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Thema: Rechtsautoritäres selbsternanntes Rassismusopfer - der Özil

  1. #106
    Politopia-Urgestein Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Nein, das ist bei großen Migrationsschüben die Regel.
    Was soll das jetzt für eine Nebenbedingung sein? "Größerer" Migrationsschub?


    Ruhrpolen: Schub ca. 1880, weg zum WK2 (< 65 Jahre), die seinerzeitigen Machthaber waren da ziemlich aufmerksam.
    Westeuropäer untereinander "verschwinden" praktisch sofort. Da bleiben vielleicht noch Restaurants (Italiener z.B.) übrig, aber denen geht jetzt schon der "native Feel" weg, weil die Bedienung akzentfrei deutsch spricht. (< 60 Jahre)






    Da solltest Du mal rechnen. 1824 angeworben und zum ersten WK wurde Druck aufgebaut, das sind keine 100 Jahre. Und die Besonderheit ist, dass die Deutschen geschlossen im Dschungel abgeladen wurden. Wie sollen sie sich denn da "integrieren", wenn sie alleine sind. In diese Besonderheit fallen auch die Wolgadeutschen.


    Zitat Zitat von Uncas
    Anderes Beispiel: Chinesen in den USA. Auch nach 150 Jahren sind sie zum Großteil nicht assimiliert und pflegen weiterhin ihre Kultur und Sprache. Ich kann die Liste der Beispiele ziemlich lang weiterführen.
    Die Behauptung stelle ich Dir ebenfalls auf umstritten. Da hätte ich gerne mal eine Quelle, dass die Mehrheit der Chinesen in den USA nicht integriert ist. Das ist Quatsch, Asiaten werden sogar systematisch diskriminiert, sie würden sonst zuviele Studienplätze besetzen und das Bild von Universitäten in unerwünschter Weise aufhellen.


    Zitat Zitat von Uncas
    Es gibt auch Minderheiten, die migrieren, die sich nie integriert oder assimiliert haben, auch nicht nach mehreren Jahrhunderten. Die Deutschen in Rumänien, religiöse Gruppierungen in den USA und Zentralamerika, die teilweise Dialekte sprechen, die es in Deutschland überhaupt nicht mehr gibt, etc.)
    Die machen aber keinen Stress.




    Zitat Zitat von Uncas
    Dann musst du in einem Paralleluniversum leben, wenn du von diesem Stereotyp nichts mitbekommen hast.
    Das geht bis hin zu ganz primitiven Aussagen, wie "die waschen sich nicht, stinken,
    Ich habe Dir die "Stereotypen" benannt, die ich den Türken einbuche. Selbst erlebt, bestätigt von Prominenten (jenem Özil) und offiziellen Wahlergebnissen. Starke rechtsautoritäre Tendenzen, mit Neigung zu Selbstjustiz, seltsamem Frauenbild. etc.
    Brat mir nicht Dein abgelaufenes Zeug aus den 70ern auf, und da war es auch nicht völlig aus der Luft gegriffen.

    Zitat Zitat von Uncas
    sind genetisch bedingt unintelligenter etc." Letztere Aussage findest du ja sogar verklausuliert bei Sarrazin, der von deutschen als Lippizanern und Ausländern (vor allem Muslimen) als belgischen Ackergäulen spricht.
    Ob das jetzt wirklich voll durchdacht ist, sich mit einem schnöseligen Luxusvieh zu assoziieren und das mit einem nützlichen, etwas leistenden Tier zu kontrastieren, bezweifle ich mal frech und gehe auch nicht mit.

    Zitat Zitat von Uncas
    Ganz eindeutig, welche biologistisch-rassistische Vorstellung dahinter steht. Und das ist weiter verbreitet, als du es wahrnimmst.
    Mir scheint, du schaust da nicht so genau hin, aus welchem Grund auch immer.
    Nein, da schaue ich nicht so genau hin, ich habe den Sarrazin nicht gelesen und lese auch anderes Zeug von anderen Typen nicht, die meinen ihre Gruppe sei via Erbgut aufgebrezelt.


    Zitat Zitat von Uncas
    Es ist eine Vereinfachungsstrategie, eine intellektuelle Abkürzung, die im Dschungel Sinn macht (Schlangen sind giftig, renn weg, auch wenn nicht alle Schlangen giftig sind, aber man geht lieber kein Risiko ein), aber im Kontext menschlicher Gesellschaften ziemlich häufig und treffsicher zu Fehlannahmen führt.
    Das stelle ich Dir auf umstritten, die meisten Gruppen bekommen die richtigen Punkte gebucht. Die Trefferquote liegt hoch. Natürlich gibt es Veränderungen und dann bezüglich der Punkte einen Nachlauf.
    Das Frauen früher eher selten Lokführerinnen geworden sind, so Richtung eher gar nicht, liegt einfach daran, dass sie viel schlechter Kohlen schippen können und wohl sowohl darauf, als auch auf das allgemeine Umfeld dieses Arbeitsplatzes keinen Bock hatten - keine Diskriminierung. Jetzt haben wir Elektroloks, bei denen man nur noch Knöbbsche drücken muss, Körperkraft ist keine Anforderung mehr. Fahren immer noch mehr Männer Loks, ich weiß nicht warum, ist mir aber egal. Es mag noch einige konservative Eisenbahner geben, die Frauen nicht im Lokführerstand sehen wollen, den Grund aber wohl auch nicht wissen.




    Zitat Zitat von Uncas
    Ok, jetzt wird also doch zwischen verschiedenen Segmenten innerhalb einer Gruppe unterschieden. Meist macht man das ja, wenn einem die eine Gruppe näher steht.
    Da gibt es kein "doch", die Auswahl einer angemessenen Detailtiefe im Spannungsfeld zwischen Genauigkeit und Aufwand ist genau der zentrale Punkt beim Erstellen von Kategorien.


    Zitat Zitat von Uncas
    Nichtsdestotrotz brauchen die "Hautfarbenkritiker" keine Munition. Die finden immer etwas. Im Fall Özil nervt es nur noch, dass man berechtigte Kritik von vorgeschobener kaum noch unterscheiden kann.
    Korrekt, das nervt und Özil hat diese Situation selbst herbeigeführt. Er hat erst Scheiße gebaut und als Rechtfertigungsmanöver ein neues Thema aufgemacht, bei dem er andere beschuldigt hat. Nicht das das selten wäre.

    Zitat Zitat von Uncas
    Damit meinte ich Menschen, die die Scharia anstatt weltlicher Gesetze wollen (das will die reisserische Umfrage ja implizieren). Wenn du meinst, dass Hardcore-Erdogan Fans oder Mekka-Pilger links sind, na dann, da habe ich etwas andere Erfahrungen gemacht.
    Das sind einfach deutlich mehr, als bei anderen relevanten Einwanderergruppen. Machen Inder eine Welle, versucht die Regierung hier rumzugrabbeln? Deutschland hat jetzt einen rechtsautoritären Anteil von ca. 15%, der stark angestiegen ist, durch eine schiefgegangene humanitäre Geste. Ich denke nämlich das Merkel nur einige 10.000 Menschen aufnehmen wollte, die in Ungarn festsaßen. Allerdings haben dann die anderen Staaten auf der Migrationsroute auf Durchzug gestellt, was zu einer potentiell unbegrenzten Einwanderung führt. Das ist nicht konsensfähig und es ist zudem progressiv nicht konsensfähig, d.h. je mehr Migranten kommen, desto mehr verschiebt sich die politische Mitte nach rechts. Die Bürger gehen über wie bei einem Schiff mit Schlagseite. Ein zusätzliches Problem, ist das schon vorher Goodwill verbrannt wurde, mit dem überaus dämlichen EU-Beitrittsprogramm der Türkei, mit vom EuGH ausgeweiteten sozialen Transfers an EU-Ausländer, durch Dummstellerei gegenüber reisenden Intensivtätern bei der Kriminalität.




    Zitat Zitat von Uncas
    Und wie das so ist, wenn man sich in einer Identitätskrise befindet, wie viele muslimische Menschen in Deutschland, dann steigert man sich immer in irgendeine selbstgestrikte, glorifizierte Identität hinein. Das ist dann halt der Islam, denn Deutschland sendet ganz klare Signale, dass es sie nicht will, egal was sie machen. Es fällt also als Identifikationsmöglichkeit weg..
    Womit wir wieder beim Thema Özil wären.
    Das ist aber ein echtes Problem, wenn man a la "Islam gehört zu Deutschland" in die Identität anderer hineindrängt, dann ist das invasiv. Ich fühle mich deutsch, habe aber keinerlei Beziehungen zum Islam. Was soll ich jetzt mit diesem Balkon anfangen, dessen Design mir zudem nicht passt. Ich pappe mir den jetzt nicht an mein Identitätshaus. Und sorry, damit sollten Moslems klarkommen können. Du kannst Dir den Balkon setzen, Deine Frau hat ihn. Ich steige Euch nicht mit dem Presslufthammer drauf und meissel das Ding runter. Als Gegenleistung verlange ich, dass Ihr mir keine nicht autorisierten Bohrlöcher in die Fassade setzt. Dieses Konzept heißt Toleranz und Vielfalt. Ich darf ein anderes Deutschlandbild haben als ihr.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Verbalwalze für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (07.08.2018)

  3. #107
    Don Cordhoot Avatar von Wieben Klas
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    Özil hat dumm und eitel gehandelt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

    Seine letzte Konsequenz, der Rücktritt aus der Nationalmannschaft, war richtig und hat einen letzten Rest seiner Ehre gerettet.
    De Leve Gott wull, dat wi in de Nacht eten.
    Sünst harr he nich dat Lücht in Köhlschapp mookt.

  4. #108
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    .... Das ist aber ein echtes Problem, wenn man a la "Islam gehört zu Deutschland" in die Identität anderer hineindrängt, dann ist das invasiv. Ich fühle mich deutsch, habe aber keinerlei Beziehungen zum Islam. Was soll ich jetzt mit diesem Balkon anfangen, dessen Design mir zudem nicht passt. Ich pappe mir den jetzt nicht an mein Identitätshaus. ...
    Wie sieht das denn aus? Ich vermute mal, du hast auch keinerlei Beziehungen zu Punks, Goth und Rockern, gehören die zu Deutschland? Was ist mit Buddhisten, oder orthodoxen Juden und deren Einstellungen zu Frauen?
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  5. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    jaki01 (07.08.2018), sahar (06.08.2018)

  6. #109
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    ...................Das ist aber ein echtes Problem, wenn man a la "Islam gehört zu Deutschland" in die Identität anderer hineindrängt, dann ist das invasiv. Ich fühle mich deutsch, habe aber keinerlei Beziehungen zum Islam. .........
    Die dt. Kultur ist seit dem 6./7. Jahrhundert durch den Islam mit geprägt worden, spätestens mit den Kreuzzügen kamen die Orientalischen Einflüsse voll zum Tragen und Kaiser Friedrich von Hohenstaufen war eine kulturelle Säule für die Entwicklungen im Mittelalter. Danach erblühten in der Renaissance die Wissenschaften insbesondere durch den Einfluss persischer und arabischer Wissenschaftler. Europas Aufstieg wäre ohne den Islam und die Verbindung zum Orient undenkbar gewesen. Die nächste Welle hinsichtlich islamischen Einflusses löste Napoleons Ägyptenfeldzug aus. Selbst Goethe war angetan von der persischen und arabischen Kultur, wie der "West-Östliche-Diwan" belegt.

  7. #110
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Was soll das jetzt für eine Nebenbedingung sein? "Größerer" Migrationsschub?
    Es ist ein Unterschied ob 1000 Menschen migrieren oder 1 Million.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ruhrpolen: Schub ca. 1880, weg zum WK2 (< 65 Jahre), die seinerzeitigen Machthaber waren da ziemlich aufmerksam.
    Westeuropäer untereinander "verschwinden" praktisch sofort. Da bleiben vielleicht noch Restaurants (Italiener z.B.) übrig, aber denen geht jetzt schon der "native Feel" weg, weil die Bedienung akzentfrei deutsch spricht. (< 60 Jahre)
    Und die meiner Erfahrung nach meist von Arabern oder Türken betrieben werden, heutzutage.

    Ungefähr so:
    https://www.youtube.com/watch?v=d1FDP-PRVQY

    Das Westeuropäer untereinander schnell verschwinden, sehe ich auch nicht. Es gibt unzählige ethnische Enklaven, weltweit, in denen man lange Zeit unter sich geblieben ist, teilweise bis heute. Alleine die Anzahl der "Little Italys" ist da erhellend.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Little_Italy


    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Da solltest Du mal rechnen. 1824 angeworben und zum ersten WK wurde Druck aufgebaut, das sind keine 100 Jahre. Und die Besonderheit ist, dass die Deutschen geschlossen im Dschungel abgeladen wurden. Wie sollen sie sich denn da "integrieren", wenn sie alleine sind. In diese Besonderheit fallen auch die Wolgadeutschen.
    Ja, ok, sind 90 Jahre und nicht 100.
    Die Ausländer in Deutschland wurden lange in Wohnheimen oder eng begrenzten Arealen abgeladen, die nahe ihrer Fabriken waren und die sie nicht weiträumig verlassen durften (war in der Aufenthaltsgenehmigung vermerkt). In Abteilungen, die zum Großteil aus Ausländern bestanden. Und für deren Kinder wurden rein ausländische Klassen geschaffen. Wie sollen die sich da "integrieren"?


    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Die Behauptung stelle ich Dir ebenfalls auf umstritten. Da hätte ich gerne mal eine Quelle, dass die Mehrheit der Chinesen in den USA nicht integriert ist. Das ist Quatsch, Asiaten werden sogar systematisch diskriminiert, sie würden sonst zuviele Studienplätze besetzen und das Bild von Universitäten in unerwünschter Weise aufhellen.
    Das legt deine doppelten Standards sehr schön offen. Denn ihre Kultur behalten sie und auch ihre Sprache pflegen sie. Bei Asiaten reicht es dir, wenn sie sich an die Gesetze halten und arbeiten gehen. Bei Muslimen stört auch die Kultur. Auf deiner rein subjektiven Geschmacksbasis. Das ist der Kern des Problems.
    Ganz abgesehen davon, ist das eine sehr oberflächliche Annäherung an das Thema.
    Nehmen wir Vancouver. Vancouver ist um die 50% asiatisch/chinesisch. Die Chinesen beherrschen dort das organisierte Verbrechen (Heroinhandel aus Südostasien) und es wird ihnen vorgeworfen, durch Familiennachzug massiv in die Sozialsystem einzuwandern. Viele holen nämlich ihre Eltern aus China nach und stecken sie in kanadische Altersheime, ohne das diese je eingezahlt hätten.
    In San Francisco ist das Bild ähnlich. Dort gibt es sogar seit Ewigkeiten "Tongs". Institutionen, die für Paralleljustiz sorgen, ähnlich wie arabische Friedensrichter.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen

    Die machen aber keinen Stress.
    Die große Mehrheit der in Deutschland lebenden Ausländer auch nicht. Auch nicht die der Muslime.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ich habe Dir die "Stereotypen" benannt, die ich den Türken einbuche. Selbst erlebt, bestätigt von Prominenten (jenem Özil) und offiziellen Wahlergebnissen. Starke rechtsautoritäre Tendenzen, mit Neigung zu Selbstjustiz, seltsamem Frauenbild. etc.
    Brat mir nicht Dein abgelaufenes Zeug aus den 70ern auf, und da war es auch nicht völlig aus der Luft gegriffen.
    Na immerhin bezeichnest du es jetzt als abgelaufen und nicht als nicht existent. Wir nähern uns also den Fakten an.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ob das jetzt wirklich voll durchdacht ist, sich mit einem schnöseligen Luxusvieh zu assoziieren und das mit einem nützlichen, etwas leistenden Tier zu kontrastieren, bezweifle ich mal frech und gehe auch nicht mit.
    "Undurchdacht" ist nett euphemistisch. Es ist biologistisch und rassistisch. Undzwar deutlich.


    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Das stelle ich Dir auf umstritten, die meisten Gruppen bekommen die richtigen Punkte gebucht. Die Trefferquote liegt hoch. Natürlich gibt es Veränderungen und dann bezüglich der Punkte einen Nachlauf.
    Das Frauen früher eher selten Lokführerinnen geworden sind, so Richtung eher gar nicht, liegt einfach daran, dass sie viel schlechter Kohlen schippen können und wohl sowohl darauf, als auch auf das allgemeine Umfeld dieses Arbeitsplatzes keinen Bock hatten - keine Diskriminierung. Jetzt haben wir Elektroloks, bei denen man nur noch Knöbbsche drücken muss, Körperkraft ist keine Anforderung mehr. Fahren immer noch mehr Männer Loks, ich weiß nicht warum, ist mir aber egal. Es mag noch einige konservative Eisenbahner geben, die Frauen nicht im Lokführerstand sehen wollen, den Grund aber wohl auch nicht wissen.
    Weil das jetzt zu komplex werden würde, präsentiere ich dir einfach mal das hier:

    But this racial or ethnic stereotyping is a collectivist way of thinking. It judges a person not by his own character and actions, but by the characters and actions of a collective of ancestors – as if values and character are determined before one is born. It is based implicitly on the irrational and discredited doctrine of inherited, innate knowledge. So while stereotyping may provide cognitive shortcuts, it leads to false conclusions. It is an obstacle to human thought and social progress
    https://www.fff.org/explore-freedom/...h-stereotypes/


    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Korrekt, das nervt und Özil hat diese Situation selbst herbeigeführt. Er hat erst Scheiße gebaut und als Rechtfertigungsmanöver ein neues Thema aufgemacht, bei dem er andere beschuldigt hat. Nicht das das selten wäre.
    Den ersten Teil des Satzes hat mein türkischer Schwager heute fast genauso gesagt. Letzteres findet man auf beiden Seiten zu gleichen Teilen.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Das sind einfach deutlich mehr, als bei anderen relevanten Einwanderergruppen. Machen Inder eine Welle, versucht die Regierung hier rumzugrabbeln?
    Nein, aber dort wo sie signifikante Anteile stellen. Hindus in UK fordern hinduistische Feiertage. Modi hat sogar eine Wahlkampftour im Ausland gemacht (Südafrika, UK), etwas bei dem kognitive Abkürzungen nehmende Deutsche davon ausgegangen sind, dass es nur türkische Dampfplauderer machen.
    Aber sie haben da nicht richtig recherchiert. Bzw. gar nicht, weil das Urteil vor dem Argument da war.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Deutschland hat jetzt einen rechtsautoritären Anteil von ca. 15%, der stark angestiegen ist, durch eine schiefgegangene humanitäre Geste. Ich denke nämlich das Merkel nur einige 10.000 Menschen aufnehmen wollte, die in Ungarn festsaßen. Allerdings haben dann die anderen Staaten auf der Migrationsroute auf Durchzug gestellt, was zu einer potentiell unbegrenzten Einwanderung führt. Das ist nicht konsensfähig und es ist zudem progressiv nicht konsensfähig, d.h. je mehr Migranten kommen, desto mehr verschiebt sich die politische Mitte nach rechts. Die Bürger gehen über wie bei einem Schiff mit Schlagseite. Ein zusätzliches Problem, ist das schon vorher Goodwill verbrannt wurde, mit dem überaus dämlichen EU-Beitrittsprogramm der Türkei, mit vom EuGH ausgeweiteten sozialen Transfers an EU-Ausländer, durch Dummstellerei gegenüber reisenden Intensivtätern bei der Kriminalität.
    Alles schön und gut. Diskutabel. Wie sieht dein Erklärungsansatz dafür aus, dass es in der Türkei gar nicht so anders gelaufen ist? Was verschafft Erdogan diesen Zuspruch, gerade bei Deutsch-Türken, wo er noch spürbar höher ist als in der Türkei? Was ist die Anomalie in Deutschland, was verursacht sie?
    Warum haben UK-Türken anders gewählt, teils drastisch?



    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Das ist aber ein echtes Problem, wenn man a la "Islam gehört zu Deutschland" in die Identität anderer hineindrängt, dann ist das invasiv. Ich fühle mich deutsch, habe aber keinerlei Beziehungen zum Islam. Was soll ich jetzt mit diesem Balkon anfangen, dessen Design mir zudem nicht passt. Ich pappe mir den jetzt nicht an mein Identitätshaus. Und sorry, damit sollten Moslems klarkommen können. Du kannst Dir den Balkon setzen, Deine Frau hat ihn. Ich steige Euch nicht mit dem Presslufthammer drauf und meissel das Ding runter. Als Gegenleistung verlange ich, dass Ihr mir keine nicht autorisierten Bohrlöcher in die Fassade setzt. Dieses Konzept heißt Toleranz und Vielfalt. Ich darf ein anderes Deutschlandbild haben als ihr.
    Gegenfrage. Ich bin Atheist. Warum sollte ich mir gefallen lassen, das Protestantismus und Katholizismus zu Deutschland gehören? Die haben sich hier invasiv etabliert. Im Gegensatz zum Islam, der eingeladen wurde. Als erstes waren die Kelten hier (und eventuelle Neandertaler mit einer unbekannten Kultur). Was machen wir mit all diesen Einflüssen, die sich einfach hier etabliert haben? Aus Trotz ablehnen, entgegen der Realität?
    Geändert von Uncas (07.08.2018 um 10:39 Uhr)
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  8. Folgende 7 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    Diogenes2100 (07.08.2018), grauer kater (07.08.2018), jaki01 (07.08.2018), Jossi (11.08.2018), Pasodoble (07.08.2018), PrometheusXL (07.08.2018), Verbalwalze (07.08.2018)

  9. #111
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen

    Alles schön und gut. Diskutabel. Wie sieht dein Erklärungsansatz dafür aus, dass es in der Türkei gar nicht so anders gelaufen ist? Was verschafft Erdogan diesen Zuspruch, gerade bei Deutsch-Türken, wo er noch spürbar höher ist als in der Türkei? Was ist die Anomalie in Deutschland, was verursacht sie?
    Warum haben UK-Türken anders gewählt, teils drastisch?
    Weil die Deutsch-Türken "Verhandlungsmasse" für Erdogan sind und in ihrer Anzahl ein größeres politisches Gewicht haben als die in UK.Einmal in absoluten Zahlen und im prozentualem Anteil an der Gesamtbevölkerung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...ile_nach_Staat

    Gleichzeitig ist natürlich die wirtschaftliche/politische Beziehung der T zu D eine andere als die der T zum UK.Vor dem 2 Weltkrieg hat der Addi ähnliche politische Spielchen mit den Deutschamerikanern gespielt und versucht sie "Heim ins Reich" zu holen.Allerdings unterlagen relativ wenige Amerikanern diesem Balzverhalten (verständlich).
    Ähnliches gilt für Bevölkrungsgruppen aus dem Osten die für heutige Potentaten zum Objekt der Begierde avancieren (aus den gleichen Gründen).

    Loki manifestiert sich in vielen Personen unserer heutigen Zeit.
    Geändert von Schopenhauer (07.08.2018 um 11:05 Uhr)

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    PrometheusXL (07.08.2018)

  11. #112
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Damals - bei den Naziverbriggern - hießen die im Ausland lebenden Deutschen "Volksdeutsche", die "der Ruf" ereilte, entweder "heim ins Reich" zu kommen, oder an ihrem Platz für das deutschen Volk einzustehen.

    Auf die eine oder andere Weise wiederholen sich die Dinge und Geschehnisse immer wieder - es gibt nur sehr wenig wirklich Neues.
    Geändert von PrometheusXL (07.08.2018 um 10:37 Uhr) Grund: i
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  12. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (07.08.2018), Schopenhauer (07.08.2018), Uncas (07.08.2018)

  13. #113
    SKEPSIS IST NÖTIG ! Avatar von Jossi
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Genau das habe ich, wenn auch in etwas anderer Form, mit deutschen Touristen auch schon mehrfach erlebt. Verstehe ich auch nicht.
    Mein lustigstes Erlebnis letztlich am Lago Maggiore :
    Im Strandcafe kreischt eine Frau im schönsten Sächsisch " Frollein, isch kriesch ne Soljanga…,gälle "
    Italienische Kellnerin versteht nix und zuckt mit den Schultern..
    Faucht die Sächsin laut durchs Cafe " Wassn das firr n Land,- geene Guldur unn Soljanga genn die ohch nisch "
    Ich glaube, deutscher geht's nimmer mehr...
    ( Vorsicht , meine Beiträge können Spuren von badischem Humor enthalten )

    Ich bin nicht so blöde ,-
    wie ich vielleicht aussehe !!

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu Jossi für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (07.08.2018)

  15. #114
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Hier mal ein kleiner Beitrag aus Panorama...

  16. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    Jossi (07.08.2018), PrometheusXL (07.08.2018), Uncas (07.08.2018)

  17. #115
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    Zitat Zitat von Jossi Beitrag anzeigen
    Mein lustigstes Erlebnis letztlich am Lago Maggiore :
    Im Strandcafe kreischt eine Frau im schönsten Sächsisch " Frollein, isch kriesch ne Soljanga…,gälle "
    Italienische Kellnerin versteht nix und zuckt mit den Schultern..
    Faucht die Sächsin laut durchs Cafe " Wassn das firr n Land,- geene Guldur unn Soljanga genn die ohch nisch "
    Ich glaube, deutscher geht's nimmer mehr...
    Bei mir war es unter anderem: "2 Brötchen please." Die Bedienung schaut mich verdutzt an und weiss nicht was die deutsche Oma von ihr will.

    In einem Kaff in den Rocky Mountains.
    Geändert von Uncas (07.08.2018 um 12:34 Uhr)
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  18. #116
    SKEPSIS IST NÖTIG ! Avatar von Jossi
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Hier mal ein kleiner Beitrag aus Panorama...
    Sehr gute Dokumentation,- dem ist nichts hinzu zu fügen...
    ( Außer vielleicht die Überlegung ,- das wir alle tief in uns gehen und uns selbst immer wieder hinterfragen sollten )
    ( Vorsicht , meine Beiträge können Spuren von badischem Humor enthalten )

    Ich bin nicht so blöde ,-
    wie ich vielleicht aussehe !!

  19. Folgender Benutzer sagt Danke zu Jossi für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (07.08.2018)

  20. #117
    Politopia-Urgestein Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Es ist ein Unterschied ob 1000 Menschen migrieren oder 1 Million.
    Prinzipiell können wir da wohl mal Konsens machen, wenn man das Mischungsverhältnis zwischen "Älter Eingesessenen" und "Neuen" hernimmt. Wenn also eine Personengruppe angeworben wird, irgendwo im Nirgendwo zu siedeln (z.B. Wolgadeutsche oder 1824er Brasiliendeutsche), wo es praktisch gar keine "Älteren" gibt, findet auch keine Integration statt, für praktisch einen beliebigen Zeitraum, es gibt ja nichts zu integrieren.


    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Und die meiner Erfahrung nach meist von Arabern oder Türken betrieben werden, heutzutage.
    Ungefähr so:
    https://www.youtube.com/watch?v=d1FDP-PRVQY
    Ist zwar witzig, aber Comedy und/oder Kabarett sind keine Informationsquellen. Ich habe auch schon gelesen, dass bei den Rom-Italienern, sehr viele Pakistaner bei der Herstellung der Pizza beteiligt sind, aber die Fassade steht da noch.
    Und bei diesem Thema würde mir ein rothaariger, sommersprossiger Keller die Experience beim Asiaten versauen. Ebenso ein Japaner im "Irish Pub".

    Zitat Zitat von Uncas
    Das Westeuropäer untereinander schnell verschwinden, sehe ich auch nicht. Es gibt unzählige ethnische Enklaven, weltweit, in denen man lange Zeit unter sich geblieben ist, teilweise bis heute. Alleine die Anzahl der "Little Italys" ist da erhellend.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Little_Italy
    Viel erhellender sind aber die vielen Länder, die nicht auf dieser Liste stehen, in Europa. Drei EU-Länder, sieben Einträge, davon 3 ehemalige (UK).
    Wir halten fest, Westeuropäer sind vollkompatibel, Bis auf einige Sprach-Herausforderungen geht das "Zack die Wurst".



    Zitat Zitat von Uncas
    Ja, ok, sind 90 Jahre und nicht 100.
    Ich darf Dich nochmal daran erinnern, dass Du über 100 geboten hast. Das Beispiel ist zudem schwerstkontaminiert, wegen der Besiedlung einer abgelegenen Region.

    Zitat Zitat von Uncas
    Die Ausländer in Deutschland wurden lange in Wohnheimen oder eng begrenzten Arealen abgeladen, die nahe ihrer Fabriken waren und die sie nicht weiträumig verlassen durften (war in der Aufenthaltsgenehmigung vermerkt). In Abteilungen, die zum Großteil aus Ausländern bestanden. Und für deren Kinder wurden rein ausländische Klassen geschaffen. Wie sollen die sich da "integrieren"?
    Zu dem Zeitpunkt sollten sie das ja auch nicht, sie sollten ja wieder gehen. Und das ist schon ein wenig her, kannst Du selbst mal nachschauen, aber es sind wohl 40+ Jahre.
    Man kann einfach mal vergleichen, wie sich die jugoslawischen "ic"e integriert haben, aus der Gastarbeiterwelle und aus den jugoslawischen Kriegen. Als Gruppe sind die gar nicht mehr wahrnehmbar.



    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Das legt deine doppelten Standards sehr schön offen. Denn ihre Kultur behalten sie und auch ihre Sprache pflegen sie. Bei Asiaten reicht es dir, wenn sie sich an die Gesetze halten und arbeiten gehen. Bei Muslimen stört auch die Kultur. Auf deiner rein subjektiven Geschmacksbasis. Das ist der Kern des Problems.
    Ganz abgesehen davon, ist das eine sehr oberflächliche Annäherung an das Thema.
    Nehmen wir Vancouver. Vancouver ist um die 50% asiatisch/chinesisch. Die Chinesen beherrschen dort das organisierte Verbrechen (Heroinhandel aus Südostasien) und es wird ihnen vorgeworfen, durch Familiennachzug massiv in die Sozialsystem einzuwandern. Viele holen nämlich ihre Eltern aus China nach und stecken sie in kanadische Altersheime, ohne das diese je eingezahlt hätten.
    In San Francisco ist das Bild ähnlich. Dort gibt es sogar seit Ewigkeiten "Tongs". Institutionen, die für Paralleljustiz sorgen, ähnlich wie arabische Friedensrichter.
    Ich empfehle Dir mal das hier
    https://en.wikipedia.org/wiki/Chines...r#Demographics
    Deine Zahlen sind wie immer falsch.
    Und die Einwanderung hat nach 1964 begonnen. Das sind wohl keine 50 Jahre Integrationszeit. Wie diese erhebliche Einwanderung erlebt wird, muss man die Kanadier fragen.
    Chinesen haben außerdem keinen terroristischen Anteil, Chinesen gehen nicht auf IS-Tour.
    Da ich Schubladen unterhalte ... Chinesen sind top-de-luxe-Einwanderer, die sich überall erfolgreich einfügen und auch hervorragende Akzeptanz geniessen.

    Zitat Zitat von Uncas
    Die große Mehrheit der in Deutschland lebenden Ausländer auch nicht. Auch nicht die der Muslime.
    Ich sehe bei Einwanderern aus muslimischen Ländern den Stressmakercontent höher. Insbesondere auch in der Topkategorie Terroristen.


    Zitat Zitat von Uncas
    Na immerhin bezeichnest du es jetzt als abgelaufen und nicht als nicht existent. Wir nähern uns also den Fakten an.
    Lass diese rhetorischen Manöver, ich habe mich bei dieser Aussage gar nicht bewegt. Es sollte doch völlig klar sein, dass aufgrund der Auswahl der türkischen Gastarbeiter die Vorurteile, die bei der Erstankunft entstanden (!) gerechtfertigt waren.

    Zitat Zitat von Uncas
    Weil das jetzt zu komplex werden würde, präsentiere ich dir einfach mal das hier:
    https://www.fff.org/explore-freedom/...h-stereotypes/
    Das ist mir zu allgemein, machen wir es mal konkret und schön kontrovers.
    Wenn man feststellt, dass bei Personenkontrollen, eine Personengruppe mit bestimmten äußeren Merkmalen, ungefähr doppelt so oft einen Treffer hat, wie der Rest der Bevölkerung, dann ist es ressourcenschonend bei dieser Personengruppe öfter zu kontrollieren.
    Dabei gibt es einen Nebeneffekt, dass die Personen dieser Gruppe, die keinen Treffer erzeugen, öfter kontrolliert werden, als Personen die nicht zur Gruppe gehören.
    Zu beachten ist ebenfalls, das durch die erhöhte Kontrollhäufigkeit bei dieser Gruppe mehr Treffer entstehen. Für die Planung weiterer Kontrollen müssen immer die Treffer pro kontrollierte Person herangezogen werden.
    Durch Verfeinerung der Kategorisierung ist es wahrscheinlich möglich, noch genauer zu kontrollieren.
    Selbstverständlich kannst Du entscheiden, dass Dir die vermehrten Treffer die vermehrte Kontrolllast nicht wert sind.

    Zitat Zitat von Uncas
    Den ersten Teil des Satzes hat mein türkischer Schwager heute fast genauso gesagt. Letzteres findet man auf beiden Seiten zu gleichen Teilen.
    Der Verteilungsschlüssel in einem konkreten Fall ist mir schlicht egal. Wenn Du genug Informationen in einem Einzelfall hast, brauchst Du keine Kategorien mehr. Dann nimmt man nicht mehr die Kategorien zur Beurteilung des Einzelfalls, sondern den Einzelfall zur Bildung der Kategorien.

    Zitat Zitat von Uncas
    Nein, aber dort wo sie signifikante Anteile stellen. Hindus in UK fordern hinduistische Feiertage. Modi hat sogar eine Wahlkampftour im Ausland gemacht (Südafrika, UK), etwas bei dem kognitive Abkürzungen nehmende Deutsche davon ausgegangen sind, dass es nur türkische Dampfplauderer machen.
    Nein, das machen nur Krawallheinzen und die Türkei hat gerade einen. Indien auch. Frankreich hatte mal einen, der sich in Kanada auf den Marktplatz gestellt hat und dort "Vive le Quebec libre" von sich gegeben hat. Kommt aber nicht so gut.

    Zitat Zitat von Uncas
    Alles schön und gut. Diskutabel. Wie sieht dein Erklärungsansatz dafür aus, dass es in der Türkei gar nicht so anders gelaufen ist? Was verschafft Erdogan diesen Zuspruch, gerade bei Deutsch-Türken, wo er noch spürbar höher ist als in der Türkei? Was ist die Anomalie in Deutschland, was verursacht sie?
    Warum haben UK-Türken anders gewählt, teils drastisch?
    Weil die UK-Türken anders gecastet worden sind. Das ist eine andere sozioökonomische Gruppe, sieh den Beitrag von Schopi.

    Zitat Zitat von Uncas
    Gegenfrage. Ich bin Atheist. Warum sollte ich mir gefallen lassen, das Protestantismus und Katholizismus zu Deutschland gehören?
    Wegen der Geschichte, "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation", Ok total hochtrabend, aber für hunderte Jahre prägend mit und gegen die katholische Kirche. Weil es immer noch die größten Religionsgemeinschaften sind und weil der Protestantismus lutherischer Prägung in D angerührt wurde. Calvinismus z.B. würde ich eher bei den Schweizern und Holländern verorten, nicht in D, trotz des Einflusses. Abgrenzung muss sein, sonst gibt es einfach nur einen großen Brei.

    Zitat Zitat von Uncas
    Die haben sich hier invasiv etabliert.
    Das ist im Falle lutherischer Protestantismus schlicht Unfug. Und der germanische Religionsurschlamm von davor gehört auch zu Deutschland. Atheismus wegen des Verursacherprinzips und der Verbreitung ebenfalls.

    Zitat Zitat von Uncas
    Im Gegensatz zum Islam, der eingeladen wurde.
    Dem ist nicht so. Es hat kaum einer "Islam" bestellt, weil der vermisst wurde. Ich empfehle Dir diese Argumenationslinie nicht zu verfolgen, weil das diejenigen, die weniger begeistert vom Islam sind, erheblich provoziert. Der Islam ist opportunistisch unbeabsichtigt mit eingeladenen Personen mitgekommen.
    Zu versuchen den Islam über die Person durchzudrücken birgt eine Rückschlagsgefahr, da andersrum die Ablehnung des Islams auf die Person übertragen werden kann. Wenn Du die Verbindung setzt, kannst Du sie nicht unidirektional halten.

    Zitat Zitat von Uncas
    Als erstes waren die Kelten hier (und eventuelle Neandertaler mit einer unbekannten Kultur). Was machen wir mit all diesen Einflüssen, die sich einfach hier etabliert haben? Aus Trotz ablehnen, entgegen der Realität?
    Der Islam hat noch keinen/wenig Einfluss auf die nichtislamische Bevölkerung, das bedeutet abwarten. Und es ist eine äußerst heikle Kiste da der Einfluss nicht unbedingt als positiv und gewünscht empfunden wird.

    Ich habe eine Russin geheiratet (russisch-orthodox), es gibt inzwischen auch viele orthodoxe Menschen hier, trotzdem gehört für mich die orthodoxe Kirche auch nicht zu Deutschland. Und orthodoxe haben soweit ich weiß auch nicht das Bedürfnis ihre Religion in das Deutschlandbild einzurammen.

    Worauf es mir besonders ankommt, ist dass Du nicht mein Deutschlandbild bestimmen darfst und ich auch nicht Deins. Sage/denke also: "Ich finde, der Islam gehört zu Deutschland."
    Aber versuche nicht anderen diese DEINE Meinung aufzudrücken. Das heißt nicht, dass Du das nicht mit Argumenten vertreten darfst oder schweigen sollst. Aber bitte keine solche Nummern wie "Der Islam wurde eingeladen".

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
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  21. #118
    Politopia-Urgestein Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Wie sieht das denn aus? Ich vermute mal, du hast auch keinerlei Beziehungen zu Punks, Goth und Rockern, gehören die zu Deutschland?
    Korrekt, über die habe ich nicht nachgedacht, d.h. ich habe dazu keine Meinung. Und mir fällt jetzt auch nichts ein, warum ich die in mein Mosaik einbauen sollte.
    Vielleicht eine kleine Erläuterung, es muss keinesfalls gleich jeder und alles exorziert werden, der/das nicht dazu gehört.

    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Was ist mit Buddhisten, oder orthodoxen Juden und deren Einstellungen zu Frauen?
    Buddhisten/Buddismus nein, was haben die für eine Beziehung zu D? Juden ja und es sollte doch klar sein, warum das so ist.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
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  22. #119
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    Zitat Zitat von Jossi Beitrag anzeigen
    Sehr gute Dokumentation,- dem ist nichts hinzu zu fügen...
    ( Außer vielleicht die Überlegung ,- das wir alle tief in uns gehen und uns selbst immer wieder hinterfragen sollten )
    Richtig!Und da dies nur von jedem selbst getan werden kann habe ich es aufgegeben als Don Quijote unterwegs zu sein.Ich werde mich aber weiterhin dafür einsetzen das Unrecht nicht zu Recht (Gesetz) wird.Ich werde weiterhin meine Meinung sagen und diese anderen darlegen, um so eine Alternative anzubieten.Aber ich habe endgültig damit abgeschlossen zu erwarten, dass der Mensch und seine unberechenbaren Emotionen zu ändern wären.Und das meine ich global bezogen.

    Ich denke, dass der Mensch eine großartige Zukunft haben kann/wird und das er auch in seinem Wesen/Verhalten noch lange nicht am Ende ist, aber dies bewegt sich in Trippleschritten und mein bescheidenes Leben ist dagegen nur ein Wimpernschlag.

  23. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (08.08.2018), Jossi (07.08.2018), PrometheusXL (07.08.2018), Uncas (07.08.2018)

  24. #120
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Prinzipiell können wir da wohl mal Konsens machen, wenn man das Mischungsverhältnis zwischen "Älter Eingesessenen" und "Neuen" hernimmt. Wenn also eine Personengruppe angeworben wird, irgendwo im Nirgendwo zu siedeln (z.B. Wolgadeutsche oder 1824er Brasiliendeutsche), wo es praktisch gar keine "Älteren" gibt, findet auch keine Integration statt, für praktisch einen beliebigen Zeitraum, es gibt ja nichts zu integrieren.
    Wenn man also in einen dünn besiedelten Landstrich zieht, dann muss man sich weder integrieren oder assimilieren. Ziemlich schwammiges Kriterium. Ab welcher Besiedlungsdichte muss man denn damit anfangen?
    Es ging mir derweil eigentlich nur um eines. Größere Migrationsschübe assimilieren sich entweder grundsätzlich nicht oder nur über sehr lange Zeiträume. Irgendwo zu leben, seine Kultur beizubehalten und sich an die Gesetze zu halten ist Integration.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Viel erhellender sind aber die vielen Länder, die nicht auf dieser Liste stehen, in Europa. Drei EU-Länder, sieben Einträge, davon 3 ehemalige (UK).
    Wir halten fest, Westeuropäer sind vollkompatibel, Bis auf einige Sprach-Herausforderungen geht das "Zack die Wurst".
    Ist ja eine Binsenweisheit. Ein Chinese in Shenzhen fällt in Hong Kong weniger auf als ein Yoruba. Dafür sticht der Chinese in Nigeria ziemlich heraus.
    Sprich, sich sehr nahe stehende Kulturen verschmelzen tendenziell leichter miteinander. Aber selbst das muss nicht sein.
    Wenn du Uk anschaust, dann ist es dort dasselbe. Inder, Pakistanis, Jamaikaner, Araber, Tamilen, Chinesen etc. haben da ihre eigenen Subkulturen und assimilieren sich nicht. Wie gesagt, Hindus fordern in Uk sogar, dass ihre Feiertage offiziell werden.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ich darf Dich nochmal daran erinnern, dass Du über 100 geboten hast. Das Beispiel ist zudem schwerstkontaminiert, wegen der Besiedlung einer abgelegenen Region.
    100-150. Ist natürlich ein Mittelwert. Mal ging es vielleicht etwas schneller, aber mal dauerte es auch noch länger.
    Und manchmal geschah es gar nicht. Nimm die Siebenbürger Schwaben in Rumänien, die im 12. Jahrhundert nach Rumänien gingen oder andere Deutsche, die später gingen. Die sehen sich heute noch als Deutsche. Hatte in meiner letzten Firma einen Kollegen von denen. Wie gesagt, ich kann dir den ganzen Tag Beispiele hier reinpflastern.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Zu dem Zeitpunkt sollten sie das ja auch nicht, sie sollten ja wieder gehen. Und das ist schon ein wenig her, kannst Du selbst mal nachschauen, aber es sind wohl 40+ Jahre.
    Man kann einfach mal vergleichen, wie sich die jugoslawischen "ic"e integriert haben, aus der Gastarbeiterwelle und aus den jugoslawischen Kriegen. Als Gruppe sind die gar nicht mehr wahrnehmbar.
    Was vor allem daran liegt, dass das Gros zurückgekehrt ist oder abgeschoben wurde. Bei den Bosniern waren es über 90%, wenn ich mich recht erinnere.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ich empfehle Dir mal das hier
    https://en.wikipedia.org/wiki/Chines...r#Demographics
    Deine Zahlen sind wie immer falsch.
    Und die Einwanderung hat nach 1964 begonnen. Das sind wohl keine 50 Jahre Integrationszeit. Wie diese erhebliche Einwanderung erlebt wird, muss man die Kanadier fragen.
    Chinesen haben außerdem keinen terroristischen Anteil, Chinesen gehen nicht auf IS-Tour.
    Da ich Schubladen unterhalte ... Chinesen sind top-de-luxe-Einwanderer, die sich überall erfolgreich einfügen und auch hervorragende Akzeptanz geniessen.
    Ich schaue Zahlen die ich exakt zitiere grundsätzlich nach, wenn nicht, dann mache ich das kenntlich.

    South Asian origins 252,405 13.7%
    East and Southeast Asian origins 644,555 36.2%

    Macht nach Adam Riese: Knapp 50%.


    Ein paar Stimmen zu Vancouver:

    Iranian-born Rohani, a successful importer-exporter specializing in Asian goods, worries members of some large Asian ethnic groups isolate themselves by forming cultural, language and moral silos, which work against the principles of liberal democracy.

    [...]

    Saying tensions among new Asian ethnic groups are to be expected, Hui said: “In a way, new immigrants bring their rivalries with them: Chinese versus Korean; Chinese versus Japanese; Chinese-plus-Korean versus Japanese; Hong Kong versus Filipino; Chinese versus Vietnamese, and so on.

    [...]

    More than 30 per cent of immigrants to B.C. do not speak English, says Rheault. And many come without recognized skills. In 2012, B.C. had the largest proportion of permanent residents admitted solely through family reunification (33 per cent to 25 per cent for Canada as a whole).
    Douglas Todd: Vancouver is the most 'Asian' city outside Asia
    https://vancouversun.com/life/vancou...-ramifications


    Einwanderung in die Sozialsysteme:

    Vancouver Is Astir Over Chinese Abuse of Immigration Law
    https://www.nytimes.com/1999/08/29/w...ation-law.html

    Don't bring parents here for welfare, Kenney says

    http://www.cbc.ca/news/politics/don-...says-1.1351002

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Ich sehe bei Einwanderern aus muslimischen Ländern den Stressmakercontent höher. Insbesondere auch in der Topkategorie Terroristen.
    Es sind in jedem Fall Minderheiten. Es wäre an dieser Stelle auch mal interessant zu wissen, wie intensiv du dich mit dem Stressmakercontent in asiatischen Einwanderergemeinden befasst und was du da alles recherchiert hast und worauf du da gestossen bist.
    Auch was die Analphabetenraten und die Sprachbeherrschung des Englischen angeht.
    Oder ob du das überhaupt jemals gemacht hast.
    Sehr ergiebig sind da Vancouver, San Francisco, Los Angeles, Long Beach (kambodschanische Kriegsflüchtlinge) und New York.
    Wie jemand anders es sagte, über das New Yorker Chinatown sagte, wenn Chinesen/Asiaten irgendwohin migrieren, dann bringen sie ihre Kultur mit und bauen sich ihr Umfeld so, dass es exakt aussieht, wie in der Heimat.
    Essen, Kultur, Religion, Tradition etc. Eine Parallelgesellschaft. Das ist sichtbar, nachprüfbar und da gibt es auch keine Tendenzen hin zur Assimilation. Auch nicht nach 100 Jahren. Das Beste was du bekommst ist, dass das asiatische Essen lokal eingefärbt wird. (Chinesisch-Amerikanisch etc.)
    Und wie gesagt, es legt deine doppelten Maßstäbe deutlich offen. Bei Chinesen stört es dich nicht, wenn sie ganze Landstriche so umbauen, dass sie wie China aussehen und dort auch nur ihre Sprache sprechen und unter sich bleiben.
    Bei anderen schon.
    Ich finde das nicht schlimm, halte das sogar für die Norm. Du magst das nicht. Aber nur bei Arabern und Türken, bzw. gibst da Assimilation als anzustrebendes Ziel aus. Da stellt sich die Frage: Warum?
    Warum mit zweierlei Maß messen?

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Lass diese rhetorischen Manöver, ich habe mich bei dieser Aussage gar nicht bewegt. Es sollte doch völlig klar sein, dass aufgrund der Auswahl der türkischen Gastarbeiter die Vorurteile, die bei der Erstankunft entstanden (!) gerechtfertigt waren.
    Du strittst ab, dass es das gab/gibt. Dann bist du zurück gerudert, dass es veraltet ist. Auslöser war, das ich erwähnte, dass manche Menschen ganz entsetzt dreicnschauen, wenn sie erfahren, dass meine Frau eine Türkin ist, nachdem sie vorher freimütig alle Vourteile vom Stapel gelassen haben. Ich bin mehrfach dabei gewesen. Amüsant, aber auch nervig.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Das ist mir zu allgemein, machen wir es mal konkret und schön kontrovers.
    Wenn man feststellt, dass bei Personenkontrollen, eine Personengruppe mit bestimmten äußeren Merkmalen, ungefähr doppelt so oft einen Treffer hat, wie der Rest der Bevölkerung, dann ist es ressourcenschonend bei dieser Personengruppe öfter zu kontrollieren.
    Dabei gibt es einen Nebeneffekt, dass die Personen dieser Gruppe, die keinen Treffer erzeugen, öfter kontrolliert werden, als Personen die nicht zur Gruppe gehören.
    Zu beachten ist ebenfalls, das durch die erhöhte Kontrollhäufigkeit bei dieser Gruppe mehr Treffer entstehen. Für die Planung weiterer Kontrollen müssen immer die Treffer pro kontrollierte Person herangezogen werden.
    Durch Verfeinerung der Kategorisierung ist es wahrscheinlich möglich, noch genauer zu kontrollieren.
    Selbstverständlich kannst Du entscheiden, dass Dir die vermehrten Treffer die vermehrte Kontrolllast nicht wert sind.
    In der Polizeiarbeit habe ich nichts dagegen. Man kann davon ausgehen, dass wenn man nach der nigerianischen Mafia fahndet, nach Nigerianern suchen muss und nicht nach Schweden.
    Wo ich etwas dagegen habe, ist der Alltag. Wenn Menschen wegen ihrem Nachnamen Wohnungen oder Jobs verwehrt werden, wenn sie aufgrund der Herkunft schlechtere Noten bei gleicher Leistung erhalten und automatisch auf schlechtere Schulen geschickt werden. Das ist dann schon Kategorie dämlich. Aber leider nicht selten Realität.


    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Nein, das machen nur Krawallheinzen und die Türkei hat gerade einen. Indien auch. Frankreich hatte mal einen, der sich in Kanada auf den Marktplatz gestellt hat und dort "Vive le Quebec libre" von sich gegeben hat. Kommt aber nicht so gut.
    Da sind wir uns einig.


    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Wegen der Geschichte, "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation", Ok total hochtrabend, aber für hunderte Jahre prägend mit und gegen die katholische Kirche. Weil es immer noch die größten Religionsgemeinschaften sind und weil der Protestantismus lutherischer Prägung in D angerührt wurde. Calvinismus z.B. würde ich eher bei den Schweizern und Holländern verorten, nicht in D, trotz des Einflusses. Abgrenzung muss sein, sonst gibt es einfach nur einen großen Brei.
    [...]
    Das ist im Falle lutherischer Protestantismus schlicht Unfug. Und der germanische Religionsurschlamm von davor gehört auch zu Deutschland. Atheismus wegen des Verursacherprinzips und der Verbreitung ebenfalls.
    Kurz gefasst: Sie sind einfach da, wegen der Geschichte. Der Islam jetzt auch, ob wir wollen oder nicht.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Dem ist nicht so. Es hat kaum einer "Islam" bestellt, weil der vermisst wurde. Ich empfehle Dir diese Argumenationslinie nicht zu verfolgen, weil das diejenigen, die weniger begeistert vom Islam sind, erheblich provoziert. Der Islam ist opportunistisch unbeabsichtigt mit eingeladenen Personen mitgekommen.
    Zu versuchen den Islam über die Person durchzudrücken birgt eine Rückschlagsgefahr, da andersrum die Ablehnung des Islams auf die Person übertragen werden kann. Wenn Du die Verbindung setzt, kannst Du sie nicht unidirektional halten.
    Danke für die Empfehlung, aber die ignoriere ich höflich. Islamische Menschen wurden eingeladen, um das Wirtschaftswachstum zu tragen. Was kommt mit denen mit? Der Islam. Na, wer hätte solch komplizierte Zusammenhänge voraussehen können?
    Und nun ist er halt hier, das ist einfach eine Bestandsaufnahme.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Der Islam hat noch keinen/wenig Einfluss auf die nichtislamische Bevölkerung, das bedeutet abwarten. Und es ist eine äußerst heikle Kiste da der Einfluss nicht unbedingt als positiv und gewünscht empfunden wird.

    Ich habe eine Russin geheiratet (russisch-orthodox), es gibt inzwischen auch viele orthodoxe Menschen hier, trotzdem gehört für mich die orthodoxe Kirche auch nicht zu Deutschland. Und orthodoxe haben soweit ich weiß auch nicht das Bedürfnis ihre Religion in das Deutschlandbild einzurammen.

    Worauf es mir besonders ankommt, ist dass Du nicht mein Deutschlandbild bestimmen darfst und ich auch nicht Deins. Sage/denke also: "Ich finde, der Islam gehört zu Deutschland."
    Aber versuche nicht anderen diese DEINE Meinung aufzudrücken. Das heißt nicht, dass Du das nicht mit Argumenten vertreten darfst oder schweigen sollst. Aber bitte keine solche Nummern wie "Der Islam wurde eingeladen".
    Auf mich hat der Islam im Alltag überhaupt keinen Einfluss, ausser das ich halt eine Frau aus dem Kulturkreis geheiratet habe. Na gut und ab und zu muss ich auf einer Hochzeit Halay tanzen und mir Baklava einwerfen.
    Aber im Alltag, losgelöst davon, merke ich vom Islam nichts. Überhaupt nichts.
    Es ist halt so, diese Gruppe ist hier und möchte sich auch mit dem Land identifizieren, das habe ich oft gehört, und auch beobachtet. Sie sind hier zuhause und das mehr als dort wo sie herkommen. Viele verbindet eine geheime Bewunderung zu Deutschland, die in Verbitterung umgeschlagen ist, weil die deutsche Mehrheitsgesellschaft, sehr paternalistisch und herabwürdigend auf sie herabschaut und immer wieder betont, dass sie nicht hierher gehören.
    Oder mit irgendwelchen dämlichen Klischees um die Ecke kommen.
    Denn das ist die Bedeutung des Satzes, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Die suchen sich dann halt jemanden, bei dem sie dazu gehören dürfen.
    In Frankreich gehen die salafistischen Rattenfänger damit in den Banlieus fischen und in Deutschland macht das Erdogan. Mit Erfolg.
    Was ich nicht verstehe ist: Ihr wollt doch nicht, dass sie dazu gehören. Das sagt ihr doch selber unentwegt.
    Warum beschwert ihr euch dann, wenn sie dann sagen: "Na gut, dann gehören wir halt nicht hierher, sondern zu Erdogan."
    Meiner Meinung nach eine schlecht verschleierte Heuchelei oder zumindest ein grobes Foulspiel gegenüber jeglicher Logik.
    Geändert von Uncas (10.08.2018 um 17:38 Uhr)
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  25. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    Diogenes2100 (10.08.2018), PrometheusXL (10.08.2018), Schopenhauer (10.08.2018), Verbalwalze (11.08.2018)

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