vielen, z.B. meinem klugen und sozial eingestellten Vereinskollegen, der mit nur 59 Jahren nach langen Jahren unverschuldeter Armut ohne Kinder, ohne Geld und ohne große Hoffnung auf ein besseres Leben, dafür mit vielen Problemen behaftet an einem Herzinfarkt gestorben ist.

    Kurzum, es geht vielen Menschen scheiße in diesem Land, auch wenn die doofe asoziale Merkel und deren genauso doofen und asozialen Helfershelfer uns diesen ganzen Schwachsinn noch als Erfolgsstory verkaufen wollen.

    Dass es so vielen Menschen schlecht geht, scheint ihr überhaupt nicht mitbekommen zu haben, wenn ihr verlangen wollt, dass unsere demokratische und vielfältige Gesellschaft eine Zukunft haben soll. De facto schwurbelt ihr da genauso realitätsfremd herum wie die olle Merkel, die längst in Rente bzw. am besten nie in die Politik hätte gehen sollen.

    Diese Forderung unterstellt anmaßend und m.E. hochgradig naiv, dass wie eine solche demokratische und vielfältige Gesellschaft hätten und genau das ist m.E. nicht der Fall. Wir haben hier die miese Vielfalt von unnötiger willkürlich in Kauf genommener Armut und einem absurden Superreichtum. Auf diese Vielfalt kann ich gut verzichten und die hat mit Weltoffenheit oder Zukunft nichts zu tun. Weltoffenheit bedeutet in diesem verschissenen Turbokapitalismus, dass die Reichen reisen können und Spaß haben, der Rest versauert in einem Zuhause, das keines mehr ist. Die armen Schweine aus den armen Ländern dürfen auf ihrer "Reise" im Mittelmeer ersaufen, während in einem Abstand von 40 Kilometer zu deren nassen Friedhof auf dem Kreuzfahrtschiff die Party kocht. Für viele Menschen fällt in diesem verlausten System die Zukunft aus, wie z.B. für meinen Vereinskollegen H., dessen letzte irdische Reise am 18.06.2018 in einen Friedwald im Taunus zu Ende gehen wird.

    Wenn DiB bzw. diejenigen, die bei DIB mitmachen, auf Grund ihrer vielleicht idyllischen Sozialisation nicht erkennen und zur Sprache bringen können/wollen, was in dieser angeblich so demokratischen und vielfältigen Gesellschaft falsch läuft, dann stört mich das ganz gewaltig und DiB kann seine Wolkenkuckucksträume alleine träumen. Für realitätsfremde Träumereien ist mir jeder Cent, jede Sekunde Zeit und erst recht meine Wahlstimme zu schade.

    Es wäre gut, wenn es keinen Hass und Hetze gäbe, aber mir wäre es lieber, dass es endlich faire Chancen, Wohlstand, Bildung und Gesundheitsfürsorge für alle Menschen gäbe. Dann gäbe es auch keinen Hass und Hetze mehr, da bin ich mir sehr sicher. Leider kommt da nichts von all den pseudo-betroffenen Warmduschern, die den Rechtspopulismus so furchtbar bubu finden wollen.

    Stattdessen benehmen sich viele Menschen in diesem von Frau Merkel und deren Hofschranzen fehlregierten Land wie Vollidioten und schauen schamlos feige von all den Defiziten weg, die sich auftun. Und genau das macht DiB auch. Unsere Kinder und Enkelkinder, so denn es diese geben sollte, sollten lieber fragen, was wir verdammt noch mal getan haben, als Menschen millionenfach verhungert oder im Krieg gestorben sind, als Spekulanten die Welt und die letzten Erdölfelder ausgesaugt haben, als Reallöhne gedrückt und Menschen weltweit versklavt und ausgebeutet wurden und statistisch betrachtet etwa alle 6 Sekunden ein unschuldiges Kind wegen Krieg und Unterentwicklung sterben musste, während schlichtweg hochgradig asoziale Säcke an 365 Tagen im Jahr in ihrem Trumptower, in St. Moritz, ihren Steuerparadiesen oder anderswo eine ganz fette Party auf Kosten der armen Schweine gefeiert haben?

    Und eure Enkel können euch von DiB fragen,
    was ihr dazu gesagt und getan habt, als ihr in die Politik wolltet?

    Ich erkennen da nur, dass zu all diesen fundamentalen Problemen von DiB kein Wort kommt, zumindest nicht in diesem Aufruf euch im Kampf gegen den Rechtspopulismus zu unterstützen. Solltet ihr euch einbilden, es würde reichen zu fordern, dass Hass und Hetze keine Chance haben können, dann tätet ihr mir bestenfalls nur leid. Mitleid ist nur keine Wahlempfehlung- zumindest für mich nicht.

    Frage 2:

    Was wollt ihr etwas gegen Hass und Hetze konkret machen
    bzw. macht ihr da aktuell konkret etwas dagegen?

    Anstatt auf ein Paradies ohne Hass und Herze zu schielen, wäre mir und hunderten Millionen von Menschen damit besser geholfen, dass die Gründe für Hass und Hetze erkannt und benannt werden, so dass man produktiv damit umgehen könnte. Nur das kann m.E. Hass und Hetze mindern, ausschalten und künftig vermeiden helfen.

    Deswegen eine die für mich sehr wichtige Frage 3 an euch von DiB:

    Habt ihr die Ursachen des Rechtspopulismus versucht zu analysieren?

    Frage 3a:

    Wenn ja, was kam dabei heraus?

    Frage 3b:

    Wenn nicht, warum soll man euch dann wählen oder überhaupt erst einmal Geld spenden (das viele nicht mehr haben!), wenn Ursachenforschung scheinbar nicht zu eurer Kompetenz gehört?

    Viele Grüße, Thomas

    P.S.: Diese Nachricht veröffentliche ich im Netz, z.B.:

    http://politopia.de/threads/19031-Um...l=1#post986608
    Geändert von Kleinlok (30.05.2018 um 11:28 Uhr)
    152 Jahre waren erst der Anfang...

    .... die Spessartrampe soll weiterleben!



    http://politopia.de/threads/18109-(K...-Spessarttampe

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  2. #2
    deutsche Reaktion Avatar von Acaloth
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    Umgang mit Rechtspopulismus ?

    Man sollte mit Rechtspopulismus genau so umgehen wie mit jeder anderen Partei auch, ganz normal behandeln und dann sehen was passiert. Die Wähler entscheiden und die Wähler sollten kriegen was sie entscheiden.
    Abseits davon kann man dem Populismus gut begegnen, wenn man sich der Probleme annimmt, Probleme nicht verschweigt sondern löst usw. Genau das passiert aber viel zu wenig, weil nicht sein kann was nicht sein darf ignoriert man Probleme und wundert sich dann warum Parteien gewählt werden die diese Probleme ansprechen.

    Der Populismus (den gibts ja nicht nur rechts) ist auch eine Folge der "Alternativlosigkeitspolitik", laut den Mächtigen unserer Länder ist alles alternativlos, durchlässige Grenzen, die ever closer union, die Globalisierung, Sanktionen gegen Russland, der Abtritt von Assad, die Sanktionen gegen den Iran etc. alles Dinge die man nicht ändern kann sondern nur "mitgestalten", nach Ansicht der Etablierten. Dagegen wendet sich der Populismus, er ist das Zeichen, dass das Volk sich damit nicht abfinden, das zwar die Mächtien in Lethargie versinken mögen das Volk aber selber sein Schicksal gestalten möchte.
    Das nächste ist dann mangelndes Rückgrat der Mächtigen, wichtig ist immer das man "mitredet", "am Tisch sitzt" usw. nur was bringt einem das wenn man zwar reden darf aber die Entscheidung sich dadurch nicht ändert ?

    Non sibi sed patriae
    Si vis pacem para bellum

    gladius ultor noster



  3. #3
    Politopia-Methusalem Avatar von Kleinlok
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    Zitat Zitat von Acaloth Beitrag anzeigen
    Umgang mit Rechtspopulismus ?

    Man sollte mit Rechtspopulismus genau so umgehen wie mit jeder anderen Partei auch, ganz normal behandeln und dann sehen was passiert. Die Wähler entscheiden und die Wähler sollten kriegen was sie entscheiden.
    Abseits davon kann man dem Populismus gut begegnen, wenn man sich der Probleme annimmt, Probleme nicht verschweigt sondern löst usw. Genau das passiert aber viel zu wenig, weil nicht sein kann was nicht sein darf ignoriert man Probleme und wundert sich dann warum Parteien gewählt werden die diese Probleme ansprechen.

    Der Populismus (den gibts ja nicht nur rechts) ist auch eine Folge der "Alternativlosigkeitspolitik", laut den Mächtigen unserer Länder ist alles alternativlos, durchlässige Grenzen, die ever closer union, die Globalisierung, Sanktionen gegen Russland, der Abtritt von Assad, die Sanktionen gegen den Iran etc. alles Dinge die man nicht ändern kann sondern nur "mitgestalten", nach Ansicht der Etablierten. Dagegen wendet sich der Populismus, er ist das Zeichen, dass das Volk sich damit nicht abfinden, das zwar die Mächtien in Lethargie versinken mögen das Volk aber selber sein Schicksal gestalten möchte.
    Das nächste ist dann mangelndes Rückgrat der Mächtigen, wichtig ist immer das man "mitredet", "am Tisch sitzt" usw. nur was bringt einem das wenn man zwar reden darf aber die Entscheidung sich dadurch nicht ändert ?
    In fast allem stimme ich dir da zu und sehe diese Sichtweise als goldrichtig. Es ist eine Schande wie blind viele Nasen in der Politik, der Medienwelt, den Kirchen und der Gesellschaft für die gesamte Problematik sind. Es trieft da meist nur von Bigotterie und Heuchelei, wenn diese feigen Weggucker sich über einen Rechtspopulismus aufregen wollen, den sie m.E. mit ihrer beschissenen Politik geradezu angefacht haben.

    Widersprechen würde ich deiner Sichtweise, dass rechtspopulistische Parteien gewählt werden würden, die die Probleme ihrer Wähler ansprechen würden. Ich denke vielmehr, dass rechtspopulistische Parteien zwar die Unzufriedenheit ihrer Wähler aufgreifen, das aber ohne eine eigentliche Bestimmung der Ursachen dieser Unzufriedenheit vor zu nehmen. Insofern fallen bei den Rechtspopilisten dann Vorschläge zu m. E. sinnvollen Optionen von Problemlösung aus.
    152 Jahre waren erst der Anfang...

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  4. #4
    Hutbürger Avatar von komakino
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    Journalisten sollten ihn nicht filmen, forderte ein Pegida-Demonstrant und holte die Polizei. Jetzt wurde bekannt: Er ist selbst beim LKA Sachsen angestellt.
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-08/dresden-pegida-demonstrant-zdf-angriff-polizei-angestellter
    Ob im Freistaat wohl auch Linke so zuvorkommend von der Polizei behandelt werden?


  5. #5
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    https://twitter.com/SMIsachsen/statu...25283033100288



    Irgendwie scheint ein Teil der Sachsen noch nach einer Generation Integrationsprobleme zu haben.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  6. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (23.08.2018), komakino (23.08.2018), PrometheusXL (22.08.2018), Uncas (23.08.2018), Wieben Klas (22.08.2018)

  7. #6
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Die Karikatur ist nicht nur lustig, sondern treffend, genau so sieht er aus, der Typ. Und damit ist er geschlagen genug. Heißt es nicht immer, die Pegida-Mitläufer fühlten sich nicht gewürdigt und seien abgehängt und unzufrieden? Das kann man doch nun wirklich verstehen! Armer Kerl. Allerdings: Muss er sich noch toppen mit diesem Hut?
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    komakino (23.08.2018)

  9. #7
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Sachsen hat ein offensichtliches Problem. Da könnte man ja auch die Frage stellen, ob dieses Bundesland noch auf der gleichen FDGO steht, auf die die öffentlich Bediensteten und Amtsträger zu achten angehalten, bzw. vereidigt worden sind. Vllt. sollte man denen das mal - wie der Kater zu formulieren beliebt - energisch klar machen.

    Als es früher um den "Radikalenerlass" ging, konnten Leute, die auch nur entfernt, aufgrund früherer Zugehörigkeit zu linken Gruppierungen oder Studentenschaften, im Verdacht standen, wegen der unterstellten falschen Gesinnung ihrer linken Haltung nicht auf dem Boden dieser FDGO zu stehen, nicht einmal Briefträger werden.
    Da konnte es den rechten Hardlinern gar nicht bissig genug zugehen.
    Wo sind denn die "rechtschaffenen" Bedenkenträger heute, da sich offenbar und wortwörtlich rechter Pöbel in die Behörden einschleicht und durchsickert?
    Klatschen die heute womöglich sogar heimlich Beifall, wenn sie solche Bilder sehen und deren Hintergrund sich aufklärt?
    Geändert von PrometheusXL (23.08.2018 um 09:49 Uhr) Grund: B
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  10. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (23.08.2018), Uncas (23.08.2018)

  11. #8
    Hutbürger Avatar von komakino
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    Bei den Pegidademos sind die Besten dabei, die "Das Volk"(TM) hervorgebracht hat!!!


  12. #9
    Politopia-Methusalem Avatar von Dieter59
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    Aha, endlich wieder Sachsen- Bashing.

    Mal zu den Fakten: Ein Subunternehmen berichtet im Auftrag des ZDF vom Merkel- Besuch in Dresden. Und macht - natürlich, das war ja der Job - dazu auch Aufnahmen von Gegenprotesten. So weit, so richtig. Nach Beendigung der Demo macht man sich in Kleingruppen auf den Heimweg. Die können vollständig aus Demo- Teilnehmern bestehen, müssen das aber nicht. Vielleicht ist da auch jemand dabei, der selbst nicht auf der Demo war, sondern derweil Kaffee getrunken hat und nun den Göttergatten heimfahren will. Weder ausgeschlossen noch unwahrscheinlich. Auf eine solche Gruppe also hält das Team die Kamera drauf. Warum auch immer, denn berichterstatterische Notwendigkeit bestand dazu nicht. Vermutlich, um erwartbare Reaktionen auszulösen und noch paar ausschlachtbare Aufnahmen im Kasten zu haben. Hat ja geklappt, Nach ein paar dünnen Lügenpresse- Rufen hielt man weiter drauf. Das Hutmännchen begab sich daraufhin zum Kamerateam, um sich die Filmerei zu verbieten und sein Recht am eigenen Bild anzumahnen. Natürlich ging er dabei auf die Kamera zu und auch hier wurde draufgehalten, obwohl das Anliegen klar war. Der Kameramann provoziert noch ein bißchen, das Hutmännchen vergreift sich assimäßig im Ton. Ein stadtbekannter Rechtsextremist eilt herbei und versucht, die Kamera wegzuschlagen. Jemand aus der Kleinstgruppe ruft nach der Polizei und erstattet Anzeige. Warum auch immer. Die kommt und tut das, was sie zu tun hat. Sachverhalt aufnehmen, Personalien aufnehmen. Das dauert halt unter freiem Himmel, denn gerade bei solchen Geschehnissen sollte das gründlich erfolgen. Schließlich wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gericht landen. Mehr war eigentlich objektiv nicht.

    Die mehrfach vorgebrachte Beschwerde des Hutmännchens ist, völlig unabhängig von der Art und Weise des Vorbringens, gerechtfertigt. Die Demo war beendet, ein Recht auf Filmen und Veröffentlichen ohne Einwilligung bestand mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr. Geregelt ist das nicht eindeutig, hier kann nur eine Gerichtsentscheidung Klarheit schaffen. Warum der im Portrait trotz erkennbar eindeutiger Absicht der Beschwerdeführung im Portrait aufgenommen wurde und sich nun damit in sozialen Medien und auf der Startseite von Blöd unverpixelt wiederfindet, weiß in Zeiten der DSGVO kein Mensch. Und das während der Sachverhaltsaufnahme auch noch der Tatvorwurf der Nötigung undSachbeschädigung gegen den Rechtsextremisten bekannt wurde, den es gesetzlich verpflichtend zu verfolgen galt, scheint auch niemanden zu stören. Hauptsache mal auf die Polizei draufgehauen.
    "Wer mit den meisten Spielzeugen stirbt, hat gewonnen!"
    (in Gedenken an Phil Harris)

  13. #10
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Also, im Grunde alles in Ordnung und Du befürwortest das Vorgehen Deiner Kollegen?
    Und alle Kritiker haben Unrecht?
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  14. #11
    Hutbürger Avatar von komakino
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    Zitat Zitat von Dieter59 Beitrag anzeigen
    Die Demo war beendet, ein Recht auf Filmen und Veröffentlichen ohne Einwilligung bestand mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr
    Dementsprechend wären dann auch Aufnahmen von Ausschreitungen nach Beendigung der offiziellen Demonstration ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer?


  15. #12
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Hat ja lange gedauert, bis unser Diddi in die Socken kommt, habe mir schon Sorgen gemacht.

    Das ist der Korpsgeist, der dem Unterlaufen der Gesetzgebung durch die Administration den Weg freibombt. Aber tatsächlich passiert gerade was ganz anderes : Polizei und Innenpolitik begeben sich freiwillig in Generalverdacht und geraten damit in den Fokus der Öffentlichkeit, …

    … gut so, sogar sehr gut!

    Die von der NSU Affäre bekannte Kumpanei zwischen Neonazis, Polizei und "den Diensten" geht von Innenministerien gedeckt in eine neue Runde.
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  16. #13
    Hutbürger Avatar von komakino
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    Es wird immer absurder. Laut Focus ist der Hütchenträger mit dem zweifelhafen Rechtsverständnis Guterachter vor Gericht.

    https://www.focus.de/politik/deutsch...d_9462813.html


  17. #14
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Erstens, die Aufnahmen vor dem Einschreiten dieses musterdeutschen Blockwarts waren noch gar nicht veröffentlicht und damit noch nicht Gegenstand einer Persönlichkeitsverletzung durch Zugänglichkeit über öffentlich zugängliche Medien. Zudem hatte die Aufnahme zum Zeitpunkt des Entstehens naturgemäß keinerlei Chance, verpixelt zu werden. Es wir schwierig sein, vorauseilend glaubhaft zu machen, dass diese Aufnahme unverpixelt in die Öffentlichkeit gelangt wäre (juristisch dünnstes Eis).

    Zweitens, erst das unsägliche Auftreten des musterdeutschen Blockwarts und das darauf folgende Handeln der Polizei machte ihn und die Polizei zu Gegenständen des öffentlichen Interesses, was presserechtlich ganz andere Interpretationen zulässt ...
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  18. #15
    Politopia-Methusalem Avatar von Dieter59
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    Zitat Zitat von komakino Beitrag anzeigen
    Dementsprechend wären dann auch Aufnahmen von Ausschreitungen nach Beendigung der offiziellen Demonstration ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer?
    Nö, das ist vom KUG und Presserecht gedeckt. Es gab ja aber keine Ausschreitungen.
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    (in Gedenken an Phil Harris)

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