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Thema: Ist das Kunst, oder kann es weg?

  1. #16
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Die Botschaft ist erkennbar, darauf kommt es an.
    Das Beiwerk kann als künstlerische Freiheit durchgehen ...
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  2. #17
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    Na bitte, alle sind zufrieden, das in Streifen geschnittene Banksy-Bild befindet sich zum Preis von 1,2 Mio Euro im Besitz einer europäischen Sammlerin, der klar geworden ist, dass sie ihr eigenes Stück Kunstgeschichte erhalten habe. Mit dieser Aktion des Künstlers einher ging eine Umbenennung des Bildes, da das "Girl with baloon" nicht mehr existiert, heißen dessen ehemaliger Rahmen mit den von der Unterkante herabhängen Streifen nunmehr "Love is in the Bin".

  3. #18
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Going, going,... gone!
    Aber nein! "Das-kann-weg" darf bleiben! Hurraaaa!
    Und die begeisterten "Kunst"-Enthusiasten und ihre Trash-Experten jauchzen ...
    https://www.youtube.com/watch?v=MVewzMm1uts
    Geändert von PrometheusXL (12.10.2018 um 07:45 Uhr)
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  4. #19
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    […] Aber nein! "Das-kann-weg" darf bleiben! […]
    Im Zuge der Ephemerisierung aller Kultur (der Wechselrahmen ist ein überaus zeitgemäßes Ausstattungsdetail zeitgemäßer Raumgestaltung), schließlich servieren uns auch die Medien Tag für Tag auf's neue, was das Weltgeschehen und die öffentliche Meinung beschäftigt, könnte die Wegwerfmentalität durchaus künstlerischen Ausdruck in der technisch begrenzten Betrachtungsdauer des einzelnen Kunstwerks finden.
    Zur Hommage an Nam June Paik wäre etwa an eine Videoinstallation zu denken, die auf allen Bildschirmen unterschiedliche Bildschirmschoner zeigte.

  5. #20
    Politopia-Haudegen Avatar von Coralie
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    Es ist eben wie mit der ranzigen Butter, wer mag kann in jeden Haufen alles hinein interpretieren, Mann kann es aber auch entspannt und/oder dadaesk angehen und sich einfach an der Komik der Inszenierung und der Demaskierung der Unsinnigkeit erfreuen - und es einfach dabei belassen, ohne der Demaskierung erneut eine vorgeblich wissende Maske der intimen Insiderrhetorik aufzusetzen...
    Das ist irgendwie ähnlich der Demaskierung eines nackten Kaisers im Märchen.

    Schon in jungen Jahren, als es schick war, sich in Künstlerkreisen zu bewegen , hatte ich ein ungemein gestörtes Verhältnis zu "Kunst". Na ja, dass diese im Auge des Betrachters anzufinden sei, mag ja sein. Geschmäcker sind verschieden. Allerdings halte ich manche Betrachter für "gestörten Blickes", oder voll von krankhafter "Empathie". Oder ganz einfach manipulierbar. Wie z.B. Werbung es möglich macht.
    Klappern gehört zum Handwerk.
    Ich könnte jedenfalls sicherlich den sichtlich "bewegten" Besuchern in einer Ausstellung vor einem Bild der Art: Schwarzer Strich auf weißem Grund, alternativ auch alles in schwarz oder weiß erklären, welch großartige Gedanken sich der Künstler hierbei gemacht hat. "Alles oder Nichts". Oder so.

    Möglicherweise - oder ziemlich sicher - wird das jetzt zerstörte "kunstwerk" im Preis steigen. ;-)))
    Wie wohl werten Versicherungen das Risiko für diese Kuriosität?
    Banksy wird sich im stillen Kämmerlein ins Fäustchen lachen.
    Wie alle Scharlatane. ;-)Aber Ideenreichtum haben diese, das muss man anerkennen. Aus Sch**** Geld machen.
    Ist das, was das Herz glaubt, nicht genau so wahr wie das, was das Auge sieht? Khalil Gibran

  6. #21
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von Coralie Beitrag anzeigen
    […] Klappern gehört zum Handwerk. […]
    Das mag im Friseurhandwerk gelten, wo das Geräusch der im Arbeitseifer dauerhaft bewegten Schere dem Kunden anzeigt, dass während der zwanzig Minuten, die der Geselle für den schütteren Haarkranz seines Kunden benötigt, der Listenpreis wie für einen Kopf vollen Haars gerechtfertigt ist.
    Zitat Zitat von Coralie Beitrag anzeigen
    […] Ich könnte jedenfalls sicherlich den sichtlich "bewegten" Besuchern in einer Ausstellung vor einem Bild der Art: Schwarzer Strich auf weißem Grund, alternativ auch alles in schwarz oder weiß erklären, welch großartige Gedanken sich der Künstler hierbei gemacht hat. "Alles oder Nichts". Oder so. […]
    Als Kasimir Malewitsch mit seinem "Schwarzen Quadrat" die Stilrichtung des Suprematismus einläutete, bestand der Gedanke des Künstlers darin, sich und seinem Publikum bewusst zu machen, dass "alles schon gemalt" worden ist, und dass weder Naturalismus noch die von den Adepten des Expressionismus bevorzugte Rückkehr zu den Ursprüngen schöpferischen Farbauftrags auf einen Malgrund die sich an der damaligen Bilderflut der Zeitungsanzeigen, der Farblithographien, der Ansichtskarten und des Kinos übersättigten Wahrnehmungsfähigkeit lanregen würde, zu begreifen, dass es dennoch vieles gibt, gäbe oder möglich wäre, was sein Auge noch nicht erblickt habe - oder niemals erblicken würde. Und genau darum geht's in der Malerei, die im Gegensatz zur Fotographie nicht abbildet, sondern sichtbar macht (Paul Klee). Es geht um Bewusstsein, um Wahrnehmung. Nicht zufällig ist die Zentralperspektive in der Malerei erst in der Renaissance aufgekommen - etwa zeitgleich mit den Bau von Fernrohren, Linsensystemen (Wann mag eigentlich erstmals eine Schusterkugel angefertigt worden sein?) und Martin Behaims Globus.
    Zitat Zitat von Coralie Beitrag anzeigen
    […] Banksy wird sich im stillen Kämmerlein ins Fäustchen lachen. […]
    Für einen öffentlichkeitsgierigen "Street-Art"-Künstler ist das stille Kämmerlein nicht die Wirkungsstätte Banksys - und wenn es Kaufinteressenten gibt, die bereit sind, die Preise in immer neue Höhen zu treiben, spricht doch nichts dagegen, wenn auch der Künstler selbst bisweilen davon profitiert.
    Geändert von I'm a Substitute (12.10.2018 um 15:42 Uhr) Grund: kleine Berichtigung im Satzbau

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