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Thema: Parteien unter der Lupe - SPD

  1. #16
    Moderator Avatar von Wolf
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Praktisch führt die Automatisierung zu weniger Abwanderung. Lohnkosten spielen immer mehr eine untergeordnete Rolle. Ich kenne genug Betriebe wo nur die Teile ins Ausland
    verlagert haben wo nicht Automatisiert sind.
    Ich denke, dem Fließbandarbeiter ist es egal, ob seinen ehemeligen Job nun eine Maschine oder ein Chinese macht, denn das Resultat ist für ihn das gleiche: Er ist arbeitslos.
    "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)

  2. #17
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Spiegelfechter Beitrag anzeigen

    Solche Jobs gab es aber auch schon, als sie angemessen bezahlt wurden. Das ist eine schlechte Argumentation.
    Was "angemessen" ist bestimmt auch auf dem Arbeitsmarkt Angebot und Nachfrage.
    Ob wir es wahr haben wollen oder nicht, Arbeitskraft ist Ware. Das war schon immer so und wird so bleiben.







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu wudi für den nützlichen Beitrag:

    Wolf (02.05.2010)

  4. #18
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Wolf Beitrag anzeigen
    Ich denke, dem Fließbandarbeiter ist es egal, ob seinen ehemeligen Job nun eine Maschine oder ein Chinese macht, denn das Resultat ist für ihn das gleiche: Er ist arbeitslos.
    Richtig. Aber hast Du einen realistischen Vorschlag das zu ändern?







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    ( Adenauer)



  5. #19
    Moderator Avatar von Wolf
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Richtig. Aber hast Du einen realistischen Vorschlag das zu ändern?
    Mir fällt nur eins ein: Bildung, Bildung, Bildung. Wir müssen schneller erfinden und neuartige Produkte auf den Weltmarkt schmeißen, als andere es kopieren können. Den Handlanger und Hilfsarbeiter werden wir schlicht kaum mehr brauchen. Wir werden sie durchfüttern müssen.

    Dass Deutschland ausgerechnet die Bildungsausgaben kürzt, geht echt nicht in meinen Kopf..... etwas anderes haben wir doch gar nicht!
    "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)

  6. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Wolf für den nützlichen Beitrag:

    Kojo no Tsuki (02.05.2010), wudi (02.05.2010)

  7. #20
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Cheops Beitrag anzeigen
    Auch der Abbau der Arbeitsplätze erfolgt nicht durch eine Partei oder ein Volk, sondern auch das kommt von den Unternehmen.
    Der Markt bestimmt, nicht der Unternehmer. Der Unternehmer passt sich dem Markt an.
    Genau diese Nichtanpassung war das Ende der Volkswirtschaft in der DDR. Die Produktivität
    in westlichen Industrieländern war um Vielfaches höher.







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  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu wudi für den nützlichen Beitrag:

    Wolf (02.05.2010)

  9. #21
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Wolf Beitrag anzeigen
    Mir fällt nur eins ein: Bildung, Bildung, Bildung. Wir müssen schneller erfinden und neuartige Produkte auf den Weltmarkt schmeißen, als andere es kopieren können. Den Handlanger und Hilfsarbeiter werden wir schlicht kaum mehr brauchen. Wir werden sie durchfüttern müssen.

    Dass Deutschland ausgerechnet die Bildungsausgaben kürzt, geht echt nicht in meinen Kopf..... etwas anderes haben wir doch gar nicht!
    Richtig. Dazu braucht man zwei Dinge. Bildungsangebot und Wille dieses anzunehmen.
    In Norwegen werden 1/3 der Ausbildungen abgebrochen.







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  10. #22
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    Das Thema Verlagerung von Arbeitsplätzen wird seit Jahren politisch und ideologisch missbraucht, um Lohndruck zu rechtfertigen.
    Ich komme aus einer kleinen Gemeinde, in der traditionell und seit Jahrzehnten einer der beiden Hauptsitze einer längst weltweit agierenden sehr bekannten mittelständischen Firma liegt. Man hat bereits in den 60er Jahren Betriebsstätten in anderen Kontinenten eröffnet, aber nicht aus Lohnkostengründen, sondern einfach deshalb, weil man seine Produkte weltweit verkaufen konnte und es alleine aus logistischen Gründen sinvoller ist, die Ware in der regionalen Nähe des Absatzmarktes zu produzieren. Der europäische und natürlich auch der deutsche Absatzmarkt wird natürlich immer noch über deutsche Betriebsstätten beliefert.
    Wenn man ehrlich durchkalkuliert und nicht nur den Teilfaktor Lohnkosten betrachtet, was viele Firmen inzwischen tun, dann sind die Gesamtkosten nach einer rein kostenbedingten Verlagerung von Produktionsanteilen oftmals höher als im vermeintlich teureren Heimatwerk, jedenfalls dann, wenn man mit seinem Produkt den heimischen Absatzmarkt bedienen möchte. Was meint Ihr, was alleine eine Tonne Fracht zwischen Peking und Frankfurt an Transportkosten verursacht? Bei relativ kleinen Teilen sind die Kosten noch überschaubar, aber wenns größer wird....Hinzu kommen dann oft noch Mehrkosten in anderen Ländern durch Bestechung, träge Verwaltung, schlechte Infrastrktur usw.
    Inzwischen agieren mehr Firmen weltweit als früher, was dazu führt, dass ausländische Absatzmärkte auch viel stärker bedient werden als früher und in Folge auch, dass Produktionsprozesse sinnvollerweise auch in der Nähe des entsprechenden Absatzmarktes stattfinden. Das sind aber im eigentlichen Sinne keine Verlagerungen.

  11. #23
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Der Markt bestimmt, nicht der Unternehmer. Der Unternehmer passt sich dem Markt an.
    Genau diese Nichtanpassung war das Ende der Volkswirtschaft in der DDR. Die Produktivität
    in westlichen Industrieländern war um Vielfaches höher.
    Der Markt ist nur ein Konstrukt aus Daten und Fakten und keine Person, die Entscheidungen trifft, also sind es die Unternehmer, die sich an Daten und Fakten orientieren und die Arbeitsplätze dorthin verlagern, wo sie am billigsten sind. Sowas sollte Westdeutsche aber viel eher wissen als ich.

  12. #24
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Spiegelfechter Beitrag anzeigen
    Das Thema Verlagerung von Arbeitsplätzen wird seit Jahren politisch und ideologisch missbraucht, um Lohndruck zu rechtfertigen.
    Ich komme aus einer kleinen Gemeinde, in der traditionell und seit Jahrzehnten einer der beiden Hauptsitze einer längst weltweit agierenden sehr bekannten mittelständischen Firma liegt. Man hat bereits in den 60er Jahren Betriebsstätten in anderen Kontinenten eröffnet, aber nicht aus Lohnkostengründen, sondern einfach deshalb, weil man seine Produkte weltweit verkaufen konnte und es alleine aus logistischen Gründen sinvoller ist, die Ware in der regionalen Nähe des Absatzmarktes zu produzieren. Der europäische und natürlich auch der deutsche Absatzmarkt wird natürlich immer noch über deutsche Betriebsstätten beliefert.
    Diese Verlagerungen gehen aber beide Wege. Viele ausländische Konzerne produzieren in
    Deutschland für den deutsch/europäischen Markt. Ich hatte viel US-Konzerne als Kunde,
    Beispiel John Deere, um einen zu nennen.







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  13. #25
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Diese Verlagerungen gehen aber beide Wege. Viele ausländische Konzerne produzieren in
    Deutschland für den deutsch/europäischen Markt. Ich hatte viel US-Konzerne als Kunde,
    Beispiel John Deere, um einen zu nennen.
    Das ist doch in Ordnung, ja sogar vernünftig.
    Im Grunde schadet das per se auch niemanden wirklich.

  14. #26
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Cheops Beitrag anzeigen
    Der Markt ist nur ein Konstrukt aus Daten und Fakten und keine Person, die Entscheidungen trifft, also sind es die Unternehmer, die sich an Daten und Fakten orientieren und die Arbeitsplätze dorthin verlagern, wo sie am billigsten sind. Sowas sollte Westdeutsche aber viel eher wissen als ich.
    Der Markt sind Personen. Oder was glaubst Du wo die Zahlen und Fakten herkommen?
    Ich sehe Du bist Wirtschaftsexperte.







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



  15. #27
    Ich fress den Wookiee :)) Avatar von rapunzel
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    Zitat Zitat von Wolf Beitrag anzeigen
    Mir fällt nur eins ein: Bildung, Bildung, Bildung. Wir müssen schneller erfinden und neuartige Produkte auf den Weltmarkt schmeißen, als andere es kopieren können. Den Handlanger und Hilfsarbeiter werden wir schlicht kaum mehr brauchen. Wir werden sie durchfüttern müssen.

    Dass Deutschland ausgerechnet die Bildungsausgaben kürzt, geht echt nicht in meinen Kopf..... etwas anderes haben wir doch gar nicht!
    in niedersachsen werden buchhalterinnen als aushilfslehrerinnen in schulen eingestellt, diese unterrichten z.b deutsch, englisch, gemeinschaftskunde und haben sogar den status der klassenlehrerin.fertigstudierte lehrerinnen sind arbeitslos oder haben es schwer eine anstellung zu finden, weil die aushilfen nur 6 euro die std. bekommen man zahlt ihnen kein urlaubsgeld, sie werden vor den grossen ferien entlassen und danach wieder eingestellt.wenn das kein skandal ist


    In Memoriam,mein liebes,gutes Schnurkselinchen - see you soon

  16. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu rapunzel für den nützlichen Beitrag:

    koboldblau (02.05.2010), Wolf (02.05.2010)

  17. #28
    Moderator Avatar von Wolf
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    Zitat Zitat von rapunzel Beitrag anzeigen
    fertigstudierte lehrerinnen sind arbeitslos oder haben es schwer eine anstellung zu finden, weil die aushilfen nur 6 euro die std. bekommen man zahlt ihnen kein urlaubsgeld, sie werden vor den grossen ferien entlassen und danach wieder eingestellt.wenn das kein skandal ist
    Da hast Du vollkommen Recht!Das ist ein absoluter Skandal und sollte - wie ich meine - von Gerichten geklärt werden. Der Beruf "Lehrer" sollte m.E. eine entsprechende Qualifikation voraussetzen und tut dies meines Wissens auch.
    "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu Wolf für den nützlichen Beitrag:

    rapunzel (02.05.2010)

  19. #29
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    Zitat Zitat von wudi Beitrag anzeigen
    Der Markt sind Personen. Oder was glaubst Du wo die Zahlen und Fakten herkommen?
    Ich sehe Du bist Wirtschaftsexperte.
    Daten und Fakten sind in dem Fall Verkauf, Umsatz und am Ende Gewinne. Die leben nicht, die lassen sich errechnen. Auch keine Errungenschaft des Kapitalismus, sondern diese Daten gibt es, seit Menschen Handel treiben. Je mehr du auf anderen Versionen bestehst, umso mehr blamierst du dich.

  20. #30
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Zitat Zitat von Spiegelfechter Beitrag anzeigen
    Das ist doch in Ordnung, ja sogar vernünftig.
    Im Grunde schadet das per se auch niemanden wirklich.
    Betriebe müssen sich auch dem Bedarf anpassen. Gerade in der Landwirtschaft ist dieser
    in Europa und der USA sehr unterschiedlich. Auch gelten bei vielen Produkten unterschiedliche Bestimmungen. Sie dem jeweiligen Markt individuell anzupassen wäre teuer.







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



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