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Thema: Hyperloop - Hamburg geht voran

  1. #16
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    So ganz habe ich den Sinn auch nicht verstanden.Dabei geht es mir weniger um die Technik an sich, als mehr um den Einsatzort.Was heißt hier Hinterland?
    Wenn die Technik bis zu angeblichen 1200km/h ausgelegt ist, dann wäre das Hinterland München.Ich weiß nicht ob wir unsere regenerative Energie für solch ein Projekt einsetzen sollten, wenn viel sparsamere und wirtschaftlichere schon erprobt sind.Von Wladiwostok bis Berlin wäre eine logische Strecke, welche auch die Drecksschleudern auf See reduzieren würden.
    Ich frage mich wirklich auf welche Geschwindigkeit beschleunigt wird und welche Energie aufgewendet wird, um bis Lüneburg wieder abzubremsen?

    Aber ich lasse mich gerne überraschen, die Hamburger Pfeffersäcke sind in der Regel keine Dummbeutel.

  2. #17
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Ich stelle mir das eher als Verteiler vor. Eine Art Rohrpostanlage im XXL-Format. Die genannten Geschwindigkeiten sehe ich eher als eine Zahl des Autoren, wie in einem Quartett die Hubraumangabe. Es kommt auf die Effizienz und Praxistauglichkeit für den gesamten Prozess an. Nicht auf die theoretischen Maximalgeschwindigkeiten des Systems.

    Worum geht es?
    Wie lange dauert es, einen Container vom Terminal am Quai in eine Verteileinrichtung für den Weitertransport (Schiene oder Auflieger) zu verbringen.
    Der Weg heute ist ja der, dass vom Schiff über die Containerbücke, über den Robotwagen, den Stellplatz, mit den Stapler auf Trailer für die Verteilung im Hafen, den Landweg per Zugmaschine zum Übergabeport zum Güterzug, oder zur Verladung auf den Langstreckenzug, usw. usf. diverse Moves erforderlich sind.
    Und mehrere Wechsel der Transportmittel. Erforderlich sind dafür Strecken auf Zugmaschinen durch Hafen- und Stadtgebiet, was logistisch im Hafen von HH immer schwieriger wird, weil es eben eine Frage der Verkehrsdichte, Bebauung und Verträglichkeit aufwirft. Und es ist auch eine Belastung der Stadtbewohner damit verbunden. Schau mal in HH in die südlichen Stadtgebiete, was sich dort an Trailern von und zum Hafen bewegt.

    Würde eine Schnelltransportstrecke, die im Takt, von sagen wir zwei Minuten, Container von Altenwerder aus dem Hafen- und Stadtgebiet heraus schaffen können, um beispielsweise in einem Verladeterminal im Süden (Maschen als Beispiel) die C auf die Bahn und auf Zugmaschinen verteilen zu können, wären viele Wege und der erforderliche Zeitaufwand gespart, zudem die Belastung der Straßen und Anwohner durch den Durchgangsverkehrs entsprechend geringer.

    Die Frage, die sich stellt, ist also die: Ist das möglich, ist eine solche Taktung, die das Verfahren braucht, um als Alternative erfolgreich zu sein, machbar?
    So ein Zubringer- und Liefersystem wird sicher die Zukunft sein. Ob das Verfahren aber bereits mit der ersten Testanlage funktioniert, muss sich erst erweisen. Da bin ich skeptisch. Aber auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt.
    Geändert von PrometheusXL (06.12.2018 um 18:25 Uhr)
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    Schopenhauer (06.12.2018)

  4. #18
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    Ich stelle mir das eher als Verteiler vor. Eine Art Rohrpostanlage im XXL-Format. Die genannten Geschwindigkeiten sehe ich eher als eine Zahl des Autoren, wie in einem Quartett die Hubraumangabe. Es kommt auf die Effizienz und Praxistauglichkeit für den gesamten Prozess an. Nicht auf die theoretischen Maximalgeschwindigkeiten des Systems.

    Worum geht es?
    Wie lange dauert es, einen Container vom Terminal am Quai in eine Verteileinrichtung für den Weitertransport (Schiene oder Auflieger) zu verbringen.
    Der Weg heute ist ja der, das vom Schiff über die Containerbücke, über den Robotwagen, den Stellplatz, mit den Stapler, per Trailer für die Verteilung im Hafen, den Landweg per Zugmaschine zum Übergabeport zum Güterzug, oder zur Verladung auf den Langstreckenzug, usw. usf. diverse Moves erforderlich sind.
    Und mehrere Wechsel der Transportmittel. Erforderlich sind dafür Strecken auf Zugmaschinen durch Hafen- und Stadtgebiet, was logistisch im Hafen von HH immer schwieriger wird, weil es eben eine Frage der Verkehrsdichte, Bebauung und Verträglichkeit aufwirft. Und es ist auch eine Belastung der Stadtbewohner damit verbunden. Schau mal in HH in die südlichen Stadtgebiete, was sich dort an Trailern von und zum Hafen bewegt.

    Würde eine Schnelltransportstrecke, die im Takt, von sagen wir zwei Minuten, Container von Altenwerder aus dem Hafen- und Stadtgebiet heraus schaffen können, um beispielsweise in einem Verladeterminal im Süden (Maschen als Beispiel) die C auf die Bahn und auf Zugmaschinen verteilen zu können, wären viele Wege und der erforderliche Zeitaufwand gespart, zudem die Belastung der Straßen und Anwohne der Durchgangsverkehrs entsprechend geringer.

    Die Frage, die sich stellt, ist also die: Ist das möglich, ist eine solche Taktung, die das Verfahren braucht, um als Alternativer erfolgreich zu sein, machbar?
    So ein Zubringer- und Liefersystem wird sicher die Zukunft sein. Ob das Verfahren aber bereits mit der ersten Testanlage funktioniert, muss sich erst erweisen. Da bin ich skeptisch. Aber auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt.
    Aber wäre es nicht logischer, dass sich Hamburg und Bremen endlich mit dem Tiefwasserhafen Wilhelmshaven einigen und das Frachaufkommen logisch aufteilen (gerne mit Beteiligungen)?

    Wäre es nicht logisch ein Fracht-Containerverteilsystem in D zu etablieren welches logistisch wie ein Flughafenkofferband funktioniert und langfristig ganz D abdeckt, damit die stinkenden LKW (und ihre fahrenden Sklaven) von unseren verstopften Autobahnen kommen und die Straßen länger halten?Die Deutsche Bahn endlich an ihren dicken Eiern packen, neuralgisch vollelektronische Verteilerzentren mit vollautomatischer Containerabfertigung für elektrische LKW (Reichweite 200km) zu errichten, die mittels GPS, Funkkennung pro Container just in time abgefertigt werden können und jederzeit ihren genauen Standpunkt (G5) übermitteln können?
    Dabei alle Verkehrswege (Flüsse, Schiene, Straßen) kombinieren, die gleichzeitig logisch interagieren.Und das ganze mit Hilfe regenerativer Energien zu betreiben?

    Ich frage nur, weil dies in den 70igern schon einmal besser funktionierte.

  5. #19
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Mag ja sein, dass es ab einem bestimmten Entwicklungsstand zu solchen Überlegungen kommen wird. Aber zunächst muss doch herausgefunden werden, ob sich die theoretische Überlegung in der Praxis umsetzen lässt, ob das System den Anforderungen entspricht und die Erwartungen erfüllt. Erst wenn das technische Grundprinzip und die Möglichkeiten der Umsetzung Bestand haben, lohnt es sich, die nächsten Schritte konkret anzugehen. Das bedeutet, man braucht als erste Maßnahme einen Prüfstand, und das geht am besten dort, wo das neue System - dessen Idee ja so alt ist wie die Postverteilung bei Woolworth... - auf seine Alltagstauglichkeit im Regelbetrieb als XXL Rohrpost getestet werden kann.

    Du kannst die Frachtaufkommen der 70er nicht mit dem heutigen Volumen vergleichen. Damals ging es vergleichsweise betulich zu im Hafen. Und auch die Transportnetzwerke waren nur zu Bruchteilen ausgelastet. Ganz andere Rahmenbedingungen.

    PS: schau Dir nur an, wie dieser Tage elementare Einflüsse das gesamte Konzept der Fluss-Schiffahrt über den Haufen werfen. Und je mehr verschiedene Träger ein System vernetzen muss, desto schwerwiegender werden die Folgeprobleme, die das schwächste Glied der Kette auslösen kann.
    Geändert von PrometheusXL (06.12.2018 um 17:17 Uhr)
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