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Thema: Midterms 2018 in den USA sind gelaufen - Trump büßt ein.

  1. #1
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Standard Midterms 2018 in den USA sind gelaufen - Trump büßt ein.

    Auch wenn das wichtigste Ereignis dieser Tage in und um Politopien herum geschieht, bleibt der Planet doch nicht stehen. Die USA haben, trotz der hiesigen Erschütterungen der Macht, ihre Halbzeitwahlen abgehalten - und die Republikaner nach bisherigem Stand der Auszählungen anscheinend ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus - also einer von zwei Säulen des Kongresses - verloren.

    Wenn es dabei bleibt, erschwert diese Kräfteverteilung zukünftig das Regieren für Trump.
    Im Senat, der anderen Säule, scheint die Mehrheit der Republikaner erhalten geblieben.
    Die Auszählungen laufen noch.
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  2. #2
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    ...

    Wenn es dabei bleibt, erschwert diese Kräfteverteilung zukünftig das Regieren für Trump.
    Im Senat, der anderen Säule, scheint die Mehrheit der Republikaner erhalten geblieben.
    Die Auszählungen laufen noch.
    Kein ungewöhnliches Ergebnis der Midterm Elections. Immerhin hat Trump den Senat behalten. Es ging auch schon Beides für den amtierenden Präsidenten verloren. Es wird damit nur noch deutlicher, dass das Land anhaltend tief gespalten ist. Trump hat das offen gelegt und wird seinen Stiefel weiter fahren. Jetzt hat er sogar eine Entschuldigung dafür, wenn er seine Ziele nicht erreicht und kann dann in zwei Jahren damit werben, dass die Dems ihn halt behindert haben.

  3. #3
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    So lustig wie treffend...
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  4. #4
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    Jetzt kommt erstmal der Mueller-Showdown. Wobei es unwahrscheinlich ist, dass Trump impeached wird, egal wie kriminell er ist. Die Republikaner sind zu einer Partei autoritärer Stiefellecker verkommen, die ausser weisser Identitätspolitik kein Programm mehr haben.
    Das heisst Trump bis zuletzt oder Untergang.
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  5. #5
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ...
    Das heisst Trump bis zuletzt oder Untergang.
    Ich glaube mit Trump wird es nicht vorbei sein. Egal ob er impeached wird oder noch 6 Jahre im Amt ist. Die Spaltung hat Bestand und das ist ein Ergebnis neoliberaler Politik, auch wenn jetzt alle so tun, als wäre Trump an allem schuld. Das ist er nicht. Er ist nur ein Symptom.

  6. #6
    Pallbearer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ich glaube mit Trump wird es nicht vorbei sein. Egal ob er impeached wird oder noch 6 Jahre im Amt ist. Die Spaltung hat Bestand und das ist ein Ergebnis neoliberaler Politik, auch wenn jetzt alle so tun, als wäre Trump an allem schuld. Das ist er nicht. Er ist nur ein Symptom.
    Das meinte ich auch nicht. Die Spaltung hat spätestens 2008 angefangen, als ein gewisses Segment der amerikanischen Gesellschaft nicht verkraftet hat, dass ein schwarzer Liberaler Präsident wurde. Vor allem dieses Segment bedient Trump jetzt. Und auch wenn er ein inkompetenter Scharlatan ist, er weiss wie man sie triggert. Die Spaltung wird auch nach Trump bestehen bleiben, aber die republikanische Partei ist nicht mehr sie selbst und würde momentan ohne Trump vollkommen abstürzen. Alles ist auf ihn und seine Demagogie ausgerichtet.
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (07.11.2018)

  8. #7
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Das meinte ich auch nicht. Die Spaltung hat spätestens 2008 angefangen, als ein gewisses Segment der amerikanischen Gesellschaft nicht verkraftet hat, dass ein schwarzer Liberaler Präsident wurde.....
    Das bedient die Spaltung. Sie haben noch die trollenden Russen vergessen Herr Uncas Es vernebelt den Blick auf die Neocons, Kriegstreiber und Geschäftemacher der Finanzwelt, also den eigentlichen Feind. Und der Nebel ist aus meiner Sicht gewollt. Das ist so wie hier in Europa. Mal sehen ob die Dems einen jüngeren Sanders ausgraben können. Dann kann sich vielleicht mal was ändern. Wenn nicht haben die Amis keine Chance diese Demokratieinszenierung der alternativlosen Alternativen mal abzuwählen.

  9. #8
    Politopia-Haudegen Avatar von Alpin
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Das meinte ich auch nicht. Die Spaltung hat spätestens 2008 angefangen, als ein gewisses Segment der amerikanischen Gesellschaft nicht verkraftet hat, dass ein schwarzer Liberaler Präsident wurde. Vor allem dieses Segment bedient Trump jetzt. Und auch wenn er ein inkompetenter Scharlatan ist, er weiss wie man sie triggert. Die Spaltung wird auch nach Trump bestehen bleiben, aber die republikanische Partei ist nicht mehr sie selbst und würde momentan ohne Trump vollkommen abstürzen. Alles ist auf ihn und seine Demagogie ausgerichtet.
    Die Spaltung hat schon viel früher angefangen (im Prinzip war Amerika in vielen Teilen immer schon ein gespaltenes Land). Das Argument, dass ein schwarzer Liberaler für die weiße Mittelschicht zu viel des Guten war und diese ihn aus Rassismus ablehnen ist mMn nach falsch. Natürlich gab es in Amerika immer einen Teil der weißen Wählerschaft, die Obama ablehnten weil er schwarz war. Aber die gab es schon immer und sie sind auch nicht die Ursache für Trump. Es waren weite Teile der weißen Mittelschicht die Obama zweimal ins Amt gewählt haben! Nur hat er diese (wei0e) Mittelschicht eben auch enttäuscht, die nach wie vor gegen den sozialen Abstieg kämpft und deren Wohlsatnd sinkt. Dazu kommt mit HRC die wohl unpopulärste Präsidentschaftskandidatin in der Geschichte der USA, selbst Trump hatte bessere Werte.
    Ich bin verantwortlich für das, was ich sage, und nicht für das,
    was du verstehst.

    "Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild."




  10. #9
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ich glaube mit Trump wird es nicht vorbei sein. Egal ob er impeached wird oder noch 6 Jahre im Amt ist. Die Spaltung hat Bestand und das ist ein Ergebnis neoliberaler Politik, auch wenn jetzt alle so tun, als wäre Trump an allem schuld. Das ist er nicht. Er ist nur ein Symptom.
    Ist glaube ich etwas komplzierter!

    Die USA sind der fleischgewordene Inbegriff der neoliberalen Politik (eigentlich Liberatismus), seit die Whities den ersten Fuß auf dieses Land gesetzt haben."Infektiöse" politische Strömungen sind erst viel später mit politischen Flüchtlingen ins Land gekommen.

    Ich denke, dass der Großteil von Trumps Wählern auch irgendwo ein Buch von Ayn Rand rumliegen hat.Also wird es daran wohl eher nicht liegen.Sondern es liegt wohl eher daran, dass der Rest der Welt aufgeholt hat und der Gesamtkuchen jetzt kleiner wird für diese kleinen Libertarians der unteren Hierarchiestufe.
    Das sie deshalb von ihrer libertaristischen Religion abschwören ist aber nicht anzunehmen.Die Zusammenhänge durch Selbstreflektion und Infragestellung des vorhergehenden Handelns (Steuern sind Raub und Geld ist die Fahrkarte in den Himmel) zu erkennen ist ein leidvoller, schwieriger und komplexer Prozess.Das Christentum, aber auch der Islam sind beim Thema Abschwören drakonischer vorgegangen- Taufe oder Rübe ab.


    Und die Dems sind leider auch gespalten, in Konservative und Linke, die von Europa infiziert sind und in Murica eher als Hippies durchgehen.Und damit sind sie leider leichte Beute für das Dumpeltier.

  11. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (07.11.2018), BudSpencer (08.11.2018), PrometheusXL (07.11.2018)

  12. #10
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von Alpin Beitrag anzeigen
    Die Spaltung hat schon viel früher angefangen (im Prinzip war Amerika in vielen Teilen immer schon ein gespaltenes Land). Das Argument, dass ein schwarzer Liberaler für die weiße Mittelschicht zu viel des Guten war und diese ihn aus Rassismus ablehnen ist mMn nach falsch. Natürlich gab es in Amerika immer einen Teil der weißen Wählerschaft, die Obama ablehnten weil er schwarz war. Aber die gab es schon immer und sie sind auch nicht die Ursache für Trump. Es waren weite Teile der weißen Mittelschicht die Obama zweimal ins Amt gewählt haben! Nur hat er diese (wei0e) Mittelschicht eben auch enttäuscht, die nach wie vor gegen den sozialen Abstieg kämpft und deren Wohlsatnd sinkt. Dazu kommt mit HRC die wohl unpopulärste Präsidentschaftskandidatin in der Geschichte der USA, selbst Trump hatte bessere Werte.
    Obama war der erste Präsident, der sich der weißen Mittel- und Unterschicht angenommen hat, indem er sie mit einer Krankenversicherung versorgte. Trump hat m Grunde nichts für sie getan, aber wie es eben so ist, von nichts trennt sich der Mensch so ungern wie von einen Vorurteilen, und deshalb bleiben die "enttäuschten Mittelständler" auf ewig im politischen Gedächtnis der fetten weißen amerikanischen Analphabeten
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


    Everyone is entitled to their own opinion but not their own facts

    (Daniel Patrick Moynihan)

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu ArgoNaut für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (07.11.2018)

  14. #11
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    Immerhin ist die Wahlbeteiligung deutlich gestiegen. Es ist zwar auch diesmal nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten zum Wahl-o-Maten gegangen, aber das ist in den USA, in Vergleich zur vorherigen Midterm-Wahl, bereits eine enorme Steigerung um mehr als 25%. Die Hälfte der Leute zeigte also Interesse. Dass die USA eine echte Demokratie verkörpern, halte ich inzwischen, angesichts der bekannt gewordenen Summen bei den Wahlkampfspenden, um die es geht, und angesichts der Wahlsysteme, für ausgemachten Unfug.
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  15. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (07.11.2018), Uncas (07.11.2018)

  16. #12
    Politopia-Haudegen Avatar von Alpin
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Obama war der erste Präsident, der sich der weißen Mittel- und Unterschicht angenommen hat, indem er sie mit einer Krankenversicherung versorgte. Trump hat m Grunde nichts für sie getan, aber wie es eben so ist, von nichts trennt sich der Mensch so ungern wie von einen Vorurteilen, und deshalb bleiben die "enttäuschten Mittelständler" auf ewig im politischen Gedächtnis der fetten weißen amerikanischen Analphabeten

    Wenn die Dems nunmal eine Kandidatin wie HRC aufstellen (und unter Aufbietung aller schmutzigen Tricks im Rennen halten), die in weiten Teilen der US-Gesellschaft zutiefst unpopulär ist, sollte man sich nicht weiter wundern.
    Ich bin verantwortlich für das, was ich sage, und nicht für das,
    was du verstehst.

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  17. #13
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Du meinst, wenn die einen jemanden aufstellen, der nicht ganz sauber ist, dann ist es ganz richtig, wenn die anderen mit einem Charakterschwein dagegen halten?
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  18. #14
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Alpin Beitrag anzeigen
    Wenn die Dems nunmal eine Kandidatin wie HRC aufstellen (und unter Aufbietung aller schmutzigen Tricks im Rennen halten), die in weiten Teilen der US-Gesellschaft zutiefst unpopulär ist, sollte man sich weiter wundern.
    Das ist jetzt Vergangenheit!Was zählt ist wie sie jetzt aufgestellt ist und da sieht es nicht so töffte aus.Da sie innerhalb der eigenen Partei nicht klären können was sie in Zukunft für eine Partei sein wollen und für was sie eigentlich stehen (ähnlich der SPD).Jetzt wäre der Zeitpunkt ob sie eher eine "sozialdemokrtische Partei" oder konservative Partei sein wollen.

    Die beiden Parteien haben schon einmal in der Geschichte ihre Standpunkte geswitched.Ich denke in den USA ist erneut die Zeit gekommen, wo man klare Kante zeigen muss und dem Wähler erklärt wohin man die USA fahren möchte.Und da es nur zwei ernstzunehmende Parteien gibt und man hier wirklich von Volksparteien sprechen kann, müssen die Reihen zumindest für den großen Überbau geschlossen sein.
    Es ist jetzt schon anzunehmen, dass Trump bei den konservativen Demokraten fischen wird.

    Um die USA wieder zu versöhnen müssen die beiden Parteien (wie bei uns) unterscheidbar sein, damit die Politik Früchte trägt und der Wähler klar erkennen kann was er bekommt.
    Und wenn nach Trump irgendwann wieder eine normale Sprache Einzug hält, dann denke ich auch, dass diese Feindseligkeiten unter den Lagern wieder abnehmen werden.

  19. #15
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    Zitat Zitat von Alpin Beitrag anzeigen
    Die Spaltung hat schon viel früher angefangen (im Prinzip war Amerika in vielen Teilen immer schon ein gespaltenes Land). Das Argument, dass ein schwarzer Liberaler für die weiße Mittelschicht zu viel des Guten war und diese ihn aus Rassismus ablehnen ist mMn nach falsch. Natürlich gab es in Amerika immer einen Teil der weißen Wählerschaft (88% Zustimmung für Trump, bei den Evangelikalen), die Obama ablehnten weil er schwarz war. Aber die gab es schon immer und sie sind auch nicht die Ursache für Trump. Es waren weite Teile der weißen Mittelschicht die Obama zweimal ins Amt gewählt haben! Nur hat er diese (wei0e) Mittelschicht eben auch enttäuscht, die nach wie vor gegen den sozialen Abstieg kämpft und deren Wohlsatnd sinkt. Dazu kommt mit HRC die wohl unpopulärste Präsidentschaftskandidatin in der Geschichte der USA, selbst Trump hatte bessere Werte.
    Ich meinte auch nicht die weiße Mittelschicht. Wie du sagtest, viele derselbigen haben ihn gewählt. Ich spreche von den Evangelikalen und der Tea-Party. Die haben gegen 2008 komplett angefangen abzudrehen. Das ist auch das Kernsegment der Trumpwählerschaft. Und für die ist weiße Identitätspolitik inzwischen das einzig relevante Kriterium geworden. Das merkt man daran, das Trump teilweise Politik gegen deren Interessen macht, er sie aber mit seiner rassistisch aufgeladenen Polemik gegen Minderheiten und Immigranten trotzdem in einen Rauschzustand versetzen kann. Das weiße, konservative, christliche Amerika ist von Untergangsängsten zerfressen.
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


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