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Politopia - Das Europa-Forum - Powered by vBulletin
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Thema: Gewerkschaften verschreiben sich immer mehr den Arbeitgebern

  1. #31
    Weib, unsüß
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    Bei dieser Gelegenheit, unten die Liste, an wen ich die Mail noch schickte.

    Anfangs schrieb ich nur an die Pressestelle, später dann z. T. an die Vorsitzenden direkt, sofern deren Kontakt angegeben war.
    An werte Frau Susec, schickte ich die selbe Mail nochmals mit anderem Betreff und forderte eine Eingangsbestätigung an ;-)

    Das gleiche Spiel werde ich dann mit den anderen auch machen.

    Jürgen Klose, DGB-Pressestelle
    Timo Günther DGB Bayern Pressestelle
    Dieter Pienkny Pressestelle DGB Berlin Brandenburg
    Elke Drewes Pressestelle DGB Hessen-Thüringen
    Tina Kolbeck DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt
    Uwe Polkaehn Geschäftsführender Bezirksvorstand DGB-Bezirk Nord
    Schneider, Guntram Vorsitzender DGB-Bezirk NRW
    Iris Kloppich Vorsitzende DGB Sachsen
    Dietmar Muscheid (an Mitarbeiterin: Ruth Gieray) DGB Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz

    Bisher von niemandem eine Antwort!

    Aber das wundert mich nicht!
    Vor einigen Jahren forderte ich auch Stellungnahmen zur Einführung der Zeitkonten bei Leiharbeitsfirmen, da diese den Annahmeverzug und das Betriebsrisiko (BGB § 615) unerlaubterweise auf den AN abwälzen, bzw. untergraben.

    Auch damals kam nur von einer Gewerkschaft eine fadenscheinige Antwort.

    TM, bleibt dran
    Geändert von That's me (07.04.2010 um 12:12 Uhr)
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  2. #32
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    Zitat Zitat von That's me Beitrag anzeigen
    Bei dieser Gelegenheit, unten die Liste, an wen ich die Mail noch schickte.
    Jürgen Klose, DGB-Pressestelle
    Timo Günther DGB Bayern Pressestelle
    Dieter Pienkny Pressestelle DGB Berlin Brandenburg
    Elke Drewes Pressestelle DGB Hessen-Thüringen
    Tina Kolbeck DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt
    Uwe Polkaehn Geschäftsführender Bezirksvorstand DGB-Bezirk Nord
    Schneider, Guntram Vorsitzender DGB-Bezirk NRW
    Iris Kloppich Vorsitzende DGB Sachsen
    Dietmar Muscheid (an Mitarbeiterin: Ruth Gieray) DGB Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz Bisher von niemandem eine Antwort!
    Liebe (un) süße,
    deine Mails scheint keine Sau zu interessieren. Nach der unsäglichen Partnerschaft mit der "Verräterpartei" SPD wurden weder bei der SPD noch bei den Gewerkschaften die Köpfe der verantwortlichen (Mittäter) Gewerkschaftsbosse konsequent ausgetauscht. Notgedrungen wurde sich zwar von der arbeitnehmerfeindlichen Politik der SPD ff.. distanziert. Die Leader in den Gewerkschaften sind geblieben. Die Köpfe der supergut verdienenden Gewerkschaftsbosse sind geblieben und haben sich längst von der Basis verabschiedet! Die Gewerkschaften werden von oben nach unten geführt. Wir kleinen Mitglieder zahlen brav unsere Beiträge - und die -machen doch was sie wollen.
    Als Beispiel schau dir mal die haarsträubende Vita von dem ehemaligern Gewerkschaftsführer (Verräter???) Hansen (Lakai von Mehdorn??? ) von der Bahngewerkschaft an!!!
    Wir benötigen Gewerkschaften, die ohne wenn und aber die Arbeitnehmerinteressen vertreten und.... Alternativparteien, welche die Mehrheit des Volkes vertreten!!!

    P. S. Bei einer Fernsehsendung meinte die Karrierefrau Engelen Kefer (DGB) zu einem Gesprächspartner sinngemäß; sie sind doch erfolgreich, sie gehören doch nicht zu den Versagern Hartz4!!!

  3. #33
    Weib, unsüß
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    Zitat Zitat von brummelbär Beitrag anzeigen
    deine Mails scheint keine Sau zu interessieren.
    Da hast du leider recht. Manchmal weiß ich auch nicht, warum ich sowas unnützes mache. Aber einen gewissen Frustabbau kann ich nicht leugnen. Und wenn so ein Thema mal auf'S Tablett kommt, habe ich zumindest ein bisschen Dokumentation *gg*

    Nach der unsäglichen Partnerschaft mit der "Verräterpartei" SPD wurden weder bei der SPD noch bei den Gewerkschaften die Köpfe der verantwortlichen (Mittäter) Gewerkschaftsbosse konsequent ausgetauscht. Notgedrungen wurde sich zwar von der arbeitnehmerfeindlichen Politik der SPD ff.. distanziert. Die Leader in den Gewerkschaften sind geblieben. Die Köpfe der supergut verdienenden Gewerkschaftsbosse sind geblieben und haben sich längst von der Basis verabschiedet! Die Gewerkschaften werden von oben nach unten geführt. Wir kleinen Mitglieder zahlen brav unsere Beiträge - und die -machen doch was sie wollen.
    Tja, wie eigentlich überall in den "höheren Reihen". Die - oder die meisten - Menschen scheinen nicht dafür geschaffen die Balance zw. Macht und Moral zu meistern.
    Als Beispiel schau dir mal die haarsträubende Vita von dem ehemaligern Gewerkschaftsführer (Verräter???) Hansen (Lakai von Mehdorn??? ) von der Bahngewerkschaft an!!!
    Ok, kann ich beizeiten ja mal machen.

    Wir benötigen Gewerkschaften, die ohne wenn und aber die Arbeitnehmerinteressen vertreten und.... Alternativparteien, welche die Mehrheit des Volkes vertreten!!![/SIZE][/FONT]
    Wem sagst du das Eigentlich gehört eine weltumgreifende Gehirnwäsche her. Manchmal wünsche ich mir einen Virus oder eine Substanz die man ins Wasser schüttet, um so mach schräge Köpfe und selbstsüchtige Spackos umzupolen ;-)

    P. S. Bei einer Fernsehsendung meinte die Karrierefrau Engelen Kefer (DGB) zu einem Gesprächspartner sinngemäß; sie sind doch erfolgreich, sie gehören doch nicht zu den Versagern Hartz4!!!
    Die Politik macht es ja vor. Schon seltsam, dass die erfolgreichen Abmahnanwälte sich lieber im Netz tummeln und armen unbedarften Leuten die Kohle aus dem Sack zu ziehen.
    Bei dem, was manch Politiker und Leute der Öffentlichkeit sich heutzutage so an ehrverletzenden und diskriminierenden, rassistischen..... Äußerungen leisten, müsste damit doch ein guter Reibach gemacht werden können. Schade, dass sie diese Nische noch nicht entdeckt haben. Wünschen würde ich es mir.

    Wäre mal interessant zu recherchieren, wie es sich juristisch verhält, wenn Sarrazin & Co. so heftig ablassen.

    TM, geladen
    Geändert von That's me (07.04.2010 um 20:45 Uhr) Grund: Formatierung
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  4. #34
    ٩(●̮̮̃•̃)۶ Avatar von ahead
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    Zitat Zitat von schlabund Beitrag anzeigen
    [...]

    PS: Ist doch nachvollziebar, dein Gewerkschaftsaustritt, deine Glocken hingen halt damals woanders
    [....]
    Ich kann es eher schwer nachvollziehen, denn was ist der große unterschied?
    Ob lohnsklave bei der bank oder beim patron zu sein - beide sind auf den verkauf ihrer arbeitskraft angewiesen, deshalb ist imo die unterschiedlichkeit der interessenslage zwischen einem AN und einem kleinunternehmer nicht sehr groß - auch wenn die KU´s das gerne anders sehen (wollen).
    Geändert von ahead (08.04.2010 um 03:47 Uhr)
    Die Politiker haben jeglichen Respekt vor uns verloren. Sie werden erst wieder Respekt haben, wenn Sie Angst vor uns kriegen. Sehr bedauerlich... - Georg Schramm

  5. #35
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    Zitat Zitat von ahead Beitrag anzeigen
    Ich kann es eher schwer nachvollziehen, denn was ist der große unterschied?
    Mal davon abgesehen, dass ich natürlich (zumindest zeitweise) bei meinem Mann, bzw. faktisch bei mir selbst angestellt war, hätte ich die Gewerkschaft ohnehin nicht gebraucht, da ich meinen Arbeitsvertrag selbst aufgesetzt habe *gg*

    Zudem wurde mir klar, dass die Lohnverhandlungen unter dem Strich eh nie groß was bringen, da der AN am Ende seine Lohnerhöhung wieder selbst bezahlt. Die Unternehmen schlagen die gestiegenen Personalkosten nämlich wieder auf den Verkaufspreis auf. Also treibt es im Prinzip die Preisspirale nach oben. Wer glaubt, dass die Mehrzahl der Unternehmen ihre Gewinne minimieren um die Arbeiter besser zu entlohnen ist in meinen Augen naiv.

    Hätten die Gewerkschaften sich gemeinsam - also branchenunabhängig - darauf konzentriert, dass z.B. Frauen gleich bezahlt werden wie Männer, darauf hingewirkt, dass Arbeitsschutzrichtlinien eingehalten und verbessert werden, Berufsunfähigkeit besser anerkannt wird, etc., hätte ich ja noch einen gewissen Sinn darin gesehen. Aber nachdem immer klarer wurde, dass das auch nur ein mieses Gemauschel ist, sah ich keinen Grund mehr, diese Bande zu unterstützen.

    Und mal ehrlich, wer bezahlt etwas, ohne dass er einen Nutzen davon hat, bzw. es nicht braucht? Das was ich an Geld für die Gewerkschaft gespart hatte, habe ich eben in den Umweltschutz gesteckt, oder meinen Verein unterstützt.

    Wichtig ist doch, dass man etwas tut. Und den Bereich darf man sich zum Glück wenigstens teilweise noch aussuchen.

    Ob lohnsklave bei der bank oder beim patron zu sein - beide sind auf den verkauf ihrer arbeitskraft angewiesen, deshalb ist imo die unterschiedlichkeit der interessenslage zwischen einem AN und einem kleinunternehmer nicht sehr groß - auch wenn die KU´s das gerne anders sehen (wollen).
    Kommt die Gewerkschaft für einen Unternehmer, also AG auf? Nein, sie schützt den AN. Schon allein deshalb sehe ich keinen Grund, warum ein KU Gewerkschaftsbeiträge zahlen sollte.

    Weiterhin ist nicht jeder KU in den Fängen der Banken, indem er hoch verschuldet ist. Er hat sein Konto, wie jeder andere auch. Zudem haben Banken ja auch ihr Gutes!
    Denn sie geben dem Unternehmer Geld, damit er Arbeitsplätze schaffen kann.

    Und Geld kostet halt Geld.

    Für einen KU würde es wesentlich mehr Sinn machen, dass es schuldrechtlich einfacher wäre sein Geld einzutreiben (zentrales Register um flüchtige Schludner leichter aufzuspüren), dass man auch wirklich die Zinsen gerichtlich zugesprochen bekommt, statt diese ewigen scheiß Vergleiche, wo man unter dem Strich trotzdem noch drauflegt.
    Oder Versicherungen für Forderungsausfall, Rechtsschutz für Forderungseintreibung etc.
    Bessere Durchgriffshaftung von GmbHn, besserer Gläubigerschutz ggü. Kapitalgesellschaften etc.

    TM, die Unternehmertum nicht so verklärt sieht, wie manch AN sich das vostellt
    Geändert von That's me (08.04.2010 um 16:01 Uhr) Grund: Formatierung
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  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu That's me für den nützlichen Beitrag:

    A0048 (08.04.2010)

  7. #36
    Erfahrener Politopianer Avatar von Seifert
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    Zitat Zitat von Miriam Beitrag anzeigen
    An religiösen Feiertagen sollten nur Arbeitnehmer bezahlt frei haben, welche sich qua Mitgliedschaft
    auch zur entsprechenden Religion bekennen.

    Atheisten sollten arbeiten gehen oder einfach für die Einführung weiterer Feiertage werben,
    welche den Teufel huldigen oder dem Nichts oder dem Atheismus.

    Wie auch immer.
    Aha,
    Tariflohn nur für Gewerkschafter??

  8. #37
    Mittelmeerallergiker Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von Seifert Beitrag anzeigen
    Aha,
    Tariflohn nur für Gewerkschafter??
    Wäre eigentlich ja nur gerecht....scheitert aber leider an den Arbeitgebern...
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte

    Les McCann / Invitations to Opening
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    Ignore: Jegliches Sperr-Geschrei und
    philosophisch angehauchtes Geschwätz

    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....

  9. #38
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Nein, an den Tarifpartnern und dem Gesetzgeber.
    Das nennt sich Gleichbehandlungsgrundsatz.

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (21.10.2017)

  11. #39
    Mittelmeerallergiker Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Nein, an den Tarifpartnern und dem Gesetzgeber.
    Das nennt sich Gleichbehandlungsgrundsatz.
    ...welchen ich in der Hinsicht als Gewerkschaftler schon längst abgeschafft hätte...aber so sind sie halt, die Deutschen, sich das Maul über Gewerkschaften zerreissen aber von den erkämpften Lohnerhöhungen sowie anderen Vorteilen partizipieren wollen...
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

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  12. #40
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    Zitat Zitat von techniker1 Beitrag anzeigen
    ...welchen ich in der Hinsicht als Gewerkschaftler schon längst abgeschafft hätte...aber so sind sie halt, die Deutschen, sich das Maul über Gewerkschaften zerreissen aber von den erkämpften Lohnerhöhungen sowie anderen Vorteilen partizipieren wollen...
    Es ist wirklich eins der wenigen Dinge, die man als Arbeitnehmer noch freiwillig entscheiden kann und wenn sich Arbeitgeber durchsetzt und lässt alle an den tariflichen Erhöhungen teilhaben, weil Arbeitnehmer gar nicht erst in die Versuchung kommen soll, in eine Igitt-Gewerkschaft einzutreten, dann wäre es an den Gewerkschaften, mal wieder ihrer ureigensten Aufgabe nachzukommen und die Arbeitnehmer auf- und heimzusuchen. In „meinem“ Konzern lässt sich die zuständige Gewerkschaft alle 2 Jahre sehen und spricht dann zu vom Unternehmen vorgegebenen Themen. Firmen-Marketing pur.
    So. Selbst wenn junger Mensch noch gesunden Menschenverstand hat und den Sinn einer Gewerkschaft einsieht, dann wird er sich spätestens mit dem Einbehalt seines Lohnes bzgl Betriebsrenten u. ä. vereimert fühlen und sich auf sich selbst verlassen (müssen). Und wiederum haben die Arbeitgeber gewonnen. Die Gewerkschaften (wie ich sie seit ca. 15 J. erlebe) haben sich einkaufen lassen.
    https://www.dgbrechtsschutz.de/recht...ftsmitglieder/

    Frdl. Grüße
    Christiane

  13. #41
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Die Gewerkschaften sind schon seit vielen Jahren weitgehend korrumpiert. Das trifft nicht gleichzeitig auch auf die Ebenen der Geschäftsstellen und Betriebsräte zu, aber in den HVen und bei den Aufsichtsräten, den großkopferten Vorständen zu. Wer aus der Nähe zu Protagonisten den schleichenden Schulterschluss mit den AG erlebt hat, wird das bestätigen können. Da kommt es nicht selten auch schnell zum Duzen und Wirzen und zum "gleichen Boot"-Duktus.

    Der Auftrag, der originäre, durch diejenigen erteilt, die den Großteil der Einkommen der Funktionäre und Angestellten der Gewerkschaften durch die erarbeiteten Beiträge finanzieren, die Tätigkeit für die AN also, wird gerne als großes Feigenblatt genutzt, aber die eigenen Zugehörigkeiten definieren viele, die sich an die Spitze haben hochwählen lassen, später über ihren eigenen gesellschaftlichen Staus, den Dünkel, den Hauch der Wichtigkeit, Treffen auf Leitungsebene mit Politik und Wirtschaft, Presse etc. Auto, Haus, Einrichtung, Kleidung, Wahl der Restaurants, etc., das alles sagt viel mehr über die Speerspitzen aus, als deren Sonntagsreden.

    Die Kluft zwischen Basis und Vorständen könnte kaum größer sein. Auch wenn der demonstrative Schulterschluss von Zeit zu Zeit zum medienwirksamen Marketing gehört und anderes suggerieren soll, Arbeiterführer, pardon, Arbeitnehmerführer sind die alle nicht mehr, die meisten sind Sachverwalter und Frühstücksdirektoren, Funktionäre, die alimentiert werden und für Ruhe sorgen, hin und wieder ein Häppchen erbetteln und das als Erfolg verkaufen.

    So lange die Basis nicht aufmuckt, könnten die "Gewerkschaftsführer" sich auf Konzernrechnung auch in Davos zum Skifahren treffen, um die Weltlage der internationalen Arbeitnehmer beim Kaffee zum Après-Ski zu besprechen, oder mit dem Hubschrauber durch den Grand Canyon fliegen und anschließend Yellowstone besuchen, nachdem sie sich auf Einladung der Union bei Alibi-Terminen die Arbeitsbedingungen in einer Casinoküche in Las Vagas angesehen und der örtlichen Müllabfuhr eine angemessene Priorisierung der Sicherheitsaspekte am Arbeitsplatz bescheinigt haben. Das lässt sich alle prima miteinander vereinbaren. Kein Problem.

    PS: Ist hier natürlich hier völlig OT und sollte woanders hin verschoben werden - ich frage mich nur, wohin das am besten passen würde...?
    Geändert von Konrad (21.10.2017 um 11:27 Uhr) Grund: Absätze

  14. #42
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    Beiträge verschoben aus dem Thema "muslimischer Feiertag"
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  15. #43
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    Ich denke, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht als Antagonisten verstanden werden dürfen. Grundsätzlich wirken Arbeitnehmervertretungen mit den Arbeitgebern an Entscheidungsfindungen mit. Hierbei möchte ich auch die Betriebsräte und ähnliche Institutionen neben den Gewerkschaften einschließen.
    Dadurch sichert die Soziale Marktwirtschaft ein funktionierendes System, das vergleichsweise ausgeglichen ist. Wirft man den Blick etwa nach Frankreich, sollte klar werden, dass eine feindliche Haltung beider Akteure regelrecht fortschrittsfeindlich, schwerfällig und destruktiv wirkt.
    Von zentraler Bedeutung ist weiterhin, dass der Staat angemessene Rahmenbedingungen schafft, so dass die Partner tatsächlich auf Augenhöhe miteinander arbeiten und verhandeln können (schließlich bin ich nicht so naiv, zu glauben, Machtstellungen würden nicht auch zum Missbrauch einladen).
    Den Gewerkschaften den Schulterschluss mit den Arbeitgebern vorzuwerfen, ist m.E. zu kurzsichtig. Hierbei wird nicht berücksichtigt, dass ausufernde Arbeitnehmerinteressen den Unternehmen schaden und langfristig zu Verlust von Arbeitsplätzen und Annehmlichkeiten (Urlaubsgeld, Arbeitszeit, Gewinnbeteiligungen u.ä.) führt.

  16. #44
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Die Bewertungen dieser Sachverhalte sind eben eine Frage des Blickwinkels und der Interessenlage des Bewertenden.
    Geändert von PrometheusXL (12.06.2018 um 22:41 Uhr)
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

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