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Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
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Thema: Midterms 2018 in den USA sind gelaufen - Trump büßt ein.

  1. #31
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Das sie immer dann wenn es ernst wird, einen Rückzieher machen müssen, Herr Spencer.
    Das sieht dem original Bud Spencer aber gar nicht ähnlich.
    Ich habe einfach keine Lust mich ständig im Kreis zu drehen. Das hast Du mit Gunny so lange gemacht, bis er weg war, weil es so unerträglich wurde. Mich hast Du nicht überzeugt, auch wenn ich einiges richtig finde. Das Sowohlalsauch ist aus meiner Perspektive die völlig falsche Herangehensweise und da kommen wir nie auf einen Nenner.

    Jedenfalls kannst Du auf den Showdown des amerikanischen Rechtsstaats noch etwas warten. Die Midterms waren keineswegs eine große Abrechnung mit Trump. Das war eher ein laues Lüftchen und ziemlich normal. Meiner Meinung nach steigert das Ergebnis eher seine Chancen in zwei Jahren weiter zu machen und wenn ihn die Dems zu sehr nerven, bombt er den Iran. Dann wird es wieder patriotisch und das sichert die Wiederwahl auch. Die Amis können sich das, im Gegensatz zu den Russen, immer ungestraft erlauben und die Flüchtlinge strömen dann ja auch nach Europa und nicht in die USA.

  2. #32
    Politopia-Haudegen Avatar von Alpin
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    Eigentlich ist doch auch gar nichts weltbewegendes passiert. Die Demokraten haben ganz knapp eines der beiden Häuser für sich entschieden (der Senat ist weiterhin der Hand der Reps). Da haben andere Präsidenten bei den Midterms heftigere Niederlagen einstecken müssen.
    Ich bin verantwortlich für das, was ich sage, und nicht für das,
    was du verstehst.

    "Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild."




  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Alpin für den nützlichen Beitrag:

    BudSpencer (08.11.2018)

  4. #33
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ich habe einfach keine Lust mich ständig im Kreis zu drehen. Das hast Du mit Gunny so lange gemacht, bis er weg war, weil es so unerträglich wurde. Mich hast Du nicht überzeugt, auch wenn ich einiges richtig finde. Das Sowohlalsauch ist aus meiner Perspektive die völlig falsche Herangehensweise und da kommen wir nie auf einen Nenner.
    Nein, ich habe seine Prämissen und sein Framing nicht akzeptiert, weil sie falsch sind. Und ich stehe dazu, dass ich einseitige Parteinahmen bei diesem Thema ablehne. Und hier gibt/gab es eine Fraktion, die ganz eindeutig einseitig prorussisch ist, bis hin zur Verbreitung von Deppenpropaganda. Das magst du wohlwollend sehen und beide Augen zudrücken, weil du auf derselben Seite stehst. Ich stehe da nicht. Ich bin beiden Großmächten gegenüber misstrauisch, nur das es die Russen sind, die Europa bedrohen und nicht die Amis. Da bin ich ganz Egoist.
    Wenn eine Diskussion nur dann möglich ist, wenn ich die Prämissen meines Gegenübers akzeptiere, egal ob ich denke dass sie richtig oder falsch sind, dann ist eben keine Diskussion möglich. Das liegt dann aber nicht an mir.
    Ich kann mir nur Schuhe anziehen, die mir passen. Der passt nicht.

    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Jedenfalls kannst Du auf den Showdown des amerikanischen Rechtsstaats noch etwas warten. Die Midterms waren keineswegs eine große Abrechnung mit Trump. Das war eher ein laues Lüftchen und ziemlich normal.
    Ich habe auch nicht von einer Abrechnung gesprochen, das hast du da jetzt irgendwie einfliessen lassen. Wobei die Demokraten 12 Millionen mehr Stimmen erhalten haben und diese Tendenz steigend ist. Die Republikaner werden sich nur noch mit der Verbiegung/Abschaffung des Rechtsstaates an der Macht halten können, wie in Wisconsin oder Georgia geschehen.
    Und daran arbeiten sie ja auch.
    Und bei Trump bin ich mir nicht so sicher wie du. Sein Anwalt hat ausgepackt, sein Wahlkampfführer und sein Buchhalter, alle weil ihnen lange Knaststrafen drohten. Trump hat sehr viel Dreck am Stecken und das weiss er. Und Mueller weiss es nun auch.
    Daher hat er auch Jeff Sessions entlassen, damit er den neuen Bundesstaatsanwalt gesetzeswidrig in seinem Interesse auf seine Gegner ansetzen kann. Das sind eigentlich alles ganz klare Gründe für Impeachment, aber der Trump-Mob in den USA ist völlig enthirnt und fanatisiert. Die interessiert nur noch der Machterhalt, egal wie.
    Der Showdown kommt und es wird nicht mehr lange dauern. Wer gewinnt, weiss ich nicht. Ich denke, die Republikaner stecken so tief in Trumps Arsch, dass sie ihn nicht impeachen werden, egal wie offensichtlich seine Straftaten sind.
    Der Rechtsstaat in den USA dürfte dabei schweren Schaden nehmen.

    Ich empfehle dir mal den Artikel hier:

    Democrats got millions more votes – so how did Republicans win the Senate
    https://www.theguardian.com/us-news/...-minority-rule
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  5. #34
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Ich empfehle dir mal den Artikel hier:

    Democrats got millions more votes – so how did Republicans win the Senate
    https://www.theguardian.com/us-news/...-minority-rule
    Bei SPON stand ein in seiner Zielrichtung etwas wirr anmutender Beitrag. Der Autor widerspricht sich selbst, aber das Prinzip der systematisch auf Mehrheiten zugeschnittenen Wahlbezirke - insbesondere im ländlichen Raum - wird deutlich.
    Das ist schon recht schräg, im demokratischen Sinn, wie in den USA über die wechselnden Zuschnitte der Wahlbezirke die Wahlen hinsichtlich des Ausgangs bereits im Vorwege determiniert werden und wurden:
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1237356.html
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

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    Uncas (09.11.2018)

  7. #35
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ... Das magst du wohlwollend sehen und beide Augen zudrücken, weil du auf derselben Seite stehst. Ich stehe da nicht. Ich bin beiden Großmächten gegenüber misstrauisch, nur das es die Russen sind, die Europa bedrohen und nicht die Amis. Da bin ich ganz Egoist....
    Die Amis bedrohen Europa nicht direkt, sondern indirekt - indem sie es in eine Ecke treiben in der die russische Bedrohung sehr viel realer wird. Das machen die Amis, weil es ihren Interessen dient. Für mich geht Europa nur mit Russland und nicht ohne. Besser wäre es aus meiner Sicht auf ein starkes Europa (mit Russland) hinzuarbeiten. Die russische Propaganda und Unterstützung rechtsextremer Parteien zur Spaltung Europas, würde in diesem Ausmaß nicht stattfinden, wenn Russland nicht (aus seiner Sicht zu Unrecht) sanktioniert würde. Es beantwortet aus seiner Sicht Feindseligkeiten mit Feindseligkeiten. Eskalation, Eskalation, Eskalation. Die russische Oligarchie/Mafia ist ein Ergebnis des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der damit zusammenhängenden dilettantischen Politik von Gorbi und Jelzin und der anmaßenden Aktionen des westlichen Kapitals dort, die in einem Gegenschlag mündeten an dessen Auswirkungen wir knabbern. Mein Anliegen ist die ganze Zeit, dass ich das beendet haben will.

    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    ...
    Und bei Trump bin ich mir nicht so sicher wie du. ...
    Mag sein, dass Du da Recht hast, nach meinem Gefühl nicht. Ich habe nur einen oberflächlichen Eindruck und es ist mir auch nicht so wichtig darüber, also über Spekulationen, zu streiten.

    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Ich empfehle dir mal den Artikel hier:...
    Werde ich lesen.

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    Uncas (09.11.2018)

  9. #36
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Die Amis bedrohen Europa nicht direkt, sondern indirekt - indem sie es in eine Ecke treiben in der die russische Bedrohung sehr viel realer wird. Das machen die Amis, weil es ihren Interessen dient. Für mich geht Europa nur mit Russland und nicht ohne. Besser wäre es aus meiner Sicht auf ein starkes Europa (mit Russland) hinzuarbeiten. Die russische Propaganda und Unterstützung rechtsextremer Parteien zur Spaltung Europas, würde in diesem Ausmaß nicht stattfinden, wenn Russland nicht (aus seiner Sicht zu Unrecht) sanktioniert würde. Es beantwortet aus seiner Sicht Feindseligkeiten mit Feindseligkeiten. Eskalation, Eskalation, Eskalation. Die russische Oligarchie/Mafia ist ein Ergebnis des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der damit zusammenhängenden dilettantischen Politik von Gorbi und Jelzin und der anmaßenden Aktionen des westlichen Kapitals dort, die in einem Gegenschlag mündeten an dessen Auswirkungen wir knabbern. Mein Anliegen ist die ganze Zeit, dass ich das beendet haben will.
    Ich bin ja auch gegen eine Eskalation mit Russland oder gegen Sanktionen. Aber eben auch nur dann, wenn Russland ebenfalls deeskaliert. Und die haben soviel Porzellan zerschlagen, dass es schon deutlich sichtbar sein müsste, um denen den Willen dazu abzunehmen.
    Ich verstehe nicht, warum wir in Vorleistung gehen sollten und da komme ich bei euch eben nicht mit.
    In Bezug auf Europa ist Russland der Aggressor. Nicht wir.
    Und da unterscheiden wir uns eben. Ich hege eine gehörige Portion Misstrauen gegenüber der russischen Regierung.
    Bei anderen läuft es bei Putin warm am Bein herunter. Mir läuft es da kalt den Rücken herunter.
    Und eins noch. Sag mir bitte nicht, dass du nicht siehst, das Sputnik übelste Propaganda ist.

    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Mag sein, dass Du da Recht hast, nach meinem Gefühl nicht. Ich habe nur einen oberflächlichen Eindruck und es ist mir auch nicht so wichtig darüber, also über Spekulationen, zu streiten.
    Trump hat heute seinen neuen Generalstaatsanwalt einberufen. Und rate mal wofür der bekannt ist..

    Mueller sei zu weit gegangen, man sollte ihm die Gelder kürzen. Der Vorwurf, Russland könnte sich in die Präsidentenwahl 2016 eingemischt haben, sitzt Trump seit seiner Wahl im Nacken.
    Stattdessen wurde Whitaker wenige Monate später zum Stabschef unter dem damaligen Justizminister Jeff Sessions befördert. Mit dessen Rauswurf am Mittwoch, bei dem die Mueller-Ermittlungen eine Rolle gespielt haben dürften, übernimmt Whitaker die kommissarische Leitung des Ministeriums - und ist nun persönlich verantwortlich für die Untersuchung, die er einst öffentlich kritisiert hatte.

    Für Whitaker war es ein schneller Aufstieg. Der ehemalige Football-Spieler und Ex-Staatsanwalt gilt als ehrgeizig. Der Republikaner leitete ab 2014 eine Nonprofit-Organisation namens Foundation for Accountability and Civic Trust (FACT), die üppig vom konservativen Lager finanziert wird. FACT ist dafür bekannt, rechtsgerichtete Kanzleien zu engagieren, um politische Gegner mit Rechtsverfahren und behördlichen Beschwerden Steine in den Weg zu legen. Unter anderem wurde Cooper & Kirk beauftragt, eine Kanzlei, die auch schon die US-Waffenlobby NRA vertrat. Offiziell beansprucht FACT politische Unabhängigkeit für sich.

    In seiner Position leitete Whitacker Attacken auf einige von Trumps „Lieblingsfeinden“, darunter die Demokratinnen Hillary Clinton, Elizabeth Warren und Kamala Harris. „Er hat in der Vergangenheit seine Macht höchst parteilich ausgenutzt“, sagt Matt McCoy, ein früherer demokratischer Senator aus Iowa.
    https://www.welt.de/politik/ausland/...sminister.html

    Man muss kein Genie sein, um zu erahnen was Trump vor hat. Binnen der nächsten 6 Monate wird es krachen, wie auch immer das ausgeht.
    Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)


  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Uncas für den nützlichen Beitrag:

    PrometheusXL (09.11.2018)

  11. #37
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Ich bin ja auch gegen eine Eskalation mit Russland oder gegen Sanktionen. Aber eben auch nur dann, wenn Russland ebenfalls deeskaliert. ....
    Bei anderen läuft es bei Putin warm am Bein herunter. Mir läuft es da kalt den Rücken herunter.
    ...


    Trump hat heute seinen neuen Generalstaatsanwalt einberufen. Und rate mal wofür der bekannt ist..

    ...
    Man muss kein Genie sein, um zu erahnen was Trump vor hat. Binnen der nächsten 6 Monate wird es krachen, wie auch immer das ausgeht.
    Mir macht Putin keine Angst Uncas, die USA machen mir Angst.

    Ich sagte ja schon dass ich Sputnik, die Unterstützung von Parteien zur Spaltung Europas und Cyberangriffe als Antworten auf Sanktionen sehe. Die EU fordert aus russischer Sicht Russland heraus. Propaganda ist ein Teil dr Antwort. Als Teil der Spirale, die sich immer weiter in Richtung einer großen Konfrontation dreht. Wie kann das von europäischem Nutzen sein ??? Das muss aufhören.

    Ich stimme Dir zu, auch wegen dem verlinkten Artikel, dass die Reps in den USA eine echte demokratische Wahl eigentlich fürchten müssten und sie momentan von ihrem komischen Wahlsystem geschützt werden.

  12. #38
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Mir macht Putin keine Angst Uncas, die USA machen mir Angst.
    Angst ist irgendwie auch das falsche Wort. Ich sehe in Putin eher einfach eine größere Bedrohung für Europa. Wobei sich das mit Steve Bannon und Donald Trump auch langsam angleicht.
    Ich sehe für ein Europa, das versucht die Uhren zurückzustellen schwarz. Um die Herausforderungen zu stemmen, die uns in naher Zukunft ins Haus stehen, müssen wir zu einem Mindestmaß kooperieren in Europa, so gut wie möglich.
    Es ist eben ein Unterschied, ob man die Stimme von 500 Millionen Menschen und einen Binnenmarkt von etwa 15 Billionen Euro in die Waagschaale werfen kann oder ob jeder seine eigene kleine Suppe kocht.
    China nutzt diese Macht längst und die Unternehmen knicken ein, wenn China es will.
    In einem Handelskrieg mit China oder den USA, hat Europa nur gemeinsam eine Chance. Oder wir gehen sang- und klanglos unter.
    Putin weiss das und er will den Hühnerhaufen. Weil dieser leicht zu erpressen und gegeneinander ausspielbar ist.
    Deshalb unterstützt er die Rechten und Rechtsradikalen in Europa. Denn die werden Europa in einen Konflikt mit sich selbst treiben und paralysieren.
    Das ist keine Reaktion auf irgendwelche Sanktionen. Das ist ganz klare Machtpolitik im Sinne Russlands und entgegen unserer Interessen. Auch zukünftige Flüchtlingskrisen, aufgrund globaler Erwärmung, können wir nur in konzertierter europäischer Zusammenarbeit stemmen. Wenn wir alle wieder unsere Grenzen hochziehen und den Nationalstaat hochfahren, was meinst du passiert wenn sich 10-20 Millionen Menschen auf den Weg machen, weil ihre Heimat nicht mehr bewohnbar ist?
    Glaubst du allen ernstes, dass Griechenland, Spanien oder Italien in der Lage sind, das zu bewältigen? Diese Länder werden zusammenbrechen und entweder alles durchwinken oder im Chaos versinken. Und das wird uns alle betreffen. Zukünftige Krisen sind nur global und international zu lösen. Die europäischen Nationalstaaten können das nicht. Und daher sind alle unsere Gegner gegen die EU und versuchen sie zu sabotieren. Auch die Trump-Regierung.
    Nur die russische Regierung ist da am aggressivsten. Nicht als Reaktion, sondern proaktiv und ich bin nicht bereit das zu übersehen.
    Eben weil Putin mir gerade keine Angst macht. Wie sagte es jemand neulich? Russland boxt über seiner Gewichtsklasse.
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  13. #39
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Angst ist irgendwie auch das falsche Wort. Ich sehe in Putin eher einfach eine größere Bedrohung für Europa. ...
    Ich sehe das anders, denn ich schätze Putin so ein, dass er gerne beim Hühnerhaufen dabei wäre, aber nicht unter der Ägide der USA. Daraus ließe sich ein starkens Europa machen, wenn man das langfristig angeht. Dass Russland auch dann nicht so besonders gut aussieht, wenn man die EU mal weglässt und nur die USA und China daneben stellt, wird auch Putin sehen. Von daher ergibt sich zwangsläufig eine Chance zu einer europäischen Einheit, die die USA und China in die Tasche stecken kann. So drastisch kann man es tatsächlich sagen und das kann den USA gar nicht gefallen.

    Die Nationalstaaten kannst Du momentan nicht abschaffen, weil es keine europäische Identität und keine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik gibt. Es gibt einen Spielplatz der Konzerne. Von daher bleib auf dem Teppich. Die Nationalstaaten werden präsent bleiben und wer hier in D den Nationalstaat sofort abschaffen will und verteufelt, ist komplett Hirnamputiert. Um das zu wissen braucht man nur die anderen Nationalstaaten um Deutschland herum anzuschauen. Eine europäische Identität könnte es aber durchaus geben, wenn Europa in der Liga der Weltmächte mitspielen kann, dann lösen sich vielleicht nationale Interessen darin auf und für eine Weltmacht braucht es Russland. Das musst Du nicht teilen, aber so herum denke ich mir das eben. Eine Einigung im Hühnerhaufen oder gar ein Abbau nationaler Interessen im Hühnerhaufen kannst Du in meinen Augen verbrennen. So wird das nichts.
    Geändert von BudSpencer (10.11.2018 um 17:42 Uhr)

  14. #40
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ich sehe das anders, denn ich schätze Putin so ein, dass er gerne beim Hühnerhaufen dabei wäre, aber nicht unter der Ägide der USA.
    Ja, als neuer Anführer. Das ist inakzeptabel. An einem russisch dominierten Europa habe ich absolut kein Interesse. Das wäre eine Horrorvorstellung.
    Der durchschnittliche russische Feld-, Wald- und Wiesen(ultra)nationalist findet Europa und Demokratie schwul, hat ein Weltbild aus dem 18. Jahrhundert und möchte Rache nehmen dafür, dass Russland keine Weltmacht mehr ist.
    Das ist mit einem europäischen Konsens unvereinbar. Wenn Russland sich bewegt, dann kann sich das ändern. Vorher nicht.

    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Die Nationalstaaten kannst Du momentan nicht abschaffen, weil es keine europäische Identität und keine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik gibt.
    Es gibt einen Spielplatz der Konzerne. Von daher bleib auf dem Teppich. Die Nationalstaaten werden präsent bleiben und wer hier in D den Nationalstaat sofort abschaffen will und verteufelt, ist komplett Hirnamputiert. Um das zu wissen braucht man nur die anderen Nationalstaaten um Deutschland herum anzuschauen. Eine europäische Identität könnte es aber durchaus geben, wenn Europa in der Liga der Weltmächte mitspielen kann, dann lösen sich vielleicht nationale Interessen darin auf und für eine Weltmacht braucht es Russland. Das musst Du nicht teilen, aber so herum denke ich mir das eben. Eine Einigung im Hühnerhaufen oder gar ein Abbau nationaler Interessen im Hühnerhaufen kannst Du in meinen Augen verbrennen. So wird das nichts.
    Ich will auch nicht die Nationalstaaten abschaffen, das wäre und ist quatsch. Menschen organisieren sich immer in Stämmen und Rudeln. Eher eine Förderation, die in gewissen Fragen eine einheitliche Linie fährt. Aussenpolitik, Sicherheitspolitik, Wirtschaftspolitik z.B.
    Wenn man da die Kräfte bündelt, dann könnte man global ganz anders auftreten.
    Wir können das auch lassen und die Zeit wieder zurückdrehen.
    Dann werden wir aber global nichts mitzureden haben und unser Wohlstand wird verfliessen. So einfach ist das.
    Guck dir Brexit an. England ohne Europa ist eine Lachnummer.
    Europa wächst so oder so zusammen, aus ganz praktischen Gründen. Der Austausch zwischen den Ländern nimmt immer rapider zu, die Abhängigkeiten werden grösser.
    Wir können das lenken und zu unserem Vorteil nutzen oder es lassen und uns in der Schlange hinten anstellen.
    Geschehen wird es trotzdem, weil es einfach eine Folge der Technisierung und Mobilität ist. In meinem Arbeitsumfeld hier in Warschau ist es besonders extrem. Englisch ist die Verkehrssprache und wir haben kaum zwei Kollegen aus demselben Land. Und solche Verhältnisse nehmen zu, nicht ab.
    Daher gibt es auch überall einen Rechtsruck, aus Angst davor.
    Der wird das aber nicht aufhalten, ausser man schafft Flugzeuge, das Internet etc. ab.
    Geändert von Uncas (10.11.2018 um 18:56 Uhr)
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    ArgoNaut (11.11.2018)

  16. #41
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Ja, als neuer Anführer. Das ist inakzeptabel. An einem russisch dominierten Europa habe ich absolut kein Interesse. Das wäre eine Horrorvorstellung. ...
    Dem stimme ich zu, so habe ich das auch nicht im Sinn.

    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Ich will auch nicht die Nationalstaaten abschaffen, das wäre und ist quatsch. Menschen organisieren sich immer in Stämmen und Rudeln. Eher eine Förderation, ...

    Geschehen wird es trotzdem, weil es einfach eine Folge der Technisierung und Mobilität ist. In meinem Arbeitsumfeld hier in Warschau ist es besonders extrem. Englisch ist die Verkehrssprache und wir haben kaum zwei Kollegen aus demselben Land. Und solche Verhältnisse nehmen zu, nicht ab.
    Daher gibt es auch überall einen Rechtsruck, aus Angst davor.
    Der wird das aber nicht aufhalten, ausser man schafft Flugzeuge, das Internet etc. ab.
    Stämme und Rufdel... Naja, das war vor dem Nationalstaat, der konnte den Stämmen und den Rudeln dann ganz ordentlich zeigen wo der Hammer hängt. Deshalb war der Nationalstaat und die Identität damit die logische Folge. Identität ist wichtig und Europa bräuchte dringend eine. Ob die wirtschaftlichen Gegebenheiten reichen wage ich zu bezweifeln, zumal sie nur wenigen nützen. Und letzteres ist auch ein Grund für den Rechtsruck, weil es von Links keinen Ruck mehr gibt. Außer dem Versuch von Sahra Wagenknecht Das gilt auch für die USA, aber die haben es wenigstens geschafft einen Sanders aufzustellen, bis ihn HRC abserviert hat.

  17. #42
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Stämme und Rufdel... Naja, das war vor dem Nationalstaat, der konnte den Stämmen und den Rudeln dann ganz ordentlich zeigen wo der Hammer hängt.
    Das ist im Endeffekt auch ein Rudel, nur in einer komplexeren Form.



    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Deshalb war der Nationalstaat und die Identität damit die logische Folge. Identität ist wichtig und Europa bräuchte dringend eine. Ob die wirtschaftlichen Gegebenheiten reichen wage ich zu bezweifeln, zumal sie nur wenigen nützen. Und letzteres ist auch ein Grund für den Rechtsruck, weil es von Links keinen Ruck mehr gibt. Außer dem Versuch von Sahra Wagenknecht Das gilt auch für die USA, aber die haben es wenigstens geschafft einen Sanders aufzustellen, bis ihn HRC abserviert hat.
    Was die Wagenknecht so anbietet ist irgendwie zu altbacken links. Ich mag ja eher so die Progressiven in den USA. Kapitalistisch, demokratisch, liberal, aber linke Ideen eingebaut.
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  18. #43
    Pallbearer
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    Zitat Zitat von BudSpencer Beitrag anzeigen
    Ich sagte ja schon dass ich Sputnik, die Unterstützung von Parteien zur Spaltung Europas und Cyberangriffe als Antworten auf Sanktionen sehe.
    Ich möchte da noch was dranhängen. Wenn du das auch siehst, das Sputnik billigste Propaganda ist, dann erklär du mir bitte, warum Menschen aus unseren eigenen Reihen diese bereitwillig mitverbreiten.
    Ich kann es mir nicht erklären.
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    ArgoNaut (11.11.2018), PrometheusXL (10.11.2018)

  20. #44
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    Stämme und Rufdel... Naja, das war vor dem Nationalstaat, der konnte den Stämmen und den Rudeln dann ganz ordentlich zeigen wo der Hammer hängt. .
    Wirklich? Denkst Du das?
    Ich halte diese Sichtweise inzwischen eher für eine Selbsttäuschung. Das zivilisatorische Make-Up ist eine hauchdünne Schicht über einer heterogenen Gemengelage und einer Vielzahl widersprüchlicher Kleingruppeninteressen, wie sich immer dann zeigt, wenn es "eng" wird.
    Und je größer die künstlichen Einheiten zusammen geschnürt wurden, desto brisanter die Lage.
    Im Krisenfall zerfleddert das Gebilde doch recht schnell in alle möglichen Richtungen und die 'allgemeinverbindlichen' nationalstaatlichen Gesetze müssen von der Exekutive zuweilen unter Zwang gegen Separationsbewegungen durchgesetzt werden, anderenfalls Anarchie und das Recht des Stärkeren die Oberhand gewinnt. Die Sezessionsbestrebungen der verschiedenen Regionen in Europa, der Zerfall der SU, selbst Teile der USA können nicht mehr miteinander. Das kann alles noch viel komplizierter und brisanter werden.
    Der jeweilige Nationalstaat ist doch meist ein künstliches Gebilde, das durch Kriege, Eroberungen und Unterwerfung entstanden ist. In Europa, in Afrika, in den USA. Dort ist die Sezession gerade erst am Anfang. Und wenn Du dir die Reste der alten Sowjetunion und das heutige Bestreben ansiehst, die in verschiedenen Teilen der ehemaligen Sowjetrepubliken ansässigen 'Volksrussen' wieder heim ins Reich zu holen, und das als Alibi herzunehmen, um Landnahme zu legitimieren, musst du nicht einmal viel Fantasie aufbringen, um das Problem, das unter der Oberfläche lauert, und die Parallelen, die sich aufdrängen, zu erkennen.
    Geändert von PrometheusXL (10.11.2018 um 21:21 Uhr)
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  21. Folgender Benutzer sagt Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    Uncas (10.11.2018)

  22. #45
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von Uncas Beitrag anzeigen
    Ich möchte da noch was dranhängen. Wenn du das auch siehst, das Sputnik billigste Propaganda ist, dann erklär du mir bitte, warum Menschen aus unseren eigenen Reihen diese bereitwillig mitverbreiten.
    Ich kann es mir nicht erklären.
    Doch, der Mensch als solcher hat eine destruktive Seite, die sich gelegentlich offen zeigt, wie z. B. bei dem Typen, der unvermittelt, ohne Anlass oder Ziel, im Vorbeigehen eine Frau eine Treppe runtergetreten hat. Oder bei den Fußballfans, die randalieren und ihrer eigenen Mannschaft damit schaden - just for fun. "Warum zum Teufel machst du das?" "Ist doch lustig!!" Die Zivilisationsdecke ist nur hauchdünn, und wenn der Mensch nicht mehr jagen und Kräuter sammeln muss, hat er zu viel Zeit - da kommt der destruktive Zug voll an die Oberfläche. Den Sputnik-Mist zu verbreiten ist doch lustig - schau mal, wie sie´s alle glauben und was sie draus machen
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